Orte und NaturThema
Geisterstädte im Wilden Westen
Kurz erklärt Eine Geisterstadt ist laut Merriam-Webster ein einst blühender Ort, der ganz oder fast verlassen ist, meist weil ein Rohstoff erschöpft war. Im Westen der USA gehören dazu alte Bergbauorte wie Bodie in Kalifornien (Goldfund 1859, Bergbau bis 1942), Calico (Silberfund 1881 laut County) und Rhyolite in Nevada (Fund 1904, Strom abgeschaltet 1916). Viele betreuen heute Bundesstaaten, Countys oder Bundesbehörden.

Was ist eine Geisterstadt?
Merriam-Webster beschreibt eine ghost town, auf Deutsch Geisterstadt, als einst blühenden Ort, der ganz oder fast verlassen ist, meist weil ein natürlicher Rohstoff erschöpft war. Den englischen Ausdruck belegt das Wörterbuch seit 1894.[1] Die Orte auf dieser Seite entstanden mit Funden von Gold, Silber oder Kupfer und verloren mit dem Ende des Bergbaus meist ihre Bewohner.[2, 5, 7, 16] Wie die Funde die Menschen anzogen, erzählt die Seite Die Goldräusche im Wilden Westen.
Wie leer ein Ort sein muss, legen die Quellen unterschiedlich aus. In Bodie leben laut California State Parks heute nur noch Mitarbeiter des Parks.[3] Midas in Nevada steht dagegen nach der Online Nevada Encyclopedia oft auf Listen von Geisterstädten, war aber nie ganz verlassen; seit den 1960er-Jahren kommen Jäger und Angler, und manche, die als Kinder dort lebten, verbringen dort ihren Ruhestand.[15] Virginia City in Nevada wurde nach Britannica in den 1880er-Jahren beinahe zur Geisterstadt und hat heute Saloons und Museen für Besucher.[11] Tombstone in Arizona hatte bei der Volkszählung 2010 laut Britannica 1.380 Einwohner und ist ein Touristenzentrum.[12]
Warum wurden Bergbauorte zu Geisterstädten?
Erschöpfte Erze
Hamilton in Nevada, 1868 im Bergbaubezirk White Pine gegründet, hatte 1869 nach Schätzungen bis zu 10.000 Einwohner. Schon 1870 gaben die ersten Gruben auf, die Stadt schrumpfte auf weniger als 4.000 Menschen und drei Jahre später auf 500.[14] In Kennecott in Alaska ging das hochwertige Kupfererz Ende der 1920er-Jahre zur Neige; sinkende Gewinne und steigende Kosten für die Reparatur der Eisenbahn führten laut National Park Service bis 1938 zur Schließung.[16]
Preise, Krisen und Krieg
Calico in Kalifornien verlor seine Grundlage, als in den 1890er-Jahren der Silbermarkt einbrach und 1907 auch der Abbau von Borax endete.[5] In Rhyolite in Nevada leitete die Finanzkrise von 1907 nach dem National Park Service das Ende ein: Gruben schlossen, Banken brachen zusammen, Zeitungen gaben auf. 1910 lebten noch 611 Menschen im Ort, am 14. März 1911 beschlossen die Direktoren, die Montgomery-Shoshone-Grube samt Mühle zu schließen, und 1916 wurde der Strom abgeschaltet.[7] 1942 ließ das Kriegsministerium der USA viele Erzgruben im ganzen Land stilllegen, darunter die im Bezirk von Midas.[15] Im selben Jahr endete auch in Bodie offiziell der Bergbau.[2]
Feuer und Abwanderung
In Bodie ließen Feuer in den Jahren 1892 und 1932 von einst 2.000 Gebäuden weniger als ein Zehntel übrig.[2] In Hamilton brannte 1885 das Gerichtsgebäude ab; danach verlegte das County den Verwaltungssitz nach Ely, und der Ort verfiel.[14] Auch neue Funde zogen die Menschen weiter: Der Ansturm auf White Pine nach dem Erzfund im Januar 1867 leerte andere Bergbauorte wie Virginia City und Austin.[14] Storey County mit der Comstock Lode hatte in der Blütezeit vielleicht 25.000 Einwohner, im Jahr 1900 nur noch 3.560; ganz Nevada verlor von 1880 bis 1900 ein Drittel seiner Bevölkerung.[10]

