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Die Wirtschaft des Wilden Westens
Kurz erklärt Zur Wirtschaft des Wilden Westens gehören vom frühen 19. Jahrhundert bis um 1890 Pelzhandel, Handel auf den Trails, Bergbau, Express- und Bankgeschäfte, Eisenbahnen, Viehwirtschaft und der Verkauf von Land. Große Booms lösten der Goldfund in Kalifornien am 24. Januar 1848 und die Comstock Lode in Nevada ab 1859 aus, die Erz für mehr als 305 Millionen Dollar lieferte. Der Bund half mit Land: 174 Millionen Acres für vier Bahnen, 270 Millionen Acres für Siedler nach dem Homestead Act.

Was war die Wirtschaft des Wilden Westens?
Die Wirtschaft im Westen der USA wuchs im 19. Jahrhundert in Schüben. Zuerst kamen die Pelzhändler: 1828 baute die American Fur Company von John Jacob Astor am Zusammenfluss von Missouri und Yellowstone den Handelsposten Fort Union.[5] Auf dem Santa Fe Trail fuhren ab 1821 Händler mit Waren von Missouri nach New Mexico.[8] Der Goldfund in Kalifornien 1848 und die Silberfunde in Nevada ab 1859 zogen Zehntausende an.[4, 3]
Nach dem Bürgerkrieg verbanden Eisenbahnen den Westen mit den Märkten im Osten, und Herden aus Texas zogen zu den Bahnhöfen in Kansas.[11, 10] Der Bund förderte vieles davon mit Land. Für vier transkontinentale Bahnen gab der Kongress nach den National Archives insgesamt 174 Millionen Acres öffentlichen Landes.[11] Nach dem Homestead Act von 1862 gingen 270 Millionen Acres, ein Zehntel der Fläche der USA, an Siedler.[12] Ein Teil dieses Landes hatte vorher indigenen Nationen gehört; schon das Eisenbahngesetz von 1862 verpflichtete den Bund, deren Rechtstitel ("Indian titles") an den Flächen für die Bahn so schnell wie möglich zu beseitigen.[11]
Pelzhandel: Handelsposten und Rendezvous
Fort Union hieß zwar Fort, war aber ein privater Handelsposten der Pelzhändler. Er entstand auf Wunsch der Assiniboine, und von 1828 bis 1867 handelten dort unter anderem Assiniboine, Crow, Plains Cree, Blackfeet, Mandan, Hidatsa, Arikara, Lakota und Dakota.[5] Sie brachten Bisonroben, Biberfelle und andere Pelze und bekamen dafür Kattun, Kleidung, Kessel, Glasperlen, Feuerwaffen und Munition.[5, 6] Im Schnitt nahm der Posten im Jahr mehr als 25.000 Bisonroben an und verkaufte Waren für über 100.000 Dollar.[5] 1832 brachte der Leiter Kenneth McKenzie das erste Dampfschiff den Missouri herauf nach Fort Union. Weil der Transport nun billiger war, konnte die American Fur Company mehr für Pelze zahlen als die Hudson's Bay Company in Kanada.[6]
In den Rocky Mountains lief der Handel anders. 1825 legte William Ashley am Green River Waren ab, und seine Trapper trafen sich dort zum ersten Rendezvous, einem Markt im Sommer, an dem sie ihre Biberfelle eintauschten. Bis 1840 fand es jedes Jahr statt, die meisten Treffen in Wyoming.[7] Um diese Zeit war der Biber in den Rocky Mountains fast ausgerottet. Nach WyoHistory kam der Seidenhut Mitte der 1830er Jahre in Mode, und billigere Nutriafelle aus Südamerika ersetzten den Biber für den Filz.[7]

Nach dem National Park Service erschöpften Händler und Nationen am oberen Missouri die Bestände an Pelztieren. Die Händler brachten Krankheiten wie die Pocken in die Region und verbreiteten sie, oft unwissentlich. Die Krankheiten dezimierten die Gesellschaften ihrer Handelspartner, und am Ende verloren die Nationen ihr Land und die Jagd, von der sie lebten.[6]
