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Deadwood

Kurz erklärt Deadwood ist eine Kleinstadt im Lawrence County im Westen von South Dakota, in einer engen Schlucht der nördlichen Black Hills. Das Goldgräberlager entstand 1876 auf Land, das der Vertrag von Fort Laramie den Lakota zugesprochen hatte, und wurde durch den Mord an Wild Bill Hickok am 2. August 1876 bekannt. Die ganze Stadt ist seit 1961 National Historic Landmark.

Enge, steile Schlucht in den Black Hills mit dunklen Kiefernhängen und hellen Felsen, unten ein klarer Bach im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Geschichte von Deadwood

Die Black Hills vor dem Goldrausch: Land der Lakota

Deadwood liegt in den Black Hills. Im Vertrag von Fort Laramie vom 29. April 1868 erkannten die USA das Gebirge als Teil der Großen Sioux-Reservation an, die einen großen Teil der Westhälfte des heutigen South Dakota umfasste und den Sioux zur ausschließlichen Nutzung vorbehalten war. Die National Archives nennen die Black Hills den Sioux heilig.[7]

Was die Black Hills den Lakota bedeuten, beschreiben der Cheyenne River Sioux Tribe und der Oglala Sioux Tribe in einem Schriftsatz vom Februar 2026. Sie reichten ihn beim Board of Minerals and Environment ein, dem Bergbau- und Umweltausschuss von South Dakota, in einem Verfahren um eine Genehmigung zur Suche nach Uran. Die Lakota nennen das Gebirge Pahá Sápa oder He Sapa, für sie ist es das Zentrum des Universums, "das Herz von allem, was ist" (englisch "the heart of everything that is"). In den Black Hills seien die Lakota zum ersten Mal auf die Erde getreten, und bis heute beten sie dort, halten Zeremonien ab und sammeln Pflanzen für Heilkunde und Religion.[9] Beide Nationen gehören nach eigener Darstellung zu den Oceti Sakowin, den Sieben Ratsfeuern der Lakota, Dakota und Nakota.[8, 9]

1874 führte George A. Custer eine Expedition der Armee in die Black Hills, die Goldsucher begleiteten. Nach dem Fund drangen Bergleute in das Jagdgebiet der Sioux ein, und 1877 zog die Regierung das Land ein.[7] Mehr dazu steht auf der Seite Der Goldrausch in den Black Hills. Der Besitz der Black Hills ist laut National Archives bis heute Gegenstand eines Rechtsstreits.[7] Der Oglala Sioux Tribe schreibt, der Verlust von Land, darunter der Black Hills, sei weiter ein Streitpunkt.[8]

Goldfund in der Deadwood Gulch 1875 und 1876

Im August 1875 kamen Frank Bryant, John B. Pearson und andere in den Norden der Black Hills und fanden an der Mündung des Whitewood Creek etwas Gold. Als Truppen von General George Crook auftauchten, verließ Bryant das Gebiet; im November kehrte er mit zwei Begleitern zurück und steckte seinen Discovery Claim ab, den Claim des Entdeckers.[1] Die ersten Goldsucher gruben über einer Schicht aus totem Holz, die die Schlucht füllte. Wer später kam, musste den Boden erst räumen und stieß darunter auf sehr reiche Seifen, also lose Goldablagerungen im Kies.[1]

Woher der Name kommt, erklären die Quellen verschieden. Britannica führt ihn auf die abgestorbenen Bäume in der Schlucht zurück. Nach HistoryNet bekam die junge Siedlung ihren Namen 1875, als ein Stück Kiefernwald ringsum abbrannte.[5, 4]

Für die Gründung gibt es zwei Daten. Die South Dakota State Historical Society nennt den 26. April 1876, weniger als ein Jahr nach den ersten Funden in der Deadwood Gulch.[2] Nach der Nominierung des Deadwood Historic District als National Historic Landmark entstand das Lager im Frühjahr 1876, und J. J. Williams und andere legten das Stadtgebiet am 26. August 1876 an.[1] Die erste Zeitung, The Black Hills Pioneer, erschien am 8. Juni 1876 und meldete sechs Wochen später etwa 2.000 Einwohner.[1]

