GlossarSachgruppe

Berufe und Leute von A bis Z

Kurz erklärt Die Sachgruppe erklärt 21 Berufe und Bezeichnungen für Menschen im Wilden Westen, vom Büchsenmacher bis zum Wrangler. Sieben davon gehören zur Viehwirtschaft, vom Rancher über den Trail Boss bis zum Vaquero. Für Trapper, Viehtreiber, Undertaker, Schmied, Revolverheld und die Gesetzeshüter Sheriff, Marshal und Deputy gibt es eigene Seiten.

Verwittertes Ranchhaus aus Holz mit überdachter Veranda, davor ein Pferch aus Holzstangen mit einem Westernsattel auf dem Zaun, dahinter Grasland im Licht des späten Nachmittags
Bild: KI-generiert

Zum Wilden Westen gehörten neben Cowboys und Gesetzeshütern auch Büchsenmacher und Schmiede, Händler an den Armeeposten, reitende Prediger und Siedler, die Land des Bundes bestellten.[4, 14, 21, 36]

B

Büchsenmacher (Gunsmith)

Ein Büchsenmacher stellt Handfeuerwaffen her und setzt sie instand. Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) führt ihn als Feinmechaniker und zerlegt das Wort in Büchse und machen.[1] Das englische gunsmith bezeichnet nach Merriam-Webster jemanden, der kleine Feuerwaffen entwirft, baut oder repariert; belegt ist es seit 1600. Das Handwerk heißt dort gunsmithing.[2]

Im Westen wurden die Brüder Jacob und Samuel Hawken bekannt. Ihr Vater Christian Hawken war Büchsenmacher in Hagerstown in Maryland. Jacob hatte nach der Missouri Encyclopedia spätestens 1815 eine Werkstatt in St. Louis, Samuel kam 1822 dazu. Ihr Hawken Rocky Mountain Rifle für Händler, Entdecker und Jäger war handlich, robust, genau und zuverlässig, aber teuer. Die Hawkens gehörten zu den ersten Büchsenmachern im Westen, die das Perkussionsschloss statt des Steinschlosses verwendeten, und Ende der 1830er Jahre war aus ihrer Werkstatt eine kleine Fabrik geworden. Die Trapper der 1820er und 1830er Jahre zogen allerdings meist die alten Steinschlossgewehre vor. 1860 eröffnete Samuel Hawken eine Werkstatt in Denver.[3]

Auch die Pelzhandelsposten brauchten Büchsenmacher. Edwin Denig, der Leiter des Handelspostens Fort Union, schrieb, die American Fur Company beschäftige seit 20 Jahren an allen ihren Posten einen Schmied, einen Büchsenmacher und einen Blechschmied, vor allem für ihre indigenen Kunden.[4] In Karl Mays "Winnetou" (erster Band, Erstausgabe von 1893 bei Fehsenfeld) feilt Mr. Henry an einem Eisenstück für ein neues Gewehr und sagt von sich, er habe "schon jetzt als Gunsmith einen guten Namen" (mehr auf den Seiten Was ist der Henrystutzen? und Waffen des Wilden Westens).[5, 45]

Handfeilen, Meißel mit Holzgriff und ein kleiner Schraubstock auf einer abgenutzten Werkbank im warmen Licht von der Seite
Werkbank eines Büchsenmachers mit Feilen und Schraubstock Bild: KI-generiert

C

Cowboy

Ein Cowboy überwacht nach dem DWDS zu Pferd die Rinderherde einer nordamerikanischen Ranch und treibt sie zu den Weideplätzen; das Wort kommt aus dem Englischen.[6] Merriam-Webster belegt cowboy seit 1623.[7] Auf den Viehtrieben aus Texas hießen die jungen Treiber oft "waddies". Etwa zwei Drittel der Mannschaften waren nach Schätzung des Handbook of Texas Weiße, meist zwölf bis achtzehn Jahre alt; die übrigen waren Schwarze, Hispanoamerikaner oder Indigene, meist erwachsene Männer, die oft als Koch oder Wrangler arbeiteten. Ein Treiber verdiente 25 bis 40 Dollar im Monat.[8]

