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Der Old Spanish Trail
Kurz erklärt Der Old Spanish Trail war ein Netz von Saumpfaden zwischen Santa Fe in New Mexico und Los Angeles in Kalifornien. Von 1829 bis 1848 brachten Händler aus New Mexico auf Maultieren Wolldecken und Serapes nach Kalifornien und trieben Pferde und Maultiere zurück. Seit 2002 ist das rund 2.700 Meilen lange Wegenetz ein National Historic Trail.

Was war der Old Spanish Trail?
Der Old Spanish Trail war ein Netz von Saumpfaden zwischen Santa Fe in New Mexico und Los Angeles in Kalifornien. Das Gelände war so felsig, dass nur Packtiere durchkamen. Ab 1829 verband der Weg zum ersten Mal die mexikanischen Provinzen New Mexico und Kalifornien.[4] Händler aus New Mexico brachten Serapes (gewebte Umhänge) und andere Wollwaren nach Los Angeles und trieben kalifornische Pferde und Maultiere zurück nach Santa Fe; auf demselben Weg wurden Schmuggelware und versklavte Menschen gehandelt.[1]
Santa Fe wurde damit zum Knoten eines Handelsnetzes zwischen Mexiko und den USA, zu dem auch der Santa Fe Trail und der Camino Real de Tierra Adentro gehörten (Überblick bei den Trails des Wilden Westens).[1, 3] Nachdem die USA 1848 den Südwesten übernommen hatten, ging der Verkehr stark zurück.[1] Seit 2002 ist der Weg ein National Historic Trail, also ein vom Kongress ausgewiesener historischer Fernweg. Er misst rund 2.700 Meilen und führt durch New Mexico, Colorado, Utah, Arizona, Nevada und Kalifornien.[2, 4]
Nicht zu verwechseln
"Old Spanish Trail" heißt auch eine Fernstraße aus den 1920er Jahren von St. Augustine in Florida nach San Diego in Kalifornien, in Texas über Houston, San Antonio und El Paso. Den Namen wählte 1915 ein Verein in Mobile, Alabama, der sich ebenfalls Old Spanish Trail Association nannte.[15]
Wie entstand der Old Spanish Trail?
Teile der Strecke folgten vermutlich älteren Wegen der indigenen Völker: Ute, Paiute, Comanche und Navajo nutzten den Weg oder Abschnitte davon für Reisen und Handel.[3] Spanische Händler handelten vermutlich schon im frühen 17. Jahrhundert mit den Ute. Im 18. Jahrhundert verboten die Behörden diesen Handel aus Furcht vor neuen Kämpfen, doch Händler aus New Mexico zogen weiter dorthin, und manche dienten später offiziellen Expeditionen als Führer.[3]
Juan Rivera 1765
Gouverneur Tomás Vélez Cachupín hatte mit den Ute im Westen des heutigen Colorado Frieden geschlossen und die Erlaubnis erhalten, dort nach Silber zu suchen. 1765 schickte er Juan Antonio María de Rivera auf zwei Reisen in ihr Land, die ersten der spanischen Expeditionen am Old Spanish Trail; die zweite führte bis zum Gunnison River.[8] Wie weit er kam, nennen die Quellen unterschiedlich: Die Machbarkeitsstudie des National Park Service (NPS) von 2001 spricht vom Südwesten Colorados und vom Südosten Utahs, nach Steven G. Baker in der Colorado Encyclopedia erreichte er den Colorado River nie.[3, 8] Seine Tagebücher sind die ersten ausführlichen Beschreibungen der Ute und Paiute; die Colorado Encyclopedia nennt eine Ausgabe mit englischer Übersetzung von 2016.[8]
Domínguez und Escalante 1776
Elf Jahre später folgten die Franziskaner Francisco Atanasio Domínguez und Francisco Silvestre Vélez de Escalante Riveras Route bis zum Uncompahgre-Plateau und zogen von dort weiter ins Große Becken. Sie suchten einen Landweg von Santa Fe nach Monterey in Kalifornien, erreichten die Küste aber nicht.[3] Am 8. Oktober 1776, im Lager Santa Brígida, beschlossen sie, nach Süden zum Colorado zu ziehen und über die Dörfer der Moqui, wie die Spanier die Hopi nannten, und Zuni zurückzukehren.[9]
Der Winter hatte schon mit großer Härte eingesetzt, denn alle Gebirge, die wir ringsum sehen konnten, waren mit Schnee bedeckt, und das Wetter war sehr unbeständig. Deshalb fürchteten wir, dass sich die Pässe lange vor unserer Ankunft schließen würden ...
