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Atchison, Topeka and Santa Fe Railway

Kurz erklärt Die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway, kurz Santa Fe, war eine Eisenbahngesellschaft aus Kansas mit einer Urkunde vom 11. Februar 1859; gebaut wurde ab Oktober 1868 in Topeka. Sie folgte dem Santa Fe Trail nach Westen, erreichte die Stadt Santa Fe im Februar 1880 nur über eine Stichbahn und 1887 Los Angeles und San Diego. Am 31. Dezember 1996 ging sie in der Burlington Northern auf.

Eingleisige Bahnstrecke zieht sich durch einen grasbewachsenen Gebirgspass mit Kiefern und rötlichen Felsen, dahinter Tafelberge im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Was war die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway?

Die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway war eine Eisenbahngesellschaft mit einem wachsenden Netz von Strecken. Sie begann 1859 in Kansas als Atchison and Topeka; ihr späterer Name nennt die beiden Städte Atchison und Topeka in Kansas und dazu Santa Fe in New Mexico.[1, 3] Cyrus K. Holliday dachte nach dem Handbook of Texas an mehr. Seine Bahn sollte Kansas mit dem Pazifik in Kalifornien, mit Mexiko-Stadt, mit dem Golf von Mexiko und mit Santa Fe verbinden.[4]

Gebaut wurde sie entlang dem alten Santa Fe Trail, über den Händler von 1821 an Waren zwischen Missouri und Santa Fe fuhren.[6, 5] Die Stadt Santa Fe erreichte die Hauptstrecke nie; sie bekam 1880 eine Stichbahn.[7] Bis 1887 reichte das Netz bis Los Angeles und San Diego; Chicago erreichte es nach den Quellen 1887 oder 1888.[3, 4]

Wie entstand die Santa Fe?

Ein allgemeines Gesetz zur Gründung von Firmen hatte das Kansas-Territorium nicht. Deshalb brauchte die Bahn eine eigene Urkunde des Parlaments. Am 11. Februar 1859 erhielt die Atchison and Topeka Railway Company diese Urkunde; geschrieben hatte sie Cyrus K. Holliday.[1] Vom 15. bis 17. September 1860 trafen sich die Gründer in Atchison und wählten Holliday zum ersten Präsidenten. Dreizehn Direktoren zeichneten je 4.000 Dollar in Aktien und erfüllten damit die Vorgabe des Territoriums von 50.000 Dollar.[2] Eine schwere Dürre 1860 und der Bürgerkrieg ab 1861 hielten den Bau auf.[1]

Der Bund half mit Land: Am 3. März 1863 unterschrieb Präsident Abraham Lincoln ein Gesetz über eine Landschenkung: Die Bahn sollte jeden zweiten Abschnitt (section) mit ungerader Nummer bekommen, auf einem Streifen von zehn Abschnitten Breite zu beiden Seiten der Strecke. Aus dem Verkauf des Landes sollte der Betrieb bezahlt werden. Bis zum 3. März 1873 musste die Linie von Atchison bis zur Grenze nach Colorado fertig sein.[1] Den Entwurf hatte nach Snell und Wilson Holliday selbst geschrieben.[2]

Für den neuen Namen stimmten die Aktionäre im November 1863. Die Kansas Historical Society nennt den 23. November und den Namen Atchison, Topeka & Santa Fe Railway Company, Snell und Wilson den 24. November und Atchison, Topeka and Santa Fe Rail Road Company.[1, 2] Die Encyclopedia of Oklahoma History schreibt, die Gesellschaft sei 1870 unter dem größeren Titel neu geordnet worden.[3]

Weiteres Geld brachte Land der Potawatomi westlich und nördlich von Topeka. Die Bahn handelte mit ihnen einen Vertrag aus und durfte ihr restliches, noch nicht verteiltes Reservatsland für einen Dollar je Acre kaufen, zahlbar in sechs Jahren. Der Bund genehmigte den Kauf am 25. Juli 1868. Das Land umfasste fast 340.000 Acres, und sein Verkauf sollte den ersten Bau bezahlen.[2]

Wie baute die Santa Fe quer durch Kansas?

