PersonenPerson

Frederic Remington

Kurz erklärt Frederic Remington war ein Illustrator, Maler und Bildhauer aus dem Staat New York. Er kam am 4. Oktober 1861 in Canton zur Welt und starb am 26. Dezember 1909 in Ridgefield, Connecticut. Für Zeitschriften wie Harper's Weekly zeichnete er Cowboys, Soldaten und indigene Menschen, ab 1895 schuf er 22 Bronzen, als erste The Broncho Buster.

Weite Wüstenebene in Arizona mit trockenem Gras und Mesquitesträuchern, dahinter blaue Bergketten im späten Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Wer war Frederic Remington?

Frederic Remington war ein amerikanischer Illustrator, Maler und Bildhauer. Er kam am 4. Oktober 1861 in Canton im Staat New York zur Welt und starb am 26. Dezember 1909 in Ridgefield, Connecticut.[1, 4] Bekannt wurde er mit Bildern von Cowboys, Soldaten und indigenen Menschen im Westen der USA. Laut Remington Museum of Art schuf er mehr als 3.000 signierte Gemälde und Zeichnungen, die meisten davon Illustrationen, dazu 22 Bronzen.[1] Er schrieb auch Reportagen, Erzählungen und zwei Romane.[3]

Viele Menschen hielten ihn damals und halten ihn bis heute für einen Mann aus dem Westen, sogar für einen Soldaten oder Cowboy. Das Museum in Ogdensburg hält dagegen fest, dass er aus dem Osten stammte und sich für seine Motive so begeisterte wie sein Publikum.[1]

Kindheit in Canton und Ogdensburg

Seine Eltern waren Seth und Clara Sackrider Remington. Anfang der 1870er-Jahre zog die Familie in das nahe Ogdensburg am Sankt-Lorenz-Strom, wo der Vater Zolleinnehmer des Hafens wurde; das Metropolitan Museum nennt das Jahr 1872.[1, 3] Ab 1875 besuchte Frederic Schulen in Neuengland, nach dem Remington Museum of Art zuerst das Vermont Episcopal Institute in Burlington, nach dem Metropolitan Museum die Highland Military Academy in Worcester, Massachusetts.[1, 3, 6] Als Kadett schrieb er einem Brieffreund, Bilder von "Indians, cowboys, villains, and toughs" begeisterten ihn, am liebsten seien ihm aber Soldaten.[6]

Im September 1878 schrieb er sich an der Kunstschule der Yale University ein. Dort spielte er Football und lernte Zeichnen bei John Henry Niemeyer. Nach dem Tod seines Vaters 1880 verließ er Yale nach drei Semestern und arbeitete als Schreiber bei Behörden in Albany.[1, 3] Zusammen mit drei Monaten an der Art Students League in New York im Frühjahr 1886 blieb Yale seine einzige formale künstlerische Ausbildung.[3]

Erste Reisen in den Westen und eine Schaffarm in Kansas

Im Sommer 1881 reiste Remington zum ersten Mal in den Westen, ins Montana-Territorium.[1, 3] Am 25. Februar 1882 druckte Harper's Weekly seine erste Zeichnung, die Skizze eines Cowboys aus Wyoming, die Zeichner der Zeitschrift allerdings neu gezeichnet hatten.[1, 3] Im März 1883 kaufte er eine Schaffarm bei Peabody in Kansas, laut Metropolitan Museum einen Viertelanteil daran. 1884 zog er nach Kansas City und steckte sein Geld erst in eine Eisenwarenhandlung, dann in einen Saloon.[1, 3] Am 1. Oktober 1884 heiratete er in Gloversville, New York, Eva Caten. Geschäftlich hatte er in Kansas und Missouri wenig Erfolg; 1885 zog das Paar nach Brooklyn.[1, 3]

Illustrator für Harper's Weekly, Century und Collier's

Das erste Bild mit seiner eigenen Signatur erschien am 9. Januar 1886 in Harper's Weekly unter dem Titel "The Apache War: Indian Scouts on Geronimo's Trail", ein Motiv aus den Apachenkriegen und der Jagd auf Geronimo.[6] Im Juni 1886 reiste Remington nach Arizona, Mexiko und New Mexico, 1887 nach North Dakota, Montana, Wyoming und in den Westen Kanadas.[1] Zwischen 1885 und 1913 erschienen seine Zeichnungen in 41 Zeitschriften, darunter Century Magazine, Collier's und vor allem Harper's Weekly.[3] Er illustrierte Bücher von Henry Wadsworth Longfellow, Owen Wister, Francis Parkman und Theodore Roosevelt, mit dem er lange befreundet war; 1888 erschienen seine Bilder zu Roosevelts Artikelserie im Century, später als Buch "Ranch Life and the Hunting Trail".[1, 3]

