GlossarSachgruppe
Kleidung und Ausrüstung von A bis Z
Kurz erklärt Die Sachgruppe erklärt 20 Begriffe zu Kleidung und Ausrüstung im Wilden Westen, von Arbeitshandschuhen bis zur Westernschnalle. Vieles übernahmen die Cowboys von den mexikanischen Vaqueros: In Texas galten Sattel, Chaps, Halstuch, Sombrero, Lasso und Sporen in den 1870er Jahren schon als "texanisch".

Was ein Cowboy am Leib trug, war nach dem National Park Service vom Hut bis zu den Stiefeln auf seine Arbeit zugeschnitten.[1] Vieles davon geht auf die Vaqueros zurück, die Rinderhirten Mexikos: Als der Norden Mexikos in den 1840er Jahren an die USA kam, übernahmen amerikanische Rancher nach der Encyclopedia of the Great Plains ihren Umgang mit Pferden und Rindern, ihre Fachsprache und ihr Handwerk.[2] Andere Stücke kamen aus dem Pelzhandel: Die Büffelfell-Umhänge, die die Handelsposten eintauschten, hatten indigene Frauen gegerbt.[3]
Arbeitshandschuhe
Viele Cowboys trugen Stulpen (englisch gauntlets oder cuffs), meist aus Leder, die die Handgelenke vor Gestrüpp und Seilbrand schützten. Laut National Park Service kamen sie offenbar aus Texas und wurden nach 1900 seltener.[4] Die Oklahoma Historical Society nennt einen weiteren Zweck: Die Hemdärmel fransten nicht aus. Viele Stulpen waren nach dem Geschmack ihres Trägers verziert.[5] Das englische gauntlet kommt nach Merriam-Webster aus dem mittelfranzösischen gantelet, einer Verkleinerungsform von gant (Handschuh). Als erste Bedeutung nennt das Wörterbuch den Handschuh zur mittelalterlichen Rüstung; daneben steht das Wort für Schutzhandschuhe in der Industrie und für einen Kleiderhandschuh, der über das Handgelenk reicht.[6]
Handschuhe mit Stulpe aus Hirschleder und Perlenstickerei wurden laut einer Ausstellung des Nez Perce National Historical Park gegen Ende des 19. Jahrhunderts beliebt und waren in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts sehr gefragt; meist war die ganze Stulpe mit Glasperlen bestickt.[7] Gefertigt haben solche Handschuhe nach einer Ausstellung des Georgia Museum of Art indigene Künstlerinnen und Künstler der Plains, des Plateaus und des Great Basin. Siedler wollten alle Arbeitshandschuhe aus Hirschleder haben, die indigene Frauen herstellen konnten, und Ende des 19. Jahrhunderts gehörten perlenbestickte Stulpenhandschuhe zur feinen Kleidung der Cowboys; Besucher aus dem Osten nahmen sie als Andenken mit.[8] Buffalo Bill trug sie bei seinen Auftritten.[9]
Bandana
Ein Bandana ist nach Merriam-Webster ein großes, oft bunt gemustertes Taschentuch; das Wort kommt von Hindi bāṅdhnū und Urdu bāndhnū (Abbindefärbung) und ist im Englischen seit 1730 belegt.[10] Am kalten Morgen hielt das Halstuch des Cowboys den Wind ab, über den Mund gezogen filterte es den Staub, und es diente als Verband, Schlinge oder Waschlappen (Geschichte des Tuchs von Indien bis zum Viehtrieb auf der Seite Bandana).[1]
Bettrolle
Die Bettrolle (englisch bedroll) ist nach Merriam-Webster zusammengerolltes Bettzeug zum Mitnehmen; das Wort ist seit 1849 belegt.[11] Auf dem Viehtrieb rollte sich der Cowboy nach der Oklahoma Historical Society nachts darin ein und packte tagsüber seine persönlichen Sachen hinein. Meist lagen die Bettrollen im Chuckwagon, manchmal trugen die Cowboys sie auf dem Pferd.[5] Neben Werkzeug, Nähzeug, Verbandszeug, Feuerholz und Wasser hatte der Chuckwagon, der Küchenwagen des Viehtriebs, laut National Park Service auch die Bettrollen geladen.[12]
Bolo-Tie
Eine Bolo-Tie (auch bola tie) ist nach Merriam-Webster eine Schnur, die mit einer Zierschließe um den Hals befestigt und wie eine Krawatte getragen wird. Das Wort ist erst seit 1954 belegt und kommt wahrscheinlich von bola.[13] Beliebt wurde sie nach einer Ausstellung des Heard Museum in Phoenix in den 1950er Jahren durch Fernsehstars wie Roy Rogers; die Ausstellung von 2011 zeigte auch Arbeiten indigener Schmuckmacherinnen und Schmuckmacher von der Mitte des 20. Jahrhunderts bis heute.[14] Arizona erklärte die Bolo-Tie nach dem Museum 1971 als erster Staat zur offiziellen Halsbekleidung (state neckwear), New Mexico und Texas taten es ebenfalls.[14]
