PersonenListe

Entdecker, Trapper und Scouts

Kurz erklärt Am meisten gesucht werden Christoph Kolumbus, Davy Crockett, Daniel Boone und Hugh Glass. Die Liste reicht von Kolumbus, der 1492 zum ersten Mal über den Atlantik segelte, über die Trapper der 1820er Jahre wie Jedediah Smith und Jim Bridger bis zu John Wesley Powell, der 1869 den Green River und den Colorado hinunterfuhr.

Gebirgstal in den Rocky Mountains mit einem klaren Bach zwischen Weiden, am Ufer ein Stapel verwitterter Holzkisten und ein Seil im Licht der späten Nachmittagssonne.
Bild: KI-generiert

Wer erkundete den Westen?

Die Wege nach Westen kannten zuerst die Nationen, die dort lebten. Den South Pass über die Rocky Mountains beschrieben Crow im Winter 1823 auf 1824 einer Gruppe von Trappern, indem sie das Gebirge mit Sand auf einer Bisonhaut nachformten.[8] Die Encyclopedia of the Great Plains nennt die Reise dieser Gruppe um Jedediah Smith die erste "wirksame" Entdeckung des Passes durch Amerikaner; danach zogen Hunderte Trapper und später die Auswanderer nach Oregon, Utah und Kalifornien darüber.[8] Schon 1812 war eine kleine Gruppe von John Jacob Astors Pacific Fur Company mit Robert Stuart über den Pass gekommen, und später führten der Oregon Trail und andere Auswandererwege hindurch.[10]

Viele Erkunder waren Händler. Nach der Lewis-und-Clark-Expedition zogen Pelzhändler den Missouri hinauf, und 1822 warben William Ashley und Andrew Henry in Zeitungen um 100 junge Männer für den Pelzhandel.[10] Von 1825 bis 1840 trafen sich die Trapper jedes Jahr zum Rendezvous, meist in Wyoming.[10] Für ein Biberfell bekamen sie in den 1820er und 1830er Jahren laut National Park Service 6 bis 9 Dollar; zu den bekannten Mountain Men zählt der National Park Service James Beckwourth, Kit Carson und Jedediah Smith.[11] Mehr dazu steht auf der Seite Pelzhandel und im Glossar unter Trapper und Mountain Men. Um 1840 war Seide für Hüte gefragter als Biberfilz, und der Biber war fast ausgerottet. Viele Mountain Men wurden nach dem National Park Service danach Führer für Wagenzüge, Scouts der Armee oder Bisonjäger.[11]

Stillleben auf einem Baumstamm an einem Bach: eine eiserne Biberfalle, ein Pulverhorn an einem Lederriemen und eine hölzerne Feldflasche im warmen Abendlicht.
Ausrüstung eines Trappers aus den 1820er und 1830er Jahren Bild: KI-generiert

Wer steht auf dieser Liste?

Auf der Liste stehen alle Personen, denen wilder-westen.org in der Rubrik Entdecker und Trapper eine eigene Seite widmet: Christoph Kolumbus, Junípero Serra, Daniel Boone, Davy Crockett, Hugh Glass, Jedediah Smith und Kit Carson. Dazu kommen Meriwether Lewis und William Clark, deren Expedition eine eigene Seite hat, und die drei Entdecker, Trapper oder Scouts ohne eigene Seite, die in der Auswertung der Google-Suchvorschläge durch die Redaktion den höchsten Nachfragewert hatten: John Wesley Powell, James Beckwourth und Jim Bridger. Politiker, die die Auswertung in dieselbe Gruppe sortierte, fehlen hier. Am meisten gesucht werden Christoph Kolumbus, Davy Crockett, Daniel Boone und Hugh Glass. Die Reihenfolge ist alphabetisch nach dem Familiennamen.

