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Forts im Wilden Westen

Kurz erklärt Ein Fort war im Wilden Westen entweder ein privater Handelsposten wie Fort Union am Missouri (1828) oder ein Posten der US-Armee wie Fort Davis in Texas (1854). Manche Anlagen waren nacheinander beides: Fort Laramie entstand 1834 als Handelsposten, 1849 kaufte es die Armee. Viele Forts sind heute Stätten des National Park Service.

Lange Reihe heller Gebäude aus Holz und Lehmziegeln an einem offenen Exerzierplatz mit Fahnenmast, dahinter Pappeln an einem Fluss und flache Hügel im Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Was ist ein Fort?

Das englische Wort fort bezeichnet einen starken oder befestigten Platz und außerdem einen ständigen Posten der Armee; in dieser zweiten Bedeutung steht es laut Merriam-Webster oft in Ortsnamen. Es kommt über das Anglonormannische vom lateinischen fortis, stark.[1]

Im Westen Nordamerikas hießen zwei sehr verschiedene Arten von Anlagen Fort. Die einen waren Handelsposten von Pelzkompanien. Über Fort Union am Missouri schreibt der National Park Service, es habe zwar Fort geheißen, sei aber ein privates Geschäft für den Handel mit den Nationen der nördlichen Plains gewesen und keine Einrichtung der Regierung oder der Armee.[4] Die anderen waren Posten der US-Armee, die Reisende, Post und Siedler schützen oder Nationen auf ihren Reservaten bewachen sollten.[21, 23] Manche Anlagen waren nacheinander beides: Fort Laramie in Wyoming begann 1834 als Handelsposten und wurde laut National Park Service der größte und bekannteste Armeeposten der nördlichen Plains.[2]

Handelsforts des Pelzhandels

Wie die Pelzkompanien arbeiteten, erzählt die Seite Pelzhandel. Am Zusammenfluss von Laramie River und North Platte[37] bauten nach dem National Park Service William Sublette und seine Brüder 1834 ein Fort aus Holz, Fort William; nach WyoHistory waren es Sublette und Robert Campbell.[2, 43] Als die Gewinne zurückgingen, verkauften die Sublettes es nach dem National Park Service 1841 an die American Fur Trade Company, die Fort John aus Lehmziegeln errichtete.[2] Nach WyoHistory ging das Fort 1835 an eine andere Firma und gehörte seit 1836 der American Fur Company, die es 1841 neu baute.[43] Mehr als 25 Nationen tauschten dort laut National Park Service Felle, Waren und Waffen.[2]

Fort Union gründete die American Fur Company von John Jacob Astor 1828 nahe der Mündung des Yellowstone in den Missouri, laut National Park Service auf Wunsch der Assiniboine. Bis 1867 handelten dort Assiniboine, Crow, Plains Cree, Blackfeet, Plains Ojibwa, Mandan, Hidatsa, Arikara, Lakota und Dakota; im Durchschnitt kamen jedes Jahr mehr als 25.000 Bisonroben in den Posten. 1867 kaufte die Armee das Fort und baute es ab, um mit Holz und Steinen das nahe Fort Buford zu errichten.[4] Die Händler von Fort Union verbreiteten laut National Park Service, oft unwissentlich, Krankheiten wie die Pocken, die die Gesellschaften ihrer Handelspartner schwer trafen.[5]

Am Arkansas River bauten William und Charles Bent mit Ceran St. Vrain 1833 ein Fort aus Lehmziegeln. Sie handelten mit Trappern und mit Plains-Nationen, vor allem mit den Southern Cheyenne und den Arapaho, die Bisonroben brachten. Sechzehn Jahre lang war Bent's Fort laut National Park Service der einzige größere feste Halt am Santa Fe Trail zwischen Missouri und den mexikanischen Siedlungen; 1849 wurde es nach Unglücken und Krankheiten zum ersten Mal verlassen.[6] Im Nordwesten gründete die Hudson's Bay Company aus London 1825 Fort Vancouver als Hauptquartier ihres Pelzhandels im Landesinneren. 1829 verlegte sie es an seinen späteren Platz, 1866 brannte es ab.[7]

