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Ben Holladays Overland Stage Line

Kurz erklärt Die Overland Stage Line war die Postkutschenlinie von Ben Holladay zwischen Atchison am Missouri und Salt Lake City. Holladay ersteigerte am 21. März 1862 die verschuldete Central Overland California and Pike's Peak Express Company für 100.000 Dollar und baute das Netz auf fast 5.000 Meilen aus. Ende 1866 verkaufte er seine Linien an Wells Fargo.

Postkutsche mit sechs Pferden in der Ferne auf einer staubigen Fahrspur durch eine weite Beifußebene, dahinter blaue Berge im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Wie kam es zur Overland Stage Line?

Die Linie, die seit 1862 Overland Stage Line genannt wurde, gehörte vorher der Central Overland California and Pike's Peak Express Company. Bis April 1861 war William H. Russell ihr Präsident, der mit seinen Partnern Alexander Majors und William B. Waddell auch den Pony Express betrieb.[2] Am 1. Juli 1861 begann auf der zentralen Route die tägliche Überlandpost: Die erste Kutsche verließ St. Joseph in Missouri an diesem Tag und war am Abend des 18. Juli in San Francisco.[1] Den Postvertrag hielt die Overland Mail Company. Die Firma von Russell, Majors und Waddell fuhr als ihr Unterauftragnehmer die östliche Hälfte zwischen Missouri und Salt Lake City und bekam dafür laut National Park Service 470.000 Dollar.[2, 9]

Das Geschäft trug sich nicht. Am Ende hatte die Firma nach der Studie des National Park Service zum Pony Express 400.000 Dollar Schulden, und ihre eigenen Angestellten lasen die Abkürzung C.O.C. & P.P. als "Clean Out of Cash and Poor Pay", etwa "völlig pleite und schlecht bezahlt".[2] Von Mai bis Juli 1861 hielt Ben Holladay sie mit großen Darlehen über Wasser und ließ sich dafür eine Hypothek auf die ganze Linie mit ihrer Ausrüstung geben.[2]

Wer war Ben Holladay?

Ben Holladay stammte aus Kentucky. Sein Geburtsjahr geben die Quellen verschieden an: 1819 die Oregon Historical Society, 1820 die Encyclopedia of the Great Plains und 1824 der Historiker LeRoy R. Hafen in seinem Buch über die Überlandpost von 1926.[4, 3, 1] Er wuchs in Missouri auf und betrieb in Weston einen Laden und ein Hotel.[4] Im Krieg gegen Mexiko ab 1846 lieferte er der Armee von General Stephen W. Kearny Wagen und Proviant (mehr zum Mexikanisch-Amerikanischen Krieg).[3, 4] Nach dem Krieg kaufte er Armeebestände billig auf und verkaufte sie in Utah und Kalifornien. Laut Hafen brachte er einen Wagenzug mit Waren für 70.000 Dollar nach Salt Lake City und machte mit den Mormonen gute Geschäfte.[4, 1]

Ins Transportgeschäft am Weg nach Colorado stieg er schon vor dem Kauf der Linie ein. Die Encyclopedia of the Great Plains schreibt, er habe sich zur Zeit des Goldrauschs am Pikes Peak mit Russell, Majors und Waddell zusammengetan.[3] In St. Joseph ließ er laut National Park Service 1858 den Pike's Peak Stable bauen, einen Stall für etwa 200 Pferde; das später umgebaute Gebäude steht heute als Pony Express Stables im National Register of Historic Places.[2]

