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Kopfgeldjäger im Wilden Westen

Kurz erklärt Kopfgeldjäger (englisch bounty hunter) verfolgen Gesuchte, auf die eine Belohnung ausgesetzt ist. Im Wilden Westen kassierten solche Kopfgelder Deputy Marshals, Sheriffs und Komplizen wie Robert Ford, der 1882 Jesse James erschoss; auf Billy the Kid setzte Gouverneur Lew Wallace 1880 500 Dollar aus. Steckbriefe mit "Dead or Alive" gab es laut dem Verlagstext zu einem Buch von Robert K. DeArment nur für die mörderischsten Desperados.

Ein einzelner Reiter von hinten auf einem staubigen Weg durch Wüstengestrüpp, in der Ferne Berge unter weitem Himmel im späten Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Was ist ein Kopfgeldjäger?

Ein Kopfgeld ist nach dem Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) Geld, das für die Ergreifung oder Auslieferung einer Person gezahlt wird. Ein Kopfgeldjäger verfolgt also Gesuchte, um diese Belohnung zu bekommen.[1] Das englische Wort bounty hunter erklärt Merriam-Webster als jemanden, der Gesetzlose aufspürt und fängt, auf die eine Belohnung ausgesetzt ist. Als ersten Beleg für das Wort nennt das Wörterbuch das Jahr 1868, und zwar in einer zweiten Bedeutung: Jäger, die für eine ausgesetzte Prämie Raubtiere erlegten.[2]

Der Verlagstext zu Robert K. DeArments Buch "Man-Hunters of the Old West" (2017) nennt die Verfolger von Flüchtigen im Wilden Westen man-hunters, also Menschenjäger, und beschreibt sie als freie Ordnungshüter: Siedler waren leichte Beute für Verbrecher, die Polizei war dünn verteilt, und so übernahmen solche Männer die Suche nach Flüchtigen. Oft seien sie als skrupellose Kopfgeldjäger dargestellt worden, nicht besser als die Verbrecher, die sie jagten; sie hätten Gesuchte aber viel öfter lebend gefasst, als ihr Ruf vermuten lässt.[10] Unter den acht Männern, deren Lebenswege DeArment erzählt, waren ein Eisenbahndetektiv, ein Texas Ranger, ein Agent der Pinkerton-Detektei und ein bewaffneter Begleiter von Postkutschen.[10]

Wer jagte im Wilden Westen Gesuchte?

Deputy Marshals: Gebühren und Belohnungen

Für die Bundesgerichte jagten Deputy U.S. Marshals Gesuchte. Wie sie bezahlt wurden, zeigt der National Park Service am Bundesgericht in Fort Smith in Arkansas, das bis 1896 auch für das Indianer-Territorium im heutigen Oklahoma zuständig war.[5] Ein festes Gehalt hatten die Deputies nicht. Für jede Festnahme bekamen sie 2 Dollar, gleich ob der Gefasste ein Whiskeyhändler oder ein Mörder war, dazu 6 Cent je Meile für den Weg zum Ort der Festnahme und 10 Cent je Meile für sich und jeden Gefangenen auf dem Rückweg zum Gericht. Ein Viertel davon ging an den U.S. Marshal, und wer niemanden festnahm, bekam nichts, wie lange er auch unterwegs gewesen war.[3]

Belohnungen konnten das Einkommen aufbessern. Ein Deputy verdiente nach dem National Park Service selten mehr als 500 Dollar im Jahr, außer er hatte Glück und kassierte eine Belohnung von einem Staat, einer Gemeinde, von Privatleuten oder von Eisenbahn- und Expressgesellschaften. Belohnungen der Bundesregierung durften die Deputies nicht annehmen.[3] Die Arbeit war gefährlich: In den 21 Jahren, die Richter Isaac Parker in Fort Smith amtierte, wurden mehr als 65 Deputy Marshals im Dienst getötet.[5] Das Gebührensystem endete erst um 1900, eine Seite des National Park Service nennt das Jahr 1898.[3, 5] Die Truppe in Fort Smith war nach dem National Park Service wohl die am stärksten gemischte an der Frontier, mit indigenen und afroamerikanischen Deputies.[5]

