Indigene Völker NordamerikasEreignis
Die Osage-Morde
Kurz erklärt Die Osage-Morde waren eine Mordserie an Osage in den frühen 1920er Jahren im Osage County in Oklahoma; die Täter wollten an die headrights kommen, die vererbbaren Anteile an den Öleinnahmen der Nation. Das FBI nennt mindestens zwei Dutzend Tote, die Osage Nation mehr als 60 ungeklärte Morde von 1920 bis 1925. Als Drahtzieher gilt der Viehzüchter William K. Hale, der im Januar 1929 wegen des Mordes an Henry Roan zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Wie kam es zu den Osage-Morden?
Die Osage nennen sich selbst Wahzhazhe. Ihr Land im heutigen Osage County in Oklahoma hatten sie mit dem Erlös aus dem Verkauf ihres Landes in Kansas von der Cherokee Nation gekauft. 1894 wurde dort Öl gefunden. Als das Land 1906 aufgeteilt wurde, handelten die Anführer der Nation aus, dass die Bodenschätze für immer unter ihrer Kontrolle bleiben.[4]
Das Gesetz vom 28. Juni 1906, der Osage Allotment Act, behielt Öl, Gas, Kohle und andere Bodenschätze der Nation zunächst für 25 Jahre ab dem 8. April 1906 vor. Die Einnahmen aus den Pachtverträgen gingen an die Mitglieder auf der Liste der Nation. Starb ein Mitglied, fielen sein Land, sein Geld und seine Rechte an den Bodenschätzen nach dem Recht des Territoriums und späteren Staates Oklahoma an die gesetzlichen Erben.[5] Jeder Inhaber einer Zuteilung erhielt laut Oklahoma Historical Society einen gleichen Anteil an den Einnahmen, das headright. Es war vererbbar, und wer es erbte, musste kein Osage sein.[2] 1923, auf dem Höhepunkt des Ölbooms, nahm die Nation nach der Oklahoma Historical Society mehr als 30 Millionen Dollar ein.[2]
Über einen Teil des Geldes entschied die Regierung: Nach dem Gesetz von 1906 durfte der Innenminister einem Osage auf Antrag ein certificate of competency ausstellen, wenn er ihn für fähig hielt, seine Angelegenheiten selbst zu regeln; erst damit durfte er sein Land mit Ausnahme der Heimstätte (homestead) verkaufen.[5] Ein Gesetz vom 3. März 1921 verlängerte den Vorbehalt der Bodenschätze bis 1946 und regelte die Auszahlung neu: Erwachsene ohne dieses Zeugnis bekamen je Vierteljahr 1.000 Dollar; hatten Erwachsene, die als nicht fähig galten, einen gesetzlichen Vormund, ging ihr Einkommen an den Vormund.[6] Nach der Darstellung von David Grann wurden die Osage so zu Mündeln weißer Vormünder, die über ihr Geld entschieden. Weil man nur über eine Osage-Familie an das Vermögen kam, warben weiße Männer plötzlich um Osage-Frauen.[13]

Was geschah während der Reign of Terror?
