Orte und NaturOrt

Mojave-Wüste

Kurz erklärt Die Mojave-Wüste liegt im Südwesten der USA, vor allem im Südosten Kaliforniens und im Süden Nevadas, mit Ausläufern nach Arizona und Utah. Wie groß sie ist, hängt von der Abgrenzung ab: Der U.S. Geological Survey nennt je nach Veröffentlichung 25.000 oder etwa 48.000 Quadratmeilen. Am Colorado River leben die Mojave, Kennpflanze ist der Joshua Tree, und seit 1994 schützen das Mojave National Preserve und zwei Nationalparks Teile davon.

Weite Wüstenebene mit verstreuten Joshua Trees und niedrigen Kreosotbüschen, dahinter eine felsige Bergkette im goldenen Licht des späten Nachmittags
Bild: KI-generiert

Geschichte der Mojave-Wüste

Lage und Abgrenzung

Die Mojave-Wüste liegt zwischen dem Great Basin im Norden und der Sonora-Wüste im Süden, nach dem National Park Service überwiegend zwischen 34 und 38 Grad nördlicher Breite. Bestimmt wird sie durch Breitenlage, Höhe, Gestein und Kennpflanzen.[5] Sie ist eine Regenschattenwüste und gehört zur Basin and Range Province, einer Landschaft aus Bergketten und dazwischenliegenden Becken.[5] Die meisten Flächen liegen 3.000 bis 6.000 Fuß (rund 900 bis 1.800 Meter) hoch. Zur Mojave gehört aber auch das Death Valley mit dem Badwater Basin 282 Fuß (86 Meter) unter dem Meeresspiegel.[5]

Eine feste Grenze hat die Wüste nicht, und so nennt der U.S. Geological Survey verschiedene Flächen. In einem Faltblatt von 2006 sind es 25.000 Quadratmeilen (rund 65.000 Quadratkilometer).[2] Ein Faltblatt von 2011 spricht von etwa 48.000 Quadratmeilen (rund 124.000 Quadratkilometer) im Süden Nevadas, im Westen Arizonas, im Südwesten Utahs und im Südosten Kaliforniens.[1] Noch weiter reicht die Ökoregion Mojave Basin and Range, die auch andere Wüstengebiete im Südosten Kaliforniens und im Süden Nevadas umfasst: rund 130.922 Quadratkilometer (50.549 Quadratmeilen).[3] Das Ortsnamenverzeichnis des USGS führt die Mojave Desert in Countys von Kalifornien (Inyo, Kern, Los Angeles, Riverside, San Bernardino), Nevada (Clark, Esmeralda, Lincoln, Nye), Arizona (Mohave, Yavapai) und Utah (Washington).[4]

Laut USGS leben mehr als eine Million Menschen in der Wüste, auch in Las Vegas. Das Land verwalten unter anderem vier Einheiten des Nationalparksystems, sechs große Truppenübungsplätze und das Bureau of Land Management.[1] Die Niederschläge liegen nach der älteren USGS-Angabe zwischen 65 und 190 Millimetern im Jahr, die meisten fallen im Winter.[2] Im Mojave National Preserve reichen sie laut NPS von 3,5 Zoll (rund 9 Zentimeter) in den tiefen Lagen bis fast 10 Zoll (rund 25 Zentimeter) in den Bergen.[22] Obwohl in der Mojave die höchste Temperatur gemessen wurde, 134 Grad Fahrenheit im Death Valley, ist sie im Mittel kühler als die südlichere und tiefer gelegene Sonora-Wüste.[5]

Die Mojave und die Chemehuevi

Am Colorado River leben die Mojave; Mohave und Chemehuevi bewohnten das Gebiet nach den Colorado River Indian Tribes seit Jahrhunderten.[12] Die Fort Mojave Indian Tribe nennt ihr Volk Aha Macav, "das Volk, das am Wasser entlang lebt", und bezeichnet sich auf ihrer Seite als "The People by the River".[10, 11] Ihr Land reichte nach der Darstellung der Nation vom Black Canyon bis zu den Picacho Mountains unterhalb des heutigen Parker Dam, auf beiden Seiten des Flusses; die Mojave waren die nördlichste der Nationen mit Yuma-Sprachen.[10] Sie pflanzten auf dem Schwemmland an, das der Fluss regelmäßig überflutete, und ergänzten die Ernte mit Wildsamen, Mesquite-Bohnen, Wild und Fisch.[10] Als Händler zogen sie bis an die Pazifikküste und tauschten dort überschüssige Ernte gegen Muscheln.[10] Der Mojave Trail war laut National Park Service ihr wichtigster Handelsweg.[9]