Eine Untersuchung des Justizministeriums von 1886 zeigt, wie die Deputies arbeiteten. Sie bekamen Haftbefehle vom U.S. Marshal, kauften Vorräte, heuerten Wachen und eine Posse an und zogen oft wochenlang mit einem Proviantwagen durch das Land. Die Prüfer David Fisher und Thomas Hardin fanden zahlreiche Verstöße gegen die Abrechnungsregeln, und Gefangene klagten, sie seien ohne Haftbefehl festgenommen worden.[4]

Abgenutzte lederne Satteltasche, ein aufgerolltes Lasso, eine Feldflasche und ein Paar eiserne Handschellen auf einer verwitterten Holzbank im Nachmittagslicht
Stillleben mit Satteltasche, Lasso, Feldflasche und Handschellen auf einer Holzbank Bild: KI-generiert

Sheriffs: die 500 Dollar für Billy the Kid

Nach dem Lincoln-County-Krieg setzte Gouverneur Lew Wallace im Dezember 1880 eine Belohnung von 500 Dollar für die Festnahme von William H. Bonney aus, bekannt als Billy the Kid.[7, 21] Das Staatsarchiv von New Mexico verwahrt eine Belohnung für seine Festnahme vom 3. Dezember 1880 und Wallaces Genehmigung der 500 Dollar vom 13. Dezember 1880.[6] Wenige Tage später nahm Sheriff Pat Garrett ihn fest. Nach Bonneys Flucht aus der Haft in Lincoln im April 1881 bot Wallace erneut 500 Dollar.[7]

Am 14. Juli 1881 erschoss Garrett Bonney in Fort Sumner.[7, 21] Zur Belohnung für den Tod von Billy the Kid verzeichnet das Staatsarchiv zwei Schriftstücke. Am 21. Juli 1881 äußerte sich der Attorney General in einem Gutachten zu der Belohnung, die Garrett zustand, und am 14. Februar 1882 billigte Gouverneur Sheldon die Zahlung in einem Brief an das Parlament; die Gesetzessammlung von New Mexico für 1882 verzeichnet die Sache auf Seite 191.[6]

Detektive und bezahlte Schützen: Pinkerton und Tom Horn

Banken und Eisenbahnen, die sich private Ordnungshüter leisten konnten, bezahlten Detektive.[18] Die Pinkerton-Detektei, die Allan Pinkerton in den 1850er Jahren gegründet hatte, unterhielt Büros im ganzen Land, beschäftigte Hunderte Agenten und Büroangestellte und arbeitete für viele große Firmen. Nach einer Fusion 1999 übergab die Firma ihr historisches Archiv der Library of Congress. Die Fallakten enthalten unter anderem Fotos von Verhafteten mit Personenbeschreibungen, Steckbriefe und Belohnungsanzeigen.[16] Zur Sammlung gehört eine Karte der Detektei mit einem Häftlingsfoto von Robert LeRoy Parker alias Butch Cassidy aus dem Staatsgefängnis von Wyoming in Laramie; die Karte nennt seine Decknamen.[17] Als Aufnahmejahr nennt der Katalog der Library of Congress 1893 in eckigen Klammern, die Wyoming State Historical Society dagegen den 15. Juli 1894 als Tag, an dem Parker ins Gefängnis kam.[17, 24]

Holzschrank mit vielen kleinen Schubladen, daneben ein Schreibtisch mit Öllampe, Lupe und leeren Karteikarten in einem dämmrigen Büro
Stillleben eines Detektivbüros aus dem späten 19. Jahrhundert Bild: KI-generiert