Wie viele Menschen kamen, schätzen die Quellen sehr unterschiedlich. Die Nominierung spricht von 7.000 Bergleuten im Frühjahr 1876, Britannica von etwa 25.000, die 1876 die Hügel ringsum bevölkerten. Nach HistoryNet zogen von 1874 bis 1877 rund 20.000 Goldsucher in die Deadwood Gulch, und Ende 1876 hatte Deadwood mehr als 3.000 Einwohner und fast 200 Geschäfte.[1, 5, 4]

Das Lager stand ohne Recht auf dem Land der Großen Sioux-Reservation.[10] Eine geordnete Verwaltung gab es laut HistoryNet erst ab Oktober 1876.[4] Im ersten Jahr des Goldrauschs wurden in den Black Hills nach der South Dakota State Historical Society mehr als hundert Menschen ermordet. Gerichte fehlten, und die Bergleute verließen sich auf eigene Bergmannsgerichte und ihre Waffen.[2] Die Stadt bot Kost und Logis, Bäder und Ärzte, die Geschäfte Essen, Alkohol, Glücksspiel, Bühnenschauen und Prostitution. Bezahlt wurde meist mit Goldstaub, den die Händler auf eigenen Waagen wogen.[2]

Zeltlager und einfache Blockhütten entlang eines schlammigen Wegs in einer engen, bewaldeten Schlucht, Baumstümpfe am Hang, Rauch aus einem Ofenrohr, Licht der späten Nachmittagssonne
Nachempfundene Szene: So beschreibt die Nominierung die ersten Monate in der Deadwood Gulch, mit Zelten und Blockhütten an einem gerodeten Weg Bild: KI-generiert

Vom Goldgräberlager zur Handelsstadt

Das leicht gewinnbare Seifengold war Ende der 1870er Jahre erschöpft. An seine Stelle trat der Bergbau im Fels, der viel Kapital für Mühlen brauchte.[1] Im April 1876 steckten Moses und Fred Manuel mit Henry Harney und Alex Engh bei Lead einen Claim ab, die Homestake, und verkauften ihn 1877 an George Hearst und zwei Partner aus San Francisco.[2] Unter Hearst wurde die Homestake nach der Nominierung die größte und ergiebigste Goldgrube der westlichen Halbkugel. Lead wurde eine Stadt der Gesellschaft, Deadwood die Dienstleistungsstadt der Region mit Restaurants, Hotels, Saloons, Bekleidungsgeschäften, Anwaltskanzleien und Vergnügungsstätten.[1] Von 1876 bis 2001 förderte die Homestake laut Sanford Underground Research Facility mehr als 40 Millionen Unzen Gold; die South Dakota State Historical Society nennt den 14. Dezember 2001 für die letzte Tonne Erz.[6, 2]

1879 brach ein Feuer aus, das das ganze Geschäftsviertel zerstörte; HistoryNet nennt den September 1879.[1, 4] Zum Wiederaufbau kam Stein aus den Black Hills.[2] Im Mai 1883 zerstörte ein Hochwasser 150 Gebäude, drei Menschen starben. 1887 lösten Silberfunde in den nahen Lagern Carbonate und Galena noch einmal einen Ansturm aus.[1] Die Bahn erreichte Deadwood nach der Nominierung 1890 und beendete die Zeit der Postkutschen; Britannica nennt 1891.[1, 5] Schwer traf die Stadt die Silberkrise von 1893; die Nominierung von 1976 spricht von einem plötzlichen Rückgang der Bevölkerung.[1] Mitte der 1890er Jahre belebte das Zyanidverfahren, mit dem sich Gold auch aus armem Erz lösen ließ, den Bergbau neu, und das Geschäftsviertel verdoppelte sich. Der größte Teil der heutigen Stadt stand nach der Nominierung schon 1914.[1]

Die meisten Einwohner waren nach dem Nachtrag zur Nominierung von 1989 Zuwanderer aus den USA selbst. Daneben gab es ein großes chinesisches Viertel und eine kleine jüdische Gemeinde. Die Chinesen galten oft als Wäscher, führten aber auch zahlreiche Läden und Restaurants; über ihre Geschichte in Deadwood ist wenig bekannt (Chinesen im Wilden Westen).[1] Das Glücksspiel, das laut Britannica zur Geschichte der Stadt gehörte, wurde 1905 verboten.[5] In den 1920er und 1930er Jahren kamen mit Auto und neuen Straßen Urlauber in größerer Zahl, und viele Händler verkauften ihnen ein Bild vom Wilden Westen, das nach dem Nachtrag von 1989 teils erfunden war.[1]

