Cowboys und AlltagThema
Glücksspiel im Wilden Westen
Kurz erklärt Im Wilden Westen spielte man in Saloons und Spielhallen vor allem Faro, dazu Monte, Poker, Roulette und Keno. Faro kam über New Orleans in die USA und war bis 1915 in amerikanischen Spielsälen verbreitet, besonders im Westen. Arizona verbot das Glücksspiel ab dem 1. April 1907, Nevada nach dem 1. Oktober 1910; um 1925 war Faro fast verschwunden.

Welche Glücksspiele gab es im Wilden Westen?
Louise Clappe, die 1851 und 1852 in den Goldgräberlagern am Feather River in Kalifornien lebte, beschrieb in einem Brief vom Oktober 1852 einen Parteitag im American Valley: Pferderennen und Glücksspiel in allen Spielarten bestimmten den Tag, es gab Faro und Poker für die Amerikaner, Monte für die "Spaniards", Lansquenet für die Franzosen und kleinere Spiele für die übrigen.[4] In Nevada spielte man nach einem Bericht der Forschungsabteilung des Parlaments von Nevada vor allem Faro, Poker und Roulette, weithin und offen, obwohl das Gesetz es verbot.[17] In den Saloons von Prescott im Arizona-Territorium standen Faro, Poker, Keno und Spielautomaten.[18]
Faro
Faro ist nach Britannica eines der ältesten Glücksspiele mit Karten. Der Name soll von einem Pharao kommen, der auf manchen französischen Spielkarten abgebildet war. In die USA kam das Spiel über New Orleans. In amerikanischen Spielsälen, besonders im Westen, war es bis 1915 verbreitet, um 1925 war es fast verschwunden.[1] Die South Dakota State Historical Society nennt Faro das Kartenspiel der Frontier schlechthin.[10]
Gespielt wurde gegen die Bank. Die 13 Karten der Pik-Farbe standen für alle Werte und waren auf einem Spielplan aufgemalt, auf den die Spieler ihre Einsätze legten. Der Kartengeber legte ein gemischtes Blatt offen in einen Kartenkasten, die oberste Karte zählte nicht. Die nächste gezogene Karte verlor, die Karte, die danach im Kasten offen lag, gewann; beide zusammen bildeten eine Runde. Kamen in einer Runde zwei Karten gleichen Werts, nahm die Bank die Hälfte aller Einsätze auf diesen Wert, gleich ob auf Gewinn oder Verlust gesetzt.[1]
Auf der Rückseite der Faro-Karten war ein Tiger abgebildet. Als in Arizona das Verbot des Glücksspiels kam, titelte das Weekly Arizona Journal-Miner in Prescott am 3. April 1907: "The Tiger is Dying!", der Tiger stirbt.[2]

Monte
Spanish Monte stammt nach dem National Park Service aus Spanien. Das Spiel kam über die spanischen Kolonien in Südamerika nach Mexiko und in den Südwesten der heutigen USA. In der Zeit des Pelzhandels in den 1830er Jahren und bis in die Zeit des Goldrauschs spielten es Native Americans, amerikanische Soldaten, Mexikaner und Händler aus vielen Ländern. Das Blatt hatte Münzen, Kelche, Schwerter und Stäbe als Farben und keine Achten, Neunen und Zehnen.[3] Gespielt wurde gegen einen Bankhalter, der vier Karten offen auslegte; die Spieler setzten auf eine Reihe, und eine weitere aufgedeckte Karte entschied über Gewinn und Verlust.[3]
Louise Clappe schilderte, was Monte in den Goldgräberlagern Kaliforniens anrichtete. Wer im Herbst 1850 am Feather River gegraben hatte, hatte nach ihr großes Glück gehabt, doch der "monte fiend", der Monte-Teufel, habe Hunderte ruiniert. Zwei der erfolgreichsten Goldsucher seien in weniger als einem Jahr zu betrunkenen Spielern geworden; einer arbeite nun für fünf Dollar am Tag.[4] Wie Spieler mit den Goldfunden in die Lager kamen, beschreibt die Seite Goldsucher.
