Cowboys und AlltagThema

Cowboy-Ausrüstung

Kurz erklärt Zur Ausrüstung eines Cowboys gehörten vor allem Sattel, Lasso, Sporen, Zaumzeug und Chaps, dazu Hut, Stiefel, Halstuch und eine Bettrolle aus Segeltuch. Das wichtigste Werkzeug nach dem Pferd war laut National Park Service der Sattel, der dem Cowboy selbst gehörte. Das meiste stammt von den Vaqueros: In Texas galten ihre Sättel, Chaps, Sporen und Lassos in den 1870er Jahren schon als "texanisch".

Abgenutzter Westernsattel aus Leder mit hohem Horn auf einem Holzzaun, daneben ein aufgerolltes Lasso und ein Paar Sporen, im Hintergrund Grasland im warmen Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Was gehörte zur Ausrüstung eines Cowboys?

Die Arbeit mit Rindern verlangte nach dem National Park Service eine ganze Reihe besonderer Werkzeuge und Zubehörteile.[1] Die Encyclopedia of the Great Plains zählt zu den Werkzeugen des Cowboys Sättel, Zaumzeug, Gebisse, Quirts (kurze Reitpeitschen), Chaps, Stiefel, Hüte und Brandeisen. Gefertigt wurden sie von Hand, von den Cowboys selbst, von Sattlern oder von spezialisierten Handwerkern in Sattlereien. Vieles entsteht bis heute so, bei den einfachen Stücken überwiegt aber inzwischen Fabrikware.[4]

Das meiste davon geht auf die Vaqueros zurück, die Rinderhirten Mexikos. Ihre Tradition entstand nach der Encyclopedia of the Great Plains im 16. Jahrhundert aus der spanischen und maurischen Reitkultur. Als der Norden Mexikos in den 1840er Jahren an die USA kam, übernahmen amerikanische Rancher den Umgang mit Pferden und Rindern, die Fachsprache und das Handwerk der Vaqueros.[4] In Texas waren Sattel, Chaps, Halstuch, Sombrero, Lasso und Sporen der Vaqueros nach dem Handbook of Texas in den 1870er Jahren so verbreitet, dass sie ihre hispanische Herkunft verloren und einfach als "texanisch" galten.[6] Philip Ashton Rollins schrieb 1922, der amerikanische Cowboy habe aus mexikanischen Quellen alle Werkzeuge seines Handwerks bezogen, bis hin zu den Wörtern dafür.[5] Spanischer Herkunft sind etwa cinch (Sattelgurt, von cincha), chaps (von chaparejos), lariat (von la reata, das Seil) und rodeo.[5, 1]

Die wichtigsten Teile der Cowboy-Ausrüstung und ihr Zweck
GegenstandWozu er diente
SattelSitz für lange Tage zu Pferd und Arbeitsfläche beim Fangen mit dem Seil; meist Eigentum des Cowboys[1, 5]
Lasso (Lariat, Riata)Seil mit Laufschlinge zum Einfangen von Rindern und Pferden[9, 13]
SporenZeichen an das Pferd für schnelle Bewegungen, etwa beim Aussondern und Fangen[1]
Zaumzeug, Gebiss, QuirtLenken und Anhalten des Pferdes; der Quirt trieb Pferde und störrische Rinder an[9]
ChapsSchutz vor Gestrüpp und Rindern, dazu Wärme[2]
Halstuch (Bandana)Staubschutz, Sonnenschutz für den Nacken, Verband und Waschlappen[1, 2]
Stulpen (Cuffs)Schutz der Handgelenke vor Gestrüpp und Seilbrand[1]
BettrolleSchlafplatz in der Nacht und Packsack für die eigenen Sachen[9]

Warum war der Sattel so wichtig?

Nach dem Pferd war der Sattel laut National Park Service das wichtigste und beste Werkzeug des Cowboys. Er gehörte ihm selbst, das Pferd stellte meist der Arbeitgeber. Auch für das Tier kam es auf den Sattel an: Ein guter Cowboy konnte an einem Tag bis zu 70 Meilen reiten, gut 110 Kilometer, und hatte am Ende ein gesundes Pferd. Ein schlechter Sattel konnte ein Pferd in einer Stunde wund reiben.[1]

