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Die Buffalo Soldiers

Kurz erklärt Buffalo Soldiers hießen die afroamerikanischen Regimenter der regulären US-Armee, die der Kongress am 28. Juli 1866 schuf: die 9. und 10. Kavallerie und ab 1869 die 24. und 25. Infanterie. Unter fast nur weißen Offizieren bauten sie im Westen Straßen und Telegrafenleitungen und kämpften gegen Cheyenne, Comanche, Kiowa, Apachen, Ute und andere Nationen. Woher der Name stammt, ist nicht sicher belegt.

Schroffe vulkanische Felswände über einer leeren sandigen Ebene in Westtexas mit Kreosotbüschen und Yuccas im späten Nachmittagslicht.
Bild: KI-generiert

Wer waren die Buffalo Soldiers?

Am 28. Juli 1866 ordnete der Kongress die Armee nach dem Bürgerkrieg neu. Das Gesetz "to increase and fix the Military Peace Establishment of the United States" sah zehn Kavallerie- und 45 Infanterieregimenter vor. Von den vier neuen Kavallerieregimentern sollten zwei "composed of colored men" sein, also aus schwarzen Männern bestehen, von den acht neuen Infanterieregimentern vier.[1] Für jedes dieser Regimenter durfte der Präsident mit Zustimmung des Senats einen Kaplan ernennen, der die Mannschaften auch in den Grundlagen der englischen Schulbildung unterrichten sollte.[1] Die Armee stellte daraufhin die 9. und die 10. Kavallerie und die Infanterieregimenter 38 bis 41 auf. Die Mannschaften waren schwarz, die Offiziere fast alle weiß.[2, 3]

1869 verkleinerte der Kongress die Infanterie, und die vier schwarzen Infanterieregimenter wurden zu zweien zusammengelegt. Nach dem National Park Service (Seiten Regiments und Fort Davis) und dem Handbook of Texas gingen das 38. und das 41. Regiment in der 24. Infanterie auf, das 39. und das 40. in der 25. Infanterie; die Seite des Camp Nelson National Monument nennt die umgekehrte Zuordnung.[2, 3, 22, 4] Seitdem gab es vier schwarze Regimenter: die 9. und 10. Kavallerie und die 24. und 25. Infanterie.[2, 10]

Viele der ersten Rekruten hatten schon im Bürgerkrieg gekämpft. Für die Union dienten damals nach dem National Park Service am Presidio of San Francisco mehr als 180.000 schwarze Männer in Freiwilligenregimentern, nach der Seite des Camp Nelson National Monument über 210.000 Afroamerikaner in Heer und Marine.[10, 4] Die erste Generation der regulären Regimenter bestand aus Veteranen der United States Colored Troops, aus ehemals versklavten Männern und Freigelassenen aus dem ganzen Land.[4] Weil schwarze Männer nach dem Krieg kaum andere Chancen hatten, griffen nach dem National Park Service viele nach der Laufbahn in der Armee.[11] Das National Museum of American History beziffert die Zahl der 1866 und 1867 angeworbenen Männer auf etwa 6.000.[13]

Die 9. Kavallerie stellte die Armee 1866 in Louisiana auf, nach den National Archives in New Orleans, nach dem Handbook of Texas in Greenville; Kommandeur wurde Colonel Edward Hatch. Viele Offiziere weigerten sich, mit Schwarzen zu dienen, und die Offiziersstellen füllten sich nur langsam.[5, 6] Die 10. Kavallerie entstand zum größten Teil in Fort Leavenworth in Kansas unter Colonel Benjamin H. Grierson.[5, 7]

Woher kommt der Name Buffalo Soldiers?

Sicher belegt ist die Herkunft nicht. Die Quellen nennen verschiedene Völker, Jahre und Gründe.[10, 11, 12]

Den frühesten Beleg, den der National Park Service nennt, schrieb Frances M. A. Roe, die Frau eines Offiziers. Über die 10. Kavallerie berichtete sie, "die Indianer" nennten die schwarzen Soldaten "buffalo soldiers", weil ihr krauses Haar dem verfilzten Fell zwischen den Hörnern eines Bisons gleiche. Der Park datiert den Brief auf 1873 und schreibt, er sei an eine bekannte Zeitschrift gegangen.[10] In Roes Buch "Army Letters from an Officer's Wife" steht die Stelle in einem Brief aus Camp Supply im Indianer-Territorium vom Juni 1872, im selben Absatz mit abwertenden Vergleichen über die Soldaten.[9]

