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Wann war der Wilde Westen?

Kurz erklärt Im engen Sinn meint der Wilde Westen die rund 25 Jahre vom Ende des Bürgerkriegs 1865 bis 1890, als die Volkszählung keine durchgehende Siedlungsgrenze mehr fand. Weit gefasst reicht er vom Louisiana Purchase 1803 bis 1912, als Arizona der letzte Bundesstaat des zusammenhängenden Kernlands wurde. Die Zeit der großen Viehtriebe und Cowboys lag zwischen 1866 und 1890.

Stacheldrahtzaun auf Holzpfosten zieht sich durch weites Grasland auf ferne Tafelberge zu, daneben ein verblassender Viehpfad im Abendlicht
Bild: KI-generiert

Von wann bis wann war der Wilde Westen?

Im engen Sinn umfasst der Wilde Westen die 25 Jahre von 1865 bis 1890. Gregory Lalire, Redakteur der Zeitschrift Wild West, nennt sie die Hochphase der Epoche, ungefähr vom Ende des Bürgerkriegs bis zu der Volkszählung, deren Daten nahelegten, die Frontier sei "geschlossen".[1] Frontier hieß in den USA der äußere Rand der Besiedlung (siehe Frontier).[15, 17] Dieselben Jahre stehen im Titel des Kapitels über die Indianerkriege in der Militärgeschichte der US Army: "Winning the West: The Army in the Indian Wars", 1865 bis 1890.[2]

Lalires Zeitschrift behandelt aber auch den "noch wilderen" Westen der frühen und mittleren Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts und die "immer noch wilden" Jahre nach 1890 bis ins frühe 20. Jahrhundert.[1] Als weiten Rahmen legt diese Seite die Zeit von 1803, dem Kauf des Louisiana-Gebiets, bis 1912 zugrunde, als New Mexico und Arizona als letzte Territorien des Kernlands Bundesstaaten wurden.[3, 4, 5] Dazwischen liegen die Expedition von Lewis und Clark und der Goldrausch in Kalifornien.[6, 7] Romane und Filme des Genres Western spielen laut Encyclopaedia Britannica meist zwischen den 1850er Jahren und dem Ende des 19. Jahrhunderts.[8] Im engen Sinn dauerte der Wilde Westen damit rund 25 Jahre, im weiten Sinn rund 110.[1, 3, 5]

Abgrenzungen des Wilden Westens im Überblick
AbgrenzungZeitraumJahreBeginn und Ende
Hochphase des Wilden Westens1865 bis 189025Ende des Bürgerkriegs bis zur Volkszählung von 1890[1]
Indianerkriege der US Army im Westen1865 bis 189025Ende des Bürgerkriegs bis Wounded Knee[2]
Viehtriebe und Cowboys1866 bis 189024große Triebe aus Texas bis zu Quarantäne, Stacheldraht und Bahn[9, 10]
Schauplatz der Western1850er Jahre bis Ende des 19. Jahrhundertsrund 50übliche Zeit, in der Romane und Filme spielen[8]
Weiter Rahmen dieser Seite1803 bis 1912109Louisiana Purchase bis Arizona als 48. Bundesstaat[3, 5]
  1. 1803
  2. 1803Louisiana Purchase
  3. 1848Goldfund in Kalifornien
  4. 1865Ende des Bürgerkriegs
  5. 1869Eisenbahn bis zum Pazifik
  6. 1890Volkszählung ohne Siedlungsgrenze
  7. 1893Turners Frontier-These
  8. 1912Arizona wird Bundesstaat
  9. 1912

Wann begann der Wilde Westen?

1803: Das Land westlich des Mississippi

Am 30. April 1803 kauften die USA von Frankreich 828.000 Quadratmeilen Land westlich des Mississippi für 15 Millionen Dollar und verdoppelten damit ihre Fläche (Louisiana Purchase).[3] Die National Archives weisen darauf hin, dass der Vertrag die Folgen für die Tausenden Menschen der indigenen Nationen in diesem Gebiet überging: Mit den neuen Territorien zogen Siedler aus dem Osten nach Westen, es folgten Konflikte, die Vertreibung in Reservate und der Verlust großer Teile ihres Landes.[3]

Von 1803 bis 1806 reiste das Corps of Discovery unter Meriwether Lewis und William Clark von Pittsburgh den Missouri hinauf und über die Rocky Mountains an den Pazifik und zurück. Es war auf gute Beziehungen zu mehr als 50 indigenen Nationen angewiesen, die Nahrung, Wissen und Hilfe teilten (Lewis-und-Clark-Expedition).[6]

