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Taos

Kurz erklärt Taos liegt im Norden von New Mexico am Fuß der Sangre de Cristo Mountains, rund 89 Kilometer nordnordöstlich von Santa Fe. Der Name steht für zwei Orte: Taos Pueblo, das seit über 1.000 Jahren bewohnte Dorf der gleichnamigen Nation und seit 1992 UNESCO-Welterbe, und die Kleinstadt Taos, die aus der spanischen Siedlung Don Fernando de Taos hervorging. 1847 war Taos Schauplatz eines Aufstands gegen die USA.

Weites Tal mit Salbeibüschen und gelb gefärbten Pappeln, dahinter die Gipfel der Sangre de Cristo Mountains im Herbstlicht
Bild: KI-generiert

Taos kann zwei Orte meinen. Taos Pueblo ist das Dorf einer Nation, die in der Liste des Bureau of Indian Affairs als Pueblo of Taos, New Mexico steht; ihre mehrstöckigen Lehmhäuser liegen rund 3 Meilen (knapp 5 Kilometer) nordöstlich der Stadt.[21, 9] Die Stadt Taos ist die Kreisstadt des Taos County und ging aus der spanischen Siedlung Don Fernando de Taos hervor. Britannica zählt als dritten Ort Ranchos de Taos dazu.[14]

Geschichte von Taos

Taos Pueblo: die Nation und ihr Dorf

Die Menschen von Taos Pueblo leben nach eigener Darstellung seit Jahrtausenden im Tal von Taos und kümmern sich um das Land; ihre Vorfahren seien für sie eine Wurzel, die ohne Unterbrechung bis heute reicht. Das Tal bebauen sie nach Angabe der Nation seit etwa 900, ihre mehrstöckigen Häuser entstanden zwischen 1000 und 1450.[1] Auf ihrer Startseite schreibt die Nation, ihre Menschen seien ursprünglich als Red Willow people bekannt gewesen, als Volk der Roten Weide.[6] Ihre Sprache ist Tiwa, daneben sprechen sie Englisch und Spanisch. Mit der Sprache von Picuris, Isleta und Sandia ist Tiwa eng verwandt; blutsverwandt seien die Pueblos aber nicht, betont Taos.[1]

Archäologisch reicht die früheste bekannte Besiedlung des Tals laut National Park Service bis etwa 900 zurück. Das erste Taos Pueblo entstand wohl um 1325 etwas östlich des heutigen Dorfs; seine Ruine heißt Cornfield Taos und ist eine heilige Stätte. Um 1400 zog der Ort an seinen heutigen Platz, aus Gründen, die bisher nicht geklärt sind.[8] Die UNESCO sieht Taos Pueblo in einer Reihe von Siedlungen, die im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert in den Tälern des Rio Grande entstanden und bis heute bestehen; unter ihnen sei es das größte.[15]

Das Dorf besteht aus zwei großen Bauten zu beiden Seiten des Rio Pueblo de Taos, Hlauuma (Nordhaus) und Hlaukwima (Südhaus), mit bis zu fünf Stockwerken.[7, 8, 1] Gebaut sind sie ganz aus Adobe. Große Balken aus den Bergwäldern, die vigas, tragen die Dächer, darüber liegen schmale Hölzer aus Kiefer oder Espe. Die Außenwände bekommen immer wieder neuen Lehmputz, jedes Jahr von den Eigentümern oder einer dafür bestimmten Gruppe von Männern.[1, 2] Im alten Dorf wohnen nach Angabe der Nation etwa 75 Menschen; die meisten Familien leben in modernen Häusern auf dem umliegenden Land.[1] Innerhalb der Mauern sind laut UNESCO Stromleitungen und Wasserleitungen nicht erlaubt.[15]

Regiert wird Taos Pueblo von Tribal Council, Governor und War Chief. Der Governor ist für das alte Dorf zuständig und für den Umgang mit Bundesregierung und Behörden, wenn es um den Schutz der Menschen geht; der War Chief kümmert sich um das Land. Beide Ämter vergibt der Rat für ein Jahr. Ihm gehören auf Lebenszeit Männer an, die schon Governor oder War Chief waren.[1, 15]

