WesternListe

Die Karl-May-Filme in Reihenfolge

Kurz erklärt Von 1962 bis 1968 kamen 17 Kinofilme nach Karl May heraus, von Der Schatz im Silbersee (Uraufführung am 12. Dezember 1962) bis Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (12. Dezember 1968). Neun produzierte die Rialto von Horst Wendlandt, sieben die CCC von Artur Brauner, einen die Firma von Franz Marischka. In elf dieser Filme spielt Pierre Brice den Winnetou.

Alter Kinoprojektor mit zwei Filmspulen auf einem Holztisch in einem dunklen Raum, ein breiter Lichtstrahl fällt durch den Staub auf eine helle Wand
Bild: KI-generiert

Welche Filme stehen auf der Liste?

Die Liste enthält die Kinofilme nach Karl May, die von 1962 bis 1968 uraufgeführt wurden. Grundlage sind die Filmografie Karl Mays bei filmportal.de und die Filmografien der Produzenten Horst Wendlandt und Artur Brauner.[1, 2, 4] Das Vermächtnis des Inka fehlt dort; den Film führt das Lexikon des internationalen Films mit Karl May als Vorlage.[24] Die Reihenfolge folgt der Uraufführung laut filmportal.de. Für Winnetou und sein Freund Old Firehand nennt filmportal.de nur den Kinostart, für Das Vermächtnis des Inka gilt die Erstaufführung laut Lexikon des internationalen Films.[26, 24] Für Die Pyramide des Sonnengottes und Im Reiche des silbernen Löwen nennt filmportal.de nur das Datum, keinen Ort.[17, 23]

So kommen 17 Filme zusammen. Auf dieselbe Zahl kommen Dirk Brüderle und Michael Scholten, die vom Silbersee-Film und 16 weiteren Karl-May-Filmen bis 1968 sprechen.[6] Ältere und spätere Verfilmungen, die Parodien und den Kinderfilm von 2022 stellen eigene Abschnitte weiter unten vor.

Alle Karl-May-Filme der 1960er Jahre in Reihenfolge

Die Karl-May-Filme von 1962 bis 1968 nach Uraufführung
Nr.UraufführungFilmRegieProduktionVorlage laut Filmdatenbank
112. Dezember 1962, StuttgartDer Schatz im SilberseeHarald ReinlRialto, Jadran Film, S.N.C.Roman[7, 8]
211. Dezember 1963, MünchenWinnetou 1. TeilHarald ReinlRialto mit Atlantisfilm, S.N.C. und Jadran Filmgleichnamiger Roman[9, 10]
330. April 1964, MünchenOld ShatterhandHugo FregoneseCCC mit Critérion, Serena und Avala FilmRomane[11]
420. August 1964, HamburgDer SchutRobert SiodmakCCC mit Critérion, Serena und Avala FilmRoman[12]
517. September 1964, EssenWinnetou 2. TeilHarald ReinlRialto mit S.N.C., Jadran Film und AtlantisfilmRomanmotive[13, 14]
68. Dezember 1964, MünchenUnter GeiernAlfred VohrerRialto mit S.N.C., Atlantis Film und Jadran FilmRoman laut filmportal.de; der Titel ist ein Sammelband, siehe unten[15, 45]
74. März 1965, DüsseldorfDer Schatz der AztekenRobert SiodmakCCC mit Franco-London-Films, Serena und Avala FilmRomane Das Waldröschen und Schloß Rodrigando[16]
817. April 1965Die Pyramide des SonnengottesRobert SiodmakCCC mit Franco-London-Films, Serena und Avala Filmwie Der Schatz der Azteken[17]
925. August 1965, MünchenDer ÖlprinzHarald PhilippRialto, Jadran FilmRoman[18]
1028. September 1965, HannoverDurchs wilde KurdistanFranz Josef GottliebCCC, BalcázarRoman[19]
1114. Oktober 1965, in mehreren StädtenWinnetou 3. TeilHarald ReinlRialto, Jadran FilmRoman[20, 21]
1214. Dezember 1965, MünchenOld Surehand 1. TeilAlfred VohrerRialto, Jadran FilmRoman[22]
1331. Dezember 1965Im Reiche des silbernen LöwenFranz Josef GottliebCCC, BalcázarRoman[23]
149. April 1966 (Erstaufführung)Das Vermächtnis des InkaGeorg MarischkaFranz Marischka, Pea, OrbitaRoman[24]
1517. August 1966, München"Winnetou und das Halbblut Apanatschi"Harald PhilippRialto, Jadran FilmRoman "Halbblut", beim Karl-May-Verlag seit 1916 der Titel von Der schwarze Mustang[25, 46]
1613. Dezember 1966 (Kinostart)Winnetou und sein Freund Old FirehandAlfred VohrerRialto, Jadran FilmMotive[26, 27]
1712. Dezember 1968, MünchenWinnetou und Shatterhand im Tal der TotenHarald ReinlCCC, Jadran Film, Super International PicturesMotive mehrerer Romane[28]

