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San Francisco im Goldrausch
Kurz erklärt San Francisco liegt an der Nordspitze einer Halbinsel zwischen dem Pazifik und der Bucht von San Francisco. Spanien gründete dort 1776 ein Presidio und eine Mission, 1847 wurde das Dorf Yerba Buena in San Francisco umbenannt. Im Goldrausch ab 1848 kamen Zehntausende über den Hafen: 1852 zählte die Stadt 34.776 Einwohner, 1870 schon 149.473.

Wann wurde San Francisco gegründet?
Das Land der Ramaytush Ohlone
Lange vor den Spaniern lebten auf der Halbinsel von San Francisco die Ramaytush Ohlone, eines der indigenen Völker Kaliforniens. Die Association of Ramaytush Ohlone, ein Zusammenschluss ihrer heutigen Nachfahren, nennt sie die ursprünglichen Völker der Halbinsel. Ramaytush ist nach der Association ein Wort der Sprache Chochenyo und bedeutet "Menschen des Westens"; es bezeichnet auch eine Mundart der Costanoan-Sprachen. Die meisten Nachfahren der Völker an der Bucht nennen sich selbst Ohlone, einige Costanoan.[4, 5]
Das Gebiet des heutigen San Francisco County gehörte nach Jonathan Cordero, dem Vorsitzenden der Association, den Yelamu, einer eigenständigen Gruppe der Ramaytush; Nachfahren der Yelamu sind nicht bekannt.[5] Vor der Ankunft der Spanier 1769 lebten auf der Halbinsel nach der Association etwa 1.500 Menschen in zehn kleinen Gruppen, nach Cordero 1.500 bis 2.000. Nur von einer Familienlinie ist bekannt, dass sie überlebte. Die meisten Angehörigen von acht dieser Gruppen wurden in der Mission Dolores getauft, und die heutigen Ramaytush stammen von der Gruppe Aramai und dem Dorf Timigtac im heutigen Pacifica ab.[4, 5] Auch der Presidio Trust, die Bundesbehörde, die das Presidio verwaltet, nennt das Land am Golden Gate Gebiet der Yelamu und schreibt, die Ramaytush Ohlone seien dort bis heute präsent.[6]
Presidio und Mission 1776
Nach Britannica sahen 1769 Kundschafter einer Expedition des Spaniers Gaspar de Portolá von einem Hügel aus als erste bekannte Europäer die Bucht von San Francisco. Am 5. August 1775 lief mit der San Carlos unter Leutnant Juan Manuel de Ayala das erste spanische Schiff in die Bucht ein.[2] Den Platz für das Presidio, eine Militärstation, wählte nach dem National Park Service 1776 Oberstleutnant Juan Bautista de Anza.[8] Siedler aus Monterey unter Leutnant José Joaquín Moraga und Pater Francisco Palóu ließen sich im selben Jahr an der Spitze der Halbinsel nieder.[2] Formell gegründet wurde das Presidio am 17. September 1776; die Mission San Francisco de Asís, bekannt als Mission Dolores, öffnete laut Britannica im Oktober (mehr bei den spanischen Missionen in Kalifornien).[7, 2] Wer nach dem Gründer von San Francisco fragt, findet in den Quellen drei Namen: Anza wählte den Ort, Moraga und Palóu führten die Siedler.[8, 2]
Von 1822 bis 1846 betrieb Mexiko das Presidio als Militärposten, danach übernahm es die US-Armee; der National Park Service nennt 1847 als Jahr der Besetzung durch die Armee.[6, 8]
Das Dorf Yerba Buena
Fast 50 Jahre nach der Mission entstand an der Bucht Yerba Buena Cove, etwa zwei Meilen (drei Kilometer) östlich von ihr, ein Dorf. Als ersten Siedler nennt Britannica den Engländer William Anthony Richardson, der dort 1835 ein Zelt aus vier Stücken Redwoodholz und einem Vorsegel aufstellte.[2] In den 1830er und 1840er Jahren machte die in Kalifornien geborene Juana Briones eine abgelegene Bucht des mexikanischen Weilers zu ihrer Ranch. Sie hielt Rinder, verkaufte Gemüse an Schiffsbesatzungen und nahm Flüchtlinge auf; der Staat Kalifornien ehrt sie mit einem Historical Landmark am Washington Square.[10]
Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg hisste Kapitän John B. Montgomery von der USS Portsmouth am 9. Juli 1846 an der Plaza beim mexikanischen Zollhaus die amerikanische Flagge. Nach seinem Schiff heißt der Platz Portsmouth Plaza, heute Portsmouth Square.[2, 9] Am 30. Januar 1847 wurde Yerba Buena in San Francisco umbenannt.[2] Anfang 1848, kurz vor dem Goldfund am American River, hatte der Ort laut Britannica etwa 200 Hütten und Adobehäuser mit rund 800 Siedlern.[2]
San Francisco 1849: Wie der Goldrausch die Stadt veränderte
Am 24. Januar 1848 fand James W. Marshall in Coloma Gold, der Anfang des Kalifornischen Goldrauschs.[15] In San Francisco zeigte Sam Brannan am 11. Mai 1848 auf der Portsmouth Plaza einer Menge glänzende Proben.[9] Danach leerte sich der Ort laut Britannica fast ganz, weil die Einwohner ins Goldgebiet der Mother Lode im Landesinneren zogen.[3] Im ersten Jahr nach dem Fund reisten nach der California State Library mehr als 100.000 Menschen nach Kalifornien, etwa die Hälfte über Land, die andere über das Meer. Die meisten waren Amerikaner, andere kamen aus Europa, Asien, Süd- und Mittelamerika, Australien und Neuseeland.[15] Britannica nennt für die Goldsucher 40.000 Ankünfte über das Meer, 30.000 über das Great Basin und 9.000 aus Mexiko.[3]
Ein Wald aus Masten
Viele Schiffe verloren in San Francisco ihre Besatzung, die zu den Goldfeldern lief. Bis 1851 lagen nach dem National Park Service mehr als 800 Schiffe in der Yerba Buena Cove, die Menge leerer Schiffe hieß "forest of masts", Wald aus Masten.[12] Manche dienten als Lagerhäuser, Saloons oder Unterkünfte. Weil die Bucht flach war, füllte die Stadt sie mit Sand, Erde und Schutt auf, um Bauland zu gewinnen, und die Wracks verschwanden unter dem neuen Ufer; dort steht heute die Innenstadt. Etwa 40 bis 60 Schiffe liegen nach dem National Park Service noch darunter.[12] Wo das Ufer beim Goldfund im Januar 1848 verlief, zeigt eine Tafel im Gehweg an der Ecke Bush und Market Street, ein California Historical Landmark.[14]
Eines der bekanntesten dieser Schiffe ist die Niantic, die 1832 für den Chinahandel gebaut und 1844 zum Walfänger umgebaut worden war. In Panama nahm Kapitän Henry Cleaveland laut National Park Service 249 Passagiere an Bord, die meisten zahlten 150 Dollar für eine Koje. Am 5. Juli 1849 lief das Schiff in die Bucht ein. Die meisten Männer der Mannschaft liefen davon, die letzten fünf entließ der Kapitän am 11. Juli.[11] Samuel Ward und Adolphe Mailliard kauften das Schiff, ließen es an Land ziehen und nutzten es als Laden, Lager und Hotel; 1850 lag es schon mehr als drei Blocks vom Wasser entfernt.[11] Der Brand im Mai 1851 zerstörte es bis zur Wasserlinie, und auf diesem Rest stand bis 1872 das Niantic Hotel.[11, 13] 1978 kam bei Bauarbeiten ein großer Teil des Schiffs zutage. Heck und Ruder stehen heute im Museum des San Francisco Maritime National Historical Park.[11, 12]

Brände, Cholera und die "Hounds"
Am 16. Juli 1849 versammelten sich die Bürger auf der Portsmouth Plaza, um sich gegen die Übergriffe einer Bande namens "Hounds" zu wehren. Nach den Großbränden von 1849, 1850 und 1851 fanden die Menschen dort Zuflucht.[9] Den großen Brand von 1851 datiert der National Park Service in seinem Text zur Niantic auf den 2. Mai, in seinem Video zu den vergrabenen Schiffen auf den 3. und 4. Mai; die Landmark-Beschreibung des Niantic Hotel nennt den 3. Mai.[11, 12, 13] Viele Städte des Goldrauschs waren nach der California State Library vor allem aus Holz und Zeltstoff gebaut und deshalb besonders feuergefährlich. 1850 breitete sich zudem die Cholera in San Francisco, Sacramento und den Bergbauorten aus.[16]
Wie viele Menschen lebten in San Francisco?