Nach den National Archives führte Grierson, Kommandeur der 10. Kavallerie von 1867 bis 1890, den Namen auf einen Feldzug gegen die Comanche im Indianer-Territorium 1871 zurück: Die Comanche hätten das unermüdliche Marschieren und Spurenlesen der Soldaten geachtet.[5] Das Handbook of Texas nennt Krieger der Cheyenne, die der 10. Kavallerie schon in den Kämpfen in Kansas den Namen gegeben hätten.[7] Am Fort Larned National Historic Site schreibt der Parkdienst, viele Historiker hielten Cheyenne, Kiowa und Arapaho für die Urheber, andere führten den Namen auf die Zähigkeit der Soldaten im Kampf zurück.[11] Nach dem Fort Davis National Historic Site kam die Bezeichnung Anfang der 1870er Jahre für die schwarzen Kavalleristen auf.[3] Der Cheyenne Transporter, eine Zeitung aus Darlington im Indianer-Territorium, schrieb am 11. Januar 1883, die Cheyenne nennten die schwarzen Soldaten Buffalo Soldiers.[4]

Ob der Name ein Ehrentitel war, ist ebenso offen. Der National Park Service am Presidio schreibt, der Bison sei bei den Anführern der Nationen hoch geachtet gewesen, ein Vergleich mit ihm also ein großes Lob. Die Soldaten selbst hätten den Namen selten gebraucht, ihn aber als Kompliment angenommen.[10] Das National Museum of African American History and Culture nennt beide gängigen Erklärungen, das Haar und die Kampfweise, "popular lore", also volkstümliche Überlieferung.[12] Der Historiker James N. Leiker zählt das heutige Bild der Buffalo Soldiers zu den romantisierten Mythen über die Armee im Westen.[14] Die 10. Kavallerie nahm später den Bison in ihr Wappen auf, und im Ersten Weltkrieg trug die schwarze 92. Infanteriedivision einen Bison auf dem Ärmelabzeichen.[10, 12] Der Name gilt heute für alle schwarzen Mannschaftssoldaten der Armee aus der Zeit der Indianerkriege, nach der Seite des Camp Nelson National Monument von den 1870er bis zu den 1950er Jahren für alle Afroamerikaner in der Armee.[3, 4]

Was taten die Buffalo Soldiers an der Frontier?

Von 1866 bis Anfang der 1890er Jahre dienten die vier Regimenter nach dem Handbook of Texas in Texas, im Südwesten und in den Great Plains, oft in kleinen Abteilungen auf abgelegenen Posten. Sie verrichteten den Dienst im Fort, patrouillierten, bauten Straßen und begleiteten die Post.[8]

Im April 1867 erreichte die neu aufgestellte Kompanie A der 10. Kavallerie Fort Larned in Kansas, eine der ersten schwarzen Einheiten im Westen. Von ihren 98 Mann konnte nur einer lesen und schreiben. Sie sollte Reisende und Handel auf dem Santa Fe Trail schützen.[11] Bis August 1867 standen neun Kompanien der 10. Kavallerie an der Strecke der Kansas Pacific Railroad, die damals durch Kansas gebaut wurde.[7] In Texas besetzten am 1. Juli 1867 vier Kompanien der 9. Kavallerie unter Lieutenant Colonel Wesley Merritt wieder Fort Davis, das seit 1862 verlassen war.[3]

Die 9. Kavallerie sicherte in Westtexas die Straße von San Antonio nach El Paso.[6] Soldaten der 25. Infanterie bauten von Fort Davis aus Straßen durch den Wild Rose Pass und den Musquiz Canyon und zogen eine 91,5 Meilen lange Telegrafenleitung bis Eagle Springs.[3] Ab April 1875 war die 10. Kavallerie in Fort Concho stationiert. Von dort und von weiteren Forts aus erkundete und kartierte sie nach dem Handbook of Texas Tausende Quadratmeilen in Westtexas; Griersons Berichte verzeichneten Wasserstellen, Böden und Pflanzen, und ihre Anwesenheit machte neue Straßen und Hunderte Meilen Telegrafenleitung möglich (Telegraf im Wilden Westen).[7] Gegen die Kälte reichten die Wintersachen der Armee oft nicht. Viele Soldaten besorgten sich deshalb nach dem National Museum of African American History and Culture selbst Mäntel aus Bisonfell; die Armee kaufte solche Mäntel ab 1869, führte sie aber nie offiziell ein.[12]

Der Zeichner Frederic Remington begleitete eine Streife der 10. Kavallerie von Fort Grant in Arizona und veröffentlichte den Bericht im April 1889 im Century Magazine. Er lobt darin die Tapferkeit der Soldaten, schreibt aber auch verallgemeinernd über "the negro".[25] Nach dem Militärhistoriker John Langellier schuf Remington von 1886 bis 1897 mindestens 50 Werke mit schwarzen Soldaten.[26]

Leicht verschneite Prärie im grauen Winterlicht, aus dem Schnee ragt goldenes Gras, dahinter eine weite Ebene
Mantel aus Bisonfell: Gegen die Winterkälte trugen viele Soldaten solche Mäntel. Bild: KI-generiert

Gegen welche Nationen kämpften die Buffalo Soldiers?

