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Der Bison

Kurz erklärt Der Amerikanische Bison, oft Büffel genannt, ist nicht ausgestorben. Laut National Park Service fiel sein Bestand von 30 bis 60 Millionen Tieren auf weniger als 1.000 in den 1890er Jahren. Heute leben nach dem National Park Service rund 31.000 Bisons als Wildtiere in öffentlichen Herden der USA und Kanadas und etwa 360.000 als Nutztiere; über 20.000 halten Nationen des InterTribal Buffalo Council.

Eine Herde Bisons grast auf welligem Grasland unter weitem Himmel, warmes Licht des späten Nachmittags
Bild: KI-generiert

Bison oder Büffel?

Der Amerikanische Bison (Bison bison) ist das größte Landsäugetier Nordamerikas.[3] In Nordamerika meinen "bison" und "buffalo" dasselbe Tier. Buffalo ist laut National Park Service das umgangssprachliche Wort, bison das wissenschaftliche; Historiker führen buffalo auf das französische boeuf (Rind) zurück. Manche halten es für falsch, weil die echten Büffel auf anderen Kontinenten leben und mit dem Bison nur entfernt verwandt sind.[4] Für viele indigene Menschen bleibt buffalo der Name der Wahl.[1] Der nächste lebende Verwandte ist der europäische Wisent.[8]

Bullen wiegen laut National Park Service bis zu 2.000 US-Pfund (900 Kilogramm), Kühe bis zu 1.000 US-Pfund (500 Kilogramm).[4] Bisons rennen laut National Park Service und Encyclopedia of the Great Plains etwa 30 bis 35 Meilen pro Stunde (48 bis 55 Kilometer pro Stunde).[4, 8] Sie schwimmen gut und springen über Hindernisse von etwa 1,5 Metern Höhe.[4] Mit ihren kräftigen Schulter- und Nackenmuskeln schieben sie im Winter den Schnee vom Futter.[4] In Nordamerika gibt es zwei Unterarten: den Präriebison (Bison bison bison) und den größeren Waldbison (Bison bison athabascae), der eher im Norden lebt.[3] Vor der Ankunft der Europäer reichte das Verbreitungsgebiet nach dem National Park Service vom Norden Mexikos bis ins Innere Alaskas und von Kalifornien bis New York und Georgia.[3]

Die meiste Zeit des Jahres leben Kühe, Kälber und junge Bullen in eigenen Herden, getrennt von den Gruppen der erwachsenen Bullen. Im Spätsommer, zur Brunft, kommen beide zusammen. Die Kälber werden im April und Mai geboren.[8] In Yellowstone zählen Herden im Winter im Mittel etwa 20 Tiere, im Sommer etwa 200 und zur Brunft im Juli und August bis zu etwa 1.000.[4]

Bisonkuh mit einem rötlich braunen Kalb im frischen Frühlingsgras einer Prärie, im Hintergrund weitere Bisons im weichen Abendlicht
Bisonkuh und Kalb im Frühjahr; die Kälber kommen im April und Mai zur Welt Bild: KI-generiert

Welche Bedeutung hat der Bison für die Plains-Nationen?

Wie Plains-Nationen jagten, beschreibt die Seite Die Büffeljagd. Für viele Nationen ist der Bison laut National Park Service das wichtigste Tier. Auf Blackfoot heißt er iinniiwa, auf Lakota tatanka. Über Jahrtausende nutzten die Menschen jeden Teil des Tieres für Nahrung, Kleidung, Unterkunft, Werkzeuge, Schmuck und Zeremonien.[1] Gejagt wurden Bisons seit mindestens 12.000 Jahren, einzeln oder in ganzen Herden, die Jäger über Klippen oder in Pferche trieben; in den letzten 1.000 Jahren jagten Gruppen in den Plains auch für den Handel mit ihren Ackerbau treibenden Nachbarn.[8]

