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Edward S. Curtis
Kurz erklärt Edward S. Curtis war ein amerikanischer Fotograf aus Seattle, geboren 1868 in Wisconsin und gestorben am 19. Oktober 1952 in Los Angeles. Von 1907 bis 1930 erschien unter seinem Namen The North American Indian, 20 Bände mit Text und Fotogravüren über mehr als 80 indigene Völker im Westen Nordamerikas. Viele seiner Bilder sind gestellt oder retuschiert.

Wer war Edward S. Curtis?
Edward Sheriff Curtis war ein amerikanischer Fotograf. Er kam 1868 bei Whitewater in Wisconsin zur Welt, nach der Encyclopaedia Britannica am 16. Februar, nach der Library of Congress am 19. Februar, und starb am 19. Oktober 1952 in Los Angeles.[1, 7] Bekannt ist er für The North American Indian, ein Werk aus 20 Bänden mit Text und 20 Mappen mit großen Fotogravüren, erschienen von 1907 bis 1930.[7] Es behandelt mehr als 80 Völker im Westen Nordamerikas, von den Great Plains über den Südwesten und Kalifornien bis zur Nordwestküste und nach Alaska.[2, 7] Die Library of Congress nennt das Werk eine der bedeutendsten und zugleich umstrittensten Darstellungen traditioneller indigener Kultur.[2]
Jugend und Fotostudio in Seattle
Curtis wuchs in Minnesota auf, nahe Cordova, und zog 1887 mit seinem Vater in das Washington-Territorium an den Puget Sound.[3, 6] Seine erste Kamera baute er sich als Jugendlicher selbst.[1] In Seattle stieg er Anfang der 1890er-Jahre in ein Porträtstudio ein, laut Library of Congress 1891, und wurde bald alleiniger Inhaber.[1, 6] Er fotografierte Mount Rainier, die Stadt und zunehmend indigene Menschen der Gegend; 1897 berichtete er über die Not der Goldsucher am Klondike.[3]
1895 fotografierte er Angeline, die betagte Tochter von Sealth, nach dem die Stadt Seattle benannt ist; die Library of Congress nennt Sealth einen Anführer der Suquamish (mehr auf der Seite Chief Seattle).[1, 6] Curtis schrieb später, er habe ihr für jedes Bild einen Dollar bezahlt.[5] Bilder von indigenen Menschen der Gegend, darunter eines von Angeline beim Muschelgraben, gewannen bei Wettbewerben Preise.[3]
Harriman-Expedition und der Plan eines Großwerks
Auf dem Mount Rainier lernte Curtis 1898 Wissenschaftler kennen, darunter George Bird Grinnell, Herausgeber der Zeitschrift Forest and Stream, und C. Hart Merriam.[3, 6] 1899 war er offizieller Fotograf der Harriman-Expedition an die Küste Alaskas.[3, 6, 7] 1900 nahm ihn Grinnell zu den Piegan in Montana mit, um ihren Sonnentanz zu fotografieren.[3, 6] Aus dieser Reise entstand nach Mick Gidley, Literaturwissenschaftler an der University of Leeds, der Plan, die wichtigsten Völker westlich von Mississippi und Missouri in Wort und Bild festzuhalten, solange sie ihre Bräuche noch "to a considerable degree" (in erheblichem Maß) bewahrten.[3, 7]
Was ist The North American Indian?
