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Die Besiedlung des Westens
Kurz erklärt Die Besiedlung des Westens meint den Zuzug von Siedlern in die Gebiete westlich des Mississippi, vor allem im 19. Jahrhundert. Spanische Siedler kamen schon 1598 nach New Mexico; den großen Zuzug brachten die Trails, der Goldfund in Kalifornien 1848, der Homestead Act von 1862 und die Eisenbahn ab 1869. 1890 ließ sich laut Census Bureau keine durchgehende Siedlungsgrenze mehr ziehen.

Was heißt Besiedlung des Westens?
Besiedlung des Westens heißt der Zuzug von Siedlern, Einwanderern und Städtegründern in die Gebiete westlich des Mississippi. Wie die USA dieses Land durch Kauf, Verträge und Krieg erwarben, erklärt die Seite Westexpansion der USA. Für Siedler, Einwanderer und Homesteader war der Westen nach dem National Park Service leeres Land, für die indigenen Völker war er ihre Heimat.[16]
Im Südwesten siedelten Europäer lange vor den Amerikanern. 1598 führte Juan de Oñate eine Siedlungsexpedition in das heutige New Mexico, mit Siedlern, Priestern, Soldaten und indigenen und mestizischen Führern und Dienern. Der erste spanische Hauptort lag zunächst in Ohkay Owingeh (San Juan Pueblo), zog 1600 in das nahe San Gabriel del Yungue, und zehn Jahre später wurde Santa Fe Hauptstadt der spanischen Provinz Nuevo México.[3] Der Weg dorthin, der El Camino Real de Tierra Adentro, war während der ganzen spanischen Zeit bis 1821 in Gebrauch; den Fernverkehr beendete erst die Eisenbahn, die 1880 Santa Fe und 1881 El Paso erreichte (Santa Fe, Spanische Missionen in Kalifornien).[3]
Aus den USA zogen Siedler zunächst über die Trails in den Westen. Die Mormonen erreichten nach Britannica 1847 Utah, bauten Salt Lake City und besiedelten von dort aus weite Teile der Rocky Mountains. Der Goldfund in Kalifornien 1848 brachte einen Schub an die Westküste, und schon 1850 wurde Kalifornien Bundesstaat. Der Rest des Westens blieb dünn besiedelt; die Great Plains kannten die meisten Amerikaner lange nur als "Great American Desert", als unwirtliches Land mit schlechtem Boden und wenig Wasser.[2]
Das änderten nach Britannica die Jahre des Bürgerkriegs und danach: 1862 der Homestead Act, 1869 die erste transkontinentale Eisenbahn und 1873 der Stacheldraht (Joseph F. Glidden meldete sein Patent am 27. Oktober 1873 an, erteilt wurde es am 24. November 1874[19]), dazu Fortschritte im Trockenfeldbau und in der Bewässerung und die Einweisung der indigenen Nationen in Reservate nach brutalen und verlustreichen Kriegen (Die Indianerkriege).[2] 1890 gab es im Westen nach dem Leiter der Volkszählung so viele besiedelte Inseln, dass sich keine durchgehende Siedlungsgrenze mehr ziehen ließ. Als unbesiedelt galt beim Census Bureau Land mit weniger als 2 Menschen je Quadratmeile (umgerechnet rund 0,8 je Quadratkilometer); Indigene, die keine Steuern zahlten ("Indians not taxed"), zählte es dabei nicht mit (Wann war der Wilde Westen?).[1]
Wie kamen die Siedler in den Westen?
Zuerst über die Trails, später mit der Bahn. Ein großer Treck war der Auszug der Mormonen aus Nauvoo in Illinois. Brigham Young plante für das Frühjahr 1846 den Aufbruch von rund 15.000 Gläubigen in das Große Becken, das damals zu Mexiko gehörte. Am 1. März 1846 zogen rund 500 Wagen über die winterliche Prärie von Iowa nach Nordwesten zum Missouri, auf der Route, die heute Mormon Trail heißt.[4]
Die Eisenbahn ermöglichte der Pacific Railway Act vom 1. Juli 1862. Er gab den Bahngesellschaften Staatsanleihen und große Flächen Land für den Bau einer Eisenbahn- und Telegrafenlinie vom Missouri zum Pazifik. Ab 1863 baute die Union Pacific mit mehr als 8.000 irischen, deutschen und italienischen Einwanderern von Omaha aus nach Westen, die Central Pacific mit über 10.000 chinesischen Arbeitern von Sacramento aus nach Osten. Am 10. Mai 1869 trafen sich die Strecken in Promontory in Utah (Die erste transkontinentale Eisenbahn). Die Reise quer durch das Land dauerte danach nach den National Archives etwa eine Woche statt mehrerer Monate.[8]
Manche Bahngesellschaft warb auch selbst um Siedler. In Kansas führten die Werbebemühungen der Santa Fe Railroad nach der Kansas Historical Society dazu, dass sich Familien deutscher Mennoniten aus Russland, die 1874 nach Kansas kamen, in den Countys Marion, Harvey und McPherson niederließen.[9]

Wie kamen die Siedler an ihr Land?
