GeschichteThema
Afroamerikaner im Wilden Westen
Kurz erklärt Ja, es gab viele Afroamerikaner im Wilden Westen. Schon im 16. Jahrhundert zogen Afrikaner mit spanischen Expeditionen durch die Plains, später kamen Versklavte, Trapper, Soldaten der Buffalo Soldiers, Cowboys und Siedler. Allein nach Kansas zogen 1879 etwa 6.000 Exodusters, und in Oklahoma entstanden von 1865 bis 1920 mehr als fünfzig schwarze Städte und Siedlungen.

Gab es Afroamerikaner im Wilden Westen?
Ja, und schon lange vor dem Wilden Westen. Nach der Encyclopedia of the Great Plains kamen Schwarze viel früher auf den Kontinent, als meist angenommen wird. Esteban (Estevanico), ein in Afrika geborener Versklavter, begleitete den Spanier Cabeza de Vaca durch die Ebenen im Süden von Texas, und Afroamerikaner gehörten zur Expedition von Coronado, die 1540 bis 1542 durch die zentralen Great Plains zog.[1]
Auf der Lewis-und-Clark-Expedition war York dabei, ein Mann, den William Clark als Sklaven besaß. Nach dem National Park Service durfte York unterwegs jagen, obwohl Afroamerikaner damals meist keine Waffen tragen durften, und im November 1805 stimmte er wie Sacagawea mit ab, wo die Expedition den Winter verbringen sollte. Nach der Rückkehr bekamen alle anderen Mitglieder doppelten Lohn und 320 Acres Land, York kehrte in die Sklaverei zurück. Frei kam er irgendwann nach 1815.[2]
Jim Beckwourth wurde nach dem National Park Service um 1800 in Sklaverei geboren; sein Vater sorgte später mit mehreren Urkunden für seine Freilassung. 1822 ging er in den Pelzhandel, lebte danach rund zehn Jahre bei den Crow und sprach ihre Sprache. Ein Pass durch die Sierra Nevada trägt seinen Namen. Als Kundschafter begleitete er auch die Colorado Volunteers auf dem Zug, der im Sand-Creek-Massaker endete. Er starb am 29. Oktober 1866 bei den Crow.[3] Isaiah Dorman, Führer und Kundschafter, war nach der Encyclopedia of the Great Plains der einzige Afroamerikaner, der 1876 in der Schlacht am Little Bighorn starb.[1]
Gab es Sklaverei im Westen?
Texas war ein Sklavenstaat: Die Volkszählung von 1850 zählte dort nach dem Handbook of Texas 58.161 versklavte Menschen, 27,4 Prozent der Bevölkerung, die von 1860 schon 182.566 oder 30,2 Prozent.[4] Erst am 19. Juni 1865 kam General Gordon Granger nach Galveston und verkündete mit dem General Order Number 3, dass alle Versklavten frei seien; daran erinnert der Feiertag Juneteenth (wie Befreite danach als Cowboys arbeiteten, zeigt die Seite Schwarze Cowboys).[5]
