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Der Santa Fe Trail

Kurz erklärt Der Santa Fe Trail war von 1821 bis 1880 vor allem eine Handelsstraße zwischen Missouri und Santa Fe in New Mexico. Händler aus den USA fuhren Stoffe und Fabrikwaren nach Westen und brachten Gold, Silber und Maultiere zurück; mexikanische Händler fuhren die Strecke in umgekehrter Richtung. Seit Mai 1987 ist der Weg ein National Historic Trail; das Gesetz nennt rund 950 Meilen, der National Park Service 1.203 Meilen.

Zwei tiefe, grasbewachsene Wagenspuren ziehen über eine weite Kurzgrasprärie zum Horizont, darüber ein hoher Himmel mit Wolken im Licht der Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Was war der Santa Fe Trail?

Der Santa Fe Trail war von 1821 bis 1880 vor allem eine Handelsstraße zwischen Missouri und Santa Fe in New Mexico.[1] Er führte über die Great Plains und durch die heutigen Staaten Missouri, Kansas, Oklahoma, Colorado und New Mexico.[2, 3] Die Kansas Historical Society setzt den Beginn später an, mit der Vermessung durch die Bundesregierung 1825, und nennt ihn den wichtigsten Weg vom Missouri River nach Santa Fe vor der Zeit der Eisenbahnen. Stark genutzt wurde er nach ihrer Darstellung von 1825 bis in die 1870er Jahre. Von den etwa 750 Meilen lagen zwei Drittel in Kansas.[4]

Bis 1846 war der Trail eine internationale Handelsstraße in beide Richtungen, auf der mexikanische und amerikanische Händler fuhren. Nach dem Krieg mit Mexiko verband er den Osten der USA mit den neuen Territorien im Südwesten.[1] Einen Überblick über die anderen Fernwege gibt die Seite Trails des Wilden Westens. Anders als der Oregon Trail diente der Santa Fe Trail weniger Siedlern als Händlern, Frachtfuhrleuten und der Armee.[4]

Wie entstand der Santa Fe Trail?

Solange New Mexico spanische Kolonie war, verbot Spanien dort Manufakturen und Handel mit dem Ausland. Wer aus Missouri nach Santa Fe kam, berichtete von einer abgelegenen Provinzhauptstadt, der es an Fabrikwaren fehlte.[3] Händler, die es trotzdem versuchten, wurden von spanischen Soldaten festgenommen, und die meisten kamen nach Süden in Richtung Mexiko-Stadt in Haft.[1]

1821 löste sich Mexiko von Spanien, und die neue Regierung ließ Händler von außen zu.[1, 3] Im September 1821 brach der Händler William Becknell aus Missouri nach Santa Fe auf; er war nach dem National Park Service bankrott und von Schuldhaft bedroht.[1, 3] Als Startort nennt der National Park Service Franklin, die Kansas Historical Society Arrow Rock und den 21. September 1821. Nach ihrer Darstellung wollte Becknells Gruppe zunächst mit indigenen Nationen Pferde und Maultiere tauschen und jagen, traf im November mexikanische Soldaten und zog mit ihnen nach Santa Fe, wo bedruckte Stoffe wie Kattun hohe Preise brachten. Am 30. Januar 1822 war die Gruppe zurück in Missouri.[1, 4] Andere folgten sofort, und bis 1825 gingen Waren aus Missouri über Santa Fe hinaus weiter nach Süden.[1]

1825 verhandelten Beauftragte der USA an einem Hain am Neosho River mit den Osage über einen Durchgang durch ihr Land. Die Trasse, die die Regierung 1825 bis 1827 vermessen ließ, wurde der Santa Fe Trail, wie man ihn heute kennt; nach dieser Ratsversammlung heißt der Ort Council Grove.[7]

Welche Routen hatte der Santa Fe Trail?

