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Kit Carson

Kurz erklärt Kit Carson (24. Dezember 1809 bis 23. Mai 1868) war Trapper, Führer der Expeditionen von John C. Frémont, Agent für die Ute und Offizier der US-Armee. 1863 und 1864 führte er auf Befehl von General James H. Carleton einen Feldzug der verbrannten Erde gegen die Navajo, auf den der Lange Marsch nach Bosque Redondo folgte.

Lehmziegelhaus mit Holzbalken und Holztür an einer Erdgasse, dahinter bewaldete Berge im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Christopher "Kit" Carson kam am 24. Dezember 1809 im Madison County in Kentucky zur Welt und starb am 23. Mai 1868 in Fort Lyon im Colorado-Territorium.[1, 2] Er war Trapper, Führer der Expeditionen von John C. Frémont, Agent für die Ute in Taos und im Bürgerkrieg Offizier der 1st New Mexico Volunteers.[1, 3] Britannica schreibt, Groschenromane hätten ihn schon zu Lebzeiten zum Volkshelden gemacht, während ihn manche spätere Historiker als Werkzeug der Vertreibung der indigenen Völker des Westens verurteilen.[3] Für die Diné (Navajo) steht sein Name vor allem für den Feldzug von 1863 und 1864 und den Langen Marsch.[7, 12, 14]

Wer war Kit Carson?

Kindheit in Missouri und der Weg nach Santa Fe

Als Carson ein Jahr alt war, zogen seine Eltern nach Missouri und ließen sich im heutigen Howard County nieder. In den ersten zwei oder drei Jahren mussten die Familien dort nach seinen Erinnerungen in befestigten Plätzen leben.[2] Er war laut National Park Service (NPS) das sechste von zehn Kindern, ging kaum zur Schule und konnte sein Leben lang fast nicht lesen und schreiben.[1] Seine Erinnerungen diktierte er um 1856 und 1857 dem Militärarzt Dewitt C. Peters und dessen Frau; gedruckt wurden sie erst 1926.[2]

Zwei Jahre lernte Carson beim Sattler David Workman. Das Handwerk gefiel ihm nicht, und er hatte viele Geschichten vom Leben in den Bergen des Westens gehört. Im August 1826 schloss er sich einem Zug nach Westen an.[2] Workman bot im "Missouri Intelligencer" vom 12. Oktober 1826 einen Cent Belohnung für den entlaufenen Lehrling, so Blanche C. Grant, die Carsons Erinnerungen 1926 herausgab. Grant nennt ihn bei der Abreise 17 Jahre alt, Britannica 15; nach dem Geburtsdatum war er 16.[2, 3] Im November 1826 kam der Zug in Santa Fe an, und Carson ging im selben Monat weiter nach Taos.[2]

Trapper in den Rocky Mountains

Etwa 15 Jahre lang lebte Carson laut Britannica als Fallensteller und Pelzhändler, das Handwerk hatte er bei erfahrenen Männern der Grenzgebiete gelernt (Trapper und Mountain Men).[3] Seine Wege führten ihn nach dem NPS bis nach Kalifornien und nach Norden durch die Rocky Mountains.[1] Die National Portrait Gallery nennt ihn einen Analphabeten, der trotzdem mehrere Sprachen sprach und sich mit vielen indigenen Völkern der Region verständigen konnte.[4]

Britannica nennt zwei frühe Ehen, mit einer Arapaho und mit einer Cheyenne.[3] HistoryNet gibt die Namen an: Mit Waanibe (Arapaho) hatte er die Tochter Adaline. Zu ihrem Tod gehen die Angaben auseinander: HistoryNet nennt 1840 und die Geburt eines zweiten Kindes, Blanche C. Grants Anmerkung die Geburt der Tochter.[2, 5] Die Ehe mit Making-Out-Road (Cheyenne) endete bald, weil sie ihn verließ.[5] Im Februar 1843 heiratete er in Taos Josefa Jaramillo, die Tochter von Francisco Jaramillo; HistoryNet nennt den 6. Februar.[2, 5]

Führer für Frémont und Kurier im Krieg gegen Mexiko

1842 traf Carson zufällig John C. Frémont, einen Offizier der topographischen Ingenieure der Armee. Er führte dessen von der Regierung bezahlte Erkundungen des Westens 1842 und 1843 bis 1844 und war 1846 mit ihm in Kalifornien, als Frémont den Aufstand auslöste, der als Bear Flag Revolt bekannt ist.[3, 5] Als Führer für Frémont wurde Carson nach dem NPS im ganzen Land bekannt.[1]

Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846 bis 1848) war Carson laut Britannica abwechselnd Kämpfer, Führer und Kurier, der Depeschen nach Washington brachte. Unterwegs nach Osten traf er 1846 General Stephen W. Kearny, der ihn als Führer für seinen Zug nach Kalifornien verpflichtete.[3] Im Dezember 1846 kämpfte er bei San Pasqual, wo die Californios, die spanischsprachigen Einwohner Kaliforniens, Kearnys Truppe beinahe aufrieben; nach seinen Erinnerungen holte er mit Leutnant Beale Verstärkung aus San Diego.[2, 5] Nach HistoryNet ernannte ihn Präsident James K. Polk zum Second Lieutenant der regulären Armee; der Senat bestätigte die Ernennung nicht, wie Carson in seinen Erinnerungen schreibt.[2, 5] Im Mai 1848 ritt er laut HistoryNet wieder mit Depeschen von Los Angeles nach Washington und brachte dabei auch die Nachricht vom Goldfund in Kalifornien mit (Kalifornischer Goldrausch).[5]

Hochtal in den Rocky Mountains mit einem Biberteich hinter einem Damm aus Ästen, Weiden und Espen am Ufer, Fichten an den Hängen
Hochtal in den Rocky Mountains, wo die Trapper Biber fingen Bild: KI-generiert

Rancher und Agent für die Ute in Taos

Nach dem Krieg wollte Carson sesshaft werden. Mit Lucien Maxwell begann er am Rayado eine Siedlung aufzubauen; sie seien lange genug umhergezogen, schrieb er in seinen Erinnerungen.[2]

Im Oktober 1849 überfielen Jicarilla-Apachen auf dem Santa Fe Trail den Händler James White und seine Begleiter. White wurde getötet, seine Frau Ann und das kleine Kind wurden verschleppt.[2, 6] Carson ritt als einer der Führer mit einer Truppe Dragoner unter Major William Grier hinterher.[2, 6] Nach zehn bis zwölf Tagen auf der Fährte erreichten sie das Lager. Der Befehlshaber ließ gegen Carsons Rat zuerst halten, und Ann White wurde getötet, bevor die Soldaten bei ihr waren.[2] Das Kind wurde nie gefunden.[6] Unter ihren Sachen fand die Truppe einen Groschenroman, nach True West "Kit Carson: Prince of the Gold Hunters", in dem Carson eine Frau vor dem Tod durch eine Gruppe von Angreifern rettet.[2, 6]

Im Lager fand man ein Buch, das erste dieser Art, das ich je gesehen hatte. Darin wurde ich zu einem großen Helden gemacht, der Indianer zu Hunderten erschlug.

Kit Carson über die Verfolgung im Herbst 1849, Kit Carson's Own Story of His Life, hrsg. von Blanche C. Grant, Taos 1926, S. 95 Übersetzung der Redaktion[2]

Auf dem Heimweg erfuhr Carson Ende 1853 nach seinen Erinnerungen von seiner Ernennung zum Indian Agent und nahm das Amt nach der Rückkehr nach Taos an; Britannica nennt das Jahr 1854.[2, 3] Als Agent des Office of Indian Affairs für den Norden des New-Mexico-Territoriums war er für die Ute zuständig und galt laut Britannica als wohlgesinnt.[1, 3] Nach HistoryNet blieb er bis 1861 im Amt, nach der Chronologie der Southern Ute Indian Tribe war er von 1853 bis 1859 Agent.[5, 16]

Kit Carson im Bürgerkrieg

Im Bürgerkrieg stand Carson auf der Seite der Union. Nach dem NPS half er, die 1st New Mexico Volunteer Infantry aufzustellen, und wurde ihr Lieutenant Colonel (Oberstleutnant). HistoryNet datiert das auf April 1861 und die Beförderung zum Colonel (Oberst) auf Oktober 1861.[1, 5] Am 21. Februar 1862 kämpfte er in der Schlacht von Valverde, dem ersten großen Gefecht des Bürgerkriegs in New Mexico.[1, 5] Danach ging es für ihn laut HistoryNet vor allem gegen indigene Völker: General James H. Carleton, seit September 1862 Befehlshaber in New Mexico, wollte Navajo und Mescalero-Apachen unterwerfen und in das neue Reservat Bosque Redondo bringen.[5]

