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Der Oklahoma Land Run 1889
Kurz erklärt Der Oklahoma Land Run war das Rennen um Land, mit dem die USA am 22. April 1889 um 12 Uhr mittags die Unassigned Lands im Indianer-Territorium für Siedler öffneten. Rund 50.000 Menschen stürmten los, um je 160 Acres oder ein Grundstück in einer neuen Stadt abzustecken. Das Land hatten Muscogee und Seminolen 1866 an die USA abgetreten; bis 1895 folgten vier weitere Landläufe.

Wie kam es zum Oklahoma Land Run?
Das Gebiet des heutigen Oklahoma war im 19. Jahrhundert Indianer-Territorium. Nach dem Indian Removal Act von 1830 brachte die Regierung Tausende Menschen aus dem Südosten der USA mit Gewalt dorthin.[17] Unter ihnen waren die Muscogee (Creek), die laut Oklahoma Historical Society richtiger Muscogee oder Mvskoke heißen, und die Seminolen. Ihre Heimat lag in Georgia und Florida, im Indianer-Territorium bekamen sie Land, das sich über einen großen Teil des heutigen Zentraloklahoma erstreckte.[3, 12, 13]
Nach dem Bürgerkrieg schlossen die USA 1866 neue Verträge mit vielen Nationen, darunter den Muscogee und den Seminolen; einige Nationen hatten aufseiten der Konföderation gekämpft.[3] Im Vertrag vom 21. März 1866 traten die Seminolen ihr ganzes Gebiet ab, geschätzt 2.169.080 Acres, für 15 Cent je Acre, und erhielten dafür ein kleineres Gebiet.[19] Die Muscogee gaben im Vertrag vom 14. Juni 1866 die Westhälfte ihres Landes ab, geschätzt 3.250.560 Acres, für 30 Cent je Acre, zusammen 975.168 Dollar. Die USA wollten dort andere Nationen und Freigelassene ansiedeln.[18]
Ein Teil davon wurde keiner Nation zugewiesen. In der Mitte des Indianer-Territoriums blieb ein Gebiet übrig, das als Unassigned Lands (nicht zugewiesenes Land) bekannt wurde, auch Oklahoma Lands oder Oklahoma District genannt.[1, 2] Laut Oklahoma Historical Society umfasste es 1.887.796,47 Acres, rund 2.950 Quadratmeilen, durchflossen von Canadian, North Canadian, Cimarron, Deep Fork und Little River.[2] Im Norden grenzte es an das Cherokee Outlet, im Süden an die Chickasaw Nation, im Westen an das Reservat der Cheyenne und Arapaho und im Osten an die Reservate der Potawatomi, Shawnee, Sac and Fox, Pawnee und Iowa.[2]
Die Boomer
Bekannt machte das Gebiet Elias C. Boudinot, ein Bürger der Cherokee Nation, der in Washington als Lobbyist für Eisenbahnen arbeitete. Am 17. Februar 1879 schrieb er in der Chicago Times, dort könnten Weiße siedeln.[2, 3] Morrison Munford von der Kansas City Times nannte die Bewegung als Erster Boom und ihre Anhänger Boomer.[3] Präsident Rutherford B. Hayes verbot am 26. April 1879 das unerlaubte Betreten des Indianer-Territoriums.[3] Im April 1880 führte David L. Payne aus Wichita 21 Männer an den North Canadian River, wo heute Oklahoma City liegt, und steckte eine Stadt namens Ewing ab.[3] Jedes Mal nahmen Soldaten die Boomer fest und führten sie aus dem Gebiet hinaus.[2, 3] Nach Paynes Tod am 28. November 1884 führte William L. Couch die Bewegung; ihr letzter Zug in das Gebiet im Oktober 1885 endete ebenfalls mit der Ausweisung.[3]
1886 und 1887 baute die Santa-Fe-Eisenbahn eine Strecke von Arkansas City in Kansas mitten durch die Unassigned Lands nach Gainesville in Texas, und die Boomer setzten nun auf die Politik.[3] Ein Gesetz vom 3. März 1885 hatte den Präsidenten bereits ermächtigt, mit Muscogee, Seminolen und Cherokee darüber zu verhandeln, das 1866 abgetretene Land für Siedler nach den Homestead-Gesetzen zu öffnen.[20]
Die Abkommen von 1889 und die Proklamation