1906 sagte der Bankier J. Pierpont Morgan zu, die Feldarbeit zu bezahlen; geplant waren fünf Jahre.[6] Mit seinem Geld entstand eine eigene Firma, The North American Indian, Inc.; Curtis musste die Bände herstellen und selbst verkaufen.[3, 7] Präsident Theodore Roosevelt schrieb das Vorwort zum ersten Band, der 1907 erschien.[6] 1912 waren erst acht Bände fertig. Morgan starb 1913, sein Sohn zahlte weiter. Mit dem Ersten Weltkrieg ließ das Interesse nach, und weitere Bände verzögerten sich um sechs Jahre.[6] Der letzte Band über Völker in Alaska kam 1930 heraus.[3, 6]
Curtis stand als Autor auf jedem Band, war aber nicht der einzige Urheber. Den größten Teil der Forschung und der Texte der Bände 1 bis 18 schrieb nach Britannica und Gidley der frühere Zeitungsmann William E. Myers, die letzten beiden Bände Stewart C. Eastwood; Herausgeber war Frederick Webb Hodge vom Bureau of American Ethnology.[3, 7] Indigene Mitarbeiter halfen als Übersetzer und Vermittler, darunter Alexander B. Upshaw, ein Crow, bei den Bänden über die nördlichen Plains und George Hunt an der Nordwestküste.[3, 7]
Je nach Zählung schwanken die Zahlen: Die Library of Congress spricht von mehr als 40.000 Fotos und mehr als 10.000 Tonaufnahmen von Sprache und Musik, die Curtis bei mehr als 80 Völkern machte.[1] In The North American Indian erschienen über 2.000 Fotogravüren, mehr als 1.500 in den Textbänden und über 700 in den Mappen; die Curtis Legacy Foundation zählt 2.234 Fotografien.[2, 8] Verkaufen wollte Curtis Abonnements für 500 Sätze. Nach der Library of Congress wurden nur 272 vollständige Sätze gedruckt, Gidley spricht von 227 verkauften Abonnements.[1, 3] Die gläsernen Negative lagen später fast vergessen im Keller der Morgan Library in New York und wurden im Zweiten Weltkrieg verstreut, viele zerstört, manche als Altware verkauft.[1]

Wie stark hat Curtis seine Fotos inszeniert?
Curtis wollte nach eigenen Worten von 1914 "the documentary picture of the people and their homeland" (das dokumentarische Bild der Menschen und ihrer Heimat) zeigen.[7] Viele Bilder zeigen aber Menschen, die für die Kamera Lebensweisen nachstellten, die es so nicht mehr gab; das schreibt Gidley in der Britannica.[7] Bei den Navajo gab Curtis selbst zu, dass nachgestellte Zeremonien den überlieferten Glauben beschädigten und Streit unter den Menschen auslösten.[7]
Gut belegt ist ein Eingriff in das Bild In a Piegan Lodge, das Little Plume und seinen Sohn Yellow Kidney im Zelt zeigt. Auf dem gläsernen Negativ stand zwischen den beiden Männern ein Kasten, nach der Wisconsin Historical Society mit einer Uhr oder einem Metallgegenstand darin; die British Library spricht von einem Wecker. Für die Druckplatte wurde die Uhr wegretuschiert, nach der British Library von Curtis selbst.[9, 10]
Der Schriftsteller Gerald Vizenor, damals Professor an der University of California in Berkeley und Mitglied der White Earth Nation der Anishinaabe, beschreibt die Methode genauer. Curtis bezahlte Menschen dafür, zu posieren und Zeremonien nachzustellen, wählte Schmuck und Kleidung aus und entfernte Sonnenschirme, Hosenträger und Wagen aus seinen Bildern.[5, 13] Für einen Film über das Yebechai-Gebet der Navajo ließ er die Tänze nach Vizenor außerhalb ihrer Jahreszeit aufführen, und die Tänzer führten sie umgekehrt aus, um das Heilige zu schützen.[5] Vizenor nennt Curtis wegen weggenommener und eingefügter Einzelheiten und falscher Bildunterschriften einen Fälscher.[5]
Wie oft Curtis eigene Requisiten mitbrachte, ist umstritten. Den Vorwurf erhob zuerst Christopher Lyman 1982 in seinem Buch "The Vanishing Race and Other Illusions": Dasselbe Kriegshemd und dieselben Federhauben trügen auf den Bildern verschiedene Menschen. Herman Cohen Stuart hat 2025 im Blog der Curtis Legacy Foundation nachgezählt. Er fand 54 Fotos mit mehrfach getragener Kleidung, das sind 2,4 Prozent, und hält nur zwei Hemden und eine Federhaube auf 23 Fotos für wahrscheinliche Requisiten, rund 1 Prozent.[8]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Edward S. Curtis schleppte eine Kiste voller Kostüme und Federhauben zu den Reservaten und zog sie allen an.
