Cowboys und AlltagThema

Essen und Trinken im Wilden Westen

Kurz erklärt Im Wilden Westen aß man vor allem, was sich lange hielt: Mehl, Speck oder Pökelfleisch, Bohnen, Reis, Maismehl und Trockenobst, dazu Kaffee mit Zucker. Ein Ratgeber von 1849 empfahl drei Auswanderern für den Oregon Trail 1.080 Pfund Mehl und 600 Pfund Speck. Frisches Fleisch kam von der Jagd oder aus der Herde, und die Hidatsa am Missouri zogen Mais, Bohnen, Kürbis und Sonnenblumen.

Stillleben auf einem verwitterten Holztisch an einem Lager auf der Prärie: gusseiserne Pfanne mit Biscuits, Blechteller mit Bohnen und Speck, emaillierte Kaffeekanne und ein unbeschrifteter Mehlsack im späten Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Was aß man im Wilden Westen?

Das hing davon ab, wer man war und wo man lebte. Auswanderer auf den Trails, Soldaten in den Forts und Cowboys auf dem Viehtrieb lebten von Vorräten, die wochen- oder monatelang halten mussten, vor allem Mehl, Speck oder Pökelfleisch, Bohnen, Reis, Zucker und Kaffee.[1, 3, 4] Siedler in Nebraska aßen viel Mais, weil er billiger und leichter anzubauen war als andere Feldfrüchte.[5] Die Hidatsa am oberen Missouri zogen in ihren Gärten Mais, Bohnen, Kürbis und Sonnenblumen,[11] und in San Antonio in Texas verkauften die "Chili Queens" auf den Plätzen der Stadt Chili con carne, Tamales und Enchiladas.[12]

Was nahmen die Auswanderer auf die Trails mit?

Für drei Personen auf dem Oregon Trail empfahl Joseph Ware 1849 in seinem in St. Louis erschienenen "Emigrant's Guide" diese Lebensmittel, so gibt der National Park Service die Liste wieder.[1]

Lebensmittel für drei Personen auf dem Oregon Trail nach Joseph Ware (1849)
LebensmittelMenge in Pfund
Mehl1.080[1]
Speck600[1]
Zucker150[1]
Kaffee100[1]
Reis75[1]
Trockenobst50[1]
Salz und Pfeffer50[1]
Schmalz50[1]
Natron (saleratus) zum Backen10[1]
Tee5[1]
Maismehl, Hardtack, Trockenrindfleisch, Melasse, Essig, Eier und Bohnenohne Mengenangabe[1]

Unterwegs aßen die Auswanderer nach dem National Park Service Mehl, Bohnen, Speck, Kartoffeln, Biscuits, Trockenobst und Trockenfleisch (Jerky), dazu tranken sie Kaffee. Fleisch kam von der Jagd: Hirsch, Bison, Rind und Wildvögel. Reste wurden am nächsten Tag zu Eintopf, aus Bratfett und Mehl rührten sie Soße, und in der Not aßen manche Schlangen oder Präriehunde. Wer eine Milchkuh mitführte, konnte Butter machen und nutzte dazu das Schaukeln des Wagens.[1]

Randolph B. Marcy, Hauptmann der US-Armee, gab 1859 im Auftrag des Kriegsministeriums das Handbuch "The Prairie Traveler" heraus. Für den Weg vom Missouri nach Kalifornien rechnete er mit 110 Tagen und je erwachsener Person mit 150 Pfund Mehl oder Hartbrot, 25 Pfund Speck oder Schweinefleisch, lebend mitgetriebenen Rindern für frisches Fleisch, 15 Pfund Kaffee, 25 Pfund Zucker sowie Natron oder Backpulver für das Brot, Salz und Pfeffer. Viele Auswanderer nach Kalifornien, schrieb er, hätten ihre Vorräte zu früh aufgebraucht und dann Wucherpreise zahlen müssen.[2] Jede Tischgemeinschaft von sechs bis acht Personen brauchte nach Marcy einen eisernen Kessel, eine Kaffeekanne, Becher und Teller aus Blech, Bratpfannen und eiserne Backpfannen, in denen Brot gebacken und Kaffee geröstet wurde.[2]