Büffelfell-Umhang
Ein Büffelfell-Umhang (englisch buffalo robe) ist nach Merriam-Webster die mit dem Haar gegerbte Haut eines amerikanischen Bisons, meist rechteckig zugeschnitten und auf der Hautseite mit Stoff gefüttert; man nutzte sie als Wagendecke, Teppich oder Bettdecke.[15] Die Umhänge, die die Handelsposten von indigenen Völkern bekamen, waren nach dem National Park Service fertig gegerbt, und diese Arbeit lag ganz bei den Frauen. Lewis Garrard sah im Herbst und Winter 1846 bis 1847 Frauen der Cheyenne dabei zu: Sie spannten die Haut mit Holzpflöcken auf, schabten sie dünn, rieben sie mehrere Tage lang mit einer Masse aus Hirn, Leber und Knochenmark ein und räucherten sie zuletzt. Nach Theodore Davis brauchte eine Frau für einen Umhang ein bis zwei Wochen, im Schnitt zehn Tage.[3]
Für den Handel taugten nach derselben Seite des National Park Service nur Felle von Kühen und Kälbern; im Sommer war das Haar zu dünn. In den USA und in Europa wurden aus den Umhängen Decken für Kutschen und Schlitten, manche auch Mäntel, Fäustlinge und Mützen; für solche warme Kleidung taugten nur Felle, die von November bis März erlegt wurden.[3] In Fort Union, von 1828 bis 1867 der wichtigste Handelsposten des Pelzhandels am oberen Missouri, tauschten die Assiniboine und andere Nationen der nördlichen Plains Büffelfell-Umhänge und kleinere Felle gegen Stoff, Gewehre, Decken und Perlen. Der Posten handelte nach dem National Park Service jedes Jahr über 25.000 Umhänge (mehr auf den Seiten Die Büffeljagd und Pelzhandel).[16]

Chaps
Chaps sind nach Merriam-Webster lederne Beinlinge, die mit Gürtel oder Schnürung verbunden über der Hose getragen werden; das Wort kommt vom mexikanisch-spanischen chaparreras und ist seit 1844 belegt.[17] Der National Park Service unterscheidet drei Grundformen: shotgun mit geraden Beinen wie ein Ofenrohr, batwing mit großen, flatternden Beinen und woolies mit dem Haar von Schafen oder Ziegen (mehr zu den Formen auf der Seite Chaps).[1]
Cowboystiefel
Hohe, eng anliegende Stiefel mit hohem Absatz waren nach der Encyclopedia of the Great Plains in den 1870er Jahren das Kennzeichen der Cowboys auf den Viehtrieben der Great Plains. Stiefelmacher eröffneten Werkstätten in den Rinderstädten, um einen Teil vom Lohn der Treiber abzubekommen. Viele hatten deutsche Wurzeln und änderten den europäischen Reitstiefel nach den Wünschen der Cowboys; um 1900 hatte er die Grundform, die man heute kennt.[18] Der hohe Absatz verhinderte laut der Ausstellung zur Grant-Kohrs Ranch, dass der Fuß durch den Steigbügel rutschte und der Cowboy an einem störrischen Pferd hängen blieb, der hohe Schaft schützte vor Schlangenbissen und dornigem Gestrüpp.[1] Ein Paar hoher, schlichter Stiefel des Ranchers Conrad Kohrs hat dagegen keinen hohen Absatz: Ein Rancher ging mehr zu Fuß, während ein Cowboy es vermied, je ohne Pferd zu sein.[19]
Merriam-Webster belegt cowboy boot seit 1884 und beschreibt ihn als Stiefel mit hohem Rist, hohem kubanischem Absatz und meist verzierten Nähten.[20] In die breite Mode kam er nach dem National Cowboy and Western Heritage Museum bis zum frühen 20. Jahrhundert, getragen von der Unterhaltungsindustrie und der Fertigung in großen Stückzahlen. Das Museum führt ihn auf die Reitstiefel der 1860er Jahre zurück, die europäische Formen und Kavalleriestiefel des Bürgerkriegs aufgriffen, und auf die Entwürfe von Hyer und Justin aus den 1870er Jahren.[21] Um 1980 schrieb Howard W. Marshall in seinem Aufsatz für die Library of Congress, die Westernmode komme in anderen Teilen des Landes immer wieder auf, und gerade sei eine neue Welle da (mehr zur Geschichte der Stiefel auf der Seite Was Cowboys wirklich trugen).[22]