Was belegt ist
Mehrfach getragene Kleidung zeigen nach einer Zählung von Herman Cohen Stuart im Blog der Curtis Legacy Foundation 54 von 2.234 Fotos, wahrscheinliche Requisiten nur 23. Belegt sind andere Eingriffe: bezahlte Posen, nachgestellte Zeremonien und Retuschen wie die entfernte Uhr in In a Piegan Lodge.[5, 8, 9]
Curtis und der Mythos vom verschwindenden Volk
Das Bild The Vanishing Race stellte Curtis an den Anfang seines Werks. Es entstand 1904 und zeigt eine Reihe von Navajo-Reitern, die in den Schatten einer Schlucht reiten; Curtis schrieb dazu, es stehe für den Weg eines Volkes "into the darkness of an unknown future" (in die Dunkelheit einer ungewissen Zukunft).[3, 5, 7] David R. M. Beck, damals Associate Professor für Native American Studies an der University of Montana, erklärt, wie verbreitet die Vorstellung vom "vanishing race" damals war: Wildwest-Shows, Weltausstellungen, Kunst und Wissenschaft stellten indigene Völker als Teil der Vergangenheit dar, während die Regierung ihre Kulturen mit Zwang zu zerstören versuchte. Curtis habe mit seinen Bildern viel dazu beigetragen, dass dieser Mythos bis heute lebt.[4] Vizenor zählt auch Maler wie George Catlin zu denen, die dieses Bild vom tragisch verschwindenden Volk schufen.[5]
Curtis selbst schwankte. In Scribner's Magazine verglich er das Verhältnis zwischen den indigenen Völkern und den übrigen Amerikanern mit dem zwischen Kind und Eltern und warf den Eltern vor, ihre Pflicht verletzt zu haben; die Methode dieser Ausrottung sei kaum zu rechtfertigen.[5] Über die Kwakiutl schrieb er, "no single noble trait" (kein einziger edler Zug) rette ihren Charakter. In späteren Jahren reagierte er nach Gidley mit heftigem Zorn auf die Politik der Regierung, etwa im Vorwort zu Band 13 von 1924.[3] Die Britannica hält fest, dass seine Darstellung nicht als "wahr" gelten kann: Sie zeigt die Völker als geschwächt und unfähig zum Wandel und war von den Ansichten der weißen Mehrheit geprägt.[7]
Der Film In the Land of the Head Hunters
1913 drehte Curtis an der Küste von British Columbia einen Spielfilm mit Laiendarstellern der Kwakwaka'wakw, die auch Kwakiutl genannt werden (mehr auf der Seite Kwakiutl).[11, 12, 14] Laut Rutgers University war In the Land of the Head Hunters der erste abendfüllende Film, in dem nur indigene Menschen Nordamerikas spielten. Er hatte im Dezember 1914 Premieren in New York und Seattle, mit einer Orchestermusik von John J. Braham.[12] Die Kritik lobte ihn, an der Kasse fiel er durch; das Publikum hatte Tipis und Pferde erwartet, nicht die Masken und Tänze der Nordwestküste.[11, 12]
Auch hier inszenierte Curtis. Er bezahlte Handwerker der Kwakwaka'wakw für Masken und Kostüme und ließ Darsteller, die ihr Haar kurz trugen, Perücken aufsetzen.[11] Kopfjagd, Zauberei und der Umgang mit menschlichen Überresten gehörten nach der Rutgers University zu einer lange vergangenen Zeit, und den Walfang übernahm er von Nachbarvölkern, samt einem gemieteten Wal.[12] Gidley spricht von einer erfundenen Waljagd, die dem Film Spannung wie in einem Western geben sollte.[3] Zugleich zeigt der Film Zeremonien, die in Kanada unter dem Potlatch-Verbot standen, nach der Rutgers University von 1884 bis 1951, nach dem U'mista Cultural Centre von 1885 bis 1951.[12, 14] Nach der Rutgers University half der Film den Kwakwaka'wakw zum Teil, dieses Verbot zu umgehen und Tänze weiterzugeben, die bestimmten Familien als Erbe gehören.[12]
1947 kam eine beschädigte Kopie ins Field Museum in Chicago; Bill Holm und George Quimby schnitten sie neu und brachten sie 1973 als In the Land of the War Canoes heraus, mit einer neuen Tonspur, die Kwakwaka'wakw aufnahmen.[12] Aaron Glass und Brad Evans setzten den Film später aus Rollen in einem halben Dutzend Archiven und der wiedergefundenen Originalmusik neu zusammen; 2008 lief er in der National Gallery of Art in Washington.[11]

Wie sehen indigene Menschen Curtis heute?