Spanische Herrschaft und Widerstand

1540 kam Hernando de Alvarado, ein Offizier von Francisco Vázquez de Coronado, mit einer Abteilung nach Taos.[9, 8] Taos Pueblo selbst nennt 1547 als Jahr, in dem die ersten spanischen Entdecker den Norden New Mexicos erreichten.[1] 1598 schickte Juan de Oñate den ersten Franziskaner nach Taos.[8] Um 1620 bauten Franziskaner nach dem National Park Service die erste Kirche San Geronimo; damals lebten schätzungsweise 2.500 Menschen im Pueblo. Die Nation nennt 1619 als Baujahr.[9, 1] 1640 töteten Bewohner Pater Miranda und mehrere Spanier und zerstörten die Kirche. Ein Teil der Menschen floh nach El Quartelejo im heutigen Kansas und kehrte erst um 1660 zurück; der NPS-Band von 1968 nennt 1639 für die Zerstörung und schreibt, Bewohner seien knapp zehn Jahre später in das heutige Scott County in Kansas zu den Apachen geflohen.[8, 10, 9]

Den Aufstand der Pueblos von 1680 plante laut National Park Service der religiöse Führer Po'pay (in der Quelle Popé) von Taos aus.[8] In Taos starben zwei Priester und etwa 70 Siedler, und die Kirche wurde erneut zerstört.[10] Nach der Rückkehr der Spanier unter Diego de Vargas 1692 unterwarf sich Taos erst 1695, erhob sich 1696 noch einmal und gab dann nach.[8] Die Zahl der Bewohner sank laut NPS von etwa 2.000 im Jahr 1680 auf 505 im Jahr 1760.[9] Eine neue Kirche trug laut einer Inschrift auf einem Dachbalken die Jahreszahl 1726 und stand wohl bis 1847.[10]

Im 18. Jahrhundert rückten Spanier und Pueblo nach dem National Park Service näher zusammen, um sich gegen Überfälle der Ute und Comanche zu schützen.[9] Nach jeder Ernte hielt Taos im Herbst eine Handelsmesse ab. Spanier kauften dort spanische Frauen und Kinder frei, die Plains-Nationen verschleppt hatten, und so war das Pueblo Treffpunkt mit den Völkern der Plains und zugleich Ziel ihrer Überfälle.[8]

Don Fernando de Taos: die spanische Stadt

1796 bekam die Siedlung Don Fernando de Taos, die heutige Stadt Taos, ihr Land zugeteilt, ausdrücklich außerhalb des Landes des Pueblo. 1815 beschwerte sich Taos Pueblo, dass die Stadt und der Ort Los Estiercoles, heute El Prado, trotzdem auf seinem Land lägen. Die Bewohner sollten wegziehen, taten es aber nicht; beide Orte stehen bis heute dort.[10] Im 19. Jahrhundert war Taos nach Britannica ein wichtiger Handelsort, der Taos Trail ein Zweig des Santa Fe Trail.[14] 1835 ließ sich der Händler Charles Bent mit Maria Ignacia Jaramillo, der Tochter einer angesehenen Familie, in San Fernando de Taos nieder.[11] Auch Kit Carson lebte in Taos. Das Haus, das er laut Britannica von 1853 bis 1868 bewohnte, ist erhalten, und sein Grab liegt in einem Park, der seinen Namen trägt.[14, 18]

Flacher Bach zwischen rötlichen Weidenbüschen und gelben Pappeln in einem Bergtal, dahinter bewaldete Hänge im Nachmittagslicht
Nachempfundene Szene: Weiden und Pappeln an einem Bach im Hochland von New Mexico Bild: KI-generiert