1848: Gold und neues Land

Im Januar 1848 wurde in Kalifornien Gold gefunden. Im Februar desselben Jahres brachte der Vertrag von Guadalupe Hidalgo Kalifornien unter die Kontrolle der USA, 1850 wurde es der 31. Bundesstaat. Zehntausende "Forty-Niners" zogen über Land oder per Schiff zu den Goldfeldern (Kalifornischer Goldrausch).[7]

1865: Nach dem Bürgerkrieg

Für die enge Abgrenzung zählt das Ende des Bürgerkriegs 1865.[1] Laut Britannica wurde das Gebiet westlich des Mississippi erst danach wirklich für weiße Siedler geöffnet; die Nationen der Plains wurden in dieser Zeit nach und nach unterworfen und von Siedlern und US-Kavallerie um den größten Teil ihres Landes gebracht.[8] Zwei Gesetze für den Westen hatte der Kongress noch im Krieg beschlossen. Der Homestead Act vom 20. Mai 1862 beschleunigte laut National Archives die Besiedlung. Er versprach Familienoberhäuptern und Menschen ab 21 Jahren, die Bürger waren oder es werden wollten und nie gegen die USA gekämpft hatten, 160 Acres vermessenes Staatsland gegen eine geringe Gebühr und fünf Jahre Wohnsitz.[11] Der Pacific Railway Act vom 1. Juli 1862 förderte mit Land und Krediten eine Eisenbahn- und Telegrafenlinie vom Missouri an den Pazifik.[12]

Am 10. Mai 1869 wurde in Promontory in Utah der letzte Schienennagel der ersten transkontinentalen Eisenbahn eingeschlagen. Eine Reise, die vorher mehrere Monate dauerte, schrumpfte auf etwa eine Woche.[12]

Eisenbahngleis mit Holzschwellen und eine Reihe hölzerner Telegrafenmasten führen durch eine leere Hochebene auf niedrige Berge zu
Bahn und Telegraf: Das Gesetz von 1862 förderte beide, 1869 war die erste transkontinentale Strecke fertig. Bild: KI-generiert

Wann war die Zeit der Cowboys?

Die große Zeit der Viehtriebe dauerte nach dem Handbook of Texas von 1866 bis 1890, und auch der National Park Service datiert die wichtigsten Viehpfade auf diese Jahre.[9, 10] Nach dem Krieg gab es in Texas drei bis sechs Millionen Rinder, die dort wenig wert waren, im Norden aber 40 Dollar und mehr einbrachten. Im Frühjahr 1866 begannen die großen Triebe der Nachkriegszeit, allein in diesem Jahr mit mehr als 260.000 Tieren.[9]

Ab 1867 wurde Abilene in Kansas zum wichtigsten Markt mit Bahnanschluss. Der wichtigste Weg dorthin war der Chisholm Trail; bis 1873 zogen mehr als 1,5 Millionen texanische Rinder über ihn nach Abilene, Wichita und Ellsworth.[9] Eine Herde von bis zu 3.000 Tieren betreuten etwa elf Leute. Nach Schätzung des Handbook of Texas waren auf diesen Trieben rund zwei Drittel Weiße, die übrigen Schwarze, Hispanoamerikaner und Indigene.[9] Der National Park Service schreibt in der Einleitung eines Unterrichtsmaterials, jeder vierte Cowboy sei Afroamerikaner gewesen, und nennt dafür keine Herkunft; die Angabe gilt für Cowboys insgesamt, die Schätzung des Handbook für die Mannschaften der Vertragstriebe.[10] Ein junger Treiber verdiente 25 bis 40 Dollar im Monat.[9]

Das Ende kam in Schritten: 1885 sperrten sich Kansas und andere nördliche Staaten und Territorien ganz gegen Rinder aus Texas, die das Texasfieber einschleppen konnten. Den Western Trail versperrten inzwischen an vielen Stellen Stacheldrahtzäune, und die Züchter verschickten ihre Tiere immer öfter mit der Bahn.[9] Nach dem National Park Service hielten Rancher ihre Rinder in den 1890er Jahren zunehmend mit Stacheldraht zusammen und stellten weniger Cowboys ein. Neue Schlachthöfe machten die langen Triebe überflüssig, und die Arbeit der Cowboys wurde in Rodeos und Wildwest-Shows zur Vorführung.[10] Das Handbook of Texas datiert die Einzäunung der offenen Weide in Texas früher: Zaunschneider-Konflikte gab es schon in den frühen 1880er Jahren, und bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war der Übergang zur geschlossenen Weide so gut wie abgeschlossen.[25, 26]