Die Versteigerung vom 21. März 1862

Im Frühjahr 1862 lag der Fall der überschuldeten Firma vor Gericht. Ihr Präsident Bela M. Hughes, gewählt am 26. April 1861, schrieb später, er habe damals nicht gewusst, wie tief sie verschuldet war. Holladay lieh ihr weiter Geld, weil die Einnahmen die Kosten nicht deckten.[1] Am 21. März 1862 kaufte er die Linie bei einer öffentlichen Versteigerung für 100.000 Dollar, das höchste Gebot; die Firma schuldete ihm zu dieser Zeit 208.000 Dollar.[1, 2] Nach der Encyclopedia of the Great Plains gehörten zu ihr 1.200 Meilen Kutschenlinien.[3] Hughes führte die Linie auf Holladays Wunsch noch ein Jahr und wurde danach sein Anwalt.[1]

Laut Hafen war Holladay ein tatkräftiger Organisator, der die Linie in die Gewinnzone bringen wollte. Im Mai 1862 fuhr er selbst über seine Strecke nach Westen, besuchte Denver und mit Gouverneur Evans von Colorado die Bergbaulager um Central City.[1] Er erneuerte die Linie, ließ mehr Stationen bauen und kaufte neue Concord-Kutschen.[3]

Die neue Route über den Bridger Pass

Bis 1862 fuhren die Kutschen auf der alten Auswandererroute am North Platte und am Sweetwater River über den South Pass, auf der auch der Oregon Trail verlief.[1, 5] Im April 1862 wurden Stationen zwischen Fort Bridger und dem North Platte überfallen und niedergebrannt, Post und Kutschen zerstört, Vieh weggetrieben und mehrere Männer getötet; wer angriff, schreibt Hafen nicht genauer.[1] Die regulären Truppen waren für den Bürgerkrieg abgezogen worden. Präsident Abraham Lincoln bat deshalb Brigham Young um Hilfe, und im Frühjahr 1862 bewachte eine Miliz der Mormonen unter Lot Smith die Route am Platte und am Sweetwater.[5, 1]

Im Juli 1862 verlegte die Linie ihre Strecke nach Süden auf den Cherokee Trail. Die Überfälle waren laut Hafen die Begründung gegenüber dem Postministerium; der wichtigere Grund war wohl, dass der Weg kürzer war. Die Rocky Mountain News in Denver rechneten mit 150 Meilen weniger zwischen Julesburg und Salt Lake City.[1] Die neue Strecke führte den South Platte hinauf bis zur Mündung des Cache la Poudre und an diesem Fluss entlang nach Virginia Dale. Dann querte sie die Laramie Plains, umrundete den Elk Mountain, überquerte den North Platte und lief durch den Bridger Pass und am Bitter Creek entlang zum Green River und nach Fort Bridger.[1] Am 21. Juli 1862 fuhr dort die erste tägliche Post.[1]

Weite Hochebene mit Gras und Beifuß, darüber ein einzelner breiter Berg mit dunklen Wäldern an der Nordflanke, eine schwache Wagenspur führt auf ihn zu, Licht der späten Nachmittagssonne
Hochebene vor einem Bergmassiv. Ab Juli 1862 führte die Linie über die Laramie Plains und um den Elk Mountain herum. Bild: KI-generiert

Auf dem Gebiet des heutigen Wyoming baute Holladay laut WyoHistory.org etwa 17 Stationen, teils zum Pferdewechsel, teils mit Essen und Unterkunft für die Fahrgäste. Die Strecke verlief meist 10 bis 20 Meilen südlich der heutigen Interstate 80.[5] Zum Schutz der Route errichteten Freiwillige der Armee ab Juli 1862 am Nordfuß des Elk Mountain Fort Halleck, auf 350 Meilen zwischen Camp Collins und Fort Bridger der einzige Militärposten.[5]

Denver lag zunächst an einer Zweiglinie. Am 14. August 1862 gab das Parlament des Colorado-Territoriums Holladays "Overland Stage Line" das Recht, Brücken und Fähren zu bauen und Maut zu nehmen.[1] Im September ließ Holladay die Strecke über Denver und La Porte führen; die erste durchgehende Kutsche aus dem Westen kam am 12. September 1862 in Denver an. Ab Oktober 1862 warb die Linie in der Rocky Mountain News unter dem Namen Overland Stage Line.[1]