Ein anderes Spiel war Three-Card Monte. George H. Devol, der sein Geld als Spieler auf den Dampfern des Mississippi verdiente, schildert in seinen Erinnerungen von 1887, wie er einem älteren Mann das "old three-card monte racket" vorführte: Der Mann sollte unter drei Karten die richtige finden, hielt das für einfach und verlor Einsatz um Einsatz.[14]
Poker
Poker entstand nach Britannica in Nordamerika aus älteren Spielen wie Primero, Brag und Poque. Bis 1834 war es auf das heutige Blatt mit 52 Karten übertragen, die meisten Neuerungen kamen in den Jahren 1861 bis 1870, wohl weil Soldaten beider Seiten im Bürgerkrieg viel Poker spielten.[5] Poker Alice gab Anfang der 1890er Jahre in Deadwood Stud Poker.[10] Wild Bill Hickok zog nach der Encyclopedia of the Great Plains als Spieler von Rinderstadt zu Rinderstadt. In Deadwood verbrachte er 1876 die meiste Zeit mit Trinken und Spielen; am 2. August 1876 schoss ihm Jack McCall im Saloon Nr. 10 beim Kartenspiel in den Hinterkopf. Hickok hielt Asse und Achten in der Hand.[13]
Wo wurde im Wilden Westen gespielt?
Im Alamo Saloon in Abilene war nach George L. Cushman der ganze Boden mit Spieltischen bedeckt, an denen fast jedes Glücksspiel möglich war, und vormittags, nachmittags und nachts spielte ein Orchester.[6] In Virginia City zählte Mark Twain "wide-open gambling palaces", weit offene Spielpaläste, zu dem, was die Stadt in den Jahren des leichten Geldes hatte.[7] In Tombstone hatten Hotels, Saloons, Spielhallen, Tanzsäle und Bordelle rund um die Uhr geöffnet.[8]
Im Goldgräberlager Rich Bar in Kalifornien stand 1851 im Barraum des Hotels "The Empire" ein Tisch mit grünem Tuch, darauf ein Päckchen Monte-Karten, ein Backgammonbrett und ein Stapel billiger Romane.[4] In Prescott warben die Saloons in den Zeitungen mit Weinen, Billardtischen und Musik, aber nie mit dem Glücksspiel; eine seltene Ausnahme war der kurzlebige Central Saloon mit "All sorts of games for pleasure", allerlei Spielen zum Vergnügen.[2]
Jefferson Randolph Smith, genannt Soapy Smith, kam nach dem National Park Service im August 1897 nach Skagway in Alaska, eröffnete aber erst im Mai 1898 seinen "Parlor"; am 8. Juli 1898 kam er bei einer Schießerei ums Leben.[15] Der Park nennt das Haus den Spielsalon des berüchtigten Betrügers.[16] Im Jahr 1935 wurde das Haus zu einem Museum.[15]
Wer waren die Berufsspieler?
