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Die Verträge von Fort Laramie
Kurz erklärt Die Verträge von Fort Laramie sind Abkommen der USA mit Nationen der nördlichen Plains. Der erste vom 17. September 1851 sollte den Siedlertrecks den Durchzug sichern und beschrieb die Gebiete der Nationen. Der zweite vom 29. April 1868 beendete den Krieg um den Bozeman Trail und schuf die Große Sioux-Reservation mit den Black Hills, die der Kongress 1877 per Gesetz wieder herausnahm.

Wie kam es zu den Verträgen von Fort Laramie?
Fort Laramie liegt am Zusammenfluss von Laramie River und North Platte im Südosten von Wyoming.[18] Es entstand 1834 als privater Handelsposten für Pelze. 1849 kaufte die Armee den Posten, der damals Fort John hieß, und machte ihn zu ihrem Stützpunkt an den Wegen nach Westen.[4] Laut National Park Service zogen zwischen 1840 und 1869 mehr als 500.000 Menschen an den Forts vorbei nach Oregon, Kalifornien und Utah, auf dem Oregon Trail und den anderen Wegen nach Westen (mehr zum Ort unter Fort Laramie).[4]
Die Trecks der Siedler zogen durch das Land von Nationen der Plains. Seit 1846 drängten Pelzhändler, Agenten der Regierung bei den Nationen, Missionare und der frühere Superintendent of Indian Affairs Thomas Harvey auf eine Konferenz, die den Siedlern den Durchzug sichern sollte; Weiße und Indigene stritten um dieselben Ressourcen, und es kam immer öfter zu Vergeltungstaten auf beiden Seiten.[1] Laut National Park Service genehmigte der Kongress Anfang 1851 einen großen Vertragsrat mit den Nationen der Plains, der den Frieden an den Overland Trails sichern sollte.[1] WyoHistory berichtet, schon im Herbst 1850 hätten Zeitungen in St. Louis eine solche Konferenz angekündigt.[3]
Der Vertrag von 1851 am Horse Creek
Laut National Park Service kamen im September 1851 mehr als 10.000 Angehörige indigener Nationen, Männer, Frauen und Kinder, zu dem Vertragsrat. Fort Laramie konnte so viele Menschen und Pferde nicht versorgen, deshalb verlegte man den Rat an die Mündung des Horse Creek in den North Platte, 30 Meilen östlich nahe der heutigen Grenze von Wyoming und Nebraska.[1] Der Rat begann am 8. September.[3] Für die USA verhandelten Thomas Fitzpatrick, lange Pelzhändler und dann Agent der Regierung, und David D. Mitchell, Superintendent of Indian Affairs in St. Louis; der Jesuit Pierre-Jean De Smet übersetzte für die Lakota. Für die Crow übersetzte laut National Park Service der Trapper Jim Bridger; der Vertragstext nennt als Dolmetscher der Crow Robert Meldrum.[1, 2]
Für Oglala und Brulé (Sicangu Lakota[5, 21]) verhandelten sechs Anführer, für die Cheyenne vier, für die Arapaho drei, für Crow und Assiniboine je zwei und für Mandan und Hidatsa zusammen zwei. Comanche, Kiowa und Apache waren eingeladen, kamen aber nicht; die Pawnee blieben weg, nachdem die Lakota ihnen mit einem Angriff gedroht hatten.[1] Die Shoshone waren laut WyoHistory gekommen, ohne eingeladen zu sein. Der Kongress hatte die Mittel auf etwa die Hälfte gekürzt, 100.000 Dollar, und die Begleittruppe von 1.000 auf 300 Mann.[3]
Der Vertrag vom 17. September 1851 nennt als Parteien die Sioux oder Dahcotah (der historische Sammelname für Lakota, Dakota und Nakota), Cheyenne, Arapaho, Crow, Assiniboine, Gros Ventre, Mandan und Arikara.[2, 12] Seine wichtigsten Artikel regeln Frieden, Wege und Gebiete.[2]
- Artikel 1: Die Nationen schließen untereinander Frieden.[2]
- Artikel 2: Sie erkennen das Recht der USA an, in ihren Gebieten Straßen und Militärposten anzulegen.[2]
- Artikel 3 und 4: Die USA schützen die Nationen vor Übergriffen ihrer Bürger, die Nationen leisten Ersatz für Unrecht ihrer Leute an Bürgern der USA.[2]
- Artikel 5: Die Gebiete der Nationen werden beschrieben. Das Gebiet der Sioux reichte von der Mündung des White Earth River in den Missouri bis zum North Platte und entlang der Black Hills bis zum Heart River. Die Nationen gaben damit keine Rechte an anderem Land auf und durften weiter überall jagen, fischen und durchziehen.[2]