Trapper und Händler nach 1821
1821 wurde Mexiko unabhängig, und im selben Jahr brachten Händler aus Missouri zum ersten Mal Waren nach Santa Fe.[3] Mitte der 1820er Jahre zogen amerikanische Trapper auf der Suche nach Biberfellen in das Land der Ute (mehr zum Pelzhandel). Jedediah Smith nutzte 1826 auf dem Weg nach Kalifornien Teile der späteren Route.[3]
Antonio Armijo und die erste Karawane 1829/30
Die erste Handelskarawane führte der Händler Antonio Armijo. Er brach Anfang November 1829 mit rund 60 Männern in Abiquiú auf; die NPS-Studie nennt den 6., Joseph J. Hill nach Armijos Bericht den 7. November.[3, 7] Die Gruppe zog durch das Land der Navajo und der Paiute nach Westen und überquerte den Colorado an der Crossing of the Fathers, einer alten indigenen Furt oberhalb des heutigen Glen-Canyon-Damms, die schon Domínguez und Escalante 1776 benutzt hatten. Dann folgte sie ungefähr der heutigen Grenze zwischen Arizona und Utah bis zum Virgin River und zog auf Rat ihres Führers südlich am heutigen Las Vegas vorbei zum Amargosa River.[3]

Am 28. Januar 1830 überquerte die Karawane im Cajon Pass die San Bernardino Mountains.[7] Nach 86 Tagen erreichte sie laut National Park Service am 30. Januar die Mission San Gabriel bei Los Angeles, Hill nennt den 31. Januar. Armijo tauschte Serapes und Decken gegen Pferde und Maultiere, am 1. März begann der Rückweg, und am 25. April 1830 war er in Jemez in New Mexico.[3, 7]
Wolfskill und Yount 1830/31
1830 brachen die Trapper William Wolfskill und George C. Yount mit etwa 20 Männern in New Mexico auf. Sie zogen nach Nordwesten zu einer Furt über den Colorado, quer durch Utah und wieder zum Colorado, wo sie bei den Dörfern der Mojave rasteten und Handel trieben; im Februar 1831 erreichten sie Los Angeles.[3, 7] Ihre nördliche Route wurde zum bevorzugten Weg späterer Reisender.[3] Hill nennt als Anführer dieser Gruppe nach J. J. Warner Ewing Young und Wolfskill.[7] Einige Männer aus New Mexico hatten Wolldecken dabei und tauschten sie in Kalifornien gegen Maultiere; die großen Tiere erregten in New Mexico Aufsehen, und daraus entstand nach Warner ein jährlicher Karawanenhandel.[7]
Welche Routen gehörten zum Old Spanish Trail?