Die Cheyenne River Sioux Tribe schreibt, ihre Vorfahren seien als Jäger oft weitergezogen, auf der Suche nach ihrer wichtigsten Nahrungsquelle, dem heiligen Bison.[16] Das InterTribal Buffalo Council, ein Zusammenschluss von Nationen mit eigenen Herden, schreibt, der Büffel stehe für den Geist der Menschen und erinnere sie an ein Leben in Freiheit und im Einklang mit der Natur. Ohne die Herden habe sich das unabhängige Leben der Nationen nicht halten lassen; das Ende der Herden habe ihre eigenständige Lebensweise härter getroffen als jede andere Politik der Bundesregierung.[13] Die Rückkehr der Bisons soll nach dem Council den Geist der Menschen und der Tiere heilen.[13]

Über die Lakota, die Cheyenne und andere Nationen der Region berichten die Seiten Lakota, Cheyenne und Plains: die Völker der Great Plains. Heute bringen laut National Park Service mehr als 60 Nationen den Bison zurück zu ihren Familien und auf ihr Land.[1]

Wie viele Bisons gab es, wie viele gibt es heute?

Die frühen Zahlen sind Schätzungen und gehen weit auseinander. Die Quellen nennen:

Bestand des Amerikanischen Bisons laut Quellen
ZeitZahlHerkunft
vor dem großen Abschlachten30 bis 60 MillionenNational Park Service[1]
frühes 19. Jahrhundert30 bis 50 MillionenDouglas B. Bamforth, Encyclopedia of the Great Plains[8]
1. Januar 18891.091William T. Hornaday: 635 frei lebend in Nordamerika, davon 85 in den USA und 550 geschätzte in Athabasca in Kanada, dazu 256 in Gefangenschaft und 200 unter Schutz in Yellowstone[9]
1889wenige Hundert frei lebende PräriebisonsU.S. Fish and Wildlife Service[5]
1890er Jahreunter 1.000, nach manchen Schätzungen nur 300National Park Service[1]
1902, Yellowstoneetwa zwei Dutzend, geschätzt 22National Park Service, Confederated Salish and Kootenai Tribes[4, 14]
heute, öffentliche Herden in den USA und Kanadaetwa 31.000National Park Service, Stand März 2024[1]
heute, private Nutztiereetwa 360.000National Park Service, Stand März 2024[1]
heute, Schutzherden und Nutzherdenetwa 20.500 und 420.000U.S. Fish and Wildlife Service[5]
heute, auf dem Land der Nationen des InterTribal Buffalo Councilüber 20.000InterTribal Buffalo Council[11]
2025, Yellowstoneknapp 5.300National Park Service[4]

Das Innenministerium betreut laut National Park Service etwa 10.300 Bisons als Wildtiere, davon rund 8.000 in zehn Einheiten des Nationalparksystems, 1.600 in sieben National Wildlife Refuges und 700 auf Land des Bureau of Land Management in Utah.[1] Bamforth nennt in der Encyclopedia of the Great Plains (Stand 2011) insgesamt rund 70.000 Bisons.[8] Auf seiner Startseite zum Bison schreibt der National Park Service von einst rund 30 Millionen Tieren, von denen in den 1870er Jahren nur noch einige Hundert übrig gewesen seien; heute ziehen dort nach derselben Seite 19 Herden in 12 Bundesstaaten über die Plains.[2] Die Angabe für die 1870er Jahre weicht von der Seite People and Bison desselben Dienstes ab, die erst für die 1890er Jahre weniger als 1.000 Tiere nennt.[1, 2]

Wie kam es zur Ausrottung der Bisons?

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts schuf der Pelzhandel einen neuen Markt für Bisonfelle, die buffalo robes, und die Jagd nahm stark zu. Nach etwa 1850 beschleunigten Eisenbahnbau, Zuzug und der Handel mit Häuten das Töten, schreibt Bamforth. Dazu kamen die Konkurrenz mit den Pferde- und Rinderherden um das knappe Winterfutter und Krankheiten, die das Vieh einschleppte.[8] Der National Park Service nennt die Jahre von etwa 1820 bis 1880 "the Great Slaughter", das große Abschlachten: Eisenbahnen, Gewehre und ein internationaler Markt für Häute trieben es an. Auch die Weisung der Armee, die Bisons zu vernichten, um die indigenen Nationen zu kontrollieren, trug dazu bei, ebenso Dürre.[1] Das InterTribal Buffalo Council beschreibt das Töten als bewusst, mit dem Ziel, die Nationen zu unterwerfen.[12]