Bekannte Ereignisse und Personen

Der Mord an Wild Bill Hickok 1876

Am 2. August 1876 spielte Wild Bill Hickok im Saloon Nr. 10 Poker, als Jack McCall ihm von hinten in den Kopf schoss.[4, 5] Die Karten in seiner Hand, Asse und Achten, heißen seitdem Dead Man's Hand, die Hand des toten Mannes.[4] Am nächsten Morgen sprach ein spontan einberufenes Gericht der Goldgräber McCall frei.[4] Weil Deadwood auf dem Land der Großen Sioux-Reservation lag, konnte die Regierung des Dakota-Territoriums dieses Urteil als unerheblich ansehen. Ein Richter erließ am 29. August 1876 Haftbefehl, McCall wurde in Laramie festgenommen und in Yankton am 18. Oktober 1876 wegen Mordes angeklagt. Am 6. Dezember sprachen ihn die Geschworenen schuldig, am 1. März 1877 wurde er in Yankton gehängt.[10]

Begraben wurde Hickok laut HistoryNet zuerst auf dem Friedhof Ingleside, nach dem Smithsonian Magazine in der Whitewood Gulch; 1879 kam er auf den Friedhof Mount Moriah über der Stadt.[4, 13] Bei den jährlichen "Deadwood Days" spielte man nach der Nominierung von 1976 die Tat und den Prozess nach; Britannica nennt das Nachspiel heute ein beliebtes Schauspiel für Besucher.[1, 5]

Calamity Jane

Calamity Jane zählt die Nominierung von 1976 zu den Gestalten, denen Deadwood seinen Ruhm verdankt.[1] Nach HistoryNet soll sie während einer Pockenepidemie Kranke gepflegt haben. Etwa einen Monat vor ihrem Tod 1903 ließ sie sich an Hickoks Grab fotografieren; sie soll darum gebeten haben, neben ihm begraben zu werden.[4] Die Gräber der beiden liegen auf Mount Moriah nebeneinander.[1]

Seth Bullock und das Gesetz im Lager

Seth Bullock, dem die Seite Berühmte Sheriffs und Marshals einen eigenen Abschnitt widmet, war Eisenwarenhändler aus Kanada. Er kam nach HistoryNet am 1. August 1876 mit seinem Geschäftspartner Sol Star nach Deadwood, einen Tag vor dem Mord an Hickok. Bis Ende des Monats war er so etwas wie der Sheriff des Lagers. Als im April 1877 das Lawrence County entstand, ernannte ihn Gouverneur John L. Pennington zum ersten Sheriff; das Amt behielt er bis ins Jahr 1878.[4] Deadwood ist seit 1877 Sitz des County.[5] Bullock starb am 23. September 1919 und liegt auf Mount Moriah.[4]

Al Swearengen und das Gem Theater

Im April 1877 eröffnete Al Swearengen das Gem Theater, nach HistoryNet zugleich Tanzsaal und Saloon. Junge Frauen, die er als Tänzerinnen und Sängerinnen anwarb, zwang er zur Prostitution. Sheriff Bullock ließ das Haus 1878 für 48 Stunden schließen. Im September 1879 brannte das Gem nieder, und Swearengen eröffnete es nach weniger als einem Monat wieder; 1899 zerstörte es ein weiteres Feuer.[4]

Deadwood Dick, Poker Alice und die Groschenromane

Die Groschenromane stellt die Seite Dime Novels vor, Nat Love und den Namen Deadwood Dick die Seite Schwarze Cowboys, Poker Alice die Seite Glücksspiel im Wilden Westen. Berühmt ist Deadwood nach der Nominierung von 1976 vor allem durch Figuren wie Wild Bill Hickok, Calamity Jane, Deadwood Dick und Poker Alice; die Stadt selbst habe wohl nicht mehr Gold geliefert als viele andere Bergbauorte. Britannica schreibt, die Groschenromane um Deadwood Dick hätten den Ruf der Stadt als gesetzloser Ort noch vergrößert.[1, 5]

