Redaktion und Quellen
Jede Seite stützt sich auf mindestens drei seriöse Quellen, vor allem Primärquellen und amtliche Stellen, und jede Zahl, jedes Datum und jeder Name trägt eine Quellennummer. Vor der Freigabe öffnet eine Gegenprüfung alle Quellen neu und vergleicht jede Angabe mit der Fundstelle. Danach sieht der Herausgeber die Seite durch und gibt sie frei.

Wie Themen ausgewählt werden
Welche Seiten es gibt, legt ein Seitenplan fest. Er beruht auf den Fragen, mit denen Menschen nach dem Wilden Westen suchen, auf den Themen der früheren Fassung von Wilder-Westen.org und auf den Texten von Markus Roth. Jedes Thema hat genau eine Seite; was früher doppelt vorkam, ist zusammengelegt. Die früheren Beiträge dienten als Vorlage für Themen und Gliederung, jede Aussage ist neu an Quellen belegt.
Welche Quellen zählen
Jede Seite stützt sich auf mindestens drei seriöse Quellen. Am meisten Gewicht haben:
- amtliche Stellen und Archive der USA wie der National Park Service, die Library of Congress, die National Archives, die Smithsonian Institution und das Bureau of Indian Affairs, dazu Gesetze und Verträge im Wortlaut,
- die historischen Gesellschaften der Bundesstaaten mit ihren Enzyklopädien, etwa das Handbook of Texas, sowie Universitätsverlage und die Encyclopedia of the Great Plains,
- die offiziellen Seiten der Tribal Nations für ihre eigene Geschichte und Gegenwart,
- gemeinfreie Primärquellen wie Tagebücher, Berichte und Zeitungen der Zeit, bei Karl May die Ausgaben, die zu seinen Lebzeiten erschienen sind.
Erst wenn diese Quellen nicht reichen, kommen Nachschlagewerke wie die Encyclopaedia Britannica, Fachzeitschriften wie das Smithsonian Magazine und Fachbücher dazu. Angaben zu Filmen stammen aus filmportal.de, dem Lexikon des internationalen Films, von der DEFA-Stiftung und aus dem Katalog des American Film Institute.
Nicht als Beleg zählen Wikipedia, Foren, Fanseiten und Fanwikis, Shops, Reiseportale, die frühere Fassung von Wilder-Westen.org und die anderen Websites des Herausgebers. Wikipedia hilft höchstens, eine Quelle zu finden. Websites mit fremder Casino-, Wett- oder Spamwerbung werden weder verlinkt noch genannt, auch wenn sie sonst seriös sind; geprüft wird das für jeden einzelnen Artikel. Texte anderer werden nicht übernommen, jede Seite ist in eigenen Worten geschrieben.
Wie Belege festgehalten werden
Am Ende jeder Seite stehen die Quellen mit Nummer, Titel, Herausgeber, Stand und Abrufdatum. Im Text steht die Nummer an jeder Zahl, jedem Datum und jedem Namen und am Ende jedes Absatzes mit einer Sachaussage. Nennt nur eine Quelle eine Zahl, bleibt sie ihr zugeschrieben, etwa mit "laut National Park Service".
Abgerufen wird nur, was frei zugänglich ist, also nichts hinter einer Anmeldung oder Bezahlschranke. Sperrt eine Website den Abruf oder ist sie nicht erreichbar, wird ihre Kopie im Internet Archive gelesen; in der Quellenliste steht trotzdem die Originaladresse. Auf veröffentlichten Seiten wird keine Quelle gelöscht, umnummeriert oder verändert, damit jeder Verweis gültig bleibt. Kommt eine Quelle dazu, bekommt sie die nächste freie Nummer.
Wie eine Seite aufgebaut ist
Jede Seite beginnt mit einer kurzen Antwort auf die Hauptfrage. Danach folgt eine feste Gliederung je Seitentyp. Eine Personenseite hat zum Beispiel einen Steckbrief, das Leben in Abschnitten, eine Zeitleiste, einen Kasten "Mythos und Wahrheit", einen Abschnitt über Filme, häufige Fragen und die Quellen.