Tom Horn arbeitete nach History.com vier Jahre für Pinkerton, das ihn auf Gesetzlose ansetzte, die Kunden wie Banken und Eisenbahnen schädigten. 1894 heuerte ihn die private Wyoming Cattlemen's Association an, die Vereinigung der großen Rinderzüchter. WyoHistory dagegen datiert die Anwerbung durch Pinkerton auf 1891 und nennt Horn nach den Briefen des U.S. Marshal Joseph P. Rankin im Mai 1892 schon in Wyoming; große Rancher hätten ihn offenbar heimlich angeworben.[25] History.com nennt ihn einen bezahlten Killer, der für die Rancher Männer aus dem Hinterhalt erschoss. Am 20. November 1903 wurde er hingerichtet, verurteilt wegen des Mordes an dem 14-jährigen Willie Nickell; manche Historiker bezweifeln laut History.com, dass er den Jungen getötet hat.[18]

Komplizen: Robert Ford und Jesse James

In Missouri durfte der Staat für die Ergreifung von Verbrechern laut Gesetz höchstens 300 Dollar Belohnung bieten. Gouverneur Thomas T. Crittenden ließ sich deshalb von den Eisenbahngesellschaften höhere Beträge zusagen und bot nach den Missouri State Archives 1881 je 5.000 Dollar für die Ergreifung von Frank und Jesse James, dazu je 5.000 Dollar für Ergreifung, Festnahme und Verurteilung jedes weiteren Mitglieds der Bande.[8, 9] Das Verwaltungsamt des Staates Missouri nennt für Ergreifung und Verurteilung zusammen 10.000 Dollar je Bruder, PBS 10.000 Dollar je Bruder für die Ergreifung.[22, 23] Robert Ford, den Jesse James mit seinem Bruder Charley in die Bande geholt hatte, hatte schon mit dem Gouverneur über eine Belohnung gesprochen.[9] Am 3. April 1882 erschoss er Jesse James, stellte sich den Behörden und forderte die Belohnung.[8]

Die Brüder Ford wurden wegen Mordes verurteilt, Robert Ford zum Tod durch den Strang, und der Gouverneur begnadigte sie.[8, 9] Von dem Geld bekam Robert Ford nach dem Staatsarchiv von Missouri nur wenig. Insgesamt zahlte Crittenden 20.000 Dollar Belohnung für die Ergreifung und Verurteilung von Mitgliedern der James-Bande, weigerte sich aber zu sagen, an wen.[8]

Prämien auf Skalpe: John Joel Glanton

Im Grenzland zwischen Mexiko und den USA setzten Regierungen Prämien auch auf Angehörige ganzer Völker aus. 1835 kündigte die mexikanische Regierung eine Prämie auf Skalpe von Apachen an.[14] Im Bundesstaat Chihuahua beschloss das Parlament 1849 gegen das Veto des Gouverneurs das sogenannte Fünfte Gesetz (Ley Quinto). Es erlaubte Verträge mit Freischärlern, die Apachen fangen oder töten sollten.[15] Einen solchen Vertrag bekam der in Texas lebende John Joel Glanton, den das Handbook of Texas einen berüchtigten Kopfgeldjäger und Mörder nennt; das Geld für seine Truppe kam vom Konsul der Vereinigten Staaten, Benjamin Riddle.[15]

Als die Bande 1850 kaum noch Apachen fand, überfiel sie nach dem Handbook friedliche indigene Ackerbauern und nahm schließlich auch Mexikanern die Skalpe, um Prämien zu kassieren. Chihuahua vertrieb sie daraufhin nach Sonora und setzte eine Prämie auf Glanton selbst aus. Am 23. April 1850 töteten Yuma, deren Fähre über den Colorado River die Bande an sich gerissen hatte, Glanton und die meisten seiner Leute an der Fähre.[15] Die Kopfgelder auf Skalpe gehören zur Geschichte der Apachenkriege und des Skalpierens.[14, 15]

Gab es Steckbriefe mit "Dead or Alive" wirklich?

