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Der Kalifornische Goldrausch

Kurz erklärt Der Kalifornische Goldrausch begann mit dem Fund von James W. Marshall am 24. Januar 1848 an der Sägemühle von John Sutter in Coloma. Bis etwa 1855 kamen nach Schätzungen mehr als 300.000 Menschen nach Kalifornien. Für die indigenen Nationen bedeutete er Gewalt, Zwangsarbeit und Landverlust; ihre Zahl sank von geschätzt 150.000 im Jahr 1845 auf unter 30.000 im Jahr 1870.

Tal des South Fork American River bei Coloma mit Eichen an den Hängen und klarem Fluss über Kies im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Wie kam es zum Goldrausch in Kalifornien?

In den 1820er und 1830er Jahren war Kalifornien eine Provinz Mexikos, und fast alle Reisen dorthin führten über das Meer.[7] 1839 kam der Schweizer Einwanderer Johann August Sutter (John Sutter) nach Kalifornien. Auf einer großen mexikanischen Landzuteilung, die er "New Helvetia" nannte, entstand Sutter's Fort im heutigen Sacramento, mitten im Land der Nisenan.[1, 4] Laut California State Parks war das Fort von 1839 bis 1849 der wirtschaftliche Mittelpunkt der ersten dauerhaften europäischen Kolonialsiedlung im Central Valley. Indigene Menschen bauten es mit, und auf ihrer ausgebeuteten Arbeit beruhten seine Betriebe.[4]

Vor dem Goldfund lebten in Kalifornien nach Schätzung der Encyclopaedia Britannica etwa 160.000 Menschen, die große Mehrheit Native Americans.[3] Die Native American Heritage Commission, eine Behörde des Staates Kalifornien, schätzt, dass die indigene Bevölkerung in der spanischen und mexikanischen Zeit durch Seuchen, Zwangsarbeit und Gewalt von etwa 310.000 auf etwa 150.000 Menschen gesunken war.[13] Seit 1846 führten die USA und Mexiko Krieg (Mexikanisch-Amerikanischer Krieg). Am 2. Februar 1848, neun Tage nach dem Goldfund, unterzeichneten beide Staaten den Vertrag von Guadalupe Hidalgo. Mexiko trat 55 Prozent seines Gebiets an die USA ab, darunter das heutige Kalifornien, und erhielt dafür 15 Millionen Dollar.[1, 5]

Was geschah bei Sutter's Mill?

Anfang 1848 brauchte Sutter Bauholz. Den Auftrag gab er seinem Zimmermann James W. Marshall, der am South Fork des American River eine Sägemühle baute, laut National Park Service etwa 40 Meilen (rund 65 Kilometer) von Sutters Wohnsitz entfernt.[1, 3] Die Mühle entstand in Partnerschaft mit Sutter im heutigen Coloma, in einem Tal, das die Nisenan Cullumah nannten, "schönes Tal". Diese Sägemühle ist als Sutter's Mill bekannt, auf Deutsch Sutters Mühle.[2, 3]

Am 24. Januar 1848 fand Marshall im Abflusskanal der Mühle (englisch tailrace) glänzende Goldflitter. Er und seine Männer fanden in der Nähe weiteres Gold.[1, 2] Sutter und Marshall vereinbarten, Partner zu werden, und versuchten, den Fund geheim zu halten.[1, 3] Nach der Native American Heritage Commission handelte Sutter außerdem mit dem Anführer der Nisenan von Coloma einen Vertrag aus, der ihm das Land um die Fundstelle für drei Jahre verpachten sollte; der Militärgouverneur bestätigte ihn nicht.[13]

Hölzerne Sägemühle mit offenem Fachwerk an einem flachen Flussarm, dahinter mit Eichen bewachsene Hügel im warmen Nachmittagslicht
Sägemühle an einem Flussarm. Im Abflusskanal einer solchen Mühle fand James W. Marshall im Januar 1848 das erste Gold. Bild: KI-generiert