In Oregon verbot die provisorische Regierung die Sklaverei 1843, wollte aber auch keine freien Schwarzen im Land. Ein Gesetz vom 26. Juni 1844 verlangte, dass Freigelassene das Gebiet verließen, und drohte ihnen mit Peitschenhieben; es wurde 1845 aufgehoben, bevor jemand bestraft wurde. 1849 folgte ein zweites Ausschlussgesetz, und am 7. November 1857 nahmen die Wähler einen Ausschlussartikel in die Verfassung auf. Oregon war damit der einzige freie Staat, der mit so einem Artikel in die Union kam. Durchgesetzt wurde er nie, gestrichen erst 1926. Die Gesetze schreckten trotzdem ab: 1860 zählte Oregon 128 Afroamerikaner unter 52.465 Einwohnern.[6] Der Farmer George Bush ließ sich deshalb mit seiner Familie nördlich des Columbia River am Puget Sound nieder, außerhalb der Reichweite des Gesetzes von 1844 (mehr zum Oregon Trail).[6]
Kalifornien verbot die Sklaverei in seiner ersten Verfassung von 1850, und doch lebte Bridget "Biddy" Mason dort fast fünf Jahre als Versklavte. Ihr Besitzer Robert Marion Smith, ein zu den Mormonen übergetretener Pflanzer aus Mississippi, hatte sie 1848 nach Utah mitgenommen; sie ging die 1.700 Meilen zu Fuß am Ende eines Zugs von 300 Wagen. Später zog Smith nach San Bernardino in Kalifornien und wollte im Dezember 1855 nach Texas weiter. Ihre freien schwarzen Freunde Robert und Minnie Owens ließen den Wagenzug mit einer Posse am Cajon Pass aufhalten. Am 22. Januar 1856 erklärte Richter Benjamin Hayes Mason und zwölf Angehörige für frei (zum Weg der Mormonen siehe Mormon Trail).[7]
Auch im Indianer-Territorium gab es Sklaverei. Angehörige der Fünf Nationen, die in den 1830er Jahren aus dem Südosten vertrieben worden waren, hielten nach der Oklahoma Historical Society bei Beginn des Bürgerkriegs etwa 10.000 Menschen als Sklaven.[8] Ein anderer Artikel der Gesellschaft nennt für das Indianer-Territorium rund 100.000 Einwohner, 14 Prozent davon versklavte Afroamerikaner, also rund 14.000.[24] Wie die Versklavten lebten, war sehr verschieden: Bei Creek und Seminolen hatten sie oft weitgehende Freiheiten, die Choctaw und Chickasaw dagegen betrieben Plantagen ähnlich denen der weißen Pflanzer. Die Cherokee Nation hob die Sklaverei im Juni 1863 auf, doch nur wenige Sklavenhalter erkannten das Gesetz an. Nach dem Krieg verlangte die Bundesregierung in den Verträgen von 1866, die Freigelassenen (Freedmen) als Bürger aufzunehmen. Die Seminolen taten es im März 1866, die Cherokee im selben Jahr, die Choctaw erst 1883, die Chickasaw nie (zur Vertreibung siehe Trail of Tears).[8]
Kämpften Afroamerikaner im Westen im Bürgerkrieg?
In Kansas stellte Senator James Henry Lane ab August 1862 das 1st Kansas Colored Infantry auf, nach der Kansas Historical Society die ersten Afroamerikaner, die in einem Nordstaat für den Bürgerkrieg angeworben wurden. Viele im Norden lehnten bewaffnete Schwarze ab, und es dauerte fünf Monate, bis das Regiment in den Dienst des Bundes übernommen wurde. Schon vorher, am 28. Oktober 1862, kämpften 225 seiner Männer bei Island Mound in Missouri gegen 500 Konföderierte; zehn von ihnen fielen, zwölf wurden verwundet.[9] Bekannt wurde das Regiment auch durch das Gefecht bei Honey Springs im Indianer-Territorium (mehr auf der Seite Der Bürgerkrieg und der Wilde Westen).[9]
Wer waren die Exodusters?