Auf seinen Reisen sammelte er Material: Er zeichnete in Notizbüchern, kaufte Gegenstände für sein Atelier und fotografierte, nach dem Museum in Ogdensburg als Gedächtnisstütze für spätere Bilder.[1, 3] Die fertigen Bilder entstanden im Atelier, ab 1890 in New Rochelle bei New York.[1, 3] Als Maler stellte er ab 1887 in der National Academy of Design aus, 1888 gewann er dort die Hallgarten- und die Clark-Auszeichnung, 1889 eine Silbermedaille auf der Weltausstellung in Paris.[1, 3]

Verwitterter Koppelzaun aus rohen Stämmen mit einer zusammengerollten grauen Wolldecke über der obersten Stange vor einer niedrigen Lehmziegelmauer, dahinter Wüstenberge im Abendlicht
Lehmziegelmauer und Koppelzaun in Arizona. Remington besuchte dort 1886 und in den folgenden Jahren Armeeposten. Bild: KI-generiert

Remington und die Buffalo Soldiers

In Arizona lernte Remington 1886 die afroamerikanischen Soldaten der 10. Kavallerie kennen, die Buffalo Soldiers. Am 10. Juni 1886 notierte er in Tucson, er habe eine Abteilung der "10th Colored Cavalry" fotografiert. Der Leutnant Powhatan Clarke, Führer der Abteilung, wies den Ersten Sergeanten der Kompanie K, William H. Givens, an, Remington jeden Wunsch zu erfüllen; ein Soldat sattelte ihm ein Pferd mit voller Feldausrüstung, das Remington zeichnete.[6]

Im April 1889 veröffentlichte das Century Magazine seinen Bericht "A Scout with the Buffalo-Soldiers", Text und Bilder von ihm selbst. Er erzählt, wie er von Fort Grant aus mit einem befreundeten Leutnant, fünf Soldaten, zwei Packern und vier Maultieren zwei Wochen durch die Berge Richtung San Carlos ritt.[7] Der Text nennt kein Jahr, nur den Sommer; laut Chronik des Museums in Ogdensburg war Remington von Mai bis Juli 1888 in Arizona, Texas und New Mexico.[1, 7] Der Bericht lobt die Tapferkeit der Soldaten, nennt sie angenehme Kameraden und hebt hervor, dass sie auch müde und hungrig nicht klagten. Zugleich gibt er die Rede eines Soldaten in Lautschrift einer Mundart wieder und schreibt verallgemeinernd über "the negro", dessen "sometimes doubted self-reliance" die Taten der Soldaten bewiesen.[7] Die Streifen sollten nach dem Text Ausbrüchen der Apachen aus dem Reservat San Carlos vorbeugen und auf den "savage mind" heilsam wirken.[7]

Nach dem Militärhistoriker John Langellier schuf Remington von 1886 bis 1897 fast 2.300 Werke, 270 davon zur Armee an der Grenze und davon mindestens 50 mit schwarzen Soldaten. Vorher seien nur zwei bekannte Darstellungen afroamerikanischer Soldaten im Westen nach dem Bürgerkrieg veröffentlicht worden. Nach Langellier trugen Remingtons zahlreiche Bilder und seine wachsende Bekanntheit dazu bei, dass die Leser die Buffalo Soldiers wahrnahmen; vielleicht sei er der Vater ihrer heutigen Legende.[6]

Wie stellte Remington indigene Menschen dar?