Nach dem Handbook of Texas nahmen die Buffalo Soldiers an den meisten großen Feldzügen dieser Zeit teil, gegen Cheyenne, Kiowa, Comanche, Apachen, Arapaho und Nationen, die das Handbook unter dem Sammelnamen Sioux nennt.[8] Die National Archives nennen für die 10. Kavallerie von 1867 bis 1886 Feldzüge gegen Cheyenne, Kiowa, Comanche und Apachen in Kansas, New Mexico, Arizona und dem Indianer-Territorium.[5] Diese Kriege dienten nach dem National Museum of African American History and Culture dazu, den Nationen den Südwesten und die Great Plains zu nehmen (Überblick: Die Indianerkriege).[12]

Kansas und das Indianer-Territorium

Die 10. Kavallerie gehörte zum Winterfeldzug von General Philip H. Sheridan 1868 bis 1869, der die Nationen der südlichen Plains in die Reservate im Indianer-Territorium trieb. Danach sollte sie die Kiowa, Kiowa-Apache und Comanche auf ihrem Reservat bewachen und baute dafür den Posten, der zuerst Camp Wichita und dann Fort Sill hieß.[7] Im Red-River-Krieg 1874 durchstreiften die 10. Kavallerie und ein Bataillon der 9. Kavallerie nach dem Handbook in fünf Monaten mehr Meilen, zerstörten mehr Behausungen und Besitz und nahmen mehr Menschen gefangen als jedes andere Regiment.[7] Ein Bataillon der 9. Kavallerie bildete den Kern der Kolonne von Lieutenant Colonel George P. Buell, die von Fort Griffin aus drei Monate lang Kiowa, Comanche, Southern Cheyenne und Arapaho verfolgte.[6] Für Comanche, Kiowa und Southern Cheyenne endete der Krieg nach dem Handbook mit der Unterwerfung: Ohne Pferde und Vorräte kehrten die Krieger nach und nach in die Reservate zurück, als Letzte die Quahadi-Comanche unter Quanah Parker am 2. Juni 1875 in Fort Sill.[23]

Die Ute 1879

1879 rief der Indianeragent Nathan Meeker an der White River Agency in Colorado die Armee zu Hilfe, um seine Autorität durchzusetzen. Die Ute verstanden den Anmarsch der Soldaten als Kriegserklärung; Kämpfer unter Nicaagat, nach dem Museum auch Ute Jack genannt, hielten die Truppe am Milk River unter Beschuss. Die Kompanie D der 9. Kavallerie eilte zur Hilfe, und der 29 Jahre alte Private Henry Johnson bekam die Medal of Honor, weil er unter Feuer Wasser zu den Verwundeten brachte. Danach zogen sich die Ute zurück.[12] Clifford Duncan nennt dagegen Nicaaqat, Colorow und Jack nebeneinander als Anführer der Kämpfer (mehr auf der Seite Ute).[27] David Penney vom National Museum of the American Indian nennt die Rolle der Buffalo Soldiers dabei klein und auf ironische Weise heldenhaft. Am Ende stand der Ute Removal Act von 1880, nach dem die Ute fast ihr ganzes Land in Colorado abgeben mussten.[12]

Victorio und die Apachen

Victorio, ein Anführer der östlichen Chiricahua (Warm Springs oder Mimbreño), verließ nach dem Handbook of Texas mit mehreren hundert Menschen das Reservat San Carlos in Arizona, auf das die Regierung seine Gruppe 1877 gebracht hatte; das Handbook nennt die Verhältnisse dort entsetzlich. Die Seite des Fort Davis National Historic Site spricht von einem Reservat in New Mexico.[15, 3] In Texas verfolgten ihn die 9. Kavallerie unter Hatch und die 10. Kavallerie unter Grierson. Grierson marschierte bei einem ersten Zug 1.500 Meilen und stellte Victorio im August 1880 bei Rattlesnake Springs in einem dreistündigen Gefecht, danach zog sich Victorio nach Mexiko zurück.[15] Dort umzingelten Freiwillige der Miliz von Chihuahua unter Joaquín Terrazas am 15. Oktober 1880 bei Tres Castillos (im Handbook Tres Castillas) seine Gruppe. Das Handbook spricht von einem Massaker an Victorio und seinen Kriegern; nach seiner Darstellung überlebten nur Frauen und Kinder, die jahrelang Gefangene in Chihuahua blieben.[15] Auch Abteilungen der 24. Infanterie kämpften gegen Victorio.[22] Nach dem Handbook nahm im September 1886 eine Abteilung der 10. Kavallerie in Arizona Mangus gefangen, den es den letzten kämpfenden Anführer der Apachen dort nennt. Die Fort Sill Apache Tribe schreibt dagegen, Carl Mangus habe sich im Oktober 1886 mit seiner sehr kleinen Gruppe gestellt (mehr auf der Seite Die Apachenkriege).[7, 24]