Laut NPS erhielt Carson 1863 den Befehl, indigene Völker New Mexicos in weit entfernte Reservate zu bringen. Er habe den Auftrag abgelehnt und seinen Rücktritt eingereicht, der aber nicht angenommen wurde.[1] Carleton befahl ihm nach dem Smithsonian, den Widerstand der Diné mit einem Feldzug der verbrannten Erde zu brechen. Carsons Truppen brannten Dörfer nieder, schlachteten das Vieh und zerstörten Wasserstellen, um die Navajo in Hunger und Verzweiflung zu treiben.[7] Laut Britannica halfen ihm dabei Feinde der Navajo, unter anderem Ute, Hopi und Zuni.[3]

Am 12. Januar 1864 zog Carson laut HistoryNet im Schneesturm mit 389 Soldaten in den Canyon de Chelly. Die Navajo unter Barboncito und Manuelito hielten die Truppe mit kleinen Gruppen auf, mehr als 1.000 Menschen retteten sich auf den Fortress Rock. Carsons Männer zerstörten Lager, Felder und Vorräte und nahmen mehr als 200 Gefangene. Dann zogen sie sich zurück und warteten den Winter ab. Bis zum Sommer 1864 ergaben sich rund 8.000 Navajo.[8]

Rote Sandsteinwände eines tiefen Canyons mit Schnee auf den Felsbändern, unten kahle Pappeln am gefrorenen Bachbett unter grauem Winterhimmel
Canyon im Land der Navajo im Winter Bild: KI-generiert

Danach trieb die Armee die Gefangenen nach Bosque Redondo bei Fort Sumner. Die Zahlen gehen auseinander. Das Smithsonian nennt mehr als 10.000 Navajo, die von 1863 bis 1866 je nach Route 250 bis 450 Meilen weit getrieben wurden. Der NPS spricht von 8.000 Menschen, 300 Meilen ab Fort Canby und geschätzt 300 Toten unterwegs, die National Portrait Gallery von mehr als 200 Toten.[1, 4, 7] Nach Britannica schickte Carson die rund 8.000 Navajo selbst auf den Marsch.[3] Die mündliche Überlieferung der Diné, die das Smithsonian wiedergibt, erzählt, dass Carsons Männer keine Rücksicht auf Frauen, Kinder und Familien nahmen; wer erschöpft war, wurde manchmal erschossen, statt dass man ihn ausruhen ließ.[7] Wie die Diné in Bosque Redondo lebten und wie der Vertrag von 1868 ihre Rückkehr erlaubte, erzählt die Seite Der Lange Marsch der Navajo.

Adobe Walls und die letzten Jahre

Im Herbst 1864 schickte Carleton Carson gegen Comanche und Kiowa, die Wagenzüge auf dem Weg nach Santa Fe angriffen; für sie waren die Fuhrleute Eindringlinge, die ihr Wild töteten. Carson, laut Handbook of Texas im November 1864 Colonel und Befehlshaber der 1st Cavalry, New Mexico Volunteers, brach mit 14 Offizieren, 321 Mannschaften und 75 Kundschaftern und Kämpfern der Ute und der Jicarilla-Apachen auf.[9] Am 25. November 1864 griff er bei Adobe Walls im heutigen Texas Panhandle ein Dorf der Kiowa mit 150 Zelten an. Dann stand er nach dem Handbook of Texas 3.000 bis 7.000 Kiowa und Comanche gegenüber.[9] Er zog sich zurück und ließ am Abend die Zelte der Kiowa und Kiowa-Apachen niederbrennen. Seine Truppe verlor drei Tote und 25 Verwundete, von denen drei später starben; die Verluste der Gegenseite schätzt das Handbook auf 100 bis 150.[9] Britannica nennt den Ausgang ein Unentschieden, Carleton lobte den Rückzug als große militärische Leistung.[3, 9]

Am 14. Oktober 1865 war Carson einer der Kommissare der USA, die am Little Arkansas River in Kansas einen Vertrag mit den Cheyenne und Arapaho schlossen. In Artikel 6 verurteilten die USA darin die Gewalttaten vom 29. November 1864 am Sand Creek.[10]