| Jahr | Einwohner | Quelle |
|---|---|---|
| 1844 | höchstens 50 dauerhafte europäische Einwohner | Britannica[2] |
| 1846 | 375, dazu 83 Afroamerikaner, Native Americans und Hawaiianer | Britannica[2] |
| Anfang 1848 | rund 800 Siedler | Britannica[2] |
| 1850 | Ergebnisse der Volkszählung bei einem Brand vernichtet | U.S. Census Bureau[17] |
| 1852 | 34.776 (Volkszählung des Staates Kalifornien) | U.S. Census Bureau[17] |
| 1853 | rund 50.000 | Lynn Downey[18] |
| 1860 | 56.802 | U.S. Census Bureau[17] |
| 1870 | 149.473 (Britannica: fast 150.000) | U.S. Census Bureau, Britannica[17, 3] |
| 2020 | 873.965 | Britannica[1] |
Unter den größten Städten der USA stand San Francisco nach der Liste des Census Bureau 1860 auf Platz 15 und 1870 auf Platz 10.[17] 1859 wurde im Nevada-Territorium Silber gefunden. Der Abbau der Comstock Lode machte nach Britannica aus der Boomtown eine Großstadt, deren führende Bürger Bankiers, Spekulanten und Anwälte waren.[3]
Die Vigilance Committees von 1851 und 1856
Zweimal nahmen Bürger in San Francisco als Vigilanten Polizei und Gericht selbst in die Hand. Das erste Vigilance Committee entstand nach der California State Library 1851, nach eigener Darstellung zum Schutz der Bürger vor Verbrechern. Es nahm Menschen fest, hielt eigene Prozesse ab und verhängte Strafen bis zum Auspeitschen, zur Ausweisung und zur Lynchjustiz, ohne Erlaubnis einer Behörde.[16] Seine Satzung stammt vom 8. Juni 1851. Die Akten, die heute die Bancroft Library der University of California in Berkeley verwahrt, reichen bis November 1852. Sie enthalten Polizeiberichte und Zeugenaussagen, vor allem zu den Fällen von James Stuart und John Jenkins, und Berichte über die Kontrolle von Passagierschiffen aus Australien.[19]
1856 lebte die Bewegung wieder auf. Auslöser war der Mord an James King of William: Der Zeitungsherausgeber hatte in seinem Blatt James P. Casey angegriffen, den das Findbuch der Huntington Library einen korrupten Beamten nennt, und Casey erschoss ihn. Sofort traten nach der Huntington Library 10.000 Männer den Vigilanten bei, Anführer wurde wieder William T. Coleman. Den Widerstand gegen das Komitee führte David S. Terry, Richter am Obersten Gericht Kaliforniens, ohne viel zu erreichen. Nach fünf Monaten gab das "Great Committee" seine Macht an die ordentlichen Behörden zurück.[20] Am 21. Juni 1856 nahm es Terry fest und sperrte ihn in eine Zelle. Weil es fürchtete, seine Freunde könnten ihn befreien, ließ es sein Hauptquartier an der Sacramento Street mit Sandsäcken befestigen; die Stelle führt der Staat Kalifornien heute als Landmark Fort Gunnybags.[21] Beide Komitees zusammen hängten nach Britannica acht Männer.[3]
Chinesen in San Francisco und die Anfänge von Chinatown
Nach dem Oakland Museum of California lebten Ende 1851 schätzungsweise 4.000 Chinesen in Kalifornien, Ende 1852 etwa 25.000. Vor 1860 blieben nur 8 Prozent von ihnen in San Francisco, die große Mehrheit zog in die Goldfelder (mehr bei den chinesischen Einwanderern im Westen und zum Chinese Exclusion Act).[25] Viele, die aus den Minen vertrieben worden waren, eröffneten in der Stadt Wäschereien, die wenig Geld und wenig Platz brauchten, dazu Restaurants; andere fischten oder arbeiteten in Werkstätten.[25] Auf Chinesisch hieß San Francisco Dai Fou, "die große Stadt".[23]
Die Gemeinde nahm früh am Leben der Stadt teil. Am 10. Dezember 1849 wählten 300 Mitglieder der Chew Yick Association den Kaufmann Norman As-sing zu ihrem Vorsteher; sein Restaurant lag an der Ecke Kearny und Commercial Street, etwa einen Block von der Portsmouth Plaza.[22] 1850 gingen Chinesen im Trauerzug für Präsident Zachary Taylor mit, 1851 feierten sie das Neujahrsfest nach dem Mondkalender, 1852 gab es die erste Aufführung einer kantonesischen Oper, und 1854 und 1855 erschienen zwei Zeitungen in chinesischer Sprache.[22]