Vor 1862 vor allem durch Kauf. Nach dem Preemption Act von 1841 konnte ein Erwachsener sich auf öffentlichem Land niederlassen und 160 Acres erwerben, wenn er das Land verbesserte und binnen zwölf Monaten 1,25 Dollar je Acre zahlte, so die Encyclopedia of the Great Plains.[7] Der Homestead Act vom 20. Mai 1862 gab jedem Erwachsenen, der Bürger war oder werden wollte und nie gegen die USA gekämpft hatte, 160 Acres vermessenes Staatsland. Nach fünf Jahren Wohnen und Bebauen gehörte es ihm, abgesehen von einer kleinen Gebühr.[5] Fast vier Millionen Homesteader ließen sich nach dem National Park Service in 123 Jahren in 30 Staaten nieder; 270 Millionen Acres, 10 Prozent der Fläche der USA, wurden nach dem Gesetz beansprucht und besiedelt. In Kraft blieb es bis 1976, in Alaska bis 1986.[6]
Die National Archives schränken das Bild ein. Das meiste Land ging an Spekulanten, Viehzüchter, Bergbau, Holzfirmen und Eisenbahnen; von rund 500 Millionen Acres, die das General Land Office von 1862 bis 1904 vergab, bekamen Homesteader nur 80 Millionen. Kleine Farmer erwarben über das Gesetz im 20. Jahrhundert sogar mehr Land als im 19. Jahrhundert.[5]
Einen großen Teil des Landes erhielten die Eisenbahnen. Der Pacific Railway Act von 1862 gab ihnen jede zweite Sektion mit ungerader Nummer, fünf Sektionen je Meile auf beiden Seiten der Strecke in einem Streifen von zehn Meilen.[8] Nach den Gesetzen von 1862 und 1864 bekam die Union Pacific alle ungeraden Sektionen in einer Zone von 20 Meilen beiderseits der Gleise. Land nahe der Bahn war gefragt; die freien Homestead-Sektionen dazwischen wurden zuerst genommen, und so entstand ein Schachbrettmuster der Besiedlung.[7] Insgesamt genehmigte der Kongress vier transkontinentale Bahnen und gab ihnen 174 Millionen Acres öffentliches Land für die Strecken.[8]
Die Einheit von 160 Acres war nach der Encyclopedia of the Great Plains für ein feuchtes Klima gedacht, nicht für das subhumide, nur mäßig feuchte Land der Plains. Deshalb folgten weitere Gesetze, vom Timber Culture Act 1873 bis zum Enlarged Homestead Act 1909.[7] Als die Regierung Land im Indianer-Territorium freigab, entschied die Schnelligkeit. Präsident Benjamin Harrison öffnete mit seiner Proklamation vom 23. März 1889 Land im Indianer-Territorium ab 12 Uhr mittags am 22. April 1889 für Siedler (Oklahoma Land Run). Die Proklamation stützte sich auf ein Abkommen vom 19. Januar 1889, in dem die Muscogee (Creek) Nation den USA den vollen Rechtstitel an der westlichen Hälfte ihres Gebiets übertrug, und auf eine Zahlung an die Seminolen für Land, das diese 1866 abgetreten hatten.[17] Bei solchen Landläufen bekam das Land nach dem National Park Service, wer zuerst ankam.[16]
| Gesetz oder Ereignis | Jahr | Inhalt | Seite |
|---|---|---|---|
| Preemption Act | 1841 | 160 Acres für 1,25 Dollar je Acre, binnen zwölf Monaten zu zahlen[7] | Homestead Act |
| Homestead Act | 1862 | 160 Acres nach fünf Jahren Wohnsitz gegen eine kleine Gebühr[5] | Homestead Act |
| Pacific Railway Act | 1862 | Land und Anleihen für eine Bahn vom Missouri zum Pazifik[8] | Transkontinentale Eisenbahn |
| Transkontinentale Eisenbahn | 1869 | Strecken treffen sich am 10. Mai in Promontory, Utah[8] | Transkontinentale Eisenbahn |
| Timber Culture Act | 1873 | 160 Acres für das Pflanzen von Bäumen, 1891 aufgehoben[7] | Gesetze und Verträge |
| Desert Land Act | 1877 | 640 Acres für 25 Cent je Acre, Eigentum nach drei Jahren gegen einen weiteren Dollar je Acre und den Nachweis der Bewässerung[7] | Gesetze und Verträge |