Innenhof eines Handelspostens mit zweistöckigen Lehmziegelmauern, Holzleitern und Bisonfellen auf einem Holzgestell im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Nachempfundene Szene: Innenhof eines Handelsforts aus Lehmziegeln Bild: KI-generiert

Forts an den Trails der Siedler

Ab 1840 wurden Posten wie Fort Laramie zu Stationen für die Menschen, die nach Westen zogen; einen Überblick gibt die Seite Die Trails des Wilden Westens. Zwischen 1840 und 1869 kamen laut National Park Service mehr als 500.000 Menschen auf dem Weg nach Oregon, Kalifornien und Utah durch Fort John und Fort Laramie. Sie kauften dort Vorräte, Kranke wurden gepflegt.[2] Weiter westlich führte der Oregon Trail am Snake River entlang nach Fort Hall im Osten Idahos. Dort entschieden die Reisenden meist, ob sie geradeaus nach Oregon oder nach Südwesten in Richtung Utah und Kalifornien weiterzogen.[8]

Fort Bridger am Blacks Fork des Green River gründeten Jim Bridger und Louis Vasquez 1843 eigens für die Versorgung der Siedler. Laut WyoHistory lag es dort, wo Oregon Trail, California Trail und Mormon Trail zusammenliefen. 1855 kehrte Bridger zurück und verkaufte den Posten nach einigen Monaten an die Mormonen, deren Miliz ihn im Herbst 1857 im Utah-Krieg niederbrannte. Die Armee übernahm ihn 1858, baute ihn wieder auf und gab ihn 1890 endgültig auf. 1933 wurde das Gelände Wyoming Historical Landmark, heute ist es eine State Historic Site; der Ort Fort Bridger liegt im selben Tal.[9]

In Kalifornien entstand auf der mexikanischen Landzuteilung "New Helvetia" von Johann August Sutter das Sutter's Fort, im heutigen Sacramento und im Land der Nisenan. Von 1839 bis 1849 war es laut California State Parks der wirtschaftliche Mittelpunkt der ersten dauerhaften europäischen Kolonialsiedlung im Central Valley; Britannica datiert den Bau des Forts auf 1841.[41] Indigene Menschen bauten das Fort mit auf, und erst ihre ausgebeutete Arbeit machte seine Betriebe möglich. Der Goldfund an Sutters Mühle in Coloma 1848 löste den Kalifornischen Goldrausch aus.[10]

Am Santa Fe Trail legte die Armee eine Reihe von Posten an, darunter Fort Union in New Mexico 1851 und Fort Larned in Kansas 1859.[11] Fort Union gründete Oberstleutnant Edwin V. Sumner nahe der Mountain Route und der Cimarron Route des Trails und verlegte sein Hauptquartier und das Nachschublager aus Santa Fe dorthin; der Posten bestand bis 1891.[12, 13] Fort Larned versorgte im Oktober 1867 die Verhandlungen über den Vertrag von Medicine Lodge, und im Jahr darauf wurden dort die Geschenke verteilt, die der Vertrag versprochen hatte.[15]

Armeeposten in den Kriegen um das Land

Fort Smith am Zusammenfluss von Arkansas River und Poteau gründete die Armee am 25. Dezember 1817. Den Platz hatte Major Stephen H. Long ausgesucht, und der Posten sollte Frieden zwischen Osage und Cherokee schaffen; 1824 wurde er aufgegeben.[16] 1838 bewilligte der Kongress ein größeres zweites Fort, das 1846 bezugsfertig war. Schon Ende der 1830er-Jahre wuchs an seinem Ostrand die Stadt Fort Smith.[17] Von 1872 bis 1896 saß dort das Bundesgericht für den Westbezirk von Arkansas, an dem Richter Isaac Parker 21 Jahre lang Recht sprach.[18]