Handel auf den Trails
Den Santa Fe Trail eröffnete der Händler William Becknell aus Missouri, der im September 1821 von Franklin aufbrach. Mexiko hatte sich gerade von Spanien gelöst und ließ Händler aus dem Ausland zu.[8] Bis 1846 war der Trail eine Handelsstraße in beide Richtungen, auf der mexikanische und amerikanische Händler fuhren. Nach dem Mexikanisch-Amerikanischen Krieg wurde er zu einer Straße innerhalb der USA, und die Fracht wuchs stark, auch für die Armee, die ihre Forts im Südwesten versorgte. Postkutschen, Goldsucher, Missionare und Auswanderer nutzten ihn ebenso wie die anderen großen Trails.[8] Mit den Eisenbahnen in Kansas wurden die Wege der Wagenzüge immer kürzer; als die Bahn im Februar 1880 Santa Fe erreichte, kam der Trail aus dem Gebrauch.[8]
Gold und Silber
Am 24. Januar 1848 fand James Marshall an einer Sägemühle am South Fork des American River ein Goldnugget; die Mühle baute er für John Sutter. Im Dezember 1848 bestätigte Präsident James Polk den Fund vor dem Kongress, und 1849 begann der Kalifornische Goldrausch, nach dem National Park Service die größte Wanderung der amerikanischen Geschichte, mit 25.000 Menschen allein in diesem Jahr.[4] Von 1849 bis 1854 kamen nach Schätzung des National Park Service etwa 140.000 Menschen über den California Trail nach Kalifornien.[4] Die späteren Funde stellt die Seite Die Goldräusche im Wilden Westen vor.
Die Comstock Lode in Nevada, entdeckt 1859, war der erste große Silberfund der USA; nach den besten Schätzungen bestand ihr Erz zu 57 Prozent aus Silber und zu 42 Prozent aus Gold.[3] Nach der Online Nevada Encyclopedia wurde dort bis 1882 Erz im Wert von 305.779.612,48 Dollar gefördert; dieselbe Summe nennt Eliot Lord 1883 für die Zeit von 1860 bis 30. Juni 1880.[3, 17] Für die Aktionäre lohnte sich das selten: Von 103 Gesellschaften zahlten 97 nie eine Dividende, und nur sechs zahlten mehr aus, als sie von den Aktionären eingefordert hatten.[3] Von 1865 bis 1875 beherrschte die Bank of California aus San Francisco mit ihrem Vertreter William Sharon die Comstock. Sie verlieh Geld zu zwei Prozent im Monat, unterbot kleinere Banken und übernahm Gruben und Mühlen, wenn die Schuldner nicht zahlen konnten.[3]
In den Gruben arbeiteten vor allem Einwanderer aus Europa. 1880 waren von 2.770 Bergleuten an der Comstock nur 770 in den USA geboren, 816 kamen aus Irland, 640 aus England und Wales. Chinesen durften wegen des allgemeinen Rassismus gegen sie nicht in den Gruben arbeiten.[3] Als das Erz nachließ, zogen die Leute weg: Das Storey County um Virginia City hatte zur besten Zeit vielleicht 25.000 Einwohner, im Jahr 1900 noch 3.560.[3]

Express, Banken und Geld
Wer Gold, Geld oder wertvolle Fracht verschicken wollte, gab sie einer Expressfirma. Am 18. März 1850 (Tag laut Gale) schlossen sich Wells & Company von Henry Wells, Livingston, Fargo & Company von William G. Fargo und Butterfield, Wasson & Company von John Butterfield zur American Express Company zusammen, einer Aktiengesellschaft mit 150.000 Dollar Kapital. Nach Gale wurde Wells Präsident, Fargo Vizepräsident.[1] 1851 teilte sie sich die Gebiete mit Adams & Company: American Express dehnte sich von New York aus nach Norden und Westen aus, Adams nach Süden und Osten.[1]
