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Gojko Mitić

Kurz erklärt Gojko Mitić ist ein Schauspieler aus Serbien, geboren am 13. Juni 1940 in Leskovac. Nach kleinen Rollen in Karl-May-Filmen spielte er von 1966 bis 1983 (Premieren) in zwölf der 14 DEFA-Indianerfilme die Hauptrolle, darunter Tokei-ihto, Osceola, Tecumseh und Ulzana, und wurde als "DEFA-Chefindianer" und "Winnetou des Ostens" bekannt. Von 1992 bis 2006 spielte er bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg den Winnetou.

Braunes Pferd ohne Sattel auf einer Bergwiese, dahinter schroffe Kalksteingipfel und einzelne Kiefern im warmen Licht des späten Nachmittags
Bild: KI-generiert

Wer ist Gojko Mitić?

Gojko Mitić ist ein Schauspieler aus Serbien, der in der DDR zum Star der DEFA-Indianerfilme wurde. Er kam am 13. Juni 1940 in Leskovac im heutigen Serbien zur Welt.[1] Als Jugendlicher ging er nach Belgrad, um Sport zu studieren und Sportlehrer zu werden. Zum Film kam er nach filmportal.de durch Zufall: Filmteams, die in Jugoslawien drehten, holten oft Studenten seiner Hochschule als Komparsen und für Stunts.[1]

Nach kleinen Rollen in den Karl-May-Filmen spielte Mitić in zwölf der 14 Indianerfilme der DEFA die Hauptrolle; die Premieren lagen zwischen 1966 und 1983.[3, 6, 15, 26] Die Brandenburger Staatskanzlei schrieb zu seinem 80. Geburtstag im Juni 2020, mehrere Generationen kennten ihn als "DEFA-Chefindianer" oder "Winnetou des Ostens".[4] Den Winnetou spielte er erst später und nicht im Kino: Von 1992 bis 2006 trat er in dieser Rolle bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg auf.[9]

Gojko Mitić in den Karl-May-Filmen

Seine ersten Filmrollen hatte Mitić in den westdeutschen Karl-May-Filmen, die zu großen Teilen in Jugoslawien entstanden.[5] filmportal.de führt ihn in fünf Filmen von 1963 bis 1965.[1] Die meisten Rollen waren klein: In Winnetou 1. Teil steht er ohne Rollennamen in der Besetzung, in Old Shatterhand als Apache, in Winnetou 2. Teil als Weißer Vogel und in Winnetou 3. Teil als Jicarilla.[10, 11, 12, 14] In Unter Geiern, uraufgeführt am 8. Dezember 1964, besetzte ihn der Produzent Horst Wendlandt als Wokadeh, den Sohn eines Anführers.[1, 13]

In vier dieser Filme spielte Lex Barker den Old Shatterhand, in allen fünf Pierre Brice den Winnetou; die ganze Reihe steht unter Die Karl-May-Filme in Reihenfolge.[10, 11, 12, 13, 14]

Wie wurde Gojko Mitić zum Star der DEFA?

Beeindruckt von den Kassenerfolgen der Winnetou-Filme suchte die DEFA nach filmportal.de zu dieser Zeit einen eigenen Helden und fand ihn in Mitić.[1] Seinen ersten DEFA-Film drehte er 1965: In Die Söhne der großen Bärin nach der Romanreihe von Liselotte Welskopf-Henrich spielt er Tokei-ihto. Premiere war am 17. Februar 1966.[2, 15] Laut filmportal.de sahen den Film über acht Millionen Menschen, Werner-Burgmann nennt rund 8,9 Millionen in der DDR nach einer Filmografie von 1983, deren Zahlen bis 1982 reichen. Die DEFA-Stiftung zählt ihn mit mehr als neun Millionen Besuchern zu den kommerziell erfolgreichsten Filmen der DDR-Kinogeschichte.[1, 2, 6]

Anett Werner-Burgmann schreibt im Journal der DEFA-Stiftung, Mitić habe alle seine Stunts selbst ausgeführt und der DEFA so ein Stuntdouble erspart. Das habe neben seiner Sportlichkeit und seiner Präsenz vor der Kamera den Ausschlag für die Besetzung gegeben.[6] Welskopf-Henrich, die auch das Drehbuch schrieb, war mit der Wahl nicht zufrieden.[6, 15]

Unser Tokei-ihto ist ein Notbehelf. Wird gehen, aber nie hohe Ansprüche erfüllen.