Schon 1857 flohen nach der Encyclopedia of the Great Plains Versklavte aus Missouri in das Kansas-Territorium, wo die Gegner der Sklaverei die Oberhand hatten. 1865 waren fast neun Prozent der Einwohner von Kansas Afroamerikaner, so viel wie nie wieder.[1] Die Volkszählung des Territoriums hatte 1855 noch 151 freie Schwarze und 192 Versklavte erfasst; 1870 lebten in Kansas 17.108 Schwarze.[10]
Im Süden mussten viele Befreite nach dem Krieg als Pächter Baumwolle anbauen und konnten davon ihre Familien oft nicht ernähren, dazu wuchs die Gewalt gegen Schwarze. Kansas galt seit den Kämpfen um "Bleeding Kansas" als Land der Freiheit und bot Land nach dem Homestead Act. Benjamin "Pap" Singleton, der aus der Sklaverei in Tennessee geflohen war, führte 1873 eine Gruppe von 300 Menschen in das Cherokee County bei Baxter Springs; die Encyclopedia of the Great Plains spricht von 200 bis 300 Siedlern.[10, 1] Nicodemus im Graham County gründeten ab September 1877 Afroamerikaner aus Lexington in Kentucky. Nach dem National Park Service führten der Grundstücksmakler W. R. Hill und Reverend W. H. Smith die erste Gruppe von etwa 350 Menschen dorthin, im Frühjahr 1878 folgten 250 weitere; die Kansas Historical Society schreibt die Kolonie aus Lexington Singleton zu.[22, 10] Nicodemus ist nach dem National Park Service die älteste noch bestehende Siedlung von Schwarzen westlich des Mississippi.[11] Seit dem 12. November 1996 gehören fünf historische Gebäude des Ortes als Nicodemus National Historic Site zum National Park System.[11, 22]
Von 1879 bis 1881 kamen besonders viele. Man nannte sie Exodusters, nach dem Auszug aus Ägypten in der Bibel. Die meisten kamen mit Dampfschiffen in Wyandotte, Atchison und Kansas City an, oft krank vom Gelbfieber und fast ohne Geld. Gouverneur St. John gründete am 8. Mai 1879 die Freedman's Relief Association, die Siedlungen im Wabaunsee, Chautauqua und Coffey County anlegte.[10] Allein 1879, als das "Kansas fever" am stärksten war, zogen nach der Encyclopedia of the Great Plains etwa 6.000 Exodusters nach Kansas.[1] 1880 lebten dort 43.107 Schwarze. In den Städten entstanden eigene Viertel, deren Namen wie Mudtown oder Rattlebone Hollow nach der Kansas Historical Society das wachsende Vorurteil gegen die Neuankömmlinge zeigen.[10]

Ein Bürgerrechtsgesetz von 1866 stellte klar, dass Schwarze Bürger waren; danach konnten Afroamerikaner Land nach dem Homestead Act beantragen. Das Center for Great Plains Studies nennt sechs Siedlungen schwarzer Homesteader, die in ihrem Staat jeweils die größten und am längsten bestehenden waren: Blackdom in New Mexico, Nicodemus in Kansas, DeWitty in Nebraska, Empire in Wyoming, Dearfield in Colorado und Sully County in South Dakota.[12] Hunderte schwarze Neuankömmlinge in Oklahoma konnten ihre Claims nach demselben Projekt nicht halten, weil ihnen Geld und politischer Einfluss fehlten und der Rassismus gegen Schwarze anhielt.[12]
Welche schwarzen Städte gab es in Oklahoma?
Nach der Oklahoma Historical Society kamen nirgends sonst, weder im Tiefen Süden noch im Fernen Westen, so viele Afroamerikaner zusammen, um eigene Gemeinden zu gründen, zu bewohnen und zu verwalten. Von 1865 bis 1920 entstanden in Oklahoma mehr als fünfzig nachweisbare Städte und Siedlungen. Die ersten bildeten ehemals versklavte Menschen der Fünf Nationen, die sich nach dem Krieg zum Schutz zusammentaten; als die Regierung das Land der Nationen in Einzelparzellen aufteilte, wählten die meisten Freedmen Land neben anderen Afroamerikanern.[13] Nach dem Land Run von 1889 kamen viele aus dem Süden dazu. E. P. McCabe, früher Rechnungsprüfer des Staates Kansas, half Langston zu gründen und warb mit seiner Zeitung, dem Langston City Herald, im ganzen Süden um Siedler; manche träumten von einem eigenen schwarzen Bundesstaat.[13]
Die größte dieser Städte war Boley im Okfuskee County. Sie entstand 1903 auf dem Land, das Abigail Barnett, der Tochter eines Creek-Freedman, zugeteilt worden war, und wurde 1905 Stadt. 1907 lebten dort 824 Menschen, 1911 mehr als 4.000, mit zwei Banken und drei Baumwollentkörnungen. Boley veranstaltet bis heute jedes Jahr am Wochenende des Memorial Day das älteste Rodeo einer afroamerikanischen Gemeinde in den USA.[14] Nach der Staatsgründung 1907 beschloss das Parlament von Oklahoma zahlreiche Jim-Crow-Gesetze zur Rassentrennung. Manche Afroamerikaner zogen daraufhin weiter, etwa in die Prärieprovinzen Kanadas nach Amber Valley in Alberta und Maidstone in Saskatchewan.[13]
Als was arbeiteten Afroamerikaner im Westen?