Ja, aber nicht für jeden Gesuchten. Nach dem Verlagstext zu DeArments Buch wurden Steckbriefe mit dem Zusatz "Wanted: Dead or Alive", also gesucht, tot oder lebendig, zwar ausgehängt, aber nur für die mörderischsten Desperados.[10] Ausgeschrieben waren die Belohnungen auf dieser Seite für Festnahme und Ergreifung: Das Staatsarchiv von New Mexico führt eine Belohnung "for the arrest" und eine für "the capture" von Billy the Kid, Missouri bot laut Staatsarchiv je 5.000 Dollar für die Ergreifung von Frank und Jesse James. Gezahlt wurde nach dem Tod der Gesuchten: Das Staatsarchiv von New Mexico beschreibt die von Gouverneur Sheldon gebilligte Zahlung an Garrett als Belohnung für den Tod von Billy the Kid, und Robert Ford forderte die Belohnung, nachdem er Jesse James erschossen hatte.[6, 8]

Auch wer einen Gesuchten tötete, musste mit Folgen rechnen. Robert Ford wurde für den Tod von Jesse James zum Tod verurteilt und nur durch die Begnadigung gerettet.[8] Ein Deputy Marshal, der einen Verdächtigen bei der Festnahme tötete, musste ihn nach dem National Park Service auf eigene Kosten begraben. Übernahmen Angehörige das, bekam er 1 Dollar für Zeit und Kosten der versuchten Festnahme.[3]

Belohnungen im Wilden Westen: Beispiele mit Quelle

Belegte Belohnungen und Kopfgelder
GesuchtJahrBelohnungAusgesetzt vonAusgang
Apachen (Skalpe)1835Prämie je Skalp, Höhe in der Quelle nicht genanntmexikanische Regierungab 1849 auch Verträge mit Kopfgeldjägern in Chihuahua[14, 15]
John Joel Glanton1850Prämie auf seinen SkalpBundesstaat ChihuahuaGlanton starb am 23. April 1850 am Colorado River[15]
Billy the Kid1880500 DollarGouverneur Lew WallaceFestnahme durch Pat Garrett im Dezember 1880[6, 7]
Billy the Kid1881500 DollarGouverneur Lew WallaceGarrett erschoss ihn am 14. Juli 1881; Zahlung 1882 vom Gouverneur gebilligt[6, 7]
Frank und Jesse James1881je 5.000 Dollar laut Missouri State Archives, je 10.000 Dollar laut Verwaltungsamt des Staates Missouri und PBSGouverneur Thomas T. Crittenden, Geld von Eisenbahnen zugesagtRobert Ford erschoss Jesse James am 3. April 1882[8, 22, 23]
übrige James-Bande1881je 5.000 DollarGouverneur Thomas T. Crittendeninsgesamt 20.000 Dollar ausgezahlt, Empfänger geheim[8]

Gibt es heute noch Kopfgeldjäger?

Ja, in den USA im Geschäft mit Kautionen. Erscheint ein Angeklagter, der gegen Kaution frei ist, nicht vor Gericht, schicken Kautionsbürgen (bail bondsmen) Kopfgeldjäger los, die ihn zurückbringen, damit der Bürge die verfallene Kaution zurückbekommt. So schildert es ein Urteil des Bundesberufungsgerichts für den Ersten Bezirk vom 30. Mai 2018 an einem Fall aus New Jersey und Puerto Rico.[12]

Die Rechte dieser Verfolger gehen auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA zurück. In Taylor v. Taintor aus der Sitzungsperiode vom Dezember 1872 hielt Richter Swayne für das Gericht fest: Wer gegen Kaution freikommt, gilt als in den Gewahrsam seiner Bürgen übergeben. Die Bürgen dürfen ihn festnehmen und dem Gericht übergeben, selbst oder durch Beauftragte. Sie dürfen ihn in einen anderen Bundesstaat verfolgen, am Sonntag festnehmen und, wenn nötig, in sein Haus eindringen.[11] Das Berufungsgericht bezeichnete das Urteil 2018 als oft zitiert. Der Oberste Gerichtshof habe es zwar gelegentlich zitiert und nie verworfen, mehrere Bundesstaaten hätten die Rechte der Bürgen aber per Gesetz oder auf anderem Weg eingeschränkt.[12]