Berufsspieler hießen nach dem Sharlot Hall Museum "sporting men" oder kurz "sports". Prescott lag auf ihrer Route; der bekannteste war Doc Holliday, der dort spielte, bevor er nach Tombstone ging.[2] In Abilene waren Saloonwirte und Spieler nach Cushman oft Partner. Der Spieler trug teure Kleidung und auffälligen Schmuck und zeigte bei der Arbeit ein unbewegtes "poker face". Die Spiele sollten ehrlich sein, doch Berufsspieler nutzten ihre Tricks bei Texanern, die zu viel getrunken hatten; flog das auf, kam es meist zur Schießerei.[6]
Über ihren Platz in der Gesellschaft urteilten die Zeitgenossen verschieden. Louise Clappe schrieb im Juli 1852, in den Lagern herrschten die Spieler, meist rücksichtslose, schlechte Männer, auch wenn bei manchen das einzige Laster die "fatal love of play" sei, die verhängnisvolle Liebe zum Spiel. Die übrigen Leute fürchteten sie, und wenn sie den "Spaniards" offenes Unrecht taten, blieb das meist ungeahndet.[4] Thomas J. Dimsdale fand dagegen in Montana, dass Spieler und Saloonwirte am großzügigsten spendeten, wenn jemand in Not geriet.[9]
Ben Thompson aus Yorkshire führte 1871 mit Phil Coe in Abilene den Bull's Head Saloon, eine Bar mit Spieltischen, und war 1873 Hausspieler in einem Saloon in Ellsworth. Später eröffnete er in Austin eine Spielhalle über dem Iron Front Saloon; ein Gast sagte, Thompson habe in seinem Haus nie ein falsches Spiel betrieben. Die Bürger von Austin wählten ihn im Dezember 1880 und im November 1881 zum City Marshal.[11] In Fort Worth stritten Luke Short und der frühere Marshal Jim Courtright nach dem Handbook of Texas um die Kontrolle über das Glücksspiel der Stadt. Am 8. Februar 1887 erschoss Short Courtright; den Grund hat man nie geklärt.[12]
Auch Frauen lebten vom Spiel. Alice Ivers kam am 17. Februar 1851 in Sudbury in England zur Welt und zog mit ihrer Familie in die USA. Mit ihrem Mann Frank Duffield lebte sie in Lake City in Colorado, wo sie in den Saloons die Spiele studierte; als ihr Mann bei einem Grubenunglück starb, wurde das Spiel ihr Broterwerb.[10] Sie folgte den Booms in Bergbaulager und Rinderstädte, gab Faro, trug nach der South Dakota State Historical Society stets eine Waffe, kaute eine dicke Zigarre und arbeitete sonntags nicht. In Deadwood lernte sie den Kartengeber Warren G. Tubbs kennen und heiratete ihn. Nach seinem Tod 1910 eröffnete sie in Sturgis ein Spielhaus und ein Bordell, bis Reformer es schlossen. Sie starb am 27. Februar 1930 mit 79 Jahren.[10]
Wie Wyatt Earp, Bat Masterson und Doc Holliday als Spieler lebten, beschreiben ihre eigenen Seiten.
Wie wurde beim Glücksspiel betrogen?
George H. Devol warb schon auf dem Titelblatt seines Buchs "Forty Years a Gambler on the Mississippi" (1887) mit Betrug: Er sei 1839 Schiffsjunge gewesen, habe mit elf Jahren Karten stehlen und die anderen Jungen betrügen können und mit vierzehn ein Kartenspiel präparieren, "stock a deck".[14] In Nevada regelten die Beteiligten Falschspiel bis 1879 unter sich; erst in diesem Jahr verbot das Parlament das Betrügen in lizenzierten Spielen.[17]
Zeitungen der Zeit berichteten über Schießereien nach Streit am Spieltisch; sie zeigen, wie darüber geschrieben wurde, und sind für die Einzelheiten nicht immer verlässlich. Am 9. Juli 1870 meldete der Weekly Arizona Miner, Hiram Lightner habe wegen eines Faro-Spiels auf den Spieler Sion Bradley geschossen; das Blatt nannte Bradley einen ehrenhaften Spieler und warnte, wer so lebe, gerate früher oder später in Schwierigkeiten.[2] Ben Thompson tötete im Juli 1882 nach einem Streit beim Kartenspiel in San Antonio den Theaterbesitzer Jack Harris und wurde freigesprochen.[11] Nach einer tödlichen Schießerei im Long Branch Saloon in Dodge City am 5. April 1879, an der der Spieler Frank Loving beteiligt war, forderte der Ford County Globe, Spielern dürfe man auf keinen Fall Waffen erlauben.[22]
Spieler sind als Klasse zu allem entschlossene Männer. Sie halten es in ihrem Geschäft für nötig, ihren Ruf als Kämpfer zu wahren und sich nie einschüchtern zu lassen.
Wie oft in den Rinderstädten wirklich geschossen wurde, steht auf der Seite Leben in einer Westernstadt.
Welche Gesetze gab es gegen das Glücksspiel?