Es gab zwei Hauptrouten. Die meisten Händler nahmen die Cimarron Route, die von der Gegend des heutigen Dodge City nach Südwesten über eine lange, trockene Strecke nach New Mexico führte. Sie war kürzer und schneller, doch man musste die wenigen Wasserstellen kennen.[1, 2] Die Mountain Route folgte dem Arkansas River durch Kansas bis La Junta in Colorado und führte dann über den Raton Pass nach New Mexico. Sie war länger und am Pass mühsam, dafür sicherer und mit verlässlicherem Wasser.[1, 2]

Auf der Cimarron Route lag die Jornado, wie die Kansas Historical Society sie schreibt, eine Strecke von etwa 50 bis 60 Meilen, die in der Trockenzeit meist kein Wasser hatte und keine Wegmarken bot. Erst Mitte der 1830er Jahre, in einem ungewöhnlich nassen Jahr, gruben sich dort bleibende Wagenspuren ein.[4]

Ausgetrocknetes, breites Flussbett mit rissigem Sand und vereinzelten Grasbüscheln in einer flachen Prärie, am Horizont Hitzeflimmern im Nachmittagslicht
Trockenes Flussbett auf den südlichen Plains. Auf der Cimarron Route waren Wasserstellen selten. Bild: KI-generiert

Wie lang der Trail war, hängt davon ab, wer misst und von wo. Das Gesetz misst ab Old Franklin, der Händler Josiah Gregg in seinem Buch von 1844 ab Independence.[5, 6]

Längenangaben zum Santa Fe Trail
QuelleStreckeLänge
Josiah Gregg, 1844Independence bis Santa Fe, Summe seiner Lagerplätze; frühere Schätzungen 750 bis 800 Meilen770 Meilen[6]
National Trails System Act, 1987von einem Punkt bei Old Franklin, Missouri, nach Santa Ferund 950 Meilen[5]
National Park Service, häufige FragenFranklin, Missouri, bis Santa Fe, durch fünf Staaten1.203 Meilen, 1.936 Kilometer[2]
National Park Service, Geschichten des TrailsStrecke über die Great Plains900 Meilen[3]
National Park Service, Fort LarnedIndependence bis Santa Fefast 800 Meilen[11]
Kansas Historical Societyganzer Trailetwa 750 Meilen[4]

Gregg reiste sechsmal zwischen Independence und Santa Fe und schrieb die Lagerplätze mit ihren Abständen auf. Council Grove lag nach seiner Liste 145 Meilen hinter Independence, Pawnee Fork 298, die Furt über den Arkansas 387 und das Dorf Pecos 755 Meilen.[6]

Karte: Orte am Santa Fe Trail125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N123Larned4La Junta5Santa Fe
Karte: Orte am Santa Fe Trail
  1. 1Santa Fe Trail (Council Grove, Kansas, Rastplatz am Trail und Ort der Verhandlung mit den Osage 1825) 38,66° N, 96,49° W[16, 7]
  2. 2Independence, Missouri: Ausgangspunkt der Wagenzüge (Independence, Missouri, Ausgangspunkt der Wagenzüge nach Santa Fe) 39,09° N, 94,35° W[17, 2]
  3. 3Larned, Kansas: Fort Larned am Pawnee Fork (Larned, Kansas, Postanschrift der Fort Larned National Historic Site) 38,18° N, 99,10° W[16, 20]
  4. 4La Junta, Colorado: Bent's Old Fort an der Mountain Route (La Junta, Colorado, Postanschrift der Bent's Old Fort National Historic Site an der Mountain Route) 37,98° N, 103,55° W[18, 12]
  5. 5Santa Fe, New Mexico: Ziel des Trails (Santa Fe, New Mexico, Ziel des Trails) 35,66° N, 105,98° W[19, 1]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Was wurde auf dem Santa Fe Trail gehandelt?

Die Händler luden in Missouri Stoffe und andere Fabrikwaren aus den USA und verkauften sie in Santa Fe. Zurück nach Osten brachten sie Gold, Silber, Maultiere und andere Waren; mexikanische Händler fuhren dieselbe Strecke in umgekehrter Richtung.[11] Die meisten Wagenzüge brachen im Frühjahr auf.[2]

Josiah Gregg, selbst Händler auf dem Trail, veröffentlichte 1844 eine Tabelle über den Handel von 1822 bis 1843. Er schrieb dazu, sie sei nicht ganz genau, aber wohl so genau, wie man sie noch aufstellen könne. Den Wert der Waren gab er zum Einkaufspreis in den Städten im Osten der USA an.[6]

Handel auf dem Santa Fe Trail nach Josiah Gregg (Auswahl)
JahrWert der Waren in DollarWagenMännerBemerkung bei Gregg
182215.000keine70nur Packtiere[6]
182435.00026100Packtiere und Wagen[6]
182690.00060100von nun an nur Wagen[6]
1830120.00070140erstmals Ochsen[6]
1831250.000130320zwei Männer getötet[6]
1843450.000230350dritte Eskorte der US-Armee, Grenzhäfen geschlossen[6]