Zeitleiste

Zeitleiste: Deadwood
  1. August 1875Frank Bryant, John B. Pearson und andere finden an der Mündung des Whitewood Creek etwas Gold; im November steckt Bryant seinen Discovery Claim ab.[1]
  2. April 1876Moses und Fred Manuel, Henry Harney und Alex Engh stecken bei Lead den Claim Homestake ab.[2]
  3. 26.04.1876Gründung von Deadwood laut South Dakota State Historical Society.[2]
  4. 08.06.1876In Deadwood erscheint die erste Zeitung, The Black Hills Pioneer.[1]
  5. 01.08.1876Seth Bullock und sein Geschäftspartner Sol Star kommen nach Deadwood.[4]
  6. 02.08.1876Jack McCall erschießt Wild Bill Hickok beim Pokerspiel im Saloon Nr. 10.[4, 5] Wild Bill Hickok
  7. 26.08.1876J. J. Williams und andere legen das Stadtgebiet von Deadwood an.[1]
  8. 1877Die Gründer der Homestake verkaufen den Claim an George Hearst und zwei Partner aus San Francisco.[2]
  9. 01.03.1877Jack McCall wird in Yankton gehängt.[10] Wild Bill Hickok
  10. April 1877Das Lawrence County entsteht; Gouverneur John L. Pennington ernennt Seth Bullock zum ersten Sheriff.[4]
  11. 1879Hickoks Gebeine kommen auf den Friedhof Mount Moriah.[4] Wild Bill Hickok
  12. September 1879Ein Brand zerstört das ganze Geschäftsviertel (Monat laut HistoryNet).[1, 4]
  13. Mai 1883Ein Hochwasser zerstört 150 Gebäude, drei Menschen sterben.[1]
  14. 1890Die Bahn erreicht Deadwood (Britannica nennt 1891).[1, 5]
  15. 1893Die Silberkrise trifft die Stadt schwer.[1]
  16. 1903Calamity Jane stirbt; sie wird auf Mount Moriah neben Hickok begraben.[4, 1] Calamity Jane
  17. 1930Das Adams Memorial Museum entsteht.[1]
  18. 04.07.1961Der Deadwood Historic District wird National Historic Landmark.[3]
  19. 14.12.2001Die letzte Tonne Erz kommt aus der Homestake-Grube; die Förderung dauerte laut Sanford Lab von 1876 bis 2001.[2, 6]

Was ist heute in Deadwood zu sehen?

Deadwood liegt laut Britannica auf mehr als 4.530 Fuß (rund 1.380 Meter) Höhe in der Schlucht des Whitewood Creek, an den steilen bewaldeten Hängen der Deadwood Gulch. Bei der Volkszählung 2010 hatte die Stadt 1.270 Einwohner.[5] Seit dem 4. Juli 1961 führt der National Park Service den Deadwood Historic District unter den National Historic Landmarks.[3] Seit dem Nachtrag von 1989 bilden die Stadtgrenzen die Grenzen des Bezirks, weil Deadwood nie über sie hinausgewachsen ist; der Kern stammt aus der Zeit nach dem Brand von 1879 und vor der Krise von 1893.[1]

Erhaltene Stätten in und bei Deadwood nach den Quellen (Nominierung von 1976, Nachtrag von 1989, Sanford Lab)
StätteWas es ist laut Quelle
Main StreetGeschäftsviertel mit einer Reihe von Geschäftshäusern aus Backstein im Stil der viktorianischen Zeit[1]
Mount Moriah CemeteryFriedhof über der Stadt mit den Gräbern von Wild Bill Hickok und Calamity Jane, Teil des Denkmalbezirks[1, 5]
Adams Memorial MuseumMuseum zur Geschichte der Region, 1930 aus hellbraunem Backstein gebaut; das erste Geld vermachte der Geschäftsmann und Bürgermeister W. E. Adams[1, 5]
Old Lawrence County CourthouseGerichtsgebäude aus Stein mit Kupferkuppel, 1908 entworfen[1]
Homestake Slime PlantHolzbau der Homestake Mining Company von 1935 zur Aufbereitung von Erz, laut Nominierung der letzte Rest des Bergbaus in Deadwood selbst[1]
Sanford Lab Homestake Visitor Center, LeadBesucherzentrum zur Geschichte der Homestake-Grube, in der heute ein Labor tief unter der Erde forscht[6]

