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Dodge City

Kurz erklärt Dodge City ist eine Stadt am Arkansas River im Südwesten von Kansas und Sitz des Ford County. Sie entstand 1872 kurz vor der Santa-Fe-Bahn, lebte zuerst vom Handel mit Bisonhäuten und war bis 1885 eine der großen Rinderstädte von Kansas, in der Wyatt Earp und Bat Masterson Gesetzeshüter waren. Heute erzählt das Boot Hill Museum an einer Nachbildung der Front Street die Geschichte der Stadt.

Weite, flache Prärie am Arkansas River im Licht der späten Nachmittagssonne, im Vordergrund ein Holzpferch für Rinder, in der Ferne niedrige Holzhäuser und ein Bahndamm
Bild: KI-generiert

Geschichte von Dodge City

Jagdland der Plains-Nationen am Santa Fe Trail

Dodge City liegt am Arkansas River im Südwesten von Kansas.[9] Das Land war nach der Kansas Historical Society ein gutes Jagdgebiet der Cheyenne, Kiowa und Apachen, und es gab dort viele Bisons.[2] Der National Park Service nennt für die Gegend Cheyenne, Apachen, Kiowa-Apachen und Arapaho, für die das Land ihre Heimat war. Hindurch führte der Santa Fe Trail, und mit den Reisenden wuchsen die Spannungen: Aus einer Begegnung konnte Handel werden, Misstrauen, Raub oder Blutvergießen.[11]

Im April 1865 entstand Fort Dodge an einem Lagerplatz, wo sich die trockene und die nasse Route des Trails trafen. Seine Aufgabe war, die Wagenzüge zu schützen; 1882 gab die Armee den Posten auf.[7] Britannica und ein Aufsatz im Kansas Historical Quarterly von 1931, der Grenville M. Dodge als Gründer nennt, datieren das Fort auf 1864.[9, 21] Mit dem Fort begannen nach dem National Park Service Veränderungen, die es den Plains-Nationen schließlich unmöglich machten, so zu leben wie zuvor.[11]

Gründung 1872: Bisonhäute und die Bahn

Dodge City wurde 1872 gegründet, kurz bevor die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway das Ford County erreichte. Zuerst lebte der Ort vom Handel mit Bisonknochen und Häuten und von den Soldaten aus Fort Dodge, die sich hier trafen.[1, 3] Das Postamt Dodge City wurde am 23. September 1872 eingerichtet; vorher hieß es Fort Dodge.[8] Nach wem das Fort benannt war, schreiben die Quellen verschieden: Die Kansas Historical Society nennt General Grenville M. Dodge, Britannica Colonel Henry I. Dodge.[7, 9] Eine Seite des National Park Service schreibt, Dodge City selbst trage den Namen von Grenville Dodge, dem späteren Chefingenieur der Union Pacific.[10]

Von 1872 bis 1874 rotteten Berufsjäger aus Dodge City nach dem Handbook of Texas die Bisonherden im Reservat der Cheyenne und Arapaho aus. Der Vertrag von Medicine Lodge verbot Weißen, dieses Land zu betreten, doch die Armee setzte das Verbot nicht durch. Ohne Lebensmittel der Regierung und ohne Wild gerieten die Kiowa, die Comanche, die Cheyenne und die Arapaho in Not. Der Red-River-Krieg von 1874 bis 1875 begann nach dem Handbook, weil die Regierung ihre Zusagen aus dem Vertrag von Medicine Lodge nicht einhielt.[6] Mehr über die Jagd steht auf der Seite Der Bison, über die Bahn auf der Seite Atchison, Topeka and Santa Fe Railway. 1873 wurde das Ford County organisiert, mit Dodge City als Kreisstadt; Stadtrecht erhielt Dodge City laut Britannica 1875.[2, 9]

Hölzerne Verladerampe und leere Viehpferche neben einem Bahngleis in der flachen Prärie, staubiger Boden, warmes Licht der späten Nachmittagssonne
Nachempfundene Szene: Viehpferche an der Bahn, wie sie in den Rinderstädten von Kansas standen Bild: KI-generiert

