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Bekannte indigene Persönlichkeiten

Kurz erklärt Zu den bekannten indigenen Persönlichkeiten Nordamerikas gehören Pocahontas (um 1596 bis 1617), Tecumseh (1768 bis 1813), Sitting Bull (gestorben 1890), Geronimo und Red Cloud (beide gestorben 1909). Diese Liste stellt 15 Frauen und Männer mit eigener Seite auf wilder-westen.org vor, von der Ostküste bis zum Südwesten, mit Lebensdaten, Nation und Rolle.

Weite Graslandschaft mit einem gewundenen Fluss und Pappeln, am Horizont eine bewaldete Hügelkette im goldenen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Wer steht auf dieser Liste?

Die Liste stellt alle Personen vor, die auf wilder-westen.org eine eigene Seite in der Rubrik Indigene Persönlichkeiten haben. Aufgenommen sind sie, weil im deutschsprachigen Netz nach ihnen gesucht wird, oft mit Wörtern wie "berühmte Indianer" oder "Häuptling". Eine Rangfolge ist das nicht. Geordnet ist die Liste nach Regionen, innerhalb einer Region nach der Lebenszeit. Wo sich Quellen bei Geburtsjahr oder Todestag widersprechen, stehen beide Angaben mit Herkunft da. Zu jeder Person gehört die Nation, der sie angehörte. Diese Nationen gibt es bis heute: Die Onondaga Nation, die Navajo Nation und der Oglala Sioux Tribe haben eigene Regierungen, und nach dem National Park Service leben heute mehr als 850 Chiricahua.[1, 14, 17, 21]

Mit dem deutschen Wort "Häuptling" ist meist das englische "chief" gemeint. Die Rollen der Personen auf dieser Liste waren verschieden: Anführer im Krieg, Unterhändler oder spirituelle Führer. Die Seite Häuptling erklärt den Begriff.

Übersicht: 15 indigene Persönlichkeiten

Bekannte indigene Persönlichkeiten mit Lebensdaten und Nation
NameLebensdatenNationbekannt für
Hiawathanicht überliefertOnondaga, HaudenosauneeHelfer des Friedensstifters bei der Gründung des Bundes der fünf Nationen[1, 2]
Pocahontasum 1596 bis März 1617PowhatanTochter von Wahunsenaca, Ehe mit John Rolfe, Reise nach England[4]
Tecumseh9. März 1768 bis 5. Oktober 1813ShawneeBündnis vieler Nationen, Krieg von 1812[5]
Osceolaum 1804 bis 30. Januar 1838SeminoleZweiter Seminolenkrieg[6]
Sacagawea1805 etwa 16 oder 17 Jahre alt; gestorben wohl 1812Lemhi ShoshoneExpedition von Lewis und Clark[7]
Chief Seattle1780er-Jahre bis 7. Juni 1866Suquamish und DuwamishVertrag von Point Elliott 1855, Namensgeber der Stadt Seattle[8]
Chief Josephum 1840 bis 21. September 1904Nez PerceFlucht der Nez Perce 1877[9, 10]
Mangas Coloradasum 1795 bis Januar 1863Chiricahua-ApachenAnführer der Mimbreño, Apachenkriege[12, 15]
Cochiseum 1824 oder 1825 bis 1874Chiricahua-ApachenAnführer der Chokonen, Frieden von 1872[11, 12, 31, 32]
Manuelito1816 oder 1818 bis 1893 oder 1894NavajoWiderstand gegen die Deportation, Vertrag von 1868[16, 17, 33, 34]
Geronimo1820er-Jahre oder Juni 1829 bis 17. Februar 1909Chiricahua-Apachenletzte Kapitulation 1886[13, 18, 19]
Red CloudMai 1821 oder September 1822 bis 10. Dezember 1909Oglala-LakotaKrieg um den Bozeman Trail 1866 bis 1868[20, 21]
Sitting Bullzwischen 1831 und 1837 bis 15. Dezember 1890Hunkpapa-LakotaAnführer der Lakota ohne Vertrag, Little Bighorn 1876[22]
Crazy Horsewahrscheinlich 1840 bis 5. September 1877Oglala-LakotaRosebud und Little Bighorn 1876[23]
Quanah Parker1845 oder 1852 bis 23. Februar 1911ComancheAnführer der Quahadi, später Rancher und Sprecher der Comanche[24, 25]