Liselotte Welskopf-Henrich über die Besetzung mit Gojko Mitić, zitiert nach Anett Werner-Burgmann: Mehr als rote Farbe, Leuchtkraft 2025, Journal der DEFA-Stiftung Nr. 8, S. 36[6]

Beim Publikum kam Mitić an. Nach Werner-Burgmann liebten die Fans ihren "Chef-Indianer", und die Rockband Express aus der DDR widmete ihm ein eigenes Lied.[6] Das Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums zählt ihn zu den populärsten männlichen Schauspielern der DDR; seine Star-Persona sei für den Erfolg der Abenteuerfilme wesentlich gewesen, die die DEFA ab 1966 als "Indianerfilme" vermarktete.[8] 2019 verlieh ihm die DEFA-Stiftung ihren Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk.[2, 3]

Welche DEFA-Indianerfilme drehte Gojko Mitić?

Zwischen 1965 und 1982 war Mitić laut DEFA-Stiftung in zwölf DEFA-Indianerfilmen in der Hauptrolle zu sehen. Die Stiftung nennt dabei die Produktionsjahre, die auch in ihrer Filmdatenbank stehen, für Die Söhne der großen Bärin 1965 und für Der Scout 1982; die Premieren lagen zwischen 1966 und 1983.[3, 15, 26] Werner-Burgmann zählt 14 Indianerfilme der DEFA, in zwei davon, "Blauvogel" (1979) und "Atkins" (1985), spielte Mitić nicht mit; auch die DVD-Edition der DEFA-Indianerfilme umfasst 14 Filme.[6, 7] Die Biografie von filmportal.de nennt für die zehn Jahre nach Die Söhne der großen Bärin dagegen fünfzehn weitere Indianerfilme mit Mitić, ohne sie aufzuzählen. Diese Zahl liegt über der Gesamtzahl von 14 und passt nicht zu den zwölf Hauptrollen der DEFA-Stiftung; sie bleibt eine Einzelangabe von filmportal.de.[1]

Gojko Mitić in den DEFA-Indianerfilmen, nach Premiere (DEFA-Stiftung)
PremiereFilmRolleRegie
17.02.1966Die Söhne der großen Bärin[15]Tokei-ihtoJosef Mach
25.06.1967Chingachgook, die große Schlange[16]ChingachgookRichard Groschopp
22.06.1968Spur des Falken[17]Falke (Weitspähender Falke)Gottfried Kolditz
27.06.1969Weiße Wölfe[18]Weitspähender FalkeKonrad Petzold, Bosko Boskovic
27.06.1970Tödlicher Irrtum[19]Shave HeadKonrad Petzold
26.06.1971Osceola[20]OsceolaKonrad Petzold
01.07.1972Tecumseh[21]TecumsehHans Kratzert
29.06.1973Apachen[22]UlzanaGottfried Kolditz
16.05.1974Ulzana[23]UlzanaGottfried Kolditz
26.06.1975Blutsbrüder[24]Harter FelsenWerner Wolfgang Wallroth
30.06.1978Severino[25]SeverinoClaus Dobberke
27.05.1983Der Scout[26]Weiße FederKonrad Petzold, Dshamjangijn Buntar

Historische Figuren und eigene Drehbücher

Mehrere Rollen tragen die Namen historischer Personen. In Osceola spielt Mitić die Titelfigur, einen Seminolen in Florida; über den historischen Osceola berichtet die Seite Osceola. In Tecumseh ist er der Shawnee, der die Nationen gegen die Landverkäufe an die Weißen einen will; sein Leben erzählt die Seite Tecumseh.[20, 21] Als Ulzana steht er in Apachen und Ulzana im Mittelpunkt der Geschichte der Mimbreño-Apachen.[22, 23] Für diese beiden Filme schrieb er laut DEFA-Stiftung mit dem Regisseur Gottfried Kolditz das Szenarium.[22, 23]

Andere Filme greifen historische Ereignisse auf, ohne historische Personen in den Mittelpunkt zu stellen. Blutsbrüder beginnt mit dem Massaker von 1864 an einem Dorf der Cheyenne am Sand Creek, mehr dazu unter Sand-Creek-Massaker; neben Mitić spielt der Sänger Dean Reed einen Soldaten, der sich den Cheyenne anschließt.[5, 24] Der Scout spielt 1877 bei den Nez Perce, die von einer Kavallerietruppe in die Reservation getrieben werden, und entstand als Koproduktion mit der Mongolei.[26] Severino erzählt von einem Manzanero in Südamerika, der nach zehn Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt.[25]

Breites Tal mit Wiesen und einem gewundenen Fluss zwischen bewaldeten Bergen, im Hintergrund Kalksteinfelsen im warmen Licht des späten Nachmittags
Weites Flusstal im Gebirge, ähnlich den Landschaften Südosteuropas, in denen viele DEFA-Indianerfilme entstanden Bild: KI-generiert

Wie sehen Fachleute die Filme heute?