- Artikel 6: Jede Nation hat einen obersten Anführer bestimmt, über den künftig alle Geschäfte laufen.[2]
- Artikel 7: Die USA liefern jährlich Waren im Wert von 50.000 Dollar, zehn Jahre lang und nach dem Ermessen des Präsidenten bis zu fünf Jahre länger.[2]
Nach dem Obersten Gerichtshof der USA umfasste das Gebiet der Sioux von 1851 das ganze heutige South Dakota und Teile von Nebraska, Wyoming, North Dakota und Montana.[13] Laut National Park Service beschrieb Artikel 5 zum ersten Mal auf Papier, welche Gebiete die Nationen beanspruchten; ein Reservatssystem schuf er nicht, das kam erst mit dem Vertrag von 1868.[1] Einen einzigen Anführer für alle Sioux zu bestimmen, widersprach laut WyoHistory ihrer politischen Ordnung. Als sie keinen benannten, wählte Mitchell selbst den Brulé Conquering Bear aus.[3]
Wurde der Vertrag von 1851 ratifiziert?
Hier widersprechen sich die Quellen. Die Vertragssammlung von Charles J. Kappler, 1904 vom Government Printing Office gedruckt, vermerkt: Der Senat ratifizierte den Vertrag mit einer Änderung, die die Jahreszahlungen in Artikel 7 von fünfzig auf zehn Jahre kürzte, vorbehaltlich der Zustimmung der Nationen. Alle Nationen außer den Crow stimmten zu, und spätere Abkommen behandelten den Vertrag als gültig.[2] Zwei Seiten des National Park Service schreiben dagegen, der Vertrag sei unterzeichnet, aber nie ratifiziert worden; eine davon folgert, er sei deshalb nie rechtsgültig gewesen.[1, 4] Dieselbe Seite des National Park Service, die den Vertrag als nie ratifiziert bezeichnet, berichtet aber auch, der Kongress habe die Laufzeit der Zahlungen vor der Ratifizierung auf zehn Jahre verkürzt.[1] WyoHistory schreibt, der Kongress habe die Laufzeit einseitig gekürzt und Fitzpatrick habe danach die Zustimmung einiger Anführer eingeholt.[3]
Von den versprochenen Jahreszahlungen kam laut National Park Service nur eine an.[1] 1854 kam es in einem großen Lager der Brulé nahe Fort Laramie, wo rund 4.000 Menschen auf ihre überfälligen Zahlungen warteten, zum Kampf. Die Zahl der getöteten Soldaten nennen die Quellen verschieden: Laut Lesley Wischmann bei WyoHistory starben Leutnant John Grattan, sein Dolmetscher, alle 29 Soldaten seiner Abteilung und der Brulé Conquering Bear, laut Tom Rea im Beitrag zum Vertrag von 1868 Grattan und 30 Soldaten, laut Rosebud Sioux Tribe 19 Soldaten.[3, 5, 21] Der Zusammenstoß löste einen Krieg auf den nördlichen Plains aus, der mit Unterbrechungen 25 Jahre dauerte.[3] Bis 1864 drängte der Landhunger der Siedler Sioux, Cheyenne und Arapaho laut National Park Service in den Krieg.[1]

Red Clouds Krieg und der Weg zum Vertrag von 1868
Gold in Montana brachte neuen Verkehr auf den Bozeman Trail, eine Abkürzung vom North Platte zu den Goldfeldern durch das Powder-River-Gebiet.[3, 5] 1866 befestigte die Armee Fort Reno und baute Fort Phil Kearny und Fort C. F. Smith, und die Nationen griffen die Straße ständig an.[5, 19] Im Dezember 1866 lockten laut WyoHistory Oglala-Krieger Red Clouds und verbündete Cheyenne Captain William Fetterman und 80 Soldaten aus Fort Phil Kearny in einen Hinterhalt und töteten alle.[5] Der National Park Service zählt eine Abteilung von 79 Soldaten und 2 Zivilisten unter Fetterman.[19] Der Oberste Gerichtshof nannte diesen Krieg 1980 den Powder River War von 1866 bis 1867; die Sioux unter Red Cloud hätten damit früher anerkanntes Vertragsland gegen weiße Siedler verteidigt.[13] Der National Park Service datiert Red Clouds Krieg auf 1865 bis 1868 (Red Clouds Krieg und der Bozeman Trail, Red Cloud).[4]
1867 setzte der Kongress eine neue Friedenskommission ein. Red Cloud ließ ausrichten, der Krieg ende, sobald die Armee die neuen Forts räume und die Straße schließe. Laut WyoHistory war die Regierung dazu bereit: Die Armee war seit dem Bürgerkrieg stark geschrumpft, der Krieg war teuer, und mit der Eisenbahn würde es bald einen kürzeren Weg zu den Goldfeldern geben.[5] Laut National Park Service ist Red Cloud damit der einzige indigene Anführer, dem man zuschreibt, einen Krieg gegen die USA gewonnen zu haben.[10]
Was regelte der Vertrag von 1868?