Der Westernsattel (englisch western stock saddle) ist nach der Encyclopedia of the Great Plains viel größer und schwerer als der englische Sattel, gebaut für lange Ritte, das Hüten und das Fangen von Rindern. Er besteht aus sechzig oder mehr Teilen, und der Sattler braucht dafür Dutzende Spezialwerkzeuge.[4] Seine Vorläufer waren die Sättel der Vaqueros im Norden Mexikos und in Kalifornien. Ein kräftiges Horn und eine festere Begurtung machten den amerikanischen Arbeitssattel der 1850er bis 1870er Jahre zu einer Arbeitsfläche für das Fangen mit dem Seil; bis 1900 hatte er sich nach der Encyclopedia zu einem eigenständigen Ausrüstungsstück entwickelt, das je nach Region anders aussah.[5]

Ab 1865 begann der moderne amerikanische Westernsattel nach einer Studie der Smithsonian Institution den Westen zu beherrschen. Herausgeber Richard E. Ahlborn warnt dort aber vor zu einfachen Einteilungen: Örtliche Namen wie "Texas-Sattel" oder "Santa-Fe-Sattel" bezeichnen nach seiner Untersuchung keine klar abgegrenzten Typen.[10] Die Encyclopedia of the Great Plains beschreibt trotzdem regionale Formen. Texanische Sättel waren größer und schwerer als andere, mit großen, eckigen, mit Schaffell gefütterten Seitenblättern und doppelter Begurtung, also einem vorderen und einem hinteren Sattelgurt. Auf den nördlichen Plains entstand eine Form mit niedrigerem, kräftigerem Horn, höherem Sitz und einem vorstehenden Rand am Hinterzwiesel, der "Cheyenne roll" hieß.[4] Von einem Mann, der das Vieh aufgab und ein Geschäft anfing, hieß es in Nevada, er habe "seinen Sattel verkauft".[12]

Westernsattel aus Leder mit Horn und großen Seitenblättern auf einem Sattelbock in einer Holzscheune, durch das offene Tor fällt Nachmittagslicht
Westernsattel auf einem Sattelbock in einer Scheune Bild: KI-generiert

Lasso, Lariat und Riata

Das Lasso, auch Lariat genannt, hat an einem Ende eine Laufschlinge. Der Cowboy warf es über ein laufendes Rind und zog es fest, um das Tier anzuhalten.[9] Für den Cowboy war das Seil nach der Encyclopedia of the Great Plains so wichtig wie der Sattel. Es gab viele Arten und Materialien, aus Leinen, Rosshaar, Frauenhaar, Gras und Leder.[5]

Die Vaqueros benutzten meist ein Seil aus geflochtener Rohhaut. Weil es teuer und etwas empfindlich war, nahmen die meisten amerikanischen Cowboys nach dem National Park Service ein zähes, gedrehtes Seil aus Gras. In das Grasseil ließ sich leicht ein Knoten binden; bei der Rohhaut musste die kleine Öse am Ende, die honda, um ein Stück Kuhhorn gespleißt werden.[1] Als beste Seile aus geflochtener Rohhaut gelten nach der Encyclopedia die des Flechters Luis Ortega. Er machte auch Quirts, Zäume (hackamores) und Fußfesseln für Pferde; seine Sammlung bewahrt die National Cowboy Hall of Fame in Oklahoma City.[5]

Das Flechten einer Riata aus Rindsleder dauerte Jahre zu lernen. Die meisten Buckaroos in Nevada beherrschten nach einem Aufsatz der Library of Congress das Beschlagen von Pferden und das Brandmarken, nur wenige aber das Flechten einer Riata.[13] Im Paradise Valley im Norden Nevadas fertigten "rawhiders" wie Frank Loveland noch um 1980 Riatas und Pferdezeug in der Tradition der kalifornischen Vaqueros.[12]

Sporen, Gebiss und Quirt

Sporen gab es schon bei den Römern. Die frühen waren aus Holz oder Knochen, spätere aus Metall. Für den Cowboy waren sie nach dem Handbook of Texas im Sattel ein nötiges Werkzeug und am Boden eine gesellschaftliche Pflicht. Viele Sporen waren verziert, die "gal-leg"-Sporen etwa hatten Hälse in Form von Frauenbeinen, doch zuerst kam es auf den Nutzen an.[7] Mit ihnen gab der Cowboy dem Pferd das Zeichen zu schnellen Bewegungen, etwa beim Aussondern einzelner Tiere und beim Fangen mit dem Seil. Spitznamen für Sporen waren "persuaders" (Überzeuger), "can openers" (Dosenöffner) und "gut hooks" (Bauchhaken), billige hießen abfällig "tin belles".[1]

Cowboys des offenen Weidelands trugen ihre Sporen nach einer Ausstellung des National Park Service zur Grant-Kohrs Ranch ständig, nur nicht im Bett. Manche besaßen zwei Paar: eines mit abgerundeten Spornrädchen für die Arbeit und ein feines aus Silber mit einem "jinglebob", einem Metallplättchen, das beim Gehen klirrte.[2, 9] Nach der Oklahoma Historical Society kamen die jinglebobs erst später auf; wer Geld hatte, ließ Sporen mit Silber einlegen und in Formen wie Schlangenköpfe schneiden.[9]