Welche Gewehre die Berufsjäger trugen, erklärt der Eintrag Sharps-Gewehr, die Jahre von William F. Cody als Bisonjäger die Seite Buffalo Bill. Nach dem Handbook of Texas teilte die Union Pacific, 1869 fertig, die Bisons in eine nördliche und eine südliche Herde, und über die Bahn ließen sich Häute mit Gewinn in den Osten schicken. Die größere südliche Herde verschwand zuerst; dort begann das große Töten 1874 und war 1878 vorbei, im Norden dauerte es von 1880 bis 1884.[10] Wie schnell es ging, zeigen die Zahlen aus dem Dakota-Territorium: 1882 gingen von dort 200.000 Häute nach Osten, 1883 noch 40.000, 1884 nur noch eine Wagenladung. Auf zwei verschickte Häute kamen nach einer Schätzung drei, die verloren gingen.[10] Käufer holten die Häute in den Lagern der Jäger ab und brachten sie zu Bahnstationen wie Fort Worth in Texas oder Dodge City in Kansas.[10]

Wie es zu den Kriegen auf den südlichen Plains kam, erzählen die Seiten Der Red-River-Krieg und Die Indianerkriege. Laut National Park Service trug die Vernichtung von Millionen Bisons im 19. Jahrhundert entscheidend zur Verwüstung der indigenen Gesellschaften bei.[1]

Wie viele Bisons wurden getötet?

Eine Gesamtzahl kennt niemand. Eine Schätzung für die südliche Herde stammt von William T. Hornaday, Leiter des National Zoological Park in Washington, in seinem Bericht "The Extermination of the American Bison" für das Nationalmuseum der Smithsonian Institution (1889).[9, 10] Er rechnete mit den Frachtzahlen der Atchison, Topeka and Santa Fe Railway und den Angaben von Colonel Richard Irving Dodge, nach denen 1872 auf jede verkaufte Haut drei tote Tiere kamen, 1873 zwei. So kam er für die Jahre 1872 bis 1874 auf 3.158.730 Bisons, die weiße Berufsjäger in der südlichen Herde getötet hätten. Für dieselben Jahre übernahm er Dodges Schätzung von 390.000 Tieren, die indigene Jäger erlegten, und setzte 150.000 an, die Siedler und indigene Jäger aus den Bergen töteten.[9] Für die nördliche Herde hielt er keine Schätzung für möglich, weil die Northern Pacific Railway die Häute nicht gesondert gezählt hatte.[9]

Das InterTribal Buffalo Council spricht von mehr als 60 Millionen Bisons, deren Tötung nur wenige Hundert übrig ließ.[12]

Bisons stehen in einer verschneiten Graslandschaft, Atemwolken in kalter Luft, Raureif auf dem dichten braunen Fell, gedämpftes Winterlicht
Bisons im Winter; mit Kopf und Nacken räumen sie den Schnee vom Gras Bild: KI-generiert

Wie wurde der Bison gerettet?

Als die Bisons in den 1860er Jahren sichtbar verschwanden, beschlossen einige Bundesstaaten Schutzgesetze, setzten sie aber kaum durch. Ab den späten 1860er Jahren fingen einzelne Privatleute Bisons ein und hielten sie; aus diesen Tieren stammen die meisten heutigen Herden.[1] Auch Nationen retteten Tiere. Nach den Confederated Salish and Kootenai Tribes holte in den 1870er Jahren Little Falcon Robe, ein Mann der Ql̓ispé (Kalispel oder Pend d'Oreille), mit Zustimmung der Anführer verwaiste Bisonkälber über die Kontinentale Wasserscheide in die Flathead Indian Reservation. Daraus wuchs eine frei lebende Herde, die unter Michel Pablo und Charles Allard bis zum Ende des 19. Jahrhunderts die größte Herde von Präriebisons der Welt war.[14] 18 Tiere aus ihr kamen nach Yellowstone, wo 1902 nur noch geschätzt 22 Bisons lebten.[14] Der National Park Service nennt für 1902 insgesamt 21 Bisons aus zwei privaten Herden, die die Armee in den Park holte.[4]