Wie sich die Nachricht verbreitete

Geheim blieb der Fund nicht lange. Viele, die schon in Kalifornien oder Oregon lebten, zogen sofort in die westliche Sierra Nevada.[1] Im Juli 1848 besuchte der Befehlshaber der US-Truppen in Kalifornien das Goldgebiet, weil er den umlaufenden Berichten nicht traute. Nach seinem Bericht suchten dort damals etwa 4.000 Menschen nach Gold. Fast die ganze männliche Bevölkerung sei in die Goldgebiete gegangen, und Schiffe an der Küste würden von ihren Besatzungen verlassen.[6] Auch Britannica nennt für August 1848 etwa 4.000 Goldsucher.[3] Ein Regierungsbericht von 1848 schätzte laut Oakland Museum of California, dass die Hälfte der Goldsucher indigene Menschen waren.[12]

Präsident James K. Polk bestätigte die Funde dem Kongress erst im Dezember 1848, zu spät für einen Aufbruch aus dem Osten im selben Jahr.[1] In seiner Jahresbotschaft vom 5. Dezember 1848 schrieb er:[6]

Die Berichte über den Reichtum an Gold in diesem Gebiet sind so außergewöhnlich, dass man ihnen kaum glauben würde, würden sie nicht durch die verlässlichen Berichte von Beamten im öffentlichen Dienst bestätigt, die das Bergbaugebiet besucht haben ...

James K. Polk, Präsident der USA, Vierte Jahresbotschaft an den Kongress, 5. Dezember 1848, Abschnitt über Kalifornien Übersetzung der Redaktion[6]

Wer waren die Forty-Niners?

Forty-Niners, "Neunundvierziger", hießen die Goldsucher des Jahres 1849.[3] Im Frühjahr 1849 lief nach dem National Park Service die größte Wanderung der amerikanischen Geschichte; allein über den California Trail kamen in diesem Jahr 25.000 Menschen.[1] Tausende andere reisten per Schiff um Kap Hoorn oder fuhren nach Panama, überquerten die Landenge und warteten dort auf ein Schiff nach Norden.[7] Auf dem 2.000 Meilen langen Landweg tötete die Cholera laut Britannica weit mehr Menschen als Angriffe von Native Americans.[3]

Wie viele Menschen kamen? Schätzungen nach Quellen
ZeitpunktAngabeQuelle
Juli und August 1848etwa 4.000 GoldsucherBericht des Militärbefehlshabers nach Polk, Britannica[3, 6]
1849100.000 nichtindigene Einwohner KaliforniensFive Views (1988)[9]
184925.000 Menschen über den California TrailNational Park Service[1]
erstes Jahr nach Bekanntwerdenetwa 80.000 Forty-NinersBritannica[3]
1849 bis 1854geschätzt 140.000 Menschen über den California TrailNational Park Service[1]
1853250.000 GoldsucherBritannica[3]
bis etwa 1855mehr als 300.000 ZugezogeneBritannica[3]

Die meisten Neuankömmlinge waren Amerikaner, andere kamen aus China, Europa und Südamerika.[3] Sobald die Nachricht China erreichte, stieg die Zahl der chinesischen Einwanderer stark. Die meisten stammten aus der Provinz Kuangtung im Süden Chinas und flohen vor Kriegen, Aufständen, Überschwemmungen und Hungersnöten. Für die Überfahrt mussten sich die meisten Geld leihen.[10] Aus Lateinamerika kamen Chilenen, Peruaner und Mexikaner, vor allem Bergleute aus der Provinz Sonora. In Kalifornien lebten bereits rund 10.000 Californios, mexikanische Kalifornier aus der Zeit vor der Eroberung.[11] In Coloma selbst siedelten sich auch afroamerikanische Familien wie die Burgess und die Monroe an, die dort von Goldsuche, Landwirtschaft und Schmiedearbeit lebten.[17]

Wie lebten und arbeiteten die Goldsucher?

Die Goldsucher wuschen Gold mit der Pfanne aus dem Flusssand und arbeiteten mit Schüttelwiegen (cradles) und Waschrinnen (sluice boxes); mehr dazu bei den Goldsuchern.[3] Die Arbeit war hart, die Preise hoch und das Leben in den Lagern einfach, reich wurden nur wenige.[3] Als die leicht abbaubaren Vorkommen erschöpft waren, übernahmen nach Britannica Unternehmen mit Kapital und Maschinen den Abbau. Nach einer Schätzung wurde Gold im Wert von rund 2 Milliarden Dollar gefördert.[3]

Flache Goldwaschpfanne aus Eisen mit nassem Kies und wenigen Goldflittern auf flachen Flusssteinen, daneben eine hölzerne Schüttelwiege, warmes Seitenlicht
Mit Pfanne und Schüttelwiege wuschen die ersten Goldsucher das Gold aus dem Flusskies. Bild: KI-generiert