Im Bundesstaat Washington etwa heißen solche Verfolger Bail Bond Recovery Agents. Sie brauchen eine Lizenz des Department of Licensing, eine Überprüfung mit Fingerabdrücken und eine Stelle oder ein Stellenangebot bei einer zugelassenen Kautionsagentur.[13]

Kopfgeldjäger im Western

Steve McQueen spielte ab 1958 die Hauptrolle eines Kopfgeldjägers in der Westernserie "Wanted: Dead or Alive", die bis 1961 lief.[19] In Sergio Leones Italowestern Für ein paar Dollar mehr (BR Deutschland, Italien und Spanien 1965) überrumpelt nach dem Lexikon des internationalen Films ein ehemaliger Colonel mit Hilfe eines zweiten Kopfgeldjägers eine Verbrecherbande in Texas. Lee Van Cleef spielt Colonel Mortimer, Clint Eastwood die Figur Monco.[20]

Zeitleiste

Zeitleiste: Kopfgelder im Wilden Westen
  1. 1835Die mexikanische Regierung kündigt eine Prämie auf Skalpe von Apachen an.[14]
  2. 1849Chihuahua erlaubt mit dem Fünften Gesetz (Ley Quinto) Verträge mit Freischärlern gegen die Apachen; John Joel Glanton bekommt einen solchen Vertrag.[15]
  3. 23.04.1850Yuma töten Glanton und die meisten seiner Leute an einer Fähre über den Colorado River.[15]
  4. 1868Erster Beleg für das englische Wort bounty hunter laut Merriam-Webster, damals für Jäger, die gegen Prämie Raubtiere erlegten.[2]
  5. Dezember 1872Im Urteil Taylor v. Taintor beschreibt der Oberste Gerichtshof der USA die Rechte von Kautionsbürgen, Flüchtige zu verfolgen und festzunehmen.[11]
  6. 13.12.1880Gouverneur Lew Wallace genehmigt 500 Dollar Belohnung für die Festnahme von Billy the Kid.[6] Billy the Kid
  7. 1881Gouverneur Thomas T. Crittenden bietet nach den Missouri State Archives je 5.000 Dollar für die Ergreifung von Frank und Jesse James; das Verwaltungsamt des Staates Missouri und PBS nennen 10.000 Dollar je Bruder.[8, 22, 23] Jesse James
  8. 21.07.1881Ein Gutachten des Attorney General befasst sich mit der Belohnung, die Pat Garrett zusteht.[6] Pat Garrett
  9. 14.02.1882Gouverneur Sheldon billigt die Zahlung der Belohnung an Pat Garrett.[6] Pat Garrett
  10. 03.04.1882Robert Ford erschießt Jesse James und fordert die Belohnung; er wird wegen Mordes verurteilt und begnadigt.[8] Jesse James
  11. 1886Das Justizministerium prüft die Arbeit der Deputy Marshals am Bundesgericht in Fort Smith.[4]
  12. 15.07.1894Robert LeRoy Parker (Butch Cassidy) kommt ins Staatsgefängnis von Wyoming in Laramie; ein Häftlingsfoto von ihm ist auf einer Karte der Pinkerton-Detektei erhalten.[17, 24] Butch Cassidy und Sundance Kid
  13. 1898Nach einer Seite des National Park Service wird das Gebührensystem der Deputy Marshals reformiert.[5]
  14. 20.11.1903Tom Horn wird in Wyoming hingerichtet.[18]
  15. 1958Die Westernserie Wanted: Dead or Alive mit Steve McQueen als Kopfgeldjäger beginnt; sie läuft bis 1961.[19]
  16. 1965Sergio Leones Italowestern Für ein paar Dollar mehr entsteht.[20]
  17. 30.05.2018Ein Bundesberufungsgericht nennt Taylor v. Taintor oft zitiert; mehrere Bundesstaaten haben die Rechte der Bürgen eingeschränkt.[12]

Mythos und Wahrheit

Mehr zu Recht und Ordnung im Wilden Westen

Häufige Fragen

Was ist ein Kopfgeldjäger?