Rinderstadt von 1876 bis 1885

Wie ein Viehtrieb ablief, beschreiben die Seiten Viehtriebe und Cattle Trails und Der Chisholm Trail. In Dodge City begann die Zeit der Rinder aus Texas 1875, und zehn Jahre lang galt die Stadt als "Cowboy Capital" und "Queen of the Cowtowns", Königin der Rinderstädte.[1] Abilene, Ellsworth, Wichita, Dodge City und Caldwell bekamen nach der Kansas Historical Society den größten Teil des Handels mit Texas-Rindern.[3] Nach dem Historiker Robert R. Dykstra wurde Dodge City 1876 zur Rinderstadt.[4] Geholfen hat ein Gesetz von 1876, das die Quarantänegrenze gegen das Texasfieber nach Westen verschob und Wichita aus dem Handel drängte.[1] Für die Saison 1876 baute die Santa-Fe-Bahn ihre Verladeanlagen in Dodge City aus. Die Treiber folgten nach dem Handbook of Texas dem Weg, den John T. Lytle 1874 angelegt hatte, dem Western Trail, der auch Dodge City Trail heißt.[5]

Wie viele Rinder durch Dodge City kamen, geben die Quellen sehr verschieden an. Nach der Kansas Historical Society gingen dort von 1875 bis 1885 jedes Jahr mehr als 75.000 Rinder auf die Bahn, viele Tausend weitere zogen weiter nach Norden; am meisten verladen wurde 1883 und 1884.[3, 1] Britannica spricht für 1884 von Herden mit zusammen 8 Millionen Tieren. Das Handbook of Texas schätzt, dass Treiber in 21 Jahren Western Trail etwa 4 Millionen Rinder nach Norden brachten. In seinem Artikel über die Viehtriebe nennt es für den Weg nach Dodge City bis 1885 zwischen 2,7 und 6 Millionen.[9, 5, 22] Von Dodge City führten bis 1884 fünf Wege durch das westliche Kansas nach Ogallala in Nebraska.[5]

Saloons, Spieler und der Streit um die Moral

Saloons und Tanzsäle gehörten zu jeder Rinderstadt in Kansas, und Dodge City hatte nach der Kansas Historical Society einige der besten. Gespielt wurden Poker, Monte und Faro, Würfelspiele und Keno; meist gab es zwei Tanzsäle, kurze Zeit drei. Die Stadt nahm Abgaben auf Alkohol, Glücksspiel und Prostitution.[3] Geführt wurde sie von Geschäftsleuten, die meisten selbst Wirte von Saloons; sie zahlten lieber Strafen von mehr als 5.000 Dollar im Jahr, als die Gesetze gegen den Alkohol durchzusetzen.[1]

1881 trat in Kansas das Alkoholverbot in Kraft (Alkohol im Wilden Westen), doch Dodge City ließ die Saloons weiter ausschenken. 1883 verschärfte der Stadtrat die Regeln, vor allem gegen den Long Branch Saloon. Mitbesitzer Luke Short wurde mit Angestellten und Spielern festgenommen und aus der Stadt gebracht, danach mussten alle Spielhäuser schließen.[2] Wyatt Earp und Bat Masterson kamen Short zu Hilfe; acht Männer, die man Dodge City Peace Commission nannte, trafen sich in einem Saloon, und der sogenannte Dodge City War endete.[2] Nach dem Cowtowns-Artikel der Kansas Historical Society vermittelte der Generaladjutant des Staates, bevor es zu Gewalt kam, und Short durfte bleiben; danach drängte die Santa-Fe-Bahn die Stadt, in "ihrem" Ort aufzuräumen.[3] 1885 fügte sich Dodge City dem Verbot, und die Saloons mussten schließen oder sich umstellen.[2]

1885 endete auch die Zeit der Rinderstadt. Die Quarantänegrenze rückte bis an die Grenze zu Colorado, und Dodge City war kein Ziel der Viehtriebe mehr.[1] Zwei Brände zerstörten 1885 die Bauten der ersten Jahre, nach Dykstra offenbar von Brandstiftern gelegt, die die Stadt von Saloons und Bordellen befreien wollten.[1, 4] Bis 1887 war Dodge City laut Kansas Historical Society mit festen Backsteinhäusern wieder aufgebaut.[1]