Eine Herde Longhorn-Rinder zieht von hinten gesehen über weites Grasland, in der Ferne zwei Reiter als kleine Silhouetten im Staub der tief stehenden Sonne
Viehtrieb nach Norden: Die großen Triebe aus Texas dauerten von 1866 bis 1890. Bild: KI-generiert

Wann endete der Wilde Westen?

1890: Die Volkszählung findet keine Siedlungsgrenze mehr

Die Volkszählung von 1890 begann am 2. Juni, weil der 1. Juni ein Sonntag war.[13] Als unbesiedelt galt für das Zensusamt jedes Gebiet mit weniger als zwei Menschen je Quadratmeile, umgerechnet weniger als einem je Quadratkilometer. Nicht besteuerte Indigene ("Indians not taxed") zählte diese Statistik nicht mit.[14, 15] Auf dieser Grundlage zeichnete das Amt für jedes Jahrzehnt eine Siedlungsgrenze, die Frontier Line, in seine Karten; eine Kartenreihe des Census Bureau zeigt ihren Verlauf von 1790 bis 1890.[14, 15]

Nach der Zählung von 1890 erklärte der Leiter des Zensusamts, Robert P. Porter, dass sich diese Linie nicht mehr auf einer Karte ziehen ließ.[16] Das Bulletin, das Frederick Jackson Turner wenig später zitierte, sagt es so:[17]

Bis einschließlich 1880 hatte das Land eine Siedlungsgrenze, doch heute ist das unbesiedelte Gebiet von einzelnen Siedlungsinseln so durchbrochen, dass man kaum noch von einer Grenzlinie sprechen kann.

Bulletin des Superintendent of the Census zur Volkszählung von 1890, zitiert bei Frederick Jackson Turner, The Frontier in American History, New York 1920, S. 1 Übersetzung der Redaktion[17]

Deshalb, so das Bulletin weiter, habe die Frontier in den Berichten der Volkszählung keinen Platz mehr.[17] Gemeint war eine Linie auf der Statistikkarte. Dünn besiedeltes Land gab es weiter; es lag jetzt zwischen einzelnen Siedlungsinseln.[14, 17]

29. Dezember 1890: Wounded Knee

Den Höhepunkt der Indianerkriege sieht die Militärgeschichte der US Army in Custers Niederlage in der Schlacht am Little Bighorn 1876.[2, 22] Der National Park Service nennt den Sieg der Lakota und Cheyenne einen Sieg für den Moment: Die meisten Gruppen, die die Regierung zu "Feindseligen" (hostiles) erklärt hatte, ergaben sich binnen eines Jahres, und die USA nahmen den Lakota die Black Hills ohne Entschädigung.[22]

Am 29. Dezember 1890 schossen Soldaten der 7. Kavallerie am Wounded Knee Creek im Reservat Pine Ridge auf Lakota, die sie gerade entwaffneten. Vorausgegangen war die Unruhe der Behörden über die Geistertanzbewegung.[18, 19, 2] Die Zahl der Toten geben die Quellen verschieden an: Die Library of Congress nennt geschätzt 200 Tote, der National Park Service spricht von Hunderten getöteten Lakota, überwiegend unbewaffneten Männern, Frauen und Kindern, und die Militärgeschichte der US Army nennt mehr als 150 Tote auf indigener Seite und 25 tote Soldaten.[18, 19, 2] Die Army, die noch von einer Schlacht spricht, wertet das Massaker von Wounded Knee als letztes Ereignis der Indianerkriege, das noch als Krieg gelten könne; spätere Vorfälle ordnet sie als innere Unruhen ein.[2]

1893: Turners Frontier-These

Am 12. Juli 1893 trug der Historiker Frederick Jackson Turner auf der Tagung der American Historical Association in Chicago seinen Aufsatz "The Significance of the Frontier in American History" vor.[17] Zuerst gedruckt wurde er in den Proceedings der State Historical Society of Wisconsin vom 14. Dezember 1893, danach im Jahresbericht der American Historical Association für 1893.[17, 20] Turner nahm den Satz aus dem Bulletin der Volkszählung als Ausgangspunkt. Er sah darin das Ende einer großen historischen Bewegung, denn die amerikanische Geschichte sei bis dahin zum großen Teil die Geschichte der Besiedlung des Westens gewesen. Sein Aufsatz endet mit dem Satz, mit dem Verschwinden der Frontier sei die erste Periode der amerikanischen Geschichte abgeschlossen.[17]