Den Reingewinn schätzte Gregg auf 20 bis 40 Prozent, oft auch unter 10 Prozent; manche Fahrten brachten Verlust. 1843 waren nach seinen Angaben die meisten Händler Neumexikaner. Im selben Jahr schloss General Santa Anna mit einem Erlass vom 7. August die Zollstellen von Taos, Paso del Norte und Presidio del Norte für jeden Handel; Gregg sah darin vorerst das Ende des Santa-Fe-Handels.[6]

Nach dem Krieg mit Mexiko wuchs der Handel stark. Laut National Park Service betrug er 1822 rund 15.000 Dollar und 1860 rund 3,5 Millionen Dollar.[3] Firmen wie Russell, Majors and Waddell erhielten einträgliche Aufträge der Regierung.[3] Am Handel verdienten viele mit: Hiram Young hatte sich aus der Sklaverei freigekauft und baute in Independence Wagen für den Trail; er wurde einer der größten Arbeitgeber der Stadt.[3] Die Saloonbesitzerin Doña Gertrudis Barceló, genannt "La Tules", legte in New Mexico Geld im Handel an, und der Händler David Waldo trat zum Katholizismus über und wurde mexikanischer Bürger.[3]

Ab 1833 hatte der Trail einen festen Stützpunkt: Die Brüder William und Charles Bent und Ceran St. Vrain bauten am Arkansas River ein Fort aus Adobe, um mit Trappern und Nationen der Plains zu handeln, vor allem mit den Southern Cheyenne und Arapaho um Bisonroben. Sechzehn Jahre lang war Bent's Fort laut National Park Service der einzige größere feste Halt zwischen Missouri und den mexikanischen Siedlungen. Mehr zum Handel mit Fellen steht auf der Seite Pelzhandel. Nach Unglücken und Krankheiten wurde das Fort 1849 erstmals aufgegeben.[12]

Wie reiste man auf dem Santa Fe Trail?

Zwischen Independence oder Westport in Missouri und Santa Fe brauchten die meisten Reisenden mit dem Wagenzug acht bis zehn Wochen.[2] Die meiste Zeit bestand die Fahrt nach dem National Park Service aus Staub, Schlamm, Mücken und Hitze; gefährlich wurden Hochwasser, Präriebrände, Hagel, Sturm und Schneestürme.[3] Morgens spannten die Fuhrleute die Tiere ein, am Vormittag hielten sie, ließen das Vieh weiden und kochten die Hauptmahlzeit. Die Tagesration bestand aus etwa einem Pfund Mehl, einem Pfund Speck, einer Unze Kaffee, zwei Unzen Zucker und etwas Salz, dazu manchmal Bohnen, getrocknete Äpfel oder Wild. Als Brennstoff dienten Holz oder getrockneter Bisondung.[3]

Unterwegs waren außer Händlern und Soldaten auch Goldsucher, Auswanderer, Abenteurer, Jäger, Führer, Dolmetscher, Reporter, Kranke auf der Suche nach Heilung und mexikanische Kinder auf dem Weg in Schulen in den USA.[3] Zu den bekannten Namen am Trail zählt der National Park Service Jedediah Smith, Kit Carson, John Charles Frémont, William und Charles Bent, Manuel Armijo, Miguel Otero und Susan Shelby Magoffin.[2]

Ochsenjoch aus Holz, eiserne Kette und ein Fass ohne Aufschrift im Gras neben dem großen Speichenrad eines Frachtwagens, warmes Nachmittagslicht
Joch, Kette und Fass neben einem Wagenrad. Ab 1830 zogen auf dem Trail auch Ochsen die Wagen. Bild: KI-generiert

Der Santa Fe Trail und die indigenen Nationen

Was den Reisenden wie leeres Grasland vorkam, war seit langer Zeit das Land vieler Nationen. Laut National Park Service lagen am Trail die Jagdgebiete der Comanche, der Kiowa, der südlichen Gruppen der Cheyenne und Arapaho und der Plains Apache, dazu die Heimat der Osage, der Kaw (Kansa), der Jicarilla Apache, der Ute und der Pueblos. Die meisten frühen Begegnungen waren friedliche Verhandlungen über den Zugang zum Land und über den Tausch von Pferden, Maultieren und Waren.[3] Mit dem Verkehr wuchsen die Zusammenstöße. Truppen aus Mexiko und den USA begleiteten Wagenzüge, und als das Land verteilt und der Bison fast ausgerottet war, wurden die Nationen verdrängt oder in Reservate gebracht.[3]