Alle Uraufführungen in München fanden laut filmportal.de im Mathäser Filmpalast statt, die in Stuttgart im Universum, in Hamburg in der Barke, in Essen in der Lichtburg, in Düsseldorf im Savoy und in Hannover im Rivoli.[7, 9, 11, 12, 13, 15, 16, 18, 19, 22, 25, 28] Eine Übersicht zum Umschalten zwischen verschiedenen Reihenfolgen bietet die Seite Reihenfolge der Karl-May-Filme, DEFA-Filme und Yellowstone-Serien.

Alter Filmprojektor aus Metall mit zwei Filmspulen in einem dunklen Vorführraum, daneben gestapelte runde Blechdosen für Filmrollen ohne Aufschrift
Nachempfundene Szene: alter Filmprojektor in einem Vorführraum Bild: KI-generiert

Rialto oder CCC: Wer produzierte welchen Film?

Horst Wendlandt war seit dem 1. November 1960 Produktionschef der Rialto Film. Mit der Jadran Film aus Zagreb drehte die Rialto 1962 unter der Regie von Harald Reinl die erste Karl-May-Verfilmung der Rialto, Der Schatz im Silbersee. Bis 1966 brachte sie neun Karl-May-Filme heraus, die sich laut filmportal.de fast alle unter den erfolgreichsten deutschen Filmen ihres Jahres platzierten.[2, 3] Bambis erhielt Wendlandt nach der Neuen Deutschen Biographie 1963 für Der Schatz im Silbersee, 1964 für Winnetou 1. Teil und 1966 für Winnetou 2. Teil.[3] Filmportal.de nennt für die beiden ersten Filme dagegen die Bambis 1964 und 1965.[7, 9] Nach den beiden letzten Filmen, "Winnetou und das Halbblut Apanatschi" und Winnetou und sein Freund Old Firehand, die laut filmportal.de an der Kasse eher mäßig liefen, und weil die Kosten in Jugoslawien gestiegen waren, gab Wendlandt die Karl-May-Filme auf, gegen den Protest vor allem junger Fans.[2]

Wendlandt hatte von 1954 an bei Artur Brauners CCC als Herstellungsleiter und Produktionschef gearbeitet.[2] Nach Ralf Junkerjürgen wollte sich die CCC, Wendlandts schärfste Konkurrenz, nach dem Erfolg des Silbersee-Films auch ein Stück vom Karl-May-Erfolg sichern; sie ließ 1964 Old Shatterhand mit großem Aufwand drehen und näherte ihn einem US-Western an.[5] Mit der CCC stritt Wendlandt laut filmportal.de teils vor Gericht um Urheber- und Exklusivrechte.[2] Brauner hatte in den 1950er und 1960er Jahren nach filmportal.de große Erfolge mit den Dr.-Mabuse-Filmen und mit Filmen nach Bryan Edgar Wallace und Karl May.[4] Von den 17 Filmen der Liste stammen sieben von der CCC, darunter die Orientfilme mit Kara Ben Nemsi und die Filme um Dr. Karl Sternau in Mexiko.[11, 12, 16, 17, 19, 23, 28]

Junkerjürgen teilt die Filme mit Pierre Brice in zwei Gruppen. Der Schatz im Silbersee, die drei Winnetou-Filme und die drei Filme mit Old Surehand seien durch erfolgreiche Fernsehausstrahlungen in den 1970er und 1980er Jahren zur Hauptreihe geworden. Bei Old Shatterhand, Apanatschi, Old Firehand und Tal der Toten sei die Auswertung im Fernsehen aus unterschiedlichen Gründen eingeschränkt gewesen.[5]

Die elf Winnetou-Filme mit Pierre Brice

In elf der Filme spielt Pierre Brice den Winnetou, laut seiner Filmografie bei filmportal.de vom Silbersee-Film 1962 bis zum Tal der Toten 1968.[29] Old Shatterhand spielt in sieben davon Lex Barker, in drei Filmen tritt Stewart Granger als Old Surehand an Winnetous Seite.[7, 9, 11, 13, 20, 25, 28, 15, 18, 22] Mehr über die Figur steht auf der Seite Winnetou.