Nach der Encyclopedia of the Great Plains fanden sie mit den Eisenbahnen und Städten nach 1870 Arbeit als Cowboys, Bergleute, Kindermädchen, Kleinunternehmer, Fuhrleute, Köche, Bahnarbeiter und Unterhaltungskünstler, einige auch als Zahnärzte, Ärzte, Pfarrer, Kaufleute und Lehrer. Bei der Bahn bekamen Weiße die Stellen vorn im Zug, als Lokführer oder Heizer; die Arbeit als Koch, Schaffner oder Gepäckträger blieb Schwarzen und anderen nicht weißen Männern und Frauen.[1]
Viele ritten als Cowboys. Der National Park Service schreibt, jeder vierte Cowboy sei Afroamerikaner gewesen; die Encyclopedia of the Great Plains nennt für das Ende der 1870er Jahre bis zu 9.000 von geschätzt 35.000 Cowboys. Woher die Zahlen kommen, sagen beide nicht (Lebenswege wie die von Bose Ikard, Bill Pickett und Nat Love erzählt die Seite Schwarze Cowboys im Wilden Westen).[16, 1] Brad A. Bays schreibt in einem anderen Artikel derselben Enzyklopädie, der schwarze Cowboy sei in den Great Plains bis Mitte der 1870er Jahre eher zur Ausnahme geworden, weil sich viele arbeitsuchende Weiße aus dem Süden um die Stellen bewarben. Auf den Viehtrieben nach Kansas beschäftigten dagegen viele, wenn nicht die meisten Mannschaften aus Texas und dem Indianer-Territorium Afroamerikaner.[25]
Bass Reeves, ein ehemals in Texas versklavter Mann, gehörte zu den ersten Deputy U.S. Marshals, die Richter Isaac Parker 1875 am Bundesgericht in Fort Smith einstellte, und blieb bis zur Staatsgründung von Oklahoma 1907 im Dienst.[17] Neben ihm nennt die Encyclopedia of the Great Plains Zeke Millar und Bob Fortune als schwarze Gesetzeshüter für Parkers Gericht.[1] Unternehmer gab es auch in den Bergbaustädten: Der frei geborene William A. G. Brown aus Massachusetts eröffnete 1866 in Virginia City den Boston Saloon, einen würdigen Ort für Afroamerikaner mit dem besten Fleisch und feinen Kristallgläsern (mehr auf der Seite über den Saloon).[19] Der Arzt M. O. Ricketts schloss 1884 als erster Afroamerikaner das Medizinstudium an der University of Nebraska ab und saß später im Parlament des Staates.[1]
Welche afroamerikanischen Frauen gab es im Westen?