Die letzten Jahre der Indianerkriege

Anfang der 1880er Jahre musste die 9. Kavallerie im Indianer-Territorium die sogenannten Boomer zurückdrängen, die dort eindrangen; wie das Land später geöffnet wurde, zeigt die Seite Oklahoma Land Run.[6] Die 25. Infanterie stand in Dakota und Montana und sollte nach dem National Museum of African American History and Culture weiße Rancher vertreiben, die verbotenerweise Waren an Indigene verkauften.[12] Nach dem Massaker von Wounded Knee am 29. Dezember 1890 wurde ein Bataillon der 9. Kavallerie nach dem Handbook of Texas gegen Gruppen eingesetzt, die es Sioux nennt.[6, 13]

Medal of Honor

Die Zahlen weichen ab. Das Handbook of Texas nennt für die Indianerkriege 13 Mannschaftssoldaten der vier Regimenter und sechs ihrer Offiziere, dazu fünf Soldaten im Spanisch-Amerikanischen Krieg.[8] David Penney nennt 18 afroamerikanische Buffalo Soldiers, die von 1870 bis 1890 im Kampf gegen indigene Krieger die Medaille erhielten.[12] Die erste der 9. Kavallerie bekam im Frühjahr 1870 Sergeant Emanuel Stance für fünf Gefechte mit Kriegern, die in Texas Überfälle verübten.[6] Nach dem Handbook erhielten außerdem vier Black Seminole Scouts die Medaille, die nicht zu den vier Regimentern gehörten: John Ward, Isaac Payne, Pompey Factor und Adam Payne. Ob Penneys Zahl sie einschließt, sagt sein Beitrag nicht. Sie stammten aus Gemeinschaften geflohener Versklavter, die bei den Seminolen in Florida Schutz gefunden hatten, und dienten ab 1870 als Kundschafter der Armee in Texas (Scout).[16]

Wie beurteilen indigene Stimmen die Buffalo Soldiers?

Eine Stellungnahme einer der betroffenen Nationen zu den Buffalo Soldiers liegt dieser Seite nicht vor. David Penney vom National Museum of the American Indian ehrt die Soldaten und fragt zugleich nach dem Zweck der Kriege.[12]

Wir ehren diese Krieger, aber was ist mit den Kriegen?

David Penney, National Museum of the American Indian, Beitrag im Online-Artikel "Buffalo Soldiers" des National Museum of African American History and Culture Übersetzung der Redaktion[12]

Die afroamerikanischen Soldaten setzten nach dem National Museum of African American History and Culture auf den Militärdienst, um gleiche Bürgerrechte zu erreichen, und taten das paradoxerweise in Kriegen, die den Nationen ihr Land nehmen sollten.[12] James N. Leiker beschreibt die Ironie, dass schwarze Männer, selbst Opfer weißer Vorurteile, freiwillig halfen, indigene Völker für die Ausbreitung der Weißen zu unterwerfen. Aus indigener Sicht, schreibt er, sei es nicht gerechter, die schwarzen Regimenter zu verherrlichen, um ihre lange Vernachlässigung wiedergutzumachen, als die weißen Mythen, die sie ausgelassen hatten. Als der Postminister 1994 eine Briefmarke für die Buffalo Soldiers ankündigte, verlangten Vertreter des American Indian Movement, sie zurückzuziehen und sich öffentlich zu entschuldigen.[14] Die Ute leben heute in drei bundesrechtlich anerkannten Nationen mit Reservaten in Utah, im Süden Colorados und im Norden New Mexicos und verfolgen ihre souveränen Rechte und den Schutz ihres Landes vor Parlamenten und Gerichten.[12]

Wie erlebten die Buffalo Soldiers Rassismus?