Für Gegenden ohne frisches Gemüse lobte Marcy getrocknetes Gemüse, das zu steinharten Kuchen gepresst war und das die Armee in Utah benutzt hatte. Wer keins mitnehmen konnte, sollte nach seinem Rat Zitronensäure einpacken; wilde Zwiebeln, Wildtrauben und Grünzeug hielt er für Mittel gegen Skorbut.[2]

Blick in das Heck eines Planwagens: Holzfässer, schlichte Leinensäcke, eine Seite Pökelfleisch, eine Kaffeemühle und Blechbecher, weiches Licht fällt durch die Plane
Vorräte im Planwagen: Mehl, Speck und Kaffee mussten monatelang halten. Bild: KI-generiert

Was aßen die Soldaten in den Forts?

In den 1840er Jahren stand jedem Soldaten in Fort Scott in Kansas nach dem National Park Service täglich zu: drei Viertel Pfund Schweinefleisch oder eineinviertel Pfund Salzrindfleisch, 18 Unzen Mehl, das in der Bäckerei des Forts zu Brot wurde, 2,4 Unzen Bohnen oder 1,6 Unzen Reis, 1,6 Unzen Kaffee, 1,92 Unzen Zucker, 5,1 Unzen Essig und eineinviertel Esslöffel Salz. Das Salzfleisch kam meist als Suppe, Eintopf oder Haschee auf den Tisch. Früher hatte auch Whiskey zur Ration gehört; in den 1840er Jahren war er gestrichen. Gemüse kam aus den Gärten des Forts, gehörte aber nicht zur Ration.[3]

Gab es kein frisches Brot, bekamen die Soldaten Hardtack, harten Zwieback, ein Pfund (neun oder zehn Stück) je Soldat. Er war oft zu hart, feucht, schimmelig oder voller Maden und Rüsselkäfer. Die Soldaten kochten ihn in Kaffee und schöpften das Ungeziefer mit dem Schaum ab, dickten Suppe damit an oder brieten ihn eingeweicht in Schweinefett, ein Gericht namens "skillygalee".[3]

Was aßen Cowboys auf dem Viehtrieb?

Auf den frühen, kürzeren Trieben trugen Cowboys ihr Essen nach dem National Park Service in der Satteltasche, meist Trockenfleisch, Salz und Biscuits. Später kochte ein Koch am Chuckwagon drei warme Mahlzeiten am Tag, mit Bohnen ("whistle berries"), Reis, Trockenfleisch, Zwiebeln, Kartoffeln, Mehl, Schmalz, Obst und Gemüse aus der Dose, und fast jede Mahlzeit enthielt Sauerteig. Frisches Rindfleisch fehlte nie. Kaffee war in den ersten Jahren der Viehtriebe schwer zu bekommen, weil das Rösten der Bohnen Zeit kostete und geröstete Bohnen sich schlecht hielten.[4]

Was kam bei den Siedlern auf den Tisch?

Vor allem Mais. Nach Erinnerungen, die Mitarbeiter des Schriftstellerprogramms der Work Projects Administration in der Weltwirtschaftskrise in Nebraska sammelten, war er dort das Grundnahrungsmittel. Gepökelter Schweinebauch (sowbelly), Maismehl und Kaffee standen fast immer auf dem Tisch. Die Hausfrauen machten aus Mais viele verschiedene Gerichte, und trotzdem wurde er eintönig.[5]

Kaffee wurde grün verkauft; rösten und mahlen mussten die Kunden ihn selbst. Fehlte das Geld oder der Weg zum Laden, gab es Ersatz. Mrs. Nicholas Sharp, die schon 1867 im Gage County lebte, mischte Maismehl mit Sorghumsirup zu einem zähen Teig, buk ihn braun und zerstieß ihn für die Kaffeekanne; mit Kaffee hatte das Getränk nur die Farbe gemein. Für "Maiskaffee" wurde ein ganzer Kolben schwarz gebacken. Zichorie, in den 1890er Jahren im Nordosten Nebraskas als Marktfrucht angebaut, getrocknete Erbsen, geröstete Gerste, Roggen und getrocknete Karotten ersetzten den Kaffee oder streckten ihn.[5]