Nordosten und Südosten

Hiawatha

Hiawatha ist eine Gestalt aus der Überlieferung der Haudenosaunee. Nach der Onondaga Nation war er ein Onondaga, der den ständigen Krieg zwischen den Nationen leid war. Der gefürchtete Onondaga-Anführer Tadodaho ließ seine Töchter töten, um den Frieden zu verhindern. In seiner Trauer fand Hiawatha weiße und violette Muschelperlen, Wampum, und der Friedensstifter (Peacemaker) tröstete ihn damit.[1] Danach zog Hiawatha mit dem Friedensstifter zu den Cayuga und den Seneca, die sich dem Frieden anschlossen. Die Mohawk und die Oneida hatten ihn schon vorher angenommen. Zuletzt traten die Onondaga bei, und Tadodaho bekam den Vorsitz im Großen Rat der 50 Chiefs.[1] Die Onondaga datieren den Beginn dieses Bundes auf mehr als tausend Jahre zurück. Das Wampumband, das ihn festhält, heißt bis heute Hiawatha Belt; als Flagge weht es an vielen Orten der Welt.[1, 2]

Pocahontas

Pocahontas kam um 1596 zur Welt und hieß eigentlich Amonute, privat auch Matoaka. Ihr Vater Wahunsenaca, von den Engländern Powhatan genannt, herrschte über ein Bündnis von mehr als 30 Algonkin sprechenden Gruppen im heutigen Virginia, die Powhatan.[4] Als die Engländer im Mai 1607 Jamestown gründeten, war sie etwa elf Jahre alt.[4] 1613 entführte Captain Samuel Argall sie als Geisel. 1614 ließ sie sich auf den Namen Rebecca taufen und heiratete im April den Siedler John Rolfe.[4] 1616 reiste die Familie auf Kosten der Virginia Company nach England. Im März 1617 erkrankte Pocahontas auf der Rückreise schwer und starb in Gravesend, etwa 21 Jahre alt; am 21. März 1617 wurde sie dort begraben.[4]

Tecumseh

Tecumseh wurde nach dem National Park Service am 9. März 1768 im Shawnee-Dorf Piqua im heutigen Ohio geboren. Er war ein bekannter Kämpfer und Redner und wollte alle verbliebenen Nationen von Kanada bis zum Golf von Mexiko zu einem Bündnis vereinen.[5] Die geistliche Grundlage lieferte sein jüngerer Bruder Tenskwatawa, der Prophet; 1808 gründeten die Brüder am Zusammenfluss von Wabash und Tippecanoe einen neuen Hauptort.[5] Im Krieg von 1812 verbündete sich Tecumseh mit den Briten, die den Nationen bei einem Sieg einen eigenen Staat im Nordwesten unter britischem Schutz in Aussicht stellten. Am 5. Oktober 1813 fiel er in der Schlacht am Thames River gegen die dreifach überlegene Armee von William Henry Harrison.[5] Innerhalb von 35 Jahren nach seinem Tod wurden viele Nationen östlich des Mississippi zwangsweise umgesiedelt.[5]

Osceola

Osceola wurde nach Ansicht von Historikern 1804 in Alabama geboren, als Sohn einer Creek-Mutter und eines schottischen Vaters; als Kind hieß er Billy Powell.[6] Nach dem Creek-Krieg von 1813 und 1814 zog er mit seiner Mutter in das spanische Florida und wurde ein Seminole.[6] Als der Indian Removal Act von 1830 und der Vertrag von Payne's Landing 1832 die Seminolen nach Westen umsiedeln sollten, begann der Zweite Seminolenkrieg von 1835 bis 1842, laut National Park Service der längste und teuerste Krieg zwischen indigenen Nationen und den USA.[6] Osceola besiegte im Dezember 1835 General Duncan Clinch am Withlacoochee. Im Oktober 1837 nahm ihn General Thomas Jesup bei Verhandlungen unter einer weißen Fahne gefangen. Osceola starb am 30. Januar 1838 als Gefangener in Fort Moultrie in South Carolina und liegt dort vor dem Tor begraben.[6]