Der Fremdenverkehr ist nach dem Nachtrag zur Nominierung von 1989 der wichtigste Erwerbszweig der Stadt, das ganze Jahr über.[1] Seit 1989 ist Glücksspiel in Deadwood nach einer Volksabstimmung und einem Gesetz des Staates South Dakota wieder erlaubt; die Lizenzen vergibt die South Dakota Commission on Gaming.[5, 11]

Hölzerner Förderturm und ein langes Mühlengebäude aus Holz an einem Kiefernhang in den Black Hills, davor Erzwagen auf schmalen Schienen im Licht der späten Nachmittagssonne
Nachempfundene Szene: Bergbau im Fels mit Förderturm und Mühle, wie er nach dem Goldrausch um Lead und Deadwood aufkam Bild: KI-generiert

Karte

Deadwood liegt im Norden der Black Hills, gleich nordöstlich von Lead und laut Britannica rund 40 Meilen (etwa 65 Kilometer) nordwestlich von Rapid City.[5] Das Geographic Names Information System des U.S. Geological Survey verzeichnet den Ort auf rund 44,38 Grad nördlicher Breite und 103,73 Grad westlicher Länge.[12]

Karte: Deadwood in den nördlichen Black Hills125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Deadwood2Goldrausch in den Black Hills34Fort Laramie5Schlacht am Little Bighorn
Karte: Deadwood in den nördlichen Black Hills
  1. 1Deadwood (Deadwood, South Dakota) 44,38° N, 103,73° W[12]
  2. 2Goldrausch in den Black Hills (Custer, South Dakota, nahe der Fundstelle am French Creek) 43,77° N, 103,60° W[14]
  3. 3Black Hills (Black Elk Peak, höchster Gipfel der Black Hills, South Dakota) 43,87° N, 103,53° W[15]
  4. 4Fort Laramie (Fort Laramie National Historic Site, Wyoming) 42,20° N, 104,55° W[16]
  5. 5Schlacht am Little Bighorn (Little Bighorn Battlefield National Monument) 45,57° N, 107,43° W[17]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Mythos und Wahrheit: Wie gesetzlos war Deadwood?

Die Nominierung von 1989 nennt Deadwood eine Stadt, die vor allem durch ein selbst gewähltes Bild als wilde Bergbaustadt berühmt wurde; die Bauten zeigen eher eine Handelsstadt.[1]

Deadwood im Film

Die Figuren der Fernsehserie Deadwood des Senders HBO, die 2006 in ihre dritte Staffel ging, gehen laut HistoryNet auf Menschen zurück, die wirklich in Deadwood lebten, darunter Al Swearengen, Seth Bullock, Sol Star und Charlie Utter.[4]

Im Film

Häufige Fragen

Wo liegt Deadwood?

Deadwood liegt im Lawrence County im Westen von South Dakota, in einer Schlucht des Whitewood Creek in den nördlichen Black Hills. Sie liegt gleich nordöstlich von Lead, bis Rapid City sind es laut Britannica rund 65 Kilometer nach Südosten.

Wann wurde Deadwood gegründet?

Die South Dakota State Historical Society nennt den 26. April 1876. Nach der Nominierung als National Historic Landmark entstand das Lager im Frühjahr 1876, und J. J. Williams und andere legten das Stadtgebiet am 26. August 1876 an.

Woher hat Deadwood seinen Namen?

Deadwood heißt auf Deutsch totes Holz. Britannica führt den Namen auf die abgestorbenen Bäume in der Schlucht zurück, HistoryNet auf einen Waldbrand im Jahr 1875. Die ersten Goldsucher gruben laut National Park Service über einer Schicht aus totem Holz, die die Schlucht füllte.

Wer wurde in Deadwood erschossen?

Am bekanntesten ist der Mord an Wild Bill Hickok: Jack McCall schoss ihm am 2. August 1876 beim Pokerspiel im Saloon Nr. 10 in den Hinterkopf. Ein Gericht der Goldgräber sprach McCall frei, ein Gericht in Yankton verurteilte ihn später, und am 1. März 1877 wurde er gehängt.

Wer liegt auf dem Friedhof Mount Moriah?