Biddy Mason wurde nach ihrer Freilassung eine Stütze der schwarzen Gemeinde in Los Angeles. Sie arbeitete als Krankenschwester und Hebamme, kaufte 1866 ein Haus im heutigen Stadtzentrum und gründete 1872 mit ihrem Schwiegersohn Charles Owens die Gemeinde der First African Methodist Episcopal Church in Los Angeles. Sie starb am 15. Januar 1891.[7] Clara Brown wurde nach der Encyclopedia of the Great Plains Ende der 1860er Jahre in Denver eine bekannte Unternehmerin und Wohltäterin.[1]
Mary Fields, in den frühen 1830er Jahren in Tennessee in Sklaverei geboren, kam 1885 nach Montana. 1895 erhielt sie nach dem National Park Service als erste Afroamerikanerin und zweite Frau einen Vertrag als Star Route Carrier der US-Post, also als selbstständige Postfahrerin; sie starb 1914 und liegt in Cascade begraben (Stagecoach Mary).[18] Cathay Williams, nach dem Text des National Park Service 1844 (die Kurzangaben derselben Seite nennen September 1842) in Independence in Missouri als Tochter einer versklavten Mutter geboren, schrieb sich am 15. November 1866 unter dem Namen William Cathay in die Armee ein. Sie ist laut National Park Service die einzige bekannte Frau unter den Buffalo Soldiers (mehr auf der Seite Frauen im Wilden Westen).[20]
Wer waren die Buffalo Soldiers?
So hießen die schwarzen Regimenter der regulären Armee, die der Kongress 1866 schuf: die 9. und 10. Kavallerie und ab 1869 die 24. und 25. Infanterie. Von 1866 bis Anfang der 1890er Jahre dienten sie nach dem Handbook of Texas in Texas, im Südwesten und in den Great Plains, unter fast nur weißen Offizieren. Sie bauten Straßen, begleiteten die Post und kämpften in den Kriegen gegen Cheyenne, Kiowa, Comanche, Apachen und andere Nationen. Rassismus erlebten sie in der Armee und in den Orten, in deren Nähe sie stationiert waren (ihre Geschichte, die umstrittene Herkunft ihres Namens und indigene Stimmen zu den Buffalo Soldiers beschreibt die Seite Die Buffalo Soldiers).[15, 23]

Wie erlebten Afroamerikaner Rassismus im Westen?
Diskriminierung erlebten Schwarze auch im Westen. Oregon schloss sie per Verfassung aus, in Kalifornien lebten Menschen trotz des Verbots als Versklavte, und in Kansas zeigten schon die Namen der Viertel die Ablehnung der Neuankömmlinge.[6, 7, 10] Selbst in Oklahoma, das viele als "gelobtes Land" sahen, folgten auf die Staatsgründung die Jim-Crow-Gesetze (zur Gewalt von Mobs gegen Schwarze siehe die Seite Lynchjustiz im Wilden Westen).[13] Die Soldaten der schwarzen Regimenter wurden um 1900 nach dem Handbook of Texas aus den rassengetrennten Orten nahe ihren Posten ausgesperrt, beschimpft, verprügelt, von Polizisten schikaniert und mehrmals aus dem Hinterhalt beschossen.[15] Nach einer Schießerei in Brownsville in Texas entließ Präsident Theodore Roosevelt am 5. November 1906 alle 167 Mannschaftssoldaten der drei dort stationierten Kompanien der 25. Infanterie ohne Ehren, obwohl eine Grand Jury niemanden angeklagt hatte. Erst 1972 erhielten sie eine ehrenhafte Entlassung, ohne Nachzahlung des Solds.[21]
Zeitleiste: Afroamerikaner im Westen
- 1540Afroamerikaner gehören zur Expedition von Coronado, die bis 1542 durch die zentralen Great Plains zieht.[1]
- November 1805York, den William Clark als Sklaven besitzt, stimmt mit der Lewis-und-Clark-Expedition über das Winterlager ab.[2] Lewis-und-Clark-Expedition