In den Bergen der östlichen Mojave lebten die Chemehuevi, die die Studie des NPS zum Old Spanish Trail zu den Südlichen Paiute zählt.[14] Vor dem Kontakt mit Europäern aßen sie laut NPS Feigenkakteen, Mesquite und geröstete Agavenblüten und jagten Hirsche und Dickhornschafe. Ihr Gebiet reichte von den Kingston, New York und Providence Mountains westlich bis zum Soda Dry Lake und südlich bis zu den Whipple Mountains.[9] Nach 1830 zogen sie in den Süden der westlichen Mojave; ein eigenes Reservat am Havasu Lake bekamen sie erst 1971.[14]

Die Liste des Bureau of Indian Affairs vom 30. Januar 2026 führt unter anderem die Fort Mojave Indian Tribe of Arizona, California & Nevada, die Colorado River Indian Tribes of the Colorado River Indian Reservation und die Chemehuevi Indian Tribe of the Chemehuevi Reservation.[13] Die Colorado River Indian Tribes vereinen nach eigener Darstellung vier Völker, Mohave, Chemehuevi, Hopi und Navajo. Ihr Reservat entstand 1865, ursprünglich für die Mohave und Chemehuevi, und umfasst fast 300.000 Acres (rund 1.200 Quadratkilometer) beiderseits des Colorado mit dem Hauptort Parker in Arizona.[12] Die Fort Mojave Indian Tribe erhielt 1911 per Erlass ein Reservat von etwa 31.300 Acres in Kalifornien, Nevada und Arizona; ihre Verwaltung hat ihre Anschrift in Needles.[10, 11] Zum Gebiet des Joshua Tree National Park gehören laut NPS Teile der Heimat der Serrano, Chemehuevi und Cahuilla und ein Nutzungsgebiet der Mojave; mit dem Park sind heute 15 Nationen verbunden.[8]

Spanier, Trapper und Händler

Schon 1604 führte eine Suche nach Silber den Gouverneur von New Mexico, Juan de Oñate, durch das Land der Mojave.[10] Die Fort Mojave Indian Tribe datiert die erste Begegnung mit dem Franziskaner Francisco Garcés auf 1775 und schreibt, er habe die Mojave als freundlich beschrieben.[10] Für seinen Zug durch die Wüste nennt die Geschichtsseite des Mojave National Preserve 1776 (mehr zu den spanischen Expeditionen).[9]

1826 kam der Trapper Jedediah Smith den Virgin River hinab zum Colorado und zu den Dörfern der Mojave und zog dann nach Westen zur Mission San Gabriel.[15] Die Mojave nahmen die Trapper nach ihrer eigenen Darstellung freundlich auf. Sie verstanden aber nicht, warum die Männer so brutal vorgingen und die gehäuteten Biber einfach ans Ufer warfen.[10] 1827 verweigerte eine Gruppe unter James Ohio Pattie den Mojave ein Pferd als Gegenleistung für die Biber aus dem Fluss; vier Tage später waren zwei Weiße und 16 Mojave tot.[10] Als Smith im selben Jahr zurückkam, griffen Mojave seine Gruppe beim Überqueren des Colorado an. Nach der Utah History Encyclopedia starb die Hälfte seiner Männer, nach der Fort Mojave Indian Tribe waren es neun.[15, 10] Nach der Nation flammte die Gewalt danach 20 Jahre lang immer wieder auf; Trapper der Hudson's Bay Company töteten 26 Mojave.[10]

Den ersten erfolgreichen Handelszug von New Mexico nach Kalifornien führte Antonio Armijo 1829/30 mit 60 Männern. Er zog südlich am heutigen Las Vegas vorbei zum Amargosa River.[14] Im Januar 1830 besuchte er laut der Studie des NPS das Paiute-Dorf Yaga bei den heutigen Tecopa Hot Springs und folgte dann dem Amargosa nach Süden, den er Rio de los Payuches nannte, Fluss der Paiute.[14] Bei Yermo und Daggett, an einer Stelle namens Fork of Roads, liefen später die Mojave Road, mehrere Routen des Old Spanish Trail und die Mormon Road zusammen und folgten dem Mojave River zum Cajon Pass.[14]