Fort Davis in Texas ordnete der Befehlshaber des Militärbezirks Texas am 23. Oktober 1854 an. Nach dem Bürgerkrieg richtete die Armee den Posten zum Schutz der Straße von San Antonio nach El Paso neu ein und hielt ihn bis 1891.[19] Am 1. Juli 1867 zogen vier Kompanien der 9. Kavallerie unter Lieutenant Colonel Wesley Merritt in das seit 1862 verlassene Fort, und bis 1885 dienten dort Einheiten der Buffalo Soldiers.[20]

Am Apache Pass im Südosten Arizonas, einem Schauplatz der Apachenkriege, lebten die Chokonen, eine Gruppe der Chiricahua, deren Anführer um 1856 Cochise wurde.[21, 22] Dort begannen Soldaten der 5. California Volunteer Infantry am 28. Juli 1862 mit dem Bau von Fort Bowie, benannt nach ihrem Kommandeur, Oberst George Washington Bowie. 1868 entstand etwa 300 Yards (rund 275 Meter) vom ersten Lager entfernt ein größeres Fort. Bis 1886 war es laut National Park Service der Mittelpunkt der Einsätze gegen die Chiricahua unter Cochise und später gegen Geronimo; am 17. Oktober 1894 wurde es geschlossen.[21]

Fort Sill liegt im Südwesten des heutigen Oklahoma, damals Indianer-Territorium.[24] Nach dem Winterfeldzug von 1868 auf 1869 sollte die 10. Kavallerie die Kiowa, Kiowa-Apachen und Comanche auf ihrem Reservat bewachen. Dafür baute sie einen festen Posten, der zuerst Camp Wichita und dann Fort Sill hieß.[23] Fort Scott in Kansas entstand 1842 und ist heute eine National Historic Site; was die Soldaten dort zu essen bekamen, steht auf der Seite Essen und Trinken im Wilden Westen.[38]

Offener leerer Exerzierplatz aus festgetretener Erde unter kahlen Felshängen in der Wüste von Westtexas im Abendlicht
Exerzierplatz eines Armeepostens in Westtexas Bild: KI-generiert

Forts aus Sicht der Nationen: Verträge und Gefangenschaft

Für viele Nationen waren Forts Orte von Verträgen. 1851 kamen laut National Park Service mehr als 10.000 Menschen der Plains-Nationen zu einem Vertragsrat. Weil Fort Laramie so viele Menschen und Pferde nicht versorgen konnte, tagte er an der Mündung des Horse Creek, 30 Meilen (rund 48 Kilometer) östlich. Artikel 2 erlaubte den USA, Straßen und Militärposten im Land der Nationen anzulegen. Der Vertrag wurde am 17. September 1851 unterzeichnet. Laut dem Artikel des National Park Service zum Horse Creek Treaty wurde er nie ratifiziert, und die Seite des Fort Laramie National Historic Site schreibt dasselbe.[2, 25] Derselbe Artikel berichtet, der Kongress habe vor der Ratifizierung die Laufzeit der Zahlungen von 50 auf zehn Jahre gekürzt.[25] Wie die Quellen die Ratifizierung beurteilen, steht auf der Seite Die Verträge von Fort Laramie. Der zweite Vertrag von Fort Laramie vom 29. April 1868 legte die Grenzen der Großen Sioux-Reservation fest, zu der die Black Hills gehörten.[26]

Die Standing Rock Sioux Tribe schreibt, sie habe die Verträge von 1851 und 1868 als gleichberechtigte Partnerin der USA unterzeichnet, und hält die Rechte daraus heute für so gültig wie am Tag der Unterzeichnung. 1877 nahm der Kongress die Black Hills aus dem Reservat, ohne die Zustimmung von drei Vierteln der erwachsenen Männer, die Artikel 12 des Vertrags verlangte.[26] Vom 28. April bis 1. Mai 2018 kamen laut National Park Service mehr als 2.000 Angehörige indigener Nationen in Fort Laramie zusammen, darunter Nachfahren der Unterzeichner aus den 13 Vertragsnationen. Laut der Mitteilung sehen die Nationen den Vertrag als lebendiges, weiter wirksames Dokument.[27]