Der National Park Service beschreibt den Cowboy als romantischen Helden aus Büchern, Filmen und Liedern, der zum Symbol des amerikanischen Westens wurde, und hält fest, dass viele Cowboys Schwarze waren (mehr auf den Seiten Cowboys im Wilden Westen und Schwarze Cowboys im Wilden Westen).[9]

D

Deputy

Ein Deputy ist nach Merriam-Webster ein ernannter Stellvertreter, der an Stelle eines anderen handeln darf.[10] Bei den Bundesgerichten leitete der U.S. Marshal nach dem National Park Service die Verwaltung, den größten Teil der Arbeit erledigten seine Deputy Marshals (ausführlich auf der Seite Deputy).[11]

G

Goldsucher (Prospector)

Goldsucher trennten Gold von Sand und Kies; englisch heißt das placer mining. Das Wort placer stammt nach dem National Park Service vermutlich aus dem Katalanischen und Spanischen, bedeutet Sandbank und kam mit dem Goldrausch in Kalifornien 1848 ins amerikanische Englisch. Das einfachste Werkzeug war die Pfanne des Prospektors: Darin schwenkte man Wasser mit Kies oder Sand, bis das leichtere Gestein herausgespült war und das schwerere Gold zurückblieb (mehr auf der Seite Goldsucher).[12]

H

Homesteader

Ein Homesteader ist nach Merriam-Webster jemand, der Land nach einem Heimstättengesetz (homestead law) erwirbt, besiedelt oder bewohnt; das Wort ist seit 1865 belegt.[13] In den USA war die Grundlage der Homestead Act von 1862, den Abraham Lincoln unterzeichnete. Wer Haushaltsvorstand oder mindestens 21 Jahre alt war, konnte 160 Acres Land des Bundes beantragen, und Geld kostete nur die Antragsgebühr. Dafür musste er auf dem Land wohnen, ein Haus bauen, das Land verbessern und bestellen. Unter den Homesteadern waren Einwanderer, Farmer ohne eigenes Land, alleinstehende Frauen und früher Versklavte.[14]

In 123 Jahren siedelten nach dem National Park Service fast vier Millionen Homesteader in 30 Staaten, und 270 Millionen Acres, 10 Prozent der Fläche der USA, gingen so an Siedler. Das Gesetz galt bis 1976, in Alaska bis 1986. Für die Siedler war der Westen leeres Land, schreibt der Park, für die indigenen Nationen war er ihre Heimat (mehr auf den Seiten Der Homestead Act 1862 und Alltag der Siedler).[14]

K

Koch (Cook)

Vom Koch hing nach dem National Park Service ab, ob die Mannschaft auf dem Viehtrieb zufrieden war. Meist war er ein älterer Mann und früher selbst Cowboy. Er fuhr den Küchenwagen mit Essen, Ausrüstung und Decken zum nächsten Lagerplatz, schlug das Lager auf, kochte drei Mahlzeiten am Tag und versorgte Verletzte.[15] Seinen Lohn gibt der National Park Service mit 50 Dollar im Monat an, das Handbook of Texas mit 75 Dollar (mehr auf der Seite Der Chuckwagon).[8, 15]

Kopfgeldjäger (Bounty Hunter)

Ein Kopfgeld ist nach dem DWDS Geld, das für die Ergreifung oder Auslieferung einer Person gezahlt wird; ein Kopfgeldjäger verfolgt Gesuchte, um es zu bekommen.[16, 17] Merriam-Webster erklärt den bounty hunter als jemanden, der Gesetzlose aufspürt und fängt, auf die eine Belohnung ausgesetzt ist (mehr auf der Seite Kopfgeldjäger im Wilden Westen).[17]

M

Marshal

Das Amt des U.S. Marshal schuf der Judiciary Act von 1789. Der Präsident ernannte für jedes Bundesgericht einen Marshal, der die Anordnungen der Richter ausführte; mit der Besiedlung des Westens kamen die Marshals in abgelegene, dünn besiedelte Territorien.[11] Marshal hieß nach Merriam-Webster auch ein Gesetzeshüter einer Stadt (mehr unter US Marshal).[18]

P

Preacher (Wanderprediger)