In den Rinderstädten von Kansas wollten die gemäßigten Reformer nach Robert R. Dykstra monatliche Abgaben von Saloonwirten, Spielern und Prostituierten, um die Polizei zu bezahlen.[21] 1883 verschärfte der Stadtrat von Dodge City die Gesetze, vor allem gegen den Long Branch Saloon. Mitbesitzer Luke Short wurde mit Angestellten und Spielern festgenommen und aus der Stadt gebracht, danach mussten alle Spielhäuser schließen. Bahn und Händler fürchteten um ihre Geschäfte, Wyatt Earp und Bat Masterson kamen Short zu Hilfe, und die Lager einigten sich.[20]
Nevada wechselte mehrmals den Kurs. 1861 verbot das Parlament des Territoriums jedes Glücksspiel: Wer ein Spiel betrieb, dem drohten bis zu 5.000 Dollar Strafe und zwei Jahre Haft, wer wettete, bis zu 500 Dollar und sechs Monate. Das Gesetz wurde weithin missachtet.[17] 1869 erlaubte das Parlament das Glücksspiel gegen das Veto von Gouverneur Henry Goode Blasdel. Eine Lizenz kostete 1.000 Dollar in Countys mit weniger als 2.000 eingetragenen Wählern, sonst 1.600 Dollar; im vorderen Raum eines Saloons durfte nicht gespielt werden, und Jugendliche unter 17 Jahren durften nicht mitspielen.[17] Die Women's Civil League und die Anti-Gambling League von Reno erreichten 1909 ein Gesetz, das jedes Glücksspiel nach dem 1. Oktober 1910 verbot. 1911 wurde das Verbot kurz aufgehoben, 1913 wieder eingeführt; durchgesetzt wurde es ungleich, und verbotene Spielhäuser arbeiteten in vielen Städten weiter. Erst 1931 erlaubte Nevada das Glücksspiel wieder.[17]
In Arizona war Prescott nach dem Sharlot Hall Museum von 1864 bis 1907 ein Paradies für Spieler. Tucson hatte die Spielhäuser schon vor der Parlamentssitzung von 1905 mit einer hohen Lizenzsteuer belegt, die Wähler von Phoenix verlangten im November 1906 ein Ende des Glücksspiels.[18] Gouverneur Joseph H. Kibbey forderte 1907 in seiner Rede vor dem Parlament des Territoriums das Verbot; Arizona sollte seinen wilden Ruf ablegen, um Bundesstaat zu werden.[18, 19] Bis dahin kostete eine Lizenz für jede Art von Glücksspiel 30 Dollar im Monat. Wer ohne Lizenz Faro, Monte, Roulette, Lasquinette, Rouge et noir, Rondo oder ein anderes Bankspiel betrieb, dem drohten 100 bis 1.000 Dollar Strafe.[18] Das Gesetz von George W. P. Hunt strich die Lizenz; Kibbey unterschrieb es am 31. Januar 1907, gültig wurde es am 1. April 1907.[19]
Mit den Lizenzgebühren hatte Arizona Schulen bezahlt. Im Haushaltsjahr bis Juni 1906 brachten sie 67.867,08 Dollar, die an die Schulkassen der Countys gingen.[19] Am letzten Abend sahen im Palace in Prescott mindestens 300 Menschen zu, wie die Spiele schlossen.[2] Trotz des Verbots ging das Spiel in Prescott weiter. Erst nach einem weiteren Gesetz von 1909 und auf Anweisung von Bezirksstaatsanwalt Henry D. Ross ruhte ab dem 1. März 1909 in allen Saloons von Prescott das Kartenspiel, die meisten Tische wurden hinausgetragen, und die Spielautomaten drehte man mit der Vorderseite zur Wand.[19]
Zeitleiste: Glücksspiel und Gesetz
- 1834Bis zu diesem Jahr ist Poker auf das Blatt mit 52 Karten übertragen.[5]
- 1852Louise Clappe beschreibt bei einem Parteitag in Kalifornien Faro und Poker für die Amerikaner, Monte für die "Spaniards" und Lansquenet für die Franzosen.[4]