Der erste Spatenstich gilt als 30. Oktober 1868 in Topeka. Hauptperson war Senator Edmund G. Ross, unter den etwa 20 Zuschauern stand Holliday.[1] Snell und Wilson weisen darauf hin, dass dieses Datum nur auf der Überlieferung der Bahn beruht. Die einzige Meldung der Zeit erschien im Topeka Weekly Leader vom 5. November 1868, der das Ereignis auf "heute Morgen" datierte; der Satz kann aber schon vor dem Erscheinungstag gesetzt worden sein.[2]

Eigene Wagen hatte die Bahn zu Beginn nicht. Am 30. März 1869 fuhr die erste Lokomotive, die "C. K. Holliday", mit vier oder fünf Wagen Schienen über die neue Brücke am Kansas River. Am Montag, dem 26. April 1869, lud die Bahn eine Ausflugsgesellschaft in zwei Personenwagen bis zum Gleisende bei Cottonwood Grove, etwa sieben Meilen vom Fluss. Weiter zum Wakarusa ging es mit Kutschen.[2] Einen Namen für diesen Zug nennen weder die Kansas Historical Society noch der Zeitungsbericht von 1869.[1, 2]

Am 18. September 1869 erreichten die Gleise Burlingame, im Juli 1870 Emporia und am 17. Juli 1871 Newton. Am 8. Juni 1872 lag das Gleisende in Hutchinson, im September 1872 in Dodge City.[1] Am 28. Dezember 1872 stand die Strecke an der Grenze nach Colorado und fünf Meilen darüber hinaus, rechtzeitig vor der Frist des Gesetzes. Den Namensgeber Atchison erreichte die Bahn von Topeka aus am 16. Mai 1872.[1]

Kleiner Bahnhof aus Holz mit Bahnsteig aus Brettern an einem einzelnen Gleis in flacher Prärie unter weitem Himmel, warmes Nachmittagslicht
Bahnhof an einem Gleis in der Prärie. 1872 erreichten die Gleise der Santa Fe die Westgrenze von Kansas. Bild: KI-generiert

Wie holte die Bahn Siedler nach Kansas?

Um ihr Land in Kansas zu verkaufen, bot die Santa Fe Kaufinteressenten freie oder verbilligte Fahrt an. Viele Siedler, besonders aus Übersee, durften ihren ganzen Hausrat auf Kosten der Bahn mitbringen.[1]

1873 stellte die Bahn Carl Bernhard Schmidt als Einwanderungsbeauftragten ein. Schmidt war am 7. September 1843 in Dippoldiswalde in Sachsen geboren und 1864 in die USA gekommen.[13] Er verteilte deutschsprachige Prospekte und reiste mehrmals nach Europa und bis nach Russland, um Mennoniten aus dem Wolgagebiet nach Kansas zu holen. Eine Abordnung, der er Land der Bahn bis Great Bend zeigte, wählte schließlich Abschnitte im Marion County. Die Kansas Historical Society schreibt ihm zu, von 1873 bis 1885 rund 15.000 Deutsche nach Kansas gebracht zu haben. 1885 hatte er den größten Teil des Bahnlands in Kansas verkauft.[13]

Nach der Überlieferung ihrer Familien brachten die Mennoniten 1874 Saatgut des Winterweizens Turkey Red in Kisten und Töpfen aus Russland mit und säten es um Goessel aus. Heute lassen sich nach der Kansas Historical Society sehr viele Weizensorten in Kansas genetisch auf Turkey Red zurückführen.[14]

Rinder und Bisonhäute: die Fracht der Santa Fe

Dodge City wurde 1872 gegründet, kurz bevor die Gleise das Ford County erreichten. Bevor 1875 der Handel mit Rindern aus Texas begann (mehr auf der Seite Viehtriebe und Cattle Trails), lebte der Ort vor allem vom Verkauf von Bisonhäuten und Knochen.[15] Von 1875 bis 1885 gingen dort laut Kansas Historical Society jedes Jahr mehr als 75.000 Rinder auf die Bahn. Caldwell, das in den 1880er Jahren mit Dodge City um den Handel wetteiferte, verlud 1882 und 1883 fast 100.000 Longhorns auf die Linie der Santa Fe.[15]

Auch Saloons, Tanzhäuser und Glücksspiel gehörten zu Dodge City. Nach dem sogenannten Dodge City War im Frühjahr 1883 drängte die Bahn die Stadt, in "ihrem" Ort aufzuräumen.[15]