Ufer eines stillen Sees mit hohen Weymouth-Kiefern und Laubwald im Herbst, Nebel über dem Wasser, weiches Morgenlicht
See im Waldland des heutigen Bundesstaats New York, dem Land der Haudenosaunee. Bild: KI-generiert

Nordwesten, Rocky Mountains und Plateau

Sacagawea

Sacagawea war nach dem National Park Service eine Lemhi Shoshone aus dem heutigen Idaho. Mit 11 oder 12 Jahren wurde sie bei einem Überfall der Hidatsa verschleppt und lebte danach in einem Dorf der Hidatsa im heutigen North Dakota.[7] Dort heiratete sie den frankokanadischen Pelzhändler Toussaint Charbonneau, den die Expedition von Lewis und Clark als Dolmetscher anwarb. Im April 1805 zog Sacagawea, 16 oder 17 Jahre alt, mit Charbonneau und ihrem zwei Monate alten Sohn mit dem Corps of Discovery nach Westen.[7] Laut National Park Service half ihre Anwesenheit bei den Lemhi Shoshone, die Pferde für den Weg über die Rocky Mountains zu bekommen. 1806 kehrte sie in die Dörfer der Mandan und Hidatsa zurück.[7] Allgemein gilt, dass sie 1812 in Fort Manuel Lisa an einem Fieber starb; der National Park Service verweist aber auch auf eine abweichende Darstellung des Sacagawea Project der Mandan, Hidatsa and Arikara Nation.[7]

Chief Seattle

Chief Seattle, in der Sprache Lushootseed siʔał, kam nach HistoryLink in den 1780er-Jahren auf der Kitsap-Halbinsel am Puget Sound zur Welt. Sein Vater war ein Suquamish, seine Mutter eine Duwamish, und er führte beide Nationen, als in den 1850er-Jahren die ersten Siedler kamen.[8] Die Siedler benannten ihre Stadt nach HistoryLink 1853 nach ihm. Beim Vertrag von Point Elliott im Januar 1855 setzte er als erster Anführer sein Zeichen unter das Abkommen, mit dem die Nationen den größten Teil des Puget-Sound-Beckens abtraten.[8] Er starb am 7. Juni 1866 im Reservat der Suquamish in Port Madison.[8]

Chief Joseph

Chief Joseph wurde laut Encyclopaedia Britannica um 1840 im Wallowa-Tal im heutigen Oregon geboren und führte dort eine Gruppe der Nez Perce.[10] Er gehörte zu den Nez Perce ohne Vertrag.[9] Nach Goldfunden im Reservat verkleinerte ein neuer Vertrag von 1863 das Gebiet nach dem National Park Service um 90 Prozent; die Gruppen außerhalb der neuen Grenzen verließen die Verhandlungen.[28] Im Mai 1877 hieß es, die Armee werde die Gruppen ohne Vertrag mit Gewalt in das neue Reservat bringen.[9] Nach einer Angabe der Lake-Roosevelt-Seite töteten junge Krieger vier Siedler (andere Quellen nennen deutlich mehr), danach flohen die Nez Perce in Richtung Kanada.[9] Nach vier Monaten und 1.300 Meilen wurden sie laut einer Seite der Lake Roosevelt National Recreation Area 42 Meilen vor der Grenze gestellt. Der Nez Perce National Historical Park nennt 1.170 Meilen in 126 Tagen, die Britannica 1.600 bis 1.700 Meilen.[9, 10, 29] Der National Park Service überliefert von ihm den Satz: "Von dort, wo die Sonne jetzt steht, werde ich nie mehr kämpfen" (Übersetzung der Redaktion). Zur Überlieferung dieser Rede steht Näheres auf der Seite Chief Joseph.[9] Die Überlebenden kamen nach Oklahoma, 1885 durfte Joseph mit den meisten seiner Leute in das Colville-Reservat in Washington. Dort starb er am 21. September 1904.[9, 10]

