WesternListe

Die Karl-May-Bücher in Reihenfolge

Kurz erklärt Karl Mays Reiseerzählungen erschienen von 1892 bis 1910 in 33 Bänden bei Friedrich Ernst Fehsenfeld in Freiburg, beginnend mit Durch Wüste und Harem. Die drei Winnetou-Bände folgten 1893 als Bände VII bis IX, Winnetou IV schloss die Reihe 1910 ab. Der Schatz im Silbersee gehört zu den Jugenderzählungen und erschien 1890/91 in der Zeitschrift Der Gute Kamerad.

Weite, trockene Hochebene unter großem Himmel im späten Nachmittagslicht, eine Reihe verwitterter Holzpfähle markiert einen schwachen Pfad bis zum Horizont
Bild: KI-generiert

Welche Bücher stehen auf der Liste?

Die Liste folgt der Reihe, mit der Karl May nach dem Karl-May-Museum berühmt wurde: Von 1892 bis 1910 erschienen im Verlag von Friedrich Ernst Fehsenfeld in Freiburg 33 Bände, in den ersten Jahren als Gesammelte Reiseromane, danach als Gesammelte Reiseerzählungen.[1, 3] Der Reihentitel wechselte mit Band XVIII, Im Lande des Mahdi III, von 1896.[6, 1] Reihenfolge und Erscheinungsjahr richten sich nach der Übersicht der Karl-May-Gesellschaft, die die Jahre aus der Illustrierten Karl-May-Bibliographie von Hainer Plaul übernimmt.[1] Die meisten Bände enthalten Erzählungen, die vorher in der katholischen Wochenzeitschrift Deutscher Hausschatz erschienen waren; einige schrieb May eigens für das Buch.[1] Insgesamt schrieb er nach der Encyclopedia of the Great Plains etwa achtzig Bücher.[39]

Getrennt davon stehen die Jugenderzählungen, die May zuerst für die Zeitschrift Der Gute Kamerad schrieb und die ab 1890 bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft als Bücher erschienen; aufgenommen sind die fünf, die im Westen Nordamerikas spielen.[3, 11, 13, 14, 15]

In welcher Reihenfolge erschienen die Karl-May-Bücher?

Die 33 Bände der Gesammelten Reiseerzählungen bei Fehsenfeld (Jahr der Ersterscheinung laut Karl-May-Gesellschaft nach Plaul)
BandTitel der ErstausgabeJahrSchauplatz nach Titeln, Kapiteln und Text
I bis VIDurch Wüste und Harem, Durchs wilde Kurdistan, Von Bagdad nach Stambul, In den Schluchten des Balkan, Durch das Land der Skipetaren, Der Schut1892Orient (Orientzyklus)[1, 3]
VII bis IXWinnetou der Rote Gentleman, 1. bis 3. Band1893Nordamerika (Winnetou-Trilogie)[1, 4]
XOrangen und Datteln1894Orient, Untertitel Reisefrüchte aus dem Orient[1, 21]
XIAm Stillen Ocean1894Sammelband mit fünf Erzählungen, darunter Der Kiang-lu und Der Brodnik[1, 25]
XII und XIIIAm Rio de la Plata, In den Cordilleren1894Südamerika, Kapitel wie In Montevideo und Im Gran Chaco[1, 20]
XIVOld Surehand, 1. Band1894Nordamerika, unter anderem der Llano estacado[1, 7]
XVOld Surehand, 2. Band1895ältere Erzählungen, durch eine Rahmenhandlung verbunden[1, 6]
XVI bis XVIIIIm Lande des Mahdi, 1. bis 3. Band1896Nil und Sudan, im Hausschatz unter dem Titel Der Mahdi (Teile Am Nile und Im Sudan)[1, 19]
XIXOld Surehand, 3. Band1896dritter Teil der Erzählung[1, 6]
XX bis XXIISatan und Ischariot, 1. bis 3. Band1897Mexiko, Nordamerika und Tunesien, Kapitel wie In der Sonora, In Tunis und Wieder im Westen[1, 8]
XXIIIAuf fremden Pfaden1897Sammelband mit neun älteren Erzählungen[1, 26]
XXIV"Weihnacht!"1897Nordamerika, im Text unter anderem St. Louis und die Rocky Mountains[1, 9]
XXVAm Jenseits1899Arabien, im Text der Weg nach Mekka[1, 23]
XXVI und XXVIIIm Reiche des silbernen Löwen, 1. und 2. Band1898Orient, Kapitel wie Auf dem Tigris und In Bagdad[1, 22]
XXVIII und XXIXIm Reiche des silbernen Löwen, 3. und 4. Band1902 und 1903Symbolroman des Spätwerks[1, 2]
XXXUnd Friede auf Erden!1904Asien, im Text unter anderem China, Ceylon und Sumatra[1, 24]
XXXI und XXXIIArdistan und Dschinnistan, 1. und 2. Band1909erfundene Länder[1, 2]
XXXIIIWinnetou, 4. Band1910Nordamerika, Kapitel wie Am Mount Winnetou[1, 10]