- 1822Jim Beckwourth, um 1800 in Sklaverei geboren, geht als Trapper in den Pelzhandel.[3]
- 26.06.1844Ein Gesetz in Oregon verlangt, dass freigelassene Schwarze das Gebiet verlassen.[6]
- 22.01.1856Richter Benjamin Hayes erklärt Biddy Mason und zwölf Angehörige in Los Angeles für frei.[7]
- 1857Versklavte fliehen aus Missouri in das Kansas-Territorium.[1]
- 07.11.1857Die Wähler in Oregon nehmen einen Artikel gegen die Ansiedlung von Schwarzen in die Verfassung auf.[6]
- 1860Die Volkszählung zählt in Texas 182.566 versklavte Menschen.[4]
- 28.10.1862Männer des 1st Kansas Colored Infantry kämpfen bei Island Mound in Missouri.[9] Der Bürgerkrieg im Westen
- Juni 1863Die Cherokee Nation hebt die Sklaverei auf.[8]
- 19.06.1865General Gordon Granger verkündet in Galveston das Ende der Sklaverei in Texas (Juneteenth).[5]
- März 1866Die Seminolen nehmen ihre Freedmen in einem Vertrag als Bürger auf.[8]
- 28.07.1866Der Kongress schafft die schwarzen Regimenter der Armee, die späteren Buffalo Soldiers.[23]
- 1873Benjamin "Pap" Singleton führt eine Gruppe von 300 Menschen in das Cherokee County in Kansas.[10]
- 08.05.1879Gouverneur St. John gründet die Freedman's Relief Association für die Exodusters.[10]
- 1880In Kansas leben 43.107 Schwarze.[10]
- 1883Die Choctaw nehmen ihre Freedmen als Bürger auf.[8]
- 1895Mary Fields erhält als erste Afroamerikanerin einen Vertrag als Star Route Carrier der Post.[18] Stagecoach Mary
- 1903Boley im Okfuskee County wird gegründet, die spätere größte schwarze Stadt Oklahomas.[14]
- 1907Oklahoma wird Bundesstaat, das Parlament beschließt zahlreiche Jim-Crow-Gesetze.[13]
- 12.11.1996Fünf historische Gebäude in Nicodemus, Kansas, werden als National Historic Site Teil des National Park Systems.[11]
Mythos und Wahrheit
Mehr zu Afroamerikanern im Westen
- Die Buffalo Soldiers: die schwarzen Regimenter der Armee
- Schwarze Cowboys im Wilden Westen: Anteil und Lebenswege
- Bass Reeves und Stagecoach Mary
- Die Besiedlung des Westens und Der Homestead Act 1862
- Der Oklahoma Land Run 1889
- Der Bürgerkrieg und der Wilde Westen
- Lynchjustiz im Wilden Westen
- Im Glossar: Homesteader
Häufige Fragen
Gab es Schwarze im Wilden Westen?
Ja. Nach der Encyclopedia of the Great Plains begleitete der Afrikaner Esteban schon Cabeza de Vaca durch Texas, und Afroamerikaner gehörten 1540 bis 1542 zur Expedition Coronados. Später kamen York mit Lewis und Clark, Trapper wie Jim Beckwourth, die Buffalo Soldiers, Cowboys und Tausende Siedler.
Wer waren die Exodusters?
So hießen die Afroamerikaner, die von 1879 bis 1881 in großer Zahl aus dem Süden nach Kansas zogen; der Name spielt auf den Auszug aus Ägypten in der Bibel an. Laut Kansas Historical Society lebten in Kansas 1870 17.108 Schwarze, 1880 waren es 43.107.
Was ist Nicodemus?
Nicodemus in Kansas ist laut National Park Service die älteste noch bestehende Siedlung von Schwarzen westlich des Mississippi. Ehemals versklavte Afroamerikaner aus Kentucky gründeten sie; seit dem 12. November 1996 gehören fünf historische Gebäude des Ortes als National Historic Site zum National Park System.
Gab es im Westen Sklaverei?
Ja. Texas zählte 1860 182.566 versklavte Menschen, und in Kalifornien, das Sklaverei verbot, erkämpfte Biddy Mason ihre Freiheit erst 1856 vor Gericht. Auch Angehörige der Fünf Nationen im Indianer-Territorium hielten Versklavte, 1861 nach Angaben der Oklahoma Historical Society etwa 10.000 bis 14.000.