Hohe rote Felsnadeln und Felstürme in einem trockenen Gebirge mit Eichen und Wacholder, darunter ein sandiges Tal, warmes Abendlicht
Felsen in den Bergen im Südosten Arizonas, dem Land der Chiricahua-Apachen. Bild: KI-generiert

Südwesten

Mangas Coloradas

Mangas Coloradas kam laut Britannica um 1795 zur Welt, wahrscheinlich im Süden des heutigen New Mexico. 1837 wurde er Anführer der Mimbreño, einer Gruppe der Chiricahua-Apachen.[12, 15] Er war der Schwiegervater von Cochise.[12] 1862 griffen beide mit etwa 200 Kriegern Soldaten der Union am Apache Pass an; nach dem Gefecht war Mangas Coloradas schwer verwundet.[12] Im Januar 1863 kam er nach dem National Park Service zu Verhandlungen nach Fort McLane in New Mexico; die Britannica schreibt, er sei gefangen genommen worden. Er wurde dort getötet, angeblich bei einem Fluchtversuch.[12, 15] Laut National Park Service erinnern sich viele Chiricahua noch über hundert Jahre später an seinen Tod.[12]

Cochise

Cochise führte die Chokonen, eine Gruppe der Chiricahua, die am Apache Pass und in den Dragoon Mountains im Südosten des heutigen Arizona lebte; nach dem Fort Bowie National Historic Site wurde er um 1856 ihr Anführer.[11] Nach der Bascom-Affäre von 1861, die mit einem Überfall auf die Farm des Siedlers John Ward begann, kämpften seine Anhänger von 1861 bis 1872 gegen Siedler und Soldaten auf beiden Seiten der Grenze; daraus wurden die Apachenkriege.[11, 12] 1872 kamen General O. O. Howard und Tom Jeffords zu Verhandlungen in seine Festung in den Bergen. Cochise erreichte ein Reservat, das große Teile des heutigen Cochise County umfasste.[12] 1874 starb er, wahrscheinlich an Magenkrebs. Wo sein Grab liegt, ist bis heute unbekannt.[12]

Manuelito

Manuelito war ein Anführer der Navajo. Nach der Navajo Nation hieß er Hastiin Ch'il Haajiní, stammte von den Bears Ears im heutigen Utah und wurde 1855 Anführer seiner Gemeinschaft.[17] Über seine Jugend ist wenig bekannt.[16] Als Colonel Kit Carson 1864 laut Britannica rund 8.000 Navajo in das Lager Bosque Redondo bringen ließ, zog sich Manuelito mit etwa 4.000 Menschen in die Berge zurück.[16] Die Navajo Nation nennt für den ganzen Weg nach Bosque Redondo etwa 10.000 Menschen.[17] Erst im Herbst 1866 ergab er sich, nahe am Verhungern.[16] Im Frühjahr 1868 durfte er mit anderen Anführern nach Washington reisen und um ein neues Reservat bitten. Im Vertrag von 1868, den er unterschrieb, setzte er die Rückkehr in die alte Heimat durch.[16, 17] Mehr dazu steht auf der Seite über den Langen Marsch der Navajo. Manuelito starb laut Britannica 1893, nach der Verlagsseite von Denetdales Biografie 1894.[16, 34]