Eine Ausdehnung nach Kalifornien lehnte nach Gale die Mehrheit der Direktoren von American Express ab, aus Furcht, Adams & Company könne dort ein Monopol gewinnen. Wells und Fargo gründeten deshalb am 18. März 1852 (Tag laut Gale) eine eigene Aktiengesellschaft, Wells, Fargo & Company, mit 300.000 Dollar Kapital für Express- und Bankgeschäfte in Kalifornien. Erster Präsident wurde Edwin B. Morgan.[2] Im Juli 1852 öffnete das erste Büro in San Francisco. Wells Fargo kaufte und verkaufte Goldstaub, Barren und Münzgeld und beförderte Fracht zwischen New York und Kalifornien. Banken und Expressfirmen regelte Kalifornien damals nicht.[2]
1855 brach das Bankwesen in Kalifornien zusammen. Ein Ansturm auf das Bankhaus Page, Bacon & Company in San Francisco griff auf die anderen großen Häuser über, und alle mussten schließen, auch Wells Fargo. Wells Fargo öffnete am folgenden Dienstag wieder und hatte danach in Kalifornien kaum noch Konkurrenz.[2] 1857 gründeten Leute aus vier Expressfirmen, darunter American Express und Wells Fargo, die Overland Mail Company von John Butterfield (Butterfield Overland Mail). Ende 1866 kaufte Wells Fargo die Kutschenlinien von Ben Holladay und vereinigte sie mit den eigenen und denen der Overland Mail.[2, 1]
Allan Pinkerton, ein Einwanderer aus Schottland, gründete seine Detektei nach der Library of Congress in den 1850er Jahren in Chicago, noch während er bei der Polizei der Stadt war. Seine Kunden kamen vor allem aus Wirtschaft und Industrie; für Eisenbahnen wie die Illinois Central arbeitete die Pinkerton-Detektei oft.[14]
American Express stieg mit zwei neuen Papieren in die Finanzgeschäfte ein: 1882 mit der Zahlungsanweisung (Money Order), 1891 mit dem Reisescheck (Travelers Cheque).[1] Wells Fargo trennte 1905 Bank und Express. Im Jahr 1918 legte die Regierung als Kriegsmaßnahme das Inlandsgeschäft der großen Expressfirmen in der American Railway Express zusammen.[1, 2]
Verkehr: Postkutschen und Eisenbahnen
Der Pacific Railway Act vom 1. Juli 1862 gab den Gesellschaften, die eine Bahn und einen Telegrafen vom Missouri an den Pazifik bauen sollten, Land und Anleihen des Bundes.[11] Nach je 40 fertigen Meilen erhielten sie Anleihen in Stücken zu 1.000 Dollar, mit 30 Jahren Laufzeit und sechs Prozent Zinsen; für 300 besonders schwierige Meilen im Gebirge gab es je Meile dreimal so viele Anleihen.[11] Als am 10. Mai 1869 die erste transkontinentale Eisenbahn fertig war, schrumpfte eine Reise von mehreren Monaten auf etwa eine Woche.[11]
Ihr Land verkauften die Bahnen an Siedler. Die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway bot Kaufinteressenten freie oder verbilligte Fahrt, und viele Siedler aus Übersee durften ihren Hausrat auf Kosten der Bahn mitbringen.[15] Die Bahnen öffneten auch neue Märkte für Häute, Fleisch und Knochen des Bisons und fuhren sie schnell in die Städte im Osten.[13] Allein die Santa Fe meldete für 1872 bis 1874 die Beförderung von 459.453 Bisonhäuten; Hornaday gibt die Zahl nach Oberst Richard Irving Dodge wieder, dem die Bahn sie nannte.[16] Kutschenlinien, Pony Express, Telegraf und alle Bahngesellschaften stellt die Seite Verkehr und Infrastruktur im Wilden Westen vor.