Die Bandnummern folgen nicht überall dem Jahr: Am Jenseits, Band XXV, kam laut der Übersicht 1899 heraus, ein Jahr nach den Bänden XXVI und XXVII vom Silbernen Löwen.[1] Die Neue Deutsche Biographie nennt die Reihe Ausgabe letzter Hand und führt den ersten Band seit der fünften Auflage von 1896 als Durch die Wüste.[2]

Zeitleiste

Zeitleiste: Die Karl-May-Bücher in Reihenfolge
  1. 1875Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling erscheint, Mays erste Erzählung außerhalb Europas mit einem Vorläufer der Winnetou-Figur.[3]
  2. 1882Mit Das Waldröschen beginnen die fünf Lieferungsromane für den Dresdner Verleger H. G. Münchmeyer.[2, 3]
  3. 1887Der Sohn des Bärenjägers erscheint im ersten Jahrgang der Jugendzeitschrift Der Gute Kamerad.[11]
  4. 1890Die Union Deutsche Verlagsgesellschaft bringt Der Sohn des Bärenjägers und Der Geist des Llano estacado als Buch heraus.[11]
  5. 1892Bei Fehsenfeld erscheint Band I der Gesammelten Reiseromane, Durch Wüste und Harem.[1]
  6. 1893Die drei Bände Winnetou der Rote Gentleman erscheinen als Bände VII bis IX.[1, 4]
  7. 1894Der Schatz im Silbersee erscheint als Buch bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft.[13]
  8. 1894Old Surehand, 1. Band erscheint als Band XIV.[1, 6]
  9. 1897Satan und Ischariot erscheint in drei Bänden, Der Oelprinz als Buch bei der Union.[1, 14]
  10. 1910Winnetou, 4. Band schließt als Band XXXIII die Reihe ab; im selben Jahr erscheint Mein Leben und Streben.[1, 16]
  11. 1913Klara May, Fehsenfeld und Euchar Albrecht Schmid gründen den Verlag der Karl-May-Stiftung, ab 1915 Karl-May-Verlag.[17]
  12. 1914Der Karl-May-Verlag führt den Sammelband mit Der Sohn des Bärenjägers unter dem neuen Titel Unter Geiern.[11]
Bergsee mit silbrig glänzendem Wasser zwischen bewaldeten Bergen im Morgengrauen, Nebel liegt auf der Oberfläche
Nachempfundene Szene: Bergsee im Morgennebel Bild: KI-generiert

Die Bücher mit Schauplatz im Wilden Westen

Ganz oder zum Teil im Westen Nordamerikas spielen diese Bücher, geordnet nach ihrem ersten Erscheinen. Die Figur, um die es in den meisten geht, stellt die Seite Winnetou vor; eine der Landschaften, in denen sie spielen, die Seite Llano Estacado.[7, 12]

Der Sohn des Bärenjägers und Der Geist der Llano estakata (1887 und 1888)

May schrieb Der Sohn des Bärenjägers von Dezember 1886 bis September 1887 für den ersten Jahrgang der neuen Jugendzeitschrift Der Gute Kamerad, wo die Erzählung von Januar bis September 1887 erschien.[11] Die Fortsetzung lief von Februar bis September 1888 unter dem fehlerhaften Titel Der Geist der Llano estakata.[12] 1890 brachte die neu gegründete Union Deutsche Verlagsgesellschaft beide in einem Band heraus, jetzt mit dem berichtigten Titel Der Geist des Llano estacado. Ab 1914 führte der Karl-May-Verlag diesen Sammelband als Unter Geiern, einen Titel, der nicht von May stammt.[11, 12]