Indigene Führer, Dolmetscherinnen und Kundschafter stehen in der Übersicht der bekannten indigenen Persönlichkeiten, darunter Sacagawea, die mit Lewis und Clark reiste.[7]

Die zwölf Entdecker, Trapper und Scouts im Überblick
NameLebensdatenbekannt fürGebiet
James Beckwourth1798 oder 1805 bis 1866Mountain Man, Pass in der Sierra Nevada[15, 16]Rocky Mountains, Kalifornien, Colorado[15]
Daniel Boone1734 bis 1820Wilderness Road, Boonesborough 1775[3]Kentucky, Missouri[3]
Jim Bridger1804 bis 1881[21]Trapper, Fort Bridger, Führer der Armee[14]Rocky Mountains, Wyoming[14]
Kit Carson1809 bis 1868Trapper, Führer von Frémont, Langer Marsch der Navajo[18]New Mexico, Kalifornien[18]
Davy Crockett1786 bis 1836Jäger, Abgeordneter, Alamo[17]Tennessee, Texas[17]
Hugh Glassunbekannt bis Winter 1832 auf 1833Überleben nach einem Bärenangriff 1823[8, 9]heutiges South Dakota[9]
Christoph Kolumbus1451 bis 1506vier Atlantikfahrten ab 1492[1]Karibik, Mittel- und Südamerika[1]
Meriwether Lewis und William Clark1774 bis 1809 und 1770 bis 1838Corps of Discovery 1804 bis 1806[5, 6]vom Missouri bis zum Pazifik[5, 6]
John Wesley Powell1834 bis 1902Fahrt durch die Canyons von Green River und Colorado 1869[19, 20]Wyoming bis Nevada[20]
Junípero Serra1713 bis 1784Missionen in Kalifornien ab 1769[2]Mexiko, Kalifornien[2]
Jedediah Smith1799 bis 1831South Pass 1824, Landweg nach Kalifornien[10, 12]Rocky Mountains, Kalifornien, Oregon[12]

Die Entdecker, Trapper und Scouts von Beckwourth bis Smith

James Beckwourth

James Pierson Beckwith, später bekannt als Jim Beckwourth, kam nach der Missouri Encyclopedia am 26. April 1798 wahrscheinlich im Frederick County in Virginia zur Welt, als Sohn von Jennings Beckwith und einer versklavten Afrikanerin, deren Name nicht überliefert ist. Ein Merkblatt von History Colorado nennt 1805 als Geburtsjahr.[15, 16] Sein Vater ließ die Freilassung des Sohnes vor Gericht beurkunden, bevor dieser 1824 mit William Ashleys Trappern in die Rocky Mountains zog; 1825 war er beim Rendezvous am Henry's Fork.[15]

1829 schloss er sich den Crow an und lebte sieben Jahre in ihren Dörfern. Er lernte ihre Sprache, nahm mehrere indigene Frauen zur Frau und gewann nach der Missouri Encyclopedia Ansehen als einer ihrer Anführer.[15] Danach arbeitete er unter anderem für die Armee im Zweiten Seminolenkrieg, handelte mit Cheyenne und half, in Pueblo in Colorado eine Siedlung zu gründen.[15] Im Goldrausch führte er Reisende über einen Pass in der Sierra Nevada nach Kalifornien, den er nach der Missouri Encyclopedia 1851 entdeckt hatte, nach History Colorado 1850.[15, 16] 1864 war er beim Sand-Creek-Massaker dabei, für die Armee arbeitete er damals gelegentlich als Führer. Danach war er kurz Scout der US-Armee, kehrte zu den Crow zurück und starb wahrscheinlich Ende Oktober 1866 in ihren Dörfern.[15]

Seine Lebensgeschichte, die Thomas D. Bonner aufschrieb, erschien 1856; Bonner änderte dabei den Namen in Beckwourth. Nach der Missouri Encyclopedia blieb ihm die verdiente Anerkennung vor allem wegen seiner Hautfarbe versagt. Historiker nannten ihn einen Lügner, doch neuere Forschung hat gezeigt, dass seine Erinnerungen größtenteils stimmen.[15]

Daniel Boone

Daniel Boone wurde nach der Missouri Encyclopedia am 22. Oktober 1734 bei Reading in Pennsylvania geboren; Britannica nennt "um den 2. November 1734" im Berks County.[3, 4] 1767 ging er zum ersten Mal auf lange Jagd nach Kentucky, im Mai 1769 kam er durch den Cumberland Gap. Im März 1775 legte er im Auftrag der Transylvania Company mit seinen Leuten die Wilderness Road nach Kentucky an und gründete die Siedlung Boonesborough.[3]