Indigene Menschen gehörten neben Cowboys und Soldaten zu seinen Hauptmotiven.[4] Das Amon Carter Museum beschreibt seine Bilder als actionreiche, romantisierte Szenen des alten Westens, voller heroischer Männlichkeit und Gewalt an der Grenze; sie hätten Amerikanern, die Verstädterung, Industrialisierung und Einwanderung verunsicherten, eine beruhigende Erzählung geboten.[5]

Nach dem Massaker von Wounded Knee war Remington in South Dakota. Am 29. Dezember 1890 hatten Soldaten der US-Armee am Wounded Knee Creek im Reservat Pine Ridge auf indigene Menschen geschossen; die Library of Congress nennt eine Schätzung von etwa 200 Toten und merkt an, dass man das Ereignis anfangs umstritten eine "Schlacht" nannte.[9] Andere Quellen kommen auf mehr als 150 bis etwa 370 Tote; die Herkunft der Zahlen steht auf der Seite zum Massaker. Remington ritt nach seinem eigenen Bericht in die Pine Ridge Agency, als der Bestattungstrupp gerade zum Wounded Knee aufbrach. Er versäumte den Trupp, besuchte das Lager der 7. Kavallerie und schrieb die Erzählungen von Offizieren und verwundeten Soldaten auf. Den Ablauf selbst überließ er ausdrücklich den Tageszeitungen und sprach vom "Seventh Cavalry fight with Big Foot's band of Sioux".[8]

Im Oktober und November 1900 besuchte er zum ersten Mal Colorado. Zehn Tage lang malte er bei Ignacio, bei den Southern Ute, etwa ein Dutzend Landschaften und drei oder vier Porträts und kaufte Gegenstände für seine Ateliersammlung.[10] Am 4. November schrieb er seiner Frau, die Ute seien auf dem Weg zur Zivilisation schon zu weit, um noch unverwechselbar zu sein. Peter H. Hassrick folgert daraus in der Zeitschrift des Buffalo Bill Center of the West, dass Remingtons Bild vom indigenen Leben in der Vergangenheit lag und ihn die Lage der Menschen in seiner Gegenwart kaum interessierte.[10]

Ich werde nie wieder in den Westen kommen. Es sind nur noch Backsteinhäuser, Bowlerhüte und blaue Latzhosen. Das verdirbt meine frühen Illusionen, und die sind mein Kapital.

Frederic Remington in einem Brief nach Hause, 6. November 1900, zitiert von Peter H. Hassrick, Remington Among the Ute Indians, Points West, Sommer 2002 Übersetzung der Redaktion[10]

Über Remingtons Ansichten wird seit Jahrzehnten gestritten. Die Kuratorin Joan Carpenter Troccoli, früher Direktorin des Gilcrease Museum, erinnert an die Besprechung einer Remington-Ausstellung im Metropolitan Museum 1989 durch John Russell in der New York Times: Russell prangerte Remingtons Rassismus, seinen Antisemitismus und seine Vorurteile gegen alle Einwanderer außer denen aus Nordeuropa an.[11] Troccoli nennt diese Ansichten abscheulich, hält sie aber für verbreitet unter Amerikanern seiner Herkunft und Generation, Theodore Roosevelt eingeschlossen. Sie verweist auch auf Remingtons Gemälde The Stampede, in dessen Mitte ein schwarzer Cowboy eine Herde in Panik aufzuhalten versucht.[11]

Remington auf Kuba

Im Januar 1897 schickte die Zeitung New York Journal von William Randolph Hearst Remington und den Reporter Richard Harding Davis nach Kuba, um über den Aufstand gegen die spanische Kolonialherrschaft zu berichten. Vereinbart war ein Monat; Remington blieb nach dem Journalismusforscher W. Joseph Campbell etwa eine Woche, Davis etwa einen Monat.[12] Im Spanisch-Amerikanischen Krieg 1898 war Remington wieder auf Kuba, als Kriegsberichterstatter und Zeichner für das New York Journal.[3, 4]

Cowboys und Vaqueros

Für den Cowboy als Motiv begeisterte sich Remington nach dem Remington Museum of Art schon früh.[1] Als sein Freund Owen Wister 1895 in Harper's Monthly mit dem Aufsatz "The Evolution of the Cow-Puncher" den Cowboy auf angelsächsische Wurzeln zurückführte, hielt Remington ihm in einem Brief entgegen, die Überlieferung der Cowboys sei lateinischen Ursprungs und stamme von den Vaqueros in Mexiko und Texas.[14] 1889 und 1893 reiste er nach Mexiko und zeichnete und fotografierte dort wochenlang Vaqueros und ihre Pferde.[14]