Die Zeitungen nannten die Zeit der Morde Reign of Terror, Schreckensherrschaft.[1] Die Osage Nation beschreibt sie als Zeit, in der Nichtindigene wieder ihr Land und ihren Reichtum suchten und dafür auch mordeten.[4] Die meisten Taten geschahen nach der Oklahoma Historical Society in und um Fairfax. Die örtlichen Behörden ermittelten selten, und manche Fälle wurden nie aufgeklärt; bei Toten ohne sichtbare Verletzungen hieß es nur "indigestion" (Verdauungsstörung), eine eigenartige Auszehrung oder Ursache unbekannt.[2]
Besonders betroffen war die Familie von Lizzie Q. Kyle. Ihre Tochter Anna Brown wurde in den frühen Morgenstunden des 22. Mai 1921 erschossen; das FBI schreibt, ihre Leiche sei im Mai 1921 in einer abgelegenen Schlucht im Norden Oklahomas gefunden worden.[1, 2] Lizzie Q. Kyle starb im Juli 1921 mit Verdacht auf Gift. Sie besaß außer ihrem eigenen headright drei weitere, geerbt von ihrem ersten Mann und zwei Töchtern.[2] Im Januar 1923 wurde ihr Neffe Henry Roan erschossen. Am 10. März 1923 zerstörte eine Explosion das Haus ihrer Tochter Rita Smith in Fairfax; Rita, ihr Mann William E. "Bill" Smith und ihre Hausangestellte Nettie Brookshire starben.[1, 2]
Annas letzte lebende Schwester Mollie war mit Ernest Burkhart verheiratet, dem Neffen des Viehzüchters William K. Hale. Starben Anna, ihre Mutter und ihre beiden Schwestern in dieser Reihenfolge, gingen alle headrights auf Ernest Burkhart über, und Hale konnte über sie verfügen; das FBI beziffert den Preis auf eine halbe Million Dollar im Jahr oder mehr.[1] Mollie Burkhart war krank. Das FBI schreibt nur, es werde behauptet, man habe versucht, sie zu vergiften, ohne Erfolg; die Oklahoma Historical Society nennt sie bereits krank vom Gift.[1, 2] Hale stammte aus Greenville in Texas, nannte sich selbst "King of the Osage Hills" und war nach der Oklahoma Historical Society wohl der mächtigste Mann im County, mit Ranch, Bank- und Geschäftsinteressen und politischem Einfluss.[2]
Auch außerhalb der Familie starben Menschen. Die Oklahoma Historical Society nennt Joe Grayhorse, William Stepson und Anna Sanford, das FBI einen bekannten Ölunternehmer. Den Anwalt W. W. Vaughn, der seinen Verdacht und seine Beweise weitergeben wollte, warf man laut FBI aus einem Zug.[1, 2]
Die Ermittlungen
Privatdetektive kamen nicht weiter, einige lenkten nach dem FBI sogar bewusst ab.[1] Der Osage Tribal Council bat deshalb die Bundesregierung um Hilfe, nach der Oklahoma Historical Society im März 1923. Das Bureau of Investigation, aus dem das FBI wurde, erhielt die Bitte nach eigener Darstellung im April 1923 und schickte Agenten.[1, 2] Tom White leitete vier Agenten, die verdeckt als Versicherungsvertreter, Viehkäufer, Ölsucher und Kräuterarzt auftraten und mit der Zeit das Vertrauen der Osage gewannen.[1]
Die Ermittler konzentrierten sich auf den Mord an Henry Roan, weil er auf beschränktem Land der Osage geschehen war, für das Bundesbehörden zuständig waren; Hale war Begünstigter von Roans Lebensversicherung über 25.000 Dollar.[2] Im Verhör belastete Ernest Burkhart den Farmer und Cowboy John Ramsey, und Ramsey gab zu, dass Hale ihn für den Mord an Roan angeheuert hatte. Er gestand auch seine Beteiligung am Anschlag auf die Smiths.[2] Im Januar 1926 nahmen Bundesagenten mit Hilfe von Beamten des Staates Hale, Burkhart und Ramsey fest, im April wurden Kelsie Morrison und Byron Burkhart, Ernests Bruder, wegen des Mordes an Anna Brown angeklagt.[2]
Ob ein Bundesgericht zuständig war, entschied der Oberste Gerichtshof. Ein Bezirksgericht hatte die Anklage gegen zwei weiße Männer wegen des Mordes an Henry Roan nicht zugelassen. Am 1. Juni 1926 entschied der Supreme Court in United States v. Ramsey, dass eine beschränkte Zuteilung an einen Osage zum Indian Country im Sinne der Bundesgesetze gehört; die Bundesgerichte durften also über Verbrechen an Angehörigen der Nation dort urteilen.[8]
Wer waren die Täter und wie wurden sie verurteilt?