Laut filmportal.de folgten die DEFA-Filme als Teil des sozialistischen, antiimperialistischen Programms einer anderen Ideologie als Karl Mays Fantasien um den christlichen Winnetou. Wie in den westdeutschen Filmen hätten aber auch hier Stereotype geblüht, mit einem klaren Bild von Gut und Böse.[5] Die DEFA-Stiftung schrieb 2019, Mitić sei eine weitreichend korrekte Darstellung indigener Lebensweisen wichtig.[3]

Werner-Burgmann sieht in Mitić die Verkörperung eines europäischen Idealbilds vom stets integren, tapferen und athletischen "Indianer". Kritisch sieht sie aus heutiger Sicht, dass er in allen Indianerfilmen synchronisiert wurde und dass er mit der sogenannten Redface-Maske, also rot geschminkt, mal einen Lakota, mal einen Seminolen oder einen Apachen spielte. Sie verweist auf Evan Torner, nach dem ganz verschiedene indigene Kulturen so auf die Darstellung durch eine einzige Person verkürzt werden.[6] Thomas Klein schreibt im Filmdienst, Mitić versuche in vielen seiner Filme in der Rolle des "edlen Wilden" zwischen den Weißen und den Nationen zu vermitteln.[7] Über die Geschichte und Gegenwart der Lakota, die in Die Söhne der großen Bärin Dakota heißen, berichtet die Seite Lakota.[6]

Seine Stimme hört man in den Filmen nicht. Laut DEFA-Stiftung sprach ihn in den ersten drei Filmen Karl Sturm, in Tödlicher Irrtum, Osceola und Tecumseh Gerhard Paul, von Apachen bis Der Scout Thomas Kästner. Für Weiße Wölfe nennt die Filmdatenbank keinen Sprecher.[15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26] Nach Klein hatte Mitić in seiner Kindheit Deutsch gelernt.[7]

Bühne, Fernsehen und andere Rollen

Abseits der Indianerfilme spielte Mitić selten andere Figuren, etwa einen Kosmonauten in "Signale: Ein Weltraumabenteuer" von Gottfried Kolditz. In den Kinder- und Jugendfilmen "Der Mann, der nach der Oma kam" und "Der lange Ritt zur Schule" war er wieder in indigenen Rollen zu sehen. Der zweite Film parodiert die Indianerfilme: Mitić spielt einen Sportlehrer, der in den Tagträumen seines Schülers, so filmportal.de, zum "Indianerhäuptling" wird.[1] Ab 1975 stand er regelmäßig im Bergtheater Thale auf der Freilichtbühne, als Spartacus, Robin Hood oder D'Artagnan.[1]

Im Fernsehen spielte er in der Victor-Hugo-Verfilmung "Die Liebe und die Königin" und in Unterhaltungsserien wie "Bereitschaft Dr. Federau" und "Maxe Baumann". Er sang, moderierte die Sendungen "Ein Kessel Buntes" und "Gong" und inszenierte fünf Filme der Kinderserie "Jan und Tini".[1] Ein letztes Mal spielte er in der DDR einen Stoff von Karl May: 1988 die Hauptfigur Bärenauge im Zweiteiler "Präriejäger in Mexiko".[5]

Gojko Mitić als Winnetou in Bad Segeberg

Nach der Wiedervereinigung fand Mitić laut filmportal.de zunächst keinen Anschluss an seine früheren Erfolge und spielte kleinere Nebenrollen, etwa in der Satire "Helden wie wir" (1999).[1] 1992 übernahm er bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg den Winnetou, den dort bis 1991 Pierre Brice gespielt hatte, und blieb bis 2006.[5, 9] Auf der Seite des Veranstalters schreibt Mitić selbst, er habe 1.024 Vorstellungen gespielt; bei seiner letzten Vorstellung 2006 habe er Tränen in den Augen von über 7.000 Besuchern gesehen.[9] 2013 kehrte er nach Bad Segeberg zurück, als Winnetous Vater Intschu-tschuna. Dieselbe Rolle spielte er in der Fernsehfassung des Winnetou-Stoffs von Philipp Stölzl, die 2016 lief.[1, 9]