Rinder: Viehtriebe und Rinderstädte
Bei Kriegsende 1865 hatte Texas nach dem Handbook of Texas drei bis sechs Millionen Rinder, viele verwildert und ohne Brandzeichen, in Texas mitunter nur 2 Dollar wert. Im Norden, wo der Krieg die Bestände aufgezehrt hatte, brachte ein Longhorn 40 Dollar und mehr.[9] Die große Zeit der Viehtriebe nach Norden lag zwischen 1866 und 1890. Vertragstreiber brachten die Tiere für eine Gebühr von meist 1 bis 1,50 Dollar je Kopf zum Markt. Bahnverbindungen aus Texas gab es ab 1873, aber die Fracht kostete zwei- bis dreimal so viel wie die Treiber.[9]
Ziel waren die Bahnhöfe in Kansas. 1867 baute der Viehhändler Joseph G. McCoy aus Illinois in Abilene das Gasthaus Drovers Cottage und die Great Western Stockyards; im ersten Jahr kamen etwa 35.000 Rinder.[10] Später übernahmen Ellsworth, Wichita, Dodge City und Caldwell den größten Teil des Handels. Aus Dodge City gingen von 1875 bis 1885 jedes Jahr mehr als 75.000 Rinder auf die Bahn.[10] Rund um die Herden entstanden Geschäfte: In Ellsworth verkaufte der Stiefelmacher John Mueller in den ersten Monaten der Saison 1874 mehr als 100 Paar Stiefel an Viehleute.[10]
Quarantänegesetze und Zäune der Siedler sperrten immer mehr Städte für die Treiber. Mitte der 1880er Jahre kamen ein Ausbruch des Texasfiebers, niedrige Rindfleischpreise und immer weniger freies Weideland dazu, und nach 1885 war die Zeit der Viehtriebe nach Kansas vorbei.[10] Wie die Herden zogen, steht auf den Seiten Viehtriebe und Cattle Trails und Cowboys: Leben, Arbeit und Mythos; um den Streit ums offene Weideland geht es unter Stacheldraht und das Ende der offenen Weide und Die Weidekriege.

Land für Siedler
Der Homestead Act von 1862 gab Bürgern der USA und Einwanderern, die sich einbürgern lassen wollten, 160 Acres Land des Bundes, wenn sie 21 Jahre alt oder Haushaltsvorstand waren und nie gegen die USA gekämpft hatten. Bezahlen mussten die Siedler nur eine Gebühr für den Antrag; dafür mussten sie auf dem Land wohnen, ein Haus bauen und es bestellen.[12] Fast vier Millionen Homesteader siedelten so in 30 Staaten, darunter Einwanderer, Farmer ohne eigenes Land, alleinstehende Frauen und früher versklavte Menschen. Das Gesetz galt bis 1976, in Alaska bis 1986.[12] Unter seinen gesetzlichen Vorläufern nennt der National Park Service auch den Indian Removal Act von 1830 und den Indian Appropriations Act von 1851.[12]
| Zweig | Zeit | Beispiel | Zahl laut Quelle |
|---|---|---|---|
| Pelzhandel | 1828 bis 1867 in Fort Union[5] | American Fur Company[5] | mehr als 25.000 Bisonroben im Jahr[5] |
| Rendezvous der Trapper | 1825 bis 1840[7] | Green River, Wyoming[7] | ein Treffen im Jahr[7] |
| Handel auf dem Santa Fe Trail | 1821 bis 1880[8] | Missouri bis Santa Fe[8] | bis 1846 Handel in beide Richtungen[8] |
| Gold in Kalifornien | ab 1848[4] | Fund bei Sutters Sägemühle[4] | etwa 140.000 Menschen über den California Trail 1849 bis 1854[4] |
| Silber und Gold in Nevada | ab 1859[3] | Comstock Lode[3] | Erz für 305.779.612,48 Dollar bis 1882 (Online Nevada Encyclopedia[3]; Lord nennt dieselbe Summe für 1860 bis 30. Juni 1880[17]) |
| Express und Bank | ab 1850[1, 2] | American Express, Wells Fargo[1, 2] | Kapital 150.000 und 300.000 Dollar[1, 2] |
| Eisenbahn | Gesetz von 1862[11] | Pacific Railway Act[11] | 174 Millionen Acres Land für vier transkontinentale Bahnen[11] |
| Rinder | 1866 bis 1890, nach Kansas bis 1885[9, 10] | Viehtriebe nach Kansas[9, 10] | über 75.000 Rinder im Jahr aus Dodge City 1875 bis 1885[10] |
| Land | 1862 bis 1976[12] | Homestead Act[12] | 270 Millionen Acres an fast vier Millionen Homesteader[12] |
Wer gewann, wer zahlte den Preis?