Von Juni 1926 bis November 1929 standen die Angeklagten vor Gerichten des Staates und des Bundes in Guthrie, Oklahoma City, Pawhuska und Bartlesville. Die Verfahren mit Geschworenen, die sich nicht einigen konnten, Berufungen und aufgehobenen Urteilen verfolgten Zeitungen und Zeitschriften im ganzen Land.[2]
| Person | Rolle laut Quelle | Urteil und Folgen |
|---|---|---|
| William K. Hale | Drahtzieher; ließ nach dem FBI Anna Brown und ihre Familie wegen der Ölrechte töten, Henry Roan wegen der Versicherung und andere, die ihn entlarven wollten | im Januar 1929 lebenslange Haft im Bundesgefängnis Leavenworth für den Mord an Henry Roan; laut Osage Nation am 27. Januar 1929 verurteilt und 1947 auf Bewährung frei[1, 2, 3] |
| John Ramsey | tötete Henry Roan im Auftrag Hales | im November 1929 lebenslange Haft in Leavenworth; laut Osage Nation 1947 auf Bewährung frei[2, 3] |
| Ernest Burkhart | Hales Neffe und Mollies Mann; gestand und sagte gegen Hale und Ramsey aus | im Juni 1926 lebenslange Haft im Staatsgefängnis McAlester für den Mord an William E. Smith; 1965 von Gouverneur Henry Bellmon begnadigt[2, 3] |
| Kelsie Morrison | gab zu, Anna Brown in Hales Auftrag getötet zu haben | im November 1926 lebenslange Haft[2] |
| Byron Burkhart | Ernests Bruder, Helfer Morrisons | sagte als Kronzeuge aus und wurde nicht vor Gericht gestellt[2] |
Hale beteuerte seine Unschuld, Ramsey widerrief später sein Geständnis.[2] Trotz Protesten der Osage kamen Hale, Ramsey und Ernest Burkhart auf Bewährung frei.[2] Henry Grammar und Asa "Ace" Kirby, die Ramsey ebenfalls belastet hatte, waren kurz nach dem Anschlag auf die Smiths unter verdächtigen Umständen gestorben.[2] Nach dem FBI wurden auch ein bezahlter Mörder und ein korrupter Anwalt aus Hales Umfeld verurteilt.[1]

Wie viele Menschen starben bei den Osage-Morden?
Eine gesicherte Zahl gibt es nicht. Viele Todesfälle wurden kaum untersucht, manche Fälle nie aufgeklärt, und die Schätzungen gehen auseinander.[2]
| Quelle | Angabe |
|---|---|
| FBI | mindestens zwei Dutzend Tote, darunter Osage, ein bekannter Ölunternehmer und andere[1] |
| Oklahoma Historical Society | etwa 24 Osage starben in den frühen 1920er Jahren gewaltsam oder unter verdächtigen Umständen[2] |
| Osage Nation | mehr als 60 rätselhafte oder ungeklärte Morde an Inhabern von headrights im Osage County von 1920 bis 1925; Hale und seinen Helfern werden mehr als 20 Tötungen zur Last gelegt[3] |
| David Grann | dazu zahllose weitere Tötungen in Familien ohne Verbindung zu Hale, meist nie gemeldet oder untersucht[13] |
Welche Folgen hatten die Osage-Morde?