Geronimo

Geronimo hieß eigentlich Goyakla, nach dem National Park Service "der Gähnende", und gehörte zu den Bedonkohe, einer Gruppe der Chiricahua-Apachen.[11, 13] Geboren wurde er laut Britannica im Juni 1829, laut Encyclopedia of Oklahoma History in den 1820er-Jahren; auch der Geburtsort ist umstritten.[18, 19] Nach dem National Park Service war er kein Chief, sondern ein spiritueller Heiler (medicine man); sein Chief war Mangas Coloradas, und er war bei dessen Tod dabei.[13] Nachdem mexikanische Soldaten seine Mutter, eine seiner Frauen und einige seiner Kinder getötet hatten, wurde er ein gefürchteter Anführer im Krieg.[13] Im Sommer 1886 führte er die letzte freie Gruppe der Chiricahua, deren Chief offiziell Naiche blieb.[13] Im September 1886 ergab er sich mit ihr im Skeleton Canyon im Süden Arizonas; danach mussten die Chiricahua als Kriegsgefangene nach Florida, Alabama und 1894 nach Fort Sill im heutigen Oklahoma.[11, 14, 19] Geronimo starb am 17. Februar 1909 in Fort Sill an einer Lungenentzündung.[14, 19] Erst 1913 kamen die Chiricahua frei.[14]

Hügeliges Grasland der nördlichen Plains mit einem kleinen Fluss, am Horizont dunkle bewaldete Berge unter hohen Wolken, späte Nachmittagssonne
Grasland vor den Black Hills in South Dakota, dem Land der Lakota. Bild: KI-generiert

Plains

Red Cloud

Red Cloud war ein Anführer der Oglala, einer Gruppe der Lakota. Laut Encyclopedia of the Great Plains kam er im Mai 1821 im heutigen Nebraska zur Welt.[20] Das Aktá Lakota Museum nennt September 1822.[30] Von 1866 bis 1868 kämpfte er für die Schließung des Bozeman Trail, der durch die besten Büffeljagdgründe führte (Red Clouds Krieg).[21] Das Fetterman-Gefecht am 21. Dezember 1866 plante er nach der Encyclopedia of the Great Plains selbst.[20] Am 6. November 1868 setzte er sein Zeichen unter den Vertrag von Fort Laramie, der die Armee verpflichtete, ihre Forts im Land nördlich des North Platte aufzugeben und die Straße nach Montana zu schließen.[26, 27] Eine Seite des National Park Service nennt ihn den einzigen indigenen Anführer, dem man einen gewonnenen Krieg gegen die USA zuschreibt.[27] Später setzte er sich in Pine Ridge für eine Schule der Jesuiten ein, die heute Red Cloud Indian School heißt; auf einem Hügel darüber liegt er begraben.[21] Er starb 1909 in der Pine Ridge Reservation, nach der Encyclopedia of the Great Plains mit 88 Jahren.[20]

Sitting Bull

Sitting Bull, Tatanka-Iyotanka, kam laut National Park Service zwischen 1831 und 1837 in einer angesehenen Familie der Hunkpapa-Lakota nahe dem Zusammenfluss von Grand River und Missouri im heutigen South Dakota zur Welt.[22] Er wurde Anführer der Strong Hearts, einer Kriegergesellschaft, und galt auch als spiritueller Führer. Den Vertrag von 1868 erkannte er nicht an und führte die Lakota, die ohne Vertrag weiterlebten.[22] In der Schlacht am Little Bighorn am 25. Juni 1876 kämpfte er nicht selbst. Danach ging er nach Kanada und ergab sich am 20. Juli 1881.[22] 1885 reiste er mit der Wild West Show von Buffalo Bill. Am 15. Dezember 1890 starb er bei seiner Festnahme durch Polizisten der Agency an einem Schuss in die Brust.[22]

Crazy Horse

Crazy Horse war ein Oglala und wurde laut National Park Service wahrscheinlich 1840 in oder bei den Black Hills geboren; Datum und Ort sind umstritten.[23] Er kämpfte in Red Clouds Krieg, unterschrieb keinen Vertrag und lehnte das Leben im Reservat ab.[23] Am 17. Juni 1876 half er mit, General George Crook am Rosebud zu schlagen, acht Tage später das 7. Kavallerieregiment am Little Bighorn.[23] Am 7. Mai 1877 ergab er sich mit 1.100 Anhängern in Fort Robinson. Bei seiner Festnahme dort wurde er durch einen Stich tödlich verletzt und starb am Abend des 5. September 1877.[23]

