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Die Söhne der großen Bärin (1966)

Kurz erklärt Die Söhne der großen Bärin ist der erste Indianerfilm der DEFA, 1965 unter der Regie des Tschechen Josef Mach produziert, nach der Romanreihe von Liselotte Welskopf-Henrich. Gojko Mitić spielt Tokei-ihto, der seine Gruppe nach der Umsiedlung in eine Reservation über den Missouri nach Kanada führt. Premiere war im Februar 1966; der Film nennt sein Volk Dakota, erzählt aber eine größtenteils erfundene Geschichte der Lakota.

Grasbewachsene Prärie mit einem breiten, ruhig fließenden Fluss und Pappeln am Ufer unter weitem Himmel im Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Worum geht es in Die Söhne der großen Bärin?

Der Film spielt nach der Inhaltsangabe des Filmdienstes in den Jahren 1876 und 1877 und erzählt vom Kampf der Dakota gegen weiße Eindringlinge, die es auf Land und Geld abgesehen haben.[3] Er beginnt in einer einfachen Bar: Mattotaupa, der Vater von Tokei-ihto, setzt beim Würfeln einen Goldklumpen.[4] Fred Clark, genannt Red Fox, will von ihm wissen, wo die Höhle mit dem Gold liegt. Mattotaupa schweigt, und Red Fox ermordet ihn; sein Sohn kann es nicht verhindern.[1, 4]

Tokei-ihto führt die Gruppe der "Söhne der großen Bärin", die der Film zu den Dakota zählt. Leutnant Roach bestellt ihn zu Verhandlungen nach Fort Smith. Er ahnt einen Verrat und hätte lieber mit Tashunka-witko gegen die Weißen gekämpft, doch die Ältesten haben anders entschieden.[1] Unterwegs bringt er Cate, die Tochter des Kommandanten Major Smith, unversehrt zu ihrem Vater, statt sie als Geisel zu nehmen.[4] Im Fort bestätigt sich sein Verdacht. Auf dem Land, das den Dakota vertraglich zugesichert ist, wurde Gold gefunden, und nun sollen sie in eine Reservation mit unfruchtbarem Boden ziehen. Tokei-ihto verweigert die Zustimmung und wird eingesperrt.[1]

Auch in den eigenen Reihen hat er Gegner. Der "Geheimnismann" Hawandshita fürchtet um seinen Einfluss und lässt sich von Red Fox mit Wunderkerzen ködern; Tatokano und Schonka laufen nach einem Verrat zur Armee über.[4] Erst als die kämpfenden Dakota geschlagen und umgesiedelt sind, kommt Tokei-ihto frei und erfährt vom Mord an Tashunka-witko.[1] Die übrigen Mitglieder seiner Gruppe sehen ihren Fehler ein. Mit ihm beschließen sie, über den Missouri nach Kanada zu fliehen, um dort frei zu leben, und die Armee nimmt die Verfolgung auf.[1]

Wie endet Die Söhne der großen Bärin?

Achtung, Schluss: Dieser Abschnitt verrät, wie die Geschichte ausgeht.

Während die Gruppe die Grenze überquert, stellt sich Tokei-ihto Red Fox, dem Mörder seines Vaters, zum letzten Kampf und besiegt ihn.[1] Am Kampf gegen die Übermacht beteiligen sich am Ende auch die Siksika, mit denen die Gruppe zuvor verfeindet war. Gedreht wurde der Zweikampf nach Werner-Burgmann in der flachen Graslandschaft Brandenburgs.[4]

Frauen und Kinder setzen in Bullboats über den Missouri, wannenartigen Booten aus gebogenen Ruten. Welskopf-Henrich fand das Wasser viel zu sanft; geplant war die Flucht bei Schnee und Eis, weil Lakota die Grenze im Herbst 1877 überquerten.[4] Am Ende werden Tobias und Uinonah, Tokei-ihto und Sitopanaki sowie Adams und Cate jeweils ein Paar. In Kanada will die Gruppe wie der junge Adams von Ackerbau, Büffelzucht und dem Schmiedehandwerk leben.[4]

Wer spielt in Die Söhne der großen Bärin mit?