Gewinne blieben oft bei wenigen. An der Comstock Lode förderten zwei benachbarte Gruben der Bonanza-Gruppe von 1873 bis 1882 Erz für 105.168.859 Dollar, und ihre vier Besitzer erhielten 74.250.000 Dollar an Dividenden. Viele Bergwerksaktien stürzten dagegen ab: Eine Aktie der Belcher-Grube stand im April 1872 bei 1.525 Dollar, im September 1878 bei 2 Dollar.[3]
Für viele indigene Nationen bedeutete der Aufschwung Verlust. Die Goldsucher auf dem Weg nach Kalifornien verbrauchten nach dem National Park Service Nahrung, Land, Wasser und Raum, von denen die Nationen lebten.[4] Am oberen Missouri folgten auf den Pelzhandel Krankheiten und der Verlust von Land und Jagd.[6] Der Rückgang der Bisonherden traf viele Nationen der Plains schwer, deren Kultur, Wirtschaft und Alltag eng mit dem Bison verbunden waren.[13] Mehr dazu auf der Seite Die Indianerkriege.
Zeitleiste der Wirtschaft im Wilden Westen
- September 1821William Becknell bricht von Franklin in Missouri nach Santa Fe auf; der Handel auf dem Santa Fe Trail beginnt.[8] Santa Fe Trail
- 1825Am Green River findet das erste Rendezvous der Trapper statt; bis 1840 trifft man sich jedes Jahr.[7]
- 1828Die American Fur Company von John Jacob Astor baut den Handelsposten Fort Union am oberen Missouri.[5]
- 1840Das letzte offizielle Rendezvous der Trapper.[7]
- 24.01.1848James Marshall findet an Sutters Sägemühle in Kalifornien Gold.[4] Kalifornischer Goldrausch
- 18.03.1850Wells and Company, Livingston, Fargo and Company und Butterfield, Wasson and Company gründen die American Express Company (Tag laut Gale).[1]
- 18.03.1852Henry Wells und William G. Fargo gründen Wells, Fargo and Company für Express- und Bankgeschäfte in Kalifornien (Tag laut Gale).[2]
- 1855In Kalifornien bricht das Bankwesen zusammen; alle großen Häuser in San Francisco müssen schließen, Wells Fargo öffnet am folgenden Dienstag wieder.[2]
- 1857Leute aus vier Expressfirmen gründen die Overland Mail Company.[1, 2] Butterfield Overland Mail
- 1859In Nevada wird die Comstock Lode entdeckt, der erste große Silberfund der USA.[3] Comstock Lode
- 1862Der Homestead Act gibt Siedlern 160 Acres Land des Bundes gegen eine Gebühr für den Antrag.[12] Homestead Act
- 01.07.1862Der Pacific Railway Act gibt den Bahnen an den Pazifik Land und Anleihen des Bundes.[11] Die erste transkontinentale Eisenbahn
- 1866Wells Fargo kauft die Kutschenlinien von Ben Holladay und vereinigt sie mit der Overland Mail.[2] Overland Stage Line
- 1867Joseph G. McCoy macht Abilene in Kansas zum Verladeort für Rinder aus Texas; im ersten Jahr kommen etwa 35.000 Tiere.[10] Abilene
- 1875Dodge City wird zur wichtigsten Rinderstadt in Kansas; bis 1885 gehen dort jedes Jahr mehr als 75.000 Rinder auf die Bahn.[10] Dodge City
- 1882American Express führt die Zahlungsanweisung (Money Order) ein, 1891 den Reisescheck.[1]
- 1905Wells Fargo trennt Bank und Express.[2]