Der Schatz im Silbersee (1890/91)

Die Erzählung erschien im fünften Jahrgang des Guten Kameraden 1890/91, die erste Buchausgabe 1894.[13] Die 16 Kapitel tragen Titel wie Die Tramps, Ein Drama auf der Prairie, Eine Indianerschlacht und zuletzt Am Silbersee.[13]

Winnetou I bis III (1893)

Die drei Bände erschienen 1893 unter dem Titel Winnetou der Rote Gentleman als Bände VII bis IX; die Textfassungen der Karl-May-Gesellschaft datieren sie auf Mai, August und Oktober 1893.[1, 5, 37, 38] Den ersten Band schrieb May neu für das Buch und übernahm nur die Beschreibung eines Greenhorns, eines unerfahrenen Neulings, aus seiner Erzählung Der Scout von 1888/89. Der zweite und der dritte Band setzen sich aus älteren Texten wie Der Scout, Im fernen Westen (1879, eine Bearbeitung von Old Firehand von 1875) und Deadly dust von 1880 zusammen; dazu kamen neue Kapitel, die die Handlung um den Mörder Santer durch alle drei Bände führen.[4] Im ersten Band schließen Winnetou und der Erzähler Blutsbrüderschaft (S. 416 bis 417), im dritten stirbt Winnetou im Kapitel Am Hancockberg mit einem Bekenntnis zum Christentum (S. 474).[5, 38] Für die illustrierte Ausgabe von 1909 überarbeitete May die Bände noch einmal leicht, seither heißen sie Winnetou I bis III.[4]

Ja, die rote Nation liegt im Sterben!

Karl May in der Einleitung zum ersten Winnetou-Band, Winnetou der Rote Gentleman, 1. Band, Carl May's gesammelte Reiseromane Band VII, Fehsenfeld, Freiburg 1893, S. 1[5]

Der Satz steht im zweiten Absatz der Einleitung des ersten Bandes. May schreibt dort weiter, den indigenen Völkern sei ihr Land genommen worden, und klagt die Weißen an (S. 2 bis 3).[5] Das Infoblatt der Karl-May-Vereinigung und der Karl-May-Stiftung hebt hervor, May habe in seinen Reiseerzählungen für die unterdrückten indigenen Völker Partei ergriffen; die Blutsbrüderschaft sei aber seiner Fantasie entsprungen und bei den indigenen Völkern Nordamerikas nie bekannt gewesen.[18] Die Nationen leben bis heute, wie die Seite Apachen zeigt; Mays Romane sind Literatur und keine Quelle über sie.

Old Surehand I bis III (1894 bis 1896)

Den ersten Band schrieb May von Juni bis Dezember 1894 eigens für die Buchausgabe, er erschien als Band XIV. Für den zweiten Band von 1895 verband er ältere Erzählungen durch eine Rahmenhandlung, der dritte Band folgte 1896 als Band XIX.[6, 1] Gleich zu Beginn des ersten Bandes ruft Winnetou den Erzähler zu Hilfe: Bloody-Fox lebe auf einer Oase des Llano estakado und werde von den Comanchen bedroht, die May Comantschen schreibt (S. 2 bis 3).[7] Das Volk stellt die Seite Comanche vor.

Satan und Ischariot I bis III (1897)

Die Geschichte erschien zuerst in drei Teilen im Deutschen Hausschatz, von September 1893 bis August 1896, und 1897 in drei Bänden bei Fehsenfeld, die ersten beiden Bände laut den Angaben zur Textgestalt schon 1896/97.[8, 1] Die Kapitel führen von der Sonora in Mexiko über ein Kapitel Winnetou und Tunis bis Wieder im Westen und Im Pueblo.[8] Nicht abgedruckte Teile des Manuskripts machte der Karl-May-Verlag 1927 zu zwei eigenen Erzählungen in Band 47 seiner Gesammelten Werke; den ursprünglichen Wortlaut veröffentlichte er 1997 als Old Shatterhand in der Heimat, Band 79.[8]