Comanche

Am meisten Kontakt mit dem Trail hatten nach einer Studie des National Park Service die Comanche, deren Gebiet, die Comanchería, 1821 vom Arkansas River bis zum Brazos River reichte.[8] Die Comanche Nation nennt sich in ihrer Sprache Nʉmʉnʉʉ (Numunuu), "die Menschen".[14] Die Studie beschreibt, wie Händler und Politiker in Missouri früh das Bild vom Handel als Opfer kriegerischer Nationen zeichneten, um Schutz durch die Armee zu verlangen.[8] 1828 töteten Unbekannte, meist als Comanche oder Pawnee bezeichnet, Daniel Monroe und Robert McNees aus einem Wagenzug der Händler Sublette und Marmaduke. Bei deren Begräbnis schossen Männer des Wagenzugs auf etwa acht unbeteiligte Comanche, die dazukamen, und töteten nach dieser Darstellung alle bis auf einen (an anderer Stelle nennt dieselbe Studie fünf oder sechs Tote); als Antwort wurden dem Zug Tage später 700 bis 1.000 Pferde und Maultiere weggetrieben.[8]

1829 begleitete erstmals Infanterie der US-Armee einen Wagenzug.[6, 8] Am 26. Mai 1831 (Britannica und ein NPS-Bericht zu den Redwoods nennen den 27. Mai[21, 22]) wurde am Cimarron River der Trapper Jedediah Smith getötet, der seinen Zug auf der Suche nach Wasser verlassen hatte; seine Waffen und seinen Sattel fand man später bei einem Händler in Santa Fe, der sie nach eigener Angabe von Comanche gekauft hatte.[8] 1840 schlossen Comanche, Cheyenne, Arapaho, Plains Apache und Kiowa am Arkansas unterhalb von Bent's Fort Frieden und teilten sich ihre Jagdgebiete.[8]

Mit dem Krieg gegen Mexiko 1846 schwoll der Verkehr an. Die Versorgungszüge mit großen Herden zerstörten nach der Studie Weiden, verschmutzten das Wasser und dezimierten die Bisonherden, und Comanche und andere Nationen überfielen Wagenzüge.[8] Für 1847 nennt ein Bericht der Armee vom 1. August 47 getötete Amerikaner, 330 zerstörte Wagen und 6.500 weggetriebene Tiere, der Indianeragent Thomas Fitzpatrick 27 getötete Reisende; Comanche und Kiowa selbst sprachen von 60.[8] Es folgten Verträge am 27. Juli 1853 bei Fort Atkinson, am 18. Oktober 1865 am Little Arkansas und 1867 am Medicine Lodge Creek, wo die Comanche Land abtraten und ein kleineres Reservat im Indianer-Territorium annahmen. Ende 1868 waren sie nach der Studie vom Trail verschwunden.[8]

Kaw und Shawnee

Mehr als 1.600 Kanza, heute Kaw Nation, kamen nach Verträgen von 1825, 1846 und 1859, die ihr Land jedes Mal verkleinerten, in ein Reservat bei Council Grove, durch das der Trail führte.[10] Mit dem Verkehr wuchs der Druck auf das Land, und 1872 mussten sie ins heutige Oklahoma ziehen.[9, 10] Der National Park Service hat den Kaw am Trail zwei Ausstellungstafeln gewidmet, eine davon gemeinsam mit der Kanza Tribal Organization. Beide tragen den Namen "Ak'a Onikashinga" im Titel, eine mit dem Zusatz "People of the Southwind". Auf der anderen beschreibt der Anführer Allegawaho die Vertreibung:[9, 10]

Ihr behandelt mein Volk wie eine Schar Truthähne. Ihr kommt an unseren Wohnort und scheucht uns auf. Wir fliegen davon und lassen uns an einem anderen Fluss nieder, aber ... ihr kommt nach und treibt uns weiter und weiter.