Im Januar 1778 nahmen ihn Shawnee unter Blackfish gefangen. Im Juni floh er und warnte Boonesborough vor einem Angriff; trotzdem warfen ihm manche Siedler Verrat vor, und im Oktober 1778 stand er vor einem Kriegsgericht, das ihn freisprach.[3] Später beanspruchte er mehr als 12.000 Acres Land, verlor aber das meiste, weil er nach der Missouri Encyclopedia ein schlechter Geschäftsmann war. Er zog weiter nach Missouri, das damals spanisch war; am 11. Juni 1800 wurde seine Ernennung zum Syndic, dem obersten Verwaltungsbeamten des Bezirks Femme Osage, amtlich. Boone starb am 26. September 1820 in Missouri.[3, 4]

Jim Bridger

Jim Bridger kam 1822 auf eine Anzeige hin, in der 100 junge Männer für eine Fahrt den Missouri hinauf bis zu seiner Quelle gesucht wurden.[9] Er arbeitete erst als Angestellter von William Ashley, später als Teilhaber der Rocky Mountain Fur Company.[14, 10] Auf seinem Grabdenkmal steht, er habe 1824 den Großen Salzsee entdeckt, und die South Dakota Historical Society Foundation nennt ihn den ersten Nicht-Indigenen, der vom Salzsee berichtete.[14, 9] Er war dreimal mit indigenen Frauen verheiratet, einer Flathead, einer Ute und einer Shoshone, und ein Freund von Washakie, dem Anführer der Shoshone.[14]

1842 gab er den Pelzhandel auf und baute 1843 mit Louis Vasquez am Blacks Fork des Green River einen Handelsposten, Fort Bridger, der für die Auswanderer auf dem Oregon Trail und anderen Wegen zur Versorgungsstation wurde.[14] Ab Mitte der 1850er Jahre war er nach dem Wyoming State Historic Preservation Office der wichtigste Führer der US-Armee, unter anderem 1859 für die Expedition von William Raynolds. Bis Ende 1868 war er Führer in Fort Laramie.[14] Er starb am 17. Juli 1881 mit 77 Jahren auf seiner Farm bei Kansas City; 1904, zum 100. Jahrestag seiner Geburt, ließ General Grenville Dodge ihn in Independence neu bestatten.[14]

Kit Carson

Christopher "Kit" Carson wurde am 24. Dezember 1809 im Madison County in Kentucky geboren und konnte sein Leben lang kaum lesen und schreiben. 1826 schloss er sich einem Wagenzug nach Santa Fe an, wurde Trapper und Mountain Man und als Führer von John C. Frémont im ganzen Land bekannt.[18] Im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg diente er als Scout und Kurier, danach als Agent des Office of Indian Affairs im Norden des Territoriums New Mexico.[18]

Im Bürgerkrieg wurde er Lieutenant Colonel der 1st New Mexico Volunteer Infantry. 1863 sollte er die indigenen Nationen in New Mexico in Reservate bringen; nach dem National Park Service lehnte er ab und bot seinen Rücktritt an, der nicht angenommen wurde.[18] Bis zum Frühjahr 1864 zwang er die Navajo zur Kapitulation. 8.000 Menschen mussten danach 300 Meilen von Fort Canby nach Fort Sumner gehen oder reiten. Nach dem National Park Service starben dabei schätzungsweise 300; andere Schätzungen nennt die Seite zum Langen Marsch.[18] Carson starb am 23. Mai 1868 in Fort Lyon in Colorado an einem Aneurysma der Bauchschlagader.[18]

Davy Crockett

David "Davy" Crockett wurde am 17. August 1786 im Greene County in Tennessee geboren. Im September 1813 meldete er sich bei der Miliz als Scout, und am 3. November 1813 war er im Krieg gegen die Creek unter Andrew Jackson am Massaker an der indigenen Stadt Tallushatchee beteiligt.[17] 1827 wurde er ins Repräsentantenhaus gewählt. Dort brach er mit Jackson, unter anderem über das Gesetz zur Vertreibung der Indigenen, den Indian Removal Act, und verlor 1831 die Wahl.[17]