Mit der Zahl der Einwanderer wuchsen nach dem Oakland Museum Feindseligkeit und Gewalt gegen sie.[25] Anfang der 1870er Jahre erließ San Francisco Verordnungen, die vor allem Chinesen trafen: Die Cubic Air Ordinance schrieb die Größe von Wohn- und Arbeitsräumen vor, die Sidewalk Ordinance verbot Tragestangen, wie Chinesen sie für ihre Lasten benutzten, und die Queue Ordinance ließ Häftlingen den Zopf abschneiden. Chinesische Kläger brachten alle diese Gesetze außer der Sidewalk Ordinance zu Fall, am bekanntesten Lee Yick, der Besitzer der Wäscherei Yick Wo.[24] 1878 legten Polizeikommissare die Grenzen eines "Chinese Quarter" fest. Die Studie Five Views folgert daraus, dass die Chinesen, die anfangs in der ganzen Stadt wohnten, bis dahin in einen Stadtteil abgedrängt worden waren.[24] In den 1870er Jahren begannen bei einer Versammlung der Workingmen's Party antichinesische Ausschreitungen, die drei Tage dauerten. Chinesisches Eigentum wurde geplündert und verbrannt, mehrere Chinesen wurden getötet; die Täter nennt Five Views nicht.[24]
Bekannte Personen im San Francisco des Goldrauschs
- Levi Strauss landete am 5. oder 6. März 1853 in San Francisco, um dort eine Filiale des Stoffhandels seiner Familie aufzubauen.[18]
- Lola Montez zog 1853 nach San Francisco und wurde dort nach der National Portrait Gallery mit ihrem Spinnentanz bekannt; danach trat sie in den Theatern der Goldgräberlager auf.[26]
- Mark Twain ging 1864 nach Kalifornien und schrieb für die Zeitungen Call und Alta California in San Francisco.[27]
Was ist heute in San Francisco zu sehen?
San Francisco ist Stadt und County zugleich und hatte bei der Volkszählung 2020 laut Britannica 873.965 Einwohner.[1]
| Stätte | Was dort ist | Status laut Quelle |
|---|---|---|
| Presidio of San Francisco | Militärstation von 1776, bis 1994 Armeeposten | seit 1994 Teil der Golden Gate National Recreation Area, verwaltet vom National Park Service und vom Presidio Trust; California Historical Landmark Nr. 79[6, 2, 7] |
| Mission Dolores | Mission von 1776 | seit 16. März 1972 im National Register of Historic Places[29, 2] |
| San Francisco Maritime National Historical Park | Museum mit Heck und Ruder der Niantic und einem Diorama des Schiffs am Hafen von 1849 | National Park Service[11] |
| Portsmouth Square | Platz der Flaggenhissung 1846 und der Goldnachricht 1848, zwischen Kearny, Clay und Washington Street | California Historical Landmark Nr. 119[9] |
| Uferlinie von 1848 | Tafel im Gehweg an der Ecke Bush und Market Street | California Historical Landmark Nr. 83[14] |
| Niantic Hotel | Standort des Schiffs und des Hotels, im Untergeschoss von Two Transamerica Center an der Ecke Sansome und Clay Street | California Historical Landmark Nr. 88[13] |
| Fort Gunnybags | Standort des Hauptquartiers der Vigilanten von 1856, Sacramento Street zwischen Davis und Front Street | California Historical Landmark Nr. 90[21] |
Öffnungszeiten des Museums nennt die Seite des San Francisco Maritime National Historical Park. An der Battery Street, einen Block westlich der Niantic, liegt der Rumpf eines weiteren Schiffs aus dem Goldrausch, der General Harrison; sein Umriss ist laut National Park Service im Gehweg nachgezeichnet.[12]

Karte
San Francisco liegt an der Nordspitze einer Halbinsel zwischen dem Pazifik und der Bucht von San Francisco.[1] Der Punkt auf der Karte folgt dem Namensverzeichnis des U.S. Geological Survey.[28] Dazu zeigt sie Coloma, wo das Gold gefunden wurde, und die Orte aus den Datensätzen zu Johann August Sutter und Lola Montez.[15]
- 1San Francisco (San Francisco, Kalifornien (Koordinate der Stadt laut U.S. Geological Survey)) 37,78° N, 122,42° W[28]
- 2Kalifornischer Goldrausch (Coloma, Ort des Goldfunds) 38,80° N, 120,89° W[30]
- 3Johann August Sutter (Sacramento, Kalifornien (Punkt: Koordinate der Stadt laut U.S. Census Bureau; hier stand Sutter's Fort)) 38,57° N, 121,47° W[31, 32]
- 4Lola Montez (Grass Valley, Kalifornien) 39,22° N, 121,05° W[33]
Mythos und Wahrheit
Mythos und Wahrheit
Mythos
San Francisco entstand erst im Goldrausch von 1849.