Bekannte Ereignisse und Personen

Wyatt Earp, die Mastersons und andere Gesetzeshüter

Nach der Kansas Historical Society hatte keine andere Stadt im Westen eine eindrucksvollere Liste von Revolvermännern und Gesetzeshütern. Zu denen, die in Dodge City lebten, zählt sie Wyatt Earp, die Brüder Masterson, Bill Tilghman, Clay Allison, Luke Short, Dave Mather und Doc Holliday.[3] Earp war 1875 und 1876 Polizist in Wichita, in Dodge City dann nach der Kansas Historical Society 1876 bis 1877 und 1878 bis 1879 Assistant Marshal, also stellvertretender Stadtmarschall. Die Zeitung Ford County Globe nannte ihn einen der tüchtigsten Beamten, die Dodge je hatte.[17]

Bat Masterson wurde kurz vor seinem 24. Geburtstag mit drei Stimmen Vorsprung zum Sheriff des Ford County gewählt und war im Amt, als die Stadt nach der Kansas Historical Society ihr gewalttätigstes Jahr erlebte. Sein Bruder war zur selben Zeit City Marshal und wurde wenige Monate später im Dienst getötet.[18] Wer den Täter traf, schildern die Quellen verschieden, mehr dazu auf der Seite über Bat Masterson und auf Berühmte Sheriffs und Marshals. Dykstra schreibt, Bat Masterson habe den Mörder seines Bruders getötet.[4]

Wie gefährlich war Dodge City?

In Dodge City war das Tragen von Schusswaffen verboten. Trotzdem sollen 1875 nach einer Schätzung, die die Kansas Historical Society wiedergibt, bis zu 25 Menschen an Schusswunden gestorben sein.[3] Dykstra zählte für einen längeren Zeitraum und mehrere Städte: Von 1870 bis 1885 starben in den fünf großen Rinderstädten von Kansas zusammen 45 Erwachsene eines gewaltsamen Todes, Tötungen durch die Polizei eingerechnet, im Schnitt 1,5 je Saison der Cowboys. Niemand starb in einem Duell nach Art Hollywoods, und weniger als ein Drittel der Opfer schoss zurück (zu den Duellen siehe Gab es im Wilden Westen wirklich Duelle?).[4]

Zeitleiste

Zeitleiste: Dodge City
  1. April 1865Am Santa Fe Trail entsteht Fort Dodge (Britannica nennt 1864).[7, 9]
  2. 1872Dodge City wird kurz vor der Ankunft der Santa-Fe-Bahn gegründet.[1]
  3. 1872Auf einem Hügel westlich der Stadt wird ein erschossener Cowboy begraben; so beginnt nach dem National Park Service Boot Hill.[12]
  4. 1872Berufsjäger aus Dodge City beginnen, die Bisonherden im Reservat der Cheyenne und Arapaho auszurotten; bis 1874 sind sie vernichtet.[6] Red-River-Krieg
  5. 23.09.1872Das Postamt Dodge City entsteht, bis dahin hieß es Fort Dodge.[8]
  6. 1873Das Ford County wird organisiert, Dodge City wird Kreisstadt.[2, 9]
  7. 1875Dodge City erhält Stadtrecht.[9]
  8. 1876Die Santa-Fe-Bahn baut ihre Verladeanlagen in Dodge City aus, die Herden kommen über den Western Trail.[5]
  9. 1876Wyatt Earp wird laut Kansas Historical Society Assistant Marshal in Dodge City (1876 bis 1877 und 1878 bis 1879).[17] Wyatt Earp
  10. 1878Boot Hill wird zum letzten Mal genutzt; Geschäftsleute legen den Friedhof Prairie Grove an.[12, 14]
  11. 1881In Kansas tritt das Alkoholverbot in Kraft, Dodge City schenkt weiter aus.[2]
  12. 1883Dodge City War: Der Stadtrat geht gegen den Long Branch Saloon vor, Mitbesitzer Luke Short wird aus der Stadt gebracht.[2, 3]
  13. 1885Dodge City fügt sich dem Alkoholverbot; zwei Brände zerstören die Bauten der ersten Jahre, die Zeit als Rinderstadt endet.[2, 1, 4]
  14. 1889Der Friedhof Maple Grove entsteht; dorthin kommen die Toten von Prairie Grove und vom alten Boot Hill.[14]
  15. 1929Auf dem Gelände von Boot Hill entsteht das Rathaus im spanischen Stil.[12]
  16. 01.04.1939Der Film Dodge City von Michael Curtiz hat in der Stadt Premiere.[19]
  17. 1947Die Dodge City Jaycees gründen das Boot Hill Museum.[16]
  18. 1955Die Serie Gunsmoke kommt ins Fernsehen.[2]
  19. 1958Der Bau der Nachbildung der Front Street beginnt.[16]
  20. 2009Die Innenstadt kommt ins National Register of Historic Places.[1]
  21. 09.02.2013Das Boot Hill Museum kommt ins State Register of Historic Places von Kansas.[15]