Gojko Mitić spielt Tokei-ihto. Laut filmportal.de war es seine erste Hauptrolle bei der DEFA, nach kleinen Rollen in Karl-May-Filmen der westdeutschen Rialto.[6] Seine Stimme hört man nicht: In der Synchronfassung spricht Karl Sturm die Rolle. Den Gegenspieler Red Fox spielt der tschechoslowakische Schauspieler Jiří Vrštála, gesprochen von Fred Düren.[1, 4, 7]

Die Produktionsgruppe wollte die Rollen der Lakota nach eigener Aussage "möglichst mit fremden, dem Zuschauer unbekannten Schauspielern" besetzen. Aus der DDR kamen dafür nur wenige, etwa Rolf Römer und Hans Finohr; die meisten stammten aus Osteuropa, etwa die Slowaken Jozef Majercik und Milan Jablonský.[1, 4] Welskopf-Henrich wollte die Lakota von indigenen Darstellern aus Kanada spielen lassen. Laut Filmdienst scheiterte das aus finanziellen Gründen.[4, 7]

Darsteller und Rollen laut DEFA-Stiftung[1]
DarstellerRolle
Gojko MitićTokei-ihto
Jiří VrštálaRed Fox
Rolf RömerTobias
Hans Hardt-HardtloffMajor Smith
Gerhard RacholdLeutnant Roach
Horst JonischkanAdams
Karin BeewenCate
Adolf Peter HoffmannMattotaupa
Kati SzékelyUinonah
Slobodanka MarkovićSitopanaki
Hans FinohrHawandshita
Jozef MajercikTschetansapa
Josef KloseTashunka-witko
Brigitte KrauseJenny
Henry HübchenHapedah

Wie entstand Die Söhne der großen Bärin?

Die Vorlage schrieb Liselotte Welskopf-Henrich (1901 bis 1979), Althistorikerin an der Humboldt-Universität zu Berlin und Schriftstellerin. Ihr Roman "Die Söhne der großen Bärin" erschien 1951 und wurde später zu einem Werk in sechs Bänden erweitert; er bekam im selben Jahr den Ersten Preis für Jugendliteratur der DDR.[8] Der Film stützt sich vor allem auf den vierten bis sechsten Band und lässt die Vorgeschichte des Helden weg, der im ersten Band noch Harka heißt.[4] Die Bände der Ausgabe von 1971 heißen:[4]

  1. Harka
  2. Der Weg in die Verbannung
  3. Die Höhle in den schwarzen Bergen
  4. Heimkehr zu den Dakota
  5. Der junge Häuptling
  6. Über den Missouri

Nach einer Reise in die Sowjetunion bot Welskopf-Henrich der DEFA 1962 ihren Roman an. Einen Abenteuer- oder Kinderfilm wollte sie "keinesfalls", ihr schwebte ein "historisch-gesellschaftliches Charakterdrama" vor. Bis 1965 entstanden drei Drehbuchfassungen.[4] Die Künstlerische Arbeitsgruppe "Roter Kreis" wollte den Titel in "Dakotas" ändern. Die Autorin beschwerte sich beim stellvertretenden Kulturminister Günter Witt, und der Titel blieb.[4]

Regie führte der tschechische Gastregisseur Josef Mach (1909 bis 1987), die Kamera sein Landsmann Jaroslav Tuzar von den Barrandov-Studios in Prag. Werner-Burgmann hält es für möglich, dass sich aus Sorge vor kulturpolitischen Folgen kein Regisseur der DEFA fand: Im Jahr 1965 verbot das 11. Plenum des Zentralkomitees der SED fast eine ganze Jahresproduktion der DEFA.[4] Das Drehbuch schrieb Welskopf-Henrich selbst, die Musik Wilhelm Neef. Produziert hat das DEFA-Studio für Spielfilme mit der Künstlerischen Arbeitsgruppe "Roter Kreis".[1, 2]

Vor den Dreharbeiten besuchte der Drehstab das Museum der Karl-May-Stiftung in Radebeul und ließ sich von dessen Leiter Paul Siebert beraten.[4] Karl May hatte Welskopf-Henrich als Kind gelesen, sie zog aber James Fenimore Cooper vor; Old Shatterhand fand sie "abgeschmackt".[4]

Wo wurde Die Söhne der großen Bärin gedreht?