Das Gesetz von 2002 zählt vier Routen zum Trail, ihren Verlauf beschreibt die NPS-Studie.[2, 3]
| Route | Verlauf | Wer sie anlegte oder nutzte |
|---|---|---|
| Armijo-Route | Abiquiú, San Juan River, Crossing of the Fathers am Colorado, entlang der heutigen Grenze von Arizona und Utah zum Virgin River, südlich am heutigen Las Vegas vorbei, Amargosa River, Mojave River[3, 7] | Antonio Armijo 1829/30[3] |
| Nördliche Route | Abiquiú, Südwesten Colorados, Furt über den Colorado bei Moab, Green River, San Rafael Swell, Wasatch Pass, Sevier River, Parowan Valley, Virgin River, Las Vegas, Mojave River[3] | William Wolfskill und George C. Yount 1830/31[3] |
| Nordzweig | Taos, San Luis Valley, Cochetopa Pass, Gunnison River, Uncompahgre River, Grand Junction, Anschluss an die nördliche Route bei Green River[3] | vor allem Trapper[3] |
| Mojave Road | von Las Vegas nach Süden in die Gegend von Needles, dann auf einem alten Pfad nach Westen durch die Wüste zum Mojave River[3] | Anschluss an Wege zu den Dörfern der Mojave[3] |
Für das ganze Netz nennt das Gesetz rund 2.700 Meilen, etwa 4.350 Kilometer; die Seite des NPS mit häufigen Fragen nennt an anderer Stelle 2.800 Meilen.[2, 4] Für eine einzelne Strecke von Santa Fe über Utah nach Los Angeles nennt der Historiker Jeffrey D. Nichols 1.120 Meilen, etwa 1.800 Kilometer.[6]
Nach Nichols holten die Wege so weit nach Norden aus, weil zeitweise feindselige Apachen, Navajo und Mojave Reisende aus Europa und den USA vom direkten Südweg abschreckten und die tiefen Cañons des Colorado-Plateaus oft nicht zu passieren waren.[6] Außerdem bestimmten Wasser, Futter, Gelände und freundlich gesinnte Völker, oft Handelspartner, den Verlauf.[3] Bei Yermo und Daggett, an einer Stelle namens "Fork of Roads", liefen alle Routen zusammen und folgten dem Mojave River zum Cajon Pass. Sein Wasser fließt über weite Strecken unter dem Sand und tritt nur stellenweise in Tümpeln zutage.[3]
- 1Old Spanish Trail (Santa Fe) 35,66° N, 105,98° W[17]
Was wurde auf dem Old Spanish Trail gehandelt?
Die Karawanen brachen meist im Herbst zu der etwa dreimonatigen Reise auf und kehrten im folgenden Jahr zurück. Nach Westen trugen die Maultiere fast nur Wollwaren aus New Mexico, wo Schafzucht und Weberei ein wichtiger Erwerbszweig waren, nach Osten zogen Pferde und Maultiere.[3] José Avieta etwa kam im Januar 1834 mit 124 Männern nach Kalifornien und tauschte 1.654 Serapes, 341 Decken und 171 Bettdecken gegen Pferde.[3] Nach Warner brachten die Karawanen auch Seide und andere Waren aus China zurück; der Umfang ist laut NPS-Studie schlecht dokumentiert.[3, 7]

In Kalifornien war ein Tier laut NPS-Studie etwa 12 Dollar oder zwei Serapes wert, in Santa Fe und St. Louis brachte ein Maultier bis zu 45 Dollar. Käufer fanden sich unter den Händlern aus Missouri, die für den Santa Fe Trail Maultiere brauchten.[3, 7]
| Jahr | Leitung | Männer | Tiere auf dem Rückweg |
|---|---|---|---|
| 1829/30 | Antonio Armijo | 60 | 100[3] |
| 1831 | Antonio Santiesteban | 30 | keine Angabe[3] |
| 1833/34 | José Avieta | 124 | keine Angabe[3] |
| 1839 | José Antonio Salazar | 75 | etwa 2.500[3] |
| 1841/42 | Francisco Estevan Vigil | 194 auf dem Rückweg | 4.141[3] |
| 1843/44 | Tomás Salazar | 170 | keine Angabe[3] |
| 1847/48 | Francisco Estevan Vigil | 209 bis 225 | 4.628[3] |
Mit den Händlern zogen auch Siedler. 1838 brachen Lorenzo Trujillo und sechs weitere Menschen aus New Mexico auf, unterwegs brachte Manuelita Renaga an den Resting Springs einen Sohn zur Welt; die acht gelten als erste Siedler der Gegend von San Bernardino.[3]
Pferderaub entlang des Trails