Duster (Staubmantel)
Ein Duster ist nach Merriam-Webster ein langes, leichtes Übergewand, das die Kleidung vor Staub schützt; einen langen Mantel in diesem Schnitt nennt das Wörterbuch auch duster coat.[23] Im Deutschen heißt er Staubmantel. Das deutsche Wort duster hat damit nichts zu tun: Es ist nach dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache eine landschaftliche, besonders norddeutsche Form von düster.[24]
Im Yellowstone-Nationalpark trugen nach dem National Park Service die Kutscher der Rundfahrten und ihre wohlhabenden Fahrgäste solche Mäntel, um ihre Kleidung vor dem Staub der Straßen zu schützen; das Exemplar aus Leinen in der Sammlung des Parks stammt aus der Zeit von 1885 bis 1917.[25] Der Postkutschenräuber Black Bart trug bei einem Überfall am 3. August 1877 im Sonoma County in Kalifornien nach American Heritage einen eng anliegenden Staubmantel aus Leinen, der ihm um die Knöchel flatterte, und über Kopf und Melone einen Mehlsack mit Augenlöchern (mehr auf der Seite Postkutschenüberfälle).[26]
Fransenjacke
Merriam-Webster erklärt das englische hunting shirt als Hemd für die Jagd, besonders als lange, hemdartige Jacke meist aus Hirschleder mit Fransen, wie sie die Grenzer (frontiersmen) trugen.[27] Älter als der Wilde Westen ist das Jagdhemd: Nach dem Museum of the American Revolution entstand es im Hinterland Virginias und galt als Anklang an die Kleidung indigener Völker. Viele Schützen aus Pennsylvania, Maryland und Virginia, die sich im Sommer 1775 der Kontinentalarmee anschlossen, trugen Jagdhemden aus Leinen mit Fransen.[28]
Als ziviler Scout der US-Armee trug Buffalo Bill nach dem Buffalo Bill Center of the West einen Mantel aus Bisonhaut mit Besatz aus Biberfell, der Formen der europäisch-amerikanischen und der indigenen Kleidung verbindet; später trug er ihn auf der Bühne. Zu seinem Bühnenbild gehörte auch eine bestickte Showjacke mit Fransen (mehr über Trapper und Grenzer auf der Seite Trapper und Mountain Men).[9]
Lasso (Lariat)
Ein Lasso ist nach Merriam-Webster ein Seil oder langer Lederriemen mit einer Schlinge, vor allem zum Fangen von Pferden und Rindern; das Wort kommt vom spanischen lazo. Lariat geht auf das amerikanisch-spanische la reata zurück, das Lasso.[29, 30] Die Reata der kalifornischen Vaqueros war nach California State Parks meist etwa 80 Fuß lang, rund 24 Meter, und aus vier Streifen Rohhaut geflochten (ausführlich auf der Seite Lasso (Lariat)).[31]
Mokassins
Ein Mokassin ist nach Merriam-Webster ein weicher Lederschuh ohne Absatz, bei dem die Sohle an den Seiten des Fußes hochgezogen und über den Zehen mit einer gekräuselten Naht an ein U-förmiges Oberteil genäht ist. Das Wort stammt aus dem Virginia-Algonkin (mockasin) und ist im Englischen um 1612 belegt (mehr über die Formen der einzelnen Völker auf der Seite Mokassins).[32]
Poncho
Ein Poncho ist nach Merriam-Webster eine Decke mit einem Schlitz in der Mitte, die man über den Kopf zieht und als ärmelloses Kleidungsstück trägt; in zweiter Bedeutung ein wasserdichter Umhang dieser Form mit Kapuze. Das Wort kam über das amerikanische Spanisch aus der Sprache der Mapuche und ist im Englischen seit 1717 belegt.[33]
Im Norden Mexikos webten in der zweiten Hälfte des 18. und der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrere Orte feine, bunte Decken zum Umhängen, die Sarapes; am bekanntesten war Saltillo in Coahuila. Nach dem Metropolitan Museum of Art trug man einen Sarape über einer Schulter, um den Körper geschlungen oder, weil viele einen Halsschlitz haben, als Poncho. Unter Reitern waren sie beliebt, Maler der Zeit zeigen Vaqueros damit, und wenn man ihn nicht brauchte, rollte man ihn hinter dem Sattel ein.[34] Im Italowestern wurde der Poncho zum Kennzeichen einer Figur: In den drei Dollar-Filmen von Sergio Leone trägt Clint Eastwood nach einem Führer der Comunidad de Madrid denselben Poncho, dieselbe Kleidung und denselben Hut.[35]