Nach dem Handbook of Texas mussten die Soldaten Vorurteile in der Armee und in den Orten an der Frontier überwinden.[8] Leiker schreibt, sie hätten ständig Rassismus und Diskriminierung durch Zivilisten erlebt und sogar durch einige ihrer eigenen weißen Offiziere; seine Studie behandelt die Gewalt zwischen Soldaten und Bürgern in Fort Hays in Kansas von 1867 bis 1869.[14] In Texas hielten viele Bürger und ihre Abgeordneten Grierson, seine Offiziere und seine Männer für feige Versager, weil das Regiment die Überfälle von Kiowa und Comanche aus dem Reservat bei Fort Sill nicht verhinderte. Dabei durfte die Truppe auf dem Reservat nur eingreifen, wenn der Indianeragent sie anforderte, und die Agenten, unter der Friedenspolitik von Präsident Ulysses S. Grant von den Quäkern vorgeschlagen, lehnten Gewalt ab. In Saint Angela, dem heutigen San Angelo, kam es 1878 und 1881 zu Zusammenstößen zwischen Soldaten und Bürgern.[7]

Um 1900 nahm der Rassismus nach dem Handbook zu. Die Soldaten wurden aus den rassengetrennten Orten nahe ihren Posten ausgesperrt, beschimpft, verprügelt, von Polizisten schikaniert und mehrmals aus dem Hinterhalt beschossen; manchmal wehrten sie sich mit Gewalt. Die 9. Kavallerie war 1899 an Unruhen in Rio Grande City beteiligt, und die 24. Infanterie 1917 am Aufstand von Houston.[8] In Brownsville töteten in der Nacht vom 13. auf den 14. August 1906 Schüsse den Barkeeper Frank Natus und verletzten den Polizisten M. Y. Dominguez. Bewohner wollten Soldaten der 25. Infanterie gesehen haben, und mehrere Untersuchungen setzten ihre Schuld voraus, ohne einzelne Täter zu nennen; eine Grand Jury erhob keine Anklage. Trotzdem entließ Präsident Theodore Roosevelt am 5. November 1906 alle 167 Mannschaftssoldaten der drei Kompanien ohne Ehren. 1972 gewährte die Regierung Nixon ihnen eine ehrenhafte Entlassung, ohne Nachzahlung; Dorsie Willis, der einzige Überlebende, erhielt eine Rente von 25.000 Dollar.[20]

Schwarze Offiziere

Nur drei schwarze Offiziere führten nach dem National Museum of African American History and Culture in diesen Regimentern, alle Absolventen von West Point: Henry O. Flipper, John Hanks Alexander und Charles Young.[12] Flipper, am 21. März 1856 in Thomasville in Georgia in Sklaverei geboren, schloss am 14. Juni 1877 als erster Schwarzer die Militärakademie ab und kam 1878 zur 10. Kavallerie. Er leitete in Fort Sill die Entwässerung von Malariateichen; Flipper's Ditch ist heute ein National Historic Landmark. 1880 kämpfte er gegen Victorio. In Fort Davis erhob Colonel William Rufus Shafter, seit 1881 Kommandeur des Forts, Anklage gegen ihn, weil Gelder des Postens fehlten. Ein Kriegsgericht sprach ihn davon frei, befand ihn aber eines Verhaltens schuldig, das eines Offiziers unwürdig sei; am 30. Juni 1882 wurde er entlassen. Flipper beteuerte bis zu seinem Tod 1940 seine Unschuld. 1976 wandelte die Armee die Entlassung in eine ehrenhafte um, am 19. Februar 1999 begnadigte ihn Präsident Bill Clinton.[17]

Charles Young, am 12. März 1864 in May's Lick in Kentucky als Kind versklavter Eltern geboren, war nach dem National Park Service der dritte Afroamerikaner mit Abschluss in West Point. Weil die Armee keinen schwarzen Offizier über weiße Soldaten stellen wollte, wartete sie nach seinem Abschluss 1889 drei Monate, bevor sie ihn zur 9. Kavallerie nach Fort Robinson in Nebraska schickte.[18] Als er 1922 starb, war er der ranghöchste schwarze Offizier der Armee.[4]

Gab es Frauen unter den Buffalo Soldiers?

Eine ist bekannt. Cathay Williams wurde nach dem Text des National Park Service 1844 in Independence in Missouri als Tochter einer versklavten Mutter und eines freien Vaters geboren (die Kurzangaben derselben Seite nennen September 1842) und arbeitete im Bürgerkrieg als Köchin und Wäscherin für Truppen der Union. Am 15. November 1866 schrieb sie sich als William Cathay für drei Jahre in die Armee ein; die flüchtige Untersuchung bei der Aufnahme verriet sie nicht. Sie kam zur 38. Infanterie und mit ihr nach New Mexico. Nach vielen Aufenthalten im Lazarett erkannte ein Militärarzt, dass sie eine Frau war, und am 14. Oktober 1868 wurde sie entlassen. Ihre Geschichte erschien am 2. Januar 1876 in der St. Louis Daily Times. Eine Invalidenrente, die sie um 1890 beantragte, bekam sie nicht. Nach dem National Park Service ist sie die einzige bekannte Frau unter den Buffalo Soldiers.[21]

Waren Buffalo Soldiers die ersten Parkranger?