Am 27. Februar 1925 änderte der Kongress das Gesetz von 1921. Wer verurteilt war, einen Osage getötet oder seinen Tod veranlasst zu haben, durfte nichts mehr von ihm erben, gleich wo die Tat geschehen war. Von Osage mit mindestens zur Hälfte indigener Abstammung (im Gesetz "one-half or more Indian blood") durften künftig nur noch Erben indigener Abstammung beschränktes Land, Geld und Rechte an Bodenschätzen erben; bestehende Ehen nahm das Gesetz aus.[7] Für Mitglieder ohne certificate of competency oder mit mindestens zur Hälfte indigener Abstammung durfte ein Vormund nur noch auf schriftlichen Antrag oder mit Zustimmung des Innenministers bestellt werden. Geld, das Vormünder über 4.000 Dollar im Jahr für Erwachsene und 2.000 Dollar für Minderjährige erhalten hatten, mussten sie zurückgeben.[7]
Die Oklahoma Historical Society nennt die Osage-Morde den ersten Mordfall des FBI.[12] Der junge J. Edgar Hoover erkannte nach dem FBI früh, wie wichtig der Fall für das Bureau war.[11] Die Akten umfassen 3.274 Seiten; das FBI stellt sie in seinem Archiv The Vault in 65 Teilen frei zugänglich ins Netz.[9, 10] In der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre wurden die Osage nach der Oklahoma Historical Society wieder arm. Seitdem stehen nach ihrer Darstellung Klischees über reiche Indigene und Bücher über die Morde im Mittelpunkt dessen, was über die Osage geschrieben wird, und über die Mehrheit, die Kinder ausbildete und Rinder züchtete, wird wenig gesagt.[12]
Zeitleiste der Osage-Morde
- 28.06.1906Der Osage Allotment Act teilt das Land auf; die Bodenschätze bleiben der Nation vorbehalten, die Einnahmen gehen an die Mitglieder auf der Liste.[5] Osage
- 03.03.1921Ein Gesetz regelt die Auszahlung neu: Erwachsene ohne certificate of competency bekommen 1.000 Dollar je Vierteljahr, das Einkommen von Mündeln geht an ihre Vormünder.[6]
- 22.05.1921Anna Brown, eine Osage, wird in den frühen Morgenstunden erschossen; ihre Leiche wird im Mai 1921 in einer abgelegenen Schlucht gefunden.[1, 2]
- Juli 1921Ihre Mutter Lizzie Q. Kyle stirbt, vermutlich an Gift.[2]
- 1923Der Osage Tribal Council bittet die Bundesregierung um Hilfe (nach der Oklahoma Historical Society im März, nach dem FBI ging die Bitte im April ein); das Bureau of Investigation schickt Agenten.[1, 2]
- Januar 1923Henry Roan wird erschossen.[1, 2]
- 10.03.1923Eine Explosion zerstört das Haus von Rita und Bill Smith in Fairfax; die beiden und ihre Hausangestellte Nettie Brookshire sterben.[2]
- 27.02.1925Der Kongress schließt verurteilte Mörder von Osage vom Erbe aus; von Osage mit mindestens zur Hälfte indigener Abstammung erben nur noch Erben indigener Abstammung.[7]
- Januar 1926Bundesagenten nehmen William K. Hale, Ernest Burkhart und John Ramsey fest.[2]
- Juni 1926Ernest Burkhart gesteht und wird zu lebenslanger Haft verurteilt.[2]
- 01.06.1926Der Oberste Gerichtshof entscheidet in United States v. Ramsey, dass Bundesgerichte zuständig sind.[8]
- Januar 1929William K. Hale wird für den Mord an Henry Roan zu lebenslanger Haft verurteilt.[1, 2]
- November 1929John Ramsey wird zu lebenslanger Haft verurteilt.[2]
- 1947Hale kommt laut Osage Nation auf Bewährung frei.[3]
- 1965Gouverneur Henry Bellmon begnadigt Ernest Burkhart.[2, 3]
- 2017David Granns Sachbuch "Killers of the Flower Moon" erscheint.[13]
- 2023Martin Scorseses Verfilmung "Killers of the Flower Moon" kommt heraus.[14] Killers of the Flower Moon
Erinnerung heute
Die Osage Nation spricht von der "Osage Reign of Terror" und nennt ihre Geschichte voller Not und Trauer, aber auch voller Entschlossenheit. Sie hat nach eigenen Angaben heute mehr als 25.000 Bürger, 4.467 von ihnen leben im Osage County.[4] Als Grann das Osage Nation Museum besuchte, hing dort ein Panoramafoto von 1924 mit Hunderten Osage, aus dem eine Ecke herausgerissen war. Dort habe der Teufel gestanden, sagte ihm die Museumsleiterin; nach Granns Darstellung hatten die Osage Hales Bild entfernt.[13]
Im Oktober 2023 sprachen Principal Chief Geoffrey Standing Bear, Grann, der Gouverneur der Chickasaw Nation Bill Anoatubby und der Leiter der FBI-Außenstelle Oklahoma City über die Morde und das Verhältnis zwischen FBI und Nationen. Standing Bear sagte, die Polizei der Osage Nation ermittle heute gemeinsam mit dem FBI: "It's a different world now."[11]

Wo geschahen die Osage-Morde?