Satteltaschen
Satteltaschen (englisch saddlebags) sind nach Merriam-Webster ein Paar geschlossener Taschen, das hinter dem Sattel quer über den Rücken des Pferdes gelegt wird; das Wort ist seit 1742 belegt.[36] Das Glossar einer Studie der Smithsonian Institution von 1980 beschreibt sie als großes Lederstück mit angenähten Taschen, das über die hinteren Verlängerungen des Sattelbaums gelegt wird; spanisch heißen sie bolsas oder cantinas. Am mexikanischen Sattel hingen nach Richard E. Ahlborn Taschen aus geschnitztem und gepunztem Leder hinter dem Hinterzwiesel. Ein Zierstück aus Zickleinfell mit langem Haar, el vaquerillo, hielt im Regen den Inhalt trocken, und wer abstieg, warf eine Tasche über den Sattel, um den Sitz vor Regen oder Sonne zu schützen.[37]
Auf den frühen, kürzeren Viehtrieben aßen die Cowboys nach dem National Park Service, was sie in der Satteltasche mitnehmen konnten, meist Trockenfleisch, Salz und Biscuits.[12] Der Pony Express trug die Post in einer Mochila, einer Lederdecke, die über den Sattel passte und an jeder Ecke eine Tasche hatte, eine cantina. Beim Pferdewechsel zog der Reiter die Mochila nach dem National Park Service ab und legte sie auf den Sattel des frischen Pferdes.[38]

Slicker (Regenmantel)
Ein Slicker ist ein Regenmantel aus Ölzeug und keine Regenplane. Merriam-Webster erklärt das Wort mit oilskin (Ölzeug), allgemeiner Regenmantel, und belegt es in dieser Bedeutung seit 1881.[39] Im Buch The Log of a Cowboy von Andy Adams aus dem Jahr 1903, das einen Viehtrieb von Texas nach Montana erzählt, ist der Slicker ein unentbehrlicher Mantel aus geöltem Segeltuch, stets griffbereit an den Riemen hinter dem Sattel festgebunden. Als die Herde in einer Nacht durchgeht, reitet der Erzähler an die Spitze, macht dabei seinen Slicker los und schwenkt ihn den vordersten Rindern vor die Köpfe, bis die Tiere im Kreis laufen.[40]
Sombrero
Ein Sombrero ist nach Merriam-Webster ein Hut aus Filz oder Stroh mit sehr breiter Krempe und oft hoher Krone, getragen vor allem im Südwesten der USA und in Mexiko. Das Wort ist spanisch, gebildet zu sombra (Schatten), und im Englischen seit 1599 belegt.[41] Ins Deutsche kam es nach dem Etymologischen Wörterbuch von Wolfgang Pfeifer im 19. Jahrhundert.[42]
In Texas waren Sattel, Chaps, Halstuch, Sombrero, Lasso und Sporen der Vaqueros in den 1870er Jahren nach dem Handbook of Texas so verbreitet, dass sie ihre hispanische Herkunft verloren und einfach als "texanisch" galten.[43] Wie lange der spanische Name blieb, zeigen nach der Encyclopedia of the Great Plains Versandkataloge, die den Hut des "cow boy" noch um 1900 Sombrero nannten.[18]
Sporen
Ein Sporn ist nach dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache ein Dorn oder kleines Rädchen, das mit einem Bügel am Absatz des Reitstiefels befestigt ist und mit dem der Reiter das Pferd antreibt; die Mehrzahl heißt Sporen oder Sporne. Althochdeutsch ist das Wort als sporo seit dem 9. Jahrhundert belegt und mit englisch spur verwandt.[44] Spornen ist das Verb dazu: Es heißt nach dem DWDS, Stiefel mit Sporen zu versehen, veraltend auch, einem Pferd die Sporen zu geben, und übertragen, jemanden anzuspornen.[45]
Sporen gab es nach dem Handbook of Texas schon bei den Römern; die frühen waren aus Holz oder Knochen, spätere aus Metall.[46] Als Land, das bis zum Jahr 900 den Sporn mit Rädchen erfand, gilt nach Richard E. Ahlborn Spanien.[37] Nach Amerika brachten die spanischen Eroberer die ersten Sporen im 16. Jahrhundert, so der National Park Service.[47] Die Sporen der Cowboys gehen wie der Westernsattel auf das Mexiko des 18. Jahrhunderts zurück, und auf den Great Plains waren sie schlichter als weiter im Westen.[2] Der kalifornische Vaquero trug nach California State Parks fast immer sehr große, oft mit Silber verzierte Sporen, an deren Rädchen beim Reiten kleine Klappern schlugen.[31]