Lebensdaten, Orte und Opferzahlen stehen für jede Person, jedes Volk, jedes Ereignis und jeden Ort nur einmal in einem Datensatz, Zeile für Zeile mit Quellennummer. Steckbrief, Zeitleiste und Karte jeder Seite lesen daraus. Zeigt eine andere Seite dasselbe Ereignis in ihrer Zeitleiste, stammt der Eintrag aus demselben Datensatz.
Wie jede Seite geprüft wird
- Eine formale Prüfung kontrolliert, ob jede Quellennummer auf eine Quelle der Seite zeigt, ob Steckbrief- und Zeitleistenzeilen belegt sind, ob Links auf vorhandene Seiten führen und ob Titel und Beschreibung die richtige Länge haben. Weiter geht es erst ohne Fehler.
- Die Gegenprüfung beginnt ohne die Notizen zum Text. Sie öffnet jede Quelle neu und vergleicht jede Zahl, jedes Datum, jeden Namen und seine Schreibweise, jede Opferzahl und jede Filmbesetzung mit der Fundstelle. Dazu prüft sie die Regeln zu Gewalt, Sprache und Bildern. Was falsch ist, wird korrigiert. Lässt sich eine Angabe nicht belegen, fällt sie weg.
- Ist eine Gruppe von Seiten fertig, vergleicht ein Abgleich die Seiten untereinander und mit den früher geschriebenen: dieselbe Person mit denselben Lebensdaten, Namen und Eigenbezeichnungen in derselben Schreibweise. Bei einem Widerspruch entscheidet die Quelle.
- Zum Schluss sieht der Herausgeber Alexander Müller die Seiten in einer Vorschau durch, bearbeitet sie, wo nötig, und gibt sie frei. Das Datum der letzten Prüfung steht auf jeder Seite.
Wenn Quellen sich widersprechen
Bei Opferzahlen, Geburtsdaten und Legenden um bekannte Personen gehen die Angaben oft auseinander. Dann nennt die Seite die Spanne und wer was sagt, statt eine Zahl auszuwählen. Die Seite zur Schlacht am Little Bighorn gibt die Zahl der Krieger deshalb mit 1.500 bis 1.800 laut National Park Service an und nennt daneben die höheren Schätzungen anderer Quellen bis etwa 2.000. Gerundet wird nur, was die Quelle selbst rundet.
Mythos, Roman und Film
Wo Legende, Roman oder Film etwas anderes erzählen als die Belege, stellt ein Kasten "Mythos und Wahrheit" beides nebeneinander, mit Quelle. Die Seite Gab es das wirklich? sammelt solche Fälle.
Karl May, Western und DEFA-Indianerfilme behandelt Wilder-Westen.org als Literatur und Film. Als Quelle über indigene Völker dienen sie nie; wo sie Klischees verbreitet haben, sagt die Seite das.
Filmseiten nehmen Besetzung, Jahr und Länge aus den Filmdatenbanken und geben die Handlung so wieder, wie diese sie schildern. Der Schluss steht in einem zugeklappten Abschnitt mit Warnhinweis. Jede Filmseite hat einen Abschnitt zur Frage, wie viel Wahrheit in der Handlung steckt, und Seiten über Personen und Ereignisse zeigen, in welchen Filmen sie vorkommen. Dass eine Filmfigur erfunden ist, steht nur da, wenn eine Quelle es sagt.
Zitate sind kurz, stehen einzeln und tragen ihre Fundstelle. Eigene Übersetzungen sind als "Übersetzung der Redaktion" gekennzeichnet. Zitatsammlungen, Liedtexte, Filmplakate und Standbilder gibt es auf den Seiten nicht.
Sprache über indigene Völker
Die Seiten folgen den Empfehlungen der Indigenous Journalists Association und des National Museum of the American Indian.
- Zuerst steht die konkrete Nation mit ihrem offiziellen Namen. Auf der Seite der Nation selbst und bei Nationen mit tragender Rolle kommt bei der ersten Nennung die Eigenbezeichnung dazu, wenn die Nation sie selbst belegt, etwa Diné für die Navajo.
- Statt "die Indianer glaubten" heißt es "bei den Lakota" oder "in vielen Plains-Nationen".
- Das Wort "Indianer" steht nur erklärend, im Zitat, in festen historischen Begriffen wie Indianerkriege oder Indian Removal Act und als Suchbegriff, den die Seite erklärt. Die Gründe stehen auf der Seite Darf man "Indianer" sagen?.
