PersonenPerson
Sacagawea
Kurz erklärt Sacagawea war nach dem National Park Service eine Lemhi-Shoshone, um 1788 geboren und als Mädchen von Hidatsa verschleppt. Mit ihrem Mann Toussaint Charbonneau und ihrem Sohn Jean Baptiste reiste sie 1805 und 1806 als einzige Frau mit der Lewis-und-Clark-Expedition, half beim Übersetzen und bei der Suche nach Pferden. Meist gilt, dass sie 1812 in Fort Manuel Lisa an einem Fieber starb; die Hidatsa überliefern ein Leben bis 1869.

Wer war Sacagawea?
Sacagawea war die einzige Frau, die mit dem Corps of Discovery der Lewis-und-Clark-Expedition reiste.[1, 2] Nach dem National Park Service war sie eine Lemhi-Shoshone aus dem heutigen Idaho, die bei den Mandan und Hidatsa im heutigen North Dakota lebte, als sie Meriwether Lewis und William Clark begegnete.[1] Die Shoshone nennen sich selbst Newe, so die Shoshone-Bannock Tribes im Reservat Fort Hall in Idaho.[16] Die Hidatsa erzählen ihre Herkunft anders: Für sie war Sacagawea eine Hidatsa, deren Mutter aus der Nation der Crow stammte.[4]
Sicher bekannt ist über ihr Leben wenig. Herkunft, Ort und Zeit ihres Todes und sogar die Schreibweise ihres Namens sind laut National Park Service bis heute umstritten.[3] Das meiste, was man über ihr Leben und ihre Art weiß, steht nach dem Herausgeber der Tagebücher, Gary E. Moulton, in den Tagebüchern der Expedition und in einigen Papieren von Clark.[5]
Herkunft und Entführung
Geboren wurde sie nach dem National Park Service um 1788 im heutigen Lemhi County in Idaho.[1] Mit elf oder zwölf Jahren wurde sie bei einem Überfall von einer Gruppe der Hidatsa verschleppt, etwa vier Jahre bevor Lewis und Clark kamen.[1, 2] Moulton verortet den Überfall bei den Three Forks des Missouri und datiert ihn auf etwa 1800.[5] Sie kam in die Erdhausdörfer der Hidatsa über dem Knife River und dem Missouri[26] und lebte im Dorf Awatixa, das heute auch Sakakawea Village heißt.[1, 3] Dort nahm der frankokanadische Pelzhändler Toussaint Charbonneau sie zur Frau; nach Moulton hatte er sie wahrscheinlich 1804 gekauft.[3, 5] Charbonneau war um 1758 geboren, hatte für die North West Company gearbeitet und lebte damals schon einige Jahre als Händler bei den Hidatsa.[5]

Sacagawea und die Lewis-und-Clark-Expedition
Am 2. November 1804 legte das Corps sein Winterlager Fort Mandan an, wo Charbonneau und Sacagawea zur Expedition stießen.[19] Zwei Tage später notierte Clark, ein Franzose namens Charbonneau habe sie besucht und wolle angeheuert werden; seine beiden Frauen seien Shoshone. Die Captains stellten ihn ein, damit er eine seiner Frauen mitnehme, die aus dem Shoshone übersetzen sollte.[5] Nach dem National Park Service kam Sacagawea auch wegen ihrer Erfahrung mit den Nationen und dem Land weiter im Westen mit. Die meisten Historiker nehmen allerdings an, dass sie vor allem dabei war, weil ihr Mann als Dolmetscher angeheuert war.[1, 2]
Am 11. Februar 1805 brachte Sacagawea in Fort Mandan ihr erstes Kind zur Welt, Jean Baptiste. Die Geburt war schwer und lang. Ein gewisser Jessome riet zu einem Mittel aus der Rassel einer Klapperschlange, Lewis gab ihm eine, und kurz darauf kam der Junge zur Welt; ob das Mittel half, wollte Lewis nicht entscheiden.[6] Sacagawea war damals 16 oder 17 Jahre alt.[1] Am 7. April 1805 verließ das Corps Fort Mandan, mit Charbonneau, Sacagawea und dem zwei Monate alten Kind.[1, 19]
Das Unglück mit der Piroge im Mai 1805
Am Abend des 14. Mai 1805 traf eine Bö die weiße Piroge, ein großes offenes Boot, und warf es fast um. Am Steuer saß Charbonneau, der nicht schwimmen konnte; Lewis nannte ihn vielleicht den ängstlichsten Bootsmann der Welt.[7] An Bord waren nach Clark die Papiere, Instrumente, Bücher und Arzneien der Expedition. Fast alles, was aus dem Boot gespült wurde, fing Sacagawea auf, die hinten im Boot saß.[7] Zwei Tage später schrieb Lewis über sie:[8]
Die indigene Frau, der ich die gleiche Standhaftigkeit und Entschlossenheit zuschreibe wie jedem anderen, der beim Unglück an Bord war, fing die meisten leichten Dinge auf, die über Bord gespült wurden, und rettete sie.