- 1861Das Parlament des Nevada-Territoriums verbietet jedes Glücksspiel; das Gesetz wird weithin missachtet.[17]
- 1869Nevada erlaubt das Glücksspiel gegen Lizenzgebühren, gegen das Veto von Gouverneur Henry Goode Blasdel.[17]
- 1871Ben Thompson und Phil Coe führen in Abilene den Bull's Head Saloon mit Ausschank und Spieltischen.[11] Abilene
- 02.08.1876Wild Bill Hickok wird in Deadwood beim Kartenspiel im Saloon Nr. 10 erschossen.[13] Wild Bill Hickok
- 1879Nevada verbietet das Betrügen in lizenzierten Spielen.[17]
- 1883In Dodge City müssen alle Spielhäuser schließen; Luke Short wird aus der Stadt gebracht.[20] Dodge City
- 08.02.1887Luke Short erschießt in Fort Worth den früheren Marshal Jim Courtright; beide stritten um die Kontrolle über das Glücksspiel der Stadt.[12]
- Mai 1898Soapy Smith eröffnet in Skagway seinen Parlor.[15]
- 1905Tucson hat die Spielhäuser bis zu diesem Jahr mit einer hohen Lizenzsteuer belegt.[18]
- 31.01.1907Gouverneur Joseph H. Kibbey unterschreibt das Verbot des Glücksspiels im Arizona-Territorium.[19]
- 01.04.1907Das Verbot des Glücksspiels in Arizona tritt in Kraft.[19]
- 1909Nevada beschließt ein Gesetz, das jedes Glücksspiel nach dem 1. Oktober 1910 verbietet.[17]
- 01.03.1909In allen Saloons von Prescott ruht das Kartenspiel.[19]
- 1915Bis zu diesem Jahr ist Faro in den Spielsälen der USA verbreitet, um 1925 ist es fast verschwunden.[1]
- 27.02.1930Alice Ivers Tubbs, genannt Poker Alice, stirbt mit 79 Jahren.[10]
Mythos und Wahrheit

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Häufige Fragen
Was ist Faro?
Faro ist eines der ältesten Glücksspiele mit Karten. Im 19. Jahrhundert war es in den Spielsälen der USA verbreitet, besonders im Westen. Die Spieler setzten gegen die Bank auf einen Kartenwert, der Kartengeber zog die Karten aus einem Kasten.
Woher hat Faro seinen Namen?
Nach Britannica soll der Name von einem Pharao kommen, der auf manchen französischen Spielkarten abgebildet war. In die USA kam das Spiel über New Orleans.
Wie wurde Faro gespielt?
Auf dem Tisch lagen die 13 Werte der Pik-Farbe als Spielplan, auf den die Spieler ihre Einsätze legten. Aus dem Kartenkasten verlor die erste gezogene Karte, die zweite gewann; beide zusammen bildeten eine Runde. Kamen in einer Runde zwei Karten gleichen Werts, nahm die Bank die Hälfte der Einsätze auf diesen Wert.
Welches Kartenspiel gilt als typisch für den Wilden Westen?
Faro. Die South Dakota State Historical Society nennt es das Kartenspiel der Frontier schlechthin. Poker wurde ebenfalls gespielt; die meisten Neuerungen des Spiels entstanden nach Britannica in den Jahren 1861 bis 1870.
Was ist Monte?
Spanish Monte ist ein Kartenspiel aus Spanien, das über die spanischen Kolonien nach Mexiko und in den Südwesten der USA kam. Gespielt wurde mit Münzen, Kelchen, Schwertern und Stäben als Farben und ohne Achten, Neunen und Zehnen. Davon zu unterscheiden ist Three-Card Monte, ein Trick, mit dem Falschspieler ihre Opfer betrogen.
War Glücksspiel im Wilden Westen erlaubt?
Das hing vom Territorium und von der Zeit ab. Nevada verbot es 1861, erlaubte es 1869 gegen Lizenzgebühren und verbot es wieder nach dem 1. Oktober 1910. Arizona vergab Lizenzen für 30 Dollar im Monat, bis ein Gesetz vom 31. Januar 1907 das Spiel ab dem 1. April 1907 verbot.
Wer war Poker Alice?