Zucker war in den 1870er Jahren knapp und teuer, deshalb wurde wenig eingemacht. Lange süßte man mit Sorghumsirup aus örtlichen Sorghummühlen, in Kuchen, Gelees, Cremes, Brot und Kaffee; Honig und Ahornzucker nahm man, wenn man sie bekam. Fehlte auch Sorghum, kochten manche Wassermelonensaft ein, und ein Mr. Swanson aus dem Boone County erinnerte sich an Sirup aus ausgekochten Maiskolben.[5]

Gekocht wurde auf dem Heuofen, auf einem eisernen Herd oder im Sommer draußen über einem kleinen Graben, etwa einen Fuß tief, über den die Pfannen gestellt wurden; russlanddeutsche Siedler buken in gemauerten Öfen in der Hauswand (mehr auf der Seite Alltag der Siedler).[6] Nach der Heuschreckenplage von 1874 schickten Helfer aus dem ganzen Land Bohnen, Schweinefleisch und Reis nach Kansas, und Farmer spendeten Gerste und Mais für die nächste Aussaat.[7]

Was ist Sourdough und was aßen die Goldsucher?

Sourdough heißt Sauerteig. In Alaska und am Yukon wurde das Wort zum Namen für Alteingesessene, nach dem Klondike-Goldrausch auch für jeden, der einen Winter im hohen Norden überstanden hatte. Ein Glossar des National Park Service von 1986 führt den Namen darauf zurück, dass Sauerteig dort das Brot gehen ließ, und vielleicht auch darauf, dass man aus gegorenem Sauerteig Schnaps brannte.[8]

Wer von Skagway oder Dyea zum Klondike zog, musste nach einer Vorschrift der kanadischen Regierung Vorräte für ein ganzes Jahr mitbringen, damit im abgelegenen Yukon-Territorium niemand verhungerte. Gerechnet wurde mit drei Pfund Essen am Tag, also mindestens 1.095 Pfund (rund 497 Kilogramm); mit Kleidung und Ausrüstung kam leicht eine Tonne zusammen, der "ton of goods". Von Februar bis Juni 1898 kassierte die North-West Mounted Police für Waren aus den USA 174.000 Dollar Zoll.[9] Im Wortschatz der Goldsucher kommt das Essen oft vor: Bohnen hießen "Alaskan strawberries", Wasser "Adam's ale", und "dough gods" waren schwere Teigbrötchen, in Speckfett erwärmt und dann gebacken. Im Winter fror man gekochte Bohnen im Topf ein, um sie bei der nächsten Mahlzeit aufzuwärmen. Frische Kartoffeln hießen in Dawson City "cheechako potatoes", zum Unterschied von getrockneten, und für Skorbut gab es eigene Wörter wie "big jaw".[8]

Was ist Pemmikan?

Pemmikan ist getrocknetes Fleisch, traditionell vom Bison, zu grobem Pulver gestampft und mit der gleichen Menge geschmolzenen Fetts vermischt; manche Sorten enthalten Saskatoon-Beeren oder Cranberrys. Der Name kommt nach The Canadian Encyclopedia vom Wort pimikan der Cree, übersetzt etwa "hergestelltes Fett". Abgekühlt wurde Pemmikan in Säcke aus Bisonhaut zu je 41 Kilogramm genäht und ließ sich so lagern und verschicken.[10]

Nach der Enzyklopädie gilt Peter Pond als der, der Pemmikan in den Pelzhandel brachte; er hatte ihn 1779 von den Chipewyan im Gebiet des Athabasca bekommen. Später kauften die Handelsposten am Red River, am Assiniboine und am North Saskatchewan Pemmikan bei indigenen Völkern und bei den Métis. Jäger der Métis zogen mit Red-River-Karren auf die Prärie, jagten Bisons, verarbeiteten das Fleisch zu Pemmikan und lieferten ihn an Posten wie Fort Garry, Norway House und Edmonton House. 1814 verbot Gouverneur Miles Macdonell mit der Pemmikan-Proklamation die Ausfuhr von Lebensmitteln aus der Red-River-Kolonie, was beinahe einen Krieg mit den Métis auslöste.[10]

Das Büffelfleisch wird in dünne Scheiben geschnitten und in der Sonne oder vor einem schwachen Feuer zum Trocknen aufgehängt; dann wird es zwischen zwei Steinen gestampft und zu Pulver zerrieben. Dieses Pulver kommt in einen Sack aus der Haut des Tieres, mit dem Haar nach außen, geschmolzenes Fett wird hineingegossen und der Sack zugenäht.