Andere Forts wurden zu Orten der Gefangenschaft. Von 1863 bis 1868 war Fort Sumner in New Mexico der Mittelpunkt des Reservats Bosque Redondo von einer Million Acres (rund 4.050 Quadratkilometer), in das die Armee Navajo (Diné) und Mescalero-Apachen zwang. Hunger, Kälte und Krankheit kosteten dort laut New Mexico Historic Sites schätzungsweise 1.500 Menschen das Leben.[28] Das Smithsonian National Museum of the American Indian nennt 2.000 Tote, HistoryNet etwa 3.000.[39, 40] Seit 2005 erinnert das Bosque Redondo Memorial in Fort Sumner daran, eingerichtet mit Unterstützung der Diné und der Mescalero.[28]

Aus dem Reservat bei Fort Sill wählte die Armee nach dem Red-River-Krieg laut National Park Service 74 Gefangene aus: 33 Cheyenne, 27 Kiowa, 11 Comanche, 2 Arapaho und einen Caddo. Sie kamen nach Fort Marion in St. Augustine in Florida, dem heutigen Castillo de San Marcos, trugen dort zunächst Ketten, die nach sechs Monaten unter Lieutenant Richard Henry Pratt abgenommen wurden, und blieben von 1875 bis 1878 in Haft. Heute lädt das Castillo de San Marcos National Monument gemeinsam mit den Cheyenne and Arapaho Tribes, dem Kiowa Tribe, der Comanche Nation und der Caddo Nation jedes Jahr Angehörige zu Gedenktreffen ein.[29]

Die Chiricahua-Apachen kamen 1894 nach fast zehn Jahren Haft und Verbannung in Armeeposten in Florida und Alabama nach Fort Sill. Laut Fort Sill Apache Tribe sagte man ihnen dort, das Fort werde ihre dauerhafte Heimat. 1913 zog ein Teil auf das Reservat der Mescalero in New Mexico; etwa 81 Menschen in rund 20 Familien blieben in Oklahoma und kamen 1914 frei.[24]

Die Forts im Überblick

Forts des Wilden Westens mit Gründung, Art und heutigem Zustand (Stand: Oktober 2026)
FortLageGegründetArtHeute
Fort SmithArkansas an der Grenze zu Oklahoma, Mündung des Poteau in den Arkansas River1817Armeeposten, von 1872 bis 1896 Sitz des BundesgerichtsNational Historic Site[16, 18, 31]
Fort VancouverWashington1825Hauptquartier des Pelzhandels der Hudson's Bay Company im LandesinnerenNachbau auf den alten Fundamenten, National Historic Site[7, 31]
Fort Union (Missouri)North Dakota und Montana, Mündung des Yellowstone in den Missouri1828Handelsposten der American Fur Company bis 1867Nachbau auf dem Stand von 1851, National Historic Site[4, 31]
Bent's Old FortColorado, Arkansas River1833Handelsposten am Santa Fe Trail, 1849 verlassenNachbau von 1976, National Historic Site[6, 31]
Fort LaramieWyoming, Laramie River und North Platte1834Handelsposten, von 1849 bis 1890 ArmeepostenNational Historic Site[2, 3]
Sutter's FortKalifornien, Sacramentoab 1839 laut California State Parks, Bau 1841 laut Britannica[41]Mittelpunkt der Kolonie New Helvetia bis 1849State Historic Park[10]
Fort BridgerWyoming, Blacks Fork des Green River1843Handelsposten, von 1858 bis 1890 ArmeepostenState Historic Site[9]
Fort Union (New Mexico)New Mexico, Santa Fe Trail1851Armeeposten und Nachschublager bis 1891Ruinen aus Lehmziegeln, National Monument[12, 13]
Fort DavisTexas, Straße von San Antonio nach El Paso1854Armeeposten bis 1891, Standort von Buffalo SoldiersNational Historic Site[19, 20, 31]
Fort LarnedKansas, Santa Fe Trail1859Armeeposten am Santa Fe TrailNational Historic Site[11, 31]
Fort BowieArizona, Apache Pass1862Armeeposten bis 1894Ruinen, National Historic Site[21]
Fort SumnerNew Mexico, Pecos RiverReservat ab 1863Mittelpunkt des Reservats Bosque Redondo bis 1868Bosque Redondo Memorial at Fort Sumner Historic Site[28]
Fort SillOklahoma, früher Indianer-Territoriumnach dem Winterfeldzug 1868/69Armeeposten, ab 1894 Ort der Gefangenschaft der Chiricahua; National Historic Landmark seit 19. Dezember 1960 laut NPS[42]Die Fort Sill Apache Tribe, Nachfahren der Chiricahua-Gefangenen, hat Land in Oklahoma und seit 2011 ein Reservat in New Mexico[23, 24]
Fort MarionFlorida, St. Augustinespanische Festungvon 1875 bis 1878 Gefängnis für Gefangene aus den PlainsCastillo de San Marcos National Monument[29, 36]