Allegawaho, Anführer der Kaw, über die Vertreibung, Tafel "We Lived along the River", National Park Service, Santa Fe National Historic Trail Übersetzung der Redaktion[9]

Der Sitz der Kaw Nation ist heute Kaw City in Oklahoma; laut Tafel hat sie über 3.000 Bürger.[9, 10] Auch das Reservat der Shawnee in Kansas, ab 1828 besiedelt, schnitt der Trail. Manche Shawnee verdienten am Verkehr: Die Brüder Paschal und Charles Fish betrieben eine Fähre über den Kansas River und nahmen einen Dollar je Wagen.[8]

Der Trail im Krieg gegen Mexiko und im Bürgerkrieg

1846, wenige Monate nach Beginn des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges, zog Stephen Watts Kearny mit der Army of the West über den Trail nach Westen. Bent's Fort diente als Sammelplatz.[3, 12] Kearny marschierte ohne Gegenwehr in Santa Fe ein; in Taos und Mora kam es zu Aufständen, doch die USA behielten die Kontrolle. 1848 beendete der Vertrag von Guadalupe Hidalgo den Krieg.[3]

Danach wurde der Trail zur Versorgungslinie der Armee. Sie baute Fort Mann (1847), Fort Atkinson (1850), Fort Union (1851), Fort Larned (1859) und Fort Lyon (1860); 1858 fuhren viele der 1.800 Wagen auf dem Trail Nachschub für das Militär.[3] Fort Union in New Mexico legte Oberstleutnant Edwin V. Sumner 1851 nahe der Stelle an, wo Mountain Route und Cimarron Route zusammenliefen, und verlegte sein Hauptquartier und Depot dorthin aus Santa Fe.[8, 13] Fort Larned liegt direkt an der trockenen Route entlang des Pawnee Fork; seine Truppen patrouillierten 70 Meilen in jede Richtung und begleiteten zeitweise Wagenzüge.[11]

Im Bürgerkrieg zogen 1862 Konföderierte aus Texas den Rio Grande hinauf, nahmen Albuquerque und Santa Fe und wollten Fort Union und die Goldfelder Colorados. Am Glorieta Pass am Trail verbrannten Unionstruppen ihren Versorgungszug, und die Konföderierten gaben New Mexico auf.[3]

Wie endete der Santa Fe Trail?

Ab 1866 wuchs das Eisenbahnnetz in Kansas schnell. Innerhalb von zwei Jahren reichten die Gleise durch das mittlere Kansas, und 1873 führten zwei Bahnlinien bis nach Colorado. Weil der Trail vor allem Fracht trug, wurde die Strecke für die Wagen mit jedem Gleisabschnitt kürzer.[1] Drei Bahnen wollten über den Raton Pass nach New Mexico; die Atchison, Topeka and Santa Fe erreichte die Passhöhe Ende 1878. Als die Bahn im Februar 1880 Santa Fe erreichte, kam der Trail als Fernweg aus dem Gebrauch.[1, 2]

Der Santa Fe National Historic Trail heute

Im Mai 1987 erklärte der Kongress den Weg zum Santa Fe National Historic Trail, einem gesetzlich ausgewiesenen historischen Fernweg; das Gesetz Public Law 100-35 vom 8. Mai 1987 ergänzte dafür den National Trails System Act.[2, 5] Verwaltet wird er vom National Trails Office des National Park Service, das selbst kein Land am Trail besitzt; die Strecke gehört öffentlichen, privaten und gemeinnützigen Eigentümern.[2] Einen durchgehend markierten Wanderweg gibt es nicht. Viele Teile sind überbaut, umgepflügt oder liegen auf Privatland, auf Militärgelände oder in Reservaten, und ohne Markierung gibt es dort keinen öffentlichen Zugang.[2]

In Kansas zählen Historiker mehr als 130 Stätten des Trails, von Wagenspuren über Lagerplätze und Forts bis zu Gräbern.[4] Alte Spuren der Wagen zeigt die Fort Larned National Historic Site auf einem eigenen Gelände fünf Meilen vom Fort.[11] Bent's Fort baute der National Park Service nach Grabungen, alten Skizzen, Gemälden und Tagebüchern wieder auf und weihte es am 25. Juli 1976 ein.[12] Den Trail erforscht, beschildert und schützt außerdem die gemeinnützige Santa Fe Trail Association.[2]