| Chinese Exclusion Act | 1882 | zehn Jahre Einwanderungsverbot für chinesische Arbeiter[12] | Chinese Exclusion Act |
| Dawes Act | 1887 | Aufteilung der Reservate, "Überschussland" an Nichtindigene[16] | Dawes Act |
| Proklamation zum Landlauf in Oklahoma | 1889 | Land im Indianer-Territorium offen ab 22. April, 12 Uhr mittags[17] | Oklahoma Land Run |
| Volkszählung | 1890 | keine durchgehende Siedlungsgrenze mehr[1] | Wann war der Wilde Westen? |
| Enlarged Homestead Act | 1909 | 320 Acres ohne Kaufpreis[7] | Homestead Act |
Wer besiedelte den Westen?
Die meisten Homesteader stammten nach den National Archives aus Gegenden nahe ihrem neuen Land: Aus Iowa zogen sie nach Nebraska, aus Minnesota nach South Dakota. Gegen die Armut half das Gesetz kaum, denn Werkzeug, Saatgut und Vieh für eine Farm konnten sich vergleichsweise wenige Arbeiter und Farmer leisten.[5]
Einwanderer aus Europa
In Texas waren Menschen deutscher Herkunft nach dem Handbook of Texas die größte direkt aus Europa stammende Gruppe; schon 1850 stellten sie mehr als 5 Prozent der Bevölkerung. Der Adelsverein, ein Verein deutscher Adliger, brachte Tausende Deutsche nach Texas und gründete New Braunfels und Fredericksburg; von 1844 bis 1847 kamen mehr als 7.000 Deutsche an. In den 1850er Jahren stieg die Zahl der in Deutschland Geborenen in Texas auf mehr als das Doppelte, über 20.000 (Deutsche im Wilden Westen).[10]
Die Mennoniten, die 1874 aus Russland nach Kansas kamen, stammten aus Familien, die mehr als 100 Jahre zuvor Deutschland in Richtung Russland verlassen hatten. Sie verließen Russland, nachdem Alexander II. ihre Befreiung vom Militärdienst aufgehoben hatte. Nach der Überlieferung brachten sie Saatgut von hartem Winterweizen mit, der sich auf den Great Plains besser bewährte als der Mais, den Kansas damals vor allem anbaute.[9]
Chinesische Einwanderer
Über 10.000 chinesische Arbeiter bauten die Central Pacific.[8] Am 6. Mai 1882 unterzeichnete Präsident Chester A. Arthur den Chinese Exclusion Act, das erste große Gesetz, das die Einwanderung in die USA beschränkte. Es verbot chinesischen Arbeitern zehn Jahre lang die Einreise, 1892 verlängerte der Geary Act das Verbot, dauerhaft wurde es nach dem Milestone-Dokument der National Archives 1902, nach einer anderen Seite derselben Behörde 1904,[12, 18] und erst 1943 hob der Kongress alle Ausschlussgesetze auf (Chinesische Einwanderer im Westen).[12]
Afroamerikanische Siedler
Nach dem Bürgerkrieg bauten viele befreite Afroamerikaner im Süden als Pächter Baumwolle an und konnten davon ihre Familien oft nicht ernähren, dazu nahm die Gewalt gegen Schwarze zu. Viele Familien suchten einen Weg fort, und Kansas galt seit "Bleeding Kansas" als Ort der Freiheit und bot Land nach dem Homestead Act. Benjamin "Pap" Singleton führte 1873 eine Gruppe von 300 Menschen in das Cherokee County, eine weitere Gruppe aus Kentucky gründete Nicodemus im Graham County. 1870 lebten in Kansas 17.108 Schwarze, 1880 waren es 43.107.[11]
Von 1879 bis 1881 kamen besonders viele, die Exodusters, benannt nach dem Auszug aus Ägypten in der Bibel. Die meisten erreichten Kansas mit Dampfschiffen und hatten kaum Geld. Gouverneur St. John gründete am 8. Mai 1879 die Freedman's Relief Association, die Siedlungen in Wabaunsee, im Chautauqua County und im Coffey County anlegte (Afroamerikaner im Wilden Westen).[11]

Wie entstanden die Städte des Westens?