Beim hydraulischen Abbau spülten starke Wasserstrahlen ganze Berghänge ab. Kaliforniens größte hydraulische Goldmine lag bei North Bloomfield in der Sierra Nevada. Rechtsstreitigkeiten zwischen der Minengesellschaft und landwirtschaftlichen Orten flussabwärts endeten 1884 mit der Regelung, die California State Parks als erste Umweltschutzgesetzgebung der USA bezeichnet.[16]

1850 beschloss das kalifornische Parlament eine Steuer von 20 Dollar im Monat für ausländische Goldsucher. Das Gesetz war allgemein gefasst, wurde aber vor allem gegen Mexikaner und Chinesen durchgesetzt.[10] Es traf auch in Kalifornien geborene Mexikaner, die nach dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo Bürger der USA geworden waren.[11] Im Mai 1852 beschloss eine Versammlung in Foster and Atchinson's Bar im Yuba County, dass Chinesen keine Claims (Schürfrechte) halten durften und den Ort verlassen mussten (mehr zu den chinesischen Einwanderern im Westen).[10]

Was bedeutete der Goldrausch für die Nationen Kaliforniens?

Besonders schwer traf der Goldrausch nach dem Oakland Museum of California die Maidu in den Ausläufern der Sierra Nevada, wo am meisten Gold lag, und andere Nationen Kaliforniens wie Nisenan, Miwok, Pomo und Yokuts. Der Bergbau zerstörte ihre Lachsgründe und verwüstete ihr Land.[12] Indigene Menschen wurden als billige Arbeitskräfte unter die Kontrolle weißer Goldsucher gebracht, und Kinder wurden ihren Eltern genommen und als "Lehrlinge" praktisch versklavt.[12]

1850 beschloss das erste Parlament des Staates den Act for the Government and Protection of Indians. Nach diesem Gesetz durfte kein Weißer auf die Aussage indigener Zeugen hin verurteilt werden, Weiße konnten die Aufsicht über indigene Kinder erhalten, und wer als herumstreunend galt, konnte festgenommen und als Arbeitskraft für bis zu vier Monate an den Meistbietenden vergeben werden.[9] Nach einer Änderung von 1860 konnten indigene Männer bis zum Alter von 40 und Frauen bis 35 Jahren zur Arbeit verpflichtet werden; aufgehoben wurde das Gesetz erst 1866.[9] 1851 und 1852 bewilligte das Parlament 1.100.000 Dollar für die "suppression of Indian hostilities", die Niederschlagung von Feindseligkeiten, 1857 weitere 410.000 Dollar. Laut der Studie Five Views ermutigten diese Zahlungen Weiße, Freiwilligenkompanien zu bilden, die versuchten, die indigenen Menschen Kaliforniens auszulöschen.[9]

Gouverneur Peter H. Burnett sagte am 6. Januar 1851 in seiner Rede zur Lage des Staates vor dem Parlament:[14]

Dass zwischen den Rassen weiter ein Vernichtungskrieg geführt werden wird, bis die indianische Rasse ausgestorben ist, muss erwartet werden.

Peter H. Burnett, erster Gouverneur des Staates Kalifornien, State of the State Address vor dem Parlament, 6. Januar 1851 Übersetzung der Redaktion[14]

In derselben Rede berichtete Burnett, er habe im Oktober 1850 den Sheriff des El Dorado County angewiesen, 200 bewaffnete Männer aufzubieten, um indigene Gruppen bei Ringgold zu bestrafen, die nach dem Bericht des Sheriffs mehrere Goldsucher getötet hatten; 250 Männer traten an.[14] Die Bundesregierung schickte 1851 drei Beauftragte, die bis 1852 18 Verträge mit 139 Gruppen aushandelten. Sie sahen 7.488.000 Acres vor, etwa ein Drittel Kaliforniens.[9] Der Senat des Staates lehnte die Verträge ab, weil sie den Nationen die reichsten Bergbau- und Ackerböden zuwiesen. Der US-Senat ratifizierte sie nicht und legte sie für 53 Jahre unter Verschluss.[9] Als Tag der Ablehnung nennt die Native American Heritage Commission den 8. Juli 1852.[13]