Was ist heute in Dodge City zu sehen?

Dodge City hatte bei der Volkszählung 2010 laut Britannica 27.340 Einwohner, bei der Volkszählung 2020 laut dem U.S. Census Bureau 27.788.[9, 23] Die Stadt hat Bahnwerkstätten, Futterhöfe für Rinder und Fabriken für Landmaschinen und versorgt ein Gebiet mit Weizen, Hirse und Viehzucht.[9] Die Häuser der Innenstadt stammen nach der Kansas Historical Society aus der Zeit nach den Rinderjahren; 2009 kam die Innenstadt ins National Register of Historic Places.[1] Fast 50 Jahre lang versuchte die Stadt, ihre wilde Vergangenheit vergessen zu machen. In den 1930er Jahren drehte Hollywood Filme über sie. Später begannen die Bürger, die Legende zu schätzen, die Touristen anzog.[1, 2]

Stätten in und bei Dodge City (Stand: Oktober 2026)
StätteWas es istBetreiber laut Quelle
Boot Hill MuseumMuseum zur Geschichte der Rinderstadt, gegründet 1947, mit einer Nachbildung der Front Street ab 1958 und nach eigenen Angaben mehr als 60.000 Stücken; seit 9. Februar 2013 im State Register of Historic Places von KansasBoot Hill Museum, Inc., privat und gemeinnützig[15, 16]
Old City Hall mit DenkmälernRathaus im spanischen Stil von 1929 auf dem Gelände des alten Boot Hill, davor eine Cowboy-Statue des Zahnarztes O. H. Simpsonin der Quelle nicht genannt[12]
Santa Fe Trail Rut SiteWagenspuren des Santa Fe Trail und Reste des Eureka-Bewässerungskanals, 11 Meilen (knapp 18 Kilometer) westlich der Stadt an der Highway 50, National Historic LandmarkBoot Hill Museum[11]
Bahnhof der Atchison, Topeka and Santa Fe Railwayim National Register of Historic Placesin der Quelle nicht genannt[2]
Maple Grove CemeteryFriedhof der Stadt seit 1889, mit den umgebetteten Toten von Boot Hill und Prairie GroveStadt Dodge City[14]

Ein Museum über Boot Hill forderten laut Kansas Historical Society Bürger schon in den 1920er Jahren. Erst nach der Weltpremiere des Films "Dodge City" 1939 gab die Stadtverwaltung Anleihen für den Bau aus, und bis 1964 war die Anlage weitgehend fertig.[15] An der Stelle westlich der Stadt sind nach dem National Park Service einige der besten Beispiele für Wagenspuren des Santa Fe Trail zu sehen.[11]

Tiefe, mit Präriegras bewachsene Wagenspuren, die sich als breite Senken über eine sanft gewellte Grasebene ziehen, niedriger Sonnenstand mit langen Schatten, weiter Himmel
Nachempfundene Szene: Wagenspuren des Santa Fe Trail in der Prärie westlich von Dodge City Bild: KI-generiert

Karte

Die Gazetteer-Dateien 2024 des U.S. Census Bureau verzeichnen Dodge City auf 37,76067 Grad nördlicher Breite und 100,017863 Grad westlicher Länge.[20] Die Stadt liegt am Arkansas River, Fort Dodge 5 Meilen (8 Kilometer) östlich.[9]

Karte: Dodge City am Arkansas River in Kansas125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Dodge City2Abilene3Santa Fe Trail4Chisholm Trail
Karte: Dodge City am Arkansas River in Kansas
  1. 1Dodge City (Dodge City, Kansas) 37,76° N, 100,02° W[20]
  2. 2Abilene (Abilene, Kansas (Koordinate der Ortschaft laut U.S. Geological Survey)) 38,92° N, 97,21° W[24]
  3. 3Santa Fe Trail (Council Grove, Kansas, Rastplatz am Trail und Ort der Verhandlung mit den Osage 1825) 38,66° N, 96,49° W[20, 25]
  4. 4Chisholm Trail (Gedenktafel zu Red River Station am U.S. Highway 82 westlich von Nocona, Texas; die Station lag nach der Tafel etwa 9 Meilen nordwestlich) 33,79° N, 97,81° W[26]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Boot Hill: Was ist an dem Friedhof echt?