In Yellowstone wilderten Jäger trotz der Soldaten der Armee weiter, bis der Kongress 1894 den Lacey Act beschloss, der die Verfolgung von Wilderern im Park erlaubte.[1] Am 8. Dezember 1905 gründeten William Hornaday, Theodore Roosevelt und andere die American Bison Society.[7] Am 11. Oktober 1907 schickte sie 15 Bisons aus dem Zoo von New York, der heute Bronx Zoo heißt, in die Wichita Mountains in Oklahoma, laut Gesetzestext die erste gelungene Rückführung einer fast ausgerotteten Säugetierart in ihren Lebensraum.[6, 7] 1908 entstand die National Bison Range in Montana, auf Land der Confederated Salish and Kootenai Tribes, das die USA nach deren Darstellung gegen ihren Einspruch und unrechtmäßig nahmen.[14] 1913 gab die Gesellschaft 14 Bisons an den Wind Cave National Park in South Dakota; deren Nachkommen halfen später, Herden in den USA und in Mexiko aufzubauen.[6]

Sind Bisons heute noch vom Aussterben bedroht?

Laut U.S. Fish and Wildlife Service ist der Präriebison nicht mehr vom Aussterben bedroht. Seine Erholung als Wildtier gefährdet aber der Verlust an genetischer Vielfalt, und die meisten Herden, wenn nicht alle, tragen in geringem Maß Erbgut von Rindern.[5] Yellowstone ist nach dem National Park Service der einzige Ort in den USA, an dem Bisons seit vorgeschichtlicher Zeit ununterbrochen leben; die Herde im Park zählte in den letzten Jahren zwischen 3.500 und fast 6.000 Tiere.[4] Seit dem National Bison Legacy Act vom 9. Mai 2016 ist der Bison das Nationalsäugetier der USA.[7] Bisons leben laut Innenministerium heute in allen 50 Bundesstaaten, auf dem Land von Nationen, in Wildschutzgebieten, Nationalparks und auf privatem Land.[6]

Die Rückkehr der Bisons zu den Nationen

Im Februar 1991 trafen sich Vertreter von 19 Nationen in den Black Hills in South Dakota, darunter Lakota, Crow, Shoshone-Bannock, Gros Ventre und Assiniboine, Blackfeet, mehrere Pueblos, Winnebago (Ho-Chunk) und die Choctaw Nation of Oklahoma. Ihr Ziel war, Bisons auf das Land der Nationen zurückzubringen, um Kultur und Spiritualität zu stärken und zu bewahren.[12] Daraus wurde das InterTribal Buffalo Council mit Sitz in Rapid City. 2009 genehmigte das Bureau of Indian Affairs die Neuordnung als bundesrechtlich gegründete indigene Organisation nach Abschnitt 17 des Indian Reorganization Act.[12] Heute gehören laut Council 86 Nationen aus 22 Bundesstaaten dazu, die mehr als 20.000 Bisons halten; auf fast einer Million ihrer mehr als 32 Millionen Acres (rund 4.000 von mehr als 129.000 Quadratkilometern) leben wieder Bisons.[11] Das Innenministerium gibt 1992 als Gründungsjahr an und schreibt, das Council arbeite mit dem National Park Service zusammen, um Bisons aus Nationalparks auf das Land der Nationen zu bringen.[6]

2014 unterzeichneten acht Nationen in der Blackfeet Reservation in Montana den Buffalo Treaty, laut den Unterzeichnern der erste Vertrag über die Grenze zwischen Kanada und den USA unter First Nations und Tribes seit mehr als einem Jahrhundert. Seitdem sind weitere Nationen beigetreten.[17] Die frühere National Bison Range gab der Kongress mit dem Public Law 116-260 vom 27. Dezember 2020 an die Confederated Salish and Kootenai Tribes zurück; seit Januar 2022 betreiben die Nationen die CSKT Bison Range allein.[14] Auf 18.766 Acres (rund 76 Quadratkilometern) leben dort nach der Nation etwa 350 Bisons.[15] Das Innenministerium nannte bei der Übergabe 2021 etwa 18.800 Acres.[18]