Was belegt ist
Spanien gründete das Presidio am 17. September 1776 und im selben Jahr die Mission Dolores. Das Dorf Yerba Buena an der Bucht entstand ab 1835 und hieß seit dem 30. Januar 1847 San Francisco; Anfang 1848 lebten dort rund 800 Siedler. Erst der Goldrausch machte daraus eine Großstadt.[7, 2, 17]
San Francisco im Film
Im Film
Häufige Fragen
Wer hat San Francisco gegründet?
Spanische Siedler aus Monterey unter Leutnant José Joaquín Moraga und Pater Francisco Palóu, 1776. Den Platz für das Presidio hatte nach dem National Park Service Juan Bautista de Anza ausgewählt. Das Land gehörte nach der Association of Ramaytush Ohlone den Yelamu, einer Gruppe der Ramaytush.
Wann wurde San Francisco gegründet?
Das Presidio wurde am 17. September 1776 gegründet, die Mission Dolores öffnete laut Britannica im Oktober 1776. Das Dorf Yerba Buena an der Bucht entstand ab 1835 und hieß seit dem 30. Januar 1847 San Francisco.
Was war Yerba Buena?
So hieß das Dorf an der Yerba Buena Cove, aus dem San Francisco wurde. 1835 baute William Anthony Richardson dort die erste Behausung, 1846 lebten dort 375 Siedler und 83 Afroamerikaner, Native Americans und Hawaiianer. Am 30. Januar 1847 bekam der Ort den Namen San Francisco.
Wie viele Einwohner hatte San Francisco im Goldrausch?
Anfang 1848 lebten laut Britannica rund 800 Siedler dort. Die Ergebnisse der Volkszählung von 1850 verbrannten; die Volkszählung des Staates Kalifornien zählte 1852 genau 34.776 Einwohner, die des Bundes 1860 dann 56.802 und 1870 schon 149.473.
Was waren die Vigilance Committees?
Bürgerwehren, die 1851 und 1856 in San Francisco ihre eigene Justiz betrieben. Sie nahmen Menschen fest, hielten Prozesse ab und straften ohne Erlaubnis einer Behörde mit Auspeitschen, Ausweisung und Lynchen. Nach Britannica hängten beide Komitees zusammen acht Männer.
Warum liegen Schiffe unter der Innenstadt von San Francisco?
Im Goldrausch liefen vielen Schiffen die Mannschaften davon. Die leeren Schiffe dienten als Lager, Saloons und Unterkünfte, dann füllte die Stadt die flache Bucht für neues Bauland auf. Nach dem National Park Service liegen etwa 40 bis 60 Schiffe unter der Innenstadt.
Wie viele Einwohner hat San Francisco heute?
Bei der Volkszählung 2020 hatte San Francisco laut Britannica 873.965 Einwohner. Stadt und County sind dort deckungsgleich.