Am 20. Mai 1805 benannten die Captains einen Fluss nach ihr. Lewis schrieb den Namen "Sâh-câ-gar me-âh" und übersetzte ihn mit "bird woman", Vogelfrau.[9] Der National Park Service gibt die Stelle als "Sah-ca-gah-we-ah or bird woman's River" wieder.[3]
Bei den Shoshone im August 1805
Ohne Pferde konnte das Corps sein Gepäck nicht über die Berge bringen, und die Pferde hatten die Shoshone.[2] Am 12. August 1805 überquerte Lewis mit einer kleinen Vorhut am Lemhi Pass die kontinentale Wasserscheide, um die Shoshone zu finden.[24] Sacagawea erkannte Landmarken aus ihrer Kindheit und kündigte an, dass man die Shoshone und ihre Pferde bald finden werde.[2]
Am 17. August 1805 traf Clark mit Charbonneau und Sacagawea auf die Gruppe. Nach Clark tanzte Sacagawea vor Freude und zeigte mit Zeichen, dass dies ihre Nation sei.[10] Lewis beschrieb, wie bewegend sie eine Frau wiedertraf, die mit ihr gefangen genommen worden war und später den Hidatsa entkommen konnte. Beide Captains hielten fest, der Anführer Cameahwait sei ihr Bruder.[10] Mit Charbonneau übersetzte sie bei den Verhandlungen, und ihre Gegenwart half nach dem National Park Service, die Pferde zu bekommen, die das Corps für den Weg über die Rocky Mountains brauchte.[1, 2] Am 26. August überquerte die ganze Expedition mit Pferden der Shoshone den Pass.[24] Die Hidatsa deuten die Verwandtschaft anders: Sacagaweas Vater habe Cameahwait als Bruder angenommen.[4]

Am Pazifik und auf dem Rückweg
Am 24. November 1805 stimmte das Corps darüber ab, wo es den Winter verbringen sollte. Clark führte auch Sacagawea in der Liste, unter dem Spitznamen "Janey"; Moulton merkt eigens an, dass York und Sacagawea abstimmten.[11] Im Januar 1806 brach Clark mit einem Trupp auf, um einen gestrandeten Wal anzusehen. Sacagawea bestand darauf mitzukommen: Sie sei einen weiten Weg gereist, um das große Wasser zu sehen, und nun auch noch den riesigen Fisch; es sei hart, beides nicht sehen zu dürfen. Laut Lewis hatte sie das Meer bis dahin nicht gesehen.[12]
Am 13. Juli 1806 schrieb Clark, die Frau, die ihm in diesem Land als Lotsin große Dienste geleistet habe, empfehle einen Übergang über die Berge weiter im Süden. Nach Moulton ist es der Bozeman Pass, und in dieser Gegend, die sie aus ihrer Kindheit kannte, führte sie die Gruppe tatsächlich.[13] Am 25. Juli 1806 benannte Clark einen Felsen am Yellowstone River nach ihrem Sohn, den er "Pomp" nannte: "Pompy's Tower", heute Pompeys Pillar.[18, 6] Am 17. August 1806 trennten sich die Wege bei den Dörfern der Mandan und Hidatsa. Clark zahlte Charbonneau für seine Arbeit als Dolmetscher sowie für ein Pferd und ein Lederzelt zusammen 500 Dollar und 33⅓ Cent und bot an, den 19 Monate alten Jungen bei sich aufzuziehen.[14]
War Sacagawea die Führerin der Expedition?