Neben dem legalen Handel war der Diebstahl von Pferden und Maultieren verbreitet. Trapper aus den USA, aus den Missionen geflohene indigene Kalifornier und Männer aus New Mexico trieben gemeinsam Herden von Ranchos und Missionen weg, und Kalifornien erschwerte den Händlern aus New Mexico per Gesetz den Zugang.[3] 1837 nahmen Jean Baptiste Chalifoux und seine Leute 1.400 bis 1.500 Maultiere und Pferde mit.[3] Nach einer in der NPS-Studie zitierten Angabe fiel die Zahl der Pferde, Maultiere und ähnlicher Tiere in Kalifornien von 64.000 im Jahr 1831 auf 30.000 im Jahr 1842.[3] Gefährlich war der Weg auch für die Händler: 1834 wurden fünf von 19 Händlern auf dem Rückweg bei einem Zusammenstoß getötet.[3]
Sklavenhandel am Old Spanish Trail
Die Händler des Trails beteiligten sich auch am bestehenden Handel mit versklavten indigenen Menschen. Stärkere Gruppen überfielen schwächere und verkauften die Gefangenen an Spanier, später an Mexikaner; die Hauptopfer waren die Südlichen Paiute (Southern Paiute).[3] Vermutlich lebten schon im späten 18. Jahrhundert versklavte Paiute in Santa Fe, und in Teilen Colorados und Utahs hielt sich der Menschenhandel bis in die 1860er Jahre. Weil er verboten war, gibt es kaum Akten; der wichtigste Markt war New Mexico, einige Gefangene wurden in Kalifornien verkauft.[3]
Nach Nichols tauschten Händler unterwegs Tiere gegen gefangene Paiute oder raubten Kinder. Den Höhepunkt erreichte der Menschenhandel in den 1830er und 1840er Jahren, und eine große Rolle spielten die Gruppen der Ute um ihren Anführer Wakara.[6] Die Paiute nutzten keine Pferde zur Fortbewegung und wurden deshalb oft von berittenen Nachbarn, von Menschen aus New Mexico und später von Amerikanern überfallen. Mit der Eröffnung des Trails nahm der Menschenhandel zu; gesucht waren vor allem Kinder, besonders Mädchen.[10] Die großen Herden der Karawanen zerstörten zudem Wasserstellen und Weiden der Paiute und trieben manche Familien in solche Not, dass sie Kinder hergaben, um zu überleben.[3]
Im Spätherbst 1851 nahm eine Gruppe von Mormonen in Zentralutah Händler aus New Mexico um Pedro León Luján fest. Nach zwei Prozessen vor einem Bundesrichter in Great Salt Lake City wurden sie wegen Handels ohne Lizenz verurteilt, und das Gericht befreite eine Paiute-Frau und Kinder, die sie gefangen hielten.[11] Am 31. Januar 1852 beschloss das Parlament des Utah-Territoriums das Gesetz "for the further relief of Indian slaves and prisoners". Sein Vorspruch hält fest, dass mexikanische Händler seit jeher Frauen und Kinder der Ute kauften.[7]
Ute, Paiute, Navajo und Mojave am Trail
Zur Zeit der mexikanischen Unabhängigkeit waren die Ute geübte Reiter. Ihr Gebiet umfasste mehr als 130.000 Quadratmeilen, rund 337.000 Quadratkilometer, vor allem auf dem Colorado-Plateau, und mit den Pueblo-Völkern in New Mexico handelten sie vermutlich schon vor der Ankunft der Spanier.[3] Der Handel mit Tieren und Gefangenen machte manche Gruppen der Ute mächtiger, während Goshute und Südliche Paiute darunter litten.[3] Als ab 1846 Siedler in ihr Land drängten und das Wild abnahm, griffen Ute Siedlungen in New Mexico und Colorado an; nach Jahren der Kämpfe brachte die US-Regierung sie in Reservate in Colorado und Utah.[3]
Mindestens 16 Gruppen der Südlichen Paiute, darunter die Chemehuevi, lebten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im Großen Becken, in einem Streifen durch den Süden Utahs und Nevadas bis nach Kalifornien und Arizona.[3] Durch das Land der Navajo und der Paiute zog schon Armijos Karawane.[3] Die Mojave lebten in Dörfern am Colorado. In den 1770er Jahren gaben sie dem Franziskaner Francisco Garcés Führer mit, die ihn auf indigenen Pfaden durch die Mojave-Wüste zum Mojave River brachten; einige dieser Pfade wurden Teil des westlichen Abschnitts.[3]
Warum heißt er Old Spanish Trail?