Alice Ivers Tubbs, 1851 in England geboren, gab in Bergbau- und Rinderstädten Faro und Poker. In Deadwood bekam sie Anfang der 1890er Jahre den Namen Poker Alice. Sie starb am 27. Februar 1930 und ist in Sturgis begraben.
Quellen
- Nachschlagewerk David Parlett: Faro (card game). Encyclopaedia Britannica. Stand 1998, laufend aktualisiert. abgerufen am 25.10.2026
- Museum Bob Harner: The Tiger is Gone: The "Demise" of Legal Gambling on Whiskey Row (Days Past). Sharlot Hall Museum, Prescott, mit den Prescott Corral of Westerners International. Stand 12.03.2022. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Spanish Monte Card Game. National Park Service, Bent's Old Fort National Historic Site. Stand 24.09.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Louise Clappe (Dame Shirley): The Shirley Letters from California Mines in 1851-52, Briefe 2, 3, 18 und 21, hrsg. von Thomas C. Russell. Thomas C. Russell, San Francisco 1922; Ausgabe Project Gutenberg, eBook 23280. Stand Briefe 1851 bis 1852, zuerst in The Pioneer 1854 bis 1855. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Oswald Jacoby: Poker (card game). Encyclopaedia Britannica. Stand 1998, laufend aktualisiert. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz George L. Cushman: Abilene, First of the Kansas Cow Towns (Kansas Historical Quarterly, Bd. 9, Nr. 3, S. 240 bis 258). Kansas Historical Society. Stand August 1940. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Mark Twain: Roughing It, Kapitel 43. Ausgabe Project Gutenberg, eBook 3177 (Erstausgabe American Publishing Company, Hartford 1872). Stand 1872 (Gutenberg-Ausgabe 2004, aktualisiert 31.03.2024). abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle National Register of Historic Places Inventory, Nomination Form: Tombstone, verfasst von Marilyn Larew, Historic Sites Survey Division. National Park Service. Stand Februar 1978. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Thomas J. Dimsdale: The Vigilantes of Montana, or Popular Justice in the Rocky Mountains, Kapitel 2. Montana Post Press, D. W. Tilton and Co.; Ausgabe Project Gutenberg, eBook 68146. Stand 1866, eingetragen 1865. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Joan Anderson: Dakota Images: Alice Ivers Tubbs (South Dakota History, Bd. 40, Nr. 1, S. 94). South Dakota State Historical Society. Stand 2010. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Tom Bicknell und Anne Beck: Thompson, Ben (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 28.01.2020. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Carol E. Williams: Courtright, Timothy Isaiah (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1994, überarbeitet 19.09.2019. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Roger D. McGrath: Hickok, Wild Bill (1837 bis 1876). Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle George H. Devol: Forty Years a Gambler on the Mississippi. Devol und Haines, Cincinnati; Ausgabe Project Gutenberg, eBook 23587. Stand 1887 (Gutenberg-Ausgabe 2007). abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle The Many Faces of Jeff. Smiths Parlor. National Park Service, Klondike Gold Rush National Historical Park. Stand 26.10.2021. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Excavation Spotlight: Soapy's Parlor. National Park Service, Klondike Gold Rush National Historical Park. Stand 17.03.2021. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Gaming in Nevada (Policy and Program Report). Research Division, Nevada Legislative Counsel Bureau. Stand April 2016. abgerufen am 25.10.2026
- Museum Tom Collins: Arizona Territory's Gambling Prohibition Experiment, Teil 1 (Days Past). Sharlot Hall Museum, Prescott. Stand 09.10.2010. abgerufen am 25.10.2026
- Museum Tom Collins: Territorial Arizona's Gambling Prohibition Experiment, Teil 2 (Days Past). Sharlot Hall Museum, Prescott. Stand 16.10.2010. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Ford County, Kansas (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand August 2023. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Robert R. Dykstra: Cattle Towns. Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Nyle H. Miller und Joseph W. Snell: Some Notes on Kansas Cowtown Police Officers and Gunfighters, Kansas Historical Quarterly 26, Heft 1, S. 1 bis 33. Kansas Historical Society. Stand Frühjahr 1960. abgerufen am 25.10.2026
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