Ein Wanderprediger ist nach dem DWDS ein umherziehender Prediger.[19] In den USA hießen solche Geistlichen circuit riders: nach Merriam-Webster Geistliche, denen ein Bezirk (circuit) zugeteilt war, besonders auf dem Land; das Wort ist seit 1837 belegt.[20]

Der erste ordinierte Methodist und zugleich der erste protestantische Geistliche, der in Texas predigte, war nach dem Handbook of Texas William Stevenson von der Tennessee Conference, im Herbst 1815 bei Pecan Point im heutigen Red River County. Als Texas der Union beitrat, zählten die Methodisten dort nach dem Handbook of Texas 6.693 Mitglieder, betreut von 59 circuit riders und 68 örtlichen Predigern (local preachers). Lagerversammlungen (camp meetings) boten den vereinzelt lebenden Siedlern Gelegenheit zu Gottesdienst und Gemeinschaft.[21] Auch der Vater des Revolverhelden John Wesley Hardin war nach der Encyclopedia of the Great Plains ein methodistischer Prediger, der einen solchen Bezirk bereiste.[22]

R

Rancher

Rancher heißt nach Merriam-Webster, wer eine Ranch besitzt oder auf ihr arbeitet; das Wort ist seit 1836 belegt.[23] Eine Ranch ist ein großer Betrieb für die Zucht von Pferden, Rindern oder Schafen. Das Wort kommt vom mexikanisch-spanischen rancho, einer kleinen Ranch; im Spanischen bedeutet rancho Lager oder Hütte, mundartlich auch kleiner Hof.[24] Nach dem Handbook of Texas war der rancho der Hauptsitz des ranchero. In Texas hieß Ranch zuerst ein Betrieb, der Vieh vor allem auf naturbelassener Weide hielt, mit oder ohne Ackerbau.[25]

Bevor 1874 der Stacheldraht aufkam, kauften laut Handbook of Texas nur wenige Viehzüchter Weideland. Sie brauchten einen günstigen Platz für die Arbeit mit dem Vieh und die Kontrolle über das Wasser, denn wer das Wasser hatte, beherrschte die Weide. Im Boom der frühen 1880er Jahre floss Geld aus England, Schottland und dem Osten der USA in Ranches, und neben die Rancher, die ihren Betrieb selbst führten, traten Gesellschaften mit angestellten Verwaltern. Als Ende der 1880er Jahre die offene Weide eingezäunt wurde, gab es Streit zwischen großen und kleinen Ranchern, zwischen Ranchern und Farmern sowie zwischen Arbeitgebern und Angestellten.[25] Ihre Rinder ließen viele Züchter von Vertragstreibern zum Markt bringen und blieben selbst zu Hause bei den Zuchttieren.[8]

Die King Ranch in Südtexas begann 1852, als Richard King und Gideon K. Lewis am Santa Gertrudis Creek ein Viehlager aufschlugen. 1853 kauften sie die spanische Landschenkung Rincón de Santa Gertrudis mit 15.500 Acres, 1860 beteiligte sich Mifflin Kenedy. Nach Kings Tod am 14. April 1885 machte seine Witwe Henrietta King den Rechtsberater der Ranch, Robert Justus Kleberg, zum Verwalter. Nach ihrem Testament wurde die Ranch eine Gesellschaft mit den Nachkommen der Familie Kleberg als Anteilseignern. Laut Handbook of Texas (Stand 2014) umfasst sie 825.000 Acres, fast 1.300 Quadratmeilen, ist weiter in Familienbesitz und gehört zu den größten Privatunternehmen der USA (mehr zu den Vaqueros der Ranch auf der Seite Vaqueros).[26]

Revolverheld

Revolverheld ist ein abwertendes Wort. Das DWDS erklärt es als großsprecherischen Raufbold, der gewissenlos mit dem Revolver umgeht.[27] Über die gunslingers der Plains schreibt Roger D. McGrath in der Encyclopedia of the Great Plains, manche hätten den größten Teil ihres Erwachsenenlebens auf der Seite des Gesetzes gestanden, nur wenige ganz außerhalb (ausführlich auf der Seite Revolverheld).[22]

S

Schmied (Blacksmith)