Bekannte Ereignisse und Personen

Der Aufstand von 1847

Im August 1846 kam New Mexico im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg ohne einen Schuss unter die Herrschaft der USA, und Charles Bent wurde Gouverneur.[10] Viele Menschen in New Mexico lehnten die neue Herrschaft und ihre Gesetze ab; im Dezember 1846 bildete sich eine Verschwörung gegen Bent.[11] Am Abend des 18. Januar 1847 verlangte eine Gruppe vor seinem Haus in Taos die Freilassung von drei Pueblo-Männern, die wegen Diebstahls in Haft saßen. Bent ging nicht darauf ein. Am nächsten Morgen brachen die Männer seine Tür auf und töteten ihn, während die Frauen im Haus ein Loch in die Lehmwand gruben, um zu fliehen.[11]

Angeführt wurde der Aufstand nach der NPS-Nomination von 1985 von Pablo Montoya, einem Mexikaner, und Tomasito, einem Anführer aus Taos Pueblo. Mit ihnen zogen viele Mexikaner und Männer aus dem Pueblo, die nicht Bürger der USA werden wollten. Sie töteten in Taos Bent und fünf weitere Menschen, an Turley's Mill bei Arroyo Hondo sieben Männer und in den folgenden Tagen weitere bei Mora.[10] Unter den Toten in Taos waren nach dem Historiker Paul A. F. Walter (1933) der Präfekt Cornelio Vigil, der Bezirksanwalt J. W. Leal, Narciso Beaubien, Sohn eines Richters, und Pablo Jaramillo, der Bruder von Bents Frau.[12]

Colonel Sterling Price zog mit Soldaten und Freiwilligen unter Ceran St. Vrain von Santa Fe nach Norden.[10, 9] Bei La Cañada starben nach Walter zwei Amerikaner und 36 Aufständische.[12] Am 3. Februar erreichten die Truppen Taos Pueblo, wo sich die Aufständischen in der Kirche San Geronimo verschanzt hatten. Die Kanonenkugeln blieben in den 3 bis 7 Fuß (rund 1 bis 2 Meter) dicken Lehmwänden stecken; am nächsten Tag setzten die Soldaten das Dach in Brand und stürmten die Kirche.[8, 10] Price schrieb in seinem Bericht, berittene Einheiten hätten 51 Fliehende getötet.[12] Der American Battlefield Trust, eine Organisation für den Erhalt von Schlachtfeldern, nennt als geschätzte Verluste der Schlacht rund 150 auf Seiten der Aufständischen und sieben auf amerikanischer Seite.[13] Bei Mora, wo Aufständische am 25. Januar den amerikanischen Captain Hendley getötet hatten, zerstörte eine Einheit unter Captain Morin am 1. Februar den ganzen Ort.[12]

Montoya wurde laut Walter am 6. Februar vor ein Kriegsgericht gestellt und gehängt; Tomasito wurde im Gefängnis von einem Dragoner erschossen.[12] Am Gericht in Taos führte Richter Beaubien den Vorsitz, obwohl sein Sohn unter den Getöteten war, und George Bent, ein Bruder des Gouverneurs, war Obmann der Grand Jury, die über die Anklagen entschied.[12] Wie viele Menschen verurteilt und hingerichtet wurden, geben die Quellen verschieden an. Die NPS-Nomination nennt 17 Verurteilte wegen Mordes, Hochverrats und Diebstahls, Walter 16 Gehängte in Taos, einen davon wegen Hochverrats, der American Battlefield Trust mindestens 28 Hingerichtete für den ganzen Aufstand. Walter schreibt außerdem, Kriegsgerichte in Santa Fe hätten 30 Aufständische hinrichten lassen.[10, 12, 13] Ein amerikanischer Augenzeuge fragte laut American Battlefield Trust, ob es richtig sei, Männer zu hängen, deren einziges Vergehen es war, ihr Land und ihre Häuser bis zuletzt zu verteidigen.[13]

Die Ruine der alten Kirche steht noch im Nordwesten des Dorfs, ihre Mauern umschließen heute den Friedhof. 1850 war die neue Kirche San Geronimo im Dorf fertig.[8, 1]