Bekannte Geisterstädte des Westens
Bodie, Kalifornien
Bodie liegt in den Hügeln nördlich des Mono Lake und ist nach W. S. Body oder Bodey benannt, der dort 1859 Gold fand.[2, 4] Reich wurde der Ort laut California State Parks erst, als 1875 ein Stolleneinsturz eine ergiebige Erzader freilegte und die Standard Company 1877 die Grube kaufte; das State Capitol Museum datiert den Beginn des großen Funds auf 1872.[2, 4] Bei der Volkszählung 1880 hatte Bodie über 5.000 ständige Einwohner. California State Parks schätzt die Zahl in der Blütezeit auf 7.000 bis 8.000, weil Bergleute und Handwerker kamen und gingen; das State Capitol Museum nennt für die Jahre 1876 bis 1882 über 10.000.[3, 4] Ab 1881 ging es bergab.[2] Bis zur Schließung der letzten Grube 1942 lieferte Bodie laut State Capitol Museum Gold im Wert von über 30 Millionen Dollar.[4]
In Bodie lebten Einwanderer aus Irland, Kanada, Mexiko, China, Deutschland und slawischen Ländern. Chinesen durften nicht in den Gruben arbeiten; sie bauten andere Geschäfte auf, etwa den Holztransport, und ein Chinatown an der King Street.[3] Das Land gehört zur Heimat der Kootzaduka'a, die laut California State Parks seit jeher in der östlichen Sierra leben.[3] Auf ihrer Webseite nennt sich die Nation selbst Kootzaduka'a und beschreibt sich als südlichste Gruppe der Numu; der Name wird auch Kutzadika'a geschrieben.[19] Die Ankunft der Bergleute störte ihre Nahrungsquellen und ihren Zugang zum Land, und indigene Menschen arbeiteten auch in den Betrieben des Ortes.[3] Am 29. August 2026 unterzeichneten der Mono Lake Kootzaduka'a Tribe of California and Nevada und California State Parks am Ufer des Mono Lake eine Vereinbarung über Zusammenarbeit, unter anderem beim Schutz von Kulturgütern und bei der Vermittlung in Bodie.[18]
Calico, Kalifornien
Am 6. April 1881 fanden Prospektoren in den Bergen bei Calico Silber und meldeten die Silver-King-Grube an, so das San Bernardino County; das California State Capitol Museum lässt den Ort 1880 entstehen und erklärt den Namen mit den Farben der Felsen in der Gegend.[5, 6] 1884 kamen laut den Mineralogen des Staates 70 Prozent des kalifornischen Silbers aus dem San Bernardino County, davon fast 80 Prozent aus dem Bezirk Calico. Der Ort bekam einen eigenen Sheriff, ein Gericht und einen Gerichtsbezirk.[5] Was die Gruben lieferten, geben die Quellen sehr verschieden an: Das County schätzt Silber im Wert von 86 Millionen und Borax im Wert von 45 Millionen Dollar in 30 Jahren, das State Capitol Museum 20 Millionen Dollar Silber und 9 Millionen Dollar Boratmineralien.[5, 6] Das Office of Historic Preservation von California State Parks nennt für 1881 bis 1907 Silber im Wert von 13 bis 20 Millionen und Boratmineralien im Wert von 9 Millionen Dollar.[20]
Walter Knott, Gründer des Freizeitparks Knott's Berry Farm, kaufte den verlassenen Ort laut County 1951, laut State Capitol Museum 1953. Er ließ ihn nach Fotos aus den 1880er-Jahren wiederherstellen und schenkte ihn 1966 dem San Bernardino County. Knotts Onkel John King gehörte zu den ersten Prospektoren an der Silver-King-Grube.[5, 6] Calico ist California Historical Landmark Nummer 782, eingetragen am 20. November 1962.[20] Seit 2005 gilt es als offizielle Silberrausch-Geisterstadt Kaliforniens.[5, 6]