Quanah Parker

Quanah Parker war der Sohn des Comanche Peta Nocona und von Cynthia Ann Parker, die als Kind bei einem Überfall auf Parker's Fort 1836 verschleppt worden war.[24, 25] Sein Geburtsjahr steht in den Unterlagen mit 1845 oder 1852, der National Park Service nennt etwa 1848.[24, 25] Er wurde ein Anführer der Quahadi und führte 1874 mit dem Heiler Isa-tai einen Angriff von rund 700 Kriegern auf die Bisonjäger in Adobe Walls, der scheiterte.[24] 1875 musste er sich der Armee ergeben. Im Reservat in Oklahoma ernannten ihn Bundesagenten zum Chief der Comanche, was laut Handbook of Texas ohne Vorbild in der Tradition der Comanche war.[24, 25] Er wurde ein wohlhabender Rancher, behielt aber seine langen Zöpfe und gehörte der Native American Church an. Er starb am 23. Februar 1911; seit 1957 liegt er auf dem Friedhof von Fort Sill, im Teil Chief's Knoll.[24]

Alle Lebensläufe als Karten

  • PersonChief Joseph

    Sprecher der Nez Perce ohne Vertrag, Kapitulation am Bear Paw am 5. Oktober 1877, umstrittene Kapitulationsrede, Einsatz für die Rückkehr aus dem Exil

  • PersonChief Seattle

    Namensgeber der Stadt Seattle, erster Unterzeichner des Vertrags von Point Elliott 1855, umstrittene Rede in der Fassung von Henry A. Smith (1887)

  • PersonCochise

    Bascom-Affäre 1861, Schlacht am Apache Pass 1862, Frieden mit General Oliver O. Howard 1872

  • PersonCrazy Horse

    Kriegsführer der Oglala im Großen Sioux-Krieg, Kämpfe am Rosebud und am Little Bighorn 1876

  • PersonGeronimo

    Anführer der letzten freien Gruppe der Chiricahua; letzte Kapitulation im September 1886

  • PersonHiawatha

    nach der Überlieferung der Haudenosaunee Helfer des Friedensstifters (Peacemaker) bei der Gründung des Bundes der fünf Nationen; Namensgeber des Hiawatha-Gürtels

  • PersonLeonard Peltier

    Aktivist des American Indian Movement; 1977 wegen Mordes an den FBI-Agenten Jack Coler und Ronald Williams verurteilt, was er bestreitet; seit Februar 2025 im Hausarrest

  • PersonMangas Coloradas

    Anführer der Mimbreño (Chihenne) und Bedonkohe, Schwiegervater von Cochise, Schlacht am Apache Pass 1862, Tod nach einem Friedenstreffen 1863

  • PersonManuelito

    Anführer der Navajo im Krieg von 1863 bis 1866, ergab sich als einer der Letzten, Unterzeichner des Vertrags von 1868

  • PersonOsceola

    Kriegsanführer der Seminolen im Zweiten Seminolenkrieg; im Oktober 1837 bei Verhandlungen unter weißer Flagge festgenommen

  • PersonPocahontas

    Tochter von Wahunsenaca (Powhatan); laut John Smiths Buch von 1624 seine Retterin, was die meisten Historiker bezweifeln

  • PersonQuanah Parker

    Anführer der Quahadi beim Angriff auf Adobe Walls 1874, Kapitulation 1875 in Fort Sill, danach von Bundesagenten ernannter Chief der Comanche, Rancher, Richter am Court of Indian Offenses und Wortführer der Peyote-Religion

  • PersonRed Cloud

    Anführer der Oglala im Krieg um den Bozeman Trail 1866 bis 1868; setzte am 6. November 1868 sein Zeichen unter den Vertrag von Fort Laramie

  • PersonSacagawea

    einzige Frau im Corps of Discovery der Lewis-und-Clark-Expedition, Dolmetscherin bei den Shoshone

  • PersonSitting Bull

    Anführer der Lakota ohne Vertrag, Vision vor der Schlacht am Little Bighorn, Exil in Kanada, Übergabe in Fort Buford 1881

  • PersonTecumseh

    Anführer eines Bundes vieler Nationen gegen die Landnahme der USA; Verbündeter der Briten im Krieg von 1812

Mehr zu den Nationen

Die Geschichte der Nationen hinter diesen Lebensläufen erzählen die Seiten im Bereich Indigene Völker, etwa über die Lakota, die Apachen oder die Haudenosaunee. Wie die Nationen heute leben, steht auf der Seite Indigene Völker heute.