Blue Lake: 1906 genommen, 1970 zurückgegeben

Heilig ist den Menschen von Taos Pueblo der Blue Lake, ein Karsee in den Bergen. 1906 nahm die Regierung von Präsident Theodore Roosevelt den See und schlug ihn dem Nationalforst zu.[1] Am 15. Dezember 1970 unterzeichnete Präsident Richard M. Nixon das Gesetz Public Law 91-550, das 48.000 Acres (rund 194 Quadratkilometer) zurückgab. Nach Darstellung der Nation schuf das einen Präzedenzfall für die Selbstbestimmung aller indigenen Nationen.[3] Das Schutzgebiet Taos Pueblo Blue Lake Wilderness Area umfasst laut UNESCO 19.425 Hektar; aus dem See kommt der Bach, der durch das Dorf fließt.[15]

Kit Carson und der Streit um seine Ehrung

Im Dezember 2024 bekräftigte ein Ausschuss des Navajo Nation Council laut Navajo Times, dass die Nation jedes Denkmal für Kit Carson in New Mexico ablehnt, auch am Carson House and Museum in Taos. Die Resolution erinnert an seinen Feldzug von 1863, bei dem seine Truppen Ernten verbrannten, Häuser zerstörten und Vieh töteten, und an die Verschleppung nach Fort Sumner (mehr zum Langen Marsch der Navajo). Die Stadt Taos plante nach der Zeitung zur selben Zeit eine Feier zu Carsons Ehren am 21. Dezember und eine neue Straße mit seinem Namen; dort tragen schon ein Museum und ein Park seinen Namen.[18]

Die Künstlerkolonie

1893 kam der Maler Joseph Henry Sharp aus Cincinnati nach Taos und erzählte später in Paris davon. Im September 1898 brach den Malern Ernest L. Blumenschein und Bert Geer Phillips auf der Fahrt von Denver nach Mexiko zwanzig Meilen nördlich von Taos ein Wagenrad. Ein Münzwurf entschied, dass Blumenschein mit dem Rad in den Ort ritt. Beide blieben zum Malen; nach zwei Monaten kehrte Blumenschein nach New York zurück, Phillips blieb in Taos.[16] 1915 gründeten die sechs Maler Blumenschein, Phillips, Oscar E. Berninghaus, E. Irving Couse, W. Herbert Dunton und Sharp die Taos Society of Artists, die bis 1927 bestand. Mit Wanderausstellungen zeigte sie ihre Bilder im ganzen Land; die Motive waren häufig indigene Menschen, Hispanos aus dem Norden New Mexicos, alteingesessene Angloamerikaner und Landschaften.[16] Britannica nennt die Kunstförderin Mabel Dodge Luhan, in deren Haus Gäste wie Georgia O'Keeffe und Ansel Adams verkehrten. Der Schriftsteller D. H. Lawrence lebte von 1922 bis 1925 außerhalb von Taos; seine Ranch unterhält heute die University of New Mexico.[14] 1923 gründete Lucy Harwood die Harwood Foundation, aus der das heutige Harwood Museum of Art hervorging; 1935 ging es an die University of New Mexico.[17]