Den Ehrenrang (brevet) eines Brigadegenerals erhielt Carson laut HistoryNet im März 1866, der NPS nennt für die Ernennung das Jahr 1865.[1, 5] Ab April 1866 befehligte er laut HistoryNet Fort Garland im Colorado-Territorium. Im November 1867 schied er laut HistoryNet aus der Armee aus (der NPS schreibt: bis 1867) und zog mit der Familie nach Boggsville am Arkansas River.[1, 5] Im Januar 1868 wurde er Superintendent of Indian Affairs für das Colorado-Territorium.[3] Am 2. März 1868 unterzeichnete er in Washington als einer von drei Kommissaren der USA einen Vertrag mit mehreren Gruppen der Ute.[11]

Zeitleiste

Zeitleiste: Kit Carson
  1. 24.12.1809Christopher Carson kommt im Madison County in Kentucky zur Welt.[1, 2]
  2. 1826Im August 1826 verlässt er die Sattlerlehre in Missouri und zieht mit einem Wagenzug nach Santa Fe und Taos.[2]
  3. 1842Carson begegnet John C. Frémont und führt dessen Expeditionen 1842 und 1843 bis 1844.[3]
  4. 06.02.1843In Taos heiratet er laut HistoryNet Josefa Jaramillo.[5]
  5. Dezember 1846Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg kämpft er laut HistoryNet bei San Pasqual in Kalifornien.[5] Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
  6. 1849Bei der Verfolgung der Jicarilla, die Ann White verschleppt hatten, sieht er den ersten Groschenroman über sich.[2, 6]
  7. 1853Ende 1853 wird er Indian Agent in Taos, Britannica nennt 1854.[2, 3] Ute
  8. 1861Im April 1861 wird er laut HistoryNet Lieutenant Colonel der 1st New Mexico Volunteer Infantry, im Oktober Colonel.[1, 5] Der Bürgerkrieg im Westen
  9. 21.02.1862Carson kämpft in der Schlacht von Valverde gegen die Konföderierten.[1, 5] Der Bürgerkrieg im Westen
  10. 1864Bis zum Sommer 1864 ergeben sich rund 8.000 Navajo, danach folgt der Lange Marsch nach Bosque Redondo.[7, 8] Der Lange Marsch der Navajo
  11. 12.01.1864Carson zieht mit 389 Soldaten in den Canyon de Chelly.[8] Der Lange Marsch der Navajo
  12. 25.11.1864Schlacht bei Adobe Walls gegen Kiowa und Comanche im heutigen Texas Panhandle.[9] Kiowa
  13. 14.10.1865Als Kommissar der USA unterzeichnet er den Vertrag vom Little Arkansas mit Cheyenne und Arapaho.[10] Sand-Creek-Massaker
  14. 02.03.1868In Washington unterzeichnet er als Kommissar einen Vertrag mit mehreren Gruppen der Ute.[11] Ute
  15. 23.05.1868Kit Carson stirbt in Fort Lyon im Colorado-Territorium.[1]
  16. 2021Ein Resolutionsentwurf im Navajo Nation Council fordert New Mexico auf, Carsons Namen von staatlichen Denkmälern, Parks und Straßen zu entfernen.[12] Navajo
  17. Dezember 2024Der Naabik'íyáti'-Ausschuss bekräftigt laut Navajo Times die Ablehnung jedes Carson-Denkmals in New Mexico.[13] Navajo

Was ist Legende, was ist belegt?

Groschenromane (Dime Novels) machten Carson laut Britannica schon zu Lebzeiten zum Volkshelden.[3] Das erste solche Buch über sich sah er 1849 bei der Verfolgung der Jicarilla, die Ann White verschleppt hatten. Laut True West ließ er es sich vorlesen und murmelte nur, man solle es ins Feuer werfen.[2, 6]

Das Heldenbild hielt sich lange. In einem Beitrag, der im April 1999 im Magazin Wild West erschien und seit 2006 bei HistoryNet online steht, schrieb S. J. Reidhead, Carson verkörpere die besten Eigenschaften der amerikanischen Frontier; den Plan gegen die Navajo habe Carleton entworfen, und Gräueltaten an Gefangenen seien gegen Carsons ausdrückliche Befehle geschehen.[5] Die National Portrait Gallery nennt ihn eine "legendary yet controversial figure", eine berühmte, aber umstrittene Gestalt.[4] Britannica hält fest, dass manche spätere Historiker ihn als Werkzeug der Vertreibung und Dezimierung der indigenen Völker des Westens verurteilen.[3]

Wie sieht die Navajo Nation Kit Carson?