Spätere Historikerinnen und Historiker widersprechen Turner. Die Gruppe, die Britannica als New Western Historians zusammenfasst, darunter Patricia Nelson Limerick, Richard White, William Cronon und Donald Worster, hält seinen Begriff der Frontier für ethnozentrisch: Er übergehe, dass das Land, in das die Siedler kamen, seit Jahrhunderten von indigenen Völkern bewohnt und verändert worden war.[21]

1912: Die letzten Territorien werden Bundesstaaten

Wer den Wilden Westen weit fasst, lässt ihn erst 1912 enden. Am 6. Januar 1912 wurde New Mexico der 47. Bundesstaat, nachdem Präsident William Taft das Gesetz unterzeichnet hatte. Am 14. Februar 1912 folgte Arizona als 48. und letzter Bundesstaat des zusammenhängenden Kernlands.[4, 5] Das Gebiet von New Mexico war 1848 mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo, der den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg beendete, an die USA gekommen (siehe Wo war der Wilde Westen?).[5]

Zeitleiste von 1803 bis 1912

Zeitleiste: Wann war der Wilde Westen?
  1. 1803Das Corps of Discovery unter Lewis und Clark bricht in Pittsburgh auf; die Reise an den Pazifik und zurück dauert bis 1806.[6] Lewis-und-Clark-Expedition
  2. 30.04.1803Die USA kaufen von Frankreich 828.000 Quadratmeilen Land westlich des Mississippi für 15 Millionen Dollar (Louisiana Purchase).[3] Louisiana Purchase
  3. Januar 1848Goldfund in Kalifornien; im Februar kommt Kalifornien mit dem Vertrag von Guadalupe Hidalgo unter die Kontrolle der USA.[7] Kalifornischer Goldrausch
  4. 20.05.1862Der Homestead Act verspricht Siedlern 160 Acres Staatsland nach fünf Jahren Wohnsitz.[11] Homestead Act
  5. 01.07.1862Der Pacific Railway Act fördert eine Eisenbahn- und Telegrafenlinie vom Missouri an den Pazifik.[12] Die erste transkontinentale Eisenbahn
  6. 1865Ende des Bürgerkriegs; mit diesem Jahr beginnt die enge Abgrenzung des Wilden Westens.[1] Der Bürgerkrieg im Westen
  7. 1866Im Frühjahr beginnen die großen Viehtriebe aus Texas, im ersten Jahr mit mehr als 260.000 Rindern.[9]
  8. 10.05.1869In Promontory in Utah wird der letzte Schienennagel der ersten transkontinentalen Eisenbahn eingeschlagen.[12] Die erste transkontinentale Eisenbahn
  9. 25.06.1876In der Schlacht am Little Bighorn siegen Lakota und Cheyenne über die 7. Kavallerie unter George Armstrong Custer.[22] Schlacht am Little Bighorn
  10. 1883In Omaha findet eine der ersten Vorstellungen von Buffalo Bill's Wild West statt.[23] Buffalo Bill
  11. 1885Kansas und andere nördliche Staaten sperren sich ganz gegen Rinder aus Texas; die Züchter verschicken ihre Tiere zunehmend mit der Bahn.[9]
  12. 02.06.1890Die Volkszählung von 1890 beginnt; danach findet das Zensusamt keine durchgehende Siedlungsgrenze mehr.[13, 16]
  13. 29.12.1890Massaker von Wounded Knee: Soldaten der 7. Kavallerie töten Lakota; die Library of Congress schätzt 200 Tote, die US Army nennt mehr als 150, der National Park Service spricht von Hunderten.[18, 19, 2] Massaker von Wounded Knee
  14. 12.07.1893Frederick Jackson Turner trägt in Chicago seine These vor, mit dem Ende der Frontier sei die erste Periode der amerikanischen Geschichte abgeschlossen.[17]
  15. 06.01.1912New Mexico wird der 47. Bundesstaat.[4, 5]
  16. 14.02.1912Arizona wird der 48. und letzte Bundesstaat des zusammenhängenden Kernlands.[4, 5]

Wann war die Western-Zeit?