Ein Schmied bearbeitet Metall, besonders Eisen, und seine Werkstatt ist die Schmiede.[28] In den Orten Iowas reparierten Schmiede nach Iowa PBS Ackergeräte und Radreifen und beschlugen die Pferde der Farmer; um die Mitte des 20. Jahrhunderts brauchte man sie nicht mehr.[29] Die American Fur Company hielt an ihren Posten neben dem Büchsenmacher einen Schmied (Werkzeuge und Hufschmiede auf der Seite Schmiede und Schmied).[4]

Scout

Scouts waren Kundschafter der US-Armee. Indigene Kundschafter gab es laut National Park Service schon seit der Gründung der Kolonien, zur Regel wurden sie nach dem Bürgerkrieg. Weil die Armee an der Frontier weniger als 20.000 Mann hatte, erlaubte die Regierung ihr am 1. August 1866, bis zu 1.000 Scouts für Aufklärung und Kampf anzuwerben. Sie kamen aus mehr als einem Dutzend Nationen, darunter Apache, Nez Perce und Lakota, mit denen die USA selbst im Konflikt standen.[30]

Im Feldzug von 1876 hatte George Crook 260 Crow- und Shoshone-Scouts bei sich, die 7. Kavallerie unter George Custer fast 30 Arikara und ein halbes Dutzend Crow. Sechs der 35 Scouts Custers starben in der Schlacht am Little Bighorn, unter ihnen der Arikara Bloody Knife. Offiziell endete die Zeit der Indian Scouts in den 1920er Jahren; 16 von ihnen erhielten die Medal of Honor.[30] Frühere Mountain Men arbeiteten nach 1840, als kaum noch jemand Biberfelle kaufte, oft als Scouts der Armee, als Führer von Wagenzügen oder als Bisonjäger.[31]

In Texas warb die Armee ab 1870 Black Seminoles an. Viele ihrer Vorfahren waren aus der Sklaverei geflohen und hatten bei den Seminolen in Florida Schutz gesucht. Am 16. August 1870 wurde ihr Anführer John Kibbetts in Fort Duncan Sergeant, und zehn seiner Leute traten als einfache Soldaten ein. Vier Black Seminole Scouts erhielten die Medal of Honor (mehr auf den Seiten Entdecker, Trapper und Scouts und Die Buffalo Soldiers).[32]

Sheriff

Der Sheriff war der oberste Vollzugsbeamte eines County und wurde von den Bürgern gewählt. Er stellte gerichtliche Schriftstücke zu, vollstreckte Urteile, ernannte Deputies und durfte Bürger als Posse aufbieten (ausführlich auf der Seite Sheriff im Wilden Westen).[33]

Sutler

Ein Sutler war nach Merriam-Webster ein ziviler Händler, der einen Armeeposten versorgte, oft mit einem Laden auf dem Gelände. Belegt ist das Wort seit 1599; es kam aus dem Niederländischen (soeteler).[34] Im Deutschen entspricht ihm der Marketender, nach dem DWDS ein Händler, der eine Truppe begleitete und den Soldaten Waren verkaufte. Dieses Wort brachten Landsknechte im 16. Jahrhundert aus dem Italienischen mit (mercatante, Händler).[35]

In Fort Laramie entstand 1849 der Laden des Sutlers aus Adobe. Er bediente indigene Kunden, Auswanderer und Soldaten, und 1853 kamen Büro und Wohnräume aus Stein dazu. Wer an einem Armeeposten so einen Laden führen wollte, brauchte nach dem National Park Service eine Ernennung der Regierung. Der erste Sutler, John Tutt, blieb bis 1857, ihm folgte Seth Ward. In dessen Zeit ersetzte die Regierung die Sutler durch Post Traders. Der Post Trader betrieb auch die Kantine mit getrennten Bars für Mannschaften und Offiziere. Der letzte, John Hunton, hielt den Laden für Siedler offen, nachdem die Armee abgezogen war.[36]