Häufige Fragen

Wer sind die bekanntesten indigenen Persönlichkeiten Nordamerikas?

Im deutschsprachigen Netz oft gesucht werden Sitting Bull, Pocahontas, Chief Seattle, Chief Joseph, Osceola, Hiawatha, Geronimo, Sacagawea, Crazy Horse und Tecumseh. Diese Liste stellt sie zusammen mit Red Cloud, Cochise, Mangas Coloradas, Manuelito und Quanah Parker vor.

War Geronimo ein Häuptling?

Nach dem National Park Service nicht: Geronimo war ein spiritueller Heiler der Bedonkohe, einer Gruppe der Chiricahua-Apachen, und wurde später ihr Anführer im Krieg. Sein Chief war Mangas Coloradas. Im Sommer 1886 führte Geronimo die letzte freie Gruppe der Chiricahua, deren Chief offiziell Naiche war.

Gab es Hiawatha wirklich?

Nach der Überlieferung der Onondaga Nation war Hiawatha ein Onondaga und der Helfer des Friedensstifters, der fünf Nationen zum Bund der Haudenosaunee vereinte. Mit dem Helden aus Henry Wadsworth Longfellows Versepos von 1855 hat er wenig zu tun; Longfellow machte daraus einen erfundenen Ojibwe.

Welche Frauen stehen auf der Liste?

Pocahontas, die Tochter des Powhatan-Herrschers Wahunsenaca, die 1617 in England starb, und Sacagawea, eine Lemhi Shoshone, die 1805 und 1806 mit der Expedition von Lewis und Clark reiste.

Wer hat einen Krieg gegen die USA gewonnen?

Eine Seite des National Park Service nennt Red Cloud von den Oglala-Lakota den einzigen indigenen Anführer, dem man einen gewonnenen Krieg gegen die USA zuschreibt. Nach seinem Krieg von 1866 bis 1868 verpflichtete der Vertrag von Fort Laramie die Armee, ihre Forts am Bozeman Trail aufzugeben.

Wer ergab sich auf dieser Liste als Letzter?

Geronimo, im September 1886 im Süden Arizonas. Danach mussten die Chiricahua als Kriegsgefangene in Florida, Alabama und Oklahoma leben; frei kamen sie erst 1913.