Wie die Spiele in Bad Segeberg entstanden und wer dort nach Mitić den Winnetou spielte, steht auf der Seite Karl-May-Spiele Bad Segeberg, mehr zur Figur unter Winnetou. filmportal.de schreibt Mitić außerdem die Gründung des Vereins Spielgemeinschaft "Gojko Mitić" Bischofswerda zu, der Karl-May-Abenteuer mit Kindern und Jugendlichen auf die Bühne bringt.[1] Die Brandenburger Staatskanzlei nannte ihn 2020 Schirmherr der Karl-May-Festspiele dieser Spielgemeinschaft.[4]

Halbrunde Freilichtbühne vor einer hellen Felswand, leere Holzbänke in Reihen und eine staubige Arena im goldenen Abendlicht
Leere Freilichtbühne vor einer Felswand im Abendlicht Bild: KI-generiert

Späte Rollen und Ehrungen

1996 bekam Mitić eine größere Rolle als Roberto Fiorani in der Fernsehserie "Verbotene Liebe", es folgten Auftritte unter anderem in "In aller Freundschaft" und "Ein starkes Team". In der Folge "Der Fall Gojko Mitić" (2011) der Krimiserie "SOKO Leipzig" spielte er sich selbst als Verdächtigen.[1] 2007 stand er wieder auf der Theaterbühne, in "Einer flog über das Kuckucksnest" und einer Musicalfassung von "Alexis Sorbas".[1] An den Landesbühnen Sachsen in Radebeul spielte er 2017 einen Anführer der Delawaren, an der Felsenbühne Rathen hatte er 2023 in "Peter Pan" einen Auftritt.[1]

Nach dem Preis der DEFA-Stiftung von 2019 erhielt er 2020 in Berlin den Premio Bacco, einen Filmpreis italienischer Filmkritiker.[1] Im Kino war er 2022 in "Alfons Zitterbacke: Endlich Klassenfahrt!" als Herbergsvater zu sehen.[1]

Hölzerner Zaun an einem Waldrand, darauf ein einfacher Ledersattel und eine gefaltete Wolldecke, dahinter Laubwald im Herbstlicht
Sattel und Wolldecke am Waldrand als ruhiges Stillleben Bild: KI-generiert

Zeitleiste

Zeitleiste: Gojko Mitić
  1. 13.06.1940Gojko Mitić kommt in Leskovac im heutigen Serbien zur Welt.[1]
  2. 11.12.1963Uraufführung von Winnetou 1. Teil, des ersten Karl-May-Films mit Mitić in einer kleinen Rolle.[1, 10] Winnetou 1. Teil
  3. 08.12.1964Uraufführung von Unter Geiern mit Mitić als Wokadeh.[13] Unter Geiern
  4. 17.02.1966Premiere von Die Söhne der großen Bärin, seinem ersten DEFA-Film, mit Mitić als Tokei-ihto.[2, 15] Die Söhne der großen Bärin
  5. 26.06.1971Premiere des DEFA-Films Osceola mit Mitić in der Titelrolle.[20] Osceola
  6. 01.07.1972Premiere des DEFA-Films Tecumseh mit Mitić in der Titelrolle.[21] Tecumseh
  7. 1975Mitić tritt von nun an regelmäßig im Bergtheater Thale auf.[1]
  8. 27.05.1983Premiere von Der Scout, seinem letzten DEFA-Indianerfilm in der Hauptrolle.[2, 26]
  9. 1992Mitić übernimmt bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg die Rolle des Winnetou.[9] Karl-May-Spiele Bad Segeberg
  10. 2006Letzte Spielzeit als Winnetou in Bad Segeberg; nach eigener Angabe spielte er 1.024 Vorstellungen.[9] Karl-May-Spiele Bad Segeberg
  11. 2013In Bad Segeberg spielt er Winnetous Vater Intschu-tschuna.[1, 9] Karl-May-Spiele Bad Segeberg
  12. 13.12.2019Die DEFA-Stiftung ehrt ihn mit ihrem Preis für das filmkünstlerische Lebenswerk.[3]

Was ist Legende, was ist belegt?

Laut der Brandenburger Staatskanzlei kennen mehrere Generationen Mitić als "Winnetou des Ostens".[4] In den DEFA-Indianerfilmen verkörperte er andere Figuren, manche nach Romanen von Welskopf-Henrich und Cooper, manche mit den Namen historischer Personen; die Figur Winnetou war nicht darunter.[15, 16, 20, 21] Einen Stoff von Karl May spielte er in der DDR erst 1988, im Fernsehzweiteiler "Präriejäger in Mexiko".[5]

Häufige Fragen

Wer ist Gojko Mitić?

Ein Schauspieler aus Serbien, geboren am 13. Juni 1940 in Leskovac. Er war der Star der DEFA-Indianerfilme und spielte von 1992 bis 2006 den Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg. Mehrere Generationen kennen ihn als "DEFA-Chefindianer" oder "Winnetou des Ostens".