Trockene Wüstenebene in der Mojave mit Kreosotbüschen und kahlen braunen Bergen im warmen Abendlicht
Kreosotbüsche in der Mojave-Wüste Bild: KI-generiert

Armee, Bergbau und Eisenbahn

1844 zog John C. Frémont durch die Mojave.[9] 1854 vermaß Leutnant Amiel Weeks Whipple, bei der Fort Mojave Indian Tribe Amie Weeks Whipple geschrieben, eine Eisenbahnroute, die laut der Nation die meisten Mojave begrüßten, weil sie Handel versprach.[10, 26] 1858 öffnete Leutnant Edward Beale mit einem Trupp und zwölf Kamelen einen Wagenweg entlang dieser Route und regte ein Fort an der Furt bei Needles an.[10] Nach einem Angriff auf einen Wagenzug im August 1858 schickte die Armee 1859 700 Mann unter Oberst William Hoffman. Es kam zu keinem Kampf, doch Hoffman nahm Geiseln; der Unterhäuptling Cairook starb, als er bei einer Flucht der Geiseln den Wachposten festhielt.[10] 1861 gab die Armee Fort Mojave wegen des Bürgerkriegs auf.[10] Wegen Angriffen auf die Postreiter der Mojave Road richtete die Regierung laut NPS in den 1860er Jahren Posten zum Schutz der Postwagen ein.[9]

Das General Mining Law von 1872 erlaubte jedem, auf einem entdeckten Mineralvorkommen einen Claim abzustecken, und in der Mojave entstanden Gruben auf Kupfer, Eisen, Gold und Silber. 1883 fanden Prospektoren im Osten der Providence Mountains Silber in der Bonanza King Mine.[9] In den Calico Mountains wurde 1881 reiches Silbererz entdeckt, im Calico-Bezirk baute man später auch Borat ab (mehr zur Geisterstadt Calico).[25] Das Vorland der Calico Mountains liegt nach dem U.S. Geological Survey nordöstlich von Barstow in der zentralen Mojave-Wüste.[24] Aus dem Death Valley zogen die Twenty Mule Teams von 1883 bis 1889 Borax 165 Meilen (rund 265 Kilometer) weit bis zur Bahnstation bei Mojave.[23] In den 1940er Jahren förderte Kaiser Steel aus der Vulcan Mine mehr als zwei Millionen Tonnen Eisenerz für den Bau der Liberty-Schiffe.[9]

Am 20. Dezember 1905 fuhr laut NPS der erste Zug der Salt Lake Route durch Kelso. Der Bahnhof Kelso Depot öffnete 1924 und ist das wichtigste Besucherzentrum des Mojave National Preserve, war nach Angaben des NPS aber im Juni 2026 wegen Renovierung geschlossen (Stand: Juni 2026).[17] Den letzten regulären Personenzug sah Kelso 1997, Güterzüge der Union Pacific fahren weiter.[18] Viele Mojave arbeiteten nach Angaben der Fort Mojave Indian Tribe für die Atlantic and Pacific Railroad, die 1883 Needles erreichte, auf Flussschiffen oder in den Gruben.[10]

Joshua Tree und Wüstenschildkröte

Kennpflanze der Mojave ist der Joshua Tree (Yucca brevifolia). Laut National Park Service ist man, wenn man einen sieht, wahrscheinlich in der Mojave; er wächst in Teilen Kaliforniens, Arizonas, Utahs und Nevadas, vor allem innerhalb der Mojave und ihrer Übergangszonen.[6] Bestäubt wird er nur von der Yuccamotte, die beim Eierlegen den Pollen überträgt; ihre Larven fressen einen Teil der Samen. Zum ersten Mal blüht ein Joshua Tree meist mit 50 bis 70 Jahren.[6] Die Cahuilla flochten aus den Blättern Körbe und Sandalen und aßen Blütenknospen und Samen.[6] Im Joshua Tree National Park stehen nach Schätzungen etwa 870.000 Joshua Trees.[6] Den größten und dichtesten Joshua-Tree-Wald der Welt nennt der NPS am Cima Dome im Mojave National Preserve.[18]

Fast ein Viertel aller Pflanzen der Mojave sind Endemiten, wachsen also nur hier, etwa Parry saltbush und Mojave-Salbei. Weite Flächen beherrscht der Kreosotbusch, oft zusammen mit White Bursage.[5] Zu den Tieren zählt der NPS Dickhornschafe, Pumas, Rotluchse, Wegekuckucke, Steinadler, Gila-Krustenechsen und mehrere Klapperschlangen, darunter die sehr giftige Mojave-Klapperschlange (mehr bei den gefährlichen Tieren).[18]