Die Bahn öffnete auch das Weideland der Bisons im Süden für die Jäger. William T. Hornaday von der Smithsonian Institution veröffentlichte 1889 die Frachtzahlen, die die Santa Fe für 1872 bis 1874 meldete und die er nach Oberst Richard Irving Dodge wiedergibt: zusammen 459.453 Häute, davon 251.443 im Jahr 1873, und 10.793.350 Pfund Knochen, die meist zu Dünger verarbeitet wurden. Nach Dodge waren das nur etwa ein Drittel aller Bisonprodukte aus dieser Gegend.[16] Nach dem National Park Service traf der Rückgang der Herden viele Nationen der Plains schwer, deren Kultur, Wirtschaft und Alltag eng mit dem Bison verbunden waren.[21]

Raton Pass und der Streit um die Royal Gorge

Von Dodge City folgte die Santa Fe dem Arkansas River nach Colorado und erreichte im Februar 1876 Pueblo. La Junta wurde zum Abzweig: Eine Linie ging nach Pueblo, die andere am Timpas Creek entlang nach Trinidad und zum Raton Pass.[5] Um den Pass stritt sie mit der Denver and Rio Grande Railway von William Jackson Palmer. Palmer baute nicht von Trinidad weiter zum Pass, und die Santa Fe kaufte die Mautstraße von "Uncle Dick" Wootton.[5] Nach dem National Park Service rangen in den frühen 1870er Jahren drei Bahnen um den Weg über den Pass; die Santa Fe erreichte die Passhöhe Ende 1878.[6]

Gleich danach wollten beide Bahnen nach Leadville, wo 1878 der Bergbau boomte. In der engen Schlucht des Arkansas River, der Royal Gorge, war nur für ein Gleis Platz. Die Rio Grande verschanzte sich dort mit Steinmauern, die noch heute von der U.S. Highway 50 aus zu sehen sind. Geschossen wurde nach dem Bureau of Land Management nicht; der Streit wurde vor Gericht ausgetragen.[5] Im Dezember 1878 pachtete die Santa Fe die Rio Grande, im April 1879 sprach der Oberste Gerichtshof der Rio Grande die Rechte an der Schlucht zu. Im Dezember 1879 ordnete Richter Moses Hallett in Denver an, die fertige Strecke westlich von Cañon City an die Rio Grande zu übergeben; die Santa Fe erhielt dafür 1,8 Millionen Dollar.[5]

Warum fuhr die Bahn an Santa Fe vorbei?

Von Colorado aus kam die Santa Fe 1878 nach New Mexico, über Willow Springs (heute Raton), Watrous und Las Vegas.[7] Der leitende Ingenieur Albert Alonzo Robinson hatte das Territorium 1875 bereist. In seinem Bericht vom 20. April 1875 an Präsident Thomas Nickerson riet er, Santa Fe zu umgehen: Die Stadt habe keine Bedeutung für den Handel und lebe vom Geld des Territoriums und der Regierung. Die Bahn sollte über Galisteo zum Rio Grande und weiter nach Süden führen, zu Anschlüssen nach Mexiko und Kalifornien.[7]

Ein Ausschuss von Bürgern aus Santa Fe verhandelte daraufhin mit der Bahn. Dazu gehörten Miguel Antonio Otero, 1855 Delegierter des Territoriums im Kongress, Gouverneur Lew Wallace und Erzbischof Jean-Baptiste Lamy.[7] Nickerson veröffentlichte am 19. Juli 1879 drei Angebote; die erste Forderung lautete auf 175.000 Dollar in Anleihen des County. Angenommen wurde ein Gegenangebot über 150.000 Dollar.[7] Die Stichbahn von Galisteo Junction, dem späteren Lamy, war 18 Meilen lang und hatte 55 Kurven und 19 Holzbrücken. Am 9. Februar 1880 kam der erste Zug in Santa Fe an. Die Kapelle der 9. Kavallerie, einer Einheit der Buffalo Soldiers, führte den Festzug an, und Gouverneur Wallace schlug den letzten Nagel ein.[7]

Mit jeder Meile Gleis wurden die Wege der Wagenzüge auf dem Santa Fe Trail kürzer; als die Bahn im Februar 1880 Santa Fe erreichte, verschwand der Trail nach dem National Park Service aus dem Gebrauch.[6] Robinson und Nickerson wussten nach Fred Friedman, dass der ganze jährliche Frachthandel auf dem Trail nur etwa 2.000.000 Dollar ausmachte, eine Menge, die eine Bahn in einer Woche befördern konnte.[7]

Wie kam die Santa Fe an den Pazifik und nach Chicago?