Nur in einem Teil des Weges. Oft erinnert man sich an sie als Führerin, die das Corps über die Plains brachte, doch dafür geben die Tagebücher laut National Park Service wenig her.[2] Moulton schreibt, viele Autoren hätten sie die Führerin der Expedition genannt, angeheuert hätten Lewis und Clark sie und Charbonneau aber als Dolmetscher. Unverzichtbar war sie bei den Völkern, die eine Shoshone-Sprache sprachen; als Führerin half sie im Südwesten des heutigen Montana.[5] Sie grub nach Wurzeln, fand andere Nahrung und zeigte den Männern, wie man Kleidung und Mokassins aus Leder macht.[1]
Wichtig war nach Clark schon, dass sie eine Frau war. Für die Nationen am Weg zeigte ihre Gegenwart, dass die Gruppe kein Kriegstrupp war; nach Moulton beruhigte gerade eine Frau mit einem Säugling viele Gemeinschaften.[2, 5]
Eine Frau bei einer Gruppe Männer ist ein Zeichen des Friedens.
Mythos und Wahrheit
Mythos
Sacagawea führte Lewis und Clark quer durch den Kontinent bis zum Pazifik.
Was erzählen die Hidatsa über Sacagawea?
Viele Hidatsa halten die Darstellung der Tagebücher für ungenau. 2015 gründeten Mitglieder der Mandan, Hidatsa and Arikara Nation das Sacagawea Project Board, um die Überlieferung zu sammeln; 2021 erschien sein Buch "Our Story of Eagle Woman Sacagawea: They Got It Wrong". Der National Park Service veröffentlicht eine Zusammenfassung des Boards.[4] Die Mandan, Hidatsa and Arikara Nation hat ihr Reservat Fort Berthold in North Dakota, am 20. August 2026 hatte sie 17.825 eingeschriebene Mitglieder.[17]
Nach dieser Überlieferung war Sacagaweas Mutter Otter Woman eine Crow, ihr Vater Smoked Lodge ein Hidatsa, und sie wuchs bei beiden Nationen auf. Ihr Vater nahm den Shoshone-Anführer Cameahwait als Bruder an. Ihren Namen gibt das Board als Maeshuwea an, auf Hidatsa Adlerfrau; Sacagawea, Vogelfrau, hätten Charbonneau und die anderen Weißen leichter sagen können. Charbonneau habe Lewis und Clark erzählt, seine Frau spreche Shoshone, und so sei der falsche Eindruck entstanden, sie sei eine Shoshone.[4] Auch ihr späteres Leben erzählt das Board anders. Sie habe von 1815 bis 1817 Charbonneau auf einer Pelzhandelsreise in den Westen begleitet, 1825 bei einem Vertrag zwischen den Hidatsa und den USA dabei gewesen sein und später im Dorf Like-a-Fishhook gelebt. 1869 sei sie bei Wolf Point in Montana mit ihrer Tochter und ihrem Enkel Bulls Eye überfallen worden und sieben Tage später gestorben; begraben sei sie bei Fort Buford. Bulls Eye erzählte die Geschichte 1923 vor einer Ratsversammlung der Hidatsa.[4] Das Board stützt sich auf mündliche Überlieferung, Akten der Nation und der Bundesregierung und auf DNA-Vergleiche zwischen Nachfahren.[4]
Sacagawea, Sacajawea oder Sakakawea?