Die Wüstenschildkröte (Gopherus agassizii) lebt in Tälern zwischen etwa 1.000 und 4.000 Fuß (rund 300 bis 1.200 Meter) Höhe, meist zwischen Kreosotbüschen, und verbringt rund 95 Prozent ihres Lebens in Erdbauen.[19] Sie wird mit 14 bis 20 Jahren erwachsen und 60 bis 80 Jahre alt; 98 Prozent der Eier und Jungtiere sterben, bevor sie erwachsen sind.[19] Der U.S. Fish and Wildlife Service führt die Mojave-Population, also alle Tiere nördlich und westlich des Colorado in Arizona, Utah, Nevada und Kalifornien, seit 1990 als bedrohte Art (threatened). Sie leidet unter dem Verlust ihres Lebensraums, unter Bränden, die eingeschleppte Pflanzen begünstigen, unter Krankheiten, dem Straßenverkehr und Räubern, die Eier und Jungtiere fressen (Stand: Oktober 2026).[20] Schildkröten mitzunehmen ist verboten; als Haustier halten darf man sie nur über eine Adoption (mehr zu Tieren und Pflanzen des Westens).[19]

Wüstenschildkröte mit hochgewölbtem braunem Panzer vor dem Eingang ihres Erdbaus zwischen Kreosotbüschen und kleinen Steinen, warmes Licht am späten Nachmittag
Nachempfundene Szene: Wüstenschildkröte vor ihrem Bau in der Mojave Bild: KI-generiert

Zeitleiste

Zeitleiste: Mojave-Wüste
  1. 1604Eine Expedition unter Juan de Oñate zieht auf der Suche nach Silber durch das Land der Mojave.[10]
  2. 1776Francisco Garcés zieht durch die Mojave-Wüste; die Fort Mojave Indian Tribe datiert seine erste Begegnung mit den Mojave auf 1775.[9, 10] Spanische Expeditionen am Old Spanish Trail
  3. 1826Jedediah Smith kommt den Virgin River hinab zu den Dörfern der Mojave und zieht weiter zur Mission San Gabriel.[15] Jedediah Smith
  4. 1827Mojave greifen Jedediah Smiths Gruppe am Colorado an; die Fort Mojave Indian Tribe nennt neun Tote.[15, 10] Jedediah Smith
  5. Januar 1830Antonio Armijos Handelszug besucht das Paiute-Dorf Yaga bei Tecopa und folgt dem Amargosa River.[14] Old Spanish Trail
  6. 1844John C. Frémont zieht durch die Mojave.[9]
  7. 1859Die Armee schickt 700 Mann unter Oberst William Hoffman an den Colorado; Hoffman nimmt Mojave als Geiseln.[10]
  8. 1865Die Regierung schafft das Colorado River Indian Reservation bei Parker, ursprünglich für Mohave und Chemehuevi.[12, 10]
  9. 1883Prospektoren finden Silber in der Bonanza King Mine in den Providence Mountains.[9]
  10. 20.12.1905Der erste Zug der Salt Lake Route fährt durch Kelso.[18]
  11. 1911Die Fort Mojave Indian Tribe erhält per Erlass ein Reservat von etwa 31.300 Acres.[10]
  12. 1936Joshua Tree wird National Monument.[7]
  13. 1971Die Chemehuevi bekommen ein Reservat am Havasu Lake.[14]
  14. 1990Der U.S. Fish and Wildlife Service listet die Mojave-Population der Wüstenschildkröte als bedroht.[20, 19]
  15. 31.10.1994Der California Desert Protection Act schafft das Mojave National Preserve und den Joshua Tree National Park.[16]

Was ist heute in der Mojave-Wüste zu sehen?