T

Trail Boss

Der Trail Boss war für einen Viehtrieb verantwortlich. Er wählte die Lagerplätze, verhandelte mit Siedlern und indigenen Nationen, hielt ein Tempo, bei dem die Rinder nicht abnahmen, und führte die Mannschaft; der National Park Service nennt einen Lohn von etwa 100 Dollar im Monat.[15] Nach dem Handbook of Texas bekamen Trail Bosses 100 Dollar oder mehr und oft einen Anteil am Gewinn. Sie waren meist etwas älter als die Treiber, oft in den Zwanzigern (mehr auf der Seite Viehtreiber: die Mannschaft eines Viehtriebs).[8]

Trapper

Ein Trapper ist nach dem DWDS ein nordamerikanischer Pelztierjäger; das Wort kam im 19. Jahrhundert aus dem Englischen (trap, Falle).[37] Die Trapper und Mountain Men im Westen fingen vor allem Biber, deren Fell in den 1820er und 1830er Jahren für Filzhüte gefragt war (Rendezvous und Pelzhandel auf der Seite Trapper und Mountain Men).[31]

U

Undertaker (Bestatter)

Ein Undertaker ist nach Merriam-Webster jemand, dessen Geschäft es ist, Tote für das Begräbnis vorzubereiten und Beerdigungen auszurichten.[38] In Colorado entstand das Bestattungsgeschäft nach einer Untersuchung für das National Register of Historic Places oft als Nebenerwerb einer Tischlerei, eines Mietstalls oder eines Möbelhandels, weil zu jedem Begräbnis ein Holzsarg gehörte (ausführlich auf der Seite Undertaker (Bestatter)).[39]

V

Vaquero

Vaquero ist nach Merriam-Webster das Wort für Viehhirten und Cowboys in spanischsprachigen Gegenden wie Mexiko und dem Südwesten der USA; im Englischen ist es seit 1826 belegt.[40] Das Texas Parks and Wildlife Department leitet es von spanisch vaca (Kuh) und der Endung -ero für einen Arbeiter ab, also "Arbeiter der Kühe". Vaqueros hüteten danach schon in den 1590er Jahren im Norden Mexikos Rinder und lebten in Texas lange vor den Cowboys. Heute heißen sie oft Charros und zeigen ihr Können in Charreadas.[41]

Zur Kleidung gehörten nach derselben Quelle der Sombrero, dessen Name von sombra (Schatten) kommt, und der Serape. In diese Decke wickelten sich die Vaqueros, wenn es kalt war, und mit ihr winkten sie streunendes Vieh zur Herde zurück (mehr auf der Seite Vaqueros).[41]

Viehtreiber (Drover)

Ein Viehtreiber treibt nach dem DWDS beruflich Vieh auf die Weide.[42] Von 1866 bis 1890 brachten nach dem Handbook of Texas Vertragstreiber (contract drovers) bis zu 90 Prozent der Rinder auf den Trails aus Texas zum Markt, für meist 1 bis 1,50 Dollar je Tier (ausführlich auf der Seite Viehtreiber (Drover)).[8]

W

Wrangler

Der Wrangler, genauer Horse Wrangler, war beim Viehtrieb für die Pferdeherde zuständig, die Remuda. Nach dem National Park Service war er oft der Jüngste, half dem Koch und verdiente etwa 25 Dollar im Monat.[15] Das Handbook of Texas nennt 50 Dollar. Auf dem Trail zogen die Wrangler mit den Ersatzpferden direkt hinter dem Küchenwagen und dem Gerätewagen.[8]

Merriam-Webster hält wrangler in dieser Bedeutung für eine Kurzform von horse-wrangler und wahrscheinlich eine teilweise Übersetzung des mexikanisch-spanischen caballerango, Stallknecht.[43] Ein Beitrag des Buffalo Bill Center of the West zitiert Blevins' Dictionary of the American West: Danach erscheint wrangler im Zusammenhang mit Cowboys zuerst 1888 in Schriften von Theodore Roosevelt. Andere Quellen führen das Wort nach demselben Beitrag auf das niederdeutsche wrangeln zurück, ringen.[44]

Zwei Pferde in einem Pferch aus gespannten Seilen auf weiter Grasebene, daneben ein Wagen mit heller Plane im goldenen Morgenlicht
Pferde in einem Seilpferch: Um die Remuda kümmerte sich der Wrangler. Bild: KI-generiert

Häufige Fragen

Was ist ein Rancher?