Rhyolite, Nevada
1904 fanden die Prospektoren Shorty Harris und E. L. Cross in der Gegend Quarz mit sichtbarem Gold; eine Studie des National Park Service von 1981 nennt den Partner Ed Cross.[21] Bald standen mehrere Lager, darunter Bullfrog, und die neue Siedlung bekam den Namen Rhyolite nach dem kieselsäurereichen vulkanischen Gestein der Umgebung.[7] Über 2.000 Claims, also angemeldete Schürfrechte, deckten laut National Park Service alles in einem Gebiet von 30 Meilen um den Bullfrog-Bezirk ab; die vielversprechendste war die Montgomery-Shoshone-Grube, ihretwegen zogen fast alle in den neuen Ort. Ein dreistöckiges Gebäude kostete 90.000 Dollar, dazu kamen eine Börse, Hotels, eine Schule für 250 Kinder, zwei Elektrizitätswerke und ein Krankenhaus der Bergarbeitergewerkschaft. 1906 baute der Bergmann Tom T. Kelly ein Haus aus 50.000 Bier- und Schnapsflaschen.[7] Heute stehen noch Mauern des dreistöckigen Bankgebäudes, ein Teil des Gefängnisses, der Bahnhof von 1906 und das Flaschenhaus.[7, 9]

Virginia City, Nevada
Virginia City entstand 1859 und wuchs mit der Comstock Lode, einem Erzgang vor allem aus Silber am Mount Davidson.[11] Für die 1870er-Jahre nennt Britannica 30.000 Einwohner, die Online Nevada Encyclopedia für ganz Storey County in der Blütezeit vielleicht 25.000.[11, 10] 1875 zerstörte ein Feuer 33 Häuserblocks samt der ganzen Innenstadt. Als die Erze in den 1880er-Jahren abgebaut waren, wurde der Ort laut Britannica beinahe zur Geisterstadt; ab 1935 brachten neue Regeln des Bundes für den Goldpreis einen bescheidenen Aufschwung.[11] Seit dem 4. Juli 1961 ist der Virginia City Historic District ein National Historic Landmark.[17]
Bannack, Montana
Bei Bannack gelang am 28. Juli 1862 der erste große Goldfund Montanas. Der folgende Ansturm ließ die Bevölkerung bis 1863 auf über 3.000 steigen, und Bannack wurde die erste Hauptstadt des Territoriums Montana. Als der Wert des Goldes stetig sank, verlor der Ort nach und nach seine Bevölkerung; heute stehen laut Montana State Parks über 50 Gebäude aus Holzbalken und Brettern an der Main Street, und der Park nennt Bannack die am besten erhaltene Geisterstadt Montanas.[13] National Historic Landmark ist der Bannack Historic District seit dem 4. Juli 1961.[17]
Kennecott, Alaska
Am Kennecott-Gletscher fanden zwei Prospektoren 1900 laut National Park Service das reichste Kupfervorkommen, das im amerikanischen Westen noch übrig war. Von 1911 bis 1938 wurde dort Kupfer im Wert von fast 200 Millionen Dollar verarbeitet. In der Mühlenstadt arbeiteten zur Spitzenzeit etwa 300 Menschen, in den Gruben 200 bis 300; der Ort der Gesellschaft hatte ein Krankenhaus, einen Laden, eine Schule, eine Eisbahn und eine Molkerei.[16] Nach der Schließung fuhr der Zug nur die teuersten Dinge ab, vom Esstisch bis zu den Seilbahnwagen blieb alles andere stehen.[16] Seit 1986 ist Kennecott National Historic Landmark, 1998 kaufte der National Park Service viele der wichtigen Gebäude und Flächen.[16]
| Ort | Bundesstaat | Rohstoff | Boom | Ende | Heute |
|---|---|---|---|---|---|
| Bodie | Kalifornien | Gold | ab 1875 laut State Parks, 1872 laut State Capitol Museum[2, 4] | Bergbau bis 1942[2] | State Historic Park seit 1962, California State Parks[2, 3] |
| Calico | Kalifornien | Silber, Borax | ab 1881 laut County, 1880 laut State Capitol Museum[5, 6] | 1890er-Jahre, Borax bis 1907[5] | Regionalpark des San Bernardino County seit 1966[5, 6] |