Am 19. Januar 1889 trat die Muscogee Nation in Washington die Westhälfte ihres früheren Gebiets endgültig ab und verzichtete auf alle anderen Ansprüche außerhalb ihres Landes im Osten. Dafür erhielt sie 2.280.857,10 Dollar; zwei Millionen davon blieben mit fünf Prozent verzinst im Schatzamt der USA.[20] Der Rat der Nation stimmte am 31. Januar zu, der Kongress am 1. März 1889.[20, 22] Der Indian Appropriation Act, ein Haushaltsgesetz vom 2. März 1889, bewilligte 1.912.942,02 Dollar für die Seminolen, die damit am 16. März 1889 ihren Verzicht unterschrieben.[21, 22]
Dasselbe Gesetz enthielt einen Zusatz des Abgeordneten William Springer aus Illinois, der Präsident Benjamin Harrison erlaubte, das Gebiet für Siedler zu öffnen.[1, 3] Das Land sollte nur an Siedler nach den Homestead-Gesetzen gehen, jeder durfte höchstens eine Viertelsektion beanspruchen, also 160 Acres. Wer das Land vor der Öffnung betrat, sollte nie ein Recht darauf erwerben.[1, 21] Nach dem Homestead Act von 1862 gehörte das Land dem Siedler, wenn er fünf Jahre darauf lebte und es verbesserte.[1, 14] Am 23. März 1889 unterzeichnete Harrison die Proklamation: Das Land werde am 22. April 1889 um zwölf Uhr mittags geöffnet, nicht vorher.[22]

Was geschah am 22. April 1889?
Kaum war die Proklamation unterzeichnet, bildeten sich in vielen Städten der USA Siedlergruppen. Die meisten Wartenden sammelten sich in Kansas, in den Eisenbahnstädten Arkansas City und Caldwell, wo US-Truppen sie zurückhielten. Von Süden zogen Wagenzüge aus Texas nach Purcell in der Chickasaw Nation, im Westen warteten Familien aus dem Texas Panhandle und dem No Man's Land bei Fort Reno.[1]
Ab dem 18. April durften die Lager in Kansas unter Aufsicht der Armee durch das Cherokee Outlet an die Nordgrenze ziehen.[1, 17] Die Menge aus Caldwell beschreibt die Oklahoma Historical Society als zehntausend Farmer, Cowboys und alte Soldaten.[1] Am Morgen des 22. April standen nach Schätzungen rund 50.000 Menschen an den Grenzen der Unassigned Lands.[1, 17]
Um zwölf Uhr gaben Offiziere oder Trompeter das Zeichen, mancherorts schossen Bürger in die Luft, bei Fort Reno feuerte eine Kanone.[1, 17] Dann stürmten Reiter und Wagen los, andere zu Fuß, auf Fahrrädern oder in Sonderzügen, die laut Oklahoma Historical Society nicht schneller fahren durften als ein Pferd.[1, 15] Wer ein Stück Land erreichte, bestimmte an den Ecksteinen der Vermesser dessen Lage und steckte einen Pfahl mit seinem Namen ein. Andere eilten sofort zum Landamt, um ihren Anspruch anzumelden.[1] Der erste von acht Zügen aus Arkansas City kam um 13.25 Uhr in Guthrie an, der Zug aus Purcell um 14.10 Uhr in Oklahoma Station, dem späteren Oklahoma City.[1]
Noch am selben Nachmittag entstanden Städte: In Guthrie und Oklahoma City lebten laut Census Bureau und der Lernseite der Oklahoma Historical Society bei Sonnenuntergang je 10.000 oder mehr Menschen; für Oklahoma Station nennt die Oklahoma Historical Society in ihrem Artikel über Oklahoma City 4.000 bis 6.000 Siedler an diesem Tag.[10, 15, 17] Nach ihrer Schätzung wurden rund 11.000 Farmstellen beansprucht.[1] In Guthrie öffnete am 22. April 1889 ein Landamt der USA.[9]
Unter den Teilnehmern waren auch Frauen, denn nach dem Homestead Act durften ledige Frauen über 21 und Frauen als Haushaltsvorstand Land beanspruchen. Die Reporterin Nannita Daisey sprang 1889 aus einem Zug, um bei Edmond einen Claim abzustecken.[11] Afroamerikaner standen wegen der gesellschaftlichen Schranken jener Zeit selten in der ersten Reihe, viele kamen aber gleich hinter dem ersten Ansturm.[1] Die Volkszählung von 1890 zählte in den sechs Countys des Gebiets 1.365 afroamerikanische Frauen.[11]

Wer waren die Sooner?