Nach dem National Park Service gehörten Buffalo Soldiers zu den ersten Parkrangern in der Sierra Nevada.[10] Von 1891 bis 1913 verwaltete die Armee die Nationalparks Yosemite und Sequoia in Kalifornien. Im Winter lagen die Truppen im Presidio of San Francisco, im Sommer patrouillierten sie in der Sierra Nevada. Soldaten der 24. Infanterie und der 9. Kavallerie schützten beide Parks 1899, 1903 und 1904, nach dem National Park Service rund 500 Mann. Sie gingen gegen Wilderer, Holzdiebe und verbotene Weidetiere vor und löschten Waldbrände. 1903 bauten sie die erste befahrbare Straße in den Giant Forest und den ersten Weg auf den Gipfel des Mount Whitney, 1904 ein Arboretum im Yosemite-Park.[19] Charles Young leitete im Sommer 1903 als amtierender Superintendent den Sequoia-Nationalpark, nach dem National Park Service als erster Afroamerikaner an der Spitze eines Nationalparks.[18, 19]

Wiese im Yosemite-Tal mit goldenem Gras, hohen Kiefern und hellen Granitwänden im warmen Nachmittagslicht
Mammutbäume in der Sierra Nevada: 1903 und 1904 patrouillierten Buffalo Soldiers in Sequoia und Yosemite. Bild: KI-generiert

Was wurde aus den Buffalo Soldiers?

Nach dem Ende der Indianerkriege kämpften die Regimenter 1898 im Spanisch-Amerikanischen Krieg, die 9. und 10. Kavallerie nach den National Archives auch am San Juan Hill auf Kuba, danach auf den Philippinen und 1916 bei der Strafexpedition nach Mexiko.[5, 10] Mehr als 400 Buffalo Soldiers liegen auf dem Friedhof des Presidio of San Francisco begraben.[10] Nach Frankreich kam im Ersten Weltkrieg keines der vier Regimenter, sie gaben aber erfahrene Unteroffiziere an andere schwarze Einheiten ab. In den 1920er und 1930er Jahren setzte die Armee die Soldaten immer öfter als Arbeiter ein. Die 9. und 10. Kavallerie wurden im Zweiten Weltkrieg aufgelöst, die 25. Infanterie 1949. Die 24. Infanterie kämpfte noch zu Beginn des Koreakriegs und wurde 1951 aufgelöst, als letztes schwarzes Regiment mit Kampfeinsatz; ihre Soldaten kamen in gemischte Einheiten.[8]

Im 20. Jahrhundert übersahen Populärkultur und Fachhistoriker die Buffalo Soldiers nach Leiker lange.[14] Das Interesse wuchs nach dem Handbook of Texas in den 1960er Jahren, angeregt durch John Fords Film "Sergeant Rutledge" und die ersten Fachbücher; 1965 entstand eine Gruppe, die die 10. Kavallerie nachstellt.[8] Richtig bekannt machte sie nach Leiker 1992 ein Denkmal in Fort Leavenworth, an dem Colin Powell sichtbar beteiligt war.[14] Das Lied "Buffalo Soldier" von Bob Marley und der Fernsehfilm "Buffalo Soldiers" von 1997 mit Danny Glover trugen den Namen weiter.[12] An Charles Young erinnert das Charles Young Buffalo Soldiers National Monument in Ohio.[18]

