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Wells Fargo im Wilden Westen

Kurz erklärt Wells, Fargo and Company war eine Express- und Bankfirma, die Henry Wells und William G. Fargo am 18. März 1852 (Tag laut Gale) für das Geschäft im kalifornischen Goldrausch gründeten. Sie beförderte Gold, Geld, Briefe und Fracht. Das große Netz der Überland-Postkutschen besaß sie nur von Ende 1866 bis zur Eisenbahn 1869; 1918 ging ihr Expressgeschäft in den USA in der American Railway Express auf.

Eisenbeschlagene Holzkiste mit Messingschloss neben zusammengerollten Zügeln auf den Planken eines alten Wagens, warmes Licht der Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Was war Wells Fargo im Wilden Westen?

Wells, Fargo and Company, so der volle Name, war vor allem eine Expressfirma, also ein schneller Kurier- und Frachtdienst für Wertsachen, Geld und Briefe, und zugleich eine Bank.[2, 3] Laut Encyclopedia of the Great Plains hatte sie Abteilungen für Express, Postkutschen, Fracht über Land und Bankgeschäfte.[4] In abgelegenen Bergbaulagern, die die Post noch nicht erreichte, war Wells Fargo nach dem Dictionary of American History der wichtigste Briefbeförderer, und viele zogen die Firma auch später der Post vor, weil sie zuverlässiger war.[3]

Das große Netz der Überlandlinien vom Missouri bis zum Pazifik gehörte der Firma nur von Ende 1866 bis zur Fertigstellung der Eisenbahn im Mai 1869; Gale nennt dieses Kutschenreich kurzlebig.[1, 5]

Wie entstand Wells Fargo?

Henry Wells, Gründer von Wells and Company, und William G. Fargo, Teilhaber von Livingston, Fargo and Company, gehörten zu den führenden Leuten im jungen Expressgewerbe im Osten der USA. 1849 kam mit John Butterfield und seiner Firma Butterfield, Wasson & Company ein neuer Konkurrent dazu. 1850 schlossen sich die drei zur American Express Company zusammen. Wells wurde ihr erster Präsident. William G. Fargo war nach Gale Vizepräsident, nach Hafen Sekretär. Hafen nennt außerdem Mason and Company als beteiligte Firma.[1, 5]

Bald schlugen Wells und Fargo vor, das Geschäft nach Kalifornien auszudehnen, wo seit 1848 der Goldrausch lief. Die Mehrheit der Direktoren lehnte ab, laut Gale aus Furcht, dass der stärkste Konkurrent Adams and Company im Westen ein Monopol bekäme. Wells und Fargo gründeten deshalb eine eigene Firma und blieben zugleich Direktoren von American Express.[1] Die Encyclopedia of the Great Plains nennt dagegen John Butterfield als den, der nicht nach Kalifornien wollte.[4]

Am 18. März 1852 (Tag laut Gale) entstand Wells, Fargo and Company als Aktiengesellschaft mit 300.000 Dollar Kapital, gegründet in New York, für Express- und Bankgeschäfte in Kalifornien. Erster Präsident wurde der Finanzier Edwin B. Morgan.[1, 4] Das erste Büro öffnete im Juli 1852 in San Francisco, nach der Gale Encyclopedia of U.S. Economic History am 13. Juli.[1, 2] Nach der Firmengeschichte von Wells Fargo saß Henry Wells, geboren am 12. Dezember 1805 in Thetford in Vermont, bis 1866 im Direktorium, William G. Fargo, geboren am 20. Mai 1818 in Pompey im Staat New York, bis zu seinem Tod 1881. Nach Fargo ist die Stadt Fargo in North Dakota benannt.[9]

Express und Bank im Goldrausch

Von Anfang an bot die Firma mehrere Dienste an, die sich gegenseitig stützten: Sie vermittelte Sendungen, kaufte und verkaufte Goldstaub, Barren und Münzen und beförderte Fracht zwischen New York und Kalifornien.[1] Die Bankabteilung unter Reuben W. Washburn kaufte Goldsuchern ihr Gold ab und zahlte mit Goldmünzen oder mit Wechseln, die sich in den Osten schicken ließen. Büros entstanden in Sacramento und im Placer County.[2] Danforth N. Barney, Präsident ab 1853, beauftragte lieber bestehende Firmen, als eigene Dienste daneben aufzubauen. Kalifornien regelte damals weder Banken noch Expressfirmen.[1]