Quellen
- Nachschlagewerk Kenneth Lamott: San Francisco (California, United States). Encyclopaedia Britannica. Stand 12.09.2026. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Kenneth Lamott: San Francisco, Abschnitt Exploration and early settlement. Encyclopaedia Britannica. Stand 24.02.2026. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Gladys Cox Hansen, Barnaby Conrad: San Francisco, Abschnitte The growth of the metropolis und The city of the 49ers. Encyclopaedia Britannica. Stand 06.09.2025. abgerufen am 25.10.2026
- The Ramaytush Ohlone: the original peoples of the San Francisco Peninsula. Association of Ramaytush Ohlone. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Jonathan Cordero: Who are the original peoples of San Francisco and of the San Francisco Peninsula?. Association of Ramaytush Ohlone. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle A Brief History of the Presidio. Presidio Trust. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Presidio of San Francisco (California Historical Landmark Nr. 79). California State Parks, Office of Historic Preservation. Stand registriert 29.03.1933. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Presidio of San Francisco (Early History of the California Coast, National Register of Historic Places Travel Itinerary). National Park Service. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Portsmouth Plaza (California Historical Landmark Nr. 119). California State Parks, Office of Historic Preservation. Stand registriert 29.03.1933. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Juana Briones, Pioneer Settler of Yerba Buena (California Historical Landmark Nr. 1024). California State Parks, Office of Historic Preservation. Stand registriert 29.07.1997. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Niantic: Buried Gold Rush Ship. National Park Service, San Francisco Maritime National Historical Park. Stand 12.04.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Buried Ships of San Francisco. National Park Service, San Francisco Maritime National Historical Park. Stand 19.07.2026. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Niantic Hotel (Building) (California Historical Landmark Nr. 88). California State Parks, Office of Historic Preservation. Stand registriert 29.03.1933. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Shoreline Markers (California Historical Landmark Nr. 83). California State Parks, Office of Historic Preservation. Stand registriert 29.03.1933. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Gold Rush: Gold Discovery and the Gold Rush (Ausstellung der California History Section). California State Library. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Gold Rush: Conflicts, Disease, and Disasters (Ausstellung der California History Section). California State Library. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Campbell Gibson: Population of the 100 Largest Cities and Other Urban Places in the United States, 1790 to 1990 (Population Division Working Paper No. 27, Tabellen 8 bis 10). U.S. Census Bureau. Stand Juni 1998. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Lynn Downey (Levi Strauss & Co.): Levi Strauss (Immigrant Entrepreneurship). German Historical Institute, Washington, D.C.. Stand 08.06.2011, aktualisiert 22.08.2018. abgerufen am 25.10.2026
- Archiv Guide to the San Francisco Committee of Vigilance of 1851 Papers, 1851 bis 1852 (BANC MSS C-A 77). The Bancroft Library, University of California, Berkeley, im Online Archive of California. Stand 1997. abgerufen am 25.10.2026
- Archiv San Francisco Committee of Vigilance records (Findbuch mssVigilancecommittee). The Huntington Library, Art Collections, and Botanical Gardens, im Online Archive of California. Stand 2014. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Fort Gunnybags (California Historical Landmark Nr. 90). California State Parks, Office of Historic Preservation. Stand registriert 29.03.1933. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Five Views: An Ethnic Historic Site Survey for California. A History of Chinese Americans in California: The 1850s. California Department of Parks and Recreation, Office of Historic Preservation (Onlineausgabe National Park Service). Stand Dezember 1988. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Five Views: An Ethnic Historic Site Survey for California. A History of Chinese Americans in California: The 1860s. California Department of Parks and Recreation, Office of Historic Preservation (Onlineausgabe National Park Service). Stand Dezember 1988. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Five Views: An Ethnic Historic Site Survey for California. A History of Chinese Americans in California: The 1870s. California Department of Parks and Recreation, Office of Historic Preservation (Onlineausgabe National Park Service). Stand Dezember 1988. abgerufen am 25.10.2026
- Museum Silver and Gold: Chinese Man (Ausstellung Gold Rush!). Oakland Museum of California. Stand 1998. abgerufen am 25.10.2026
- Museum Lola Montez 1818 bis 1861 (Ausstellung Faces of the Frontier). National Portrait Gallery, Smithsonian Institution. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Lawrence I. Berkove: Mark Twain. Online Nevada Encyclopedia, Nevada Humanities. Stand 16.11.2009, aktualisiert 20.10.2015. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 277593: San Francisco, Populated Place, San Francisco County, California (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Mission Dolores (National Register of Historic Places, Eintrag N163). California State Parks, Office of Historic Preservation. Stand registriert 16.03.1972. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2023 Gazetteer Files: Places, California (Coloma CDP). U.S. Census Bureau. Stand 2023. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, California. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Sutter's Fort State Historic Park. California State Parks. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, national (interner Punkt der Orte). U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
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