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Postkutschen im Wilden Westen

Kurz erklärt Postkutschen beförderten im Westen der USA Post, Fahrgäste und Wertsachen nach Fahrplan von Station zu Station. Die Concord-Kutsche aus Concord in New Hampshire war nach der New Hampshire Historical Society die beliebteste Bauart und bot innen sechs bis neun Fahrgästen Platz. Große Linien wie die Butterfield Overland Mail fuhren bis an den Pazifik; auf der zentralen Route übernahm die Eisenbahn am 10. Mai 1869 die Rolle der Kutschen.

Leere rote Postkutsche mit gelben Speichenrädern vor einer niedrigen Station aus Lehmziegeln in der Prärie, Gespann ausgeschirrt, warmes Licht der Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Was war eine Postkutsche im Wilden Westen?

Eine Postkutsche fuhr nach Fahrplan von Station zu Station und nahm Post, Fahrgäste, Expressfracht und Wertsachen mit. An den Stationen wechselten die Gespanne, damit die Kutsche ohne lange Pause weiterfahren konnte.[1] Für die Überlandlinien in den fernen Westen bezahlte die Post der USA die Betreiber mit Verträgen; der Vertrag der Butterfield Overland Mail sah von 1857 an 600.000 Dollar im Jahr vor.[3, 4]

Die Postkutsche war nach dem Historiker LeRoy R. Hafen von Anfang an als Übergangslösung gedacht, bis eine Eisenbahn Ost und West verband.[1] Bis zum 10. Mai 1869 waren Kutschen auf der zentralen Route eine Hauptverbindung für die Post zwischen dem Missouri und Kalifornien. Danach fuhren Kutschen noch viele Jahre zu den Orten abseits der Bahn, eine zentrale Rolle für das ganze Land hatten sie aber nicht mehr.[3]

Die Concord-Kutsche

Die Concord-Kutsche baute die Firma Abbot-Downing in Concord, New Hampshire, die nach Hafen 1813 gegründet wurde. In den 1850er und 1860er Jahren lieferte sie Kutschen für alle wichtigen Linien im Westen, und Hafen nennt das Fahrzeug eine feste Einrichtung in der Entwicklung des Westens.[1] Die New Hampshire Historical Society nennt die Concord-Kutsche wegen ihrer neuartigen Bauweise die beliebteste Postkutsche der Welt; sie wurde bis nach Peru und Südafrika verschifft.[5]

Das Besondere war die Aufhängung. Der Wagenkasten aus kräftiger Weißeiche mit Eisenbändern hing auf zwei Lederriemen, den thoroughbraces, die der Länge nach unter dem Kasten liefen. Sie bestanden aus übereinandergelegten Lederstreifen und waren etwa drei Zoll dick.[1] Statt hart auf und ab zu stoßen wie bei üblichen Aufhängungen schwang die Kutsche; nach Hafen konnte sie leicht vor und zurück schaukeln.[1, 5] Mark Twain nannte die Kutsche, mit der er nach Nevada fuhr, eine imposante Wiege auf Rädern ("cradle on wheels").[2] Die Kutsche entwickelte sich nach dem National Park Service aus dem Stage Wagon des 18. Jahrhunderts: ein ovaler Kasten auf Lederriemen, der Kutschbock außen, mindestens eine Tür an der Seite.[6]

Die Größe der Concord-Kutschen reichte nach dem National Park Service von sechs bis neun Fahrgästen.[6] Innen hatten die Kutschen der Überlandlinie nach Hafen Platz für neun Fahrgäste, je drei auf einer Bank. Die vordere Bank zeigte nach hinten, die mittlere war oft nur ein herausnehmbarer Hocker ohne richtige Lehne; am begehrtesten war die hintere Bank. Dazu kamen Plätze außen. Auf manchen Kutschen mit Zusatzsitzen auf dem Dach nahmen gelegentlich 15 bis 17 Fahrgäste Platz. Hinten lag der dreieckige "boot" für Post, Express und Gepäck, ein zweites Fach aus Leder lag vorn unter dem Kutschbock.[1] Mitte der 1860er Jahre kostete eine Kutsche frei Haus etwa 1.000 Dollar.[1] Die Concord-Kutschen der Butterfield-Linie wogen je 3.000 Pfund und durften 4.000 Pfund laden.[4]