Die Navajo Nation erinnert an die Zeit in Bosque Redondo, das die Diné Hwéeldi nennen, den Ort des Leidens, der Not und der Krankheit. Die Vorfahren der Diné hätten diese Not durchgestanden und darauf bestanden, in ihr Land zurückzukehren.[14]

2021 legte der Delegierte Mark Freeland dem 24. Navajo Nation Council einen Resolutionsentwurf vor (Legislation 0213-21). Danach führte Carson 1863 als Colonel der First New Mexico Volunteers einen zerstörerischen Krieg gegen die Navajo; seine Truppen hätten das Volk terrorisiert, Ernten verbrannt, Häuser zerstört und Vieh getötet. Der Entwurf nennt etwa 8.000 Navajo, die Carson und seine Truppen unter Carleton aus ihrem Land nach Bosque Redondo brachten, mehr als 200 Tote auf dem Marsch und mehr als 2.000 Tote in Fort Sumner von 1864 bis 1868. Die Nation lehne jede Ehrung Carsons ab, heißt es dort, und fordere New Mexico auf, seinen Namen von staatlichen Denkmälern, Parks, Gebäuden und Straßen zu entfernen, ausdrücklich vom Kit Carson Park und vom Kit Carson Cemetery in Taos.[12]

Im Dezember 2024 bekräftigte der Naabik'íyáti'-Ausschuss des Council laut Navajo Times in einer Resolution der Delegierten Brenda Jesus, dass die Navajo Nation jedes Denkmal für Carson in New Mexico ablehnt. Anlass waren Überlegungen, Denkmäler etwa in Bosque Redondo, auf dem Friedhof von Santa Fe oder am Carson House and Museum in Taos aufzustellen.[13] In Fort Defiance in Arizona trägt eine Straße auf Land des Bureau of Indian Affairs noch seinen Namen. 2021 sprach sich Aaron Price dafür aus, sie nach seinem Ururgroßvater Hastiin Tséłbáí zu benennen, einem angesehenen Heiler. Die Stadt Taos plante nach der Zeitung für den 21. Dezember 2024 dagegen eine Feier zu Carsons Ehren und eine neue Straße mit seinem Namen.[13]

Wie starb Kit Carson?

Laut HistoryNet starb Josefa Carson im April 1868 nach der Geburt ihres Kindes Josefita. Dewitt C. Peters schrieb am 26. Mai 1868, sie sei kurz vor Carson gestorben.[2, 5] Kit Carson starb am 23. Mai 1868 mit 58 Jahren in Fort Lyon im Colorado-Territorium an einem Aneurysma, laut NPS der Bauchschlagader.[1] HistoryNet nennt als Sterbeort die Unterkunft des Militärarztes H. K. Tilden in Fort Lyon. In Blanche C. Grants Ausgabe heißt der Arzt, der bei Carson war, H. R. Tilton (S. 135 f.), und Peters schrieb, Carson sei in der Unterkunft des Postenarztes gestorben (S. 138).[2] Am Tag darauf brachte eine Eskorte den Toten nach Boggsville, wo er neben Josefa begraben wurde; ein Jahr später wurden beide nach Taos überführt.[5] Sein Grab liegt laut NPS auf dem Kit Carson Cemetery in Taos.[1] Den Punkt für Taos in den Daten dieser Seite liefern die Gazetteer-Dateien 2024 des U.S. Census Bureau.[15]

Nach Carson heißen laut Britannica unter anderem Carson City, die Hauptstadt Nevadas, Fort Carson in Colorado und der Carson Pass in Kalifornien.[3] In Taos tragen ein Park und ein Museum seinen Namen.[13]

Weites, gelbes Grasland an einem Fluss mit Pappeln, im Vordergrund die niedrigen, zerfallenen Mauern einer alten Lehmziegelruine unter einem blassen Novemberhimmel
Flusstal mit Lehmziegelruine im Spätherbst Bild: KI-generiert

Häufige Fragen

Wer war Kit Carson?

Christopher "Kit" Carson war Trapper in den Rocky Mountains, Führer der Expeditionen von John C. Frémont, Agent für die Ute in Taos und im Bürgerkrieg Offizier der 1st New Mexico Volunteers. Groschenromane machten ihn schon zu Lebzeiten zum Volkshelden.

Was hat Kit Carson den Navajo angetan?

Auf Befehl von General James H. Carleton führte er 1863 und 1864 einen Feldzug der verbrannten Erde: Seine Truppen brannten Dörfer nieder, schlachteten Vieh und zerstörten Wasserstellen. Bis zum Sommer 1864 ergaben sich rund 8.000 Navajo, danach folgte der Lange Marsch nach Bosque Redondo.