Schon zu Lebzeiten war er als Schütze, Jäger und Geschichtenerzähler bekannt. Seine Autobiografie von 1834 ist nach dem Handbook of Texas das einzige Werk, das er wirklich selbst verfasst hat; von 1835 bis 1856 erschienen unter seinem Namen Almanache mit erfundenen Abenteuern, die nach dem Handbook eher von einer Kunstfigur "Davy" erzählten als vom historischen David Crockett.[17] Er starb am 6. März 1836 beim Sturm auf das Alamo. Ob er im Kampf fiel oder sich mit anderen ergab und auf Befehl von Santa Anna getötet wurde, wie es der Bericht von José Enrique de la Peña erzählt, ist nach dem Handbook kaum zu klären.[17]

Hugh Glass

Wann und wo Hugh Glass geboren wurde, nennen die geprüften Quellen nicht. Im August 1823 zog er mit einer kleinen Gruppe von Trappern über den Grand River im heutigen South Dakota zum Yellowstone River, als ihn etwa zwölf Meilen südlich des heutigen Lemmon ein Grizzly angriff.[9] Nach der Encyclopedia of the Great Plains überredete Andrew Henry, der Anführer der Gruppe, zwei Männer, bei dem Schwerverletzten zu bleiben, einer von ihnen der junge Jim Bridger. Die beiden kehrten bald zurück und meldeten, Glass sei tot.[8]

Glass überlebte und schleppte sich zum Fort Kiowa im heutigen South Dakota. Die Encyclopedia of the Great Plains spricht von mehr als 100 Meilen, die South Dakota Historical Society Foundation von fast 200 Meilen.[8, 9] Im Dezember 1823 fand er die Männer an einem neuen Posten an der Mündung des Bighorn in den Yellowstone und vergab Bridger wegen dessen Jugend; auch dem zweiten Mann, den er später in Fort Atkinson fand, vergab er.[8] Im Winter 1832 auf 1833 wurde Glass getötet, nach der Encyclopedia of the Great Plains von Arikara.[8, 9]

Christoph Kolumbus

Christoph Kolumbus wurde nach Britannica zwischen dem 26. August und dem 31. Oktober 1451 wahrscheinlich in Genua geboren und starb am 20. Mai 1506 in Valladolid in Spanien.[1] Im Auftrag der spanischen Könige Ferdinand II. und Isabella I. suchte er einen Seeweg nach Westen, nach China und Indien. Auf vier Fahrten in den Jahren 1492 bis 1504 kam er vor allem in die Karibik, zu den Bahamas, nach Kuba, Santo Domingo und Jamaika, auf den letzten beiden Fahrten auch an die Küsten Mittelamerikas und des nördlichen Südamerika.[1]

Warum die Menschen in Amerika seitdem oft "Indianer" heißen und was an dem Wort kritisiert wird, erklärt die Seite Darf man "Indianer" sagen? Seine Fahrten öffneten nach Britannica den Weg für die Erkundung, Ausbeutung und Kolonisierung Amerikas durch Europa und für den Sklavenhandel zwischen Europa, Afrika und Amerika.[1]

Weiter, flacher Sattel in einer Hochebene mit Salbeibüschen und Gras, im Hintergrund schneebedeckte Gipfel einer Bergkette unter einem großen Himmel im Licht der späten Nachmittagssonne
Hochebene mit Salbei vor einer Bergkette, wie am South Pass in Wyoming Bild: KI-generiert

Meriwether Lewis und William Clark

Meriwether Lewis und William Clark führten das Corps of Discovery bis zum Pazifik. Die Personenseiten des National Park Service nennen dafür die Jahre 1804 bis 1806,[5, 6] die Seite zum Lewis and Clark National Historic Trail 1803 bis 1806.[22] Lewis wurde 1774 im Albemarle County in Virginia geboren, ging 1794 zur Armee und war ab 1801 Privatsekretär von Präsident Thomas Jefferson. Clark kam am 1. August 1770 in Virginia zur Welt; die beiden hatten sich in der Armee kennengelernt.[5, 6] Zum Corps gehörten nach dem National Park Service etwa 33 ständige Mitglieder, darunter Sacagawea und York, ein Mann, den Clark als Sklaven besaß. Die Expedition traf mehr als 50 indigene Nationen.[6, 7]

Nach der Rückkehr wurde Lewis 1807 Gouverneur des Louisiana-Territoriums. Nach dem National Park Service erschoss er sich am 11. Oktober 1809 in einem Gasthaus am Natchez Trace in Tennessee.[5] Clark wurde 1813 Gouverneur des Missouri-Territoriums und 1822 Superintendent of Indian Affairs in St. Louis, ein Amt, das er bis kurz vor seinem Tod 1838 behielt.[6]