Leere Postkutsche mit ovalem Wagenkasten aus dunkelrotem Holz, gelben Speichenrädern und dicken Lederriemen unter dem Kasten, seitlich gesehen in einer Scheune mit Holzbalken, warmes Seitenlicht
Postkutsche mit Aufhängung an Lederriemen, wie sie die Concord-Kutsche hatte Bild: KI-generiert

Mud Wagon und Celerity-Wagen

Billiger waren Wagen mit kastenförmigem Fahrgastraum und offenen Seiten. Sie hießen Passenger Wagon, Overland Wagon, Mud Wagon oder Mountain Wagon.[6] Auf Bergstrecken tauschten die Linien die Concord-Kutsche gegen einen solchen Wagen mit niedrigem Segeltuchdach, der weniger leicht umkippte.[1] Die Butterfield Overland Mail fuhr auf dem Abschnitt zwischen Springfield in Missouri (später Fort Smith) und Los Angeles mit leichten Celerity-Wagen, die nach dem National Park Service eigens für den rauen Südwesten gebaut und kleiner als die Concord-Kutschen waren.[3, 4, 7]

Welche Postkutschenlinien gab es?

Ab 1850 bezahlte die Post der USA eine Postverbindung von Independence in Missouri nach Salt Lake City, die ein Jahr später bis Kalifornien verlängert wurde. Sie fuhr die meiste Zeit nur einmal im Monat.[3] In Kalifornien selbst waren Kutschen damals das wichtigste Verkehrsmittel; Anfang 1854 waren die meisten Linien dort in der California Stage Company von James Birch zusammengefasst.[3]

Große Postkutschenlinien in den fernen Westen
LinieJahreStrecke
Postlinie San Antonio bis San Diego ("Jackass Mail")ab Juli 1857[3]San Antonio, El Paso, San Diego; zweimal im Monat, mit Maultieren[3]
Butterfield Overland Mail (Overland Mail Company)September 1858 bis März 1861[3]St. Louis und Memphis über Fort Smith, El Paso und Tucson nach San Francisco; zweimal pro Woche[3, 4]
Wochenpost auf der zentralen Routeab Oktober 1858[3]Independence bis Placerville in 38 Tagen[3]
Overland Mail Company auf der zentralen Routeab 1. Juli 1861[3]ab St. Joseph in Missouri; die Firma fuhr den Abschnitt westlich von Salt Lake City[1, 3]
Overland Stage Line von Ben Holladayab 1862[1]östlicher Teil der zentralen Route; Denver lag zuerst an einer Zweiglinie, ab September 1862 an der Hauptstrecke[1]
Pioneer Stage Company1860er Jahre[1]Placerville bis Virginia City in Nevada[1]
Wells, Fargo and CompanyEnde 1866 bis 1869, danach Zweiglinien[1]alle großen Linien zwischen dem Missouri und dem Pazifik[1]

Die Overland Stage Line entstand, als Ben Holladay am 21. März 1862 bei einer öffentlichen Versteigerung die verschuldete Central Overland California and Pike's Peak Express Company für 100.000 Dollar kaufte; die Firma, die den Pony Express betrieben hatte, schuldete ihm 208.000 Dollar.[1, 3] Ab Oktober 1862 warb seine Linie unter dem Namen "Overland Stage Line".[1] Ende 1866 verkaufte Holladay seine ganzen Postlinien. Seine Holladay Overland Mail and Express Company, die Overland Mail Company, die Pioneer Stage Company und Wells, Fargo and Company gingen in einer Firma unter dem Namen Wells Fargo auf. Sie hatte nach Hafen damit fast allein die Express- und Postkutschenlinien zwischen dem Missouri und der Pazifikküste in der Hand.[1]