Rekonstruierte Festung aus Lehmziegeln mit hohen Mauern und Rundturm in einer flachen Flussniederung mit Pappeln, im warmen Licht des späten Nachmittags
Ein Handelsfort aus Adobe in der Flussniederung des Arkansas. Bent's Fort wurde 1976 rekonstruiert. Bild: KI-generiert

Zeitleiste

Zeitleiste: Santa Fe Trail
  1. September 1821William Becknell bricht in Missouri mit Waren nach Santa Fe auf; Mexiko hat sich gerade von Spanien gelöst.[1, 4]
  2. 30.01.1822Becknells Gruppe ist nach dem Handel in Santa Fe zurück in Missouri.[4]
  3. 1825Beauftragte der USA verhandeln in Council Grove mit den Osage über einen Durchgang; die Trasse wird bis 1827 vermessen.[7] Osage
  4. 1828Nach der Tötung von Daniel Monroe und Robert McNees schießen Männer ihres Wagenzugs auf etwa acht unbeteiligte Comanche und töten nach einer Stelle der NPS-Studie alle bis auf einen (an anderer Stelle: fünf oder sechs).[8] Comanche
  5. 1829Erstmals begleitet Infanterie der US-Armee einen Wagenzug.[6, 8]
  6. 26.05.1831Der Trapper Jedediah Smith wird am Cimarron River getötet.[8] Jedediah Smith
  7. 1833William und Charles Bent und Ceran St. Vrain bauen am Arkansas River Bent's Fort.[12]
  8. 1840Comanche, Cheyenne, Arapaho, Plains Apache und Kiowa schließen unterhalb von Bent's Fort Frieden.[8] Cheyenne
  9. 07.08.1843Ein Erlass von Santa Anna schließt die Zollstellen von Taos, Paso del Norte und Presidio del Norte für den Handel.[6]
  10. 1846Die Army of the West unter Stephen Watts Kearny zieht über den Trail nach New Mexico.[1, 3] Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
  11. 1851Edwin V. Sumner gründet Fort Union in New Mexico nahe dem Treffpunkt von Mountain Route und Cimarron Route.[13]
  12. 1862Am Glorieta Pass am Trail verbrennen Unionstruppen den Versorgungszug der Konföderierten.[3] Der Bürgerkrieg im Westen
  13. 18.10.1865Comanche schließen am Little Arkansas einen Vertrag mit den USA.[8] Comanche
  14. 21.10.1867Am Medicine Lodge Creek versammeln sich Comanche, Kiowa, Cheyenne, Arapaho und Plains Apache zum Vertragsrat.[8] Comanche
  15. 1872Die Kaw müssen ihr Reservat bei Council Grove verlassen und ins heutige Oklahoma ziehen.[10]
  16. Februar 1880Die Atchison, Topeka and Santa Fe erreicht Santa Fe; der Trail kommt als Fernweg aus dem Gebrauch.[1, 2]
  17. 08.05.1987Public Law 100-35 macht den Weg zum Santa Fe National Historic Trail.[5]

Mythos und Wahrheit

Den Titel "Santa Fe Trail" trägt auch ein Film von Michael Curtiz mit Errol Flynn und Olivia de Havilland, der am 28. Dezember 1940 in die Kinos kam. Nach der Inhaltsangabe des AFI Catalog handelt er von Jeb Stuart, George Custer und John Brown im Kansas der 1850er Jahre; gedreht wurde er in der Gegend von Santa Fe.[15]

Häufige Fragen

Wie lang war der Santa Fe Trail?

Das Gesetz von 1987 nennt rund 950 Meilen ab Old Franklin in Missouri, die Seite des National Park Service mit häufigen Fragen 1.203 Meilen. Josiah Gregg nannte 1844 in seinem Buch für den Weg von Independence bis Santa Fe 770 Meilen, die Kansas Historical Society nennt etwa 750.

Wer hat den Santa Fe Trail eröffnet?

Der Händler William Becknell aus Missouri brach im September 1821 mit Waren nach Santa Fe auf. Mexiko hatte sich gerade von Spanien gelöst und ließ Händler aus dem Ausland zu. Als Startort nennt der National Park Service Franklin, die Kansas Historical Society Arrow Rock.

Wie lange dauerte die Fahrt auf dem Santa Fe Trail?