Manche betraten das Land vor der Zeit, versteckten sich in Gebüsch oder Schluchten und steckten ihren Claim ab, sobald der Lauf begann.[1, 4] Zuerst nannte man sie Moonshiner, weil sie im Mondlicht kamen. Den Namen Sooner bekamen sie etwa sechs Monate nach dem Land Run; er geht auf die Klausel im Gesetz vom 2. März 1889 zurück, die ihnen jedes Recht auf das Land absprach.[4, 21]
Daneben gab es legale Sooner, die schon vorher im Gebiet sein durften: Angestellte der Regierung wie Deputy Marshals, Steuerbeamte, Postboten und Landbeamte, Eisenbahnarbeiter sowie Indian Agents der Regierung, Fuhrleute und Händler mit besonderer Erlaubnis.[4] Laut Oklahoma Historical Society nutzten vor allem U.S. Marshals und ihre Deputies ihr Amt aus.[1] Hunderte Streitfälle gingen an die Landämter und an das Innenministerium, einige bis zum Obersten Gerichtshof der USA. Im Fall Smith v. Townsend entschied er am 3. April 1893, dass der Santa-Fe-Arbeiter Alexander Smith, der schon vor dem 22. April 1889 bei Edmond Station gelebt hatte, auf das Land dort keinen Heimstättenanspruch erheben durfte.[1, 4, 25] Gestritten wurde auch darüber, ob Mittag nach der Sonne oder nach der Meridianzeit galt.[1]
Lange war Sooner ein Schimpfwort. 1908 nannte die University of Oklahoma ihr Footballteam so, und in den 1920er Jahren trugen die Menschen in Oklahoma den Namen mit Stolz. Ein Gesetz oder einen Beschluss dazu gab es laut Oklahoma Historical Society offenbar nie, trotzdem heißt Oklahoma der Sooner State.[4]
Welche Landläufe folgten?
Das Gesetz vom 2. März 1889 setzte auch eine Kommission ein, die mit den Cherokee und allen anderen Nationen westlich des 96. Längengrads über die Abtretung ihres Landes verhandeln sollte.[21] Nach ihrem Vorsitzenden David Jerome hieß sie Jerome-Kommission.[16] Was die Nationen danach abgaben und nicht als Parzellen an ihre Bürger ging, öffnete die Regierung in weiteren Landläufen, später auch per Lotterie und Versteigerung.[5, 17]
| Datum | Gebiet | Verfahren | Angaben laut Quelle |
|---|---|---|---|
| 22. April 1889 | Unassigned Lands, abgetreten von Muscogee und Seminolen | Landlauf | 1.887.796,47 Acres (Oklahoma Historical Society), rund 50.000 Teilnehmer[2, 17] |
| September 1891 | Land der Sac and Fox, Iowa, Shawnee und Potawatomi | Landlauf, laut Census Bureau in zwei Läufen | Tausende Farmstellen zu 160 Acres (Census Bureau)[5, 17] |
| 19. April 1892 | Reservat der Cheyenne und Arapaho | Landlauf | 3,5 Millionen Acres geöffnet (Oklahoma Historical Society), 4,3 Millionen Acres (Census Bureau)[5, 17, 26] |
| 16. September 1893 | Cherokee Outlet | Landlauf, der größte | bis zu 100.000 Teilnehmer und 6,3 Millionen Acres (Census Bureau); rund 115.000 Registrierscheine (Oklahoma Historical Society)[6, 17] |
| 3. Mai 1895 | Kickapoo-Reservat | Landlauf, der letzte und kleinste | 183.000 Acres (Census Bureau)[5, 17] |
| Juli und August 1901 | Land der Kiowa, Comanche, Apache, Wichita und Caddo | Lotterie | mehr als 2 Millionen Acres, fast 170.000 Bewerber, mehr als 6.500 Gewinner (Census Bureau); rund 13.000 Viertelsektionen (Oklahoma Historical Society)[5, 7, 17] |
| Dezember 1906 | Big Pasture im Südwesten | Versteigerung | rund 500.000 Acres (Census Bureau)[5, 17] |