"Weihnacht!" (1897)

Band XXIV hat fünf Kapitel: Einleitung, Der Prayer-man, Old Jumble, "Sti-i-poka" und Im Schnee.[9] Im Text kommen unter anderem St. Louis und die Rocky Mountains vor.[9]

Der Oelprinz (1893/94)

May schrieb die Erzählung von August 1892 bis Anfang 1893 für den Guten Kameraden, in dem sie von Oktober 1893 bis September 1894 erschien. 1897 kam sie bei der Union als Buch heraus, seit 1917 steht sie im Band 37 der Gesammelten Werke des Karl-May-Verlags.[14] Die Zeitschriftenfassung hat vier Kapitel: Das Kleeblatt, Im Mogollongebirge, Am Petroleumsee und Gerechte Strafe; die Buchausgabe teilt sie in zwölf.[14]

Der schwarze Mustang (1896/97)

May begann die Erzählung im März 1894 und schloss sie im Juli und August 1896 ab. Sie erschien von September 1896 bis März 1897 im Guten Kameraden und 1899 als erster Band der Kamerad-Bibliothek der Union.[15] Seit 1916 steht sie im Band 38 der Gesammelten Werke unter dem Verlagstitel "Halbblut", der nicht von May stammt.[15]

Winnetou IV (1910)

Der letzte Band der Fehsenfeld-Reihe erschien 1910 als Band XXXIII unter dem Titel Winnetou, 4. Band, mit Kapiteln wie Nach der Teufelskanzel und Am Mount Winnetou.[10, 1] Die Neue Deutsche Biographie zählt ihn zu Winnetou, der Biograf Hermann Wohlgschaft nennt ihn Mays Abschiedsroman. Orte von Mays Amerikareise 1908 wie Buffalo und die Niagarafälle kommen nach Wohlgschaft im Buch vor; die Handlung ist laut Wohlgschaft aber bis auf wenige Einzelheiten Fantasie.[2, 27]

Verschneites Gebirgstal in den Rocky Mountains in der Abenddämmerung mit gefrorenem Bach, Kiefern und einer einzelnen Blockhütte, aus deren Schornstein Rauch steigt
Nachempfundene Szene: Winter in einem Gebirgstal Bild: KI-generiert

Die Jugenderzählungen im Überblick

Jugenderzählungen mit Schauplatz im Westen: Zeitschrift, erstes Buch und späterer Titel
TitelDer Gute Kameraderste Buchausgabe (Union)später beim Karl-May-Verlag
Der Sohn des BärenjägersJanuar bis September 1887[11]1890, Sammelband mit der folgenden Erzählung[11]ab 1914 im Sammelband Unter Geiern[11]
Der Geist der Llano estakataFebruar bis September 1888[12]1890, als Der Geist des Llano estacado[12]ab 1914 im Sammelband Unter Geiern[12]
Der Schatz im Silbersee1890/91[13]1894[13]keine Angabe in der Quelle
Der OelprinzOktober 1893 bis September 1894[14]1897[14]seit 1917 Band 37 der Gesammelten Werke[14]
Der schwarze MustangSeptember 1896 bis März 1897[15]1899[15]seit 1916 als "Halbblut", Band 38[15]

Zu den Jugenderzählungen gehören außerdem Erzählungen mit anderen Schauplätzen, nach dem Karl-May-Museum etwa Die Sklavenkarawane (1889/90) und Das Vermächtnis des Inka (1891/92).[3]

Frühe Erzählungen und Lieferungsromane

Lange vor der Fehsenfeld-Reihe schrieb May Erzählungen für Zeitschriften. Die Rose von Ernstthal, die erste Erzählung unter seinem Namen, nennt die Neue Deutsche Biographie für 1875, das Museum für 1874 oder 1875.[2, 3] 1875 erschien auch Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling, die erste Erzählung mit einem Schauplatz außerhalb Europas und einem Vorläufer der Winnetou-Figur.[3] 1879 kam in Stuttgart das Jugendbuch Im fernen Westen heraus, mit einer Bearbeitung seiner Erzählung Old Firehand von 1875.[4] Von 1882 an schrieb er für den Dresdner Verleger H. G. Münchmeyer fünf Lieferungsromane, die in Heften erschienen, darunter Das Waldröschen. Die Neue Deutsche Biographie zählt 513 Hefte mit 12.390 Seiten aus den Jahren 1882 bis 1886, das Karl-May-Museum nennt Erscheinungsjahre bis 1888.[2, 3] Gerade diese Romane brachten May um die Jahrhundertwende den Vorwurf ein, ein unsittlicher Schundschriftsteller zu sein.[2]