John Wesley Powell

John Wesley Powell wurde nach dem US Geological Survey 1834 im Westen des Staates New York geboren.[19] Im Bürgerkrieg verlor er in der Schlacht von Shiloh den rechten Arm.[20] Am 24. Mai 1869 brach er mit einer Gruppe von Männern in Booten auf, den Green River und den Colorado River hinunter, von Green River in Wyoming bis St. Thomas in Nevada. Nach dem National Park Service waren sie nicht die Ersten in diesen Canyons, aber die Ersten, die beide Flüsse ganz befuhren.[20] Im Grand Canyon verließen drei Männer die Gruppe und wurden nie wieder gesehen; alle Fotos der Powell-Expeditionen stammen von der zweiten Fahrt 1871 und 1872.[20] Mehr auf der Seite Die Powell-Expedition 1869. Powell starb am 23. September 1902 in seinem Sommerhaus in Haven in Maine.[19]

Junípero Serra

Junípero Serra wurde nach Britannica am 24. November 1713 in Petra auf Mallorca geboren und trat 1730 in den Orden der Franziskaner ein. 1750 kam er nach Mexiko und arbeitete in den Missionen der Sierra Gorda.[2] Mit der Expedition von Gaspar de Portolá ging er nach Alta California und gründete am 16. Juli 1769 die Mission San Diego, die erste im heutigen Kalifornien; von 1770 bis 1782 folgten acht weitere. Er starb am 28. August 1784 in Carmel.[2]

Mehr über die Missionen steht auf der Seite Die spanischen Missionen in Kalifornien. Papst Franziskus sprach ihn am 23. September 2015 in Washington heilig. Sein Umgang mit den indigenen Menschen ist umstritten: Nach Britannica sehen ihn seine Fürsprecher als Verteidiger der Indigenen, seine Kritiker werfen ihm Mitschuld an der Kolonisierung und an der Versklavung indigener Völker vor.[2]

Jedediah Smith

Jedediah Smith wurde nach Britannica am 6. Januar 1799 in Bainbridge im Staat New York geboren und zog 1822 mit einer Pelzhandelsexpedition in die Rocky Mountains.[12] Auf seiner ersten Expedition griff ihn ein Grizzly an; nach dem National Park Service nähten ihm seine Männer das Ohr und einen Teil der Kopfhaut wieder an.[11] Im Februar 1824 erfuhr seine Gruppe von den Crow vom South Pass; die Überquerung datiert die Encyclopedia of the Great Plains auf den März. Danach kam sie an den Green River mit seinen vielen Bibern.[10, 8] Später war er mit David Jackson und William Sublette Teilhaber der Firma, die Ashleys Pelzhandel übernahm.[10]

1826 zog Smith vom Großen Salzsee durch die Mojave-Wüste nach Südkalifornien; nach Britannica waren seine Leute die ersten Amerikaner, die Kalifornien von Osten erreichten, und 1827 kehrte er als erster Amerikaner auf dem Landweg zurück.[12] Auf seinen nächsten Zügen töteten Mojave 1827 zehn seiner 18 Männer, und 1828 tötete ein Angriff der Umpqua in Oregon alle Mitglieder seiner Expedition bis auf zwei.[12] 1831 ging er in den Handel nach Santa Fe. Als er seinen Wagenzug am Cimarron River verließ, um Wasser zu suchen, wurde er getötet, nach dem National Park Service am 26. Mai 1831, nach Britannica am 27. Mai. Britannica nennt Comanche als Täter, der National Park Service spricht von Indigenen.[12, 13] Seine Waffen und seinen Sattel fand man später bei einem Händler in Santa Fe, der sie nach eigener Angabe von Comanche gekauft hatte (mehr auf der Seite Santa Fe Trail).[13]

Kiesbank mit gebleichtem Treibholz an einem breiten braunen Fluss in einer tiefen Schlucht mit rotbraunen Felswänden im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Kiesbank im Canyon eines Flusses im Südwesten Bild: KI-generiert

Woher kommen die Legenden der Trapper und Entdecker?