Manche entstanden an der Bahn. Cheyenne in Wyoming geht auf einen Bauplatz zurück, den General Grenville Dodge für die Union Pacific nach WyoHistory.org am 4. Juli 1867 am Crow Creek festlegte. Die ersten Gleise erreichten den Ort am 13. November 1867. Die Zeitung Cheyenne Leader zählte im November 1867 schon 200 Geschäfte und im Juli 1868 nicht weniger als 5.000 Einwohner; der Ort hieß bald "Magic City of the Plains". Im Mai 1869 wurde Cheyenne vorläufige Hauptstadt des Territoriums Wyoming.[14]
Andere Städte lebten vom Vieh. Von 1866 bis 1885 wurden jedes Jahr Hunderttausende Longhorn-Rinder aus Texas zu Verladebahnhöfen in Kansas getrieben, vor allem nach Abilene, Ellsworth, Wichita, Dodge City und Caldwell. In Abilene, damals nur ein paar Blockhütten, baute der Viehhändler Joseph G. McCoy 1867 Viehhöfe; im ersten Jahr kamen rund 35.000 Rinder, 1871 gingen mehr als 40.000 per Bahn ab. Quarantänegesetze gegen das Texasfieber und die Zäune der Homesteader schlossen eine Stadt nach der anderen, bis Dodge City von 1875 bis 1885 die wichtigste Rinderstadt war (Viehtriebe, Chisholm Trail).[13]

Wie schnell manche Städte wuchsen, zeigen die Zahlen der Volkszählungen, die das Census Bureau für die 100 größten Orte der USA zusammengestellt hat.[15]
| Stadt | 1870 | 1880 | 1890 | 1900 |
|---|---|---|---|---|
| San Francisco, Kalifornien | 149.473 | 233.959 | 298.997 | 342.782[15] |
| Denver, Colorado | nicht unter den 100 größten | 35.629 | 106.713 | 133.859[15] |
| Los Angeles, Kalifornien | nicht unter den 100 größten | nicht unter den 100 größten | 50.395 | 102.479[15] |
| Portland, Oregon | nicht unter den 100 größten | nicht unter den 100 größten | 46.385 | 90.426[15] |
| Seattle, Washington | nicht unter den 100 größten | nicht unter den 100 größten | 42.837 | 80.671[15] |
| Salt Lake City, Utah | nicht unter den 100 größten | 20.768 | 44.843 | 53.531[15] |
Was bedeutete die Besiedlung für die indigenen Nationen?
Sie verloren große Teile ihres Landes. Schon vor dem Homestead Act hatten Verträge und Gesetze wie der Indian Appropriations Act von 1851 viele Nationen in Reservate im Westen gedrängt; die Homesteads kamen nach dem National Park Service als weitere Belastung hinzu.[16] Der Pacific Railway Act von 1862 verpflichtete die Regierung, die Rechtstitel der Nationen an allen Flächen für Trasse und Landschenkungen so rasch wie möglich aufzuheben. Die Bahnen durchschnitten nach den National Archives das angestammte Land der Nationen, und es kam zu Konflikten.[8]
Der Dawes Act von 1887 erlaubte es, das gemeinsame Land der Reservate in Parzellen aufzuteilen. Was übrig blieb, erklärte die Regierung zu "Überschussland" und gab es an Nichtindigene, teils in Landläufen. Das Land der Reservate schrumpfte nach dem National Park Service von 138 Millionen Acres 1887 auf 48 Millionen Acres 1934, um 65 Prozent.[16] Vor dem Landlauf von 1889 hatte die Muscogee (Creek) Nation den USA im Januar desselben Jahres den vollen Rechtstitel an der westlichen Hälfte ihres Gebiets übertragen.[17]
Zeitleiste der Besiedlung
- 1598Juan de Oñate führt eine spanische Siedlungsexpedition in das heutige New Mexico.[3] Santa Fe
- 1610Santa Fe wird Hauptstadt der spanischen Provinz Nuevo México.[3] Santa Fe
- 1841Der Preemption Act erlaubt Siedlern, 160 Acres öffentliches Land für 1,25 Dollar je Acre zu erwerben.[7]
- 01.03.1846Rund 500 Wagen der Mormonen ziehen über die Prärie von Iowa nach Westen, auf der Route des späteren Mormon Trail.[4] Mormon Trail