Nach dem Sattel waren Gebisse und Sporen nach der Encyclopedia of the Great Plains das angesehenste Handwerk rund um den Cowboy. Auch sie gehen auf das Mexiko des 18. Jahrhunderts zurück, und auf den Great Plains waren sie schlichter und weniger verziert als weiter im Westen.[4] Das Gebiss ist das Metallstück am Zaum, das im Maul des Pferdes liegt; zieht der Reiter am Zügel, zeigt der Druck dem Pferd, ob es wenden oder anhalten soll. Manche Cowboys nahmen statt der Sporen lieber einen Quirt, weil sich Sporen im Steigbügel verfangen konnten. Mit dem Quirt trieben sie auch störrische Rinder an.[9]

Chaps, Halstuch und Stulpen

Die ledernen Beinlinge, die Chaps, gab es nach dem National Park Service in drei Grundformen: "shotgun" mit geraden Beinen wie ein Ofenrohr, "batwing" mit großen, flatternden Beinen und "woolies" mit Schaf- oder Ziegenfell. Sie hielten warm und schützten vor dichtem Gestrüpp und widerspenstigen Rindern.[2] Die shotgun chaps waren nach der Oklahoma Historical Society die früheste Form und schützten vor Mesquitedornen, Ästen und Klapperschlangen.[9] Welche Form ein Cowboy trug, hing nach der Encyclopedia of the Great Plains vom Gestrüpp ab, durch das er ritt.[5]

Ein Paar shotgun chaps des Rinderzüchters Conrad Kohrs, gefertigt von E. L. Gallatin and Co. in Cheyenne in Wyoming um 1868 bis 1890, liegt heute in der Grant-Kohrs Ranch National Historic Site. Woolies wären wärmer gewesen, so der National Park Service, für den bodenständigen Viehzüchter aber etwas zu auffällig.[3] Die Mode wechselte auch später: In Nevada waren die "woolies" aus Angorafell einst üblich, dann kamen die "batwings" und zuletzt die kurzen "chinks" mit Fransen.[11]

Das Halstuch, das Bandana, war ein Quadrat aus Baumwolle oder Seide. Es hielt am kalten Morgen den Wind ab, kühlte angefeuchtet den Nacken, filterte vor dem Mund den Staub und diente als Verband, Schlinge oder Waschlappen.[2] Der National Park Service nennt dazu das Schienen von Verletzungen und Zeichen an weit entfernte Cowboys.[1] Seide war nach der Oklahoma Historical Society beliebter, weil sie im Sommer kühlte und im Winter wärmte; damit ließ sich auch aufgewühltes Flusswasser seihen. Wer am staubigen Ende der Herde ritt, kam ohne Halstuch nicht aus.[9]

Viele Cowboys trugen Stulpen aus Leder, die Handgelenke vor Gestrüpp und Seilbrand schützten. Sie kamen offenbar aus Texas und wurden nach 1900 seltener.[1]

Hut, Stiefel und Weste

Die breite Krempe des Huts gab Schatten und leitete Regen ab; mit dem Hut ließ sich auch ein Pferd tränken oder ein Kochfeuer anfachen. Hohe Absätze verhinderten, dass der Fuß durch den Steigbügel rutschte und der Cowboy an einem störrischen Pferd hängen blieb; hohe Schäfte schützten vor Schlangenbissen und Dornen. In den Taschen der Weste steckten Tabak und Papier für selbstgedrehte Zigaretten, eine Taschenuhr an einer geflochtenen Kette aus Rosshaar oder ein Notizbuch mit Brandzeichen und Besitzern.[2] Im Südwesten hatte der Hut nach dem National Park Service meist eine breite Krempe und eine hohe, spitze Krone, die kühlte.[1]

Mehr über Hut, Stiefel und Hosen steht auf der Seite Was Cowboys wirklich trugen. Die Buckaroos in Nevada trugen in den 1890er Jahren nach der Library of Congress Anzugjacken, Westen, einfache Hemden, kleine Filzhüte und Arbeitsschuhe.[11]

Was hatte ein Cowboy auf dem Viehtrieb dabei?