Stationen, Kutschen und Fahrgäste

Die Stationen lagen nach Hafen 10 bis 15 Meilen auseinander. Etwa alle 50 Meilen kam eine Home Station, an der die Strecke des Kutschers endete und die Fahrgäste essen konnten, mit Schlafräumen, Speiseraum, Telegrafenbüro und Scheune. Dazwischen lagen Swing Stations mit Stall, Kornspeicher und einem Raum für ein oder zwei Pferdeknechte.[1] Am Platte bestanden sie meist aus behauenen Stämmen mit Dächern aus Grassoden und Lehmboden, weiter westlich auch aus Lehmziegeln oder Stein.[1]

Auf der Hauptlinie fuhren laut Hafen etwa 100 Kutschen, die Mitte der 1860er Jahre je etwa 1.000 Dollar kosteten, und etwa 2.500 Pferde und Maultiere, 8 bis 12 an jeder Station.[1] Meist waren es Concord-Kutschen aus Concord in New Hampshire, auf Gebirgsstrecken Mud Wagons mit niedrigem Planendach.[1]

Niedrige Station aus behauenen Holzstämmen mit Dach aus Grassoden an einer Fahrspur in der Prärie, daneben ein Pferch mit Pferden und ein Heuhaufen, warmes Abendlicht, keine Menschen
Pferdewechselstation in der Prärie. Am Platte bestanden die Stationen meist aus Holzstämmen mit Dächern aus Grassoden. Bild: KI-generiert
Fahrpreise ab Atchison nach Hafen (in Dollar)
ZielAnfang 18631865
Denver75[1]175[1]
Salt Lake City150[1]350[1]
Placerville in Kalifornien225[1]keine Angabe[1]

Die höheren Preise von 1865 folgten dem Wertverlust der Papierdollars, der Greenbacks, und hielten laut Hafen kaum jemanden vom Reisen ab. 25 Pfund Gepäck waren frei, die Mahlzeiten an den Stationen kosteten extra, zwischen 50 Cent und 2 Dollar.[1]

Mark Twain nennt Holladay in "Roughing It" (1872) einen Mann von gewaltiger Energie, der Post und Fahrgäste wie ein Wirbelwind über den Kontinent schickte, und erzählt von Jack, einem jungen New Yorker, der mit Holladays Kutschen nach Kalifornien gereist war. In Palästina hörte Jack, wie ein älterer Mitreisender Moses rühmte, der das Volk Israel vierzig Jahre durch dreihundert Meilen Wüste geführt habe.[10]

Vierzig Jahre? Nur dreihundert Meilen? Pah! Ben Holliday hätte sie in sechsunddreißig Stunden durchgebracht!

Jack, Mitreisender Mark Twains in Palästina, nach Twains Notizbuch, Mark Twain: Roughing It, 1872, Kapitel VI (Twain schreibt den Namen Holliday) Übersetzung der Redaktion[10]

Verträge, Zweiglinien und Konkurrenz

Für die Zeit vom 1. Oktober 1864 bis zum 30. September 1868 bekam Holladay den Postvertrag vom Missouri bis Salt Lake City für 365.000 Dollar im Jahr; die Strecke weiter nach Kalifornien übernahm die Overland Mail Company für 385.000 Dollar. Für die Fahrt schrieben die Verträge 16 Tage in acht Monaten des Jahres und 20 Tage in den übrigen vier vor. Bezahlt wurde in Greenbacks, die in Gold nur etwa die Hälfte wert waren.[1] Für alle Postverträge Holladays zusammen nennt die Encyclopedia of the Great Plains 650.000 Dollar im Jahr, die Oregon Historical Society fast eine Million.[3, 4]