Manche Geschichten stammen von den Männern selbst. Crockett schrieb 1834 seine Autobiografie, und die Almanache unter seinem Namen machten aus dem Politiker die Figur "Davy".[17] Beckwourths Lebensgeschichte erschien 1856.[15] Nach der Encyclopedia of the Great Plains ist wohl kein Abschnitt der amerikanischen Geschichte so stark durch Erzählungen und so wenig durch genaue Untersuchung geprägt wie der Pelzhandel. Die Geschichte von Hugh Glass hält sie für wahrscheinlich wahr: Sie wurde mündlich weitergegeben, stand in einer Zeitung in Missouri und kam 1915 als Versepos von John G. Neihardt und 1971 als Film heraus.[8] Nach der South Dakota Historical Society Foundation hat der Film "The Revenant" das Interesse an Glass neu geweckt.[9]

Daniel Boone galt bei seinem Tod als Inbegriff des Frontiermannes, und sein Ruf als Schütze, mutiger Mann und Anführer wuchs nach der Missouri Encyclopedia danach weiter.[3] Das Handbook of Texas schreibt, Crockett habe Boone als rauen Vertreter der Unabhängigkeit an der Frontier abgelöst.[17] Kit Carson wurde als Führer von Frémont berühmt; 1864 zwang er die Navajo zur Kapitulation, danach folgte der Lange Marsch.[18]

Alle Entdecker und Trapper auf wilder-westen.org

  • PersonChristoph Kolumbus

    Seefahrer und Admiral, vier Fahrten über den Atlantik von 1492 bis 1504 im Auftrag der spanischen Krone; der Name "Indianer" geht auf seinen Irrtum zurück

  • PersonDaniel Boone

    bahnte 1775 für die Transylvania Company die Boone Trace durch den Cumberland Gap nach Kentucky und gründete Boonesborough; 1778 Gefangener und Adoptivsohn bei den Shawnee

  • PersonDavy Crockett

    Abgeordneter im US-Repräsentantenhaus, Verteidiger des Alamo, Legendenfigur in Almanachen, Theater und Film

  • PersonHugh Glass

    überlebte im August 1823 am Grand River den Angriff einer Grizzlybärin und schlug sich allein zum Fort Kiowa am Missouri durch

  • PersonJedediah Smith

    Überquerung des South Pass 1824, erster Amerikaner auf dem Landweg von Osten nach Kalifornien (1826), Karten des Westens

  • PersonJunípero Serra

    Gründer der ersten neun spanischen Missionen in Kalifornien ab 1769; 2015 heiliggesprochen, von indigenen Nationen kritisiert

  • PersonKit Carson

    Trapper, Führer der Expeditionen von John C. Frémont, Befehlshaber im Feldzug der verbrannten Erde gegen die Navajo 1863 und 1864

Zeitleiste der Entdecker und Trapper

Zeitleiste: Entdecker, Trapper und Scouts
  1. 1492Christoph Kolumbus unternimmt im Auftrag der spanischen Könige seine erste von vier Fahrten über den Atlantik (1492 bis 1493).[1] Christoph Kolumbus
  2. Mai 1769Daniel Boone kommt auf einer langen Jagd durch den Cumberland Gap nach Kentucky.[3] Daniel Boone
  3. 16.07.1769Junípero Serra gründet die Mission San Diego, die erste im heutigen Kalifornien.[2] Junípero Serra
  4. März 1775Daniel Boone legt die Wilderness Road an und gründet Boonesborough.[3] Daniel Boone
  5. 1804Meriwether Lewis und William Clark führen das Corps of Discovery bis 1806 zum Pazifik.[5, 6] Lewis-und-Clark-Expedition
  6. 1822William Ashley und Andrew Henry suchen in Zeitungen 100 junge Männer für den Pelzhandel.[10]
  7. August 1823Ein Grizzly greift Hugh Glass am Grand River im heutigen South Dakota an.[9] Hugh Glass
  8. Februar 1824Eine Gruppe um Jedediah Smith erfährt von den Crow vom South Pass; die Überquerung datiert die Encyclopedia of the Great Plains auf den März.[10, 8] Jedediah Smith
  9. 1825Erstes Rendezvous der Trapper am Green River; das letzte findet 1840 statt.[10]
  10. 1826Jedediah Smith zieht vom Großen Salzsee durch die Mojave-Wüste nach Südkalifornien.[12] Jedediah Smith
  11. 1829James Beckwourth schließt sich den Crow an und lebt sieben Jahre bei ihnen.[15] Crow (Apsáalooke)
  12. 26.05.1831Jedediah Smith wird am Cimarron River getötet (Datum nach dem National Park Service, Britannica nennt den 27. Mai).[13, 12] Jedediah Smith
  13. 06.03.1836Davy Crockett stirbt beim Sturm auf das Alamo.[17] Davy Crockett
  14. 1843Jim Bridger und Louis Vasquez bauen am Blacks Fork des Green River Fort Bridger.[14]
  15. 1864Kit Carson zwingt die Navajo zur Kapitulation, es folgt der Lange Marsch nach Fort Sumner.[18] Der Lange Marsch der Navajo
  16. 23.05.1868Kit Carson stirbt in Fort Lyon, Colorado.[18] Kit Carson
  17. 24.05.1869John Wesley Powell bricht zur Fahrt den Green River und den Colorado hinunter auf.[20] Powell-Expedition
  18. 17.07.1881Jim Bridger stirbt auf seiner Farm bei Kansas City.[14]