Eine eigene Seite hat das Alamo in San Antonio. Es begann als Mission: Franziskaner gründeten 1718 die Mission San Antonio de Valero. Wegen der Überfälle der Apachen erhielt sie ein großes Tor, einen Turm und drei Kanonen. Ab 1803 verstärkten 100 Mann einer spanischen Kompanie aus Alamo de Parras die Garnison; nach ihr heißt die Anlage.[30] Fort Marion selbst haben Spanier zur Verteidigung Floridas gebaut; laut National Park Service ist es die älteste Festung aus Mauerwerk im Kernland der USA (continental United States).[36]

Hatten die Forts im Wilden Westen Palisaden?

Mehrere Handelsposten waren ummauert. Fort William hatte Wände aus Pappelstämmen, Fort John eine Mauer aus Lehmziegeln; laut National Park Service schützten sie eher vor Diebstahl als vor Angriffen.[3] Die Palisaden und Bastionen von Fort Union am Missouri riss die Armee 1867 ab, und um den Nachbau von Fort Vancouver steht heute wieder ein Palisadenzaun.[4, 7]

Der Armeeposten Fort Laramie hatte von 1849 bis 1890 keine Mauer. Eine Steinmauer war geplant, aber die Kosten wurden auf 50.000 Dollar geschätzt, und laut National Park Service war sie nicht nötig, weil die Nationen der nördlichen Plains gut bewaffnete Posten nicht angriffen.[3] In New Mexico baute die Armee das erste und das dritte Fort Union als offene Anlagen, eher wie ein Gelände zum Unterbringen und Versorgen der Soldaten. Nur das zweite Fort, ein Erdwerk von 1861 und 1862, sollte einer Belagerung durch die Konföderierten standhalten.[12, 14] In Fort Smith sah der Plan von 1838 allerdings eine 12 Fuß (rund 3,7 Meter) hohe Steinmauer mit Bastionen vor.[17]

Karte der Forts

Fort Marion in Florida liegt außerhalb des Kartenausschnitts und steht nur in der Liste unter der Karte. Für die Stätten des National Park Service zeigt die Karte die Mitte ihres Geländes.[31] Für Fort Bridger, Fort Sumner und Sutter's Fort steht der Punkt auf dem heutigen Ort laut U.S. Census Bureau, für Fort Sill auf der nahen Stadt Lawton.[32, 33, 34, 35, 24]