- 1918Als Kriegsmaßnahme legt die Regierung das Inlandsgeschäft der großen Expressfirmen in der American Railway Express zusammen.[1, 2]
Karte: Orte der Wirtschaft
- 1Kalifornischer Goldrausch (Coloma, Ort des Goldfunds) 38,80° N, 120,89° W[18]
- 2Comstock Lode (Mount Davidson über Virginia City, Nevada) 39,31° N, 119,66° W[19]
- 3Virginia City (Virginia City, Storey County, Nevada) 39,31° N, 119,65° W[20]
- 4Abilene (Abilene, Kansas (Koordinate der Ortschaft laut U.S. Geological Survey)) 38,92° N, 97,21° W[21]
- 5Dodge City (Dodge City, Kansas) 37,76° N, 100,02° W[22]
- 6Santa Fe Trail (Council Grove, Kansas, Rastplatz am Trail und Ort der Verhandlung mit den Osage 1825) 38,66° N, 96,49° W[22, 23]
- 7Topeka, Kansas: Baubeginn 1868 (Topeka, Kansas, Baubeginn im Oktober 1868) 39,03° N, 95,70° W[22, 15]
Unternehmer im Wilden Westen
PersonLevi StraussTextilgroßhändler in San Francisco; seine Firma Levi Strauss & Company erhielt 1873 gemeinsam mit dem Erfinder Jacob W. Davis das US-Patent Nr. 139.121 auf genietete Arbeitshosen, aus denen die Blue Jeans wurden
Mythos und Wahrheit
Alle Seiten zum Thema
- American Express im Wilden Westen: die Expressfirma von Wells, Fargo und Butterfield, gegründet am 18. März 1850 (Tag laut Gale).[1]
- Pelzhandel: Kompanien, Handelsposten und Trapper: von Fort Union bis zum letzten Rendezvous 1840.[5, 7]
- Die Pinkerton-Detektei: die Detektei, die Allan Pinkerton in den 1850er Jahren in Chicago gründete.[14]
Weitere Seiten im Umfeld: Wells Fargo im Wilden Westen, Verkehr und Infrastruktur im Wilden Westen, Die Goldräusche im Wilden Westen, Viehtriebe und Cattle Trails, Die Weidekriege, Die Besiedlung des Westens, Postkutschenüberfälle, Die bekanntesten Banküberfälle, Levi Strauss und Dime Novels: die Groschenhefte des Westens.
Häufige Fragen
Womit verdiente man im Wilden Westen Geld?
Mit Pelzen und Bisonroben, mit Waren auf dem Santa Fe Trail, mit Gold und Silber, mit Express- und Bankgeschäften, mit Postkutschen und Eisenbahnen, mit Rindern aus Texas und mit dem Verkauf von Land. Die einzelnen Branchen hatten ihre Blüte zu verschiedenen Zeiten.
Gab es Banken im Wilden Westen?
Ja. In Kalifornien betrieben Expressfirmen wie Wells, Fargo & Company ab 1852 auch Bankgeschäfte und kauften Goldstaub an. In der Krise von 1855 mussten alle großen Häuser in San Francisco schließen; Wells Fargo öffnete am folgenden Dienstag wieder. In Nevada verlieh die Bank of California ab 1865 Geld an die Gruben der Comstock Lode und übernahm Gruben und Mühlen, wenn die Schuldner nicht zahlen konnten.
Wurden die Goldsucher reich?
An der Comstock Lode in Nevada verdienten die Eigentümer der meisten Gesellschaften nichts: Von 103 Bergbaugesellschaften zahlten 97 nie eine Dividende, nur sechs zahlten mehr aus, als sie von ihren Aktionären eingefordert hatten. Gewinne machten vor allem wenige große Gruben, etwa die der Bonanza-Gruppe, deren vier Besitzer von 1873 bis 1882 Dividenden von 74.250.000 Dollar erhielten.
War Wells Fargo eine Tochter von American Express?