Für die USA verhandelten General William T. Sherman, General William S. Harney, General Alfred H. Terry, General C. C. Augur, J. B. Henderson, Nathaniel G. Taylor, John B. Sanborn und Samuel F. Tappan.[6] Vertragspartner waren laut den National Archives Brulé, Oglala, Miniconjou, Yanktonai, Hunkpapa, Blackfeet, Cuthead, Two Kettle, Sans Arcs und Santee sowie die Arapaho.[6] Anführer der Brulé, darunter Spotted Tail, unterzeichneten am 29. April 1868 in Fort Laramie, Anführer der Oglala am 25. Mai.[6] Der Senat ratifizierte den Vertrag am 16. Februar 1869, am 24. Februar 1869 wurde er verkündet.[7]
Gut zu wissen
Sioux ist der historische Sammelname für Lakota, Dakota und Nakota. Unter diesem Namen schlossen die USA 1868 den Vertrag mit ihren Gruppen und den Arapaho.[12]
| Artikel | Inhalt |
|---|---|
| 1 | Der Krieg endet für immer. Täter unter den Weißen bestrafen die USA, Täter unter den Nationen werden ausgeliefert.[6] |
| 2 | Grenzen der Großen Sioux-Reservation: vom Ostufer des Missouri am 46. Breitengrad nach Süden bis zur Nordgrenze Nebraskas, dann nach Westen bis zum 104. Längengrad. Das Land gehört den Nationen zur absoluten und ungestörten Nutzung, Unbefugte dürfen es nicht betreten.[6] |
| 4 | Die USA bauen am Missouri nahe der Mitte des Reservats ein Lagerhaus, ein Haus für den Agenten, den Verwalter der Regierung, Häuser für Arzt und Handwerker und eine Schule.[6] |
| 6 | Ein Familienoberhaupt kann bis zu 320 Acres zum Ackerbau wählen, wer älter als 18 Jahre ist, bis zu 80 Acres.[6] |
| 7 | Kinder von 6 bis 16 Jahren müssen zur Schule; für je 30 Kinder gibt es ein Schulhaus und eine Lehrkraft, mindestens 20 Jahre lang.[6] |
| 10 | 30 Jahre lang jährlich Kleidung, dazu 10 Dollar je Person, die jagt, und 20 Dollar je Person, die Ackerbau treibt; vier Jahre lang täglich ein Pfund Fleisch und ein Pfund Mehl für alle über vier Jahre, die sich im Reservat niederlassen.[6] |
| 11 | Die Nationen geben das Recht auf, außerhalb des Reservats dauerhaft zu leben, dürfen aber nördlich des North Platte und am Republican Fork jagen, solange es dort genug Bisons gibt. Dem Bau der Bahnen widersetzen sie sich nicht mehr.[6] |
| 12 | Eine Abtretung von Land des Reservats gilt nur mit der Unterschrift von mindestens drei Vierteln der erwachsenen Männer.[6] |
| 16 | Das Land nördlich des North Platte und östlich der Gipfel der Bighorn Mountains ist nicht abgetretenes indigenes Gebiet ohne weiße Siedler. Binnen 90 Tagen nach dem Frieden räumt die Armee ihre Posten dort und schließt die Straße nach Montana.[6] |
Die Black Hills lagen innerhalb der Grenzen von Artikel 2.[6] Der Oberste Gerichtshof spricht von der Großen Sioux-Reservation einschließlich der Black Hills. Sie umfasste etwa die Hälfte des heutigen South Dakota, fast alles westlich des Missouri.[13] Laut WyoHistory handelt der größte Teil des Vertragstexts vom Ackerbau: von Landanträgen im Reservat, von Saatgut, Werkzeug und Ochsen, von Farmern, Schmieden, Müllern und Lehrern.[5] Laut Smithsonian Magazine zielen neun der 17 Artikel auf die Eingliederung in die Lebensweise der Weißen.[12]
Im Sommer 1868 räumte die Armee die Forts am Bozeman Trail. Fort C. F. Smith gab sie am 29. Juli auf, die Besatzung erreichte am 2. August Fort Phil Kearny, und innerhalb von 36 Stunden gaben die vereinten Truppen auch dieses Fort auf.[20] Wer die Forts niederbrannte, geben die Quellen unterschiedlich an: Laut WyoHistory setzten Red Cloud und seine Krieger Fort C. F. Smith am nächsten Tag in Brand und später Fort Phil Kearny.[5] Der National Park Service schreibt nur, die Sioux hätten Fort C. F. Smith bald nach dem Abzug niedergebrannt.[20] Am 4. November kam Red Cloud mit etwa 125 Männern nach Fort Laramie. Er sagte laut WyoHistory, seine Leute wollten weder ihr Land verlassen noch Ackerbau treiben.[5] Am 6. November 1868 setzte er sein Zeichen unter den Vertrag.[6]