Bronzen: The Broncho Buster und 21 weitere

Das Modellieren in Ton lernte Remington bei dem Bildhauer Frederick W. Ruckstull. Seine erste Bronze, The Broncho Buster, ein Cowboy auf einem bockenden Pferd, ließ er 1895 schützen; sie wurde sofort ein Erfolg.[1, 3] Bis zu seinem Tod modellierte er 22 verschiedene Bronzen, darunter The Rattlesnake und The Stampede.[1] Vom Broncho Buster allein entstanden laut Metropolitan Museum mehr als 275 genehmigte Güsse.[3]

Die ersten Güsse fertigte die Gießerei Henry-Bonnard im Sandgussverfahren. Ab 1900 ließ Remington bei den Roman Bronze Works in New York im Wachsausschmelzverfahren gießen, bald fast ausschließlich.[1, 3] Dabei entsteht nach einer Form des Tonmodells eine hohle Wachsfassung, die in eine feste Hülle eingebettet wird; im Ofen schmilzt das Wachs aus, und der Hohlraum wird mit flüssiger Bronze gefüllt; weil jeder Guss viel Handarbeit braucht, gleicht keine Bronze genau der anderen.[15] Remington arbeitete selten in großem Maßstab. Seine einzige erhaltene lebensgroße Plastik ist The Cowboy (1905 bis 1908) im Fairmount Park in Philadelphia, beauftragt am 16. März 1905.[1, 3] Die Corcoran Gallery of Art kaufte 1905 Bronzen von ihm, das Metropolitan Museum 1907.[3] Seine letzte Plastik, The Stampede, vollendete nach seinem Tod die Bildhauerin Sally James Farnham, ebenfalls aus Ogdensburg.[2]

Klumpen aus grauem Ton, ein Block braunes Wachs und zwei Modellierhölzer auf einem verwitterten Eichenstumpf im Freien im warmen Abendlicht
Werkzeug zum Modellieren in Ton und Wachs, wie es für Bronzen im Wachsausschmelzverfahren gebraucht wird Bild: KI-generiert

Späte Gemälde und Nachtbilder

Am liebsten wollte Remington als Maler anerkannt werden.[3] Im Mai 1903 schloss er mit der Zeitschrift Collier's einen Vertrag über vier Jahre, der laut Metropolitan Museum jeden Monat mindestens ein Gemälde als Doppelseite oder Titelbild vorsah.[1, 3] Nach 1900 malte er mit der Farbpalette der Impressionisten und lockererem Pinselstrich; in einer Reihe von Nachtbildern, den Nocturnes, ging es ihm mehr um Stimmung als um eine erzählte Szene.[3] Ab Dezember 1906 stellte er bei der Galerie Knoedler in New York aus; eine Ausstellung dort im Dezember 1909 lobten die Kritiker.[1]

Die Sommer verbrachte Remington ab 1900 auf Ingleneuk, einer kleinen Insel im Sankt-Lorenz-Strom.[1, 3] Im November 1908 kaufte Remington Land für Haus und Atelier in Ridgefield, Connecticut, und zog 1909 dorthin.[1, 3] Im Januar 1909 endete sein Vertrag mit Collier's.[1] Mehrere seiner bekanntesten Gemälde besitzt heute das Amon Carter Museum of American Art in Fort Worth, darunter A Dash for the Timber (1889), Coming Through the Rye und The Fall of the Cowboy.[3, 5]