Warum heißt Gojko Mitić Winnetou des Ostens?

Eine ausdrückliche Begründung nennen die Quellen nicht. filmportal.de schreibt, Mitić sei mit seinen Rollen in den DEFA-Indianerfilmen in der DDR so beliebt gewesen wie Pierre Brice als Winnetou im Westen. Den Winnetou selbst spielte er erst nach der Wiedervereinigung, bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg.

In welchen DEFA-Filmen spielte Gojko Mitić?

In zwölf der 14 DEFA-Indianerfilme hatte er die Hauptrolle, von Die Söhne der großen Bärin (Premiere 1966) bis Der Scout (1983). In den beiden übrigen, Blauvogel (1979) und Atkins (1985), spielte er nicht mit. Dazu kommen Filme außerhalb des Genres, etwa Signale: Ein Weltraumabenteuer und die Kinderfilme Der Mann, der nach der Oma kam und Der lange Ritt zur Schule.

Hat Gojko Mitić in den Karl-May-Filmen mitgespielt?

Ja, in kleinen Rollen. filmportal.de führt ihn in Winnetou I, Old Shatterhand, Winnetou II, Unter Geiern und Winnetou III. In Unter Geiern spielte er den Wokadeh, in Winnetou 2. Teil den Weißen Vogel.

Wie lange war Gojko Mitić Winnetou in Bad Segeberg?

Von 1992 bis 2006, also 15 Jahre lang. Nach eigener Angabe stand er in 1.024 Vorstellungen auf der Bühne. 2013 kehrte er als Winnetous Vater Intschu-tschuna zurück.

Hat Gojko Mitić seine Stunts selbst gemacht?

Laut filmportal.de ja: Er führte jeden seiner Stunts selbst aus. Anett Werner-Burgmann schreibt im Journal der DEFA-Stiftung, die DEFA habe so ein Stuntdouble gespart, und das habe neben seiner Sportlichkeit den Ausschlag für die Besetzung gegeben.

Wer synchronisierte Gojko Mitić?

In den Indianerfilmen hört man nie seine eigene Stimme. Laut DEFA-Stiftung sprachen ihn unter anderem Karl Sturm in Die Söhne der großen Bärin, Gerhard Paul in Osceola und Tecumseh und Thomas Kästner in Apachen und Ulzana.

Quellen

  1. Filmdatenbank Gojko Mitić, Biografie. filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  2. Pressemitteilung 28/2019: Gojko Mitić erhält Preis für Lebenswerk. DEFA-Stiftung. Stand 2019. abgerufen am 26.10.2026
  3. Amtliche Stelle DEFA-Chefindianer Gojko Mitić feiert 80. Geburtstag: Woidke würdigt schauspielerisches und athletisches Können (Pressemitteilung). Staatskanzlei des Landes Brandenburg. Stand 11.06.2020. abgerufen am 26.10.2026
  4. Filmdatenbank The DEFA's Eastern Westerns (Indianerfilme). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  5. Presse Thomas Klein: Filmklassiker: DEFA-Indianerfilme. Filmdienst. Stand 14.07.2024, geändert 18.09.2024. abgerufen am 26.10.2026
  6. Museum Dokumentarische Selbstauskünfte I (Zeughauskino, Vorführung am 09.05.2026). Deutsches Historisches Museum. Stand 2026. abgerufen am 26.10.2026
  7. Unsere Gaststars (Angaben des Veranstalters über sich selbst). Kalkberg GmbH Bad Segeberg, Karl-May-Spiele. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  8. Filmdatenbank Winnetou I (1963). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  9. Filmdatenbank Old Shatterhand (1963/1964). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  10. Filmdatenbank Winnetou II (1964). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  11. Filmdatenbank Unter Geiern (1964). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  12. Filmdatenbank Winnetou III (1965). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  13. Filmdatenbank Die Söhne der großen Bärin (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  14. Filmdatenbank Chingachgook: Die große Schlange (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  15. Filmdatenbank Spur des Falken (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  16. Filmdatenbank Weiße Wölfe (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  17. Filmdatenbank Tödlicher Irrtum (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  18. Filmdatenbank Osceola (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  19. Filmdatenbank Tecumseh (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  20. Filmdatenbank Apachen (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  21. Filmdatenbank Ulzana (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  22. Filmdatenbank Blutsbrüder (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  23. Filmdatenbank Severino (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  24. Filmdatenbank Der Scout (Filmdatenbank). DEFA-Stiftung. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026

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