Wie viele indigene Menschen in diesen Jahren starben, lässt sich nur schätzen. Nach dem Oakland Museum of California sank ihre Zahl von geschätzt 150.000 im Jahr 1845 auf weniger als 30.000 im Jahr 1870. Bis zu 60 Prozent dieses Rückgangs führen Historiker auf Syphilis, Cholera, Masern, Pocken und andere Seuchen zurück.[12] Für die Zahl der Getöteten nennen die Quellen sehr verschiedene Werte. Der Überblick auf der Seite der Native American Heritage Commission, verfasst von Edward D. Castillo und ohne Einzelnachweise, nennt 100.000 Tote allein in den ersten zwei Jahren des Goldrauschs durch Milizen und einzelne Goldsucher; für das Jahr 1900 gibt er nach dem Demografen S. F. Cook weniger als 16.000 indigene Menschen in Kalifornien an.[13] Der Historiker Benjamin Madley zählt für die Jahre 1846 bis 1873 zwischen 9.492 und 16.094 indigene Menschen, die Bürgerwehren, Milizen und Soldaten töteten, wahrscheinlich mehr.[19]

Am 18. Juni 2019 entschuldigte sich Gouverneur Gavin Newsom mit der Executive Order N-15-19 im Namen der Bürger Kaliforniens bei allen kalifornischen Native Americans für die vielen Fälle von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung. Der Erlass zitiert Burnetts Rede von 1851 und richtete einen Truth and Healing Council ein, der bis zum 1. Januar 2025 einen Abschlussbericht vorlegen sollte.[15]

Welche Folgen hatte der Goldrausch für Kalifornien?

Der Goldrausch beschleunigte laut Britannica den Weg Kaliforniens zum Bundesstaat.[3] Am 9. September 1850 wurde das Gesetz unterzeichnet, das Kalifornien als Staat ohne Sklaverei in die Union aufnahm. Es war eines von fünf Gesetzen des Kompromisses von 1850.[8] Kalifornien wurde der 31. Bundesstaat.[7] Nach 1852 ging der Verkehr auf dem California Trail zurück, und viele Auswanderer zogen nun eher nach Oregon, über den Oregon Trail.[7] Mit dem Zuzug wuchsen Städte und Orte, vor allem San Francisco; Orte ohne andere Erwerbsquellen wurden nach dem Ende des Goldes zu Geisterstädten.[3]

Die Californios verloren ihre Mehrheit: Der Anteil der spanischsprachigen Bevölkerung fiel bis 1850 auf 15 Prozent und bis 1870 auf 4 Prozent. Hohe Steuern auf Land und lange, teure Verfahren um ihre spanischen und mexikanischen Landtitel trieben viele in Schulden, und mit dem Land verloren sie ihre wirtschaftliche Grundlage.[11] Sutter verlor durch den Goldrausch: Goldsucher überrannten seinen Besitz und stahlen oder zerstörten Waren und Vieh, 1852 war er bankrott.[3] Marshall liegt in Coloma unter dem Marshall Monument begraben, dem ersten historischen Denkmal Kaliforniens.[2]

Zeitleiste

Zeitleiste: Kalifornischer Goldrausch
  1. 1839Johann August Sutter kommt nach Kalifornien und gründet im Land der Nisenan Sutter's Fort.[1, 4] Johann August Sutter
  2. 24.01.1848James W. Marshall findet im Abflusskanal von Sutters Sägemühle in Coloma Gold.[1, 2]
  3. 02.02.1848Der Vertrag von Guadalupe Hidalgo beendet den Krieg mit Mexiko; Kalifornien kommt an die USA.[5] Vertrag von Guadalupe Hidalgo
  4. Juli 1848Der Befehlshaber der US-Truppen zählt im Goldgebiet etwa 4.000 Goldsucher.[6]
  5. 05.12.1848Präsident James K. Polk bestätigt die Goldfunde in seiner Jahresbotschaft an den Kongress.[6]
  6. 1849Die Forty-Niners kommen; allein über den California Trail ziehen 25.000 Menschen nach Kalifornien.[1, 3] California Trail
  7. 1850Das Parlament Kaliforniens beschließt den Act for the Government and Protection of Indians und eine Steuer von 20 Dollar im Monat für ausländische Goldsucher.[9, 10]
  8. 09.09.1850Kalifornien wird als Staat ohne Sklaverei in die Union aufgenommen.[8]
  9. 06.01.1851Gouverneur Peter H. Burnett sagt vor dem Parlament einen Vernichtungskrieg voraus, der geführt werde, bis die indigenen Menschen ausgestorben seien.[14]
  10. 1852Der US-Senat ratifiziert die 18 Verträge mit den Nationen Kaliforniens nicht; der Goldrausch erreicht seinen Höhepunkt, Sutter ist bankrott.[3, 9]
  11. 1884Rechtsstreitigkeiten um den hydraulischen Abbau bei North Bloomfield führen zu einer ersten Umweltschutzregelung.[16]
  12. 18.06.2019Gouverneur Gavin Newsom entschuldigt sich bei den kalifornischen Native Americans und richtet einen Truth and Healing Council ein.[15]