Zeitleiste

Zeitleiste: Frederic Remington
  1. 04.10.1861Frederic Remington kommt in Canton im Staat New York zur Welt.[1]
  2. 1878Im September schreibt er sich an der Kunstschule der Yale University ein.[1, 3]
  3. 25.02.1882Harper's Weekly druckt seine erste Zeichnung, die Skizze eines Cowboys, neu gezeichnet von der Redaktion.[1, 3]
  4. 1883Im März kauft er eine Schaffarm bei Peabody in Kansas.[1]
  5. 01.10.1884Er heiratet in Gloversville, New York, Eva Caten.[1]
  6. 1886Reise nach Arizona, Mexiko und New Mexico; am 10. Juni fotografiert er in Tucson Soldaten der 10. Kavallerie.[1, 6]
  7. April 1889Das Century Magazine veröffentlicht seinen Bericht "A Scout with the Buffalo-Soldiers".[7]
  8. Januar 1891Er kommt nach eigenem Bericht in die Pine Ridge Agency, als der Bestattungstrupp zum Wounded Knee aufbricht.[8, 9] Massaker von Wounded Knee
  9. 1895Mit The Broncho Buster entsteht seine erste Bronze.[1, 3, 4]
  10. Januar 1897Für Hearsts New York Journal reist er mit Richard Harding Davis nach Kuba und bleibt etwa eine Woche.[12]
  11. 1898Im Spanisch-Amerikanischen Krieg berichtet er als Kriegsberichterstatter aus Kuba.[3, 4]
  12. 1900Er kauft die Insel Ingleneuk im Sankt-Lorenz-Strom; im Oktober und November malt er bei den Southern Ute in Ignacio, Colorado.[1, 3, 10]
  13. 26.12.1909Remington stirbt mit 48 Jahren in seinem Haus in Ridgefield, Connecticut.[1]

Was ist Legende, was ist belegt?

Theodore Roosevelt nannte Remington 1907 in Pearson's Magazine einen der typischsten amerikanischen Künstler, der eine verschwindende Lebensform festgehalten habe: den Soldaten, den Cowboy und Rancher, "the Indian", die Pferde und Rinder der Plains.[3] Nach dem Sid Richardson Museum in Fort Worth prägten seine Bilder später den Westernfilm. In John Fords Stummfilm Hell Bent von 1918 erwacht sein Gemälde A Misdeal, eine Kartenrunde in einem Saloon, zum Leben. Der Schauspieler Douglas Fairbanks sammelte Remingtons Bilder und stellte Szenen daraus in seinen Filmen nach. Bei den Dreharbeiten zu "She Wore a Yellow Ribbon" wollte Ford nach eigener Aussage Szenen so einfangen, wie Remington sie gezeichnet hätte.[13]

Wie starb Frederic Remington?

Remington starb am 26. Dezember 1909 in seinem Haus in Ridgefield an einer Bauchfellentzündung nach einer Notoperation am Blinddarm.[1] Wenige Tage zuvor hatte er in sein Tagebuch geschrieben, er habe Bauchschmerzen; es war eine Blinddarmentzündung. Er war 48 Jahre alt.[2, 3]

Seine Witwe Eva zog 1915 in das Parish Mansion in Ogdensburg, ein 1810 gebautes Haus, und lebte dort bis 1918 mit ihrer Schwester Emma. Auf Betreiben der beiden Schwestern entstand 1923 das Remington Art Memorial; aus ihren Nachlässen stammt der Grundstock mit Bronzen, Gemälden, Familienbesitz und dem Inhalt seines Ateliers. Heute heißt das Museum Remington Museum of Art; die Sammlung gehört der Stadtbibliothek von Ogdensburg und ist dem Museum als Dauerleihgabe überlassen.[2] Mit der Waffenfirma gleichen Namens hatte Remington nichts zu tun, obwohl er laut Museum ein Cousin von Eliphalet Remington war, dem Gründer der Remington Arms Company.[1]

Eine kleine bewaldete Felseninsel in einem breiten, ruhigen Strom mit einem hölzernen Steg und einem Ruderboot, Sommerabend mit weichem Licht
Insel im Sankt-Lorenz-Strom: Ab 1900 verbrachte Remington die Sommer auf Ingleneuk Bild: KI-generiert

Häufige Fragen

Wer war Frederic Remington?

Ein Illustrator, Maler, Bildhauer und Schriftsteller aus dem Staat New York, der von 1861 bis 1909 lebte. Seine Zeichnungen von Cowboys, Soldaten und indigenen Menschen erschienen in Zeitschriften wie Harper's Weekly und Century. Er reiste oft in den Westen, lebte aber im Osten.

Wie viele Bronzen hat Frederic Remington gemacht?

Er schuf 22 verschiedene Bronzen, beginnend 1895 mit The Broncho Buster. Von diesem Reiter auf einem bockenden Pferd entstanden laut Metropolitan Museum mehr als 275 genehmigte Güsse.

Was ist The Broncho Buster?

Remingtons erste Bronze, 1895 urheberrechtlich geschützt: ein Cowboy auf einem bockenden Pferd. Zuerst goss die Gießerei Henry-Bonnard sie im Sandgussverfahren, ab 1900 die Roman Bronze Works im Wachsausschmelzverfahren.