Die Händler aus New Mexico sprachen vom "Camino de California", die Californios, die spanischsprachigen Einwohner Kaliforniens, vom "Camino de Santa Fe" oder "Camino de Nuevo México".[3] Den heutigen Namen prägte John C. Frémont. Er reiste 1844 für das Korps der Topographischen Ingenieure der US-Armee mit Kit Carson als Führer über den Trail und nannte ihn in seinem Bericht "Spanish Trail"; vor allem amerikanische Reisende übernahmen den Namen.[1, 3] Nach Nichols nahm Frémont an, die Spanier hätten den Weg angelegt.[6]
Joseph J. Hill schrieb schon 1921, der Weg nach Kalifornien sei erst eröffnet worden, als die Gegend nicht mehr spanisch war. Als eigentlichen Old Spanish Trail sah er nur den älteren Weg, auf dem Spanier seit Rivera 1765 zum Handel zu den Ute im Großen Becken zogen.[7] Die NPS-Studie betont, dass der Trail in seiner ganzen Blütezeit in Mexiko lag, hält den eingebürgerten Namen aber für passend.[3]
Wann endete der Handel auf dem Trail?
1848 kehrte die letzte regelmäßige Karawane nach Santa Fe zurück. Im selben Jahr endete der Mexikanisch-Amerikanische Krieg, und der ganze Trail kam unter die Herrschaft der USA.[3] Reisende nach Kalifornien nahmen danach den California Trail im Norden oder Wege durch Arizona, eine Wagenstraße nach Südkalifornien wurde eröffnet, und der Verkehr auf dem Old Spanish Trail ging stark zurück.[1, 3]
Danach zogen nur noch einzelne Herden über Teile der Strecke. Der Goldrausch in Kalifornien schuf einen Markt für Schafe: William Angney trieb 1850 6.000 Schafe über den Trail, Richens Lacy Wootton 1852 9.000 Schafe über den Nordzweig nach Salt Lake City und weiter nach Sacramento.[3] Ab 1847 fuhren Mormonen mit Wagen von Salt Lake City nach Los Angeles; ihre Mormon Road lief über weite Strecken neben dem westlichen Teil des Trails oder auf ihm (mehr beim Mormon Trail).[3]
Der Spanish Trail ist, obwohl er in den letzten Jahren nur selten benutzt wurde, dort noch sehr deutlich zu sehen, wo der Boden nur wenig ausgewaschen wird.
Die transkontinentale Eisenbahn von 1869 und weitere Bahnlinien verdrängten nach und nach die alten Wege.[3]
Der Old Spanish National Historic Trail heute
Am 4. Dezember 2002 wurde der Old Spanish Trail Recognition Act unterzeichnet, den Senat und Repräsentantenhaus im August und November beschlossen hatten. Er beschreibt den Trail als rund 2.700 Meilen langen Weg von Santa Fe nach Los Angeles, der zwischen 1829 und 1848 eine wichtige Handelsroute war.[2] Verwaltet wird er gemeinsam vom Bureau of Land Management und vom National Park Service, die mit der Old Spanish Trail Association, indigenen Nationen, Behörden und privaten Eigentümern zusammenarbeiten.[5]
Einen durchgehend markierten Wanderweg gibt es nicht. Der Trail ist ein Korridor durch Städte und Wildnis, über Land in privatem, kommunalem, indigenem, staatlichem und bundeseigenem Besitz; Teile lassen sich auf öffentlichem Land begehen, andere auf nahen Straßen nachfahren.[4, 5] Als Stätten nennt der National Park Service etwa Santa Rosa de Lima de Abiquiú, im 19. Jahrhundert ein Rastplatz der Reisenden, das San Rafael Swell in Utah und einen Teil der Mojave Road in der Mojave National Preserve.[12]