Stationen, Kutscher und Schaffner

Auf der zentralen Route lagen die Stationen nach Hafen 10 bis 15 Meilen auseinander. Etwa alle 50 Meilen kam eine "home station", an der die Strecke eines Kutschers endete und die Fahrgäste essen konnten; sie hatte Schlafräume, einen Speiseraum, ein Telegrafenbüro und eine Scheune. Die "swing stations" dazwischen bestanden aus Stall, Kornspeicher und einem Raum für ein oder zwei Pferdeknechte. In den Hauptorten der Abschnitte gab es Werkstätten für Kutschen, Schmiede und Geschirr.[1] An der Platte standen meist Häuser aus behauenen Stämmen mit Grassodendach und Lehmboden, weiter westlich auch aus Lehmziegeln oder Stein.[1]

Gezogen wurde die Kutsche von vier oder sechs Pferden, je nach Weg und Abstand der Stationen. Auf den Hauptlinien standen zusammen etwa 2.500 Pferde und Maultiere im Dienst, 8 bis 12 an jeder Station, und es gab etwa 100 Kutschen, von denen die meisten ständig im Einsatz waren.[1]

Mark Twain beschrieb 1872 in "Roughing It", dem Buch über seine Jahre im Westen, die Leute der Linie. Ganz oben stand der Abschnittsleiter (division agent), der auf rund 250 Meilen Pferde, Futter und Geschirr kaufte, Stationen baute, Brunnen graben ließ und das Personal bezahlte; nach Twain gab es etwa acht von ihnen auf der Überlandroute.[2] Neben dem Kutscher saß der Schaffner (conductor). Er war für Post, Express, Gepäck und Fahrgäste verantwortlich, fuhr ebenfalls 250 Meilen Tag und Nacht mit und übergab alles gegen Quittung an den nächsten Schaffner.[2] Die Kutscher wechselten öfter, denn sie fuhren immer dasselbe Stück der Strecke hin und her. Für die Pferdeknechte an den Stationen war der Kutscher nach Twains spöttischer Schilderung ein Held, der die Fahrgäste kaum eines Wortes würdigte.[2] Nach Hafen hütete fast jeder Kutscher seine Peitsche wie einen Schatz und verlieh sie nicht einmal an einen Kollegen.[1] Mehr über Twain steht auf der Seite Mark Twain im Wilden Westen.

Wie reiste man mit der Postkutsche?

Twain reiste nach seinen eigenen Worten zehn oder zwölf Jahre vor dem Erscheinen des Buchs mit seinem Bruder, der zum Secretary von Nevada ernannt worden war, von St. Joseph in Missouri nach Carson City. Die Fahrkarte kostete je 150 Dollar, und jeder durfte nur 25 Pfund Gepäck mitnehmen.[2] Die drei Fahrgäste teilten sich die Kutsche nach Angabe des Kutschers mit 2.700 Pfund Post, die sich bis unter das Dach stapelte. Als ein Riemen der Aufhängung riss, lud der Schaffner einen Teil der Säcke ab und legte die übrigen flach in den Wagen; von da an lagen die Reisenden auf der Post wie auf einem Bett.[2]

Die Preise änderten sich mit der Zeit. Anfang 1863 kostete die Fahrt ab Atchison in Kansas nach Denver 75 Dollar, nach Salt Lake City 150 und nach Placerville 225 Dollar. Als das Papiergeld (greenbacks) an Wert verlor, stiegen die Preise, 1866 bis auf 500 Dollar von Fort Kearny nach Kalifornien, und sanken danach wieder.[1] Im Fahrpreis waren 25 Pfund Gepäck enthalten, die Mahlzeiten kosteten extra, je nach Ort 50 Cent bis 2 Dollar.[1]

Eine durchgehende Fahrkarte und fünfzehn Zoll Sitz, mit einem dicken Mann auf der einen Seite, einer armen Witwe auf der anderen, einem Baby auf dem Schoß, einer Hutschachtel über dem Kopf und drei oder vier weiteren Personen direkt davor, die sich an deine Knie lehnen, ergeben das Bild und zugleich deinen Schlafplatz für die Reise.