Welche schwarzen Städte gab es in Oklahoma?
Nach der Oklahoma Historical Society entstanden von 1865 bis 1920 mehr als fünfzig, darunter Boley, Langston, Clearview, Rentiesville, Taft und Tullahassee. Boley war die größte und zählte 1911 mehr als 4.000 Einwohner.
Wie viele Cowboys waren schwarz?
Genau gezählt hat das niemand. Der National Park Service nennt jeden vierten Cowboy, die Encyclopedia of the Great Plains bis zu 9.000 von geschätzt 35.000 Ende der 1870er Jahre; beide nennen keine Herkunft der Zahl. Mehr auf der Seite Schwarze Cowboys.
Waren afroamerikanische Frauen im Westen?
Ja, zum Beispiel Biddy Mason, die in Los Angeles als Hebamme und Krankenschwester arbeitete und 1866 ein eigenes Haus kaufte, Clara Brown, Unternehmerin in Denver, Mary Fields, die Postfahrerin in Montana, und Cathay Williams, die sich als Mann in die Armee einschrieb.
Quellen
- Nachschlagewerk Jack Ravage: African American Pioneers (Encyclopedia of the Great Plains). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle York. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand Last updated 01.08.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Jim Beckwourth. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand Last updated 24.02.2015. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Randolph B. Campbell: Slavery. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1996, überarbeitet 27.07.2023. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Teresa Palomo Acosta: Juneteenth. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1952, überarbeitet 27.10.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Greg Nokes: Black Exclusion Laws in Oregon (Oregon Encyclopedia). Portland State University und Oregon Historical Society. Stand Last updated 17.05.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Bridget "Biddy" Mason, the California Trail. National Park Service, National Trails Office. Stand Last updated 07.03.2023. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Linda W. Reese: Freedmen (The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture). Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010, geändert 29.07.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk First Kansas Colored Infantry (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Juni 2003, geändert November 2024. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Exodusters (Kansapedia). Kansas Historical Society. Stand Oktober 2019. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Nicodemus National Historic Site (Startseite). National Park Service, Nicodemus National Historic Site. Stand Last updated 21.08.2026. abgerufen am 25.10.2026
- Black Homesteading Project. Center for Great Plains Studies, University of Nebraska-Lincoln. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Larry O'Dell: All-Black Towns (The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture). Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010, geändert 18.11.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Larry O'Dell: Boley (The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture). Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010, geändert 12.12.2023. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Mark Odintz: Buffalo Soldiers. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1995, überarbeitet 30.08.2022. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Engaging with Cowpoke History (Katherine Crawford-Lackey). National Park Service. Stand Last updated 25.03.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Art T. Burton: Bass Reeves. National Park Service, Fort Smith National Historic Site. Stand Last updated 13.07.2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Mary Fields (Katherine Crawford-Lackey). National Park Service. Stand Last updated 06.08.2021. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Havens in a Heartless World Part I: Virginia City's Saloons and Archaeology of the Wild West (Text Ronald M. James und Kelly J. Dixon). Nevada Humanities, Online Nevada Encyclopedia. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Cathay Williams. National Park Service. Stand Last updated 20.02.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Garna L. Christian: Brownsville Raid of 1906. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1994, überarbeitet 30.09.2020. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Nicodemus National Historic Site (Artikel). National Park Service, Nicodemus National Historic Site. Stand Last updated 10.05.2022. abgerufen am 25.10.2026
- Gesetz und Vertrag An Act to increase and fix the Military Peace Establishment of the United States, 28. Juli 1866, Kapitel 299, Abschnitte 3 und 4 (14 Stat. 332 bis 338). Library of Congress, Statutes at Large, 39. Kongress, 1. Sitzung. Stand 1866. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk James L. Huston: Civil War Era (The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture). Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Brad A. Bays: African American Cowboys (Encyclopedia of the Great Plains). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026
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