Mit dem California Desert Protection Act vom 31. Oktober 1994 schuf der Kongress den Death Valley National Park, den Joshua Tree National Park und das Mojave National Preserve mit etwa 1.419.800 Acres (rund 5.750 Quadratkilometer).[16] Das Preserve soll laut Gesetz den Übergangstyp der Wüste zwischen den beiden Nationalparks schützen, den diese nicht abdecken.[16] Joshua Tree war schon seit 1936 National Monument.[7] In einem National Preserve sind anders als in einem Nationalpark die Jagd und einige andere Nutzungen erlaubt.[18]

Schutzgebiete in der Mojave-Wüste (Stand: Oktober 2026)
GebietWas dort zu sehen istZugang laut NPS
Mojave National PreserveKelso Dunes, über 600 Fuß (rund 180 Meter) hoch; Joshua-Tree-Wald am Cima Dome; Kelso Depot von 1924[18]Straßen, Campingplätze und Wege rund um die Uhr offen; Besucherzentrum Kelso Depot wegen Renovierung geschlossen (Stand: Juni 2026)[17]
Joshua Tree National Parketwa 870.000 Joshua Trees[6]National Park seit 1994, vorher National Monument[7, 16]
Death Valley National ParkBadwater Basin, 282 Fuß unter dem Meeresspiegel[5]eigene Seite: Death Valley

Die Verwaltung des Mojave National Preserve sitzt in Barstow außerhalb des Schutzgebiets. Zufahrten gibt es unter anderem von der Interstate 15 bei Baker und an der Cima Road und von der Interstate 40.[17] Kelso Depot liegt 34 Meilen (rund 55 Kilometer) südlich von Baker, die Kelso Dunes 8 Meilen (knapp 13 Kilometer) südlich davon an einer Schotterstraße, für die man keinen Allradantrieb braucht.[18] Aktuelle Sperrungen nennt die Seite des Mojave National Preserve.[17]

Karte

Der Kartenpunkt der Mojave Desert stammt aus dem Ortsnamenverzeichnis des U.S. Geological Survey und liegt im Osten Kaliforniens; dazu zeigt die Karte das Death Valley, Calico und Rhyolite.[4]

Karte: Mojave-Wüste, Death Valley und Bergbauorte125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Mojave-Wüste2Death Valley3Calico4Rhyolite
Karte: Mojave-Wüste, Death Valley und Bergbauorte
  1. 1Mojave-Wüste (Mojave Desert, Kartenpunkt laut USGS) 35,42° N, 115,58° W[4]
  2. 2Death Valley (Death Valley, Inyo County, Kalifornien) 36,25° N, 116,82° W[27]
  3. 3Calico (Calico, San Bernardino County, Kalifornien) 34,95° N, 116,87° W[28]
  4. 4Rhyolite (Rhyolite, Nye County, Nevada) 36,90° N, 116,83° W[29]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Die Mojave-Wüste im Film

Im Film

Häufige Fragen

Wo liegt die Mojave-Wüste?

Im Südwesten der USA zwischen dem Great Basin im Norden und der Sonora-Wüste im Süden, nach dem National Park Service überwiegend zwischen 34 und 38 Grad nördlicher Breite. Der U.S. Geological Survey nennt Flächen im Südosten Kaliforniens, im Süden Nevadas, im Westen Arizonas und im Südwesten Utahs.

Wie groß ist die Mojave-Wüste?

Eine feste Grenze gibt es nicht. Der U.S. Geological Survey nennt in einem Faltblatt von 2006 25.000 Quadratmeilen (rund 65.000 Quadratkilometer), in einem von 2011 etwa 48.000 Quadratmeilen (rund 124.000 Quadratkilometer). Die größere Ökoregion Mojave Basin and Range misst 50.549 Quadratmeilen.

Gehört das Death Valley zur Mojave-Wüste?

Ja. Der National Park Service zählt das Death Valley mit dem Badwater Basin, 282 Fuß unter dem Meeresspiegel, zur Mojave. Dort wurde auch die höchste Temperatur der Wüste gemessen, 134 Grad Fahrenheit.

Welche Tiere leben in der Mojave-Wüste?

Laut National Park Service unter anderem Wüstenschildkröten, Dickhornschafe, Pumas, Rotluchse, Wegekuckucke, Steinadler, Gila-Krustenechsen, Hasen und mehrere Klapperschlangenarten, darunter die sehr giftige Mojave-Klapperschlange. Die meisten Tiere sind nachts unterwegs.

Schreibt man Mojave oder Mohave?

Beide Schreibweisen sind in Gebrauch. Die Fort Mojave Indian Tribe schreibt Mojave, die Colorado River Indian Tribes nennen eines ihrer vier Völker Mohave.

Kann man die Mojave-Wüste besuchen?

Ja. Straßen, Campingplätze und Wege des Mojave National Preserve sind laut National Park Service rund um die Uhr offen, das Besucherzentrum im Kelso Depot war im Juni 2026 wegen Renovierung geschlossen. Tankstellen gibt es im Preserve nicht, und im Sommer sind Temperaturen über 100 Grad Fahrenheit üblich.