Vorsicht
Viele Abschnitte des Old Spanish Trail liegen auf Privatland oder in Reservaten. Ohne Markierung gibt es dort keinen öffentlichen Zugang; wer sie betreten will, braucht die Erlaubnis der Eigentümer.[4]

Die Old Spanish Trail Association entstand 1994 bei einem Treffen, zu dem der Historiker Ron Kessler ins Rio Grande County Museum in Del Norte, Colorado, eingeladen hatte.[13] Der gemeinnützige Verein erforscht, beschildert und schützt den Trail und bietet Touren an.[4]
Die Südlichen Paiute in Utah sind heute in der Paiute Indian Tribe of Utah zusammengeschlossen, zu der die Bands Cedar, Indian Peaks, Kanosh, Koosharem und Shivwits gehören.[10, 14] 1954 verloren die Bands im Zuge der Termination, einer auf Assimilation zielenden Politik der Bundesregierung, ihre Anerkennung. Mit dem Restoration Act vom 3. April 1980 wurden sie wieder anerkannt.[10, 14]
Zeitleiste
- 1765Juan Antonio María de Rivera erkundet auf zwei Reisen im Auftrag des Gouverneurs von New Mexico das Land der Ute im heutigen Westcolorado.[8] Spanische Expeditionen am Old Spanish Trail
- 8. Oktober 1776Domínguez und Escalante geben im Lager Santa Brígida den Plan auf, Monterey zu erreichen, und ziehen nach Süden.[9] Spanische Expeditionen am Old Spanish Trail
- 1821Mexiko wird unabhängig; Händler aus Missouri bringen erstmals Waren nach Santa Fe.[3] Santa Fe Trail
- 1826Jedediah Smith zieht mit Trappern über Teile der späteren Route nach Kalifornien.[3] Jedediah Smith
- November 1829Antonio Armijo bricht mit rund 60 Männern in Abiquiú zur ersten Handelskarawane nach Kalifornien auf.[3, 7]
- Januar 1830Armijos Karawane erreicht über den Cajon Pass die Mission San Gabriel bei Los Angeles.[3, 7]
- 25. April 1830Armijo ist zurück in New Mexico, in Jemez.[3, 7]
- Februar 1831William Wolfskill und George C. Yount erreichen Los Angeles über die nördliche Route.[3, 7]
- 1837Jean Baptiste Chalifoux und seine Leute treiben 1.400 bis 1.500 Maultiere und Pferde aus Kalifornien weg.[3]
- 1842Francisco Estevan Vigil verlässt Kalifornien mit 4.141 Tieren.[3]
- 1844John C. Frémont reist mit Kit Carson als Führer auf dem Trail; in seinem Bericht heißt der Weg "Spanish Trail".[1, 3] Kit Carson
- 1848Die letzte regelmäßige Karawane aus New Mexico kehrt nach Santa Fe zurück; der Krieg zwischen den USA und Mexiko endet.[3] Mexikanisch-Amerikanischer Krieg
- 1851Mormonen nehmen in Utah Händler um Pedro León Luján fest; ein Bundesgericht verurteilt sie und befreit eine Paiute-Frau und Kinder.[11]
- 31. Januar 1852Das Parlament des Utah-Territoriums beschließt ein Gesetz über indigene Gefangene und Versklavte.[7]
- 1994Die Old Spanish Trail Association entsteht in Del Norte, Colorado.[13]
- 4. Dezember 2002Der Old Spanish Trail Recognition Act macht den Weg zum National Historic Trail.[2]
Mythos und Wahrheit
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Häufige Fragen
Wie lang war der Old Spanish Trail?
Das Gesetz von 2002 nennt für das ganze Netz aus vier Routen rund 2.700 Meilen, etwa 4.350 Kilometer. Für eine einzelne Strecke von Santa Fe über Utah nach Los Angeles nennt der Historiker Jeffrey D. Nichols 1.120 Meilen, etwa 1.800 Kilometer.