Die meisten Morde geschahen in und um Fairfax, laut U.S. Census Bureau eine Kleinstadt (town), im Osage County im Norden Oklahomas.[1, 2, 17]
- 1Osage-Morde (Fairfax, Oklahoma) 36,57° N, 96,71° W[17]
Mythos und Wahrheit
Mythos und Wahrheit
Mythos
Klärte das FBI die Osage-Morde vollständig auf?
Was belegt ist
Verurteilt wurden Hale, Ramsey, Ernest Burkhart und Kelsie Morrison für einzelne Morde. Viele Todesfälle untersuchten die örtlichen Behörden nach der Oklahoma Historical Society kaum, manche wurden nie aufgeklärt, und die Osage Nation zählt mehr als 60 rätselhafte oder ungeklärte Morde.[2, 3]
Die Osage-Morde in Buch und Film
2017 erschien bei Doubleday das Sachbuch "Killers of the Flower Moon: The Osage Murders and the Birth of the FBI" von David Grann, Autor beim New Yorker.[13] Bei der Diskussion 2023 nannte Grann die Gier die treibende Kraft. Sie sei mit einer Entmenschlichung der Opfer verschmolzen gewesen: Die Täter hätten ihre Ziele nicht als vollwertige Menschen mit Seele und Würde gesehen.[11] Martin Scorsese verfilmte das Buch 2023; der Film dauert 206 Minuten.[11, 14] Die Hauptrollen spielen Leonardo DiCaprio, Robert De Niro und Lily Gladstone.[15] Der Film war für zehn Oscars nominiert, darunter Lily Gladstone als Hauptdarstellerin, Robert De Niro als Nebendarsteller und der Song "Wahzhazhe (A Song For My People)" von Scott George; gewonnen hat er keinen (mehr auf der Seite Killers of the Flower Moon (2023)).[16]
Im Film
Häufige Fragen
Was waren die Osage-Morde?
Eine Serie von Morden an Osage im Osage County in Oklahoma in den frühen 1920er Jahren, die die Zeitungen Reign of Terror nannten. Die Täter wollten an die headrights der Opfer, ihre Anteile an den Einnahmen aus dem Öl der Nation. Einen Teil der Fälle klärte das Bureau of Investigation auf, aus dem das FBI wurde.
Wie viele Osage wurden ermordet?
Eine gesicherte Zahl gibt es nicht. Das FBI nennt mindestens zwei Dutzend Tote, die Oklahoma Historical Society etwa 24 Osage, die Osage Nation mehr als 60 rätselhafte oder ungeklärte Morde von 1920 bis 1925. David Grann spricht von zahllosen weiteren Tötungen, die meist nie gemeldet oder untersucht wurden.
Wer war William Hale?
Ein Viehzüchter aus Texas mit Bank- und Geschäftsinteressen, der sich selbst "King of the Osage Hills" nannte. Nach dem FBI und der Oklahoma Historical Society war er der Drahtzieher der Morde an der Familie von Lizzie Q. Kyle, um über seinen Neffen Ernest Burkhart an ihre headrights zu kommen. Verurteilt wurde er im Januar 1929 nur für den Mord an Henry Roan, zu lebenslanger Haft.
Was ist ein headright?
Ein gleicher Anteil an den Einnahmen aus den Bodenschätzen der Osage Nation, den jeder Inhaber einer Zuteilung nach dem Gesetz von 1906 erhielt. Er war vererbbar, und wer ihn erbte, musste kein Osage sein. Das machte die Inhaber zur Zielscheibe.