| Rhyolite | Nevada | Gold | ab 1904[7] | Grube 1911 geschlossen, Strom 1916 abgeschaltet[7] | Ruinen auf Bundes- und Privatland, Bureau of Land Management[7, 8] |
| Virginia City | Nevada | vor allem Silber | ab 1859[11] | Rückgang in den 1880er-Jahren[11] | bewohnt, National Historic Landmark seit 1961[11, 17] |
| Bannack | Montana | Gold | ab 1862[13] | allmählicher Rückgang[13] | Bannack State Park, Montana State Parks[13] |
| Hamilton | Nevada | Silber | ab 1868[14] | ab 1870, Kreissitz nach 1885 verlegt[14] | kaum Reste[14] |
| Midas | Nevada | Gold und Silber | ab 1907[15] | Bergbau bis 1942, seit 1998 wieder[15] | bewohnt, nie ganz verlassen[15] |
| Kennecott | Alaska | Kupfer | ab 1911[16] | 1938[16] | National Park Service seit 1998[16] |
Zeitleiste der Geisterstädte
- 1859W. S. Body oder Bodey findet nördlich des Mono Lake Gold; nach ihm ist Bodie benannt.[2, 4] Bodie
- 28.07.1862Bei Bannack gelingt der erste große Goldfund Montanas.[13]
- Januar 1867Ein Erzfund am Treasure Hill löst den Ansturm auf den Bezirk White Pine in Nevada aus.[14]
- 1868Hamilton wird gegründet und hat 1869 nach Schätzungen bis zu 10.000 Einwohner.[14]
- 1875In Bodie legt ein Stolleneinsturz eine ergiebige Erzader frei (das State Capitol Museum datiert den Beginn des großen Funds auf 1872).[2, 4] Bodie
- 06.04.1881Prospektoren finden bei Calico Silber und melden die Silver-King-Grube an (das State Capitol Museum nennt 1880 als Gründungsjahr).[5, 6] Calico
- 1885In Hamilton brennt das Gerichtsgebäude ab; der Kreissitz wird danach nach Ely verlegt.[14]
- 1892Ein Feuer zerstört in Bodie Hunderte Gebäude.[3] Bodie
- 1904Shorty Harris und E. L. Cross finden bei Rhyolite Quarz mit sichtbarem Gold.[7] Rhyolite
- 1907Die Finanzkrise leitet das Ende von Rhyolite ein; in Calico endet der Abbau von Borax.[7, 5]
- 14.03.1911Die Direktoren beschließen, die Montgomery-Shoshone-Grube in Rhyolite samt Mühle zu schließen.[7] Rhyolite
- 1916In Rhyolite wird der Strom abgeschaltet.[7] Rhyolite
- 1932Ein zweites großes Feuer trifft Bodie.[2, 3] Bodie
- 1938Der Kupferbergbau in Kennecott in Alaska endet.[16]
- 1942In Bodie endet offiziell der Bergbau; das Kriegsministerium legt viele Erzgruben still, auch im Bezirk von Midas.[2, 15] Bodie
- 1951Walter Knott kauft Calico (das State Capitol Museum nennt 1953).[5, 6] Calico
- 04.07.1961Bodie, Bannack und Virginia City in Nevada werden National Historic Landmarks.[17]
- 1962Bodie wird State Historic Park.[2] Bodie
- 1966Walter Knott schenkt Calico dem San Bernardino County.[5] Calico
- 1986Kennecott wird National Historic Landmark.[16]
- 1998Der National Park Service erwirbt wichtige Gebäude und Flächen in Kennecott.[16]
- 29.08.2026Der Mono Lake Kootzaduka'a Tribe und California State Parks unterzeichnen eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit in Bodie und am Mono Lake.[18] Bodie
Karte der Geisterstädte
- 1Bodie (Bodie, Mono County, Kalifornien) 38,21° N, 119,01° W[22]
- 2Rhyolite (Rhyolite, Nye County, Nevada) 36,90° N, 116,83° W[23]
- 3Calico (Calico, San Bernardino County, Kalifornien) 34,95° N, 116,87° W[24]
Geisterstädte mit eigener Seite
OrtBodieMono County im Osten Kaliforniens, in den Hügeln nördlich des Mono Lake und nordöstlich des Yosemite-Nationalparks, auf 8.375 Fuß (rund 2.550 m) Höhe; Zufahrt über die State Route 270 von der US 395 sieben Meilen südlich von Bridgeport