Ein Kopfgeldjäger verfolgt Menschen, auf die eine Belohnung ausgesetzt ist, um sie zu fassen und das Kopfgeld zu bekommen. Das DWDS erklärt Kopfgeld als Geld, das für die Ergreifung oder Auslieferung einer Person gezahlt wird.

Was heißt Kopfgeldjäger auf Englisch?

Bounty hunter. Merriam-Webster erklärt das Wort als jemanden, der Gesetzlose aufspürt und fängt, auf die eine Belohnung ausgesetzt ist. Als ersten Beleg nennt das Wörterbuch das Jahr 1868, damals für Jäger, die für eine Prämie Raubtiere erlegten.

Wer waren berühmte Kopfgeldjäger im Wilden Westen?

Das Handbook of Texas nennt John Joel Glanton einen berüchtigten Kopfgeldjäger; er jagte 1849 in Chihuahua gegen Prämien Apachen. Belohnungen beanspruchten auch Sheriff Pat Garrett für Billy the Kid und Robert Ford für Jesse James. Der Verlagstext zu einem Buch von Robert K. DeArment nennt unter solchen Verfolgern einen Texas Ranger, einen Eisenbahndetektiv und einen Agenten der Pinkerton-Detektei.

Gab es Steckbriefe mit "Dead or Alive" wirklich?

Ja, aber nicht für jeden Gesuchten. Laut dem Verlagstext zu Robert K. DeArments Buch Man-Hunters of the Old West waren sie den mörderischsten Desperados vorbehalten. Die Belohnungen auf Billy the Kid und Jesse James galten der Festnahme.

Wie viel Kopfgeld war auf Jesse James ausgesetzt?

Nach den Missouri State Archives bot Gouverneur Thomas T. Crittenden 1881 je 5.000 Dollar für die Ergreifung von Frank und Jesse James. Das Verwaltungsamt des Staates Missouri nennt für Ergreifung und Verurteilung zusammen 10.000 Dollar je Bruder, PBS 10.000 Dollar je Bruder für die Ergreifung. Weil das Gesetz in Missouri nur 300 Dollar erlaubte, hatten Eisenbahngesellschaften die höheren Summen zugesagt.

Bekam Pat Garrett das Kopfgeld für Billy the Kid?

Gouverneur Lew Wallace hatte 500 Dollar ausgesetzt. Das Staatsarchiv von New Mexico verwahrt ein Gutachten des Attorney General vom 21. Juli 1881 zu der Belohnung, die Garrett zustand, und einen Brief vom 14. Februar 1882, in dem Gouverneur Sheldon die Zahlung an Garrett billigte. Wie viel gezahlt wurde, nennt das Staatsarchiv in seiner Übersicht nicht.

Gibt es heute noch Kopfgeldjäger?

Ja, in den USA im Geschäft mit Kautionen. Erscheint ein Angeklagter, der gegen Kaution frei ist, nicht vor Gericht, lassen Kautionsbürgen ihn suchen und zurückbringen. Im Bundesstaat Washington brauchen diese Bail Bond Recovery Agents eine staatliche Lizenz.