Erinnerung heute: Coloma und Sutter's Fort

Die Fundstelle liegt im Marshall Gold Discovery State Historic Park in Coloma. Der Abflusskanal der Mühle ist noch zu sehen, und etwa 70 Prozent des Ortes mit mehr als 20 historischen Gebäuden gehören zum Park.[2] 2018 wurde der baufällige Nachbau der Mühle aus den 1960er Jahren abgerissen und näher an der historischen Stelle eine neue Ausstellung zur Mühle gebaut.[17] Der Park führt formelle Konsultationen mit den Regierungen indigener Nationen, und neue Tafeln zeigen die Grundstücke afroamerikanischer Familien wie Burgess und Monroe. Pearley Monroe hat nach Angaben des Parks die Fundstelle bewahrt.[2, 17] Am 11. Februar 2022 eröffnete der 2,5 Meilen lange Gam Saan Trail, kantonesisch für "Goldberg". Er führt durch ein Gebiet, in dem chinesische Goldsucher ihre Toten bestatteten.[2, 17]

Auch Sutter's Fort State Historic Park in Sacramento erneuert seine Ausstellung. Ein mit Partnern aus den indigenen Nationen überarbeiteter Plan stellt die Erfahrungen indigener Menschen stärker in den Mittelpunkt.[4] Die Spuren des hydraulischen Abbaus zeigt der Malakoff Diggins State Historic Park bei North Bloomfield, dessen ausgewaschene Felswände bis heute zu sehen sind.[16]

Steile, ausgewaschene Felswände in Rosa, Weiß und Ocker über einer Senke mit kleinem Teich, oben dunkle Kiefern im warmen Abendlicht
Ausgewaschene Hänge einer früheren hydraulischen Goldmine, wie sie bei North Bloomfield bis heute zu sehen sind. Bild: KI-generiert

Wo liegt Sutter's Mill?

Coloma liegt am South Fork des American River, nach Britannica etwa 50 Meilen (80 Kilometer) östlich von Sacramento.[3] Die Karte zeigt den Mittelpunkt des Ortes Coloma nach dem Ortsverzeichnis des U.S. Census Bureau.[18]

Karte: Coloma, Ort des Goldfunds von 1848125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Kalifornischer Goldrausch
Karte: Coloma, Ort des Goldfunds von 1848
  1. 1Kalifornischer Goldrausch (Coloma, Ort des Goldfunds) 38,80° N, 120,89° W[18]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Mythos und Wahrheit

Der Kalifornische Goldrausch im Film

Im Film

Häufige Fragen

Wann war der Kalifornische Goldrausch?

Er begann mit dem Goldfund am 24. Januar 1848 in Coloma. Die großen Ströme von Goldsuchern kamen ab 1849, den Höhepunkt erreichte der Goldrausch laut Britannica 1852, und am Ende der 1850er Jahre war er vorbei.

Was ist Sutter's Mill?

Sutter's Mill, auf Deutsch Sutters Mühle, war die Sägemühle, die James W. Marshall 1848 für John Sutter am South Fork des American River baute. Im Abflusskanal dieser Mühle fand Marshall das erste Gold. Die Stelle liegt heute im Marshall Gold Discovery State Historic Park in Coloma.

Wie viele Menschen kamen zum Goldrausch nach Kalifornien?

Die Angaben sind Schätzungen. Britannica nennt etwa 80.000 Forty-Niners im ersten Jahr, 250.000 Goldsucher im Jahr 1853 und mehr als 300.000 Zugezogene bis etwa 1855. Über den California Trail kamen laut National Park Service von 1849 bis 1854 rund 140.000 Menschen.