Die Goldfunde in Montana und Idaho brachten neue Linien. Holladay bekam den Vertrag für eine Post dreimal in der Woche von Salt Lake City nach Virginia City in Montana ab dem 1. Juli 1864; regelmäßig fuhr sie ab August. Den Fahrpreis senkte er auf 25 Dollar, um den Konkurrenten Oliver and Company zu verdrängen. Im selben Jahr bekam er den Vertrag für eine Linie über Boise nach Walla Walla.[1] Er kaufte auch die Linie der Western Stage Company von Omaha nach Fort Kearny.[1] Laut Oregon Historical Society beherrschte er 1864 den größten Teil des Kutschen- und Frachtverkehrs zwischen dem Missouri und Salt Lake City.[4]

1865 bekam er Konkurrenz auf der Smoky-Hill-Route durch Kansas: Butterfield's Overland Despatch von David A. Butterfield, laut Hafen nicht zu verwechseln mit John Butterfield von der Overland Mail Company. Die erste Kutsche dieser Firma kam am 23. September 1865 in Denver an.[1] Nach dem Bericht von Frank A. Root, der damals für die Linie arbeitete und den Hafen zitiert, drohten die drei großen Expressfirmen American Express, United States Express und Wells, Fargo and Company, die Lücke zwischen Denver und Salt Lake City mit einer eigenen Linie zu schließen. Holladay kam ihnen zuvor und kaufte im März 1866 Butterfield's Overland Despatch.[1] Insgesamt kontrollierte er nun fast 5.000 Meilen Kutschenlinien.[1]

Krieg an der Strecke 1864 und 1865

Im Sommer 1864 griffen Krieger der Nationen der Plains an der Platte-Route Ranches, Wagenzüge und Stationen an, und die Armee zog gegen sie. Im August 1864 riss die Post ab: Briefe, die sich in Atchison stauten, gingen zurück nach New York und von dort per Schiff nach Kalifornien.[1] Eine Zeitung in Denver warf Holladay vor, er lasse die Linie absichtlich ohne Pferde, bis er den neuen Postvertrag habe.[1] Im Oktober 1864 lief der Postdienst wieder regelmäßig.[1]

Am 29. November 1864 überfielen Freiwillige aus Colorado unter Colonel Chivington ein Lager von Cheyenne und Arapaho am Big Sandy Creek. Laut National Park Service töteten sie rund 230 Menschen, die meisten Frauen, Kinder und Alte (mehr beim Sand-Creek-Massaker).[8] Als Vergeltung griffen Cheyenne und Arapaho im Januar und Februar 1865 Siedlungen sowie Kutschen- und Telegrafenstationen auf einer Länge von 100 Meilen an. Große Teile der Straße am South Platte waren gesperrt, Denver war abgeschnitten, Post und Nachschub verspäteten sich.[7] Am 7. Januar und am 2. Februar 1865 überfielen Krieger der Cheyenne, Arapaho und Lakota den Ort Julesburg, eine Post- und Versorgungsstation der Linie; beim zweiten Mal wurde er laut Hafen niedergebrannt.[7, 1]

Holladay bat im Januar 1865 die Regierung in Washington dringend um mehr Schutz für seine Kutschen.[1] Erst Mitte Februar fuhren wieder Kutschen ab St. Joseph nach Westen, und am 8. März 1865 galt wieder der tägliche Fahrplan.[1] Im Juni 1865 griffen Krieger Stationen westlich von Fort Halleck an; an der Station Sage Creek musste sich eine Abteilung der Armee nach einem Gefecht zurückziehen.[5, 1] Mit dem Sommer 1865 war die größte Gefahr für die Überlandpost laut Hafen vorbei.[1]