OrtCalicoSan Bernardino County im Süden Kaliforniens, 3 Meilen (knapp 5 km) nördlich der Interstate 15 zwischen Barstow und Yermo, auf 2.283 Fuß (rund 696 m) Höhe
OrtRhyoliteNye County in Nevada, in den Bullfrog Hills, 4 Meilen (gut 6 km) westlich von Beatty an der Nevada State Route 374; 35 Meilen (rund 56 km) vom Besucherzentrum Furnace Creek im Death Valley
Geisterstädte heute besuchen
Bodie ist seit 1962 State Historic Park und wird im Zustand des "arrested decay", des aufgehaltenen Verfalls, bewahrt: California State Parks hält die Gebäude so, wie der Staat sie übernommen hat, ohne moderne Umbauten, lässt sie aber nicht einstürzen.[3] In vielen Häusern stehen noch Möbel, Werkzeuge und Waren.[2, 3] Der Park ist das ganze Jahr offen; wegen der Höhe von 8.375 Fuß (rund 2.550 Meter) erreicht man ihn im Winter nur mit Skiern, Schneeschuhen oder Schneemobilen. Verpflegung oder Benzin gibt es nicht, und mitnehmen darf man nichts, auch keine Steine oder Pflanzen (Stand: Oktober 2026).[2] Mehr steht auf der Seite von Bodie State Historic Park.
Calico gehört zu den Regionalparks des San Bernardino County, mit Läden, Restaurants und Campingplatz. Aus der Zeit des Bergbaus stehen noch einige Bauten wie Lil's Saloon und das Lane House mit Museum.[5] Die Ruinen von Rhyolite liegen 4 Meilen (gut 6 Kilometer) westlich von Beatty, sind nur tagsüber zugänglich und werden vom Bureau of Land Management betreut, das dort 2000 Land erwarb und 2023 den Schutz von 277,05 Acres (rund 112 Hektar) öffentlichem Land um 20 Jahre verlängerte.[8, 9] Zum Death Valley National Park gehört der Ort nicht.[7]
In Bannack führt Montana State Parks vom Besucherzentrum aus durch den Ort. Das Zentrum ist laut der Parkseite das ganze Jahr geöffnet, die Zeiten richten sich nach der Besetzung; am dritten Juliwochenende finden die Bannack Days statt (Stand: Oktober 2026).[13] In Kennecott zeigt der National Park Service Ausstellungen im früheren Laden mit Postamt und in anderen Gebäuden, die Blackburn School dient als Besucherzentrum, und die Sicherung der übrigen Bauten wird noch viele Jahre dauern (Stand: Oktober 2026).[16]

Alle Seiten zum Thema
- Bodie: die Goldgräberstadt in Kalifornien, seit 1962 State Historic Park.[2]
- Calico: die Silberstadt im San Bernardino County, von Walter Knott gekauft, wiederhergestellt und 1966 dem County geschenkt.[5]
- Rhyolite: die Goldstadt in Nevada, die nach dem Goldfund von 1904 aufblühte und nach der Finanzkrise von 1907 verfiel.[7]
- Virginia City, Nevada: die Stadt der Comstock Lode, die beinahe zur Geisterstadt wurde.[11]
- Tombstone: die Silberstadt in Arizona, heute ein Touristenzentrum.[12]
- Comstock Lode: der Silberrausch in Nevada und Die Goldräusche im Wilden Westen: die Funde, aus denen viele dieser Orte entstanden.
- Leben in einer Westernstadt, Death Valley und Mojave-Wüste: Alltag und Landschaft rund um die Bergbauorte.
Häufige Fragen
Was ist eine Geisterstadt?
Merriam-Webster beschreibt eine ghost town als einst blühenden Ort, der ganz oder fast verlassen ist, meist weil ein natürlicher Rohstoff erschöpft war. Das Wörterbuch belegt den englischen Ausdruck seit 1894. Die Orte auf dieser Seite gehören zum Gold-, Silber- und Kupferbergbau im Westen der USA.
Welche Geisterstädte im Westen der USA sind bekannt?