Zeitleiste

Zeitleiste: Taos
  1. 1325Um diese Zeit entsteht laut NPS das erste Taos Pueblo, die heutige Ruine Cornfield Taos; um 1400 zieht der Ort ein Stück nach Westen.[8]
  2. 1540Hernando de Alvarado, ein Offizier Coronados, erreicht mit einer Abteilung Taos (die Nation nennt 1547 für die ersten spanischen Entdecker).[9, 8, 1]
  3. 1598Juan de Oñate schickt den ersten Franziskaner nach Taos.[8]
  4. 1640Bewohner töten Pater Miranda und mehrere Spanier und zerstören die Kirche; ein Teil flieht nach El Quartelejo im heutigen Kansas (NPS 1968: 1639).[8, 10, 9]
  5. August 1680Aufstand der Pueblos, laut NPS von Taos aus geplant; in Taos sterben zwei Priester und etwa 70 Siedler.[8, 10, 23] Pueblo-Völker
  6. 1696Taos erhebt sich noch einmal gegen die Spanier und unterwirft sich dann.[8]
  7. 1796Spanische Siedler bekommen Land für Don Fernando de Taos zugeteilt, ausdrücklich außerhalb des Landes des Pueblo.[10]
  8. 1815Taos Pueblo beschwert sich, dass Don Fernando de Taos und Los Estiercoles auf seinem Land liegen.[10]
  9. 1835Der Händler Charles Bent lässt sich in San Fernando de Taos nieder.[11]
  10. 19.01.1847Aufständische töten Gouverneur Charles Bent in seinem Haus in Taos.[11, 10] Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
  11. 04.02.1847US-Truppen unter Colonel Sterling Price stürmen die Kirche San Geronimo im Taos Pueblo.[10]
  12. 1850Die neue Kirche San Geronimo im Dorf ist fertig.[1, 8]
  13. September 1898Die Maler Ernest L. Blumenschein und Bert Geer Phillips kommen nach einem Radbruch nach Taos und malen dort; Phillips bleibt.[16]
  14. 1906Die Bundesregierung nimmt Taos Pueblo den Blue Lake und schlägt ihn dem Nationalforst zu.[1]
  15. 1915Sechs Maler gründen die Taos Society of Artists.[16]
  16. 1923Lucy Harwood gründet die Harwood Foundation, aus der das Harwood Museum of Art hervorgeht.[17]
  17. 07.05.1934Die Town of Taos wird als Gemeinde (general law municipality) eingetragen; Britannica nennt 1933.[23, 14]
  18. 09.10.1960Taos Pueblo wird National Historic Landmark.[9]
  19. 15.12.1970Präsident Richard M. Nixon unterzeichnet Public Law 91-550, das den Blue Lake mit 48.000 Acres an Taos Pueblo zurückgibt.[3]
  20. 1992Taos Pueblo wird UNESCO-Welterbe.[1, 15]

Was ist heute in Taos zu sehen?

Taos Pueblo ist eine lebende Gemeinschaft. Die Nation hat sich nach eigener Aussage entschieden, Besucher in ihr Zuhause zu lassen, um über ihre Heimat und ihre Geschichte zu informieren.[4] Für den Besuch nennt sie auf ihrer Website Regeln (Stand: Oktober 2026): Schilder "Restricted Area" schützen die Privatsphäre der Bewohner und religiöse Stätten. Häuser ohne Geschäftsschild sind nicht zu betreten, Bewohner nur mit Erlaubnis zu fotografieren, und in der Kirche San Geronimo ist Fotografieren ganz verboten. Den Friedhof mit der Ruine der alten Kirche betreten Besucher nicht, und in den Fluss, die einzige Trinkwasserquelle des Dorfs, sollen Besucher nicht steigen.[4] Alles Land außerhalb des alten Dorfs ist für Besucher gesperrt.[1] Bei religiösen Anlässen und Todesfällen schließt das Pueblo auch kurzfristig, im Spätwinter und Frühjahr für einige Wochen; die Seiten der Nation nennen acht und zehn Wochen.[1, 4, 5]

Stätten in und bei Taos (Stand: Oktober 2026)
StätteWas es ist laut Quelle
Taos PuebloDorf der Nation mit Nordhaus und Südhaus, seit 1960 National Historic Landmark (die Seite About der Nation nennt 1965), seit 1992 UNESCO-Welterbe; für Besucher nur das alte Dorf[1, 6, 9, 15]
Kirche San GeronimoKirche von 1850 im Dorf, im Inneren kein Fotografieren[1, 4]
Ruine der alten Kirche San GeronimoUmriss des Kirchenschiffs und quadratischer Glockenturm der 1847 zerstörten Kirche, umgeben vom Friedhof, den Besucher nicht betreten[8, 10, 1, 4]
Carson House and MuseumHaus, in dem Kit Carson laut Britannica von 1853 bis 1868 wohnte[14, 18]
Harwood Museum of ArtKunstmuseum der Harwood Foundation von 1923, seit 1935 Teil der University of New Mexico, mit Werken der Taos Society of Artists[16, 17]