Mit den Sporen gab der Cowboy dem Pferd das Zeichen zu schnellen Bewegungen, etwa beim Aussondern und Fangen von Rindern. Nach dem Kauf feilte er meist zuerst die Spitzen der Rädchen stumpf, damit sie das Pferd nicht verletzten.[4] Nach der Ausstellung des National Park Service zur Grant-Kohrs Ranch trugen Cowboys ihre Sporen ständig, nur nicht im Bett; manche Cowboys hatten ein zweites, feines Paar aus Silber mit einem jinglebob, das beim Gehen klirrte (mehr zu Sporen, Gebiss und Quirt auf der Seite Cowboy-Ausrüstung).[1]
Stetson (Cowboyhut)
Stetson ist ein Markenname: Merriam-Webster führt das Wort als Warenzeichen für einen Filzhut mit breiter Krempe und hoher Krone.[48] Im Deutschen ist der Stetson nach dem Duden ein weicher Filzhut mit breiter Krempe, ein Cowboyhut; der Name geht auf den amerikanischen Hutfabrikanten J. B. Stetson (1830 bis 1906) zurück.[49]
Die Marke stammt aus Philadelphia. John B. Stetson, Sohn eines Hutmachers aus New Jersey, zog 1861 nach HistoryNet zum Goldrausch am Pikes Peak in Colorado und kehrte 1865 in den Osten zurück, um wieder Hüte zu machen.[50] Sein erstes Modell, den "Boss of the Plains", brachte er nach dem National Cowboy and Western Heritage Museum 1865 heraus: einen Hut mit runder, flacher Krempe und glatter, runder Krone aus feinem Haar von Biber, Kaninchen und anderen kleinen Tieren.[51] Nach HistoryNet beherrschte das Modell rund zwei Jahrzehnte den Markt; heute stellt eine Firma in Texas die Hüte unter dem Namen in Lizenz her.[50]
Zur heute bekannten Form kam es später: Die Krempe bog sich an den Seiten nach oben, damit sie dem Seil nicht im Weg war, und die Krone wurde eingedrückt (mehr über Hüte auf der Seite Was Cowboys wirklich trugen).[51]
Weste
Die Weste gab dem Cowboy nach dem National Park Service eine zusätzliche, wärmende Schicht, ohne die Arme einzuengen. In ihren Taschen steckten Tabak und Papier für selbstgedrehte Zigaretten, eine Taschenuhr an einer geflochtenen Kette aus Rosshaar oder ein Notizbuch mit Brandzeichen und ihren Besitzern.[1] Ein Grund, warum Westen mit Taschen den Cowboys wichtig waren, war nach der Oklahoma Historical Society der Tabakbeutel.[5]
Westernsattel
Der Westernsattel ist nach der Encyclopedia of the Great Plains der vorherrschende Sattel der Great Plains und des ganzen Westens. Er ist viel größer und schwerer als der englische Sattel, hat große Seitenblätter, einen tiefen Sitz und ein Horn für das Fangen mit dem Seil, und seine Ursprünge gehen auf den Sattel der mexikanischen Vaqueros im 18. Jahrhundert zurück (Baum, Horn und Geschichte auf der Seite Westernsattel).[2]
Westernschnalle
Westernschnalle heißt die große, oft verzierte Gürtelschnalle der Westernkleidung. Gürtelschnallen kamen nach dem Buffalo Bill Center of the West mit der Kavallerie in den Westen, deren Ausrüstung feste Metallverschlüsse brauchte. Die frühen Cowboys übernahmen schlichte, haltbare Schnallen für Gürtel und Sattelzeug.[52] Prunkvoll wurden die Schnallen erst mit Hollywood: In den 1920er und 1930er Jahren gaben Kostümbildner den Westernfilmen gravierte Silberschnallen und übergroße Formen. Mit dem Aufstieg des Rodeos in den 1920er Jahren bekamen Sieger statt Bändern oder Medaillen Trophäenschnallen, und in den 1940er und 1950er Jahren gehörte die Schnalle nach dem Museum fest zum Bild des Westens.[52] Gürtel und andere kleine Lederwaren machten nach der Encyclopedia of the Great Plains oft Cowboys in ihrer freien Zeit oder Handwerker im Nebenerwerb (mehr zum Rodeo auf der Seite Rodeo: Geschichte und Disziplinen).[2]
Häufige Fragen
Was bedeutet spornen?