Anders als 1889 mussten die Siedler in den vier späteren Landläufen der Regierung für ihr Land zahlen. Viele schafften nicht einmal die Mindestraten, bis der Kongress 1900 das Free Homes Bill beschloss.[7]
Der Lauf in das Cherokee Outlet am 16. September 1893 verlief noch chaotischer als die früheren. An neun Registrierstellen standen Zehntausende tagelang in Hitze und Staub an, mindestens zehn Menschen starben an Hitzschlag und ähnlichen Folgen. Am Start bei der Chilocco-Reservation brach die Linie etwa zehn Minuten vor Mittag los, Soldaten schossen, und ein Schuss tötete den Teilnehmer John R. Hill.[6] Sooner sicherten sich auch hier einige der besten Stücke; bei der Öffnung des Kickapoo-Reservats 1895 meldeten sie nach Schätzungen von Beamten etwa die Hälfte an.[4, 6]

Welche Folgen hatte der Land Run für die Nationen?
Die Öffnung Oklahomas für nichtindigene Siedler kam die Menschen, die schon dort lebten, teuer zu stehen, schreibt die Oklahoma Historical Society.[14] Die Unassigned Lands mussten nicht erst aufgeteilt werden, weil sie keiner Nation zugewiesen waren.[15] Vom übrigen Land verlangte die Jerome-Kommission, dass die Nationen der Aufteilung ihres gemeinsamen Landes in einzelne Parzellen (Allotment) zustimmten und den Rest verkauften. Andernfalls werde nach dem Dawes Act aufgeteilt, mit kleineren Parzellen und ohne Geld für das übrige Land (mehr zu den Reservaten).[16] Die Iowa, Sac and Fox, Kickapoo, Cheyenne und Arapaho lehnten die Aufteilung 1890 und 1891 ab; viele verweigerten danach die Mitarbeit, andere versuchten, Anwälte einzuschalten.[16]
Die Kommission durfte bis zu 1,25 Dollar je Acre zahlen, schloss aber Verträge über 27 Cent bis einen Dollar ab. Im 20. Jahrhundert erwiesen sich diese Summen laut Oklahoma Historical Society als viel zu niedrig, und die Nationen erhielten Nachzahlungen.[16] Später räumten Regierungsvertreter auch ein, dass die Kommission ältere Verträge missachtet hatte, nach denen ein bestimmter Teil der Nation einem Landverkauf zustimmen musste.[16] Der Kiowa-Anführer Lone Wolf klagte gegen die Aufteilung. 1903 entschied der Oberste Gerichtshof im Fall Lone Wolf v. Hitchcock, dass der Kongress Verträge mit den Nationen brechen dürfe.[16]
Die Cherokee hatten das Outlet an Viehzüchter verpachtet; 1889 sagte die Cherokee Strip Live Stock Association 200.000 Dollar im Jahr zu. Der Kongress hob den Vertrag im März 1889 auf, und im Februar 1890 verbot Präsident Harrison das Weiden im Outlet ab Oktober. Damit fiel die Einnahme weg, und die Cherokee verkauften im folgenden Jahr zu 1,40 bis 2,50 Dollar je Acre, nachdem sie zuvor ein Angebot der Viehzüchter von 3 Dollar abgelehnt hatten.[6, 16]
Die Muscogee verloren im Zuge der Aufteilung bis zur Staatsgründung 1907 mehr als zwei Millionen Acres ihres aufgeteilten Landes.[12] Bei den Seminolen löste die Dawes-Kommission nach dem Curtis Act von 1898 die Regierung auf und teilte das Land unter rund 3.000 eingeschriebene Bürger. 1920 war nur noch etwa ein Fünftel des Landes in der Hand von Seminolen.[13] Beide Nationen bestehen heute: Die Muscogee Nation hat laut Oklahoma Historical Society mehr als 58.000 Bürger, die Seminolen stellten 1935 ihre Regierung wieder her.[12, 13] Bei der Volkszählung 2020 lebten in Oklahoma 306.874 Menschen, die sich allein als American Indian bezeichneten, mehr als in jedem anderen Staat.[17]