Die Verträge mit Crow, Northern Cheyenne und Northern Arapaho
Im Mai 1868 schlossen die USA in Fort Laramie zwei weitere Verträge. Am 7. Mai 1868 unterzeichneten Anführer der Crow (Eigenbezeichnung Apsáalooke) einen Vertrag über ein Reservat zwischen dem 107. Längengrad, dem Yellowstone River und der Südgrenze des Montana-Territoriums; ihre Agentur sollte am Südufer des Yellowstone nahe Otter Creek entstehen.[8, 17] Der Senat ratifizierte ihn am 25. Juli 1868.[8]
Am 10. Mai 1868 folgte der Vertrag mit den Northern Cheyenne und Northern Arapaho. Die Cheyenne nennen sich selbst Tsistsistas, die Arapaho Hinono'ei.[16] Ein eigenes Reservat bekamen sie nicht. Der Vertragstext nennt drei Agenturen, von denen sie binnen eines Jahres eine wählen sollten: die Agentur nahe der Mündung des Medicine Lodge Creek für das Reservat der südlichen Cheyenne und Arapaho, die geplante Agentur am Missouri nahe Fort Randall im Reservat der Brulé und anderer Sioux oder die Agentur der Crow nahe Otter Creek am Yellowstone. Alles Land außerhalb der Reservate gaben sie ab, behielten aber das Recht, dort zu jagen, solange es genug Wild gab.[9]
Welche Folgen hatte der Vertrag von 1868?
1874 führte George A. Custer eine Expedition in die Black Hills, begleitet von Bergleuten auf der Suche nach Gold. Nach dem Goldfund zogen Goldsucher in die Jagdgebiete und verlangten den Schutz der Armee; bald erhielt die Armee den Befehl, gegen Gruppen vorzugehen, die nach ihren Vertragsrechten außerhalb des Reservats jagten.[6] Bis 1875 waren laut Smithsonian Magazine etwa 800 Goldsucher in die Black Hills gekommen (Goldrausch in den Black Hills).[12] 1876 kam es zur Schlacht am Little Bighorn, und die USA kämpften laut National Archives weiter, bis die Regierung das Land 1877 beschlagnahmte (Der Große Sioux-Krieg).[6]
Ein Gesetz vom 15. August 1876 machte weitere Lebensmittel für die Sioux davon abhängig, dass sie die Black Hills und die Jagdgebiete außerhalb des Reservats abtraten. Eine Kommission unter George Manypenny legte den Anführern einen vorbereiteten Vertrag vor. Statt der drei Viertel, die Artikel 12 verlangte, unterschrieben nur 10 Prozent der erwachsenen Männer.[13] Der Kongress machte die "Vereinbarung" trotzdem mit dem Gesetz vom 28. Februar 1877 zum Recht. Es nahm mehr als 7 Millionen Acres mit den Black Hills aus dem Reservat, fügte im Norden etwa 900.000 Acres hinzu und hob die Jagdrechte im nicht abgetretenen Gebiet auf.[13] Ein Gesetz vom 2. März 1889 teilte die Große Sioux-Reservation in sechs getrennte Reservate, darunter Standing Rock (Lakota, Black Hills).[14]
Das Urteil von 1980 und der Streit um die Black Hills
Die Sioux sahen im Gesetz von 1877 immer einen Bruch des Vertrags. Klagen konnten sie erst nach einem Gesetz von 1920; das Court of Claims wies den Anspruch 1942 ab. Nach dem Indian Claims Commission Act von 1946 reichten sie 1950 den Anspruch bei der neuen Kommission ein; diese entschied 1974, das Gesetz von 1877 sei eine Enteignung gewesen. Das Court of Claims schrieb dazu 1975 einen Satz, den der Oberste Gerichtshof später zitierte.[13]
Ein reiferer und krasserer Fall unehrenhaften Handelns wird sich in unserer Geschichte aller Wahrscheinlichkeit nach nie finden.