Der Schatz im Silbersee (1962)

Der Schatz im Silbersee nennt filmportal.de den ersten Film der Karl-May-Filme der 1960er Jahre. Regie führte Harald Reinl, es spielen Lex Barker als Old Shatterhand, Pierre Brice als Winnetou, Götz George als Fred Engel, Herbert Lom als Colonel Brinkley und Karin Dor als Ellen Patterson. Old Shatterhand und seine Gefährten verfolgen eine Bande von Schatzsuchern unter Brinkley, die die Utah gegen sie aufbringt.[7]

Winnetou 1. Teil (1963)

Winnetou 1. Teil erzählt, wie aus einem Eisenbahnangestellten der Westmann Old Shatterhand wird. Der Bandit Santer will an das Geld der Eisenbahngesellschaft und greift dafür auf das Land der Apachen zu; am Ende wird Old Shatterhand Winnetous Blutsbruder. Regie führte Harald Reinl, neben Barker und Brice spielen Mario Adorf (Santer), Marie Versini (Nscho-tschi) und Ralf Wolter (Sam Hawkens).[9]

Old Shatterhand (1964)

Old Shatterhand kam von der CCC. Hugo Fregonese inszenierte ihn mit Lex Barker, Pierre Brice, Daliah Lavi und Guy Madison. Banditen wollen einen Friedensvertrag verhindern und lenken mit Überfällen den Verdacht auf die Apachen; Drahtzieher ist ein Offizier der Armee.[11] Nach Junkerjürgen war es der dritte Winnetou-Film. Die Musik schrieb der Italiener Riz Ortolani statt Martin Böttcher, dessen Arbeit für fast alle anderen Filme stilbildend wurde; Junkerjürgen beschreibt weitere Abweichungen von den Rialto-Filmen.[5]

Winnetou 2. Teil (1964)

In Winnetou 2. Teil ist Winnetou nach dem Tod seines Vaters Häuptling der Apachen und versucht, Soldaten und Indigene zu Verhandlungen zu bringen. Old Shatterhand kämpft gegen den Banditen Forrester, der das Land nach Rohstoffen absucht. Harald Reinl führte Regie, Karin Dor spielt Ribanna, Anthony Steel Forrester und Klaus Kinski dessen Helfer Luke.[13]

Unter Geiern (1964)

Unter Geiern spielt im Llano Estacado, wo eine Bande, die Geier, Siedler überfällt und die Farm der Bärenjägerfamilie Baumann verwüstet. Alfred Vohrer führte Regie, Stewart Granger spielt Old Surehand, Götz George Martin Baumann und Elke Sommer Annie.[15] Der Titel stammt nicht von May: Der Karl-May-Verlag gab den Sammelband mit der Erzählung Der Sohn des Bärenjägers ab 1914 als Unter Geiern heraus, und durch die Verfilmung von 1964 wurde der Titel laut Karl-May-Gesellschaft sehr bekannt.[45]

Der Ölprinz (1965)

In Der Ölprinz verkauft ein Betrüger Ölquellen, die es nicht gibt, und bedroht einen Siedlertreck; nach einem Mord an einem Häuptlingssohn greifen die Navajo die Wagenburg an. Harald Philipp führte Regie, es spielen Stewart Granger, Pierre Brice, Harald Leipnitz als Ölprinz und Macha Méril.[18]

Winnetou 3. Teil (1965)

Winnetou 3. Teil nennt filmportal.de den letzten Teil der Winnetou-Trilogie von Harald Reinl. Der Bandit Rollins, gespielt von Rik Battaglia, stiftet Krieg zwischen Siedlern und Indigenen an und schiebt Winnetou einen Mord zu; im Endkampf trifft Winnetou eine Kugel von Rollins tödlich.[20]

Old Surehand 1. Teil (1965)