Demas Barnes, Reisender auf der Überlandroute, From the Atlantic to the Pacific, Overland, New York 1866, S. 8; zitiert bei LeRoy R. Hafen, The Overland Mail, 1926, S. 313 Übersetzung der Redaktion[1]

Gefahren wurde Tag und Nacht, auf der Butterfield-Linie mit Halten von etwa zehn Minuten an den Stationen und bis zu 40 Minuten für eine Mahlzeit.[3] So schafften ihre Kutschen nach dem Fort Smith National Historic Site 120 Meilen am Tag; in Arkansas rechnete der Fahrplan mit durchschnittlich 4,5 Meilen in der Stunde.[4] Manche Fahrgäste auf der zentralen Route schliefen nach Hafen lieber auf dem flachen Dach: Sie legten Heu darauf, deckten es mit Decken ab und banden sich mit Seilen am Geländer fest.[1]

Wertkisten und Shotgun Messenger

Mit den Kutschen reisten auch Geld, Gold und andere Wertsachen. Auf den gewöhnlichen Kutschen der Überlandlinie lag der Tresor nach Hafen im vorderen Fach unter dem Kutschbock. Montags fuhr ab Atchison eine eigene "messenger coach" mit Expresspaketen und einer starken Eisenkiste für die Wertsachen, weil an diesem Tag keine Post aus dem Osten kam.[1]

Bei Wells Fargo bewachten bewaffnete Begleiter solche Sendungen, die express messengers. Der Historiker John Boessenecker verfolgt nach der Rezension bei HistoryNet die Laufbahnen von 20 Wachen (express messengers) und von Detektiven von Wells Fargo. Nach seiner Zählung gab es von 1870 bis 1884 etwa 347 Überfälle und Überfallversuche auf Kutschen mit Sendungen von Wells Fargo; dabei starben sechs Wachen und Kutscher, zehn wurden verwundet.[8] Die Wachen waren mit Schrotflinten bewaffnet (mehr bei den Waffen des Wilden Westens).[8] Wie Banden Kutschen überfielen und wer sie verfolgte, steht auf der Seite Postkutschenüberfälle.

Die Wells-Fargo-Postkutsche

Wells, Fargo and Company wurde 1852 für Express- und Bankgeschäfte gegründet.[1] Das große Netz von Überlandkutschen gehörte der Firma erst ab Ende 1866, als sie die Linien von Holladay und der Overland Mail Company übernahm.[1] Wells Fargo hatte noch mit etwa sechs Jahren Kutschenbetrieb gerechnet, doch die Eisenbahn wurde schneller fertig. Nach Hafen soll die Firma dabei viel Geld verloren haben. Überzählige Kutschen verkaufte sie laut Root und Connelley, die Hafen zitiert, für weniger als ein Drittel des Neupreises an Gilmer and Salisbury; Zweiglinien im Westen fuhr sie weiter.[1] Die ganze Firmengeschichte steht auf der Seite Wells Fargo im Wilden Westen.

Eisenbeschlagene Holzkiste mit Vorhängeschloss im offenen Lederfach unter dem Kutschbock einer leeren Postkutsche, daneben gerollte Postsäcke aus Segeltuch, warmes Abendlicht
Wertkiste und Postsäcke im vorderen Fach einer Postkutsche Bild: KI-generiert

Wann endete die Zeit der Postkutschen?