Vom Oklahoma-Territorium zum Bundesstaat
Bis 1890 gab es in den neuen Städten nur provisorische Verwaltungen, denn die Bundesregierung hatte keine Gesetze für das Gebiet vorgesehen.[10] Am 2. Mai 1890 schuf der Organic Act das Oklahoma-Territorium; bis zu eigenen Gesetzen galt das Recht von Nebraska.[7, 8] Aus den Unassigned Lands entstanden sechs Countys mit den Sitzen Guthrie, Oklahoma City, Norman, El Reno, Kingfisher und Stillwater, dazu kam Beaver County im heutigen Panhandle. Hauptstadt des Territoriums wurde Guthrie.[8, 9]
Die Bevölkerung des Oklahoma-Territoriums wuchs laut Oklahoma Historical Society von 60.417 im Jahr 1890 auf 722.441 im Jahr 1907.[7] Das Census Bureau zählte im Oklahoma- und im Indianer-Territorium zusammen 258.657 Menschen im Jahr 1890 und 1.414.177 bei der Sonderzählung 1907.[17] 1905 stimmten die Bewohner des Indianer-Territoriums mit großer Mehrheit für einen eigenen Staat namens Sequoyah, den Vertreter der Cherokee, Choctaw, Chickasaw, Muscogee und Seminolen vorgeschlagen hatten; der Kongress lehnte ihn ab.[17] Am 16. November 1907 wurde Oklahoma der 46. Staat der USA. Guthrie blieb bis 1910 Hauptstadt, dann stimmte die Mehrheit für Oklahoma City.[9, 17]
Zeitleiste
- 21.03.1866Die Seminolen treten ihr Gebiet an die USA ab.[19] Seminolen
- 14.06.1866Die Muscogee (Creek) treten die Westhälfte ihres Landes an die USA ab.[18] Muscogee (Creek)
- 17.02.1879Elias C. Boudinot schreibt in der Chicago Times über die Unassigned Lands.[3]
- 1880David L. Payne führt die ersten Boomer an den North Canadian River; Soldaten nehmen sie fest.[3]
- 19.01.1889Die Muscogee Nation verzichtet gegen 2.280.857,10 Dollar auf ihre restlichen Ansprüche.[20] Muscogee (Creek)
- 02.03.1889Ein Gesetz erlaubt die Öffnung des Landes und spricht jedem, der früher kommt, das Recht auf das Land ab.[21]
- 23.03.1889Präsident Benjamin Harrison unterzeichnet die Proklamation zur Öffnung.[22]
- 22.04.1889Um 12 Uhr mittags beginnt der Land Run in die Unassigned Lands.[1, 22]
- 02.05.1890Der Organic Act schafft das Oklahoma-Territorium mit der Hauptstadt Guthrie.[8]
- 1891Landlauf in das Land der Sac and Fox, Iowa, Shawnee und Potawatomi, laut Census Bureau in zwei Läufen.[5, 17]
- 19.04.1892Landlauf in das Reservat der Cheyenne und Arapaho.[17] Cheyenne
- 16.09.1893Landlauf in das Cherokee Outlet, der größte Landlauf.[6] Cherokee
- 03.05.1895Letzter Landlauf in das Kickapoo-Reservat.[17]
- 1901Lotterie um das Land der Kiowa, Comanche, Apache, Wichita und Caddo.[5, 17]
- 16.11.1907Oklahoma wird 46. Bundesstaat der USA.[17]
Erinnerung heute
Der 22. April 1889 wurde laut Oklahoma Historical Society zu einem bekannten Bild aus der Geschichte des Westens; wer damals kam, gilt als Eighty-niner.[1] In Oklahoma City erinnert nahe dem Südende des Bricktown River Walk Park eine Tafel der Oklahoma Centennial Commemoration Commission von 2006 an mehr als 50.000 Menschen, die um 160 Acres oder ein Grundstück in einer Stadt wetteiferten. Die Tafel blickt auf das Oklahoma Centennial Land Run Monument.[24] Die Oklahoma Historical Society beschreibt die Öffnung Oklahomas als Geschichte, in der Tragödie und Hoffnung nebeneinanderstehen.[14]
Wo lagen die Unassigned Lands?