In Old Surehand 1. Teil hetzt ein Bandenchef, der sich General nennt, Weiße und Indigene gegeneinander auf, und Old Surehand sucht ihn, weil er mit ihm eine alte Rechnung offen hat. Regie führte Alfred Vohrer, neben Granger und Brice spielen Larry Pennell, Letitia Roman und Terence Hill.[22]

"Winnetou und das Halbblut Apanatschi" (1966)

Harald Philipp drehte den Film mit Lex Barker, Pierre Brice, Götz George und Uschi Glas in der Titelrolle. Apanatschi, die Tochter des Siedlers Mac Haller und seiner indigenen Frau Mine-Yota, erbt eine Goldmine, und eine Bande will das Gold.[25] Als Vorlage nennt filmportal.de Mays Roman "Halbblut". So heißt die Erzählung Der schwarze Mustang seit 1916 in den Gesammelten Werken des Karl-May-Verlags.[25, 46]

Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966)

Der einzige Karl-May-Film um Old Firehand spielt laut filmportal.de im Grenzgebiet zwischen Texas und New Mexico und in einem mexikanischen Städtchen, das Old Firehand gegen eine Bande verteidigt.[26] Regie führte Alfred Vohrer, Old Firehand spielt der Kanadier Rod Cameron, Brice und Marie Versini haben nach Junkerjürgen nur Nebenrollen. Weil das Drehen in Jugoslawien teurer geworden war, drehte man laut Junkerjürgen an weniger Orten und ungewöhnlich lange im Studio.[26, 5] Die Musik schrieb Peter Thomas.[27]

Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968)

Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten ist laut filmportal.de der letzte Karl-May-Film der 1960er Jahre. Produziert hat ihn die CCC von Artur Brauner, Regie führte Harald Reinl. Banditen stürmen ein Fort, der Major versteckt die Kasse im Tal der Toten und stirbt in Winnetous Armen; seine Tochter Mabel, gespielt von Karin Dor, sucht mit Winnetou und Old Shatterhand das Gold.[28]

Die Orientfilme mit Kara Ben Nemsi

In den drei Orientfilmen der CCC spielt Lex Barker den Abenteurer Kara Ben Nemsi und Ralf Wolter dessen Diener Hadschi Halef Omar.[12, 19, 23] Mays Orientromane stellt die Seite Die Karl-May-Bücher in Reihenfolge vor.

Der Schut (1964)

Robert Siodmak drehte Der Schut vom 31. März bis 18. Juni 1964 in Peć im Kosovo, in Serbien und in Montenegro. Der Schut ist ein Verbrecher, der mit seiner Bande auf dem Balkan Angst verbreitet; Kara Ben Nemsi und Halef verfolgen ihn, um einen entführten Freund und die Bauerntochter Tschita zu befreien, gespielt von Marie Versini.[12]

Durchs wilde Kurdistan (1965)

Franz Josef Gottlieb drehte Durchs wilde Kurdistan als Koproduktion der CCC mit der Firma Balcázar aus Barcelona, in Almería und Umgebung und in den CCC-Studios. Kara Ben Nemsi und Halef wollen den entführten Sohn eines kurdischen Scheichs befreien; Dieter Borsche spielt Lord David Lindsay, Chris Howland dessen Diener Archie.[19]

Im Reiche des silbernen Löwen (1965)

Die Fortsetzung, ebenfalls von Gottlieb und mit denselben Hauptdarstellern, entstand in Almería, Saragossa und in Studios in Barcelona und Berlin-Spandau. Kara Ben Nemsi wehrt einen Überfall auf alte christliche Schätze in den Felsenkammern eines Berges ab.[23, 19]

Sanfte Sanddünen in einer Wüste im warmen Nachmittagslicht, in der Ferne eine kleine Reihe Kamele ohne Reiter als dunkle Silhouetten vor einem blassen Himmel
Nachempfundene Wüstenlandschaft: Die Orientfilme der CCC entstanden zum Teil in Südspanien Bild: KI-generiert

Mexiko und Peru: Sternau und der Inka-Schatz

Der Schatz der Azteken (1965)