Das Taos Pueblo Preservation Program der Nation bildet eigene Leute als Aufseher und Lehrlinge in alten und neuen Bautechniken aus, damit Hlauuma und Hlaukwima erhalten bleiben.[7] Als Gefahren für das Welterbe nennt die UNESCO das Wachstum der Stadt Taos, die Folgen des Tourismus, die geplante Erweiterung des Regionalflughafens sowie Waldbrände, Dürren und Hochwasser.[15] Um das Wasser des Tals verhandelte Taos Pueblo mit dem Staat New Mexico, der Stadt Taos und weiteren örtlichen Wasserverbänden und Bewässerungsgemeinschaften; im März 2006 lag nach Angabe der Nation der Entwurf einer Einigung vor, des Abeyta-Vergleichs. Auf derselben Seite führt die Nation auch ein Abeyta Settlement Agreement von 2012 auf.[19]

Die Stadt Taos hatte bei der Volkszählung 2010 laut Britannica 5.716 Einwohner. Nach Angabe der Town of Taos wurde sie am 7. Mai 1934 als Gemeinde eingetragen (general law municipality); Britannica nennt 1933.[23, 14] Sie ist Sitz der Verwaltung des Carson National Forest; 19 Meilen (31 Kilometer) nordnordwestlich liegt Taos Ski Valley.[14]

Altes hölzernes Wagenrad an einer sonnigen Lehmwand mit Holzbalken, daneben eine Staffelei mit leerer Leinwand
Nachempfundene Szene: Wagenrad und Staffelei an einer Lehmwand Bild: KI-generiert

War Taos eine der goldenen Städte?

Francisco Vázquez de Coronado brach am 23. Februar 1540 von Compostela an der Westküste Mexikos auf, um die Sieben Goldenen Städte zu finden, von denen Gerüchte gingen und die später Cíbola hießen.[20]

Karte

Die Stadt Taos liegt in den Sangre de Cristo Mountains nahe dem Wheeler Peak, dem höchsten Berg New Mexicos.[14] Das Dorf von Taos Pueblo liegt auf 7.200 Fuß (rund 2.195 Meter) Höhe.[1] Den Punkt für die Stadt liefern die Gazetteer-Dateien 2024 des U.S. Census Bureau.[22]

Karte: Taos, Taos Pueblo und Santa Fe118° W116° W114° W112° W110° W108° W106° W104° W102° W30° N32° N34° N36° N38° N40° N1Taos2Pueblo-Völker3Santa Fe
Karte: Taos, Taos Pueblo und Santa Fe
  1. 1Taos (Taos, New Mexico) 36,39° N, 105,58° W[22]
  2. 2Pueblo-Völker (Taos Pueblo, nördlichstes der 19 Pueblos in New Mexico) 36,44° N, 105,55° W[8]
  3. 3Santa Fe (Santa Fe, New Mexico) 35,66° N, 105,98° W[22]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Häufige Fragen

Wo liegt Taos?

Taos liegt im Taos County im Norden von New Mexico, in den Sangre de Cristo Mountains an einem Nebenfluss des Rio Grande. Bis Santa Fe sind es laut Britannica 55 Meilen, rund 89 Kilometer, nach Südsüdwesten. Taos Pueblo liegt etwa 3 Meilen nordöstlich der Stadt.

Was ist der Unterschied zwischen Taos und Taos Pueblo?

Taos Pueblo ist das Dorf einer Nation mit eigener Regierung, die das Bureau of Indian Affairs als Pueblo of Taos führt. Die Stadt Taos ist die Kreisstadt des Taos County und ging aus der spanischen Siedlung Don Fernando de Taos hervor, für die 1796 Land außerhalb des Pueblo zugeteilt wurde.

Wie alt ist Taos Pueblo?

Nach Angabe der Nation bebauen die Menschen das Tal seit etwa 900, die mehrstöckigen Lehmhäuser entstanden zwischen 1000 und 1450. Der National Park Service datiert das erste Pueblo, die heutige Ruine Cornfield Taos, auf etwa 1325 und den Umzug an den heutigen Platz auf etwa 1400.

Kann man Taos Pueblo besuchen?