Der Verkauf an Wells Fargo 1866

1866 rückten die Eisenbahnen vor. Ab dem 15. August 1866 begann die Kutschenstrecke nicht mehr in Atchison, sondern in Manhattan in Kansas, bis wohin die Bahn reichte.[1] Laut Gale hatte Holladay inzwischen Linien in acht Staaten des Westens und machte Wells Fargo die Vorherrschaft streitig.[9] Nach der Encyclopedia of the Great Plains war er der Konflikte mit den Nationen müde und sah voraus, dass die Bahn seine Linien bald ersetzen würde. Am 1. November 1866 verkaufte er nach dieser Quelle an Wells, Fargo and Company, für 1,5 Millionen Dollar in bar, Aktien im Wert von 300.000 Dollar und weitere Vergünstigungen. Hafen schreibt nur, dies sei im letzten Teil des Jahres 1866 geschehen.[3, 1]

Unter dem Namen Wells Fargo wurden die Holladay Overland Mail and Express Company, die Overland Mail Company, die Pioneer Stage Company und Wells, Fargo and Company vereinigt. Die neue Firma hatte ein Kapital von 10 Millionen Dollar, Präsident wurde Louis McLane.[1] Damit hatte Wells Fargo laut Hafen fast allein die Express- und Kutschenlinien zwischen dem Missouri und der Pazifikküste in der Hand.[1]

Danach fuhren die Kutschen nur noch kurze Zeit. Die Station Point of Rocks am Bitter Creek bediente von 1862 bis 1868 erst Holladays Kutschen und dann die von Wells Fargo; im Sommer 1868 erreichte die Union Pacific den Ort.[6] Am 10. Mai 1869 war die transkontinentale Eisenbahn fertig.[1] Wells Fargo hatte beim Kauf laut Hafen noch mit einem halben Dutzend Jahren Kutschenbetrieb gerechnet und soll dabei schwer verloren haben.[1]

Was wurde aus Ben Holladay?

Holladay ging nach Oregon und baute Eisenbahnen. Ab 1868 legte seine Oregon and California Railroad Company Gleise von Portland aus am Ostufer des Willamette River. Die Strecken erreichten 1869 New Era, 1870 Albany und 1872 Roseburg, eine Linie am Westufer 1871 Hillsboro.[4] Schon zur Zeit der Kutschen besaß er nach Hafen Dampferlinien nach Oregon, Panama, Japan und China und Villen am Hudson und in Washington.[1] 1873 konnte er Kredite nicht mehr bedienen; seine Geldgeber ersetzten ihn durch Henry Villard.[4] Holladay starb 1887 in Portland, laut Encyclopedia of the Great Plains am 8. Juli, und liegt auf dem Mount Calvary Cemetery.[3, 4]

Erinnerung heute

Von den Stationen der Linie ist Point of Rocks im Sweetwater County in Wyoming erhalten, etwa 25 Meilen östlich von Rock Springs am Südufer des Bitter Creek. Das Haus aus Sandstein, mit Lehm verfugt, entstand 1862, als Holladay seine Linie nach Süden verlegte. Später diente es als Frachtstation, Laden, Schule, Ranch und Wohnhaus. Seit 1947 gehört es dem Staat Wyoming, seit dem 3. April 1970 steht es im National Register of Historic Places.[6] Eine Markierung zeigt, wo der Overland Trail nördlich von Saratoga den Wyoming Highway 130 kreuzt.[5]

Niedrige Mauern aus hellem Sandstein einer verlassenen Station mit leeren Fensteröffnungen am Rand eines Bachbetts mit Weiden, dahinter kahle Hügel im Abendlicht
Stationshaus aus Sandstein an einem Bachbett. Point of Rocks am Bitter Creek gehört zu den wenigen erhaltenen Stationen der Linie. Bild: KI-generiert

Karte der Hauptlinie

Die Punkte zeigen heutige Orte an Holladays Hauptlinie, nach den Koordinaten des U.S. Census Bureau.[11, 12, 13, 14]