Auf den Viehtrieben aus Texas fuhren der Küchenwagen und der Gerätewagen voraus, um einen Lagerplatz zu suchen. Dahinter kamen die Pferdehüter mit der remuda, den Ersatzpferden.[8] Seine eigenen Sachen hatte der Cowboy in der Bettrolle (englisch bedroll), einem Bündel aus Decken und einem großen Stück schwerem Segeltuch.[13] Nachts rollte er sich darin ein, tagsüber packte er seine Habe hinein. Meist fuhr die Bettrolle im Chuckwagon mit, manchmal auf dem Pferd.[9]

Die Oklahoma Historical Society nennt für einen Treiber ein zweites Hemd, weil die Herde viel Staub aufwirbelte und Flussüberquerungen die Kleider durchnässten, dazu Socken, ein Einreibemittel gegen schmerzende Muskeln, das mancher auch seinem Pferd gab, Rasiermesser und Kamm für den Gang in die Stadt und Tabak, der in der Westentasche steckte. Das Geld trug er meist in einem Geldgürtel am Körper. Mundharmonika und Maultrommel dienten der Unterhaltung, die Mundharmonika sollte nachts auch die Rinder beruhigen. Karten und Würfel hatten viele Trail Bosses und Herdenbesitzer verboten.[9] Ein scharfes Messer brauchte der Cowboy, um Leder durchzuschneiden, wenn er vom Pferd stürzte und im Zeug hängen blieb.[9]

Zusammengerollte Bettrolle aus hellem Segeltuch mit Lederriemen neben dem Rad eines hölzernen Küchenwagens auf trockenem Gras, Lagerplatz im späten Nachmittagslicht
Bettrolle aus Segeltuch am Küchenwagen eines Viehtriebs Bild: KI-generiert

Trug ein Cowboy einen Revolver?

Seltener, als Western es zeigen. Auf den Viehtrieben aus Texas erlaubten nur wenige Trail Bosses den jungen Treibern eine Pistole, weil sie leicht losging und die Herde in Panik versetzen konnte. Das Bild vom schießwütigen Cowboy verdankt laut Handbook of Texas mehr Hollywood als der Geschichte.[8] Welche Waffen es im Westen gab, erzählt die Seite Waffen des Wilden Westens, den bekanntesten Revolver der Zeit stellt die Seite Colt Single Action Army (Peacemaker) vor. Die Oklahoma Historical Society legt ihrem Lehrkoffer über den Viehtrieb dagegen ein Holster bei und nennt Schusswaffen wichtig, um Treiber und Herde vor wilden Tieren und Viehdieben zu schützen.[9]

Wer stellte die Ausrüstung her?

Mittelpunkt des Handwerks war nach der Encyclopedia of the Great Plains immer die Sattlerei. Große Werkstätten mit Sattlern, Geschirrmachern, Lederschnitzern, Lehrlingen und Silbergraveuren gab es in Mexiko schon im 16. Jahrhundert. Jedes Stück aus einer solchen Werkstatt trug ihren Stempel, gleich wer es gemacht hatte.[4] Schon in den 1830er Jahren waren nach der Studie der Smithsonian Institution einzelne Städte für ihre Sättel bekannt. Über Monterrey und Chihuahua im Norden Mexikos kamen Sättel vor allem nach Texas, aus Guadalajara und Orten weiter nördlich nach Kalifornien.[10]

Kleinere Dinge stellten die Cowboys oft selbst her, in ihrer freien Zeit: Zäume, Gürtel, Chaps, Westen, gedrehte Seile und Geflochtenes aus Rohhaut oder gefärbtem Rosshaar. Sättel aus den Great Plains trugen weniger Silber und mehr Lederschnitzerei als die aus dem Westen.[4] Stiefelmacher eröffneten Werkstätten in den Rinderstädten; viele hatten deutsche Wurzeln und änderten den europäischen Reitstiefel nach den Wünschen der Cowboys, bis er um 1900 seine heutige Grundform hatte.[5]

Mythos und Wahrheit

Schon 1892 schrieb Charles Moreau Harger in Scribner's Magazine, der Cowboy mit weißem, breitkrempigem Hut, langer Viehpeitsche, Lasso und klirrenden Sporen gehöre der Vergangenheit an. Die anhaltende Begeisterung für die Cowboykultur widerlegt ihn nach der Encyclopedia of the Great Plains. Später machten Rodeostars und Westernschauspieler aus der Arbeitskleidung der Cowboys eine Mode.[5]

Mehr über Cowboys und ihren Alltag

Häufige Fragen

Was gehörte zur Ausrüstung eines Cowboys?

Zum Reiten und Arbeiten brauchte ein Cowboy Sattel, Zaumzeug mit Gebiss, Sporen, Lasso und Chaps, oft auch Stulpen und eine kurze Peitsche, den Quirt. Dazu kamen Hut, Stiefel, Halstuch und auf dem Viehtrieb eine Bettrolle aus Segeltuch, in der er nachts schlief und tagsüber seine Sachen verstaute.