Ein Rancher besitzt eine Ranch oder arbeitet auf ihr, also auf einem großen Betrieb für Rinder, Pferde oder Schafe. Merriam-Webster belegt das englische Wort seit 1836. Bevor 1874 der Stacheldraht aufkam, kauften in Texas laut Handbook of Texas nur wenige Viehzüchter Weideland; wichtiger war die Kontrolle über das Wasser.

Wem gehört die King Ranch?

Gegründet haben sie Richard King und Gideon K. Lewis 1852 in Südtexas. Nach dem Testament von Henrietta King, der Witwe des Gründers, wurde die Ranch eine Gesellschaft, deren Anteile die Nachkommen der Familie Kleberg hielten. Laut Handbook of Texas (Stand 2014) ist sie weiter in Familienbesitz und eines der größten Privatunternehmen der USA.

Was macht ein Büchsenmacher?

Er stellt Handfeuerwaffen her und setzt sie instand; englisch heißt er gunsmith, sein Handwerk gunsmithing. Im Westen bauten die Brüder Hawken in St. Louis Gewehre für Händler, Entdecker und Jäger, und die American Fur Company hielt an jedem ihrer Posten einen eigenen Büchsenmacher.

Was ist der Unterschied zwischen Cowboy und Rancher?

Der Rancher besitzt eine Ranch oder arbeitet dort, der Cowboy hütet zu Pferd die Rinder. Auf den großen Viehtrieben aus Texas blieben die Züchter laut Handbook of Texas meist zu Hause bei ihren Zuchttieren, und Vertragstreiber brachten die Herden mit angeheuerten Treibern zum Markt.

Was war ein Wrangler?

Der Pferdehüter eines Viehtriebs. Er kümmerte sich um die Remuda, die Ersatzpferde, und war oft der Jüngste der Mannschaft. Laut National Park Service verdiente er etwa 25 Dollar im Monat, laut Handbook of Texas 50 Dollar.