Karte: Orte an der Hauptlinie der Overland Stage Line125° W120° W115° W110° W105° W100° W95° W90° W25° N30° N35° N40° N45° N50° N1Overland Stage Line2Julesburg3Denver: ab September 1862 an…4Point of Rocks56Salt Lake City: Westende von…
Karte: Orte an der Hauptlinie der Overland Stage Line
  1. 1Overland Stage Line (Atchison, Kansas, Ostende der Linie bis August 1866) 39,56° N, 95,14° W[12, 1]
  2. 2Julesburg, Colorado: Station der Overland Stage Line (Julesburg, Colorado, 1865 zweimal überfallen) 40,98° N, 102,26° W[11, 7]
  3. 3Denver: ab September 1862 an der Hauptlinie (Denver, Colorado, ab September 1862 an der Hauptlinie) 39,76° N, 104,88° W[11, 1]
  4. 4Point of Rocks, Wyoming: erhaltene Station am Bitter Creek (Point of Rocks, Wyoming, Ort der erhaltenen Station von 1862) 41,68° N, 108,78° W[14, 6]
  5. 5Fort Bridger, Wyoming: Ende des Abschnitts über den Bridger Pass (Fort Bridger, Wyoming, hier traf die neue Route von 1862 auf die alte) 41,32° N, 110,39° W[14, 1]
  6. 6Salt Lake City: Westende von Holladays Postvertrag (Salt Lake City, Utah, Westende von Holladays Postvertrag) 40,78° N, 111,93° W[13, 1]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Zeitleiste

Zeitleiste: Overland Stage Line
  1. 01.07.1861Auf der zentralen Route beginnt die tägliche Überlandpost; östlich von Salt Lake City fährt die Firma von Russell, Majors und Waddell.[1, 2] Pony Express
  2. 21.03.1862Ben Holladay ersteigert die verschuldete Central Overland California and Pike's Peak Express Company für 100.000 Dollar.[1, 2]
  3. 21.07.1862Die tägliche Post fährt zum ersten Mal auf der neuen Route über den Cherokee Trail und den Bridger Pass.[1]
  4. 14.08.1862Das Parlament des Colorado-Territoriums gibt der Overland Stage Line das Recht, Brücken und Fähren zu bauen und Maut zu nehmen.[1]
  5. 12.09.1862Die erste durchgehende Kutsche aus dem Westen erreicht Denver.[1]
  6. Oktober 1862In den Anzeigen der Rocky Mountain News heißt die Linie Overland Stage Line.[1]
  7. 01.10.1864Holladays Postvertrag vom Missouri bis Salt Lake City beginnt, 365.000 Dollar im Jahr.[1]
  8. 29.11.1864Freiwillige aus Colorado töten am Sand Creek rund 230 Cheyenne und Arapaho, die meisten Frauen, Kinder und Alte.[8] Sand-Creek-Massaker
  9. 07.01.1865Cheyenne, Arapaho und Lakota überfallen Julesburg; am 2. Februar folgt ein zweiter Angriff.[7, 1]
  10. 08.03.1865Auf der Linie gilt wieder der tägliche Fahrplan.[1]
  11. März 1866Holladay kauft Butterfield's Overland Despatch auf der Smoky-Hill-Route.[1]
  12. 01.11.1866Holladay verkauft seine Linien an Wells, Fargo and Company (Datum laut Encyclopedia of the Great Plains; Hafen: Ende 1866).[3, 1]
  13. 08.07.1887Ben Holladay stirbt in Portland, Oregon.[3, 4]

Mythos und Wahrheit

Häufige Fragen

Hat Ben Holladay die Overland Stage Line gegründet?

Er hat sie gekauft. Am 21. März 1862 ersteigerte er die verschuldete Central Overland California and Pike's Peak Express Company für 100.000 Dollar; sie schuldete ihm damals 208.000 Dollar. Ab Oktober 1862 warb die Linie unter dem Namen Overland Stage Line.

Wo fuhr die Overland Stage Line?

Die Hauptlinie führte von Atchison in Kansas über Julesburg und ab Juli 1862 über den Bridger Pass im heutigen Wyoming nach Salt Lake City. Denver lag zunächst an einer Zweiglinie und ab September 1862 an der Hauptstrecke. Dazu kamen Zweiglinien nach Montana, Idaho und Oregon, zusammen fast 5.000 Meilen.