Gedreht wurde in Jugoslawien, laut filmportal.de wie bei vielen DEFA-Indianerfilmen in denselben Gegenden wie die westdeutschen Winnetou-Filme, und in der DDR.[3, 4, 5]

Drehorte laut Werner-Burgmann (DEFA-Stiftung)[4]
DrehortWas dort entstand
Region Trebinje, damals JugoslawienDreharbeiten an Orten, an denen die Rialto zuvor ihre Winnetou-Filme von 1963 bis 1965 gedreht hatte[4]
Sächsische Schweizdas kreisförmige Tipi-Lager auf Sommerwiesen an einem Fluss
Brandenburgeine Kampfszene in der flachen Graslandschaft, die als Ersatz für die Prärie diente

Weitere Schauplätze des Genres zeigt die Seite Western-Drehorte im Überblick. Welskopf-Henrich war bei den Dreharbeiten in Jugoslawien nicht dabei; sie hatte für diese Zeit ein Visum für die USA erhalten, damals eine Ausnahme in der DDR.[4]

Hohe, zerklüftete Sandsteinfelsen über einer Sommerwiese an einem ruhigen Fluss im Licht der späten Nachmittagssonne
Sandsteinfelsen über einer Flusswiese: In der Sächsischen Schweiz stand das Tipi-Lager des Films Bild: KI-generiert

Wie viel Wahrheit steckt in Die Söhne der großen Bärin?

Die wahre Geschichte dahinter

Die Handlung ist größtenteils erfunden, aber in den Black Hills der Jahre 1876 und 1877 verankert.[4] Die "Bärenbande" hat Welskopf-Henrich erfunden. Den Bärenkult übernahm sie laut Werner-Burgmann vom Maler George Catlin, ebenso Namen wie Tokei-ihto, Hawandshita und Mattotaupa; eine Bärin als bedeutsames Tier oder gar Totem der Lakota ist danach reine Fiktion.[4]

Historisch ist der Rahmen. Im Vertrag von Fort Laramie vom 29. April 1868 erkannten die Vereinigten Staaten die Black Hills als Teil der Großen Sioux-Reservation an. 1874 zog George A. Custer mit einer Expedition und Goldsuchern in die Black Hills (Goldrausch in den Black Hills). Nach dem Goldfund drängten Bergleute in die Jagdgebiete, und die Armee ging gegen Gruppen vor, die dort nach ihren Vertragsrechten jagten. 1877 nahm die Regierung nach dem Großen Sioux-Krieg das Land; der Streit um die Black Hills dauert laut National Archives bis heute.[13] Der Film nennt diesen Vertrag ausdrücklich.[4]

Auch die Flucht nach Kanada hat ein Vorbild. Nach der Schlacht am Little Bighorn führte Sitting Bull seine Anhänger nach Kanada; erst im Juli 1881 ergab er sich in Fort Buford im Dakota-Territorium.[12] Werner-Burgmann nennt die Wood Mountain Uplands in Saskatchewan als einen der Orte, an denen sich Lakota damals niederließen.[4]

Der Anführer Tashunka-witko, im Film der "Oberhäuptling", trägt den Lakota-Namen von Crazy Horse.[1, 4] Crazy Horse ergab sich im Frühjahr 1877 mit vielen Oglala in Fort Robinson in Nebraska und wurde dort im September 1877 ermordet.[11] Das Fort Smith des Films lag nach Werner-Burgmann in Wirklichkeit weit entfernt in Montana und war schon 1868 aufgegeben.[4]

Dakota oder Lakota?

Dass der Film durchgehend von Dakota spricht, hält Werner-Burgmann für einen Irrtum, wohl weil der Name bekannter war. Die Oglala gehören zu den Lakota, ebenso Sitting Bull und Crazy Horse, die der Film als "Urahnen" nennt.[4] Die Cheyenne River Sioux Tribe beschreibt Lakota, Dakota und Nakota als drei Gruppen mit leicht verschiedenen Dialekten; die Lakota sind die westlichste von ihnen und haben sieben Gruppen.[10] "Dakota" und "Lakota" bedeuten laut Standing Rock Sioux Tribe "Freunde" oder "Verbündete".[9] Mehr über die Nation steht auf den Seiten Lakota und Sioux.[9, 10]

Auch Welskopf-Henrich schrieb von den Dakota. Nach der Neuen Deutschen Biographie reiste sie zwischen 1963 und 1978 mehrmals nach Kanada und in die USA, nahm Kontakt zu Gruppen der Dakota auf und erhielt den Ehrennamen Lakota-Tashina, "Schutzdecke der Dakota".[8]

Verfeindet ist die Gruppe im Film mit den Siksika, im Buch mit den Pawnee.[4] Die Siksika Nation in Alberta gehört heute nach eigener Angabe zur Blackfoot Confederacy (Blackfoot).[14] Der Kundschafter Tobias stammt im Film aus dem vernichteten Volk der Delawaren; die Lenape gibt es aber bis heute.[4]

Wie zeigt der Film die Lakota?