Western spielen meist zwischen den 1850er Jahren und dem Ende des 19. Jahrhunderts, am beliebtesten waren sie aber später: Laut Britannica hatte die Gattung aus Romanen, Filmen, Hörspielen und Fernsehserien ihre größte Beliebtheit in den frühen und mittleren Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Die großen Kinowestern hatten ihre Blüte in den 1940er und 1950er Jahren, Westernserien im Fernsehen erreichten Ende der 1950er und in den 1960er Jahren ein großes Publikum.[8]

Das Bild vom Wilden Westen entstand schon, während Viehtriebe und Indianerkriege noch liefen. 1869 machte Ned Buntline William F. Cody in Groschenromanen und Zeitungsgeschichten als "Buffalo Bill" bekannt (Dime Novels).[23] 1883 fand in Omaha eine der ersten Vorstellungen von "Buffalo Bill's Wild West" statt. Die Show reiste danach 30 Jahre durch die USA und Europa, mit 600 Menschen und 500 Pferden (Buffalo Bill und seine Wild West Show).[23] Cody starb am 10. Januar 1917 in Denver; der El Paso Herald nannte ihn am 27. Januar 1917 den letzten Helden des "verschwundenen" Wilden Westens.[23]

In Deutschland erschien Karl Mays vierteiliger Roman "Winnetou" von 1893 bis 1910. Der erste Teil kam damit im selben Jahr heraus, in dem Turner in Chicago das Ende der Frontier beschrieb (Karl May).[24, 17]

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Häufige Fragen

Wann war der Wilde Westen?

Im engen Sinn zwischen 1865 und 1890: vom Ende des Bürgerkriegs bis zur Volkszählung von 1890, nach der sich keine durchgehende Siedlungsgrenze mehr ziehen ließ. Weit gefasst reicht die Zeit vom Louisiana Purchase 1803 bis 1912, als New Mexico und Arizona Bundesstaaten wurden.

Wann endete der Wilde Westen?

Für das Ende stehen mehrere Daten: die Volkszählung von 1890, nach der das Zensusamt keine Siedlungsgrenze mehr verzeichnete, das Massaker von Wounded Knee am 29. Dezember 1890 und der Vortrag von Frederick Jackson Turner 1893. Wer den Westen weit fasst, setzt das Ende 1912, als Arizona der 48. Bundesstaat wurde.

Wie lange dauerte der Wilde Westen?

Nach der engen Abgrenzung von 1865 bis 1890 rund 25 Jahre. Nach der weiten Abgrenzung von 1803 bis 1912 rund 110 Jahre.

Wann war die Zeit der Cowboys?

Die großen Viehtriebe aus Texas nach Norden liefen von 1866 bis 1890. Quarantänen gegen das Texasfieber, Stacheldraht und die Eisenbahn beendeten sie; in den 1890er Jahren brauchten die Rancher immer weniger Treiber. Mehr dazu auf der Seite Cowboys: Leben, Arbeit und Mythos.

Wann begann der Wilde Westen?

Je nach Abgrenzung 1803 mit dem Kauf des Louisiana-Gebiets westlich des Mississippi oder 1865 mit dem Ende des Bürgerkriegs, nach dem der Westen laut Encyclopaedia Britannica erst richtig für weiße Siedler geöffnet wurde. Dazwischen liegt 1848 der Goldfund in Kalifornien.

In welchem Jahrhundert war der Wilde Westen?

Im 19. Jahrhundert. Die weite Abgrenzung reicht bis 1912 ins 20. Jahrhundert hinein, als die letzten Territorien im Kernland der USA Bundesstaaten wurden.

Was bedeutet die Schließung der Frontier?

Frontier hieß der äußere Rand der Besiedlung. Nach der Volkszählung von 1890 stellte das Zensusamt fest, dass das unbesiedelte Land von so vielen Siedlungsinseln durchbrochen war, dass sich keine Grenzlinie mehr ziehen ließ, und führte die Frontier nicht mehr in seinen Berichten.

Wann war die Western-Zeit?

Westerngeschichten spielen meist zwischen den 1850er Jahren und dem Ende des 19. Jahrhunderts. Am beliebtesten war der Western als Gattung in den frühen und mittleren Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts, die großen Kinowestern hatten ihre Blüte in den 1940er und 1950er Jahren.