Zeitleiste: Buffalo Soldiers

Zeitleiste: Buffalo Soldiers
  1. 28.07.1866Der Kongress schafft zwei schwarze Kavallerie- und vier schwarze Infanterieregimenter.[1]
  2. 15.11.1866Cathay Williams schreibt sich als William Cathay in die Armee ein.[21]
  3. April 1867Die Kompanie A der 10. Kavallerie erreicht Fort Larned in Kansas.[11]
  4. 01.07.1867Vier Kompanien der 9. Kavallerie besetzen wieder Fort Davis in Texas.[3]
  5. 14.10.1868Cathay Williams wird entlassen, nachdem ein Militärarzt erkannt hat, dass sie eine Frau ist.[21]
  6. 1869Die vier schwarzen Infanterieregimenter werden zur 24. und 25. Infanterie zusammengelegt.[2, 3]
  7. 1870Sergeant Emanuel Stance erhält als erster Soldat der 9. Kavallerie die Medal of Honor.[6]
  8. Juni 1872Frances Roe schreibt aus Camp Supply, die "Indianer" nennten die schwarzen Soldaten "buffalo soldiers".[9]
  9. 1874Die 10. Kavallerie und ein Bataillon der 9. Kavallerie kämpfen im Red-River-Krieg.[6, 7] Red-River-Krieg
  10. 14.06.1877Henry O. Flipper schließt als erster Schwarzer die Militärakademie West Point ab.[17]
  11. 1879Soldaten der 9. Kavallerie kämpfen am Milk River in Colorado gegen die Ute.[12] Ute
  12. August 1880Die 10. Kavallerie stellt Victorio bei Rattlesnake Springs in Texas.[15]
  13. 15.10.1880Milizen aus Chihuahua umzingeln Victorio bei Tres Castillos; er und seine Krieger werden getötet.[15] Apachenkriege
  14. 30.06.1882Henry O. Flipper wird nach einem Kriegsgerichtsurteil aus der Armee entlassen.[17]
  15. September 1886Nach dem Handbook of Texas nimmt eine Abteilung der 10. Kavallerie in Arizona Mangus gefangen; die Fort Sill Apache Tribe nennt Oktober 1886.[7, 24]
  16. 1889Charles Young schließt West Point ab und kommt zur 9. Kavallerie.[18]
  17. 1903Captain Charles Young leitet als amtierender Superintendent den Sequoia-Nationalpark.[18, 19]
  18. 05.11.1906Präsident Theodore Roosevelt entlässt nach der Schießerei in Brownsville 167 Soldaten der 25. Infanterie ohne Ehren.[20]
  19. 1951Die 24. Infanterie wird als letztes schwarzes Regiment mit Kampfeinsatz aufgelöst.[8]
  20. 1972Die Soldaten von Brownsville erhalten eine ehrenhafte Entlassung.[20]
  21. 19.02.1999Präsident Bill Clinton begnadigt Henry O. Flipper.[17]

Mythos und Wahrheit

Mehr zu den Buffalo Soldiers

Häufige Fragen

Warum heißen sie Buffalo Soldiers?

Sicher belegt ist das nicht. Zeitgenossen schrieben den Namen den Nationen der Plains zu: Frances Roe 1872 den "Indianern", die das krause Haar der Soldaten mit dem Fell eines Bisons verglichen hätten, Colonel Grierson laut National Archives den Comanche, die so ihre Ausdauer geachtet hätten. Das Smithsonian-Museum für afroamerikanische Geschichte (NMAAHC) spricht von volkstümlicher Überlieferung.

Welche Regimenter waren Buffalo Soldiers?

Das Gesetz vom 28. Juli 1866 schuf zwei schwarze Kavallerie- und vier schwarze Infanterieregimenter. Seit der Zusammenlegung 1869 waren es die 9. und 10. Kavallerie und die 24. und 25. Infanterie; die Offiziere waren fast alle weiß.

Gegen wen kämpften die Buffalo Soldiers?

Nach dem Handbook of Texas gegen Cheyenne, Kiowa, Comanche, Apachen, Arapaho und Nationen, die es Sioux nennt, etwa im Red-River-Krieg 1874 bis 1875 und gegen Victorio 1879 bis 1880. Die 9. Kavallerie kämpfte 1879 auch gegen die Ute in Colorado.

Wie viele Buffalo Soldiers bekamen die Medal of Honor?

Die Angaben weichen ab. Das Handbook of Texas nennt für die Indianerkriege 13 Mannschaftssoldaten der vier Regimenter und sechs Offiziere, das Smithsonian 18 afroamerikanische Soldaten von 1870 bis 1890. Vier Black Seminole Scouts, die nicht zu den Regimentern gehörten, erhielten sie nach dem Handbook ebenfalls; ob Penneys Zahl sie einschließt, ist offen.

Gab es eine Frau unter den Buffalo Soldiers?

Ja, Cathay Williams. Sie schrieb sich am 15. November 1866 als William Cathay in die 38. Infanterie ein, bis ein Militärarzt merkte, dass sie eine Frau war; am 14. Oktober 1868 wurde sie entlassen. Sie ist laut National Park Service die einzige bekannte Frau unter den Buffalo Soldiers.

Waren die Buffalo Soldiers Parkranger?

Sie gehörten nach dem National Park Service zu den ersten. Soldaten der 24. Infanterie und der 9. Kavallerie schützten 1899, 1903 und 1904 Yosemite und Sequoia, rund 500 Mann. Captain Charles Young leitete 1903 als amtierender Superintendent den Sequoia-Nationalpark.

Wann wurden die Buffalo-Soldiers-Regimenter aufgelöst?