Der Film spielt laut filmportal.de 1864 in Mexiko zur Zeit des Kaisers Maximilian. Lex Barker ist der deutsche Arzt Dr. Karl Sternau, der ein Geheimdokument des US-Präsidenten Lincoln für Juárez bei sich trägt. Regie führte Robert Siodmak, gedreht wurde vom 31. August 1964 bis 29. Januar 1965 um Dubrovnik, Titograd, Split und Almería und in Studios in Berlin-Spandau und Belgrad. Als Vorlage nennt filmportal.de die Romane Das Waldröschen und Schloß Rodrigando. Die Karl-May-Gesellschaft führt Schloss Rodriganda als Band 51 der Gesammelten Werke des Karl-May-Verlags, einer Bearbeitung aus dem Roman Das Waldröschen.[16, 47]

Die Pyramide des Sonnengottes (1965)

Die Fortsetzung entstand in derselben Drehzeit, mit demselben Regisseur und derselben Besetzung, darunter Gérard Barray, Rik Battaglia und Michèle Girardon.[17, 16]

Das Vermächtnis des Inka (1966)

Georg Marischka drehte den Film als Koproduktion der Bundesrepublik, Italiens und Spaniens, mit Guy Madison, Rik Battaglia und Heinz Erhardt. Das Lexikon des internationalen Films nennt ihn eine sehr freie Verfilmung eines weniger bekannten Romans von Karl May, der in Peru spielt. Die deutsche Erstaufführung war am 9. April 1966.[24]

Mit Moos und Lianen bewachsene Stufen einer alten steinernen Pyramide in einem dichten tropischen Wald, Sonnenstrahlen fallen schräg durch das Blätterdach
Nachempfundene Szene: alte Steinpyramide im Urwald Bild: KI-generiert

In welcher Reihenfolge schaut man die Winnetou-Filme?

Die Tabelle folgt dem Erscheinen. Die Winnetou-Trilogie hängt auch inhaltlich zusammen: In Winnetou 1. Teil werden Winnetou und Old Shatterhand Blutsbrüder, Winnetou 2. Teil beginnt nach dem Tod von Winnetous Vater, und in Winnetou 3. Teil stirbt Winnetou.[9, 13, 20] Die vier Filme, die danach mit Pierre Brice als Winnetou erschienen, Old Surehand 1. Teil, Apanatschi, Old Firehand und Tal der Toten, zeigen ihn wieder lebendig.[29, 22, 25, 26, 28] Als Hauptreihe gelten nach Junkerjürgen der Silbersee-Film, die Trilogie und die drei Filme mit Old Surehand.[5]

Karl-May-Filme vor 1962

Die frühesten Karl-May-Verfilmungen, die filmportal.de führt, drehte 1920 die Ustad-Film von Marie-Louise Droop in Berlin, die die Firma eigens dafür gegründet hatte.[30] Als erster kam Auf den Trümmern des Paradieses am 11. Oktober 1920 in Dresden heraus. Die Teufelsanbeter war schon vorher gedreht worden, kam aber später ins Kino.[30, 31] Die Todeskarawane war der letzte Film der Ustad-Film, die bald danach Konkurs anmeldete. In Die Teufelsanbeter und Die Todeskarawane spielt Carl de Vogt den Kara Ben Nemsi.[32, 31]

Durch die Wüste, gedreht in der Wüste zwischen Port Said und Assuan in Ägypten, wurde am 20. Februar 1936 in Dresden uraufgeführt.[33] Zwei Koproduktionen der Münchner DCF mit einer Firma aus Madrid folgten: Die Sklavenkarawane, uraufgeführt am 11. Dezember 1958 in Düsseldorf, mit Viktor Staal als Kara Ben Nemsi und Georg Thomalla als Hadschi Halef Omar, und Der Löwe von Babylon, uraufgeführt am 20. Oktober 1959 in Würzburg.[34, 35]

Fernsehfilme und spätere Verfilmungen

In der DDR entstanden zwei Karl-May-Filme der DEFA: der Fernsehfilm Das Buschgespenst, gesendet am 26. und 28. Dezember 1986, und der Animationsfilm Die Spur führt zum Silbersee, der am 19. Januar 1990 ins Kino kam.[36, 37] Die Indianerfilme der DEFA stellt die Seite DEFA-Indianerfilme in Reihenfolge vor.