Der Bau der transkontinentalen Eisenbahn verkürzte die Kutschenstrecken Jahr für Jahr. Im August 1866 verlegte der Postminister den Ausgangspunkt der Überlandpost von Atchison nach Manhattan in Kansas, weil die Bahn dort angekommen war; mit jedem Stück Gleis rückte der Ausgangspunkt weiter nach Westen.[1] Hafen beschreibt, wie sich das Ansehen der Kutsche in den letzten Jahren wandelte: Aus der prächtigen Concord-Kutsche ("magnificent Concord coach") war die schreckliche, klappernde Postkutsche ("terrible rattling stage") geworden.[1] Mit dem Lückenschluss der Bahn am 10. Mai 1869 endete die Zeit der großen Überlandlinien auf der zentralen Route.[1, 3]

Abseits der Bahnen blieb die Postkutsche noch lange in Gebrauch. Wells Fargo fuhr nach Hafen 1869 zum Beispiel dreimal pro Woche von Bear River Junction nach Virginia City in Montana.[1] In Montana erhielt Mary Fields 1895 einen sogenannten Star-Route-Vertrag der Post. Sie fuhr nach dem National Park Service acht Jahre lang mit der Postkutsche die 34 Meilen hin und zurück zwischen der St. Peter's Mission und Cascade, im tiefen Schnee auch auf Schneeschuhen. Die Historikerin der US-Post schreibt dagegen von einem Postwagen.[11] Sie war die erste Afroamerikanerin mit einem solchen Vertrag; um ihr Leben ranken sich nach dem National Park Service viele übertriebene Legenden (mehr bei Stagecoach Mary).[9]

Mythos und Wahrheit

Zu Angriffen auf Kutschen gibt es für die einzelnen Linien unterschiedliche Angaben. Nach der Studie des National Park Service von 2018 wurde auf der Butterfield-Linie in ihren zweieinhalb Jahren nach heutigem Wissen kein Fahrgast bei indigenen Angriffen getötet; ein Historiker, den die Studie zitiert, zählt zehn getötete Kutscher.[3] Auf der zentralen Route legte nach Hafen ein Betreiber der Post 1867 Unterlagen vor, nach denen indigene Angreifer zwischen dem 1. April und dem 15. August 1867 350 Tiere geraubt, zwölf Stationen niedergebrannt, drei Kutschen und Expresswagen zerstört und 13 Angestellte getötet hätten.[1]

Postkutschen im Western

1939 kam John Fords Western Stagecoach in die Kinos, deutsch "Höllenfahrt nach Santa Fé" oder "Ringo", nach der Erzählung "Stage to Lordsburg" von Ernest Haycox. Darin fährt eine Postkutsche zu Beginn der 1880er Jahre von Tonto in Arizona nach Lordsburg in New Mexico.[10] Die Bundeszentrale für politische Bildung zählt ihn zu den einflussreichsten Filmen der Kinogeschichte; John Wayne wurde mit der Rolle des Ringo zum Star, und Ford machte das Monument Valley zur Kulisse des klassischen Western.[10]

Mehr zu Post und Verkehr im Westen

Häufige Fragen

Was ist eine Concord-Kutsche?

Eine Postkutsche der Firma Abbot-Downing aus Concord in New Hampshire. Ihr Wagenkasten hing auf dicken Lederriemen, den thoroughbraces, und schwang deshalb, statt hart zu stoßen. Innen boten Concord-Kutschen nach dem National Park Service Platz für sechs bis neun Fahrgäste; die Kutschen der Überlandlinie hatten drei Bänke für neun.

Wie schnell war eine Postkutsche?

Die Kutschen der Butterfield Overland Mail schafften nach dem Merkblatt der Fort Smith National Historic Site 120 Meilen am Tag, weil sie Tag und Nacht fuhren und an den Stationen nur kurz hielten. In Arkansas rechnete der Fahrplan mit durchschnittlich 4,5 Meilen in der Stunde.

Was kostete eine Fahrt mit der Postkutsche?

Mark Twain zahlte nach seinem Buch "Roughing It" 150 Dollar von St. Joseph in Missouri nach Carson City in Nevada. Anfang 1863 kostete die Fahrt ab Atchison in Kansas nach Denver 75, nach Salt Lake City 150 und nach Placerville 225 Dollar. Mahlzeiten kosteten extra.