Nach dem National Park Service begann Boot Hill 1872 mit einem Schusswechsel zweier Cowboys, die auf einem Hügel westlich der Stadt lagerten. Einer wurde erschossen, und die Bürger begruben den Toten, den niemand kannte, in eine Decke gewickelt und mit den Stiefeln an dort, wo er gefallen war. Sechs Jahre lang hatte Dodge City keinen amtlichen Friedhof: Wer Freunde, Geld oder Ansehen hatte, wurde in Fort Dodge begraben, alle anderen dort, wo man gerade graben konnte. Genutzt wurde Boot Hill nur bis 1878; danach entstanden auf dem Hügel zwei Schulen und 1929 das Rathaus.[12]

1878 kauften Geschäftsleute laut Stadtverwaltung ein Grundstück von fünf Acres (rund zwei Hektar) für den Friedhof Prairie Grove. Er wurde 1887 geschlossen, und seine Toten kamen zusammen mit denen vom alten Boot Hill auf den 1889 angelegten Friedhof Maple Grove. Dort liegt auch Dora Hand, nach der Stadt die einzige Frau, die auf Boot Hill begraben war.[14] Das Boot Hill Museum steht nach einer anderen Seite des National Park Service auf dem ursprünglichen Gelände des Friedhofs.[13]

Dodge City im Film

Den Ruf der Stadt trugen nach der Kansas Historical Society zuerst Zeitungen im Osten und Groschenromane weiter, sehr zum Ärger der Bürger.[2] Am 1. April 1939 hatte der Film "Dodge City" von Michael Curtiz mit Errol Flynn, Olivia de Havilland und Ann Sheridan in der Stadt Premiere; Warner Bros. brachte laut AFI Catalog mindestens 36 Reporter mit einem Sonderzug dorthin.[19] Angeregt davon entstand laut Kansas Historical Society die Serie "Gunsmoke", die von 1955 bis 1975 im Fernsehen lief und in Dodge City spielt (zur Serie siehe Rauchende Colts).[2, 1] Helden aus Groschenromanen, Filmen und Serien wie Gunsmoke riefen Bösewichten laut Kansas Historical Society "get the heck out of Dodge" zu, verschwinde aus Dodge.[15]

Im Film

Häufige Fragen

Wo liegt Dodge City?

Dodge City liegt am Arkansas River im Südwesten von Kansas und ist Sitz des Ford County. Rund 5 Meilen (8 Kilometer) östlich lag laut Britannica Fort Dodge, ein Militärposten am Santa Fe Trail.

Wann wurde Dodge City gegründet?

Die Kansas Historical Society nennt 1872, kurz bevor die Santa-Fe-Bahn die Gegend erreichte. Das Postamt Dodge City wurde laut ihrem Verzeichnis am 23. September 1872 eingerichtet. Stadtrecht bekam Dodge City laut Britannica 1875.

Woher hat Dodge City seinen Namen?

Das Postamt hieß laut Kansas Historical Society zuerst Fort Dodge, so wie der Militärposten östlich der Stadt. Nach wem das Fort hieß, sagen die Quellen verschieden: Die Kansas Historical Society nennt General Grenville M. Dodge, Britannica Colonel Henry I. Dodge.

Warum ist Dodge City so bekannt?

Von 1876 bis 1885 war Dodge City eine der großen Rinderstädte von Kansas, und dort arbeiteten Gesetzeshüter wie Wyatt Earp und Bat Masterson. Zeitungen im Osten, Groschenromane, der Film Dodge City von 1939 und die Serie Gunsmoke machten die Stadt zur Legende.

Waren Wyatt Earp und Bat Masterson in Dodge City?