- 1847Die Mormonen erreichen Utah und gründen Salt Lake City.[2] Mormon Trail
- 1850Kalifornien wird Bundesstaat; der Goldfund von 1848 hatte einen Zustrom an die Westküste gebracht.[2] Kalifornischer Goldrausch
- 20.05.1862Der Homestead Act verspricht Siedlern 160 Acres Staatsland nach fünf Jahren Wohnsitz.[5] Homestead Act
- 01.07.1862Der Pacific Railway Act fördert mit Land und Anleihen eine Bahn vom Missouri zum Pazifik.[8] Die erste transkontinentale Eisenbahn
- 1867Joseph G. McCoy macht Abilene in Kansas zum Verladebahnhof für Rinder aus Texas.[13] Abilene
- 04.07.1867Grenville Dodge legt für die Union Pacific den Bauplatz von Cheyenne am Crow Creek fest.[14]
- 10.05.1869In Promontory in Utah treffen sich die Strecken der Union Pacific und der Central Pacific.[8] Die erste transkontinentale Eisenbahn
- 1873Der Timber Culture Act gibt 160 Acres für das Pflanzen von Bäumen.[7]
- 1874Deutsche Mennoniten aus Russland kommen nach Kansas.[9]
- 1877Der Desert Land Act bietet 640 Acres für 25 Cent je Acre; das Eigentum gibt es nach drei Jahren gegen einen weiteren Dollar je Acre und den Nachweis der Bewässerung.[7]
- 08.05.1879Gouverneur St. John gründet in Kansas die Freedman's Relief Association für die Exodusters.[11]
- 06.05.1882Der Chinese Exclusion Act verbietet chinesischen Arbeitern für zehn Jahre die Einwanderung.[12] Chinese Exclusion Act
- 22.04.1889Um 12 Uhr mittags öffnet Land im Indianer-Territorium für Siedler, nach der Proklamation von Präsident Benjamin Harrison vom 23. März 1889.[17] Oklahoma Land Run 1889
- 1890Das Census Bureau findet im Westen keine durchgehende Siedlungsgrenze mehr.[1]
- 1909Der Enlarged Homestead Act erhöht das kostenlose Land auf 320 Acres.[7] Homestead Act
- 1976Der Homestead Act wird aufgehoben; in Alaska gilt er noch bis 1986.[6] Homestead Act
Ereignisse der Besiedlung
EreignisOklahoma Land Run 1889
Karte: Orte der Besiedlung
- 1Oklahoma Land Run 1889 (Oklahoma City, Centennial Land Run Monument) 35,46° N, 97,50° W[20]
Mythos und Wahrheit
Alle Seiten zum Thema
Besiedlung
- Der Oklahoma Land Run: das Rennen um Land im Indianer-Territorium
- Deutsche im Wilden Westen: Einwanderer aus Deutschland im Westen
- Afroamerikaner im Wilden Westen: Siedler, Cowboys und Soldaten
- Die Buffalo Soldiers: afroamerikanische Regimenter im Westen
- Chinesische Einwanderer im Westen: Arbeit, Ausgrenzung und Gesetze
- Die spanischen Missionen in Kalifornien: Gründung und Folgen
Land, Wege und Gesetze
- Die Westexpansion der USA und der Homestead Act
- Die Trails des Wilden Westens mit Oregon Trail und Mormon Trail
- Die erste transkontinentale Eisenbahn
- Gesetze und Verträge, die den Westen formten
- Alltag der Siedler
Häufige Fragen
Wann wurde der Westen der USA besiedelt?
Spanische Siedler kamen 1598 nach New Mexico. Der große Zuzug aus den USA begann mit den Trails der 1840er Jahre und dem Goldfund in Kalifornien 1848; 1862 folgte der Homestead Act, 1869 die erste transkontinentale Eisenbahn. 1890 fand das Census Bureau keine durchgehende Siedlungsgrenze mehr.
Warum zogen die Menschen in den Westen?
Viele suchten Land, Gold oder Arbeit. Der Homestead Act von 1862 versprach 160 Acres Staatsland nach fünf Jahren Wohnsitz, die Santa Fe Railroad warb in Kansas um Siedler, und der Goldfund von 1848 brachte einen Zustrom nach Kalifornien. Die Mormonen gingen 1847 nach Utah, Afroamerikaner zogen ab 1879 als Exodusters nach Kansas.