Am weitesten verbreitet ist laut National Park Service die Schreibweise Sacagawea. Sie vereinheitlicht die acht Schreibweisen des Namens in den Tagebüchern, die alle ein hartes g in der dritten Silbe haben.[3] Moulton hält Schreibweise und Aussprache dennoch nicht für geklärt.[5] Die Form Sacajawea erschien zuerst 1814 in der Ausgabe der Tagebücher von Nicholas Biddle, der aus dem g ohne bekannten Grund ein j machte. Später kam die Deutung auf, Sacajawea heiße auf Shoshone "Boat Launcher", die das Boot zu Wasser lässt.[3] North Dakota schreibt Sakakawea. Die Form bildete der Armeearzt Washington Matthews in seinem Wörterbuch der Hidatsa-Sprache aus den Wörtern tsakaka für Vogel und mia für Frau.[3] Das Sacagawea Project Board hält Sacagawea mit g für richtig, als Hidatsa-Wort für Vogelfrau.[4]
Zeitleiste
- 1788Sacagawea kommt nach dem National Park Service um 1788 im heutigen Lemhi County in Idaho zur Welt.[1]
- 1800Um 1800 wird sie bei einem Überfall von einer Gruppe der Hidatsa verschleppt.[5]
- 04.11.1804Clark notiert, dass Toussaint Charbonneau angeheuert werden will; er soll eine seiner Frauen als Dolmetscherin für das Shoshone mitnehmen.[5] Lewis-und-Clark-Expedition
- 11.02.1805In Fort Mandan bringt Sacagawea ihren ersten Sohn Jean Baptiste zur Welt.[6] Lewis-und-Clark-Expedition
- 14.05.1805Bei einem Unglück mit der Piroge fängt sie fast alles auf, was aus dem Boot gespült wird.[7] Lewis-und-Clark-Expedition
- 17.08.1805Bei den Shoshone halten Lewis und Clark fest, dass deren Anführer Cameahwait Sacagaweas Bruder sei.[10] Shoshone
- 24.11.1805Sacagawea stimmt mit ab, wo das Corps den Winter verbringt.[11] Lewis-und-Clark-Expedition
- 13.07.1806Sie empfiehlt Clark den Übergang über die Berge, nach Moulton den Bozeman Pass.[13] Lewis-und-Clark-Expedition
- 17.08.1806Bei den Dörfern der Mandan und Hidatsa trennen sich Sacagawea, Charbonneau und ihr Sohn vom Corps.[14] Lewis-und-Clark-Expedition
- 20.12.1812John Luttig notiert in Fort Manuel Lisa den Tod der Frau von Charbonneau; meist gilt sie als Sacagawea.[15]
- 1869Nach der Überlieferung der Hidatsa stirbt Sacagawea nach einem Überfall bei Wolf Point und wird bei Fort Buford begraben.[4]
- 1910North Dakota weiht in Bismarck eine Statue von Leonard Crunelle ein, die Sakakawea mit ihrem Sohn zeigt.[20, 21]
- 2000Die U.S. Mint gibt bis 2008 den Sacagawea Golden Dollar aus.[22]
Wie starb Sacagawea?
Für einen Tod im Jahr 1812 spricht vor allem ein Eintrag im Tagebuch von John C. Luttig, einem Angestellten der Missouri Fur Company im Handelsposten Fort Manuel Lisa. Am 20. Dezember 1812 schrieb er, die Frau von Charbonneau, eine Shoshone, sei an einem "putrid fever" gestorben, einem fauligen Fieber; sie sei eine gute Frau gewesen, die beste im Fort, etwa 25 Jahre alt, und habe ein kleines Mädchen hinterlassen.[15, 5] Nach dem National Park Service ging Sacagawea vermutlich 1810 mit Charbonneau nach St. Louis und starb in Fort Manuel Lisa, beim heutigen Kenel in South Dakota (die Personenseite des National Park Service nennt dagegen North Dakota); sie war noch keine 30 Jahre alt.[1, 2, 3] Moulton nennt das den besten Beleg und verweist auf eine Liste der Expeditionsmitglieder aus den Jahren 1825 bis 1828, in der Clark sie als tot führte.[5]
Das kleine Mädchen, Lizette, brachte Luttig nach der Herausgeberin Stella M. Drumm im Juni 1813 nach St. Louis. Am 11. August 1813 beantragte er beim Waisengericht die Vormundschaft für die Kinder von Charbonneau, einen etwa zehnjährigen Jungen namens Toussaint und die etwa einjährige Lizette; im Protokoll ist Luttigs Name gestrichen und durch William Clark ersetzt.[15] Das Sacagawea Project Board liest dieselben Ereignisse anders: In Fort Manuel sei 1812 Sacagaweas ältere Schwester Otter Woman gestorben, die zweite Frau von Charbonneau. Weil Toussaint älter war als Jean Baptiste, sei er nicht Sacagaweas Kind gewesen.[4]
Eine dritte Fassung kommt aus Wyoming. Die Historikerin Grace Raymond Hebard von der University of Wyoming vertrat in ihren Schriften, sie sei fast 100 Jahre alt geworden und 1884 in der Wind River Indian Reservation begraben worden. Nach WyoHistory.org kannte Hebard Belege, die dagegen sprachen; die meisten Fachleute halten heute den Tod im Jahr 1812 für weit besser belegt.[23] Moulton nennt die Annahme eines Todes 1884 in Wyoming schwach begründet.[5] Auf dem Sacagawea Cemetery bei Fort Washakie ist ein Grab für sie deutlich gekennzeichnet.[23]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Sacagawea wurde fast 100 Jahre alt und liegt in der Wind River Indian Reservation in Wyoming begraben.