Messingwaage mit kleinem Häufchen Goldstaub, ein Lederbeutel und eine Öllampe auf einem abgenutzten Holztresen vor einer Bretterwand, warmes Seitenlicht
Goldwaage auf einem Tresen. Die Firma kaufte Goldsuchern ihr Gold ab und zahlte mit Münzen oder Wechseln. Bild: KI-generiert

1855 brach das Bankwesen in Kalifornien zusammen. Ein Ansturm auf die Bank Page, Bacon & Company in San Francisco griff auf andere Häuser über, und alle mussten schließen, auch Wells Fargo. Die Firma öffnete am folgenden Dienstag wieder, hatte aber ein Drittel ihres Reinvermögens verloren.[1] Danach hatte sie laut Gale im Bank- und Expressgeschäft in Kalifornien kaum noch Konkurrenz.[1] Nach der Studie des National Park Service zur Butterfield-Route scheiterte 1855 der Konkurrent Adams and Company, sodass Wells Fargo das Expressgeschäft in Kalifornien fast allein hatte.[6]

Wells Fargo und die Overland Mail Company

Wells Fargo beteiligte sich schon früh am Kutschengeschäft, um Bank und Express zu stützen, und baute von 1855 bis 1866 unter Danforth N. Barney ein eigenes Kutschengeschäft auf.[1] 1857 gründeten Leute mit großen Anteilen an vier Expressfirmen die Overland Mail Company: American Express, United States Express, Adams Express und Wells Fargo. Präsident wurde John Butterfield, und ab 1858 fuhr die Firma mit einem Vertrag der Regierung Post auf der Südroute von St. Louis nach Kalifornien (mehr bei der Butterfield Overland Mail). Wells Fargo war von Anfang an ihre Bank und wichtigste Geldgeberin.[1]

1859 verabschiedete der Kongress den Haushalt der Post nicht, und die Zahlungen an die Overland Mail Company blieben aus. Die Schulden bei Wells Fargo wuchsen; laut National Park Service hatte Wells Fargo die Firma wahrscheinlich schon 1859 faktisch in der Hand.[1, 6] Im März 1860 drohte Wells Fargo mit der Zwangsvollstreckung, Butterfield musste als Präsident gehen, und William B. Dinsmore, einer der Vertreter von Wells Fargo, übernahm.[1, 6] Eigentümer der Overland Mail Company wurde Wells Fargo erst bei der Vereinigung von 1866.[1]

Anfang 1861 bekam die Overland Mail Company den Vertrag über eine tägliche Post auf der zentralen Route für eine Million Dollar.[1] Sie teilte die Strecke mit der Firma, die den Pony Express betrieb, und behielt sich dabei vor, Wells Fargo das ganze Expressgeschäft westlich von Salt Lake City zu übertragen.[7] Am 15. April 1861 ließ William H. Russell die Büros des Pony Express in San Francisco und Sacramento an Wells Fargo übergeben. Bis zum 1. Juli 1861 war Wells Fargo vorläufiger Agent des Pony Express im Westen und senkte die Gebühr von 2,50 Dollar für eine Viertelunze auf 2 Dollar für eine halbe Unze.[7] Wie eng die Verbindung darüber hinaus war, ist umstritten: Gale schreibt, Wells Fargo habe den westlichen Teil der Route übernommen, und das Dictionary of American History, die Firma habe den Pony Express erworben. Die Studie des National Park Service nennt als einzige offizielle Verbindung die Rolle als vorläufiger Agent; sie verweist auf einen Historiker, der Eigentum oder eine Beteiligung sah, und auf andere, die das verneinen.[1, 3, 7]

Die große Vereinigung von 1866

Von 1862 bis 1865 teilten sich mehrere Firmen den Weg über Land. Wells Fargo betrieb einen eigenen Express zwischen San Francisco und Virginia City in Nevada, die Kutschen der Overland Mail Company fuhren von Carson City nach Salt Lake City, und Ben Holladay fuhr von Salt Lake City bis zum Missouri.[1] 1866 hatte Holladay Linien in acht Staaten des Westens und machte Wells Fargo die Vorherrschaft streitig.[1]

Ende 1866 kaufte Wells Fargo das ganze Netz von Holladays Overland Stage Line, nach der Encyclopedia of the Great Plains am 1. November für 1,5 Millionen Dollar in bar und Aktien im Wert von 300.000 Dollar.[11] In der "grand consolidation", der großen Vereinigung, gingen die Holladay Overland Mail and Express Company, die Overland Mail Company, die Pioneer Stage Company und Wells, Fargo and Company unter dem Namen Wells Fargo auf. Das Kapital betrug 10 Millionen Dollar, Präsident wurde Louis McLane.[5, 1] Damit beherrschte Wells Fargo laut Hafen fast allein die Express- und Kutschenlinien zwischen dem Missouri und der Pazifikküste, mit Zweiglinien in Nevada, Montana, Idaho und Colorado.[5]

Wie lange fuhren die Postkutschen von Wells Fargo?