Wie starb Kit Carson?

Er starb am 23. Mai 1868 in Fort Lyon im Colorado-Territorium an einem Aneurysma, laut National Park Service der Bauchschlagader. Seine Frau Josefa war kurz zuvor gestorben.

Wie alt wurde Kit Carson?

Kit Carson wurde 58 Jahre alt. Geboren wurde er am 24. Dezember 1809 im Madison County in Kentucky, er starb am 23. Mai 1868.

Konnte Kit Carson lesen und schreiben?

Kaum. Laut National Park Service ging er fast nicht zur Schule und blieb sein Leben lang nahezu Analphabet. Seine Lebenserinnerungen diktierte er um 1856 und 1857 dem Militärarzt Dewitt C. Peters und dessen Frau.

Welchen Dienstgrad hatte Kit Carson?

Im April 1861 wurde er laut HistoryNet Lieutenant Colonel der 1st New Mexico Volunteer Infantry und im Oktober 1861 Colonel; das Handbook of Texas nennt ihn im November 1864 Colonel. Zum Brigadegeneral ernannt wurde er laut National Park Service 1865; HistoryNet datiert die Beförderung zum Brigadegeneral ehrenhalber (brevet) auf März 1866.

Warum ist Kit Carson umstritten?

Groschenromane machten ihn zum Volkshelden, und ein Beitrag im Magazin Wild West von 1999, der bei HistoryNet online steht, nannte ihn einen amerikanischen Helden. Die Navajo Nation erinnert an seinen Feldzug der verbrannten Erde; 2021 und 2024 befasste sich ihr Council mit Vorlagen gegen Denkmäler und Ortsnamen zu seinen Ehren in New Mexico.

Quellen

  1. Amtliche Stelle Kit Carson. National Park Service. Stand 03.07.2023. abgerufen am 25.10.2026
  2. Nachschlagewerk Kit Carson. Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand 01.07.2026. abgerufen am 25.10.2026
  3. Museum Christopher "Kit" Carson 1809 bis 1868 (Ausstellung Faces of the Frontier). Smithsonian, National Portrait Gallery. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  4. Presse S. J. Reidhead: Kit Carson: The Legendary Frontiersman Remains an American Hero. HistoryNet. Stand 12.06.2006, geändert 05.08.2016. abgerufen am 25.10.2026
  5. Presse Kit Carson: History and the Myth. True West Magazine. Stand 06.12.2023. abgerufen am 25.10.2026
  6. Museum The Long Walk (Lehreinheit The Navajo Treaties). Smithsonian, National Museum of the American Indian, Native Knowledge 360°. Stand 2019. abgerufen am 25.10.2026
  7. Nachschlagewerk Hugh Allen Anderson: Adobe Walls, First Battle of (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand überarbeitet 16. März 2021. abgerufen am 25.10.2026
  8. Gesetz und Vertrag Treaty with the Cheyenne and Arapaho, 1865 (14 Stats. 703), Text nach Kappler. Tribal Treaties Database, Oklahoma State University Libraries. Stand 14.10.1865. abgerufen am 25.10.2026
  9. Gesetz und Vertrag Treaty with the Ute Indians, March 2, 1868 (15 Stat. 619). U.S. Government Publishing Office, govinfo, United States Statutes at Large. Stand 02.03.1868. abgerufen am 25.10.2026
  10. Tribal Nation Proposed Standing Committee Resolution: Requesting the State of New Mexico to remove the name of Christopher "Kit" Carson from all monuments, state parks, government buildings, highways and streets (Legislation 0213-21, Entwurf von Mark Freeland). 24th Navajo Nation Council, Office of Legislative Counsel; Unterlage des Indian Affairs Committee der New Mexico Legislature vom 18.10.2021. Stand 08.10.2021. abgerufen am 25.10.2026
  11. Presse Donovan Quintero: Council reiterates opposition to Kit Carson monuments in New Mexico. Navajo Times. Stand 12.12.2024. abgerufen am 25.10.2026
  12. Tribal Nation Navajo Nation Acknowledges Legacy of the Indian Citizenship Act, Enduring Significance of Treaty Day. Navajo Nation, Office of the President and Vice President. Stand 02.06.2026. abgerufen am 25.10.2026
  13. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  14. Tribal Nation Chronology. Southern Ute Indian Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026

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