Spätwerk und Selbstbiographie

Nach seiner Orientreise von 1899 und 1900 schrieb May allegorische und pazifistische Werke, nach dem Museum etwa Und Friede auf Erden! (1904), Ardistan und Dschinnistan (1909) und Winnetou IV.[3] Die Neue Deutsche Biographie zählt die Bände III und IV vom Silbernen Löwen und Ardistan und Dschinnistan zu den Symbolromanen, die in Fantasieländern spielen.[2] 1910 erschien seine Selbstbiographie Mein Leben und Streben bei Fehsenfeld. Sie wurde am 25. November 1910 ausgeliefert und schon am 16. Dezember aufgrund einer einstweiligen Verfügung seines Gegners Rudolf Lebius aus dem Handel genommen; ein zweiter Band erschien nie.[16]

Was sind die Gesammelten Werke des Karl-May-Verlags?

Nach Mays Tod gründeten Klara May, Fehsenfeld und der Jurist Euchar Albrecht Schmid am 1. Juli 1913 den Verlag der Karl-May-Stiftung, der seit 1915 Karl-May-Verlag heißt.[17] Er gab Mays Bücher als Gesammelte Werke heraus, nach der Neuen Deutschen Biographie von 1913 bis 1945 in 65 Bänden als Radebeuler Ausgabe und ab 1961 als Bamberger Ausgabe mit 74 Bänden (Stand der Biographie von 1990); 1997 kam dort Band 79 hinzu.[2, 8] 1959/60 war der Verlag ganz nach Bamberg gezogen.[17] Nach der Karl-May-Gesellschaft ist die Radebeuler Ausgabe der Winnetou-Bände noch fast textgleich mit den Fehsenfeld-Bänden; nach dem Zweiten Weltkrieg wurden diese Texte vollständig bearbeitet und sind für die Literaturwissenschaft deshalb unbrauchbar. 1982 bis 1984 brachte der Verlag die Erstausgaben der 33 Fehsenfeld-Bände als Reprint heraus.[4]

Manche Bände bekamen dabei neue Titel, die nicht von May stammen: Der Sammelband mit Der Sohn des Bärenjägers heißt dort seit 1914 Unter Geiern, Der schwarze Mustang seit 1916 "Halbblut", und Mein Leben und Streben steht bearbeitet im Band 34 mit dem Titel Ich.[11, 15, 16] Mays eigenen Wortlaut bieten die Reprints der Erstausgaben und die historisch-kritische Ausgabe Karl Mays Werke, die seit 1987 erscheint.[2, 4]

Ein ruhiger Teich im Schilf mit Rohrkolben, dahinter eine Birkengruppe auf einer flachen Anhöhe im späten Nachmittagslicht
Nachempfundene Szene: Oase in einer trockenen Hochebene Bild: KI-generiert

Welche Karl-May-Bücher wurden verfilmt?

Die Tabelle nennt die Westernfilme der Karl-May-Reihe aus den 1960er Jahren, die auf wilder-westen.org eine eigene Seite haben, und die Vorlage, die filmportal.de oder das Lexikon des internationalen Films angibt.[28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36] Alle Filme mit Uraufführung stehen auf der Seite Die Karl-May-Filme in Reihenfolge.