Was wurde aus Jean Baptiste Charbonneau?
Clark ließ den Jungen ausbilden und nahm ihn wahrscheinlich mit etwa sechs Jahren in sein Haus in St. Louis. 1823 lernte ihn Prinz Paul von Württemberg auf seiner Reise kennen und nahm ihn für sechs Jahre mit nach Europa.[6] Zurück in den USA war Jean Baptiste Trapper und Pelzhändler, dann Führer für Offiziere und Forscher wie John C. Frémont und Philip St. George Cooke. Er ließ sich in Kalifornien nieder und starb 1866 in Oregon auf dem Weg nach Montana.[6] Nach dem Sacagawea Project Board war er auch Kundschafter beim Mormonenbataillon und Bürgermeister bei einer Mission nahe San Diego; begraben ist er in Danner in Oregon.[4]
Denkmäler und der Sacagawea-Dollar
Im Oktober 1910 weihte North Dakota auf dem Gelände seines Kapitols in Bismarck eine Bronzestatue von Leonard Crunelle ein, die Sakakawea mit ihrem Sohn zeigt.[20, 21] Modell stand nach dem Architect of the Capitol ihre Enkelin Mink Woman aus dem Reservat Fort Berthold; das Sacagawea Project Board nennt Mink Woman eine Hidatsa.[20, 4] Eine Kopie gab North Dakota 2003 in die National Statuary Hall Collection im Kapitol in Washington. Weil jeder Staat dort nur zwei Personen zeigen darf und die Statue Mutter und Kind darstellt, brauchte es eine Ausnahme: North Dakota sollte damit laut State Historical Society der einzige Staat mit drei Personen werden.[21]
Von 2000 bis 2008 gab die U.S. Mint den Sacagawea Golden Dollar aus, eine Dollarmünze mit einer Außenschicht aus Manganmessing, daher die goldene Farbe. Den Entwurf der Bildhauerin Glenna Goodacre stellte die Mint am 4. Mai 1999 im Weißen Haus vor. Modell war die Shoshone-Studentin Randy'L He-dow Teton. Die Münze zeigt Sacagawea mit Jean Baptiste auf dem Rücken; Berater der Mint hielten es für plausibel, dass sie das Kind nach Art der Hidatsa trug.[22] Seit 2009 erscheint die Vorderseite mit wechselnden Rückseiten im Native American $1 Coin Program.[22]

Clarks Inschrift auf Pompeys Pillar ist laut National Park Service die einzige bekannte sichtbare Spur der ganzen Reise, die erhalten ist; seit 2001 ist der Felsen National Monument.[18] Wo Fort Mandan genau lag, ist unbekannt; etwa zehn Meilen flussabwärts betreibt die State Historical Society of North Dakota einen Nachbau mit Besucherzentrum.[19] An die Dörfer am Knife River, in die Sacagawea im August 1806 zurückkehrte, erinnert die Knife River Indian Villages National Historic Site mit der Anschrift Stanton in North Dakota.[3] Den Ort verzeichnet das Census Bureau bei 47,318483 Grad Nord und 101,381965 Grad West.[25]
Häufige Fragen
Wer war Sacagawea?
Sacagawea war die einzige Frau, die mit dem Corps of Discovery von Lewis und Clark reiste. Nach dem National Park Service war sie eine Lemhi-Shoshone aus dem heutigen Idaho, die bei den Mandan und Hidatsa lebte und mit dem Dolmetscher Toussaint Charbonneau verheiratet war. Nach der Überlieferung der Hidatsa war sie eine Hidatsa mit einer Mutter aus der Nation der Crow.
Woran starb Sacagawea?
Meist gilt, dass sie im Dezember 1812 im Handelsposten Fort Manuel Lisa an einem Fieber starb. Der Angestellte John Luttig schrieb am 20. Dezember 1812, die Frau von Charbonneau sei an einem "putrid fever" gestorben, einem fauligen Fieber. Die Hidatsa überliefern dagegen, dass sie 1869 nach einem Überfall in Montana starb.
Wie alt wurde Sacagawea?