Quellen

  1. Tribal Nation History: Birth of a Nation (Brad Powless). Onondaga Nation. Stand 07.09.2026. abgerufen am 24.10.2026
  2. Tribal Nation Hiawatha Belt. Onondaga Nation. Stand 01.02.2021. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Research Guide to Indigenous History in the Longfellow Archives. National Park Service, Longfellow House-Washington's Headquarters National Historic Site. Stand 11.05.2026. abgerufen am 24.10.2026
  4. Amtliche Stelle Pocahontas: Her Life and Legend (Sarah J. Stebbins). National Park Service, Historic Jamestowne, Colonial National Historical Park. Stand August 2010, zuletzt aktualisiert 04.09.2022. abgerufen am 24.10.2026
  5. Amtliche Stelle Tecumseh. National Park Service. Stand 12.11.2023. abgerufen am 24.10.2026
  6. Amtliche Stelle Osceola. National Park Service, Castillo de San Marcos National Monument und Fort Sumter and Fort Moultrie National Historical Park. Stand 11.02.2021. abgerufen am 24.10.2026
  7. Amtliche Stelle Sacagawea. National Park Service. Stand 10.04.2026. abgerufen am 24.10.2026
  8. Nachschlagewerk Chief Seattle (Seattle, Chief Noah, born Si?al 178?-1866) (Kenneth Greg Watson, Essay 5071). HistoryLink.org. Stand 18.01.2003, erweitert 11.08.2006, berichtigt 11.04.2017. abgerufen am 24.10.2026
  9. Amtliche Stelle Chief Joseph. National Park Service, Lake Roosevelt National Recreation Area. Stand 19.10.2023. abgerufen am 24.10.2026
  10. Nachschlagewerk Chief Joseph. Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  11. Amtliche Stelle The Chiricahua Apache. National Park Service, Fort Bowie National Historic Site. Stand 10.07.2021. abgerufen am 24.10.2026
  12. Amtliche Stelle The Apache Wars Part I: Cochise. National Park Service, Chiricahua National Park. Stand 07.04.2023. abgerufen am 24.10.2026
  13. Amtliche Stelle The Apache Wars Part II: Geronimo. National Park Service, Chiricahua National Park. Stand 19.08.2018. abgerufen am 24.10.2026
  14. Amtliche Stelle Post Apache Wars. National Park Service, Chiricahua National Park. Stand 19.08.2018. abgerufen am 24.10.2026
  15. Nachschlagewerk Mangas Coloradas. Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand 01.01.2026. abgerufen am 24.10.2026
  16. Nachschlagewerk Manuelito. Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand 01.01.2026. abgerufen am 24.10.2026
  17. Tribal Nation Navajo President Buu Nygren meets Dr. Jennifer Denetdale, Chief Manuelito's great-great-great granddaughter. Navajo Nation, Office of the President and Vice President. Stand 07.02.2024. abgerufen am 24.10.2026
  18. Nachschlagewerk Geronimo. Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  19. Nachschlagewerk Raymond Wilson: Geronimo (person). The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 24.10.2026
  20. Nachschlagewerk Robert W. Larson: Red Cloud (1821-1909). Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 24.10.2026
  21. Amtliche Stelle Oglala Sioux Tribe. South Dakota Department of Tribal Relations. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  22. Amtliche Stelle Sitting Bull. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
  23. Amtliche Stelle Crazy Horse (tashunka witco). National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
  24. Nachschlagewerk Brian C. Hosmer: Parker, Quanah (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 07.01.2021. abgerufen am 24.10.2026
  25. Amtliche Stelle Quanah Parker. National Park Service. Stand 14.01.2020. abgerufen am 24.10.2026
  26. Gesetz und Vertrag Treaty of Fort Laramie (1868), Milestone Documents, mit Abschrift des Vertrags vom 29.04.1868. National Archives. Stand 30.06.2025. abgerufen am 24.10.2026
  27. Amtliche Stelle 1868 Treaty Grounds. National Park Service. Stand 31.01.2026. abgerufen am 24.10.2026
  28. Amtliche Stelle The Treaty Period. National Park Service, Nez Perce National Historical Park. Stand 29.12.2022. abgerufen am 25.10.2026
  29. Amtliche Stelle The Flight of 1877. National Park Service, Nez Perce National Historical Park. Stand 24.09.2026. abgerufen am 25.10.2026
  30. Museum Red Cloud: Oglala Lakota Leader. Aktá Lakota Museum and Cultural Center, St. Joseph's Indian School. Stand 17.08.2021, geändert 12.11.2025. abgerufen am 25.10.2026
  31. Amtliche Stelle Fort Bowie National Historic Site: Guardian of Apache Pass (Text der Broschüre von 2018). National Park Service, Textfassung bei npshistory.com. Stand 2018. abgerufen am 25.10.2026
  32. Nachschlagewerk Cochise. Encyclopedia of World Biography. Encyclopedia.com. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  33. Tribal Nation Chief Manuelito Scholarship Program. Navajo Nation, Office of Navajo Nation Scholarship and Financial Assistance. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026

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    Red Cloud führte die Oglala-Lakota 1866 bis 1868 im Krieg um den Bozeman Trail.