Karl-May-Bücher und ihre Verfilmungen der 1960er Jahre
BuchFilmVorlage laut Filmdatenbank
Der Schatz im SilberseeDer Schatz im Silbersee (1962)Roman von Karl May[28]
Winnetou IWinnetou 1. Teil (1963)gleichnamiger Roman[29]
Winnetou IIWinnetou 2. Teil (1964)Romanmotive, ohne Bandangabe[30]
kein einzelnes BuchOld Shatterhand (1964)Romane von Karl May[32]
Sammelband Unter GeiernUnter Geiern (1964)Roman von Karl May[33, 11]
Der OelprinzDer Ölprinz (1965)Roman von Karl May[34]
Winnetou IIIWinnetou 3. Teil (1965)Roman von Karl May, ohne Bandangabe[31]
Old SurehandOld Surehand 1. Teil (1965)Roman von Karl May[35]
kein einzelnes BuchWinnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968)Motive mehrerer Romane[36]

Wie frei die Filme mit den Büchern umgehen, beschreiben die einzelnen Filmseiten. Zu den Freilichtbühnen, die Mays Stoffe bis heute spielen, führen die Seiten Karl-May-Spiele Bad Segeberg und Elspe Festival.

Häufige Fragen

In welcher Reihenfolge sollte man die Winnetou-Bücher lesen?

In der Reihenfolge ihres Erscheinens: Winnetou I, II und III kamen 1893 als Bände VII bis IX der Gesammelten Reiseromane heraus, Winnetou IV erst 1910 als Band XXXIII. Die Handlung um den Mörder Santer zieht sich durch alle drei ersten Bände.

Wie viele Bücher hat Karl May geschrieben?

Die Reihe der Gesammelten Reiseerzählungen bei Fehsenfeld umfasst 33 Bände. Dazu kommen Jugenderzählungen wie Der Schatz im Silbersee, fünf Lieferungsromane für den Verleger Münchmeyer und viele kürzere Texte. Die Encyclopedia of the Great Plains spricht von etwa achtzig Büchern.

Welches war das erste Buch von Karl May?

Der erste Band der Fehsenfeld-Reihe war 1892 Durch Wüste und Harem, später Durch die Wüste genannt. Schon 1879 war in Stuttgart das Jugendbuch Im fernen Westen erschienen, mit einer Bearbeitung seiner Erzählung Old Firehand. Seine erste Erzählung unter eigenem Namen war nach der Neuen Deutschen Biographie 1875 Die Rose von Ernstthal.

Hat Karl May ein Buch namens Unter Geiern geschrieben?

Nein. Unter Geiern ist ein Titel, den der Karl-May-Verlag ab 1914 einem Sammelband gab. Er enthält die Erzählungen Der Sohn des Bärenjägers von 1887 und Der Geist des Llano estacado von 1888, die 1890 zusammen als Buch erschienen waren.

Was ist der Unterschied zwischen der Fehsenfeld-Ausgabe und den Gesammelten Werken?

Die Fehsenfeld-Bände erschienen zu Mays Lebzeiten von 1892 bis 1910. Die Gesammelten Werke des Karl-May-Verlags gibt es seit 1913; nach dem Zweiten Weltkrieg wurden ihre Texte nach der Karl-May-Gesellschaft vollständig bearbeitet, zum Beispiel die der Winnetou-Bände, und manche Bände bekamen neue Titel, etwa Unter Geiern für den Sammelband mit Der Sohn des Bärenjägers.

Welche Karl-May-Bücher spielen im Wilden Westen?

Unter anderem die vier Winnetou-Bände, die drei Bände Old Surehand, Satan und Ischariot zum Teil und Weihnacht!, dazu die Jugenderzählungen Der Sohn des Bärenjägers, Der Geist der Llano estakata, Der Schatz im Silbersee, Der Oelprinz und Der schwarze Mustang. Die ersten sechs Bände der Reihe spielen im Orient.

Welche Karl-May-Bücher wurden verfilmt?

In den 1960er Jahren entstanden Filme nach Der Schatz im Silbersee, den drei Winnetou-Bänden, dem Sammelband Unter Geiern, Der Oelprinz und Old Surehand. Old Shatterhand (1964) und Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968) nehmen Motive aus mehreren Romanen. Die ganze Reihe zeigt die Seite Karl-May-Filme in Reihenfolge.