Ja. Wyatt Earp war laut Kansas Historical Society 1876 bis 1877 und 1878 bis 1879 Assistant Marshal, also stellvertretender Stadtmarschall. Bat Masterson wurde mit drei Stimmen Vorsprung Sheriff des Ford County, zu dem Dodge City gehört.

Gibt es Boot Hill in Dodge City noch?

Den alten Friedhof nutzte die Stadt nur bis 1878, die Toten kamen später auf den Friedhof Maple Grove. Nach dem National Park Service steht auf dem Hügel das alte Rathaus von 1929, und das Boot Hill Museum, das 1947 gegründet wurde, liegt auf dem ursprünglichen Gelände des Friedhofs.

Kann man Dodge City besuchen?

Ja. Das Boot Hill Museum zeigt nach eigenen Angaben eine Nachbildung der Front Street, die ab 1958 entstand. 11 Meilen westlich der Stadt liegt die Santa Fe Trail Rut Site mit Wagenspuren des Trails, ein National Historic Landmark.

Quellen

  1. Nachschlagewerk Dodge City, Ford County (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Dezember 2004, geändert Januar 2011. abgerufen am 25.10.2026
  2. Nachschlagewerk Ford County, Kansas (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand August 2023. abgerufen am 25.10.2026
  3. Nachschlagewerk Cowtowns (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Juli 2010, geändert Februar 2013. abgerufen am 25.10.2026
  4. Nachschlagewerk Robert R. Dykstra: Cattle Towns. Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026
  5. Nachschlagewerk Jimmy M. Skaggs, überarbeitet von Gary und Margaret Kraisinger: Western Trail. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1976, überarbeitet 01.07.2026. abgerufen am 25.10.2026
  6. Nachschlagewerk James L. Haley: Red River War. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1952, überarbeitet 27.01.2021. abgerufen am 25.10.2026
  7. Nachschlagewerk Frontier Forts (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand November 2001, geändert November 2018. abgerufen am 25.10.2026
  8. Archiv Kansas Post Offices, 1828 bis 1961 (nach Robert W. Baughman), Eintrag Dodge City. Kansas Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  9. Nachschlagewerk Dodge City (Kansas, United States). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  10. Amtliche Stelle Colonel Dodge. National Park Service, Pea Ridge National Military Park. Stand 10.04.2015. abgerufen am 25.10.2026
  11. Amtliche Stelle Santa Fe Trail Rut Site. National Park Service. Stand 15.05.2026. abgerufen am 25.10.2026
  12. Amtliche Stelle Dodge City Old City Hall Monuments. National Park Service. Stand 24.04.2026. abgerufen am 25.10.2026
  13. Amtliche Stelle Boot Hill Museum. National Park Service. Stand 10.03.2026. abgerufen am 25.10.2026
  14. Amtliche Stelle Maple Grove Cemetery, History. City of Dodge City. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  15. Amtliche Stelle Boot Hill Museum (National and State Registers of Historic Places). Kansas Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  16. The History of Boot Hill Museum (Angaben des Museums über sich selbst). Boot Hill Museum. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  17. Nachschlagewerk Wyatt Earp (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Februar 2011, geändert April 2013. abgerufen am 25.10.2026
  18. Nachschlagewerk William Barclay "Bat" Masterson (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Dezember 2004, geändert Januar 2016. abgerufen am 25.10.2026
  19. Filmdatenbank Dodge City (1939). AFI Catalog of Feature Films, American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  20. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Kansas. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  21. Fachaufsatz Marvin H. Garfield: The Military Post as a Factor in the Frontier Defense of Kansas 1865 bis 1869. Kansas Historical Quarterly, Kansas Historical Society. Stand November 1931 (Band 1, Heft 1), Seiten 50 bis 62. abgerufen am 25.10.2026
  22. Nachschlagewerk Jimmy M. Skaggs: Cattle Trailing. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1976, überarbeitet 07.10.2020. abgerufen am 25.10.2026
  23. Nachschlagewerk Kaw Mission (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand August 2002, geändert Dezember 2014. abgerufen am 25.10.2026
  24. Amtliche Stelle Red River Station, Historical Marker 4219 (Texas Historic Sites Atlas). Texas Historical Commission. Stand Marker von 1963. abgerufen am 25.10.2026

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