Nein. Henry Wells und William G. Fargo gründeten Wells, Fargo & Company am 18. März 1852 (Tag laut Gale) als eigene Firma, weil nach Gale die Mehrheit der Direktoren von American Express nicht nach Kalifornien gehen wollte. Beide blieben dabei Direktoren von American Express.
Warum trieben Cowboys Rinder nach Kansas?
Nach dem Bürgerkrieg war ein verwildertes Rind in Texas mitunter nur 2 Dollar wert, ein Longhorn im Norden 40 Dollar und mehr. Eine Bahn nach Norden gab es in Texas erst ab 1873, und sie war teurer als die Treiber. Deshalb gingen die Herden zu den Bahnhöfen in Kansas, etwa nach Abilene und Dodge City.
Welche Rolle spielte der Staat in der Wirtschaft des Westens?
Eine große. Der Pacific Railway Act vom 1. Juli 1862 gab den Bahnen Anleihen und Land; insgesamt gewährte der Kongress laut National Archives 174 Millionen Acres öffentlichen Landes für vier transkontinentale Bahnen. Nach dem Homestead Act gingen 270 Millionen Acres an Siedler.
Was bedeutete die Wirtschaft des Westens für die indigenen Nationen?
Der Pelzhandel brachte Handelswaren, aber auch Krankheiten wie die Pocken, und die Tiere wurden knapp. Mit den Bahnen kam die Jagd auf den Bison im großen Stil, die viele Nationen der Plains schwer traf. Die Goldsucher auf dem Weg nach Kalifornien verbrauchten Nahrung, Land und Wasser, von denen die Nationen lebten.
Quellen
- Nachschlagewerk American Express Company (International Directory of Company Histories). Gale, Ausgabe Encyclopedia.com. Stand 08.06.2018. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Wells Fargo & Company (International Directory of Company Histories). Gale, Ausgabe Encyclopedia.com. Stand 18.05.2018. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Jerome Edwards: Comstock Lode. Online Nevada Encyclopedia, Nevada Humanities. Stand 03.05.2011. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle The California Gold Rush. National Park Service, California National Historic Trail. Stand 23.04.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Fort Union Trading Post National Historic Site. Stand 29.12.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Fort Union's Fur Trade Origins. National Park Service, Fort Union Trading Post National Historic Site. Stand 24.04.2021. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Jim Hardee: The Fur Trade in Wyoming (WyoHistory.org). Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand 23.04.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Jimmy M. Skaggs: Cattle Trailing (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1976, überarbeitet 07.10.2020. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Cowtowns (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Juli 2010, geändert Februar 2013. abgerufen am 25.10.2026
- Gesetz und Vertrag Pacific Railway Act (1862), Milestone Documents, mit Gesetzestext. National Archives. Stand 10.05.2022. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle About the Homestead Act. National Park Service, Homestead National Historical Park. Stand 12.10.2022. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Where the Buffalo Roamed. National Park Service, Golden Spike National Historical Park. Stand 19.02.2026. abgerufen am 25.10.2026
- Archiv Pinkerton's National Detective Agency Records in the Manuscript Division: Introduction (Research Guide). Library of Congress, Manuscript Division. Stand 22.09.2026. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Santa Fe Railway (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Dezember 2004, geändert April 2014. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle William T. Hornaday: The Extermination of the American Bison, aus dem Report of the National Museum 1886 bis 1887 (Ausgabe Project Gutenberg, eBook 17748). Smithsonian Institution, Washington. Stand 1889. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Eliot Lord: Comstock Mining and Miners. Monographs of the United States Geological Survey, Band 4. U.S. Geological Survey, Government Printing Office, Washington. Stand 1883. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2023 Gazetteer Files: Places, California (Coloma CDP). U.S. Census Bureau. Stand 2023. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 856225: Mount Davidson, Summit, Storey County, Nevada (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 856420: Virginia City, Populated Place, Storey County, Nevada (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 476675: Abilene, Populated Place, Dickinson County, Kansas (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Kansas. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Kaw Mission (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand August 2002, geändert Dezember 2014. abgerufen am 25.10.2026
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