Wer war der Shotgun Messenger?

Gemeint sind die express messengers von Wells Fargo, bewaffnete Begleiter, die Geld und Wertsendungen auf den Kutschen bewachten. Nach der Rezension bei HistoryNet trugen sie Schrotflinten; den Ausdruck "riding shotgun" prägten laut dieser Rezension erst spätere Romanautoren.

Wie oft wurden Postkutschen überfallen?

Für die Kutschen mit Sendungen von Wells Fargo zählt der Historiker John Boessenecker von 1870 bis 1884 rund 347 Überfälle und Überfallversuche. Dabei starben sechs Wachen und Kutscher, zehn wurden verwundet. Mehr dazu auf der Seite Postkutschenüberfälle.

Gab es die Wells-Fargo-Postkutsche wirklich?

Ja. Ende 1866 übernahm Wells, Fargo and Company die großen Überlandlinien zwischen dem Missouri und dem Pazifik. Nach der Fertigstellung der Eisenbahn 1869 verkaufte die Firma überzählige Kutschen, betrieb aber weiter Zweiglinien im Westen.

Wann endete die Zeit der Postkutschen?

Die großen Überlandlinien auf der zentralen Route endeten mit der transkontinentalen Eisenbahn am 10. Mai 1869. Auf kürzeren Strecken fuhren Postkutschen noch viele Jahre weiter; Mary Fields etwa brachte in Montana von 1895 an acht Jahre lang die Post mit der Kutsche.

Quellen

  1. Fachbuch LeRoy R. Hafen: The Overland Mail, 1849 bis 1869. Promoter of Settlement, Precursor of Railroads. The Arthur H. Clark Company, Cleveland; Digitalisat npshistory.com. Stand 1926. abgerufen am 25.10.2026
  2. Primärquelle Mark Twain: Roughing It, Kapitel 1 bis 6 und 20. Ausgabe Project Gutenberg, eBook 3177. Stand 1872 (Gutenberg-Ausgabe 2004, aktualisiert 31.03.2024). abgerufen am 25.10.2026
  3. Amtliche Stelle Butterfield Overland Trail National Historical Trail Special Resource Study. National Park Service, National Trails Intermountain Region; Digitalisat npshistory.com. Stand Mai 2018. abgerufen am 25.10.2026
  4. Amtliche Stelle Fort Smith and the Butterfield Overland Mail (Site Bulletin). National Park Service, Fort Smith National Historic Site. Stand 20.01.2025. abgerufen am 25.10.2026
  5. Museum Concord Coach. New Hampshire Historical Society. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
  6. Amtliche Stelle Wagons, Carriages, and Carryalls: Transportation During the Cherokee Removal 1837 bis 1839. National Park Service, Trail of Tears National Historic Trail. Stand 21.12.2021. abgerufen am 25.10.2026
  7. Amtliche Stelle Fort Bowie National Historic Site: Guardian of Apache Pass (Faltblatt). National Park Service; Digitalisat npshistory.com. Stand 2018. abgerufen am 25.10.2026
  8. Presse Book Review: Shotguns and Stagecoaches (zu John Boessenecker: Shotguns and Stagecoaches). HistoryNet. Stand 27.09.2018. abgerufen am 25.10.2026
  9. Amtliche Stelle Mary Fields (Text Katherine Crawford-Lackey). National Park Service. Stand 06.08.2021. abgerufen am 25.10.2026
  10. Amtliche Stelle Ringo/Höllenfahrt nach Santa Fé/Stagecoach (Der Filmkanon). Bundeszentrale für politische Bildung. Stand 23.10.2014. abgerufen am 25.10.2026
  11. Amtliche Stelle Women Mail Carriers. Historian, United States Postal Service. Stand Juni 2007. abgerufen am 25.10.2026

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