Laut filmportal.de spielte Pierre Brice 1979 die Titelrolle in der französisch-deutschen Fernsehserie Mein Freund Winnetou.[29] In Winnetous Rückkehr spielte er den Winnetou erneut; das ist ein Zweiteiler der Regina Ziegler Filmproduktion unter der Regie von Marijan Vajda, den das ZDF am 3. und 4. Januar 1998 sendete; am Drehbuch arbeitete Brice mit.[38] RTL zeigte im Dezember 2016 den Dreiteiler Winnetou von Philipp Stölzl mit Nik Xhelilaj als Winnetou und Wotan Wilke Möhring, den der Filmdienst als Karl May und Old Shatterhand führt: Eine neue Welt am 25., Das Geheimnis vom Silbersee am 27. und Der letzte Kampf am 29. Dezember 2016. Als Vorlage nennt der Filmdienst Mays Figuren. Zu den Produktionsfirmen gehörten Rat Pack und die Rialto.[39, 40, 41] Gedreht wurde laut Brüderle und Scholten im Herbst 2015 an vielen Orten in Kroatien, die schon die Rialto genutzt hatte; sie beschreibt die Seite Winnetou-Drehorte in Kroatien.[6]

Parodien und Kinderfilm

Der Schuh des Manitu von Michael Herbig ist nach dem Lexikon des internationalen Films eine Parodie auf die Karl-May-Filme der 1960er Jahre.[48] Der Film wurde am 13. Juli 2001 uraufgeführt und kam am 19. Juli 2001 in die Kinos; gedreht wurde in Almería und München.[42] Die Fortsetzung Das Kanu des Manitu startete am 14. August 2025.[43]

Der Kinderfilm Der junge Häuptling Winnetou von Mike Marzuk erzählt von Winnetou als Zwölfjährigem. Er kam am 11. August 2022 ins Kino, gedreht wurde 2020 in Andalusien.[44] Die Debatte um die Begleitbücher zum Film behandelt die Seite Die Winnetou-Debatte 2022.

Bühnenfassungen stellen die Seiten Karl-May-Spiele Bad Segeberg und Elspe Festival vor, Leben und Werk des Autors die Seite Karl May.

Karl-May-Filme mit eigener Seite

Häufige Fragen

Wie viele Karl-May-Filme gibt es?

In der Kinowelle von 1962 bis 1968 entstanden 17 Filme nach Karl May; so zählen auch Dirk Brüderle und Michael Scholten den Silbersee-Film und 16 weitere bis 1968. Dazu kommen ältere Verfilmungen ab 1920, Fernsehfilme wie der RTL-Dreiteiler von 2016 und Filme, die Karl Mays Figuren parodieren.

Wie viele Winnetou-Filme gibt es mit Pierre Brice?

Elf Kinofilme von 1962 bis 1968, von Der Schatz im Silbersee bis Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten. Neun davon stammen von der Rialto, Old Shatterhand und Tal der Toten von der CCC. 1998 spielte Brice den Winnetou erneut im ZDF-Zweiteiler Winnetous Rückkehr.

In welcher Reihenfolge erschienen die Winnetou-Filme?

Der Schatz im Silbersee (1962), Winnetou 1. Teil (1963), Old Shatterhand, Winnetou 2. Teil und Unter Geiern (1964), Der Ölprinz, Winnetou 3. Teil und Old Surehand 1. Teil (1965), "Winnetou und das Halbblut Apanatschi" und Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966), zuletzt Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968).

Welche Karl-May-Filme spielen im Orient?

Aus der Welle der 1960er Jahre Der Schut (1964), Durchs wilde Kurdistan und Im Reiche des silbernen Löwen (beide 1965), alle von der CCC mit Lex Barker als Kara Ben Nemsi. Ältere Orientfilme sind die drei Filme von 1920, Durch die Wüste (1936), Die Sklavenkarawane (1958) und Der Löwe von Babylon (1959).

In welchem Film stirbt Winnetou?

In Winnetou 3. Teil von 1965. Laut filmportal.de wird er im Endkampf von einer Kugel des Banditen Rollins tödlich getroffen. Danach spielte Pierre Brice den Winnetou noch in vier weiteren Kinofilmen bis 1968, von Old Surehand 1. Teil im Dezember 1965 bis Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten.

Was ist der Unterschied zwischen Old Shatterhand und Old Surehand?

Es sind zwei Figuren von Karl May. In den Filmen spielt Lex Barker den Old Shatterhand, Stewart Granger den Old Surehand, und zwar in Unter Geiern, Der Ölprinz und Old Surehand 1. Teil.

Welcher war der letzte Karl-May-Film der 1960er Jahre?

Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten, uraufgeführt am 12. Dezember 1968 in München. filmportal.de nennt ihn den letzten Karl-May-Film der 1960er Jahre. Produziert hat ihn die CCC von Artur Brauner.

Quellen

  1. Filmdatenbank Karl May, Filmografie. filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  2. Filmdatenbank Horst Wendlandt, Biografie. filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  3. Nachschlagewerk Karin Herbst-Meßlinger: Wendlandt, Horst (Neue Deutsche Biographie 27, S. 774 bis 776). Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Deutsche Biographie. Stand 2020. abgerufen am 26.10.2026
  4. Filmdatenbank Artur Brauner, Biografie. filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  5. Filmdatenbank Der Schatz im Silbersee (1962). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  6. Filmdatenbank Der Schatz im Silbersee, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 18.11.2022. abgerufen am 26.10.2026
  7. Filmdatenbank Winnetou I (1963). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  8. Filmdatenbank Winnetou I, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 12.12.2023. abgerufen am 26.10.2026
  9. Filmdatenbank Old Shatterhand, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  10. Filmdatenbank Der Schut, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  11. Filmdatenbank Winnetou II, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  12. Filmdatenbank Winnetou II, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 24.06.2022. abgerufen am 26.10.2026
  13. Filmdatenbank Unter Geiern, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  14. Filmdatenbank Der Schatz der Azteken, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  15. Filmdatenbank Die Pyramide des Sonnengottes, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  16. Filmdatenbank Der Ölprinz, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  17. Filmdatenbank Durchs wilde Kurdistan, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  18. Filmdatenbank Winnetou III, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  19. Filmdatenbank Winnetou III, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 24.06.2022. abgerufen am 26.10.2026
  20. Filmdatenbank Old Surehand, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  21. Filmdatenbank Im Reiche des silbernen Löwen, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  22. Filmdatenbank Das Vermächtnis des Inka, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 31.05.1999. abgerufen am 26.10.2026
  23. Filmdatenbank Winnetou und das Halbblut Apanatschi, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  24. Filmdatenbank Winnetou und sein Freund Old Firehand, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  25. Filmdatenbank Winnetou und sein Freund Old Firehand, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  26. Filmdatenbank Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  27. Filmdatenbank Pierre Brice, Filmografie. filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  28. Filmdatenbank Auf den Trümmern des Paradieses (1920), Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  29. Filmdatenbank Die Teufelsanbeter (1920), Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  30. Filmdatenbank Die Todeskarawane (1920), Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  31. Filmdatenbank Durch die Wüste (1934/1935), Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  32. Filmdatenbank Die Sklavenkarawane (1958), Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  33. Filmdatenbank En las ruinas de Babilonia (Der Löwe von Babylon, 1959), Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  34. Filmdatenbank Das Buschgespenst (1985/1986), Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  35. Filmdatenbank Die Spur führt zum Silbersee (1985 bis 1989), Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  36. Filmdatenbank Winnetous Rückkehr, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 15.09.2000. abgerufen am 26.10.2026
  37. Filmdatenbank Winnetou: Eine neue Welt, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 30.12.2016. abgerufen am 26.10.2026
  38. Filmdatenbank Winnetou: Das Geheimnis vom Silbersee, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 30.12.2016. abgerufen am 26.10.2026
  39. Filmdatenbank Winnetou: Der letzte Kampf, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 30.12.2016. abgerufen am 26.10.2026
  40. Filmdatenbank Der Schuh des Manitu (Deutschland 2000/2001). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  41. Filmdatenbank Das Kanu des Manitu (Deutschland 2024/2025). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  42. Filmdatenbank Der junge Häuptling Winnetou (2020/2021). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  43. Editorische Hinweise: Der Sohn des Bärenjägers (Textvorlagen und Textgeschichte). Karl-May-Gesellschaft. Stand 07.07.2024. abgerufen am 26.10.2026
  44. Karl May: Der schwarze Mustang, Zur Textgestalt (Frank Werder). Karl-May-Gesellschaft. Stand Aktualisiert am 02.01.2023. abgerufen am 26.10.2026
  45. Neuerscheinung: Die Pyramide des Sonnengottes (Hörbuch). Karl-May-Gesellschaft. Stand 29.03.2021. abgerufen am 27.10.2026
  46. Filmdatenbank Der Schuh des Manitu, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026

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