Das Kutschennetz über Land hielt sich nur wenige Jahre. Eine Vereinbarung von Präsident Louis McLane mit einer Gruppe von Eisenbahnleuten scheiterte. Die Central Pacific beförderte zwar Sendungen von Wells Fargo über die Sierra Nevada, aber ohne Exklusivvertrag, und die Union Pacific drang in das Gebiet der Kutschenlinien vor.[1] Wells Fargo richtete zugleich eine Frachtabteilung ein, die Waren mit Wagen vom jeweiligen Gleisende der Union Pacific nach Westen fuhr.[4]

Der Postvertrag Holladays endete am 1. Oktober 1868. Weil der neue Unternehmer nicht fuhr, übernahm Wells Fargo die Post weiter, für 1.750.000 Dollar im Jahr, die mit jeder neuen Bahnstrecke sanken. Vom 1. Oktober 1868 bis zum 10. Mai 1869 erhielt die Firma 455.804,64 Dollar.[5] Ab dem 10. April 1869 fuhren die Kutschen nur noch zwischen den Gleisenden der beiden Bahnen, die damals 110 Meilen auseinander lagen.[5] Wells Fargo hatte beim Kauf 1866 noch mit einem halben Dutzend Jahren Kutschenbetrieb gerechnet und soll schwer verloren haben.[5]

Überzählige Kutschen im Wert von 50.000 bis 75.000 Dollar verkaufte Wells Fargo, so Hafen nach Root und Connelley, für weniger als ein Drittel des Neupreises, betrieb aber weiter Zweiglinien, etwa dreimal in der Woche über 302 Meilen von Bear River Junction nach Virginia City in Montana.[5] Kutschen und Wagen fuhren auch in neue Goldgebiete wie die Black Hills. In den 1890er Jahren, als die Bahnen die Kutschen überall ersetzt hatten, arbeitete Wells Fargo fast nur noch als Bahnexpress und Bank.[4]

Überfälle, Wachen und Detektive

Gold und Geld machten Kutschen und später Züge mit Sendungen von Wells Fargo zum Ziel von Überfällen; wo die Firma Geld beförderte, folgten ihr die Räuber, schreibt der Historiker John Boessenecker.[8] Die Sendungen begleiteten bewaffnete Expressboten, die express messengers. Boessenecker hat die Laufbahnen von 20 dieser Wachen und Detektiven von Wells Fargo untersucht. Er zählt von 1870 bis 1884 etwa 347 Überfälle und Überfallversuche auf Postkutschen mit Sendungen von Wells Fargo; dabei starben sechs Wachen und Kutscher, zehn wurden verwundet.[8] Für die Jahre 1890 bis 1903 nennt er 341 Überfälle und Versuche auf Züge mit 99 Toten.[8] Zu den Detektiven der Firma gehörten Henry Johnson und James B. Hume.[8] Den Ausdruck "riding shotgun" für das Mitfahren mit der Schrotflinte prägten laut der Rezension bei HistoryNet erst spätere Romanautoren.[8]

Vom Kutschenbetrieb zum Bahnexpress: 1869 bis 1918

Nach dem Lückenschluss der Bahn sank der Kurs der Aktie. Leute aus dem Umfeld der Central Pacific um Lloyd Tevis gründeten eine Konkurrenzfirma, die Gale Pacific Express Company und das Journal of San Diego History Pacific Union Express Company nennt, und kauften Aktien von Wells Fargo billig auf.[1, 12] Im Oktober 1869 trafen sich William Fargo, sein Bruder Charles und Ashbel H. Barney in Omaha mit Tevis. Wells Fargo kaufte die Konkurrenz zu einem stark überhöhten Preis und erhielt dafür zehn Jahre lang das alleinige Expressrecht auf der Central Pacific und frisches Kapital; die Kontrolle über die Firma ging an Tevis über.[1] Die Western Cover Society nennt eine Pacific Union Express Company, die vom 1. Juni 1868 an Wells Fargo Konkurrenz machte und ihr Geschäft am 1. Dezember 1869 an Wells Fargo abgab.[10]