Was hat das FBI mit den Osage-Morden zu tun?
Der Osage Tribal Council bat 1923 die Bundesregierung um Hilfe, und das Bureau of Investigation, aus dem das FBI wurde, schickte Agenten unter Tom White. Die Oklahoma Historical Society nennt die Osage-Morde den ersten Mordfall des FBI.
Was geschah mit Ernest Burkhart?
Er gestand im Juni 1926 und wurde für den Mord an William E. Smith zu lebenslanger Haft verurteilt; danach sagte er gegen Hale und Ramsey aus. Er kam auf Bewährung frei, und 1965 begnadigte ihn Oklahomas Gouverneur Henry Bellmon.
Ist Killers of the Flower Moon eine wahre Geschichte?
Das Buch von David Grann aus dem Jahr 2017 ist ein Sachbuch über die Reign of Terror und die Ermittlungen des FBI. Martin Scorsese verfilmte es 2023 mit Leonardo DiCaprio, Robert De Niro und Lily Gladstone.
Quellen
- Amtliche Stelle Osage Murders Case (History, Famous Cases and Criminals). Federal Bureau of Investigation. Stand 23.10.2023. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Jon D. May: Osage Murders (The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture, Eintrag OS005). Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010, aktualisiert 02.05.2018. abgerufen am 26.10.2026
- Tribal Nation Did You Know? Osage Murders. Osage Nation. Stand 03.11.2014, geändert 06.05.2021. abgerufen am 26.10.2026
- Tribal Nation About the Osage Nation Reservation. Osage Nation (Osage Culture). Stand 15.02.2024. abgerufen am 26.10.2026
- Gesetz und Vertrag An Act for the division of the lands and funds of the Osage Indians in Oklahoma Territory, and for other purposes, Chap. 3572, 34 Stat. 539. U.S. Congress, Statutes at Large (U.S. Government Publishing Office). Stand 28.06.1906. abgerufen am 26.10.2026
- Gesetz und Vertrag An Act To amend section 3 of the Act of Congress of June 28, 1906 (Osage), Chap. 120, 41 Stat. 1249. U.S. Congress, Statutes at Large (U.S. Government Publishing Office). Stand 03.03.1921. abgerufen am 26.10.2026
- Gesetz und Vertrag An Act To amend the Act of Congress of March 3, 1921 (Osage), Chap. 359, 43 Stat. 1008. U.S. Congress, Statutes at Large (U.S. Government Publishing Office). Stand 27.02.1925. abgerufen am 26.10.2026
- Primärquelle United States v. Ramsey, 271 U.S. 467 (1926). Supreme Court of the United States, United States Reports (Library of Congress). Stand 01.06.1926. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle A Byte Out of History: Murder in the Osage Hills (archivierte Seite). Federal Bureau of Investigation. Stand Januar 2005. abgerufen am 26.10.2026
- Archiv Osage Indian Murders (FBI Records: The Vault, 65 Teile). Federal Bureau of Investigation. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Osage Discussion Spotlights Relationship Between FBI and Native Americans. Federal Bureau of Investigation. Stand 23.10.2023. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Louis F. Burns: Osage (tribe) (The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture, Eintrag OS001). Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 26.10.2026
- Presse Jessica Ullian: The Evil Among the Osage (über David Grann, Killers of the Flower Moon). Bostonia, Boston University. Stand 20.06.2017. abgerufen am 26.10.2026
- Filmdatenbank Killers of the flower moon. Det Danske Filminstitut, Filmdatabasen. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Presse Killers of the Flower Moon now available for digital download. Osage News. Stand 04.12.2023. abgerufen am 26.10.2026
- The 96th Academy Awards, 2024: Nominees and Winners. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand 2024. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle 2025 Gazetteer Files, Places, Oklahoma. U.S. Census Bureau. Stand 2025. abgerufen am 26.10.2026
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Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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