Zeitleiste: Ausrottung und Rückkehr des Bisons

Zeitleiste: Ausrottung und Rückkehr des Bisons
  1. 1820Laut National Park Service beginnt um diese Zeit das große Abschlachten der Bisons, das bis etwa 1880 dauert.[1]
  2. 1869Die Union Pacific ist fertig; die Bahn teilt die Bisons in eine nördliche und eine südliche Herde.[10]
  3. 1872Nach Hornadays Schätzung beginnen drei Jahre, in denen weiße Berufsjäger in der südlichen Herde 3.158.730 Bisons töten.[9]
  4. 1874Das große Töten in der südlichen Herde beginnt; 1878 ist es vorbei.[10]
  5. 1880Im Norden beginnen die großen Jagden; 1884 sind sie vorbei.[10]
  6. 1882Aus dem Dakota-Territorium gehen 200.000 Bisonhäute nach Osten, 1884 nur noch eine Wagenladung.[10]
  7. 01.01.1889William T. Hornaday kommt für Nordamerika auf 1.091 Bisons, davon 635 frei lebend (550 davon in Kanada geschätzt).[9]
  8. 1894Der Lacey Act erlaubt, Wilderer in Yellowstone zu verfolgen.[1] Yellowstone-Nationalpark
  9. 1902In Yellowstone leben nur noch etwa zwei Dutzend Bisons.[4] Yellowstone-Nationalpark
  10. 08.12.1905William Hornaday, Theodore Roosevelt und andere gründen die American Bison Society.[7]
  11. 11.10.1907Die American Bison Society schickt 15 Bisons aus dem Zoo von New York in die Wichita Mountains in Oklahoma.[7]
  12. 1908Die National Bison Range entsteht auf Land der Confederated Salish and Kootenai Tribes.[14]
  13. 1913Die American Bison Society gibt 14 Bisons an den Wind Cave National Park.[6]
  14. Februar 1991Vertreter von 19 Nationen treffen sich in den Black Hills; daraus entsteht das InterTribal Buffalo Council.[12]
  15. 2014Acht Nationen unterzeichnen in der Blackfeet Reservation den Buffalo Treaty.[17]
  16. 09.05.2016Der National Bison Legacy Act macht den Bison zum Nationalsäugetier der USA.[7]
  17. 27.12.2020Mit dem Public Law 116-260 geht die National Bison Range an die Confederated Salish and Kootenai Tribes zurück.[14]

Mehr zum Bison und zu den Plains

Häufige Fragen

Sind Büffel in Amerika ausgestorben?

Nein. Der Amerikanische Bison war um 1890 fast ausgerottet, lebt heute aber wieder in Herden von Bund, Bundesstaaten, Nationen und privaten Ranches. Laut U.S. Fish and Wildlife Service ist er nicht mehr vom Aussterben bedroht; Sorgen macht der Verlust an genetischer Vielfalt.

Wie viele Bisons wurden getötet?

Eine genaue Zahl gibt es nicht. William T. Hornaday schätzte 1889, dass weiße Berufsjäger allein von 1872 bis 1874 in der südlichen Herde 3.158.730 Bisons töteten; für die nördliche Herde hielt er keine Schätzung für möglich. Das InterTribal Buffalo Council spricht von mehr als 60 Millionen getöteten Bisons.

Wie viele Bisons gab es vor der Ausrottung?

Die Schätzungen gehen weit auseinander. Der National Park Service nennt 30 bis 60 Millionen, die Encyclopedia of the Great Plains 30 bis 50 Millionen für das frühe 19. Jahrhundert.

Wie viele Bisons gibt es heute noch?