Quellen

  1. Amtliche Stelle Mapping Perennial Vegetation Cover in the Mojave Desert (Fact Sheet 2011-3077). U.S. Geological Survey, Western Geographic Science Center. Stand 2011. abgerufen am 26.10.2026
  2. Amtliche Stelle Deserts. National Park Service, Joshua Tree National Park. Stand 28.02.2022. abgerufen am 26.10.2026
  3. Amtliche Stelle Joshua Trees. National Park Service, Joshua Tree National Park. Stand 27.08.2025. abgerufen am 26.10.2026
  4. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Joshua Tree National Park. Stand 23.04.2024. abgerufen am 26.10.2026
  5. Amtliche Stelle Frequently Asked Questions. National Park Service, Joshua Tree National Park. Stand 17.09.2025. abgerufen am 26.10.2026
  6. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Mojave National Preserve. Stand 30.12.2025. abgerufen am 26.10.2026
  7. Tribal Nation Mojave Tribe: Beginnings, Culture, History to 1860, History after 1860 (Texte der Fort Mojave Indian Tribe). National Park Service, Mojave National Preserve. Stand 14.08.2023. abgerufen am 26.10.2026
  8. Tribal Nation Official Tribal Website (Startseite). Fort Mojave Indian Tribe. Stand 27.05.2026. abgerufen am 26.10.2026
  9. Tribal Nation About the Mohave, Chemehuevi, Hopi and Navajo Tribes. Colorado River Indian Tribes. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  10. Amtliche Stelle Indian Entities Recognized by and Eligible To Receive Services From the United States Bureau of Indian Affairs, 91 FR 4102. Bureau of Indian Affairs, U.S. Department of the Interior (Federal Register). Stand 30.01.2026. abgerufen am 26.10.2026
  11. Amtliche Stelle Old Spanish Trail: National Historic Trail Feasibility Study and Environmental Assessment, mit Appendix B Expedition Chronology. National Park Service, U.S. Department of the Interior (Volltext bei archive.org). Stand Juli 2001. abgerufen am 26.10.2026
  12. Nachschlagewerk S. Matthew Despain und Fred R. Gowans: Jedediah S. Smith (Utah History Encyclopedia). Utah Historical Society, History to Go. Stand 1994. abgerufen am 26.10.2026
  13. Gesetz und Vertrag California Desert Protection Act of 1994, Public Law 103-433 (108 Stat. 4471). U.S. Government Publishing Office. Stand 31.10.1994. abgerufen am 26.10.2026
  14. Amtliche Stelle Basic Information. National Park Service, Mojave National Preserve. Stand 05.06.2026. abgerufen am 26.10.2026
  15. Amtliche Stelle Frequently Asked Questions. National Park Service, Mojave National Preserve. Stand 21.11.2024. abgerufen am 26.10.2026
  16. Amtliche Stelle Desert Tortoise (Gopherus agassizii). National Park Service, Mojave National Preserve. Stand 02.04.2026. abgerufen am 26.10.2026
  17. Amtliche Stelle Mojave Desert Tortoise (Gopherus agassizii). U.S. Fish and Wildlife Service. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  18. Amtliche Stelle Safety. National Park Service, Mojave National Preserve. Stand 19.02.2025. abgerufen am 26.10.2026
  19. Amtliche Stelle Weather. National Park Service, Mojave National Preserve. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  20. Amtliche Stelle Twenty Mule Teams. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 17.04.2022. abgerufen am 26.10.2026
  21. Nachschlagewerk Hugh Allen Anderson: Whipple, Amiel Weeks (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026

Fehler entdeckt? Hinweis an die Redaktion. Jeder Hinweis wird an der Quelle geprüft.

Passt dazu

  • Orte und NaturDeath Valley

    Das Death Valley in Kalifornien hat Nordamerikas tiefsten Punkt.

  • Orte und NaturCalico

    Calico in Kalifornien entstand 1881 mit einem Silberfund und war in den 1890er-Jahren verlassen.

  • GeschichteOld Spanish Trail

    Der Old Spanish Trail verband 1829 bis 1848 Santa Fe mit Los Angeles.

  • PersonenJedediah Smith

    Jedediah Smith führte 1824 Trapper über den South Pass und zog 1826 als erster Amerikaner auf dem Landweg nach Kalifornien.