Karte: Forts im Wilden Westen125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Fort Union2Fort Laramie3Fort Bridger4Fort Vancouver5Sutter's Fort6Bent's Old Fort7Fort Larned8Fort Union9Fort Sumner10Fort Smith11Fort Sill12Fort Davis13Fort Bowie15Alamo
Karte: Forts im Wilden Westen
  1. 1Fort Union (Missouri) (Fort Union Trading Post National Historic Site, North Dakota und Montana) 48,00° N, 104,04° W[31]
  2. 2Fort Laramie (Fort Laramie National Historic Site, Wyoming) 42,20° N, 104,55° W[31]
  3. 3Fort Bridger (Fort Bridger, Wyoming (Ort laut Census)) 41,32° N, 110,39° W[32]
  4. 4Fort Vancouver (Fort Vancouver National Historic Site, Washington) 45,62° N, 122,66° W[31]
  5. 5Sutter's Fort (Sacramento, Kalifornien (Stadt laut Census; hier steht Sutter's Fort)) 38,57° N, 121,47° W[34]
  6. 6Bent's Old Fort (Bent's Old Fort National Historic Site, Colorado) 38,04° N, 103,43° W[31]
  7. 7Fort Larned (Fort Larned National Historic Site, Kansas) 38,18° N, 99,22° W[31]
  8. 8Fort Union (New Mexico) (Fort Union National Monument, New Mexico) 35,91° N, 105,01° W[31]
  9. 9Fort Sumner (Fort Sumner, New Mexico (Ort laut Census)) 34,49° N, 104,22° W[33]
  10. 10Fort Smith (Fort Smith National Historic Site, Arkansas) 35,39° N, 94,43° W[31]
  11. 11Fort Sill (Lawton, Oklahoma (Stadt laut Census, nahe Fort Sill)) 34,62° N, 98,42° W[35]
  12. 12Fort Davis (Fort Davis National Historic Site, Texas) 30,60° N, 103,90° W[31]
  13. 13Fort Bowie (Fort Bowie National Historic Site am Apache Pass, Arizona) 32,15° N, 109,45° W[31]
  14. 14Fort Marion (Castillo de San Marcos National Monument (Fort Marion), St. Augustine, Florida) 29,90° N, 81,31° W[31], außerhalb des Ausschnitts
  15. 15Alamo (The Alamo, San Antonio) 29,43° N, 98,49° W[30]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.
Niedrige Mauerreste aus Lehmziegeln und Feldsteinen in einem trockenen Bergtal mit Gras, Yuccas und Eichen vor felsigen Hängen im späten Nachmittagslicht
Nachempfundene Szene: Ruinen eines Armeepostens in einem Bergpass im Südwesten Bild: KI-generiert

Welche Forts kann man heute besuchen?

Zehn Anlagen dieser Seite gehören zum National Park Service: Fort Laramie, Fort Union Trading Post, Bent's Old Fort, Fort Vancouver, Fort Smith, Fort Larned, Fort Davis und Fort Bowie als National Historic Sites, Fort Union in New Mexico und das Castillo de San Marcos als National Monuments.[31] Bent's Old Fort ist ein Nachbau, den der National Park Service am 25. Juli 1976 einweihte.[6] Fort Union am Missouri erwarb der National Park Service 1966; der heutige Bau ist ein Nachbau nach Grabungen, so wie das Fort 1851 aussah.[4] Von Fort Bowie stehen laut National Park Service vor allem Reste der Steinbauten, die meisten Lehmziegelbauten sind verfallen.[21]

Sutter's Fort ist ein State Historic Park in Sacramento. California State Parks gestaltet dort Ausstellung und Programme neu, damit sie auch die Geschichte der indigenen Menschen erzählen (Stand: Oktober 2026).[10] In Fort Bridger stehen restaurierte Gebäude, ein nachgebauter Handelsposten und ein Museum.[9]