Karte

Karte: Orte der Entdecker und Trapper125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W85° W80° W75° W70° W65° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Davy Crockett2Kit Carson3Daniel Boone4Hugh Glass5Jedediah Smith6Christoph Kolumbus7Junípero Serra
Karte: Orte der Entdecker und Trapper
  1. 1Davy Crockett (Das Alamo, San Antonio, Texas) 29,43° N, 98,49° W[23]
  2. 2Kit Carson (Taos, New Mexico (Wohnort und Grab)) 36,39° N, 105,58° W[24]
  3. 3Daniel Boone (Boonesborough, Madison County, Kentucky) 37,91° N, 84,27° W[25]
  4. 4Hugh Glass (Lemmon, South Dakota (der Bärenangriff geschah etwa zwölf Meilen südlich)) 45,94° N, 102,16° W[26, 9]
  5. 5Jedediah Smith (South Pass, Wyoming) 42,37° N, 108,91° W[27]
  6. 6Christoph Kolumbus (Cockburn Town auf San Salvador (Bahamas): Nach Britannica gilt diese Insel meist als Ort der ersten Landung auf Guanahani, die Lage ist heftig umstritten) 24,05° N, 74,53° W[28]
  7. 7Junípero Serra (Mission San Carlos Borromeo in Carmel, Kalifornien) 36,54° N, 121,92° W[2]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Häufige Fragen

Was ist ein Mountain Man?

So nannte man die Trapper, die in den 1820er und 1830er Jahren in den Rocky Mountains Biber fingen. Ihre Felle verkauften sie auf dem jährlichen Rendezvous, und laut National Park Service bekamen sie 6 bis 9 Dollar je Fell. Zu den bekannten Mountain Men zählt der National Park Service James Beckwourth, Kit Carson und Jedediah Smith.

Hat es Hugh Glass wirklich gegeben?

Ja. Die Encyclopedia of the Great Plains hält seine Geschichte für wahrscheinlich wahr; eine Zeitung in Missouri berichtete früh darüber. Im August 1823 griff ihn am Grand River im heutigen South Dakota ein Grizzly an, er überlebte und schleppte sich zum Fort Kiowa. Im Winter 1832 auf 1833 wurde er getötet.

Hat Jim Bridger Hugh Glass im Stich gelassen?

So erzählt es die Legende. Nach dem Historiker Aubrey L. Haines nannte Glass die beiden Männer, die ihn zurückließen, aber nie selbst, und Bridger sprach später über den Angriff, ohne zu sagen, dass er Glass verlassen habe.

Wer hat den South Pass entdeckt?

Für die Amerikaner erschloss ihn eine Gruppe um Jedediah Smith, die im Februar 1824 von den Crow davon erfuhr und kurz darauf den Pass überquerte. Schon 1812 war eine kleine Gruppe der Pacific Fur Company mit Robert Stuart darüber gekommen. Später führten der Oregon Trail und andere Wege über den Pass.

Wie starb Davy Crockett?

Er starb am 6. März 1836 beim Sturm auf das Alamo in San Antonio. Ob er im Kampf fiel oder sich ergab und danach getötet wurde, ist nach dem Handbook of Texas kaum zu klären.