Laut National Park Service (Stand März 2024) rund 360.000 Präriebisons als Nutztiere in privater Hand und etwa 31.000 als Wildtiere in öffentlichen Herden der USA und Kanadas. Der U.S. Fish and Wildlife Service nennt etwa 20.500 Bisons in Schutzherden und 420.000 in Nutzherden.

Warum wurden die Bisons fast ausgerottet?

Eisenbahnen, Gewehre und ein weltweiter Markt für Häute führten laut National Park Service zum großen Abschlachten. Dazu kamen die Weisung der Armee, Bisons zu vernichten, um die indigenen Nationen zu kontrollieren, Krankheiten der Rinder, Dürre und die Konkurrenz durch Vieh.

Was ist der Unterschied zwischen Bison und Büffel?

In Nordamerika meinen beide Wörter dasselbe Tier, den Amerikanischen Bison. Buffalo ist laut National Park Service die umgangssprachliche Bezeichnung, Bison die wissenschaftliche; echte Büffel leben in Afrika und Asien. Für viele indigene Menschen bleibt buffalo der bevorzugte Name.

Wo leben Bisons heute in den USA?

In Nationalparks wie Yellowstone, wo Bisons seit vorgeschichtlicher Zeit ununterbrochen leben, in Schutzgebieten, auf dem Land vieler Nationen und auf privaten Ranches. Laut Innenministerium leben Bisons heute in allen 50 Bundesstaaten.

Welche Bedeutung hat der Bison für die Plains-Nationen?

Für viele Nationen ist er das wichtigste Tier. Sie nutzten jeden Teil für Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Werkzeuge. Die Cheyenne River Sioux Tribe nennt den Bison die wichtigste Nahrungsquelle ihrer Vorfahren, das InterTribal Buffalo Council verbindet seine Rückkehr mit der Heilung der Nationen.

Quellen

  1. Amtliche Stelle People and Bison. National Park Service. Stand 04.03.2024. abgerufen am 24.10.2026
  2. Amtliche Stelle Bison: Home on the Range. National Park Service. Stand 02.11.2023. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Bison: Basic Facts. National Park Service. Stand 13.07.2026. abgerufen am 24.10.2026
  4. Amtliche Stelle Bison Ecology. National Park Service. Stand 04.05.2026. abgerufen am 24.10.2026
  5. Amtliche Stelle Plains Bison (Bison bison bison). U.S. Fish and Wildlife Service. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  6. Amtliche Stelle 15 Facts About Our National Mammal: The American Bison. U.S. Department of the Interior. Stand 03.11.2022. abgerufen am 24.10.2026
  7. Gesetz und Vertrag Public Law 114-152, National Bison Legacy Act, 130 Stat. 373. U.S. Congress, Government Publishing Office. Stand 09.05.2016. abgerufen am 24.10.2026
  8. Nachschlagewerk Douglas B. Bamforth: Bison, Encyclopedia of the Great Plains. University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 24.10.2026
  9. Nachschlagewerk David Vigness: Buffalo Hunting, Handbook of Texas Online. Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 01.06.1995. abgerufen am 24.10.2026
  10. Tribal Nation About ITBC. InterTribal Buffalo Council. Stand 2026. abgerufen am 24.10.2026
  11. Tribal Nation History. InterTribal Buffalo Council. Stand 2026. abgerufen am 24.10.2026
  12. Tribal Nation All About Buffalo. InterTribal Buffalo Council. Stand 2026. abgerufen am 24.10.2026
  13. Tribal Nation The history of the Bison Range. Confederated Salish and Kootenai Tribes, CSKT Bison Range. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  14. Tribal Nation CSKT Bison Range, Startseite. Confederated Salish and Kootenai Tribes, CSKT Bison Range. Stand 2026. abgerufen am 24.10.2026
  15. Tribal Nation History. Cheyenne River Sioux Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  16. Tribal Nation The Buffalo Treaty, Startseite. Buffalo Treaty. Stand 2026. abgerufen am 24.10.2026
  17. Amtliche Stelle Interior Transfers National Bison Range Lands in Trust for the Confederated Salish and Kootenai Tribes (Pressemitteilung). U.S. Department of the Interior. Stand 23.06.2021. abgerufen am 26.10.2026

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