Von 1872 an war Tevis Präsident. Die Zahl der Bank- und Expressbüros wuchs von 436 im Jahr 1871 auf 3.500 um die Jahrhundertwende.[1] Wells Fargo baute die erste Expresslinie von Küste zu Küste über mehr als ein Dutzend Bahnen auf, kam ab 1888 an die Ostküste, hatte bis 1876 Zweigbanken in Virginia City, Carson City und Salt Lake City und verkaufte ab 1885 Postanweisungen.[1] Von 1890 bis 1892 verdiente die Firma laut Gale Encyclopedia of U.S. Economic History jedes Jahr mehr als eine Million Dollar.[2]

Offener hölzerner Güterwagen mit breiter Schiebetür, darin gestapelte Holzkisten und schlichte Säcke, an einem Bahnsteig aus Holzbohlen, Prärie im Abendlicht
Expresswagen an einem Bahnsteig. Nach 1869 beförderte Wells Fargo seine Sendungen vor allem mit der Bahn. Bild: KI-generiert

1905 trennte Wells Fargo Bank und Express. Der Finanzier Edward H. Harriman, der die Southern Pacific und die Union Pacific beherrschte, hatte die Kontrolle über die Firma gewonnen. Die Bank wurde mit der Nevada National Bank zur Wells Fargo Nevada National Bank verschmolzen; das Expressgeschäft war schon 1904 nach New York gezogen.[1] 1918 zwang die Regierung im Krieg Wells Fargo, sein Expressgeschäft in den USA mit dem der anderen großen Expressfirmen zur American Railway Express zusammenzulegen.[1, 3] Zum 1. Juli 1918 hatte Wells Fargo laut Gale Encyclopedia of U.S. Economic History 35.000 Beschäftigte in 10.000 Büros in den USA.[2] Im Ausland ging das Geschäft weiter: Nach dem Dictionary of American History fuhr Wells Fargo noch mehr als 30 Jahre als eigene Gesellschaft auf 14.000 Meilen Bahnstrecke in Mexiko und Kuba.[3]

Zeitleiste

Zeitleiste: Wells Fargo bis 1918
  1. 1850Wells and Company, Livingston, Fargo and Company und Butterfield, Wasson & Company schließen sich zur American Express Company zusammen.[1]
  2. 18.03.1852Henry Wells und William G. Fargo gründen Wells, Fargo and Company für Express- und Bankgeschäfte in Kalifornien (Tag laut Gale).[1]
  3. 13.07.1852Wells Fargo öffnet das erste Büro in San Francisco.[2]
  4. 1855Nach dem Zusammenbruch des Bankwesens in Kalifornien und dem Ende von Adams and Company hat Wells Fargo dort kaum noch Konkurrenz.[1, 6]
  5. 1857Leute aus vier Expressfirmen gründen die Overland Mail Company; Wells Fargo wird ihre Bank und wichtigste Geldgeberin.[1] Butterfield Overland Mail
  6. März 1860John Butterfield verliert die Leitung der Overland Mail Company; Wells Fargo übernimmt die Kontrolle.[1, 6] Butterfield Overland Mail
  7. 15.04.1861Wells Fargo wird vorläufiger Agent des Pony Express im Westen, bis zum 1. Juli 1861.[7] Pony Express
  8. 01.11.1866Wells Fargo kauft die Linien von Ben Holladay; in der großen Vereinigung entsteht ein Netz vom Missouri bis zum Pazifik.[11, 5] Overland Stage Line
  9. 10.05.1869Die erste transkontinentale Eisenbahn ist fertig; die großen Kutschenlinien über Land enden.[5] Die erste transkontinentale Eisenbahn
  10. Oktober 1869Bei einem Treffen in Omaha kauft Wells Fargo eine Konkurrenzfirma der Central-Pacific-Leute; die Kontrolle geht an Lloyd Tevis.[1]
  11. 1872Lloyd Tevis wird Präsident von Wells Fargo.[1]
  12. 1885Wells Fargo verkauft erstmals Postanweisungen.[1]
  13. 1905Wells Fargo trennt Bank und Express; die Bank geht in der Wells Fargo Nevada National Bank auf.[1]
  14. 1918Auf Anordnung der Regierung geht das Expressgeschäft in den USA in der American Railway Express auf.[1, 3]

Mythos und Wahrheit

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Häufige Fragen

Wann wurde Wells Fargo gegründet?

Henry Wells und William G. Fargo gründeten Wells, Fargo and Company am 18. März 1852 (Tag laut Gale) als Aktiengesellschaft mit 300.000 Dollar Kapital, für Express- und Bankgeschäfte in Kalifornien. Das erste Büro in San Francisco öffnete im Juli 1852.