Was war das wichtigste Ausrüstungsstück eines Cowboys?

Nach dem Pferd war es der Sattel. Er gehörte laut National Park Service meist dem Cowboy selbst, während das Pferd der Arbeitgeber stellte. Ein schlechter Sattel konnte ein Pferd schon in einer Stunde wund reiben.

Woher stammt die Ausrüstung der Cowboys?

Von den Vaqueros, den Rinderhirten Mexikos. Sattel mit Horn, Lasso, Chaps, Sporen und viele Wörter wie lariat und chaps kamen aus ihrer Tradition; in Texas galten diese Teile laut Handbook of Texas in den 1870er Jahren schon als "texanisch".

Wozu trugen Cowboys Chaps?

Die ledernen Beinlinge schützten vor Dornen, Gestrüpp und Rindern und hielten warm. Es gab gerade "shotgun chaps", weite "batwings" und "woolies" mit Schaf- oder Ziegenfell; welche Form ein Cowboy trug, hing vom Gestrüpp seiner Gegend ab.

Wozu dienten die Sporen eines Cowboys?

Mit den Sporen gab der Cowboy dem Pferd ein Zeichen für schnelle Bewegungen, etwa beim Aussondern und Fangen von Rindern. Nach dem National Park Service feilte er in der Regel gleich nach dem Kauf die Spitzen der Spornrädchen stumpf, damit sie das Pferd nicht verletzten.

Trugen Cowboys immer einen Revolver?

Auf dem Viehtrieb selten. Laut Handbook of Texas erlaubten nur wenige Trail Bosses den jungen Treibern eine Pistole, weil ein Schuss die Herde in Panik versetzen konnte. Die Oklahoma Historical Society nennt Schusswaffen dagegen wichtig zum Schutz vor wilden Tieren und Viehdieben.

Was ist eine Bettrolle?

Eine Bettrolle (englisch bedroll) bestand aus Decken und einem großen Stück schwerem Segeltuch. Nachts rollte sich der Cowboy darin ein, tagsüber packte er seine Sachen hinein; meist fuhr sie im Küchenwagen mit, manchmal auf dem Pferd.

Quellen

  1. Amtliche Stelle Cowboy Gear. National Park Service, Pipe Spring National Monument. Stand 24.02.2015. abgerufen am 24.10.2026
  2. Amtliche Stelle Clothing (virtuelle Ausstellung Grant-Kohrs Ranch, Teil Open Range). National Park Service, Museum Management Program, Grant-Kohrs Ranch National Historic Site. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Chaps, ca. 1868 bis 1890, GRKO 545 (virtuelle Ausstellung Grant-Kohrs Ranch). National Park Service, Grant-Kohrs Ranch National Historic Site. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  4. Nachschlagewerk Timothy H. Evans: Cowboy Crafts (Encyclopedia of the Great Plains). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 24.10.2026
  5. Nachschlagewerk M. J. Van Deventer: Cowboy Culture (Encyclopedia of the Great Plains). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 24.10.2026
  6. Nachschlagewerk Jack Jackson: Vaquero (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 05.05.2017. abgerufen am 24.10.2026
  7. Nachschlagewerk Spurs (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 01.07.1995. abgerufen am 24.10.2026
  8. Nachschlagewerk Cattle Trailing (Jimmy M. Skaggs). Texas State Historical Association, Handbook of Texas. Stand 1976, überarbeitet 07.10.2020. abgerufen am 24.10.2026
  9. Museum Cowboy Trunk (Lehrkoffer des Oklahoma History Center). Oklahoma Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  10. Archiv Howard W. Marshall: Clothing (Buckaroo: Views of a Western Way of Life; zuerst in Buckaroos in Paradise, 1980). Library of Congress, Sammlung Buckaroos in Paradise: Ranching Culture in Northern Nevada, 1945 to 1982. Stand 1980, Onlinefassung ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  11. Archiv Howard W. Marshall: Vaqueros (Buckaroo: Views of a Western Way of Life; zuerst in Buckaroos in Paradise, 1980). Library of Congress, Sammlung Buckaroos in Paradise: Ranching Culture in Northern Nevada, 1945 to 1982. Stand 1980, Onlinefassung ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  12. Archiv Howard W. Marshall: Working (Buckaroo: Views of a Western Way of Life; zuerst in Buckaroos in Paradise, 1980). Library of Congress, Sammlung Buckaroos in Paradise: Ranching Culture in Northern Nevada, 1945 to 1982. Stand 1980, Onlinefassung ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026

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