Quellen

  1. Karl Mays Gesammelte Reiseerzählungen: Übersicht der Erstausgaben aller 33 Bände. Karl-May-Gesellschaft. Stand 26.10.2023. abgerufen am 26.10.2026
  2. Nachschlagewerk Annette Deeken: May, Karl, in: Neue Deutsche Biographie 16, S. 519 bis 522. Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Deutsche Biographie. Stand 1990. abgerufen am 26.10.2026
  3. Museum Karl May: Biografie und Werk (Angaben des Museums). Karl-May-Museum gGmbH Radebeul. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  4. Karl May: Winnetou I bis III, Textausgaben mit Angaben zur Textgeschichte (Ulf Debelius). Karl-May-Gesellschaft. Stand 03.04.2013. abgerufen am 26.10.2026
  5. Karl May: Old Surehand, Textausgaben mit Angaben zur Textgestalt (Frank Werder). Karl-May-Gesellschaft. Stand 11.02.2013. abgerufen am 26.10.2026
  6. Karl May: Satan und Ischariot, Kapitelübersicht und Angaben zur Textgestalt. Karl-May-Gesellschaft. Stand 31.12.2025. abgerufen am 26.10.2026
  7. Editorische Hinweise: Der Sohn des Bärenjägers (Textvorlagen und Textgeschichte). Karl-May-Gesellschaft. Stand 07.07.2024. abgerufen am 26.10.2026
  8. Editorische Hinweise: Der Geist der Llano estakata (Textvorlagen und Textgeschichte). Karl-May-Gesellschaft. Stand 07.07.2024. abgerufen am 26.10.2026
  9. Karl May: Der Oelprinz, Zur Textgestalt (Frank Werder). Karl-May-Gesellschaft. Stand 14.02.2022. abgerufen am 26.10.2026
  10. Karl May: Der schwarze Mustang, Zur Textgestalt (Frank Werder). Karl-May-Gesellschaft. Stand 14.02.2022. abgerufen am 26.10.2026
  11. Editorische Hinweise: Mein Leben und Streben. Karl-May-Gesellschaft. Stand 01.07.2018. abgerufen am 26.10.2026
  12. Museum Geschichte des Karl-May-Museums (Angaben des Museums über sich selbst). Karl-May-Museum gGmbH Radebeul. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  13. Indianer? Ein Informationsblatt zu aktuellen Diskursen. Karl-May-Vereinigung in Zusammenarbeit mit der Karl-May-Stiftung Radebeul (Datei auf karl-may-vereinigung.de). Stand 16.05.2023 (Dateiname). abgerufen am 26.10.2026
  14. Karl May: Im Lande des Mahdi, Angaben zur Textgestalt. Karl-May-Gesellschaft. Stand 04.04.2013. abgerufen am 26.10.2026
  15. Karl May: Orangen und Datteln. Reisefrüchte aus dem Orient, Inhalt und Angaben zur Textgestalt. Karl-May-Gesellschaft. Stand 03.04.2013. abgerufen am 26.10.2026
  16. Karl May: Im Reiche des silbernen Löwen Band I und II, Kapitelübersicht. Karl-May-Gesellschaft. Stand 04.04.2013. abgerufen am 26.10.2026
  17. Karl May: Am Stillen Ocean, Inhalt und Angaben zur Textgestalt. Karl-May-Gesellschaft. Stand 26.10.2023. abgerufen am 26.10.2026
  18. Karl May: Auf fremden Pfaden, Inhalt und Angaben zur Textgestalt. Karl-May-Gesellschaft. Stand 04.04.2013. abgerufen am 26.10.2026
  19. Filmdatenbank Der Schatz im Silbersee, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 18.11.2022. abgerufen am 26.10.2026
  20. Filmdatenbank Winnetou I, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 12.12.2023. abgerufen am 26.10.2026
  21. Filmdatenbank Winnetou II, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 24.06.2022. abgerufen am 26.10.2026
  22. Filmdatenbank Winnetou III, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 24.06.2022. abgerufen am 26.10.2026
  23. Filmdatenbank Old Shatterhand, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  24. Filmdatenbank Unter Geiern, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  25. Filmdatenbank Der Ölprinz, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  26. Filmdatenbank Old Surehand, Filmdatenbank. filmportal.de, Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  27. Filmdatenbank Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten (1968). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  28. Nachschlagewerk Meredith McClain: May, Karl (1842 bis 1912), Encyclopedia of the Great Plains. University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 26.10.2026

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