Zeitleiste

Zeitleiste
  1. 01.05.1718Antonio de San Buenaventura y Olivares gründet die Mission San Antonio de Valero.[44, 45]
  2. 1724Nach einem Hurrikan zieht die Mission an ihren heutigen Ort am Ostufer des San Antonio River.[44, 30]
  3. 1793Die spanische Regierung löst die Mission auf und verteilt ihr Land.[44, 45]
  4. 1803Die spanische Kompanie aus Alamo de Parras bezieht das alte Konvent; nach ihr heißt die Anlage Alamo.[44, 30]
  5. 1834William Sublette und Robert Campbell legen am Zusammenfluss von Laramie River und North Platte den Handelsposten Fort William an.[43, 2]
  6. Dezember 1835Texanische Aufständische nehmen San Antonio und das Alamo ein.[46, 30] Texanische Revolution
  7. 23.02.1836Santa Annas Armee erreicht San Antonio, die Belagerung beginnt.[46, 47]
  8. 24.02.1836William B. Travis schreibt seinen Brief "Victory or Death".[46, 48]
  9. 01.03.183632 Männer aus Gonzales kommen durch die mexikanischen Linien ins Alamo.[46, 47]
  10. 06.03.1836Die mexikanische Armee stürmt das Alamo, alle Verteidiger kommen um.[46, 47]
  11. 1841Die American Fur Company ersetzt das verfallende Holzfort durch Fort John aus Lehmziegeln.[3, 43]
  12. 1843Fort John versorgt rund 1.000 Auswanderer der Great Migration auf dem Weg nach Oregon.[49] Oregon Trail
  13. 1846Die US-Armee nutzt das Alamo als Nachschublager.[44, 50] Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
  14. 1847Die Vorhut der Mormonen setzt bei Fort John über den North Platte und zieht auf dem Oregon Trail weiter.[51] Mormon Trail
  15. 1849Die Armee kauft Fort John für 4.000 Dollar und nennt den Posten Fort Laramie; die ersten Soldaten kommen im April (WyoHistory) oder Juli (NPS).[43, 2, 3]
  16. 17.09.1851An der Mündung des Horse Creek, 30 Meilen östlich, wird der erste Vertrag von Fort Laramie unterzeichnet.[25] Verträge von Fort Laramie
  17. 1854Der Grattan-Kampf nahe Fort Laramie ist laut WyoHistory die erste große Schlacht der Indianerkriege auf den nördlichen Great Plains.[43]
  18. 1860Fort Laramie wird Station des Pony Express, der nach 18 Monaten wieder endet.[2] Pony Express
  19. 29.04.1868Anführer der Brulé unterzeichnen in Fort Laramie den zweiten Vertrag von Fort Laramie.[52] Verträge von Fort Laramie
  20. 06.11.1868Red Cloud setzt in Fort Laramie sein Zeichen unter den Vertrag von 1868.[52] Red Cloud
  21. 1883Der Staat Texas kauft die Kirche.[44, 53]
  22. 1890Die Armee gibt Fort Laramie auf; Gebäude und Land werden an Bürger der Gegend versteigert.[2, 43]
  23. 1905Clara Driscoll kauft das Konvent für die Daughters of the Republic of Texas.[44, 53]
  24. 1937Wyoming kauft das Gelände und übergibt es dem Bund.[2]
  25. 16.07.1938Eine Proklamation des Präsidenten macht Fort Laramie zum National Monument unter dem National Park Service.[43, 2]
  26. 1960Der Kongress vergrößert das Gebiet; Fort Laramie wird National Historic Site.[43]
  27. 19.12.1960Das Alamo wird National Historic Landmark.[42]
  28. 2011Ein Gesetz überträgt die Zuständigkeit für das Alamo dem Texas General Land Office.[53, 54]
  29. 2015Die Missionen von San Antonio mit dem Alamo werden UNESCO-Welterbe.[55, 56]
  30. 28.04.2018Bis zum 1. Mai erinnern mehr als 2.000 Angehörige indigener Nationen in Fort Laramie an den Vertrag von 1868.[27] Verträge von Fort Laramie

Alle Forts mit eigener Seite

  • OrtAlamo

    Alamo Plaza im Zentrum von San Antonio, Texas, nahe dem Ostufer des San Antonio River

  • OrtFort Laramie

    Südosten von Wyoming, am Zusammenfluss von Laramie River und North Platte

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Häufige Fragen

Was ist ein Fort im Wilden Westen?

Das Wort bezeichnet einen befestigten Platz oder einen ständigen Posten der Armee. Im Westen hießen auch private Handelsposten so: Fort Union am Missouri gehörte der American Fur Company und war keine Einrichtung der Regierung oder der Armee. Fort Laramie war zuerst ein Handelsposten und ab 1849 ein Armeeposten.

Hatten die Forts im Wilden Westen Palisaden?

Mehrere Handelsposten ja: Fort William, das erste Fort am Laramie River, hatte Wände aus Pappelstämmen, sein Nachfolger Fort John eine Mauer aus Lehmziegeln. Der Armeeposten Fort Laramie hatte von 1849 bis 1890 keine Mauer, und auch das erste und das dritte Fort Union in New Mexico waren offene Anlagen.

Warum heißen so viele Orte in den USA Fort?