Die Unassigned Lands lagen in der Mitte des heutigen Oklahoma. Ihre Grenzen zog die Proklamation vom 23. März 1889 entlang des 98. Längengrads, des Cimarron River, des Canadian River und der Grenzen der benachbarten Reservate.[22] Heute liegen dort die Countys um Guthrie, Oklahoma City, Norman, El Reno, Kingfisher und Stillwater.[8]
- 1Oklahoma Land Run 1889 (Oklahoma City, Centennial Land Run Monument) 35,46° N, 97,50° W[24]
Mythos und Wahrheit
Mythos und Wahrheit
Mythos
1889 wurde leeres, herrenloses Land verteilt.
Was belegt ist
Die Unassigned Lands gehörten zu dem Land, das die Muscogee und die Seminolen 1866 an die USA abgetreten hatten, damit dort andere Nationen angesiedelt würden. Vor der Öffnung bewilligte der Kongress 1889 den Muscogee 2.280.857,10 Dollar und den Seminolen 1.912.942,02 Dollar für ihre restlichen Ansprüche.[18, 19, 20, 21]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Beim Startschuss liefen alle gleichzeitig los.
Mythos und Wahrheit
Der Oklahoma Land Run im Film
In Cimarron (USA 1931) nach dem Roman von Edna Ferber gründet ein Anwalt und Zeitungsherausgeber, den der Land Run von 1889 inspiriert hat, mit seiner Frau in einer neuen Stadt in Oklahoma eine Zeitung. Die bekannte Szene des Landrennens drehte das Studio RKO laut AFI Catalog eine Woche lang auf einer Ranch bei Bakersfield in Kalifornien, nach Angaben der Werbung mit 5.000 Statisten. Der Film gewann den Oscar als bester Film; 1960 drehte Anthony Mann eine neue Fassung.[23]
Häufige Fragen
Wann war der Oklahoma Land Run?
Der erste Land Run begann am 22. April 1889 um 12 Uhr mittags. Präsident Benjamin Harrison hatte ihn mit seiner Proklamation vom 23. März 1889 angekündigt. Weitere Landläufe folgten 1891, 1892, 1893 und 1895.
Wie viele Menschen nahmen am Land Run von 1889 teil?
Nach Schätzungen der Oklahoma Historical Society und des U.S. Census Bureau rund 50.000. Am Abend lebten laut Census Bureau in Guthrie und in Oklahoma City je 10.000 oder mehr Menschen.
Was ist ein Sooner?
Sooner hießen Menschen, die das Land vor dem erlaubten Zeitpunkt betraten, um sich die besten Stücke zu sichern. Das Gesetz vom 2. März 1889 sprach ihnen jedes Recht auf das Land ab. Heute ist Sooner ein Ehrenname, Oklahoma heißt der Sooner State.
Wem gehörte das Land vor dem Land Run?
Die Unassigned Lands gehörten zum Land, das die Muscogee (Creek) und die Seminolen 1866 an die USA abgetreten hatten, damit dort andere Nationen angesiedelt würden. Im März 1889 bewilligte der Kongress beiden Nationen weitere Summen für ihre restlichen Ansprüche, bevor das Land geöffnet wurde.