Die Arbeitsgruppe "Roter Kreis" wollte nach eigener Aussage den Freiheitskampf der indigenen Völker Nordamerikas historisch wahr wiedergeben, mit den Lakota als Helden. Werner-Burgmann findet das Ergebnis uneinheitlich.[4] Das Tipi-Lager ist richtig kreisförmig angelegt, die Kostüme entsprechen im Wesentlichen der Kleidung der Plains-Völker, und die Wiegenbretter sind korrekt gestaltet. Den reichen Kopfschmuck aus Adlerfedern trägt aber schon der junge Tokei-ihto, und sein Stirnband aus Schlangenhaut erinnert eher an die Winnetou-Filme mit Pierre Brice als an Kopfschmuck der Lakota.[4] Welskopf-Henrich hielt die Perücken für völlig falsch und verlangte, den Badesteg im Lager herauszuschneiden; auch die Holzbrücke fand sie ganz schlecht. Steg und Brücke blieben im Film.[4]

Statt indigener Darsteller spielten geschminkte europäische Schauspieler die Lakota, gefärbt wurde der ganze sichtbare Körper. Werner-Burgmann nennt das Redfacing und beschreibt das bewusste "Fremdmachen" der Besetzung als Widerspruch zur gesuchten ethnologischen Authentizität.[4] Die Frauen der Lakota bleiben bis auf Uinonah meist stumme Figuren im Hintergrund.[4] Die negativen Klischees des Westerns lasse der Film hinter sich, schreibt Werner-Burgmann, er bediene aber das positive Wunschbild vom "edlen Wilden", und die Lakota bekämen keine Deutungshoheit über die eigene Geschichte.[4]

Dunkel bewaldete Hügel mit Kiefern über einer goldenen Grasebene im Licht der späten Nachmittagssonne
Kiefernbewaldete Hügel über der Prärie: Um die Black Hills geht es im Hintergrund des Films Bild: KI-generiert

Wie wurde Die Söhne der großen Bärin aufgenommen?

Die DEFA-Stiftung nennt den 17. Februar 1966 als Premiere und den 18. Februar 1966 als Kinostart; filmportal.de und der Filmdienst führen den 18. Februar als Uraufführung bzw. Erstaufführung in der DDR.[1, 2, 3, 4] In der Bundesrepublik lief der Film ab dem 10. Februar 1967, im Fernsehen der DDR zeigte ihn DFF 1 erstmals am 25. Juli 1970. Die FSK gab ihn ab 12 Jahren frei.[3]

Laut filmportal.de sahen ihn in der DDR über acht Millionen Menschen.[5, 6] Werner-Burgmann nennt rund 8,9 Millionen nach einer Filmografie von 1983, deren Zahlen bis 1982 reichen.[4] Andrea Dittgen spricht in einem Filmdienst-Beitrag von 2003 von über neun Millionen Zuschauern.[15] Mit ihm begann die Reihe der DEFA-Indianerfilme; Werner-Burgmann zählt 14, in zwölf davon spielte Mitić die Hauptrolle.[4] Welskopf-Henrich distanzierte sich laut Filmdienst nach langem Ringen von der Verfilmung: zu viel Action, zu wenig Entwicklung der Figuren.[7]

Der erste Indianerfilm der DDR, von einem tschechischen Regisseur in Jugoslawien etwas langatmig und unbeholfen, aber mit großem szenischen Aufwand und einem guten Hauptdarsteller inszeniert.

Lexikon des internationalen Films, filmdienst.de, Eintrag Die Söhne der großen Bärin[3]

Im Jahr darauf kam Chingachgook, die große Schlange ins Kino, wieder mit Mitić in der Hauptrolle; das Gegenstück im Westen waren die Karl-May-Filme.[5, 6, 7]

Zeitleiste

Zeitleiste: Die Söhne der großen Bärin
  1. 1951Der Roman Die Söhne der großen Bärin von Liselotte Welskopf-Henrich erscheint.[8]
  2. 28.11.1962Das erste Treatment für den Film liegt vor; bis 1965 entstehen drei Drehbuchfassungen.[4]
  3. 1965Der Film geht beim DEFA-Studio für Spielfilme in Produktion; gedreht wird in Jugoslawien und in der DDR.[1, 4]
  4. 17.02.1966Premiere laut DEFA-Stiftung.[1, 4]
  5. 18.02.1966Kinostart in der DDR, bei filmportal.de als Uraufführung geführt.[1, 2, 3]
  6. 10.02.1967Kinostart in der Bundesrepublik.[3]
  7. 25.07.1970Erste Ausstrahlung im Fernsehen der DDR (DFF 1).[3]

Häufige Fragen

Wann kam Die Söhne der großen Bärin ins Kino?