Quellen

  1. Nachschlagewerk Kopfgeld (Bedeutung nach dem Wörterbuch der deutschen Gegenwartssprache, 1969). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  2. Nachschlagewerk bounty hunter (Definition und First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  3. Amtliche Stelle Payment of Deputy Marshals. National Park Service, Fort Smith National Historic Site. Stand 05.12.2024. abgerufen am 24.10.2026
  4. Amtliche Stelle Work of Deputy Marshals (Juliet L. Galonska). National Park Service, Fort Smith National Historic Site. Stand 10.04.2015. abgerufen am 24.10.2026
  5. Amtliche Stelle U.S. Marshals and Deputy Marshals for the Western District of Arkansas. National Park Service, Fort Smith National Historic Site. Stand 10.04.2015. abgerufen am 24.10.2026
  6. Archiv Billy The Kid (Pathfinder mit Verzeichnis der Primärquellen). New Mexico State Records Center and Archives. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  7. Museum William Bonney and Lew Wallace. General Lew Wallace Study and Museum. Stand 05.04.2019. abgerufen am 24.10.2026
  8. Archiv Finding Aid 3.24: Office of the Governor, Thomas Theodore Crittenden, 1881 bis 1885. Missouri State Archives. Stand 1999, aktualisiert 29.07.2009. abgerufen am 24.10.2026
  9. Nachschlagewerk Historic Missourians: Jesse James (Text Carlynn Trout). State Historical Society of Missouri. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  10. Fachbuch Robert K. DeArment: Man-Hunters of the Old West (Verlagstext), ISBN 9780806155852. University of Oklahoma Press. Stand 2017. abgerufen am 24.10.2026
  11. Primärquelle Taylor v. Taintor, 83 U.S. 366 (Sitzungsperiode Dezember 1872). Supreme Court of the United States, United States Reports (Library of Congress). Stand Dezember 1872. abgerufen am 24.10.2026
  12. Amtliche Stelle Rodríguez-Tirado v. Speedy Bail Bonds, No. 16-2412. United States Court of Appeals for the First Circuit. Stand 30.05.2018. abgerufen am 24.10.2026
  13. Amtliche Stelle Get your license: Bail bond recovery agent. Washington State Department of Licensing. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  14. Amtliche Stelle Apache Before 1861. National Park Service, Chiricahua National Park. Stand 10.08.2023. abgerufen am 24.10.2026
  15. Nachschlagewerk Ralph A. Smith, überarbeitet von Sloan Rodgers: Glanton, John Joel (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 19. März 2024. abgerufen am 24.10.2026
  16. Archiv The Eye That Never Sleeps: Pinkerton's National Detective Agency Records (Michelle Krowl, Blog Unfolding History). Library of Congress, Manuscript Division. Stand 05.10.2023. abgerufen am 24.10.2026
  17. Archiv Robert LeRoy Parker, alias Butch Cassidy, head-and-shoulders portrait (LC-DIG-ppmsca-10772). Library of Congress, Prints and Photographs Division. Stand 1893. abgerufen am 24.10.2026
  18. Presse Tom Horn is hanged in Wyoming for the murder of Willie Nickell (This Day in History, 20. November 1903). HISTORY.com Editors, A&E Television Networks. Stand 16.11.2009, aktualisiert 28.05.2025. abgerufen am 24.10.2026
  19. Nachschlagewerk Steve McQueen (American actor). Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  20. Filmdatenbank Für ein paar Dollar mehr (1965). filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  21. Amtliche Stelle Lew Wallace (Autor William H. Wroth). New Mexico Office of the State Historian. Stand 16.01.2014. abgerufen am 24.10.2026
  22. Amtliche Stelle Thomas Crittenden (D), Hall of Governors. Missouri Office of Administration. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  23. Presse The Life and Death of Jesse James (Zeitleiste). PBS American Experience, WGBH Educational Foundation. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
  24. Nachschlagewerk Butch Cassidy in Wyoming (Mac Blewer, WyoHistory.org). Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026
  25. Nachschlagewerk Tom Horn: Wyoming Enigma (Chip Carlson). WyoHistory.org, Wyoming State Historical Society. Stand 08.11.2014. abgerufen am 24.10.2026

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