Ja, das alte Dorf ist für Besucher geöffnet, aber nach den Regeln der Nation: Gesperrte Bereiche und Wohnhäuser sind tabu, Bewohner fotografiert man nur mit Erlaubnis, in der Kirche gar nicht. Bei Zeremonien und Todesfällen schließt das Pueblo, im Spätwinter und Frühjahr für mehrere Wochen.

Was geschah beim Aufstand in Taos 1847?

Am 19. Januar 1847 töteten Mexikaner und Männer aus Taos Pueblo den amerikanischen Gouverneur Charles Bent und weitere Menschen. US-Truppen stürmten am 4. Februar die Kirche des Pueblo, in der sich die Aufständischen verschanzt hatten; viele starben, danach wurden Beteiligte zum Tod verurteilt und gehängt.

Welche Sprache spricht man in Taos Pueblo?

Die eigene Sprache ist Tiwa, daneben sprechen die Menschen Englisch und Spanisch. Laut Taos Pueblo ist Tiwa eng mit der Sprache von Picuris, Isleta und Sandia verwandt.

Was hat Kit Carson mit Taos zu tun?

Kit Carson lebte in Taos; sein Haus und sein Grab sind erhalten. Die Navajo Nation lehnt Denkmäler für ihn ab, auch am Carson House and Museum in Taos, wegen seines Feldzugs gegen die Navajo 1863.

Quellen

  1. Tribal Nation About Taos Pueblo. Taos Pueblo. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  2. Tribal Nation Our History. Taos Pueblo. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  3. Tribal Nation The Return of Blue Lake. Taos Pueblo. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  4. Tribal Nation Visiting Taos Pueblo. Taos Pueblo. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  5. Tribal Nation Hours of Operation. Taos Pueblo. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  6. Tribal Nation Taos Pueblo: Over 1,000 years of Tradition (Startseite). Taos Pueblo. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  7. Tribal Nation Preservation. Taos Pueblo. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  8. Amtliche Stelle San Geronimo de Taos (Spanish Colonial Missions of the Southwest Travel Itinerary). National Park Service. Stand 12.07.2024. abgerufen am 25.10.2026
  9. Amtliche Stelle Explorers and Settlers: Taos Pueblo (Survey of Historic Sites and Buildings). National Park Service. Stand 1968, online 22.03.2005. abgerufen am 25.10.2026
  10. Amtliche Stelle Charles Bent. National Park Service, Bent's Old Fort National Historic Site. Stand 16.03.2026. abgerufen am 25.10.2026
  11. Fachaufsatz Paul A. F. Walter: The First Civil Governor of New Mexico under the Stars and Stripes (New Mexico Historical Review, Band 8, Heft 2, S. 98 bis 129). University of New Mexico, UNM Digital Repository. Stand April 1933. abgerufen am 25.10.2026
  12. Siege of Pueblo de Taos. American Battlefield Trust. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  13. Nachschlagewerk Taos (New Mexico, United States). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  14. Amtliche Stelle Taos Pueblo (Welterbeliste, Nr. 492). UNESCO World Heritage Centre. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  15. Museum Early 20th Century and Taos Society of Artists. Harwood Museum of Art, University of New Mexico. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  16. Museum About (Geschichte des Museums). Harwood Museum of Art, University of New Mexico. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  17. Presse Donovan Quintero: Council reiterates opposition to Kit Carson monuments in New Mexico. Navajo Times. Stand 12.12.2024. abgerufen am 25.10.2026
  18. Tribal Nation Water Rights. Taos Pueblo. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  19. Amtliche Stelle Francisco Vazquez de Coronado. National Park Service, Coronado National Memorial. Stand 02.08.2025. abgerufen am 25.10.2026
  20. Amtliche Stelle Indian Entities Recognized by and Eligible To Receive Services From the United States Bureau of Indian Affairs, 91 FR 4102. Bureau of Indian Affairs, U.S. Department of the Interior (Federal Register). Stand 30.01.2026. abgerufen am 25.10.2026
  21. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  22. Amtliche Stelle Taos History. Town of Taos. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026

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