Von Rincon aus sollte ein Ast nach Westen führen. In Deming in New Mexico traf die Santa Fe im März 1881 auf die Southern Pacific, und damit gab es nach Friedman die zweite Bahnverbindung quer durch den Kontinent.[7] Im selben Jahr erreichte sie mit der Linie von Albuquerque nach El Paso Texas.[4] Das Kapital für den schnellen Ausbau kam nach dem Handbook of Texas vor allem von Geldgebern aus Boston und Europa; die Unternehmensleitung unter William Barstow Strong wollte die Märkte in Texas erschließen.[4]

1886 vereinbarte die Santa Fe den Kauf der Gulf, Colorado and Santa Fe Railway aus Galveston, um an den Golf von Mexiko zu kommen. Beide Gesellschaften bauten eine Linie durch das Indianer-Territorium und trafen sich 1887 in Purcell.[4, 3] Für das Jahr, in dem die Santa Fe Los Angeles und Chicago erreichte, nennen die Quellen verschiedene Daten: Die Encyclopedia of Oklahoma History nennt für San Diego, Los Angeles und Chicago jeweils 1887, das Handbook of Texas für Los Angeles 1887 und für die Strecke von Kansas City nach Chicago das folgende Jahr.[3, 4] Das schnelle Wachstum führte 1893 zur Zwangsverwaltung; bis 1896 war die Gesellschaft neu geordnet.[3]

Am 17. September 1901 fuhr der erste Zug von Williams in Arizona an den Südrand des Grand Canyon. Die Santa Fe hatte eine 1897 begonnene Bergwerksbahn gekauft und bis zum Canyon verlängert. Auf Wunsch des U.S. Forest Service baute sie mit der Fred Harvey Company Unterkünfte und Gaststätten.[12]

Fred Harvey und die Harvey Houses

Fred Harvey war am 27. Juni 1835 in London geboren und kam 1850 mit 15 Jahren nach New York, wo er in Restaurants arbeitete.[9] Wer Anfang der 1870er Jahre mit der Bahn fuhr, hatte bei einem Halt oft nur eine Stunde, um ein Lokal zu finden und zu essen, und das Essen an den Bahnhöfen war schlecht.[10] Harvey bot seine Idee erst der Burlington-Bahn an, die ablehnte. Charles F. Morse, Präsident der Santa Fe, sagte zu, und 1876 eröffnete Harvey ein Speiselokal im Bahnhof von Topeka.[9, 10] Nach der Kansas Historical Society beeindruckte er die Bahn damit so, dass sie ihm schließlich alle ihre Speiselokale übertrug.[17]

Sein erstes Hotel mit Übernachtung war das Clifton Hotel in Florence, Kansas, das Einheimische 1876 für Reisende der Santa Fe gebaut hatten. Harvey besichtigte es im Dezember 1877; am 1. Januar 1878 schloss er mit der Santa Fe einen Vertrag, nach dem die Personenzüge der Hauptstrecke dort für zwei Mahlzeiten am Tag hielten.[22] Die Kansas Historical Society datiert den Kauf auf 1877 und nennt in einem Eintrag Florence, im anderen Peabody; das Formular für das National Register stützt Florence.[9, 10, 22] Gedeckt wurde mit Leinen, Silber und Porzellan, und Männer mussten im Speisesaal eine Jacke tragen; wer keine hatte, bekam eine geliehen.[9] 1891 waren 15 Harvey Houses in Betrieb. Als Harvey am 9. Februar 1901 in Leavenworth starb, gehörten zu seinem Unternehmen 45 Restaurants und 20 Speisewagen in 12 Staaten.[9, 10]