Am 30. Juni 1980 bestätigte der Oberste Gerichtshof, dass das Gesetz von 1877 eine Enteignung war, und sprach den Sioux 17,1 Millionen Dollar, den Marktwert der Black Hills von 1877, samt Zinsen seit 1877 zu.[13] Laut PBS waren das zusammen 105 Millionen Dollar.[15] Die Nationen nahmen das Geld nicht an; laut Smithsonian Magazine erklärten sie, das Land habe nie zum Verkauf gestanden.[12] Laut PBS lag die Summe 2011 für neun Nationen der Sioux beim Finanzministerium und war auf mehr als eine Milliarde Dollar angewachsen; die Nationen verlangen dagegen einen Teil ihres Landes zurück.[15] Der Streit um die Black Hills ist laut den National Archives bis heute nicht beigelegt.[6]
Erinnerung heute
Die Standing Rock Sioux Tribe erklärt, sie habe 1851 und 1868 als Gleichberechtigte Verträge mit der Regierung der USA unterzeichnet, und hält ihre Rechte daraus für so gültig wie am Tag der Unterzeichnung.[14] Zum 150. Jahrestag kamen vom 28. April bis 1. Mai 2018 mehr als 2.000 Native Americans in Fort Laramie zusammen, unter ihnen Nachfahren der Unterzeichner aus den 13 ursprünglichen Vertragsnationen. Laut National Park Service sehen die Nationen den Vertrag als aktives, lebendiges Dokument.[11] Im Herbst 2018 zeigte das National Museum of the American Indian in Washington 16 Seiten des Originals, das die National Archives ausgeliehen hatten. Die meisten davon sind Unterschriftenseiten mit den Namen der Vertreter der Regierung und rund 130 indigener Anführer; das ganze Dokument hat 36 Seiten.[12]
Wyoming kaufte das Gelände des 1890 aufgegebenen Forts und gab es 1937 an den Bund, 1938 wurde es National Monument; heute ist Fort Laramie eine National Historic Site.[4] Eine Gedenktafel an der Straße eine Meile westlich von Morrill in Nebraska erinnert an den Ort des Vertrags von 1851.[1] Hinweise für einen Besuch gibt der National Park Service auf der Seite der Fort Laramie National Historic Site.[18]

Zeitleiste
- 08.09.1851Bei Horse Creek östlich von Fort Laramie beginnt der große Vertragsrat mit Nationen der Plains.[3]
- 17.09.1851Die Nationen und die Beauftragten der USA unterzeichnen den ersten Vertrag von Fort Laramie (Horse Creek Treaty).[1, 2]
- 1854Bei einem Zusammenstoß in einem Lager der Brulé nahe Fort Laramie sterben Leutnant John Grattan, seine Soldaten und der Brulé Conquering Bear.[3]
- 1866Krieg um den Bozeman Trail (Red Clouds Krieg): Der Oberste Gerichtshof datiert ihn 1980 auf 1866 bis 1867, der National Park Service auf 1865 bis 1868.[4, 13] Red Clouds Krieg
- 29.04.1868Anführer der Brulé unterzeichnen in Fort Laramie den Vertrag, der die Große Sioux-Reservation schafft.[6]
- 07.05.1868In Fort Laramie schließen die USA einen Vertrag mit den Crow über ein Reservat am Yellowstone.[8] Crow (Apsáalooke)
- 10.05.1868Vertrag von Fort Laramie mit den Northern Cheyenne und Northern Arapaho.[9]
- 29.07.1868Die Armee gibt Fort C. F. Smith am Bozeman Trail auf; laut WyoHistory brennen Krieger unter Red Cloud es am nächsten Tag nieder.[5] Red Clouds Krieg