Welche Rolle spielte die Eisenbahn bei der Besiedlung?
Die erste transkontinentale Eisenbahn von 1869 verkürzte die Reise quer durch das Land laut National Archives von mehreren Monaten auf etwa eine Woche. Die Bahngesellschaften bekamen vom Bund Land entlang der Strecken, und an ihren Strecken entstanden neue Städte wie Cheyenne.
Wie viele Menschen bekamen Land durch den Homestead Act?
Laut National Park Service ließen sich in 123 Jahren fast vier Millionen Homesteader in 30 Staaten nieder, und 270 Millionen Acres wurden nach dem Gesetz beansprucht und besiedelt. Die National Archives schränken ein, dass das meiste öffentliche Land an Spekulanten, Viehzüchter, Bergbau, Holzfirmen und Eisenbahnen ging.
Wer waren die Siedler im Wilden Westen?
Farmer aus den Nachbarstaaten, Einwanderer aus Europa wie die Deutschen in Texas und die Mennoniten aus Russland in Kansas, chinesische Arbeiter, afroamerikanische Familien aus dem Süden und Mormonen. Die meisten Homesteader kamen laut National Archives aus Gegenden nahe ihrem neuen Land.
Wann war der Westen vollständig besiedelt?
1890 stellte der Leiter der Volkszählung fest, dass es im Westen so viele besiedelte Gebiete gab, dass sich keine Siedlungsgrenze mehr ziehen ließ. Als unbesiedelt galt beim Census Bureau Land mit weniger als 2 Menschen je Quadratmeile.
Was bedeutete die Besiedlung für die indigenen Völker?
Sie verloren große Teile ihres Landes. Verträge und Gesetze drängten viele Nationen in Reservate, und nach dem Dawes Act schrumpfte das Land der Reservate laut National Park Service von 138 Millionen Acres 1887 auf 48 Millionen Acres 1934.
Quellen
- Amtliche Stelle Following the Frontier Line, 1790 to 1890. U.S. Census Bureau. Stand 06.09.2012. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk the West (Region der USA). Encyclopaedia Britannica, Britannica Editors. Stand 23.09.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, El Camino Real de Tierra Adentro National Historic Trail. Stand Last updated 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Mormon Pioneer National Historic Trail. Stand Last updated 23.04.2025. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Homestead Act (1862), Milestone Documents, mit Gesetzestext. National Archives. Stand Last reviewed 07.06.2022. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle About the Homestead Act. National Park Service, Homestead National Historical Park. Stand Last updated 12.10.2022. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk David J. Wishart: Land Laws and Settlement. Encyclopedia of the Great Plains, University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Pacific Railway Act (1862), Milestone Documents, mit Gesetzestext. National Archives. Stand Last reviewed 10.05.2022. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Mennonites in Kansas (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Dezember 2017. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Terry G. Jordan: Germans (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1976, überarbeitet 29. November 2019. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Exodusters (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Oktober 2019. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Chinese Exclusion Act (1882), Milestone Documents, mit Gesetzestext. National Archives. Stand Last reviewed 17.01.2023. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Cowtowns (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Juli 2010, geändert Februar 2013. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Lori Van Pelt: Cheyenne, Magic City of the Plains (WyoHistory.org). Wyoming State Historical Society. Stand 30.10.2017. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Campbell Gibson: Population of the 100 Largest Cities and Other Urban Places In The United States: 1790 to 1990 (Working Paper POP-WP027), Tabellen 10 bis 13. U.S. Census Bureau, Population Division. Stand Juni 1998. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Native Americans and the Homestead Act. National Park Service, Homestead National Historical Park. Stand Last updated 17.09.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Benjamin Harrison: Proclamation 288, Opening to Settlement Certain Lands in the Indian Territory. The American Presidency Project, University of California, Santa Barbara (Gerhard Peters, John T. Woolley). Stand 23.03.1889. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Immigration from Asia and the Pacific, 1870s to 1950s. National Archives. Stand 19.02.2026. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Joseph F. Glidden: Improvement in Wire-Fences, US-Patent 157.124 (Antrag vom 27. Oktober 1873). United States Patent Office; Ausgabe Google Patents. Stand 24.11.1874. abgerufen am 25.10.2026
- The Land Run of 1889 (Inschrift einer Tafel der Oklahoma Centennial Commemoration Commission, 2006). The Historical Marker Database (HMdb). Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
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