Die 9. und 10. Kavallerie wurden im Zweiten Weltkrieg aufgelöst, die 25. Infanterie 1949. Die 24. Infanterie kämpfte noch im Koreakrieg und wurde 1951 als letztes schwarzes Regiment mit Kampfeinsatz aufgelöst.

Warum sind die Buffalo Soldiers umstritten?

Sie litten selbst unter Rassismus und halfen zugleich, den indigenen Nationen ihr Land zu nehmen. Als 1994 eine Briefmarke für sie angekündigt wurde, verlangten Vertreter des American Indian Movement nach James N. Leiker, sie zurückzuziehen und sich öffentlich zu entschuldigen.

Quellen

  1. Gesetz und Vertrag An Act to increase and fix the Military Peace Establishment of the United States, 28. Juli 1866, Kapitel 299, Abschnitte 3, 4 und 30 (14 Stat. 332 bis 338). Library of Congress, Statutes at Large, 39. Kongress, 1. Sitzung. Stand 1866. abgerufen am 25.10.2026
  2. Amtliche Stelle Regiments (Buffalo Soldiers). National Park Service. Stand Last updated 31.05.2018. abgerufen am 25.10.2026
  3. Amtliche Stelle Buffalo Soldiers. National Park Service, Fort Davis National Historic Site. Stand Last updated 30.10.2021. abgerufen am 25.10.2026
  4. Amtliche Stelle A Legacy of Service: USCT to Buffalo Soldiers. National Park Service, Camp Nelson National Monument. Stand Last updated 17.12.2022. abgerufen am 25.10.2026
  5. Archiv Walter Hill: Exploring the Life and History of the "Buffalo Soldiers" (The Record, März 1998). National Archives and Records Administration. Stand März 1998. abgerufen am 25.10.2026
  6. Nachschlagewerk William H. Leckie: Ninth United States Cavalry. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1995, überarbeitet 06.01.2021. abgerufen am 25.10.2026
  7. Nachschlagewerk William H. Leckie: Tenth United States Cavalry. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1995, überarbeitet 10.03.2021. abgerufen am 25.10.2026
  8. Nachschlagewerk Mark Odintz: Buffalo Soldiers. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1995, überarbeitet 30.08.2022. abgerufen am 25.10.2026
  9. Primärquelle Frances M. A. Roe: Army Letters from an Officer's Wife, 1871 bis 1888, Brief aus Camp Supply, Indianer-Territorium, Juni 1872. Ausgabe Project Gutenberg, eBook 6823. Stand 1872 (Gutenberg-Ausgabe 2004, aktualisiert 2009). abgerufen am 25.10.2026
  10. Amtliche Stelle The Buffalo Soldiers. National Park Service, Presidio of San Francisco. Stand Last updated 09.02.2022. abgerufen am 25.10.2026
  11. Amtliche Stelle Buffalo Soldiers. National Park Service, Fort Larned National Historic Site. Stand Last updated 30.01.2020. abgerufen am 25.10.2026
  12. Museum Buffalo Soldiers (Beiträge von Krewasky A. Salter, Lonnie G. Bunch III, David Penney und Fath Davis Ruffins). Smithsonian, National Museum of African American History and Culture. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  13. Museum Buffalo Soldiers, Geronimo, and Wounded Knee (The Price of Freedom). Smithsonian, National Museum of American History. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  14. Fachaufsatz James N. Leiker: Black Soldiers at Fort Hays, Kansas, 1867 bis 1869: A Study in Civilian and Military Violence (Great Plains Quarterly, Bd. 17, Nr. 1, S. 3 bis 17). Center for Great Plains Studies, University of Nebraska-Lincoln. Stand Winter 1997. abgerufen am 25.10.2026
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  19. Amtliche Stelle Buffalo Soldiers. National Park Service, Yosemite National Park. Stand Last updated 23.09.2025. abgerufen am 25.10.2026
  20. Nachschlagewerk Garna L. Christian: Brownsville Raid of 1906. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1994, überarbeitet 30.09.2020. abgerufen am 25.10.2026
  21. Amtliche Stelle Cathay Williams. National Park Service. Stand Last updated 20.02.2025. abgerufen am 25.10.2026
  22. Nachschlagewerk Robert Wooster: Twenty-fourth United States Infantry. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1995, überarbeitet 10.03.2021. abgerufen am 25.10.2026
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  24. Tribal Nation Our Ancestors: Portraits of our Ancestors (Texte von Leland Michael Darrow, Historiker der Nation). Fort Sill Apache Tribe. Stand 17.12.2024. abgerufen am 25.10.2026
  25. Fachbuch Clifford Duncan: The Northern Utes of Utah (A History of Utah's American Indians, Kapitel 5). Utah Division of State History, History to Go. Stand 2000. abgerufen am 26.10.2026

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