Die Kellner ersetzte Harvey durch junge Frauen, die "Harvey Girls". Die ersten stellte er nach dem National Park Service 1883 im Harvey House von Raton in New Mexico ein.[23] Die Kansas Historical Society nennt in ihren beiden Einträgen 1883 und 1881.[9, 10] Die Frauen verpflichteten sich für ein Jahr.[10] Bekannt wurden sie mit schwarzem Kleid und weißer Schürze, später durch das Musical "The Harvey Girls" von 1946.[9] Nach dem National Park Service stellte die Firma fast immer weiße Frauen ein, obwohl im Südwesten viele hispanische und indigene Frauen lebten. Nichtweiße Frauen bekamen meist nur die am schlechtesten bezahlten Arbeiten, etwa in der Wäscherei. Erst als im Zweiten Weltkrieg Arbeitskräfte fehlten, änderte sich das, und die Firma stellte auch Frauen aus hispanischen Familien und aus den Gemeinschaften der Hopi, Zuni und Navajo ein.[11]

Gedeckter Tisch mit weißem Leinen, Silberbesteck und Porzellan vor einer Bretterwand, warmes Seitenlicht
Gedeckter Tisch in einem Bahnhofsrestaurant. Ab 1876 betrieb Fred Harvey Speiselokale an den Strecken der Santa Fe. Bild: KI-generiert

Was wurde aus der Santa Fe?

In Topeka entstanden in der Dampfzeit fast alle Arten von Lokomotiven, die die Santa Fe einsetzte.[17] 1980 betrieb sie nach dem Handbook of Texas ein Netz von 12.209 Meilen, davon 3.508 Meilen in Texas.[4] In Oklahoma allein verbanden etwa 1.500 Meilen die meisten Ölfelder mit dem übrigen Land.[3]

1983 schloss sich die Muttergesellschaft Santa Fe Industries mit der Southern Pacific Company zusammen, doch die Interstate Commerce Commission lehnte die Verschmelzung der beiden Bahnen ab. 1989 hieß die Firma Santa Fe Pacific Corporation.[4] Am 31. Dezember 1996 ging The Atchison, Topeka and Santa Fe Railway Company in der Burlington Northern Railroad Company auf, die seitdem The Burlington Northern and Santa Fe Railway Company heißt.[8] Die Encyclopedia of Oklahoma History schreibt, seit 1997 gehöre die Santa Fe zum System der Burlington Northern Santa Fe.[3]

Zeitleiste der Santa Fe Railway

Zeitleiste: Atchison, Topeka and Santa Fe Railway
  1. 11.02.1859Das Parlament des Kansas-Territoriums gibt der Atchison and Topeka Railway Company ihre Urkunde, geschrieben von Cyrus K. Holliday.[1]
  2. 03.03.1863Präsident Lincoln unterschreibt das Gesetz über die Landschenkung; die Strecke bis Colorado muss bis 3. März 1873 fertig sein.[1]
  3. November 1863Die Aktionäre beschließen den neuen Namen Atchison, Topeka and Santa Fe.[1, 2]
  4. 25.07.1868Der Bund genehmigt den Kauf von fast 340.000 Acres Land der Potawatomi für einen Dollar je Acre.[2]
  5. 30.10.1868Erster Spatenstich in Topeka nach der Überlieferung der Bahn; die einzige Meldung der Zeit erscheint am 5. November 1868.[1, 2]
  6. 26.04.1869Erste Ausflugsfahrt von Topeka bis zum Gleisende bei Cottonwood Grove, etwa sieben Meilen.[2]
  7. 17.07.1871Der erste Zug erreicht Newton.[1]
  8. September 1872Die Gleise erreichen Dodge City.[1] Dodge City
  9. 28.12.1872Die Strecke erreicht die Grenze nach Colorado, vor der Frist des Gesetzes.[1]
  10. 1873Die Bahn stellt C. B. Schmidt als Einwanderungsbeauftragten ein; bis 1885 holt er rund 15.000 Deutsche nach Kansas.[13]
  11. 1876Fred Harvey eröffnet im Bahnhof von Topeka sein erstes Speiselokal an der Strecke der Santa Fe.[9, 10]
  12. Februar 1876Die Santa Fe erreicht Pueblo in Colorado.[5]
  13. 1878Die Santa Fe erreicht Ende 1878 die Höhe des Raton Pass und kommt nach New Mexico.[6, 7]
  14. Dezember 1879Richter Moses Hallett beendet den Streit um die Royal Gorge; die Santa Fe erhält 1,8 Millionen Dollar.[5]
  15. 09.02.1880Der erste Zug erreicht über die Stichbahn von Galisteo Junction die Stadt Santa Fe; der Santa Fe Trail kommt aus dem Gebrauch.[7, 6] Santa Fe Trail
  16. März 1881In Deming trifft die Santa Fe auf die Southern Pacific.[7]
  17. 1887Die Santa Fe reicht bis Los Angeles und San Diego; in Purcell treffen sich die Linien aus Kansas und Texas.[3, 4]
  18. 1893Die Gesellschaft kommt unter Zwangsverwaltung; bis 1896 wird sie neu geordnet.[3]
  19. 17.09.1901Der erste Zug fährt von Williams an den Südrand des Grand Canyon.[12] Grand Canyon
  20. 31.12.1996Die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway Company geht in der Burlington Northern Railroad Company auf.[8]