Auf dem Friedhof über der Stadt liegen unter anderen Wild Bill Hickok und Calamity Jane nebeneinander, dazu Seth Bullock, der erste Sheriff des Lawrence County. Der Friedhof gehört zum Deadwood Historic District.

Gehörte Deadwood den Lakota?

Ja, nach dem Vertrag von Fort Laramie von 1868 lag die Schlucht in der Großen Sioux-Reservation. Das Lager entstand deshalb ohne Recht. 1877 nahm die Regierung den Lakota die Black Hills, und laut National Archives ist der Besitz bis heute vor Gericht umstritten.

Ist Deadwood eine Geisterstadt?

Nein. Deadwood hatte bei der Volkszählung 2010 laut Britannica 1.270 Einwohner und lebt heute vor allem vom Fremdenverkehr. Echte Geisterstädte stellt die Seite Geisterstädte vor.

Quellen

  1. Amtliche Stelle National Register of Historic Places Inventory, Nomination Form: Deadwood Historic District (National Historic Landmark), mit Nachtrag zur Abgrenzung. National Park Service, Historic Sites Survey (Stephen Lissandrello). Stand 1976, Nachtrag 1989. abgerufen am 25.10.2026
  2. Museum Mining in South Dakota, Education Kit. South Dakota State Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  3. Amtliche Stelle List of NHLs by State (Deadwood Historic District). National Park Service. Stand 28.09.2026. abgerufen am 25.10.2026
  4. Presse Mary Franz: Who Were the Real Men of Deadwood? (zuerst in Wild West). HistoryNet. Stand 25.07.2006, geändert 17.06.2022. abgerufen am 25.10.2026
  5. Nachschlagewerk Deadwood (South Dakota, United States). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  6. Amtliche Stelle Homestake and Lead history, Sanford Lab Homestake Visitor Center. Sanford Underground Research Facility. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  7. Gesetz und Vertrag Treaty of Fort Laramie (1868), Milestone Documents, mit Abschrift des Vertrags vom 29.04.1868. National Archives. Stand 30.06.2025. abgerufen am 25.10.2026
  8. Tribal Nation Oglala Sioux Tribe (Startseite, Überschrift The Pine Ridge Indian Reservation). Oglala Sioux Tribe. Stand 16.07.2024. abgerufen am 25.10.2026
  9. Tribal Nation Brief of Cheyenne River Sioux Tribe and Oglala Sioux Tribe on Admissibility and Relevance of Evidence Relating to Treaties (Verfahren EXNI 453 vor dem Board of Minerals and Environment). Cheyenne River Sioux Tribe und Oglala Sioux Tribe, veröffentlicht vom South Dakota Department of Agriculture and Natural Resources. Stand 10.02.2026. abgerufen am 25.10.2026
  10. Presse Michael Zimny: Gurney Hotel Building in Yankton, the site of Jack McCall's and other high-profile trials. South Dakota Public Broadcasting. Stand 19.02.2016. abgerufen am 25.10.2026
  11. Gesetz und Vertrag South Dakota Codified Laws 42-7B-2: Authority conditioned, Repeal (Session Laws 1989, Kapitel 374). South Dakota Legislature, Legislative Research Council. Stand 1989. abgerufen am 25.10.2026
  12. Presse Jennifer Billock: See the Real Deadwood. Smithsonian Magazine. Stand 30.05.2019. abgerufen am 27.10.2026
  13. Amtliche Stelle NPS Land Resources Division Boundary and Tract Data Service, Umrisse der Stätten (Mittelpunkte, Abfrage nach UNIT_CODE). National Park Service, Land Resources Division. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  14. Amtliche Stelle Directions. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 03.07.2025. abgerufen am 27.10.2026

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Passt dazu

  • GeschichteGoldrausch in den Black Hills

    Der Goldfund der Custer-Expedition 1874 löste einen Ansturm auf die Black Hills aus, die den Lakota gehörten.

  • PersonenWild Bill Hickok

    Wild Bill Hickok war Scout, Revolverheld und Marshal in Kansas und starb 1876 in Deadwood beim Poker.

  • PersonenCalamity Jane

    Calamity Jane hieß Martha Canary und starb 1903 in Terry bei Deadwood.

  • Orte und NaturBlack Hills

    Die Black Hills in South Dakota sind den Lakota heilig.