Warum heißen die Goldsucher Forty-Niners?

So hießen die Goldsucher, die 1849 nach Kalifornien kamen. Polk hatte den Fund erst im Dezember 1848 bestätigt, deshalb brachen die meisten Menschen aus dem Osten der USA erst im Frühjahr 1849 auf.

Welche Folgen hatte der Goldrausch für die indigenen Völker Kaliforniens?

Goldsucher besetzten ihr Land und zerstörten Fischgründe, ein Gesetz von 1850 erlaubte Zwangsarbeit, und Milizen zogen gegen sie. Ihre Zahl sank nach dem Oakland Museum of California von geschätzt 150.000 im Jahr 1845 auf unter 30.000 im Jahr 1870. 2019 entschuldigte sich der Gouverneur Kaliforniens dafür.

Wurde John Sutter durch das Gold reich?

Nein. Goldsucher überrannten seinen Besitz und stahlen oder zerstörten Waren und Vieh, 1852 war Sutter laut Britannica bankrott. Der Goldrausch untergrub nach California State Parks seine Geschäfte im Fort.

Quellen

  1. Amtliche Stelle The California Gold Rush. National Park Service, California National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 24.10.2026
  2. Amtliche Stelle Marshall Gold Discovery State Historic Park. California State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  3. Nachschlagewerk California Gold Rush. Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand 2. Dezember 2025. abgerufen am 24.10.2026
  4. Amtliche Stelle Sutter's Fort State Historic Park. California State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  5. Archiv Treaty of Guadalupe Hidalgo (1848), Milestone Documents. National Archives. Stand 20. September 2022. abgerufen am 24.10.2026
  6. Primärquelle James K. Polk: Annual Message to Congress (1848), Auszug. Teaching American History, Ashbrook Center, Ashland University. Stand 5. Dezember 1848. abgerufen am 24.10.2026
  7. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, California National Historic Trail. Stand 23. April 2025. abgerufen am 24.10.2026
  8. Gesetz und Vertrag Compromise of 1850, mit dem Gesetz zur Aufnahme Kaliforniens vom 9. September 1850. National Archives (NARA), Milestone Documents. Stand 10. Mai 2022. abgerufen am 24.10.2026
  9. Amtliche Stelle Five Views: An Ethnic Historic Site Survey for California. A History of American Indians in California: 1849 bis 1879. California Department of Parks and Recreation, Office of Historic Preservation (Onlineausgabe National Park Service). Stand Dezember 1988. abgerufen am 24.10.2026
  10. Amtliche Stelle Five Views: An Ethnic Historic Site Survey for California. A History of Chinese Americans in California: The 1850s. California Department of Parks and Recreation, Office of Historic Preservation (Onlineausgabe National Park Service). Stand Dezember 1988. abgerufen am 24.10.2026
  11. Amtliche Stelle Five Views: An Ethnic Historic Site Survey for California. A History of Mexican Americans in California: Post-Conquest California. California Department of Parks and Recreation, Office of Historic Preservation (Onlineausgabe National Park Service). Stand Dezember 1988. abgerufen am 24.10.2026
  12. Museum Silver and Gold: Native Californian (Ausstellung Gold Rush!). Oakland Museum of California. Stand 1998. abgerufen am 24.10.2026
  13. Amtliche Stelle California Indian History. California Native American Heritage Commission. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  14. Primärquelle Peter H. Burnett: State of the State Address, 6. Januar 1851. California State Library, Governors of California. Stand 6. Januar 1851. abgerufen am 24.10.2026
  15. Amtliche Stelle Executive Order N-15-19. Office of Governor Gavin Newsom, State of California. Stand 18. Juni 2019. abgerufen am 24.10.2026
  16. Amtliche Stelle Malakoff Diggins State Historic Park. California State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  17. Amtliche Stelle Reexamining Our Past at Marshall Gold Discovery State Historic Park. California State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  18. Amtliche Stelle 2023 Gazetteer Files: Places, California (Coloma CDP). U.S. Census Bureau. Stand 2023. abgerufen am 24.10.2026
  19. Benjamin Madley presents on the genocide of California Indians from 1846 to 1873. Center for Advanced Genocide Research, University of Southern California. Stand 31. Oktober 2016. abgerufen am 24.10.2026

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