Quellen

  1. Nachschlagewerk Büchsenmacher (Bedeutung nach eWDG 1967). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  2. Nachschlagewerk gunsmith (Wörterbucheintrag mit First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  3. Nachschlagewerk Mary Ellen Rowe: Jacob Hawken (1786 bis 1849) and Samuel Hawken (1792 bis 1884) (Missouri Encyclopedia). State Historical Society of Missouri. Stand 24.06.2020, aktualisiert 02.07.2020. abgerufen am 27.10.2026
  4. Amtliche Stelle Contrary to Popular Belief (Arrows, Guns and Buffalo). National Park Service, Fort Union Trading Post National Historic Site. Stand 23.04.2021. abgerufen am 27.10.2026
  5. Primärquelle Karl May: Winnetou, der Rote Gentleman. 1. Band (Carl May's gesammelte Reiseromane, Band VII), S. 16 und 17, Digitalisat. Verlag von Friedrich Ernst Fehsenfeld, Freiburg im Breisgau; Digitalisat der Karl-May-Gesellschaft. Stand ohne Jahr auf dem Titelblatt. abgerufen am 27.10.2026
  6. Nachschlagewerk Cowboy (Bedeutungen DWDS 2025). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand 2025. abgerufen am 27.10.2026
  7. Nachschlagewerk cowboy (Wörterbucheintrag mit First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  8. Nachschlagewerk Jimmy M. Skaggs: Cattle Trailing (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1976, überarbeitet 07.10.2020. abgerufen am 27.10.2026
  9. Amtliche Stelle Engaging with Cowpoke History (Katherine Crawford-Lackey). National Park Service. Stand 25.03.2025. abgerufen am 27.10.2026
  10. Nachschlagewerk deputy (Wörterbucheintrag). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  11. Amtliche Stelle U.S. Marshals and Deputy Marshals for the Western District of Arkansas. National Park Service, Fort Smith National Historic Site. Stand 10.04.2015. abgerufen am 27.10.2026
  12. Amtliche Stelle What is Placer Gold Mining?. National Park Service, Yukon-Charley Rivers National Preserve. Stand 26.10.2026. abgerufen am 27.10.2026
  13. Nachschlagewerk homesteader (Wörterbucheintrag mit First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  14. Amtliche Stelle About the Homestead Act. National Park Service, Homestead National Historical Park. Stand 12.10.2022. abgerufen am 27.10.2026
  15. Amtliche Stelle Trail Drives. National Park Service, Grant-Kohrs Ranch National Historic Site. Stand 24.02.2015. abgerufen am 27.10.2026
  16. Nachschlagewerk Kopfgeld (Bedeutung nach eWDG 1969). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  17. Nachschlagewerk bounty hunter (Wörterbucheintrag). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  18. Nachschlagewerk marshal (Wörterbucheintrag). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  19. Nachschlagewerk Wanderprediger (Bedeutung nach eWDG 1977). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  20. Nachschlagewerk circuit rider (Wörterbucheintrag mit First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  21. Nachschlagewerk Norman W. Spellmann: Methodist Church (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1976, überarbeitet 08.12.2020. abgerufen am 27.10.2026
  22. Nachschlagewerk Roger D. McGrath: Gunslingers (Encyclopedia of the Great Plains). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 27.10.2026
  23. Nachschlagewerk rancher (Wörterbucheintrag mit First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  24. Nachschlagewerk ranch (Wörterbucheintrag mit Etymologie). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  25. Nachschlagewerk T. C. Richardson und Harwood P. Hinton: Ranching (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 30.04.2019. abgerufen am 27.10.2026
  26. Nachschlagewerk John Ashton und Edgar P. Sneed, überarbeitet von Bob Kinnan: King Ranch (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1976, überarbeitet 10.12.2014. abgerufen am 27.10.2026
  27. Nachschlagewerk Revolverheld (Bedeutung nach eWDG 1974). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  28. Nachschlagewerk Schmiede (Bedeutungen nach Duden GWDS 1999, Etymologie zu Schmied nach Wolfgang Pfeifer). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  29. Presse Businesses on Main Street: The Livery Stable and Blacksmith Shop (Iowa Pathways). Iowa PBS. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  30. Amtliche Stelle Indian Scouts. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 27.10.2026
  31. Amtliche Stelle Mountain Men and Trappers. National Park Service, Gateway Arch National Park. Stand 21.08.2025. abgerufen am 27.10.2026
  32. Nachschlagewerk Tracé Etienne-Gray: Black Seminole Indians (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1995, überarbeitet 30.09.2020. abgerufen am 27.10.2026
  33. Nachschlagewerk sheriff. Encyclopaedia Britannica. Stand 20.09.2026. abgerufen am 27.10.2026
  34. Nachschlagewerk sutler (Wörterbucheintrag mit Etymologie). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  35. Nachschlagewerk Marketender (Bedeutung nach eWDG 1974, Etymologie nach Wolfgang Pfeifer). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  36. Amtliche Stelle Post Trader's Store (1849) and Complex. National Park Service, Fort Laramie National Historic Site. Stand 27.03.2025. abgerufen am 27.10.2026
  37. Nachschlagewerk Trapper (Bedeutung nach eWDG 1976, Etymologie nach Wolfgang Pfeifer). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  38. Nachschlagewerk undertaker (Wörterbucheintrag). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  39. Amtliche Stelle National Register of Historic Places, Multiple Property Documentation Form: Park County, Colorado, Historic Cemeteries (R. Laurie Simmons und Thomas H. Simmons, Front Range Research Associates). History Colorado, Office of Archaeology and Historic Preservation, Formular des National Park Service. Stand Oktober 2016. abgerufen am 27.10.2026
  40. Nachschlagewerk vaquero (Wörterbucheintrag mit First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  41. Amtliche Stelle Vaqueros (Keep Texas Wild: Vaqueros and Cowboys). Texas Parks and Wildlife Department. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  42. Nachschlagewerk Viehtreiber (Bedeutungen nach Duden GWDS 1999 und DWDS). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  43. Nachschlagewerk wrangler (Wörterbucheintrag mit Etymologie). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  44. Museum Frances Clymer: Buckaroos, Wranglers, and Hoosegows: How the Cowboys Said It (Points West, zuerst Herbst 2005). Buffalo Bill Center of the West, Cody. Stand 03.06.2017, geändert 05.08.2021. abgerufen am 27.10.2026

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