Wann lebte Daniel Boone?

Daniel Boone wurde 1734 in Pennsylvania geboren und starb am 26. September 1820 in Missouri. Bekannt wurde er als Jäger und Siedlungsführer in Kentucky: 1775 legte er mit seinen Leuten die Wilderness Road an und gründete Boonesborough.

Welche Scouts waren berühmt?

Kit Carson diente im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg als Scout und Kurier, Jim Bridger war ab Mitte der 1850er Jahre der wichtigste Führer der US-Armee, und James Beckwourth arbeitete mehrmals als Führer und Scout für die Armee.

Quellen

  1. Nachschlagewerk Christopher Columbus. Encyclopaedia Britannica. Stand 17.10.2026. abgerufen am 25.10.2026
  2. Nachschlagewerk St. Junípero Serra. Encyclopaedia Britannica, überarbeitet von René Ostberg. Stand 24.08.2026. abgerufen am 25.10.2026
  3. Nachschlagewerk R. Douglas Hurt: Boone, Daniel (Missouri Encyclopedia, zuerst im Dictionary of Missouri Biography 1999). State Historical Society of Missouri. Stand 21.12.2022. abgerufen am 25.10.2026
  4. Nachschlagewerk Daniel Boone. Encyclopaedia Britannica. Stand 10.03.2026. abgerufen am 25.10.2026
  5. Amtliche Stelle Meriwether Lewis (Personenseite). National Park Service. Stand 23.08.2025. abgerufen am 25.10.2026
  6. Amtliche Stelle William Clark (Personenseite). National Park Service. Stand 15.12.2021. abgerufen am 25.10.2026
  7. Amtliche Stelle Lewis and Clark National Historic Trail: Basic Facts. National Park Service. Stand 12.06.2026. abgerufen am 25.10.2026
  8. Nachschlagewerk David J. Wishart: Fur Trade Lore (Encyclopedia of the Great Plains). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026
  9. Museum The Legendary Hugh Glass and Jim Bridger. South Dakota Historical Society Foundation. Stand 29.01.2016. abgerufen am 25.10.2026
  10. Nachschlagewerk Jim Hardee: The Fur Trade in Wyoming (WyoHistory.org). Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 25.10.2026
  11. Amtliche Stelle Mountain Men and Trappers. National Park Service, Gateway Arch National Park. Stand 21.08.2025. abgerufen am 25.10.2026
  12. Nachschlagewerk Jedediah Smith (American explorer). Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  13. Amtliche Stelle Chapter IV: The Trail's Impact on Four Indian Nations (Shawnee, Delaware, Pawnee, Comanche). National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  14. Amtliche Stelle The Bridger Trail: Jim Bridger. Wyoming State Historic Preservation Office. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  15. Nachschlagewerk William E. Foley: Beckwourth (Beckwith), James Pierson (Missouri Encyclopedia). State Historical Society of Missouri. Stand 14.09.2021, geändert 16.09.2021. abgerufen am 25.10.2026
  16. Amtliche Stelle James Pierson Beckwourth (Merkblatt). History Colorado. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  17. Nachschlagewerk Michael A. Lofaro, überarbeitet von William C. Davis: Crockett, David (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1976, überarbeitet 04.09.2023. abgerufen am 25.10.2026
  18. Amtliche Stelle Kit Carson. National Park Service. Stand 03.07.2023. abgerufen am 25.10.2026
  19. Amtliche Stelle John Wesley Powell: Soldier, Explorer, Scientist. U.S. Geological Survey, Engineering Geology and Ground Water Branches. Stand 1970. abgerufen am 25.10.2026
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  22. Amtliche Stelle Lewis and Clark National Historic Trail: Basic Facts. National Park Service. Stand 12.06.2026. abgerufen am 25.10.2026
  23. Amtliche Stelle Mission San Antonio de Valero, The Alamo (Spanish Colonial Missions of the Southwest Travel Itinerary). National Park Service. Stand 15.04.2016. abgerufen am 24.10.2026
  24. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  25. Nachschlagewerk Christopher Columbus: The first voyage (Valerie I. J. Flint). Encyclopaedia Britannica. Stand 03.09.2026. abgerufen am 25.10.2026

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