- 06.11.1868Red Cloud unterzeichnet den Vertrag in Fort Laramie.[6] Red Cloud
- 16.02.1869Der US-Senat ratifiziert den Vertrag mit den Sioux.[7]
- 1874Bei einer Expedition unter George A. Custer wird Gold in den Black Hills gefunden.[6] Goldrausch in den Black Hills
- 28.02.1877Ein Gesetz des Kongresses nimmt die Black Hills aus der Großen Sioux-Reservation heraus.[13] Black Hills
- 02.03.1889Ein Gesetz teilt die Große Sioux-Reservation in sechs getrennte Reservate.[14] Lakota
- 30.06.1980Der Oberste Gerichtshof bestätigt, dass das Gesetz von 1877 eine Enteignung war, und spricht eine Entschädigung samt Zinsen zu.[13]
- 2018Zum 150. Jahrestag des Vertrags von 1868 kommen mehr als 2.000 Native Americans in Fort Laramie zusammen.[11]
Wo wurden die Verträge geschlossen?
- 1Verträge von Fort Laramie (Gedenktafeln zum Vertragsort von 1851 bei Henry, Nebraska) 41,97° N, 104,01° W[3]
- 2Fort Laramie (Fort Laramie National Historic Site, Wyoming) 42,20° N, 104,55° W[22]
- 3Black Hills (Black Elk Peak, höchster Gipfel der Black Hills, South Dakota) 43,87° N, 103,53° W[23]
Mythos und Wahrheit
Mythos und Wahrheit
Mythos
Mit dem Vertrag von 1851 begann das Reservatssystem.
Mythos und Wahrheit
Mythos
Red Cloud unterschrieb den Vertrag von 1868 im Frühjahr zusammen mit den anderen Anführern.
Die Verträge von Fort Laramie im Film
Im Film
Häufige Fragen
Was war der Vertrag von Fort Laramie?
Unter diesem Namen laufen zwei Verträge. Der erste vom 17. September 1851, auch Horse Creek Treaty genannt, sicherte den USA Straßen und Posten im Land der Nationen und beschrieb deren Gebiete. Der zweite vom 29. April 1868 schuf die Große Sioux-Reservation mit den Black Hills und beendete den Krieg um den Bozeman Trail.
Wurde der Vertrag von Fort Laramie von 1851 ratifiziert?
Darüber gibt es zwei Angaben. Nach der Vertragssammlung von Charles J. Kappler ratifizierte der Senat den Vertrag mit einer Änderung, die die Jahreszahlungen von fünfzig auf zehn Jahre kürzte, und alle Nationen außer den Crow stimmten zu. Zwei Seiten des National Park Service schreiben dagegen, der Vertrag sei nie ratifiziert worden.
Was regelte der Vertrag von Fort Laramie 1868?
Er legte die Grenzen der Großen Sioux-Reservation fest, die den Westen des heutigen South Dakota mit den Black Hills umfasste. Die USA versprachen, die Forts am Bozeman Trail aufzugeben, keine Weißen in das Reservat zu lassen und Kleidung, Lebensmittel, Schulen und Handwerker zu stellen. Eine Abtretung von Land brauchte die Unterschrift von drei Vierteln der erwachsenen Männer.
Wer unterschrieb den Vertrag von Fort Laramie 1868?
Für die USA unterschrieben Mitglieder der Friedenskommission, darunter General William T. Sherman. Anführer der Brulé unterzeichneten am 29. April, Anführer der Oglala am 25. Mai, Red Cloud erst am 6. November 1868. Dazu kamen Vertreter der Miniconjou, der Yanktonai und der Arapaho.
Warum wurde der Vertrag von Fort Laramie gebrochen?