Warum heißt er Old Spanish Trail?
Den Namen prägte John C. Frémont, der 1844 mit Kit Carson als Führer über den Trail reiste und ihn in seinem Bericht "Spanish Trail" nannte. Als Handelsroute nach Kalifornien entstand der Weg aber erst 1829, als das Gebiet zu Mexiko gehörte.
Was wurde auf dem Old Spanish Trail gehandelt?
Nach Westen gingen fast nur Wollwaren aus New Mexico, vor allem Serapes und Decken. Zurück kamen Pferde und Maultiere aus Kalifornien, teils gekauft, teils gestohlen. Am Trail wurden auch versklavte Menschen verkauft, vor allem Südliche Paiute.
Seit wann ist der Old Spanish Trail ein National Historic Trail?
Seit dem Old Spanish Trail Recognition Act, der am 4. Dezember 2002 unterzeichnet wurde. Den Trail verwalten das Bureau of Land Management und der National Park Service gemeinsam.
Kann man den Old Spanish Trail heute wandern?
Einen durchgehend markierten Wanderweg gibt es nicht. Teile lassen sich auf öffentlichem Land begehen, andere mit dem Auto nachfahren. Privatland und Reservate dürfen nur mit Erlaubnis der Eigentümer betreten werden.
Quellen
- Amtliche Stelle History and Culture: A Brief History. National Park Service, Old Spanish National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Public Law 107-325, Old Spanish Trail Recognition Act of 2002, 116 Stat. 2790. U.S. Government Publishing Office. Stand 4. Dezember 2002. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Old Spanish Trail: National Historic Trail Feasibility Study and Environmental Assessment, mit Appendix B Expedition Chronology. National Park Service, U.S. Department of the Interior (Volltext bei archive.org). Stand Juli 2001. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Frequently Asked Questions. National Park Service, Old Spanish National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Management: Shared Trail Administration. National Park Service, Old Spanish National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Jeffrey D. Nichols: The Spanish Trail Cut a Roundabout Path through Utah (History Blazer). Utah Department of Cultural and Community Engagement, History to Go. Stand Juni 1995. abgerufen am 24.10.2026
- Fachaufsatz Joseph J. Hill: The Old Spanish Trail. A Study of Spanish and Mexican Trade and Exploration Northwest from New Mexico to the Great Basin and California, Hispanic American Historical Review 4, Nr. 3, S. 444 bis 473. Hispanic American Historical Review (Sonderdruck der Bancroft Library bei archive.org). Stand August 1921. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Steven G. Baker: Juan Antonio María de Rivera. Colorado Encyclopedia. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Itinerary and diary of Francisco Atanasio Domínguez and Francisco Silvestre Vélez de Escalante (spanischer Text und englische Übersetzung nach Bolton 1950). Early Americas Digital Archive, University of Maryland; Edition Jarom McDonald. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Archiv History: The Paiutes. Utah American Indian Digital Archive, American West Center und J. Willard Marriott Library, University of Utah. Stand 2008. abgerufen am 24.10.2026
- Archiv The Trial of Don Pedro León Luján (Ausstellung This Abominable Slavery). J. Willard Marriott Library, University of Utah. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Old Spanish National Historic Trail (Startseite mit Bildern der Stätten). National Park Service. Stand 1. Mai 2025. abgerufen am 24.10.2026
- About OSTA. Old Spanish Trail Association. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Paiute Indian Tribe of Utah: Tribal Bands. Paiute Indian Tribe of Utah. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Will Fossey: Old Spanish Trail (Fernstraße). Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1976, überarbeitet 24. April 2019. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle California National Historic Trail. National Park Service. Stand 23. April 2025. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 27.10.2026
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Markus Roth Autor und Redakteur
Markus Roth lebt in Berlin und schreibt seit 2018 für Wikipedia. Seine Schwerpunkte sind Geschichte und Wissenschaft; für Wilder-Westen.org schreibt er über Verkehr, Wirtschaft und das Leben im Südwesten.
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