Mit einem Wagenzug brauchten die meisten Reisenden zwischen Independence oder Westport in Missouri und Santa Fe acht bis zehn Wochen, so der National Park Service.

Was wurde auf dem Santa Fe Trail transportiert?

Nach Westen fuhren vor allem Stoffe und andere Fabrikwaren aus den USA, zurück Gold, Silber und Maultiere. Nach 1848 kam viel Fracht für die Armee dazu, die ihre Forts im Südwesten versorgte.

War der Santa Fe Trail ein Auswandererweg?

Nur am Rand. Anders als auf dem Oregon Trail reisten dort nach der Kansas Historical Society vor allem Händler und Soldaten. Ende der 1840er Jahre nahmen allerdings viele Goldsucher den Weg nach Kalifornien, ein Jahrzehnt später nach Colorado.

Wann endete der Santa Fe Trail?

Mit der Eisenbahn. Je weiter die Gleise nach Westen reichten, desto kürzer wurde die Strecke der Wagen. Im Februar 1880 erreichte die Atchison, Topeka and Santa Fe Santa Fe, und der Trail kam als Fernweg aus dem Gebrauch.

Kann man den Santa Fe Trail heute sehen?

An einigen Stellen ja. Bei Fort Larned in Kansas sind alte Wagenspuren erhalten, und in Kansas zählen Historiker mehr als 130 Stätten des Trails. Einen durchgehenden Wanderweg gibt es nicht; viele Abschnitte liegen auf Privatland.

Quellen

  1. Amtliche Stelle History and Culture: A Brief History. National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 25.10.2026
  2. Amtliche Stelle Frequently Asked Questions. National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 25.10.2026
  3. Amtliche Stelle Stories (mit den Abschnitten The Great Prairie Highway, Life on the Trail, Soldiers and Forts, Commerce of the Prairies). National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 25.10.2026
  4. Nachschlagewerk Santa Fe Trail (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Juni 2003, geändert September 2025. abgerufen am 25.10.2026
  5. Gesetz und Vertrag 16 U.S. Code § 1244: National scenic and national historic trails (National Trails System Act, Absatz a 15 und Änderungsgesetze). Legal Information Institute, Cornell Law School. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  6. Primärquelle Josiah Gregg: Commerce of the Prairies, Kapitel XVI und XXV (Ausgabe Reuben Gold Thwaites, Early Western Travels 1748 bis 1846, Bd. 20). Arthur H. Clark Company, Cleveland; Ausgabe Project Gutenberg, eBook 44205. Stand 1844 (Thwaites-Ausgabe 1905). abgerufen am 25.10.2026
  7. Nachschlagewerk Kaw Mission (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand August 2002, geändert Dezember 2014. abgerufen am 25.10.2026
  8. Amtliche Stelle Chapter IV: The Trail's Impact on Four Indian Nations (Shawnee, Delaware, Pawnee, Comanche). National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  9. Amtliche Stelle Ak'a Onikashinga (Kaw Nation) and the Santa Fe Trail: We Lived along the River (Ausstellungstafel). National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  10. Amtliche Stelle Kaw Nation and the Santa Fe Trail: Ak'a Onikashinga, People of the Southwind (Ausstellungstafel). National Park Service, Santa Fe National Historic Trail, mit der Kanza Tribal Organization. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  11. Amtliche Stelle The Santa Fe Trail. National Park Service, Fort Larned National Historic Site. Stand 19. November 2020. abgerufen am 25.10.2026
  12. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Bent's Old Fort National Historic Site. Stand 2. Dezember 2025. abgerufen am 25.10.2026
  13. Amtliche Stelle History and Culture: Defender of the Southwest. National Park Service, Fort Union National Monument. Stand 26. November 2025. abgerufen am 25.10.2026
  14. Tribal Nation History. Comanche Nation, Oklahoma. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  15. Filmdatenbank Santa Fe Trail (1940). AFI Catalog of Feature Films, American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  16. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Kansas. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  17. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Missouri. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  18. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Colorado. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  19. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  20. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Fort Larned National Historic Site. Stand 30. März 2020. abgerufen am 25.10.2026
  21. Nachschlagewerk Jedediah Smith (American explorer). Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  22. Amtliche Stelle Redwood National and State Parks: History Basic Data, Kapitel III A: Jed Smith Penetrates the Redwoods. National Park Service, Park History Program. Stand 15.01.2004. abgerufen am 25.10.2026

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