Wie viel Land bekam man beim Land Run?
Wer als Siedler kam, durfte eine Viertelsektion von 160 Acres beanspruchen. Nach dem Homestead Act gehörte das Land ihm, wenn er fünf Jahre darauf lebte und es bewirtschaftete. In den Städten gab es kleinere Grundstücke.
Wie viele Landläufe gab es in Oklahoma?
Fünf: 1889 in die Unassigned Lands, 1891 in das Land der Sac and Fox, Iowa, Shawnee und Potawatomi, 1892 in das Reservat der Cheyenne und Arapaho, 1893 in das Cherokee Outlet und 1895 in das Kickapoo-Reservat. Danach vergab die Regierung Land per Lotterie und Versteigerung.
Welcher Film zeigt den Oklahoma Land Run?
Bekannt ist Cimarron von 1931 nach dem Roman von Edna Ferber mit seiner Szene des Land Run von 1889. Der Film gewann den Oscar als bester Film; 1960 drehte Anthony Mann eine neue Fassung.
Quellen
- Nachschlagewerk Stan Hoig: Land Run of 1889. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Bob L. Blackburn: Unassigned Lands. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 11.07.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Stan Hoig: Boomer Movement. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Mary Ann Blochowiak: Sooner. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Dianna Everett: Land Openings. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 17.09.2020. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Alvin O. Turner: Cherokee Outlet Opening. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 18.09.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Kenny L. Brown: Oklahoma Territory. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 29.07.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Dianna Everett: Organic Act (1890). The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Linda D. Wilson: Guthrie. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 07.02.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Linda D. Wilson: Oklahoma City. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 08.06.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Linda D. Wilson: Land Runs, Women in. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 29.07.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Theodore Isham und Blue Clark: Creek (Mvskoke). The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 24.07.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Andrew K. Frank: Seminole. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle The Opening of Oklahoma (Einführung). Oklahoma Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle The Opening of Oklahoma: The First Land Run. Oklahoma Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle The Opening of Oklahoma: The Jerome Commission. Oklahoma Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle History and the Census: 1889 Oklahoma Land Rush. U.S. Census Bureau. Stand 31.12.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty with the Creek Indians, 14. Juni 1866, 14 Stat. 785. U.S. Congress, Statutes at Large, Band 14 (U.S. Government Publishing Office). Stand 11.08.1866. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Treaty with the Seminole Indians, 21. März 1866, 14 Stat. 755. U.S. Congress, Statutes at Large, Band 14 (U.S. Government Publishing Office). Stand 16.08.1866. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag An act to ratify and confirm an agreement with the Muscogee (or Creek) Nation, 1. März 1889, 25 Stat. 757. U.S. Congress, Statutes at Large, Band 25 (U.S. Government Publishing Office). Stand 01.03.1889. abgerufen am 24.10.2026
- Gesetz und Vertrag Indian Appropriation Act vom 2. März 1889, Abschnitte 12 bis 14, 25 Stat. 1004. U.S. Congress, Statutes at Large, Band 25 (U.S. Government Publishing Office). Stand 02.03.1889. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Proklamation von Präsident Benjamin Harrison vom 23. März 1889 (Opening Creek and Seminole lands), 26 Stat. 1544. U.S. Congress, Statutes at Large, Band 26 (U.S. Government Publishing Office). Stand 23.03.1889. abgerufen am 24.10.2026
- Filmdatenbank Cimarron (1931). American Film Institute, AFI Catalog of Feature Films. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- The Land Run of 1889 (Inschrift einer Tafel der Oklahoma Centennial Commemoration Commission, 2006). The Historical Marker Database (HMdb). Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Smith v. Townsend, 148 U.S. 490 (1893). Supreme Court of the United States, United States Reports Band 148 (Library of Congress). Stand 03.04.1893. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Michael H. Reggio: Cheyenne-Arapaho Opening. The Encyclopedia of Oklahoma History and Culture. Oklahoma Historical Society. Stand 15.01.2010. abgerufen am 24.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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