- Abwertende Wörter stehen nur erklärend oder im Zitat, etwa im Glossar, das erläutert, warum sie beleidigen. "Häuptling" und "Medizinmann" werden als Übersetzungswörter erklärt; im Text steht die konkrete Rolle.
- Lebende Kulturen stehen im Präsens. Jede Seite über ein Volk hat einen Abschnitt "Heute" mit dem Regierungssitz und der offiziellen Website der Nation.
- Zeremonien beschreiben die Seiten mit Geschichte, Bedeutung und Rechtslage, nie als Anleitung. Kostüm-, Bastel- oder Namensanleitungen mit indigenen Motiven gibt es nicht.
Für alle Seiten gilt: Kriege und Massaker stehen mit Datum, Ort, Beteiligten und belegter Opferzahl da, die Täter werden benannt, Gewalt wird nicht ausgemalt.
Bilder
Titel-, Artikel- und Steckbriefbilder sind KI-generiert und tragen unter dem Bild den Hinweis "Bild: KI-generiert". Fremde Bilder wie Archivfotos, Gemälde, Filmplakate oder Standbilder zeigt die Website nicht. Titel- und Artikelbilder sind farbig und ohne Alterungseffekte, damit sie nicht wie historische Fotos wirken. Im Steckbrief einer Person steht ein Bild nach einer gemeinfreien Vorlage, eine freie Darstellung ohne Vorbild oder ein neutrales Motiv ohne Person; der Hinweis unter dem Bild nennt, was zutrifft. Wie die Bilder entstehen und was sie nie zeigen, steht unter Bildnachweise.
Fehler und Korrekturen
Unter den Quellen jeder Seite steht "Fehler entdeckt?". Jeder Hinweis wird an der Quelle geprüft. Ist eine Angabe falsch, wird sie korrigiert, und die Seite bekommt ein neues Prüfdatum. Seiten zu Gegenwartsthemen werden jedes Jahr neu geprüft, alle anderen spätestens nach 24 Monaten. Hinweise gehen an forschung@wilder-westen.org.
Wer schreibt
Die Seiten schreiben Alexander Müller, Gründer und Herausgeber, und Markus Roth, Autor und Redakteur. Die Texte, die Markus Roth mitgebracht hat, sind an den Quellen geprüft, korrigiert und ausgebaut worden und erscheinen unter seinem Namen. Verantwortlich für den Inhalt ist Alexander Müller, die Angaben dazu stehen im Impressum. Wer die beiden sind, erzählt die Seite Über uns.
Häufige Fragen
Warum ist Wikipedia auf Wilder-Westen.org keine Quelle?
Wikipedia fasst andere Quellen zusammen, und ihre Artikel ändern sich laufend. Wilder-Westen.org nutzt Wikipedia deshalb höchstens, um eine Quelle zu finden, und belegt jede Angabe mit dieser Quelle selbst. Texte aus Wikipedia werden nicht übernommen.
Warum stehen bei manchen Zahlen zwei Werte?
Bei Opferzahlen, Geburtsdaten oder der Zahl der Beteiligten gehen die Quellen oft auseinander. Dann nennt die Seite die Spanne und wer welche Zahl angibt, statt sich für eine zu entscheiden.
Verraten die Filmseiten das Ende?
Der Schluss eines Films steht in einem eigenen Abschnitt, der zugeklappt ist und vor dem Öffnen warnt. Ohne diesen Klick bleibt das Ende verborgen.
Was passiert, wenn ich einen Fehler melde?
Die Redaktion prüft den Hinweis an der Quelle. Ist die Angabe falsch, wird sie korrigiert, und die Seite bekommt ein neues Prüfdatum. Am meisten hilft ein Hinweis mit Seite, Stelle und einer Quelle für die richtige Angabe an forschung@wilder-westen.org.
Passt dazu
BildnachweiseAlle Titel-, Artikel- und Steckbriefbilder auf Wilder-Westen.org sind KI-generiert und gekennzeichnet.
Über unsWilder-Westen.org gibt es seit 2011.
GeschichteWestexpansion der USAVon 1803 bis 1867 wuchsen die USA durch Kauf, Verträge und Krieg bis zum Pazifik und nach Alaska.