Laut Merriam-Webster steht das Wort für einen ständigen Armeeposten oft in Ortsnamen. So heißen etwa die Stadt Fort Smith in Arkansas, die Ende der 1830er-Jahre am Rand des zweiten Forts entstand, und der Ort Fort Bridger in Wyoming im Tal des alten Postens.

Was geschah in Fort Laramie?

Fort Laramie war Handelsposten, Station der Siedler auf dem Weg nach Oregon, Kalifornien und Utah und von 1849 bis 1890 Armeeposten. Nach dem Ort heißen die Verträge von 1851 und 1868 mit Nationen der nördlichen Plains, mehr dazu auf der Seite Die Verträge von Fort Laramie.

Welche Forts kann man heute besuchen?

Der National Park Service betreut unter anderem Fort Laramie, Fort Union am Missouri, Bent's Old Fort, Fort Vancouver, Fort Smith, Fort Larned, Fort Union in New Mexico, Fort Davis, Fort Bowie und das Castillo de San Marcos, das frühere Fort Marion. Sutter's Fort ist ein State Historic Park in Kalifornien, Fort Bridger eine State Historic Site in Wyoming.

Welche Rolle spielten Forts für die indigenen Nationen?

Forts waren für viele Nationen Handelsplätze, Orte von Verträgen und Orte der Gefangenschaft. In Fort Marion in Florida saßen von 1875 bis 1878 Gefangene der Cheyenne, Kiowa, Comanche, Arapaho und Caddo, in Fort Sill lebten Chiricahua-Apachen ab 1894 als Kriegsgefangene. Den Vertrag von Fort Laramie von 1868 sehen die Nationen laut National Park Service als lebendiges, weiter wirksames Dokument.

Quellen

  1. Nachschlagewerk fort (noun), Definition und Etymologie. Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  2. Amtliche Stelle What is Fort Laramie?. National Park Service, Fort Laramie National Historic Site. Stand 19.06.2026. abgerufen am 25.10.2026
  3. Amtliche Stelle Frequently Asked Questions. National Park Service, Fort Laramie National Historic Site. Stand 31.03.2012. abgerufen am 25.10.2026
  4. Amtliche Stelle History and Culture: Fort Union 1828 bis 1867. National Park Service, Fort Union Trading Post National Historic Site. Stand 29.12.2024. abgerufen am 25.10.2026
  5. Amtliche Stelle Fort Union's Fur Trade Origins. National Park Service, Fort Union Trading Post National Historic Site. Stand 24.04.2021. abgerufen am 25.10.2026
  6. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Bent's Old Fort National Historic Site. Stand 02.12.2025. abgerufen am 25.10.2026
  7. Amtliche Stelle The Hudson's Bay Company's Fort Vancouver. National Park Service, Fort Vancouver National Historic Site. Stand 26.08.2022. abgerufen am 25.10.2026
  8. Nachschlagewerk William L. Lang: Oregon Trail. The Oregon Encyclopedia, Oregon Historical Society und Portland State University. Stand 25. September 2024. abgerufen am 25.10.2026
  9. Nachschlagewerk Fort Bridger. WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014, aktualisiert August 2026. abgerufen am 25.10.2026
  10. Amtliche Stelle Sutter's Fort State Historic Park. California State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  11. Amtliche Stelle Stories (mit den Abschnitten The Great Prairie Highway, Life on the Trail, Soldiers and Forts, Commerce of the Prairies). National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 25.10.2026
  12. Amtliche Stelle History and Culture: Defender of the Southwest. National Park Service, Fort Union National Monument. Stand 26.11.2025. abgerufen am 25.10.2026
  13. Amtliche Stelle Fort Union National Monument, Startseite. National Park Service, Fort Union National Monument. Stand 07.10.2023. abgerufen am 25.10.2026
  14. Amtliche Stelle Second Fort Union. National Park Service, Fort Union National Monument. Stand 27.02.2021. abgerufen am 25.10.2026
  15. Amtliche Stelle Historic Events: High Stakes on the Plains. National Park Service, Fort Larned National Historic Site. Stand 02.02.2024. abgerufen am 25.10.2026
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