Quellen

  1. Presse Letter From Wild West, June 2013. HistoryNet (Wild West Magazine), Gregory Lalire. Stand 31.03.2013. abgerufen am 24.10.2026
  2. Amtliche Stelle American Military History, Kapitel 14: Winning the West. The Army in the Indian Wars, 1865 to 1890. U.S. Army Center of Military History, Army Historical Series. Stand Seite aktualisiert 27.04.2001. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Louisiana Purchase Treaty (1803), Milestone Documents. National Archives. Stand 10.05.2022. abgerufen am 24.10.2026
  4. Amtliche Stelle New Mexico and Arizona Statehood Anniversary (1912 bis 2012). National Archives, Center for Legislative Archives. Stand 17.08.2016. abgerufen am 24.10.2026
  5. Amtliche Stelle Territories to Statehood, the Southwest: Topics in Chronicling America. Library of Congress, Research Guides. Stand Last Updated 12.06.2025. abgerufen am 24.10.2026
  6. Amtliche Stelle Lewis and Clark National Historic Trail: History and Culture. National Park Service. Stand Last updated 22.01.2025. abgerufen am 24.10.2026
  7. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, California National Historic Trail. Stand Last updated 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
  8. Nachschlagewerk western (Gattung in Literatur, Film, Hörfunk und Fernsehen). Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand 17.10.2026. abgerufen am 24.10.2026
  9. Nachschlagewerk Cattle Trailing (Jimmy M. Skaggs). Texas State Historical Association, Handbook of Texas. Stand 1976, überarbeitet 07.10.2020. abgerufen am 24.10.2026
  10. Amtliche Stelle Engaging with Cowpoke History (Katherine Crawford-Lackey). National Park Service. Stand Last updated 25.03.2025. abgerufen am 24.10.2026
  11. Gesetz und Vertrag Homestead Act (1862), Milestone Documents, mit Gesetzestext. National Archives. Stand 07.06.2022. abgerufen am 24.10.2026
  12. Gesetz und Vertrag Pacific Railway Act (1862), Milestone Documents, mit Gesetzestext. National Archives. Stand 10.05.2022. abgerufen am 24.10.2026
  13. Amtliche Stelle About the 1890 Decennial Census. U.S. Census Bureau. Stand Page Last Revised 02.10.2023. abgerufen am 24.10.2026
  14. Amtliche Stelle Following the Frontier Line, 1790 to 1890. U.S. Census Bureau. Stand 06.09.2012. abgerufen am 24.10.2026
  15. Nachschlagewerk American frontier. Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand 26.08.2026. abgerufen am 24.10.2026
  16. Amtliche Stelle January 2021: 1890 Census Fire (History, Stories). U.S. Census Bureau. Stand Page Last Revised 25.02.2026. abgerufen am 24.10.2026
  17. Primärquelle Frederick Jackson Turner: The Significance of the Frontier in American History, in: The Frontier in American History, New York, Henry Holt 1920, S. 1 bis 38. Project Gutenberg, eBook 22994. Stand 1920 (Vortrag vom 12.07.1893). abgerufen am 24.10.2026
  18. Amtliche Stelle Wounded Knee Massacre: Topics in Chronicling America. Library of Congress, Research Guides. Stand Last Updated 12.06.2025. abgerufen am 24.10.2026
  19. Amtliche Stelle Black Elk. National Park Service. Stand Last updated 30.07.2025. abgerufen am 24.10.2026
  20. Nachschlagewerk New Western Historians (mit Auszug aus dem Artikel American frontier, Abschnitt Significance of the frontier). Encyclopaedia Britannica. Stand 21.07.2026. abgerufen am 24.10.2026
  21. Amtliche Stelle Story of the Battle. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand Last updated 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
  22. Amtliche Stelle Buffalo Bill: Topics in Chronicling America. Library of Congress, Research Guides. Stand Last Updated 12.06.2025. abgerufen am 24.10.2026
  23. Museum Karl May 1842 bis 1912 (Susanne Eckelmann). Deutsches Historisches Museum, LeMO Lebendiges Museum Online. Stand 14.09.2014. abgerufen am 24.10.2026
  24. Nachschlagewerk T. C. Richardson, Harwood P. Hinton: Ranching (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 30. April 2019. abgerufen am 25.10.2026
  25. Nachschlagewerk Frances T. McCallum, James Mulkey Owens: Barbed Wire (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 22. Juli 2020. abgerufen am 25.10.2026

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