Randolph B. Marcy über den Pemmikan der Männer der Pelzkompanie im Nordwesten, The Prairie Traveler, 1859, Kapitel 1, Abschnitt Stores and Provisions Übersetzung der Redaktion[2]

Nach Marcy war Pemmikan fast die ganze Kost der Männer der Pelzkompanie im Nordwesten; man aß ihn roh oder mit etwas Mehl gekocht. Auf der Arktisreise von John Rae im Frühjahr 1854 bekam jeder Mann am Tag 1,25 Pfund Pemmikan (mehr im Glossar unter Pemmikan).[2]

Was bauten die Hidatsa an und was ist cold flour?

Die Hidatsa am oberen Missouri waren Bauern und Jäger zugleich, und ihre Gärten lieferten die eine Hälfte der Nahrung. Der National Park Service beschreibt sie in der Knife River Indian Villages National Historic Site nach den Berichten der Hidatsa Buffalo Bird Woman. Die Frauen bestellten die Gärten, vom Pflanzen über das Jäten und Gießen bis zur Bewachung. Das Wasser trugen sie in Bisonblasen vom Fluss, deshalb lagen die Gärten nah am Ufer; Rechen machten sie aus Hirschgeweih, Hacken aus dem Schulterblatt des Bisons.[11]

Angebaut wurden Mais, Kürbis und Bohnen, die "drei Schwestern", eine Verbindung, die nach dem Park bei Nationen im ganzen Land verbreitet ist: Die Bohnen ranken am Mais, der Kürbis breitet sich am Boden aus. Als vierte Pflanze zogen die Hidatsa Sonnenblumen, deren Kerne sie zu Öl pressten oder zu Kugeln formten, ähnlich einem Müsliriegel. Saatgut der besten Pflanzen hoben sie für das nächste Jahr auf, und die Früchte ließen sich gut lagern und tauschen.[11]

Ein einfacher Reiseproviant aus Mais war nach Marcy das "cold flour": geröstete, im Mörser zu grobem Mehl gestampfte Maiskörner mit etwas Zucker und Zimt, die man unterwegs mit Wasser verrührt trank. Er schrieb, Mexikaner und indigene Völker benutzten es viel, und ein halber Scheffel reiche einem Mann angeblich 30 Tage.[2]

Garten auf einer Flussaue mit hohen Maispflanzen, an denen Bohnenranken emporklettern, großen Kürbisblättern am Boden und einer Reihe Sonnenblumen, dahinter Pappeln im warmen Licht des späten Nachmittags
Mais, Bohnen, Kürbis und Sonnenblumen: die Gartenpflanzen der Hidatsa am oberen Missouri Bild: KI-generiert

Was aß man in Texas und im Südwesten?

In San Antonio zogen in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts, besonders nach der Ankunft der Eisenbahn 1877, die "Chili Queens" Besucher an: junge Frauen, die auf den alten Plätzen der Stadt an einfachen Ständen Chili con carne, Tamales, Enchiladas und andere scharfe Gerichte verkauften. Nach den meisten Berichten öffneten die Stände mit Laternen in der Dämmerung und bedienten bis zum Morgen; gekocht oder aufgewärmt wurde auf tragbaren Öfen. Am häufigsten verbinden die Berichte sie mit dem Militärplatz (Plaza de Armas), wo Bankiers und Anwälte neben Vaqueros und Spielern aßen.[12]

Nach dem Bau des Rathauses auf dem Militärplatz mussten die Stände an andere Orte ausweichen. Der Schriftsteller Stephen Crane kostete das Essen 1895 und verglich den Geschmack mit zerstampften Schamottsteinen aus der Hölle. Die Stadt schloss die Stände immer wieder wegen angeblicher Hygienemängel, sie tauchten aber bis in die 1930er Jahre an anderen Plätzen wieder auf, bis die Stadt sie endgültig schloss (mehr im Glossar unter Chili con carne).[12]

Was tranken die Menschen im Wilden Westen?