Geboren war sie um 1788. Folgt man dem Tod im Jahr 1812, wurde sie nicht einmal 30 Jahre alt; Luttig schätzte die Verstorbene auf etwa 25. Als sie sich dem Corps anschloss, war sie 16 oder 17 Jahre alt.
Hat Sacagawea Lewis und Clark geführt?
Nur auf einem kurzen Stück. Laut National Park Service geben die Tagebücher wenig dafür her, dass sie das Corps durch das Land führte; angeheuert waren sie und ihr Mann als Dolmetscher. Im Südwesten des heutigen Montana, wo sie als Kind gelebt hatte, wies sie aber den Weg, im Juli 1806 etwa zu einem Pass.
Wie spricht man Sacagawea aus?
Mit hartem g in der dritten Silbe, so zeigen es die Tagebücher: Alle acht Schreibweisen dort haben ein g. Der Herausgeber Gary E. Moulton hält die Aussprache dennoch nicht für geklärt. Die Form Sacajawea mit j geht auf die Ausgabe der Tagebücher von 1814 zurück, Sakakawea ist die Schreibweise in North Dakota.
Wer ist auf dem Sacagawea-Dollar zu sehen?
Sacagawea mit ihrem Sohn Jean Baptiste auf dem Rücken. Die Bildhauerin Glenna Goodacre nahm als Modell die Shoshone-Studentin Randy'L He-dow Teton. Die U.S. Mint gab den Golden Dollar von 2000 bis 2008 aus.
Was wurde aus ihrem Sohn Jean Baptiste?
William Clark ließ ihn in St. Louis ausbilden. 1823 nahm ihn Prinz Paul von Württemberg mit nach Europa, wo er sechs Jahre blieb. Später war er Trapper und Führer für Expeditionen, lebte in Kalifornien und starb 1866 in Oregon.
Quellen
- Amtliche Stelle Sacagawea (Personenseite). National Park Service. Stand 10.04.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Sacagawea. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 16.06.2023. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Sacagawea. National Park Service, Knife River Indian Villages National Historic Site. Stand 05.06.2020. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Mandan, Hidatsa, and Arikara Histories of Sacagawea (Text des Sacagawea Project Board der MHA Nation). National Park Service. Stand 10.04.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 4. November 1804 (Clark und Ordway) mit Anmerkungen 1 und 2, hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 11. Februar 1805 (Lewis und Ordway) mit Anmerkung 1, hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 14. Mai 1805 (Lewis, Clark und andere), hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 16. Mai 1805 (Lewis und andere), hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 20. Mai 1805 (Lewis, Clark und andere) mit Anmerkung 5, hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 17. August 1805 (Lewis, Clark und andere), hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 24. November 1805 (Clark und andere) mit Anmerkungen 3 und 5, hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 6. Januar 1806 (Lewis, Clark und andere), hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 13. Juli 1806 (Clark und andere) mit Anmerkung 12, hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Journals of the Lewis and Clark Expedition, Einträge vom 17. August 1806 (Clark und andere) mit Anmerkung 3, hrsg. von Gary E. Moulton. University of Nebraska Press und Center for Digital Research in the Humanities, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle John C. Luttig: Journal of a Fur-Trading Expedition on the Upper Missouri 1812 bis 1813, hrsg. von Stella M. Drumm (Eintrag vom 20. Dezember 1812, S. 106, und Anhang, S. 133 und 134; Digitalisat im Internet Archive). Missouri Historical Society, St. Louis. Stand 1920. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Shoshone-Bannock Tribes, Fort Hall Reservation (Startseite). Shoshone-Bannock Tribes. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation MHA Nation, Mandan, Hidatsa, and Arikara Nation (Startseite). MHA Nation, Three Affiliated Tribes. Stand 24.09.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Pompeys Pillar. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 06.06.2023. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Fort Mandan. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 01.03.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Sakakawea Statue. Architect of the Capitol. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Museum Creating Sakakawea: The Statues, Teil 3 (Online-Ausstellung). State Historical Society of North Dakota. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Sacagawea Golden Dollar Coin. United States Mint. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Mike Mackey: Grace Raymond Hebard. Shaping Wyoming's Past. WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 29.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Lemhi Pass. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 27.11.2020. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle 2023 Gazetteer Files: Places, North Dakota (Stanton city). U.S. Census Bureau. Stand 2023. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle People. National Park Service, Knife River Indian Villages National Historic Site. Stand 05.06.2020. abgerufen am 25.10.2026
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