Die Seite stellt unter anderem Bodie und Calico in Kalifornien, Rhyolite in Nevada, Bannack in Montana und Kennecott in Alaska vor. Kalifornien hat Bodie 2002 zur offiziellen Goldrausch-Geisterstadt und Calico 2005 zur offiziellen Silberrausch-Geisterstadt erklärt.
Wie viele Menschen lebten in Bodie?
Die Volkszählung von 1880 zählte über 5.000 ständige Einwohner. California State Parks schätzt, dass in der Blütezeit eher 7.000 bis 8.000 Menschen dort waren; das California State Capitol Museum nennt für die Jahre 1876 bis 1882 über 10.000.
Warum wurde Rhyolite verlassen?
Die Finanzkrise von 1907 leitete laut National Park Service das Ende ein: Gruben schlossen, Banken brachen zusammen, 1910 lebten noch 611 Menschen im Ort. Am 14. März 1911 beschlossen die Direktoren, die Montgomery-Shoshone-Grube zu schließen, und 1916 wurde der Strom abgeschaltet.
Ist Tombstone eine Geisterstadt?
Nein. Tombstone hatte bei der Volkszählung 2010 laut Britannica 1.380 Einwohner und ist ein Touristenzentrum. Mehr dazu auf der Seite Tombstone.
Kann man Geisterstädte besuchen?
Ja, viele sind heute Parks: Bodie ist State Historic Park von California State Parks und das ganze Jahr geöffnet, Calico ein Regionalpark des San Bernardino County, Bannack ein State Park in Montana. Rhyolite betreut das Bureau of Land Management, Kennecott der National Park Service (Stand: Oktober 2026).
Darf man aus einer Geisterstadt etwas mitnehmen?
In Bodie nicht: Alles im Park ist gesetzlich geschützt, auch Steine, Pflanzen, Glasscherben und Nägel, und Metalldetektoren sind verboten. California State Parks nennt nahe Orte wie Aurora und Masonic, von denen nach Diebstahl und Vandalismus wenig übrig ist.
Quellen
- Amtliche Stelle Bodie State Historic Park. California State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Bodie State Historic Park: Where Time Stands Still (Faltblatt). California State Parks. Stand 2026. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Gold Rush Ghost Town: Bodie (California State Symbols). California State Capitol Museum. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle San Bernardino County history: Calico Ghost Town. San Bernardino County, CountyWire. Stand 29.05.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Silver Rush Ghost Town: Calico (California State Symbols). California State Capitol Museum. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Rhyolite Ghost Town. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 09.11.2021. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Rhyolite Historic Area. Bureau of Land Management. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle The BLM extends withdrawal for protection of the historic town of Rhyolite (Pressemitteilung). Bureau of Land Management. Stand 18.05.2023. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Jerome Edwards: Comstock Lode. Online Nevada Encyclopedia, Nevada Humanities. Stand 03.05.2011. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Virginia City (Nevada, United States). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Tombstone (Arizona, United States). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Bannack State Park. Montana Fish, Wildlife and Parks, Montana State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Ronald James: Hamilton and Treasure Hill. Online Nevada Encyclopedia, Nevada Humanities. Stand 20.10.2010, zuletzt geändert 04.12.2015. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Dana Bennett: Midas. Online Nevada Encyclopedia, Nevada Humanities. Stand 12.12.2010, zuletzt geändert 05.03.2015. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Kennecott Mines National Historic Landmark. National Park Service, Wrangell-St. Elias National Park and Preserve. Stand 20.08.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle List of NHLs by State. National Park Service. Stand 28.09.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Mono Lake Kootzaduka'a Tribe of California and Nevada and California State Parks Sign Memorandum of Understanding (Pressemitteilung). California State Parks. Stand 04.09.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Mono Lake Kootzaduka'a Tribe. Mono Lake Kootzaduka'a Tribe of California and Nevada. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Town of Calico. California State Parks, Office of Historic Preservation. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Death Valley National Monument, Historic Resource Study: A History of Mining, Band II (John A. Latschar), Abschnitt IV.A The Bullfrog Hills. National Park Service, Denver Service Center (Online-Ausgabe npshistory.com). Stand März 1981. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 1658094: Bodie, Populated Place, Mono County, California (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 845627: Rhyolite, Populated Place, Nye County, Nevada (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 1660414: Calico, Populated Place, San Bernardino County, California (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
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