Vor allem Kaffee. Er stand auf den Vorratslisten der Auswanderer, bei Marcy mit 15 Pfund je Person für die Reise nach Kalifornien, und gehörte zur Tagesration der Soldaten.[1, 2, 3] Die meisten Cowboys wollten ihn nach dem National Park Service zu jeder Mahlzeit, heiß, stark und schwarz.[4] Joseph Ware setzte für drei Personen 5 Pfund Tee neben 100 Pfund Kaffee an, und in Fort Scott durfte Tee gegen Kaffee getauscht werden.[1, 3] Im Wortschatz der Goldsucher am Klondike hieß Wasser "Adam's ale".[8]

Whiskey hatte früher zur Ration der Armee gehört, bis er gestrichen wurde (mehr auf den Seiten Alkohol im Wilden Westen und Der Saloon).[3] Am Klondike nannten die Goldsucher selbst gebrannten Schnaps aus vergorener Melasse, Zucker und Mehl "hootch".[8]

Zeitleiste: Essen und Trinken

Zeitleiste: Essen und Trinken im Wilden Westen
  1. 1779Peter Pond bekommt Pemmikan von den Chipewyan im Gebiet des Athabasca und gilt nach The Canadian Encyclopedia als der, der ihn in den Pelzhandel brachte.[10]
  2. 1814Gouverneur Miles Macdonell verbietet mit der Pemmikan-Proklamation die Ausfuhr von Lebensmitteln aus der Red-River-Kolonie.[10]
  3. 1849Joseph Ware empfiehlt im "Emigrant's Guide" drei Personen für den Oregon Trail unter anderem 1.080 Pfund Mehl und 600 Pfund Speck.[1] Oregon Trail
  4. 1854Auf der Arktisreise von John Rae bekommt jeder Mann täglich 1,25 Pfund Pemmikan.[2]
  5. 1859Randolph B. Marcy veröffentlicht das Handbuch "The Prairie Traveler" mit Vorratslisten für die Reise nach Kalifornien.[2]
  6. 1866Charles Goodnight baut nach dem National Park Service einen ausgemusterten Armeewagen zur fahrbaren Küche um.[4]
  7. 1874Nach der Heuschreckenplage bringen Eisenbahnen Spenden wie Bohnen, Schweinefleisch und Reis kostenlos nach Kansas.[7]
  8. 1877Die Eisenbahn erreicht San Antonio; danach ziehen die Chili Queens auf den Plätzen der Stadt viele Reisende an.[12]
  9. 1895Der Schriftsteller Stephen Crane kostet in San Antonio Chili con carne.[12]
  10. 1898Von Februar bis Juni kassiert die North-West Mounted Police 174.000 Dollar Zoll auf Waren der Goldsucher aus den USA.[9] Klondike-Goldrausch

Mythos und Wahrheit

Mehr zum Alltag im Wilden Westen

Häufige Fragen

Was aßen die Menschen im Wilden Westen?

Vor allem haltbare Vorräte: Mehl für Brot und Biscuits, Speck oder Pökelfleisch, Bohnen, Reis, Maismehl, Zucker und Trockenobst, dazu viel Kaffee. Frisches Fleisch kam von der Jagd oder aus der eigenen Herde. Siedler in Nebraska lebten stark von Mais.

Was aßen Cowboys?

Auf frühen Viehtrieben trugen sie Trockenfleisch, Salz und Biscuits in der Satteltasche. Später kochte der Koch am Chuckwagon Bohnen, Reis, Trockenfleisch, Zwiebeln, Kartoffeln und frisches Rindfleisch; fast jede Mahlzeit enthielt Sauerteig, und die meisten Cowboys verlangten zu jeder Kaffee.

Was nahmen Siedler auf dem Oregon Trail mit?

Joseph Ware empfahl 1849 drei Personen unter anderem 1.080 Pfund Mehl, 600 Pfund Speck, 150 Pfund Zucker, 100 Pfund Kaffee und 75 Pfund Reis. Randolph B. Marcy rechnete 1859 für die Reise nach Kalifornien je Person 150 Pfund Mehl, 25 Pfund Speck, 15 Pfund Kaffee und 25 Pfund Zucker.

Was ist Pemmikan?

Getrocknetes, zu Pulver gestampftes Fleisch, traditionell vom Bison, gemischt mit der gleichen Menge geschmolzenen Fetts, manchmal mit Beeren. Der Name kommt aus dem Cree. Der Pelzhandel bezog Pemmikan von indigenen Völkern und den Métis.