Spornen ist das Verb zu Sporn. Nach dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache heißt es, Stiefel mit Sporen zu versehen, veraltend auch, einem Pferd die Sporen zu geben; übertragen bedeutet es anspornen. Die Mehrzahl von Sporn lautet Sporen oder Sporne.
Was ist ein Slicker?
Ein Regenmantel aus Ölzeug. Merriam-Webster belegt das Wort in dieser Bedeutung seit 1881. Im Buch The Log of a Cowboy von Andy Adams (1903) ist der Slicker ein Mantel aus geöltem Segeltuch, der stets griffbereit hinter dem Sattel festgebunden ist.
Was heißt Duster auf Deutsch?
Staubmantel: ein langer, leichter Mantel, der die Kleidung vor Staub schützt. Das deutsche Wort duster ist ein anderes Wort, eine landschaftliche, besonders norddeutsche Form von düster.
Woher stammt die Marke Stetson?
Aus Philadelphia. Dort brachte der Hutmacher John B. Stetson 1865 sein erstes Modell heraus, den Boss of the Plains, einen Hut mit flacher Krempe und runder Krone. Heute stellt eine Firma in Texas die Hüte unter dem Namen in Lizenz her.
Seit wann gibt es Cowboystiefel?
Hohe, eng anliegende Stiefel mit hohem Absatz trugen die Cowboys auf den Viehtrieben der Great Plains schon in den 1870er Jahren; um 1900 hatte der Stiefel seine heutige Grundform. In die breite Mode kam er nach dem National Cowboy and Western Heritage Museum bis zum frühen 20. Jahrhundert.
Trugen Cowboys Arbeitshandschuhe?
Viele trugen Stulpen aus Leder, die die Handgelenke vor Gestrüpp und Seilbrand schützten. Ende des 19. Jahrhunderts gehörten außerdem perlenbestickte Stulpenhandschuhe aus Hirschleder zur feinen Kleidung der Cowboys. Solche Handschuhe fertigten nach einer Ausstellung des Georgia Museum of Art indigene Künstlerinnen und Künstler der Plains, des Plateaus und des Great Basin.
Quellen
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- Nachschlagewerk sombrero (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
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- Nachschlagewerk Sporn (Bedeutungen nach Duden GWDS 1999, Etymologie nach Wolfgang Pfeifer). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk spornen (Bedeutungen nach eWDG 1976). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Spurs (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 01.07.1995. abgerufen am 27.10.2026
- Amtliche Stelle Spurs, GRKO 17512 (virtuelle Ausstellung Grant-Kohrs Ranch). National Park Service, Grant-Kohrs Ranch National Historic Site. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Stetson (Wörterbucheintrag, Warenzeichen). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Stetson (Rechtschreibung, Bedeutung, Herkunft). Duden online, Cornelsen Verlag. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
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- Museum History of the Cowboy Hat. National Cowboy and Western Heritage Museum, Oklahoma City. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Museum Cassandra Day: Buckle Up, Cowboy: How the Western Belt Buckle Became an Icon. Buffalo Bill Center of the West, Cody. Stand 22.10.2025, aktualisiert 04.11.2025. abgerufen am 27.10.2026
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