Nach Goldfunden in den Black Hills 1874 drangen Goldsucher in das Reservat ein. 1876 unterschrieben nur 10 Prozent der erwachsenen Männer der Sioux eine Abtretung, obwohl der Vertrag drei Viertel verlangte. Mit dem Gesetz vom 28. Februar 1877 nahm der Kongress die Black Hills trotzdem aus dem Reservat heraus.
Gilt der Vertrag von Fort Laramie heute noch?
Die Standing Rock Sioux Tribe sieht ihre Rechte aus den Verträgen von 1851 und 1868 als so gültig an wie am Tag der Unterzeichnung. 1980 bestätigte der Oberste Gerichtshof, dass die Black Hills 1877 enteignet wurden. Die Nationen nahmen das Geld nicht an, und der Streit um die Black Hills ist laut National Archives nicht beendet.
Wo liegt Fort Laramie?
Am Zusammenfluss von Laramie River und North Platte im Südosten von Wyoming. Der Vertrag von 1851 wurde rund 30 Meilen östlich an der Mündung des Horse Creek nahe der heutigen Grenze zu Nebraska geschlossen. Das Fort ist heute die Fort Laramie National Historic Site.
Quellen
- Amtliche Stelle Fort Laramie Treaty of 1851 (Horse Creek Treaty). National Park Service. Stand 19.11.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty of Fort Laramie with Sioux, etc., 1851 (Horse Creek Treaty), in: Charles J. Kappler, Indian Affairs: Laws and Treaties, Bd. 2, S. 594 bis 596 (mit Anmerkung a zur Ratifizierung). Smithsonian National Museum of the American Indian (PDF der Kappler-Seiten, Government Printing Office). Stand 1904. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Lesley Wischmann: Separate Lands for Separate Tribes. The Horse Creek Treaty of 1851. WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle What is Fort Laramie?. National Park Service, Fort Laramie National Historic Site. Stand 19.06.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Tom Rea: Peace, War, Land and a Funeral. The Fort Laramie Treaty of 1868. WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty of Fort Laramie (1868), Milestone Documents, mit Abschrift des Vertrags vom 29.04.1868. National Archives. Stand 30.06.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty with the Sioux-Brule, Oglala, Miniconjou, Yanktonai, Hunkpapa, Blackfeet, Cuthead, Two Kettle, Sans Arcs, and Santee-and Arapaho, 1868 (15 Stats. 635), Text nach Kappler. Tribal Treaties Database, Oklahoma State University Libraries. Stand 29.04.1868. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty with the Crows, 1868 (15 Stats. 649), Text nach Kappler. Tribal Treaties Database, Oklahoma State University Libraries. Stand 07.05.1868. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty with the Northern Cheyenne and Northern Arapaho, 1868 (15 Stats. 655), Text nach Kappler. Tribal Treaties Database, Oklahoma State University Libraries. Stand 10.05.1868. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle 1868 Treaty Grounds. National Park Service. Stand 31.01.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Honoring the Spirit 1868 Treaty Event (Pressemitteilung). National Park Service, Fort Laramie National Historic Site. Stand 07.05.2018. abgerufen am 24.10.2026
- Presse In 1868, Two Nations Made a Treaty. The U.S. Broke It, and Plains Indian Tribes Are Still Seeking Justice. Smithsonian Magazine, Kimbra Cutlip. Stand 07.11.2018. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle United States v. Sioux Nation of Indians, 448 U.S. 371 (1980). Supreme Court of the United States, United States Reports (Library of Congress). Stand 30.06.1980. abgerufen am 24.10.2026
- Presse For Great Sioux Nation, Black Hills Can't Be Bought for $1.3 Billion. PBS NewsHour. Stand 24.08.2011. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Language and Culture. Cheyenne and Arapaho Tribes. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Official Site of the Crow Tribe Executive Branch (Startseite, Apsáalooke Nation). Crow Tribe of Montana. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Fort Laramie National Historic Site. Stand 06.02.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Bozeman Trail. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Fort CF Smith Part 3 Abandonment. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation History and Culture: Wolakota, Heritage, Lakota Chiefs. Rosebud Sioux Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle NPS Land Resources Division Boundary and Tract Data Service, Umrisse der Stätten (Mittelpunkte, Abfrage nach UNIT_CODE). National Park Service, Land Resources Division. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 1261770: Black Elk Peak, Summit, Pennington County, South Dakota (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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