Was ist Hardtack?

Ein sehr harter, haltbarer Zwieback, den Soldaten bekamen, wenn es kein frisches Brot gab: ein Pfund, etwa neun oder zehn Stück je Soldat. Die Soldaten kochten ihn in Kaffee, dickten damit Suppe an oder brieten ihn in Schweinefett.

Was tranken die Menschen im Wilden Westen?

Vor allem Kaffee, dazu Tee und Wasser. In Nebraska wurde Kaffee grün verkauft und zu Hause geröstet; fehlte er, tranken Siedler dort Ersatz aus geröstetem Mais, Zichorie, Gerste oder Erbsen. Whiskey gehörte früher zur Ration der Armee.

Wer waren die Chili Queens?

Junge Frauen, die im späten 19. Jahrhundert auf den Plätzen von San Antonio in Texas an einfachen Ständen Chili con carne, Tamales und Enchiladas verkauften, meist von der Dämmerung bis zum Morgen. Bis in die 1930er Jahre gab es die Stände, dann schloss die Stadt sie endgültig.

Quellen

  1. Amtliche Stelle Traveling the Emigrant Trails. National Park Service, Oregon, California und Mormon Pioneer National Historic Trails, Scotts Bluff National Monument. Stand 29.04.2025. abgerufen am 25.10.2026
  2. Primärquelle Randolph B. Marcy: The Prairie Traveler. A Hand-book for Overland Expeditions, Kapitel 1. Harper and Brothers, New York, im Auftrag des War Department; Ausgabe Project Gutenberg, eBook 23066. Stand 1859. abgerufen am 25.10.2026
  3. Amtliche Stelle Cooking: Food Rations. National Park Service, Fort Scott National Historic Site. Stand 30.07.2016. abgerufen am 25.10.2026
  4. Amtliche Stelle The Chuckwagon. National Park Service, Grant-Kohrs Ranch National Historic Site. Stand 05.09.2021. abgerufen am 25.10.2026
  5. Amtliche Stelle Pioneer Cooking (2). History Nebraska, Nebraska State Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  6. Amtliche Stelle Pioneer Cooking (1). History Nebraska, Nebraska State Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  7. Nachschlagewerk Grasshopper Plague of 1874 (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Juni 2003, geändert Oktober 2016. abgerufen am 25.10.2026
  8. Amtliche Stelle Klondike Glossary, zusammengestellt von Scott Eckberg, Park Ranger (PDF). National Park Service, Klondike Gold Rush National Historical Park, Seattle Unit. Stand 1986. abgerufen am 25.10.2026
  9. Amtliche Stelle Ton of Goods. National Park Service, Klondike Gold Rush National Historical Park. Stand 06.08.2024. abgerufen am 25.10.2026
  10. Nachschlagewerk John E. Foster, aktualisiert von Daniel Baird: Pemmican. The Canadian Encyclopedia, Historica Canada. Stand veröffentlicht 07.02.2006, bearbeitet 04.03.2015. abgerufen am 25.10.2026
  11. Amtliche Stelle The Gardens. National Park Service, Knife River Indian Villages National Historic Site. Stand 21.08.2020. abgerufen am 25.10.2026
  12. Presse Gene Fowler: Hot Dish. San Antonio's Famed Chili Queens. Texas Highways, offizielles Reisemagazin des Staates Texas. Stand 16.07.2015 (Heft August 2015). abgerufen am 25.10.2026

Fehler entdeckt? Hinweis an die Redaktion. Jeder Hinweis wird an der Quelle geprüft.

Passt dazu

  • Cowboys und AlltagChuckwagon

    Der Chuckwagon war der Küchenwagen der Viehtriebe, 1866 von Charles Goodnight eingerichtet.

  • Cowboys und AlltagAlltag der Siedler

    Wie Siedler auf der Prärie lebten: Sodenhaus und Erdhütte, Heizen mit Dung, Arbeit, Schule, Heuschrecken und Blizzards.

  • Cowboys und AlltagSaloon

    Der Saloon war Kneipe, Spielsaal und Treffpunkt der Westernstädte.

  • GeschichteOregon Trail

    Der Oregon Trail führte ab 1841 rund 2.000 Meilen vom Missouri nach Oregon.