Ohne die Mitarbeit vieler Gemeinschaften hätte es das Werk nicht gegeben, schreibt Gidley; einige indigene Stimmen sähen in den Bildern bis heute einen Wert.[3] Vizenor beobachtet, dass Nachfahren Bilder von Curtis vielleicht häufiger wählen als die jedes anderen Fotografen. Er führt das auf die ästhetische Wirkung der Bilder zurück und erwägt, ob es ein Kult der Erinnerung ist.[5]
Bei den Kwakwaka'wakw dienten Ausschnitte des Films als Anschauung dafür, wie die Vorfahren tanzten und die großen Kanus paddelten. Viele Zeremonien aus dem Film werden bis heute aufgeführt.[11] Die restaurierte Fassung entstand mit Nachfahren der Darsteller, und Nachfahren tanzten bei den Vorführungen.[12]
Wir haben eine Tanzgruppe, deren Mitglieder alle auf die eine oder andere Weise mit den Darstellern von damals verwandt sind. Die Kultur ist sehr lebendig und wird stärker.
Unter seinen Porträts nennt die Britannica besonders das von Chief Joseph von den Nez Perce, der Curtis 1903 in seinem Studio besuchte.[6, 7]
Zeitleiste
- 1868Edward S. Curtis kommt bei Whitewater in Wisconsin zur Welt; die Angaben zum Tag schwanken zwischen dem 16. und dem 19. Februar.[1, 7]
- 1887Er zieht mit seinem Vater in das Washington-Territorium an den Puget Sound.[6]
- 1891Er steigt in Seattle in ein Fotostudio ein, das er bald allein führt.[1, 6]
- 1899Als offizieller Fotograf begleitet er die Harriman-Expedition an die Küste Alaskas.[6, 7]
- 1900Mit George Bird Grinnell reist er zu den Piegan in Montana.[3, 6]
- 1903Chief Joseph besucht sein Studio und lässt sich porträtieren.[6, 7] Chief Joseph
- 1906J. Pierpont Morgan sagt zu, die Feldarbeit für The North American Indian zu bezahlen.[6]
- 1907Der erste Band von The North American Indian erscheint mit einem Vorwort von Theodore Roosevelt.[6]
- Dezember 1914Premiere des Films In the Land of the Head Hunters mit Darstellern der Kwakwaka'wakw in New York und Seattle.[12] Kwakwaka'wakw (Kwakiutl)
- 1920Curtis zieht mit seinem Studio von Seattle nach Los Angeles und arbeitet auch für Hollywood.[6]
- 1930Der letzte der 20 Bände erscheint.[3, 6]
- 19.10.1952Edward S. Curtis stirbt in Los Angeles.[7]
Was ist Legende, was ist belegt?
Curtis erzählte später gern, er habe auf dem Mount Rainier eine Gruppe verirrter Wissenschaftler gerettet. Gidley hält es für wahrscheinlicher, dass die Rettung, wenn es eine war, auf einer von Curtis geleiteten Tour des Bergsteigerclubs Mazamas stattfand.[3] Auch das Bild vom Abenteurer, der mit Kamera und Revolver zu feindseligen Völkern zieht, stammt aus der Werbung für das Projekt; tatsächlich arbeitete ein wechselndes Team, das Morgans Geld bezahlte.[3]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Die Fotos von Curtis zeigen das Leben der Völker um 1900 so, wie es war.
Was belegt ist
Viele Bilder sind gestellt und retuschiert. Curtis bezahlte Menschen für Posen, ließ aufgegebene Lebensweisen nachstellen und entfernte Spuren der Gegenwart wie Wagen, Hosenträger oder eine Uhr. Library of Congress und Northwestern University zeigen sein Werk mit dem Hinweis, dass es die Haltungen seiner Zeit spiegelt.[2, 5, 7, 10]
Späte Jahre und Tod
Seine Frau Clara reichte 1916 die Scheidung ein, 1919 war sie rechtskräftig.[6] 1920 zog Curtis mit seiner Tochter Beth und dem Studio von Seattle nach Los Angeles. Dort finanzierte er die Feldarbeit mit Aufträgen als Standfotograf und Kameramann in Hollywood, nach Gidley auch für Tarzan-Filme und für Cecil B. DeMilles The Ten Commandments von 1923.[3, 6] Eine Reise nach Alaska 1927 schloss drei Jahrzehnte Feldarbeit ab.[6] Nach dem Abschluss 1930 gingen die Reste des Projekts 1935 an den Bostoner Antiquar Charles Lauriat; Curtis versuchte sich im Goldbergbau und in der Landwirtschaft, unter anderem auf einem kleinen Hof in Whittier.[3, 6]
Edward S. Curtis starb am 19. Oktober 1952 in Los Angeles.[7] Sein Werk war da fast vergessen; die Library of Congress spricht von einer Wiederentdeckung in den 1960er- und 1970er-Jahren.[1]

Häufige Fragen
Wer war Edward S. Curtis?