Karte: Stationen der Santa Fe

Karte: Stationen der Santa Fe von Kansas bis New Mexico125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Atchison2Topeka3Dodge City4Pueblo5Raton6Lamy7Santa Fe8Deming
Karte: Stationen der Santa Fe von Kansas bis New Mexico
  1. 1Atchison, Kansas: Namensgeber der Santa Fe (Atchison, Kansas, mit Topeka verbunden am 16. Mai 1872) 39,56° N, 95,14° W[18, 1]
  2. 2Topeka, Kansas: Baubeginn 1868 (Topeka, Kansas, Baubeginn im Oktober 1868) 39,03° N, 95,70° W[18, 1]
  3. 3Dodge City, Kansas: Rinderstadt an der Santa Fe (Dodge City, Kansas, an der Strecke seit September 1872) 37,76° N, 100,02° W[18, 1]
  4. 4Pueblo, Colorado: erreicht im Februar 1876 (Pueblo, Colorado, erreicht im Februar 1876) 38,27° N, 104,61° W[19, 5]
  5. 5Raton, New Mexico: am Raton Pass (Raton (früher Willow Springs), New Mexico, südlich des Raton Pass) 36,88° N, 104,44° W[20, 7]
  6. 6Lamy, New Mexico: Abzweig der Stichbahn (Lamy (früher Galisteo Junction), New Mexico, Abzweig der Stichbahn nach Santa Fe) 35,49° N, 105,89° W[20, 7]
  7. 7Santa Fe, New Mexico: Ende der Stichbahn (Santa Fe, New Mexico, erster Zug am 9. Februar 1880) 35,66° N, 105,98° W[20, 7]
  8. 8Deming, New Mexico: Anschluss an die Southern Pacific 1881 (Deming, New Mexico, Anschluss an die Southern Pacific im März 1881) 32,26° N, 107,75° W[20, 7]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Mythos und Wahrheit

Auch über die Stichbahn nach Santa Fe kursiert eine Legende: Die Bahn sei an der Stadt vorbei bis Galisteo gefahren und erst auf Drängen von Gouverneur Wallace oder Erzbischof Lamy zurückgekehrt. Fred Friedman hält diese Fassung für ungenau, denn die Stichbahn war das Ergebnis der Verhandlungen über die Anleihen des County.[7]

Mehr zu Eisenbahn und Verkehr

Häufige Fragen

Wann wurde die Santa Fe Railway gegründet?

Am 11. Februar 1859 gab das Parlament des Kansas-Territoriums der Atchison and Topeka Railway Company ihre Urkunde; geschrieben hatte sie Cyrus K. Holliday. Den Namen Atchison, Topeka and Santa Fe erhielt die Gesellschaft im November 1863. Gebaut wurde erst ab Oktober 1868.

Fuhr die Santa Fe Railway wirklich nach Santa Fe?

Nur über eine Stichbahn. Die Hauptstrecke führte südlich an der Hauptstadt New Mexicos vorbei. Erst nachdem das County 150.000 Dollar in Anleihen zugesagt hatte, baute die Bahn eine Zweigstrecke von Galisteo Junction, dem späteren Lamy; der erste Zug kam am 9. Februar 1880 an.

Wie lang war das Netz der Santa Fe?