War Wells Fargo eine Tochterfirma von American Express?

Nein. Wells und Fargo hatten 1850 American Express mitgegründet. Nach Gale lehnte die Mehrheit der Direktoren eine Ausdehnung nach Kalifornien ab, die Encyclopedia of the Great Plains nennt dagegen John Butterfield. Wells und Fargo gründeten eine eigene Firma und blieben zugleich Direktoren von American Express.

Hatte Wells Fargo eigene Postkutschen?

Ja. Nach Gale beteiligte sich die Firma früh am Kutschengeschäft, um Express und Bank zu stützen, und baute unter Danforth N. Barney ein eigenes Kutschengeschäft auf. Das große Netz der Überlandlinien vom Missouri bis zum Pazifik besaß Wells Fargo aber nur von der Vereinigung Ende 1866 bis zur Fertigstellung der Eisenbahn im Mai 1869.

Gehörte der Pony Express Wells Fargo?

Laut Studie des National Park Service war Wells Fargo vom 15. April bis 1. Juli 1861 nur vorläufiger Agent des Pony Express im Westen. Wie eng die Verbindung darüber hinaus war, ist unter Historikern umstritten.

Wie oft wurden Kutschen mit Wells-Fargo-Sendungen überfallen?

Der Historiker John Boessenecker zählt von 1870 bis 1884 etwa 347 Überfälle und Überfallversuche auf Postkutschen mit Sendungen von Wells Fargo. Dabei starben sechs Wachen und Kutscher, zehn wurden verwundet.

Was wurde aus dem Expressgeschäft von Wells Fargo?

1918 musste Wells Fargo sein Expressgeschäft in den USA auf Anordnung der Regierung mit dem der anderen großen Expressfirmen zur American Railway Express zusammenlegen. Die Bank war schon 1905 vom Expressgeschäft getrennt worden.

Was beförderte Wells Fargo?

Die Firma kaufte und verkaufte Goldstaub, Barren und Münzen, beförderte Wertsachen, Briefe und Pakete und Fracht zwischen New York und Kalifornien. Nach 1866 transportierte sie auch Fracht mit Wagen vom Ende der Union-Pacific-Gleise nach Westen.

Quellen

  1. Nachschlagewerk Wells Fargo & Company (International Directory of Company Histories). Gale, Ausgabe Encyclopedia.com. Stand 18.05.2018. abgerufen am 25.10.2026
  2. Nachschlagewerk Wells, Fargo and Company (Gale Encyclopedia of U.S. Economic History). Gale, Ausgabe Encyclopedia.com. Stand 11.06.2018. abgerufen am 25.10.2026
  3. Nachschlagewerk Alvin F. Harlow: Wells, Fargo and Company (Dictionary of American History). Charles Scribner's Sons und Gale, Ausgabe Encyclopedia.com. Stand 23.05.2018. abgerufen am 25.10.2026
  4. Nachschlagewerk William E. Lass: Wells, Fargo and Company, Encyclopedia of the Great Plains. University of Nebraska in Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026
  5. Fachbuch LeRoy R. Hafen: The Overland Mail, 1849 bis 1869, S. 285 bis 287 und 317 bis 327. Arthur H. Clark Company, Cleveland; Digitalisat npshistory.com. Stand 1926. abgerufen am 25.10.2026
  6. Amtliche Stelle Butterfield Overland Trail National Historical Trail Special Resource Study, S. 20, 32 und 33. National Park Service, National Trails Intermountain Region; Digitalisat npshistory.com. Stand Mai 2018. abgerufen am 25.10.2026
  7. Amtliche Stelle Anthony Godfrey: Pony Express National Historic Trail, Historic Resource Study, S. 88 bis 90. National Park Service (U.S. West Research); Digitalisat npshistory.com. Stand August 1994. abgerufen am 25.10.2026
  8. Presse Johnny D. Boggs: Book Review. Shotguns and Stagecoaches (John Boessenecker, 2018). HistoryNet. Stand 27.09.2018. abgerufen am 25.10.2026
  9. A partnership born to solve challenges (Firmengeschichte). Wells Fargo History. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  10. Western Expresses: Pacific Union Express Company, 1. Juni 1868 bis 1. Dezember 1869. Western Cover Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  11. Nachschlagewerk Derrick S. Ward: Holladay, Ben (1820 bis 1887), Encyclopedia of the Great Plains. University of Nebraska in Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 25.10.2026

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