Woran starb Frederic Remington?

Er starb am 26. Dezember 1909 in seinem Haus in Ridgefield, Connecticut, an einer Bauchfellentzündung nach einer Notoperation am Blinddarm. Er war 48 Jahre alt.

War Frederic Remington ein Cowboy?

Nein. Laut Remington Museum of Art hielten ihn viele für einen Mann aus dem Westen, sogar für einen Soldaten oder Cowboy. Er stammte aber aus dem Osten und reiste als Zeichner und Reporter in den Westen.

Hat Frederic Remington mit der Waffenfirma Remington zu tun?

Nein. Das Remington Museum of Art nennt ihn einen Cousin von Eliphalet Remington, dem Gründer der Remington Arms Company; mit der Firma selbst hatte er nichts zu tun.

Wo kann man Bilder von Frederic Remington sehen?

Die größte Sammlung seiner Werke besitzt nach eigenen Angaben das Remington Museum of Art in Ogdensburg, New York. Bekannte Gemälde und das Archiv der Gießerei Roman Bronze Works liegen im Amon Carter Museum of American Art in Fort Worth, Texas.

Quellen

  1. Museum Frederic Remington. Remington Museum of Art, Ogdensburg. Stand 17.06.2026. abgerufen am 25.10.2026
  2. Museum Museum History. Remington Museum of Art, Ogdensburg. Stand 17.06.2026. abgerufen am 25.10.2026
  3. Museum Frederic Remington (1861 bis 1909), Heilbrunn Timeline of Art History (Thayer Tolles). The Metropolitan Museum of Art, New York. Stand Juni 2010. abgerufen am 25.10.2026
  4. Nachschlagewerk Frederic Remington (Naomi Blumberg). Encyclopaedia Britannica. Stand 22.12.2025. abgerufen am 25.10.2026
  5. Museum Frederic Remington (Künstlerseite). Amon Carter Museum of American Art, Fort Worth. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  6. Primärquelle Pony Tracks (Frederic Remington), Kapitel The Sioux Outbreak in South Dakota, Digitalisat Project Gutenberg Nr. 41011. Harper and Brothers, New York. Stand 1895. abgerufen am 25.10.2026
  7. Amtliche Stelle Wounded Knee Massacre: Topics in Chronicling America. Library of Congress, Research Guides. Stand 12.06.2025. abgerufen am 25.10.2026
  8. Museum Remington Among the Ute Indians (Peter H. Hassrick, zuerst in Points West, Sommer 2002). Buffalo Bill Center of the West, Cody. Stand 09.06.2016. abgerufen am 25.10.2026
  9. Museum From Our Community (Beitrag von Joan Carpenter Troccoli). Portland Museum of Art. Stand 30.10.2020. abgerufen am 25.10.2026
  10. Presse You Furnish the Legend, I'll Furnish the Quote (W. Joseph Campbell). American Journalism Review. Stand Dezember 2001. abgerufen am 25.10.2026
  11. Museum A Misdeal and the Movies: Frederic Remington, John Ford, and the Birth of the Cinematic West. Sid Richardson Museum, Fort Worth. Stand 13.10.2025. abgerufen am 25.10.2026
  12. Museum Viva el vaquero! (Blog). Sid Richardson Museum, Fort Worth. Stand 05.10.2017. abgerufen am 25.10.2026
  13. Museum The Lost Wax Casting Process. Remington Museum of Art, Ogdensburg. Stand 23.06.2026. abgerufen am 25.10.2026

Fehler entdeckt? Hinweis an die Redaktion. Jeder Hinweis wird an der Quelle geprüft.

Passt dazu

  • GeschichteBuffalo Soldiers

    Die Buffalo Soldiers waren die schwarzen Regimenter der US-Armee ab 1866.

  • Cowboys und AlltagCowboys

    Cowboys trieben von 1866 bis 1890 Millionen Rinder aus Texas nach Norden.

  • PersonenEdward S. Curtis

    Edward S. Curtis (1868 bis 1952) fotografierte für The North American Indian über 80 Völker.

  • PersonenGeorge Catlin

    George Catlin malte in den 1830er Jahren Hunderte Bildnisse von Menschen der Plains-Nationen.