Nach dem Handbook of Texas betrieb die Santa Fe 1980 ein Netz von 12.209 Meilen, davon 3.508 Meilen in Texas.

Was waren die Harvey Houses?

Bahnhofsrestaurants und Hotels von Fred Harvey an den Strecken der Santa Fe. Sein erstes Speiselokal an der Santa Fe eröffnete er 1876 im Bahnhof von Topeka. Bei seinem Tod 1901 gehörten laut Kansas Historical Society 45 Restaurants und 20 Speisewagen in 12 Staaten dazu.

Wer waren die Harvey Girls?

So hießen die Kellnerinnen der Harvey Houses, die ab 1883 die männlichen Kellner ersetzten; einer von zwei Einträgen der Kansas Historical Society nennt 1881. Nach dem National Park Service stellte die Firma fast immer weiße Frauen ein. Erst als im Zweiten Weltkrieg Arbeitskräfte fehlten, kamen auch hispanische Frauen und Frauen der Hopi, Zuni und Navajo dazu.

Was wurde aus der Santa Fe Railway?

Am 31. Dezember 1996 ging die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway Company in der Burlington Northern Railroad Company auf. Die Gesellschaft heißt seitdem The Burlington Northern and Santa Fe Railway Company.

Quellen

  1. Nachschlagewerk Santa Fe Railway (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Dezember 2004, geändert April 2014. abgerufen am 25.10.2026
  2. Nachschlagewerk Augustus J. Veenendaal Jr.: Atchison, Topeka and Santa Fe Railway (The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture). Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 25.10.2026
  3. Nachschlagewerk Keith L. Bryant Jr.: Atchison, Topeka and Santa Fe Railway System (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 07.08.2020. abgerufen am 25.10.2026
  4. Amtliche Stelle Land of Contrast: A History of Southeast Colorado, Kapitel IX: A Time of Building, 1870 bis 1880 (BLM Cultural Resources Series Colorado, Nr. 17). Bureau of Land Management; Webfassung npshistory.com. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  5. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Santa Fe National Historic Trail. Stand 23.04.2025. abgerufen am 25.10.2026
  6. Nachschlagewerk Harvey, Fred (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Juni 2010, geändert Juni 2019. abgerufen am 25.10.2026
  7. Nachschlagewerk Harvey House Restaurants (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Februar 2011, geändert Juni 2016. abgerufen am 25.10.2026
  8. Amtliche Stelle The Harvey Girls: Increasing Opportunity. National Park Service, Grand Canyon National Park. Stand 17.12.2024. abgerufen am 25.10.2026
  9. Amtliche Stelle Rails and Roads. National Park Service, Grand Canyon National Park. Stand 17.03.2025. abgerufen am 25.10.2026
  10. Nachschlagewerk Schmidt, C. B. (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand August 2011, geändert August 2025. abgerufen am 25.10.2026
  11. Museum Turkey Red Wheat (Kansapedia). Kansas Historical Society, Kansas Museum of History. Stand März 2011, geändert April 2015. abgerufen am 25.10.2026
  12. Nachschlagewerk Cowtowns (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Juli 2010, geändert Februar 2013. abgerufen am 25.10.2026
  13. Museum Railroad Industry in Kansas (Kansapedia). Kansas Historical Society, Kansas Museum of History. Stand Juni 2011, geändert April 2013. abgerufen am 25.10.2026
  14. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Kansas. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  15. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Colorado. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  16. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  17. Amtliche Stelle Where the Buffalo Roamed. National Park Service, Golden Spike National Historical Park. Stand 19.02.2026. abgerufen am 25.10.2026
  18. Amtliche Stelle Harvey House (Clifton Hotel), Florence, Kansas (National Register of Historic Places Inventory Nomination Form). National Park Service, National Register of Historic Places. Stand 1973. abgerufen am 25.10.2026
  19. Amtliche Stelle Fred Harvey House, 624 Olive Street, Leavenworth, Kansas (National Register of Historic Places Inventory Nomination Form, 1971, mit späterer Ergänzung). National Park Service, National Register of Historic Places. Stand 1971, ergänzt. abgerufen am 25.10.2026

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    Dodge City in Kansas war bis 1885 eine der großen Rinderstädte am Western Trail.