Was kostete eine Fahrt mit der Overland Stage Line?

Anfang 1863 kostete die Fahrt ab Atchison laut Hafen 75 Dollar nach Denver und 150 Dollar nach Salt Lake City. 1865 waren es in entwerteten Papierdollars 175 und 350 Dollar. Im Preis waren 25 Pfund Gepäck enthalten, die Mahlzeiten nicht.

Warum verkaufte Ben Holladay seine Linien?

Laut Encyclopedia of the Great Plains hatte er die wachsenden Konflikte mit den Nationen entlang der Strecke satt und sah, dass die Eisenbahn die Kutschen bald ablösen würde. Am 1. November 1866 verkaufte er nach dieser Quelle an Wells Fargo.

Was bekam Holladay von Wells Fargo?

Nach der Encyclopedia of the Great Plains 1,5 Millionen Dollar in bar, Aktien von Wells Fargo im Wert von 300.000 Dollar und weitere Vergünstigungen.

Gibt es noch Stationen der Overland Stage Line?

Ja. Die Station Point of Rocks aus Sandstein am Bitter Creek in Wyoming entstand 1862 für Holladays Linie und gilt als eine der wenigen erhaltenen Stationen am Overland Trail. Sie steht seit 1970 im National Register of Historic Places.

Wann starb Ben Holladay?

Ben Holladay starb 1887 in Portland in Oregon, laut Encyclopedia of the Great Plains am 8. Juli 1887. Dort hatte er nach dem Verkauf der Kutschenlinien Eisenbahnen gebaut.

Quellen

  1. Fachbuch LeRoy R. Hafen: The Overland Mail, 1849 bis 1869, S. 223 bis 232, 241 bis 269, 276 bis 287, 295 bis 313, 317 bis 326. Arthur H. Clark Company, Cleveland; Digitalisat npshistory.com. Stand 1926. abgerufen am 25.10.2026
  2. Amtliche Stelle Anthony Godfrey: Pony Express National Historic Trail, Historic Resource Study, S. 88 bis 90, 96 und 225. National Park Service (U.S. West Research); Digitalisat npshistory.com. Stand August 1994. abgerufen am 25.10.2026
  3. Nachschlagewerk Derrick S. Ward: Holladay, Ben (1820 bis 1887), Encyclopedia of the Great Plains. University of Nebraska in Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026
  4. Nachschlagewerk Ben Holladay (1819 bis 1887), Oregon History Project. Oregon Historical Society. Stand 2002. abgerufen am 25.10.2026
  5. Nachschlagewerk Rebecca Hein: Fort Halleck and the Overland Trail. WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 02.05.2020. abgerufen am 25.10.2026
  6. Nachschlagewerk Point of Rocks Stage Station. WyoHistory.org; WyomingHeritage.org und Wyoming State Historic Preservation Office. Stand 08.11.2014. abgerufen am 25.10.2026
  7. Amtliche Stelle Timeline. National Park Service, Sand Creek Massacre National Historic Site. Stand 22.04.2024. abgerufen am 25.10.2026
  8. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Sand Creek Massacre National Historic Site. Stand 25.06.2025. abgerufen am 25.10.2026
  9. Nachschlagewerk Wells Fargo & Company (International Directory of Company Histories). Gale, Ausgabe Encyclopedia.com. Stand 18.05.2018. abgerufen am 25.10.2026
  10. Primärquelle Mark Twain: Roughing It, Kapitel VI. Project Gutenberg, eBook 3177 (Erstausgabe American Publishing Company, Hartford 1872). Stand 1872 (Gutenberg-Ausgabe 2004, aktualisiert 31.03.2024). abgerufen am 25.10.2026
  11. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Colorado. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  12. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Kansas. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  13. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Utah. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
  14. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Wyoming. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026

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