Ein Fotograf aus Seattle, der von 1868 bis 1952 lebte. Bekannt wurde er mit The North American Indian, 20 Bänden mit Text und Fotogravüren über indigene Völker im Westen Nordamerikas, erschienen von 1907 bis 1930.
Hat Edward S. Curtis seine Fotos gestellt?
Ja, viele. Er bezahlte Menschen dafür, für die Kamera zu posieren, ließ aufgegebene Lebensweisen nachstellen und entfernte Spuren der Gegenwart. Aus dem Bild In a Piegan Lodge retuschierte er eine Uhr heraus. Wie oft er eigene Requisiten mitbrachte, ist umstritten; eine Zählung von 2025 kommt auf rund 1 Prozent der Bilder.
Wie viele Fotos machte Edward S. Curtis?
Laut Library of Congress mehr als 40.000. In The North American Indian erschienen davon über 2.000 Fotogravüren; die Curtis Legacy Foundation zählt 2.234 Fotografien in den 20 Bänden.
Wer bezahlte The North American Indian?
Der Bankier J. Pierpont Morgan bezahlte ab 1906 die Feldarbeit, nach seinem Tod 1913 führte sein Sohn die Unterstützung fort. Die Bände wurden im Abonnement verkauft; die Library of Congress nennt 272 vollständig gedruckte Sätze, Mick Gidley 227 verkaufte Abonnements.
Was ist In the Land of the Head Hunters?
Ein Stummfilm von Edward S. Curtis von 1914, gedreht mit Laiendarstellern der Kwakwaka'wakw in British Columbia. Die Kritik lobte ihn, an der Kasse fiel er durch; 2008 lief er restauriert mit der Originalmusik in Washington.
Wie sehen indigene Menschen Curtis heute?
Unterschiedlich. Der Anishinaabe-Schriftsteller Gerald Vizenor nennt Curtis einen Fälscher, beobachtet aber, dass viele Nachfahren seine Bilder wählen. Bei den Kwakwaka'wakw dienten Teile seines Films als Anschauung dafür, wie die Vorfahren tanzten und paddelten.
Wann starb Edward S. Curtis?
Am 19. Oktober 1952 in Los Angeles. Sein Werk war da fast vergessen; die Library of Congress spricht von einer Wiederentdeckung in den 1960er- und 1970er-Jahren.
Quellen
- Amtliche Stelle Edward Curtis and the Background of the Collection (Curtis Collection). Library of Congress, Prints and Photographs Division. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Edward S. Curtis's The North American Indian (American Memory). Library of Congress und Northwestern University Library. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Edward S. Curtis (1868 bis 1952) and The North American Indian (Mick Gidley). Library of Congress und Northwestern University Library, American Memory. Stand Januar 2001. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz The Myth of the Vanishing Race (David R. M. Beck). Library of Congress und Northwestern University Library, American Memory. Stand Februar 2001. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Edward Curtis: Pictorialist and Ethnographic Adventurist (Gerald Vizenor). Library of Congress und Northwestern University Library, American Memory. Stand Oktober 2000. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Biographical Time Line for Edward S. Curtis. Library of Congress und Northwestern University Library, American Memory. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Edward S. Curtis (Mick Gidley). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Edward S. Curtis and the use of props in The North American Indian (Herman Cohen Stuart). Curtis Legacy Foundation. Stand 11.07.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Archiv In a Piegan lodge. Photographer: Curtis, Edward Sheriff (Signatur L.R.298.b.2, 6(188)). British Library, Archives and Manuscripts Catalogue. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Archiv In a Piegan Lodge (Bild W013C9K). Wisconsin Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Presse Around the Mall: Old Documentary on Western Tribes Restored (Andrew Curry). Smithsonian Magazine. Stand Dezember 2008. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Edward Curtis Meets the Kwakwaka'wakw: In the Land of the Head Hunters (About). Rutgers, The State University of New Jersey. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Biographical Information (Vizenor: A Wesleyan Reader's Companion). Wesleyan University. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Museum About Us. U'mista Cultural Society, U'mista Cultural Centre. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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