Premiere war laut DEFA-Stiftung am 17. Februar 1966, Kinostart in der DDR am 18. Februar 1966. In der Bundesrepublik lief der Film ab dem 10. Februar 1967. Er dauert 98 Minuten laut Filmdienst, 92 Minuten laut DEFA-Stiftung.

Wo wurde Die Söhne der großen Bärin gedreht?

In Jugoslawien, nach einem Aufsatz im Journal der DEFA-Stiftung in der Region Trebinje, wo zuvor schon Winnetou-Filme entstanden waren. Das Tipi-Lager steht im Film auf Wiesen an einem Fluss in der Sächsischen Schweiz, eine Kampfszene entstand in Brandenburg.

Wer spielt in Die Söhne der großen Bärin mit?

Gojko Mitić spielt Tokei-ihto, Jiří Vrštála den Gegenspieler Red Fox. Rolf Römer ist der Kundschafter Tobias, Hans Hardt-Hardtloff Major Smith, Gerhard Rachold Leutnant Roach und Adolf Peter Hoffmann Tokei-ihtos Vater Mattotaupa.

Wann wurde Die Söhne der großen Bärin gedreht?

Der Film ging 1965 beim DEFA-Studio für Spielfilme in Produktion. Die Drehbuchfassungen entstanden zwischen 1962 und 1965, im Februar 1966 kam er ins Kino.

In welcher Reihenfolge erschienen die Bücher?

Seit der Ausgabe von 1971 hat die Reihe sechs Bände: Harka, Der Weg in die Verbannung, Die Höhle in den schwarzen Bergen, Heimkehr zu den Dakota, Der junge Häuptling und Über den Missouri. Der Film stützt sich vor allem auf die Bände vier bis sechs. Der erste Roman war 1951 erschienen.

Sind die Söhne der großen Bärin Dakota oder Lakota?

Der Film sagt Dakota, Tokei-ihto stellt sich als Dakota vom Teton Oglala vor. Die Oglala gehören aber zu den Lakota, der westlichsten der drei Gruppen, die oft Sioux genannt werden. Die Gruppe der Bärenbande selbst hat Liselotte Welskopf-Henrich erfunden.

Ist Die Söhne der großen Bärin eine wahre Geschichte?

Die Handlung ist größtenteils erfunden. Historisch sind der Rahmen und einzelne Ereignisse: der Vertrag von Fort Laramie von 1868, der Goldrausch in den Black Hills, die Umsiedlung in Reservationen und die Flucht von Lakota nach Kanada.

Quellen

  1. Filmdatenbank Die Söhne der großen Bärin (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  2. Filmdatenbank Die Söhne der großen Bärin. filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  3. Filmdatenbank Die Söhne der großen Bärin, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  4. Filmdatenbank The DEFA's Eastern Westerns (Indianerfilme). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  5. Filmdatenbank Gojko Mitić, Biografie. filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  6. Presse Thomas Klein: Filmklassiker: DEFA-Indianerfilme. Filmdienst. Stand 18.09.2024. abgerufen am 26.10.2026
  7. Nachschlagewerk Isolde Stark: Welskopf(-Henrich), Liselotte (eigentlich Elisabeth Charlotte), in: Neue Deutsche Biographie 27 (2020), S. 751 bis 753. Deutsche Biographie, Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Stand 2020. abgerufen am 26.10.2026
  8. Tribal Nation History. Standing Rock Sioux Tribe. Stand 23.09.2021. abgerufen am 26.10.2026
  9. Tribal Nation History. Cheyenne River Sioux Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  10. Amtliche Stelle Oglala. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 26.10.2026
  11. Amtliche Stelle Hunkpapa and Sihasapa. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 26.10.2026
  12. Gesetz und Vertrag Treaty of Fort Laramie (1868), Milestone Documents, mit Abschrift des Vertrags vom 29.04.1868. National Archives. Stand 30.06.2025. abgerufen am 26.10.2026
  13. Fachaufsatz Andrea Dittgen: Indianerträume in Ost und West (filmdienst 7/2003). DEFA-Stiftung. Stand 2003. abgerufen am 26.10.2026

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