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Llano Estacado
Kurz erklärt Der Llano Estacado ist eine flache Hochebene im Nordwesten von Texas und Nordosten von New Mexico, südlich des Canadian River, mit mehr als 30.000 Quadratmeilen eine der größten Tafelflächen Nordamerikas. Englisch heißt er Staked Plains; laut Handbook of Texas und Encyclopedia of the Great Plains meint "estacado" eher "wie mit Palisaden umgeben", nach den steilen Rändern. Bis 1874 lagerten dort Comanche und Kiowa, am Ostrand liegen heute der Palo Duro Canyon und der Caprock Canyons State Park.

Wo liegt der Llano Estacado?
Der Llano Estacado ist der südliche Teil der High Plains Nordamerikas. Er liegt südlich des Canadian River im Nordwesten von Texas und im Nordosten von New Mexico, etwa zwischen 31 und 35 Grad nördlicher Breite und 101 und 104 Grad westlicher Länge. Im Norden begrenzt ihn der Steilhang über dem Tal des Canadian River, im Osten der zerklüftete Caprock, im Westen das Mescalero Escarpment östlich des Pecos. Nach Süden geht er ohne klare Grenze in das Edwards Plateau über.[1] Das Handbook of Texas schätzt die Fläche auf etwa 32.000 Quadratmeilen (rund 83.000 Quadratkilometer) in ganz oder teilweise 33 Countys von Texas und vier von New Mexico, mehr als ganz Neuengland.[1] Die Encyclopedia of the Great Plains nennt mehr als 30.000 Quadratmeilen.[2]
Die Hochebene gehört nach der Encyclopedia zu den flachsten Gegenden der USA. Sie fällt um 8 bis 10 Fuß je Meile (rund 1,5 bis 1,9 Meter je Kilometer) nach Südosten ab, von mehr als 4.200 Fuß (rund 1.280 Meter) im Nordwesten auf etwa 2.500 Fuß (rund 760 Meter) am Ost- und Südrand.[2] Im Durchschnitt fallen 18 bis 20 Zoll Regen im Jahr (rund 460 bis 510 Millimeter), im Osten mehr als im Westen. Frühe Entdecker und Siedler zählten die Gegend zur "Great American Desert", der Großen Amerikanischen Wüste.[1]
Wie die Hochebene entstand
Das Material des Llano stammt aus den Rocky Mountains. Als sie sich im Känozoikum hoben, trugen Flüsse Geröll, Sand und Schlamm nach Osten und lagerten es in großen Schwemmfächern ab. Kalk aus den Bergen setzte sich darin ab und bildete eine harte Deckschicht, den Caliche.[1] Der U.S. Geological Survey (USGS) beschreibt diese Ablagerungen als Ogallala-Formation; sein Grundwasseratlas von 1996 ordnet sie dem Miozän zu, andere Berichte dem Pliozän. Am Ende ihrer Ablagerung reichte eine weite, sanft geneigte Ebene vom Fuß der Rocky Mountains Hunderte Meilen nach Osten. Erhalten blieb ein Rest davon vor allem dank der widerstandsfähigen Kalkkruste. Südlich des Canadian River, der sich tief in die Formation geschnitten hat, heißt der dortige Teil dieses Rests Southern High Plains oder Llano Estacado.[3] Vom Wasser der Rocky Mountains schnitten ihn das Tal des Canadian River und der Pecos ab.[2]
An den Rändern brach die harte Kappe ab, weil die weicheren Schichten darunter nachgaben; so entstanden die Steilhänge von 50 bis 300 Fuß (rund 15 bis 90 Meter) Höhe.[1] Bäche haben Canyons in den Ostrand geschnitten, am bekanntesten den Palo Duro Canyon. Fast alles Regenwasser sammelt sich aber in Tausenden flacher Senken, den Playas, die im Jahr 2 bis 3 Millionen Acre-Fuß Wasser auffangen; das meiste verdunstet bald.[2] Der Artikel derselben Enzyklopädie zur Physiographie der Great Plains schreibt von Zehntausenden meist trockener Senken auf dem Llano.[24] Nach David A. Haukos liegen allein auf dem Llano Estacado etwa 21.000 Playas.[25] Die Mineralien, die dabei zurückbleiben, machen das Wasser der Playas meist unbrauchbar.[1]
Was bedeutet Llano Estacado?
Auf Englisch heißt die Hochebene meist Staked Plains, wörtlich "mit Pfählen abgesteckte Ebene".[1, 3] Das spanische Wort llano bedeutet nach dem Wörterbuch der Real Academia Española als Eigenschaftswort eben, ohne Höhen und Tiefen, als Hauptwort ein flaches Feld.[22] "Estacado" erklärt dasselbe Wörterbuch als Palisade oder Zaun, mit dem man ein Gelände umschließt.[4] Es ist von estacar abgeleitet, das unter anderem heißt, ein Gelände mit Pfählen zu markieren.[23] Woher der Name kommt, ist umstritten. Die Encyclopedia of the Great Plains kennt mehrere Erklärungen, von denen keine allgemein anerkannt ist.[2]
Das Handbook of Texas hält eine Deutung nach der Landschaft für am überzeugendsten. Wer von Westen über den Pecos kam, sah die steilen Wände des Mescalero Escarpment wie die Palisade eines Forts vor sich. Coronado und andere frühe Europäer beschrieben die Abbrüche als Palisaden, Wälle oder Pfahlzäune, und Thomas Falconer schrieb 1844 von einem Steilhang, der "wie die Palisadenwände eines Forts" erhöht sei.[1] Die andere Deutung denkt an Pfähle, mit denen Reisende Wege und Wasserstellen markierten. Wo die Berichte solche Wegmarken genauer beschreiben, sind es nach dem Handbook aber Haufen aus Knochen und Kuhdung bei der Coronado-Expedition, aus Steinen und Bisondung bei Randolph B. Marcy 1849 und Steinhaufen an Wasserlöchern bei J. Evetts Haley 1936.[1] Auch die Encyclopedia nennt die Palisaden-Deutung, besonders für den nach Westen weisenden Steilhang in New Mexico, als die derzeit bevorzugte.[2]

Mythos und Wahrheit
Mythos
Der Llano Estacado heißt so, weil die Spanier Pfähle in die Ebene schlugen, um sich nicht zu verirren.
Was belegt ist
Dass Pfähle dem Llano den Namen gaben, ist nicht belegt. Wo frühe Berichte Wegmarken beschreiben, sind es Haufen aus Knochen und Kuhdung oder aus Steinen und Bisondung. Das Handbook of Texas und die Encyclopedia of the Great Plains halten die Deutung nach den palisadenartigen Steilhängen für wahrscheinlicher; allgemein anerkannt ist keine Erklärung.[1, 2]
Geschichte des Llano Estacado
Coronado 1541 und die ersten Beschreibungen
Am 23. April 1541 brach Francisco Vázquez de Coronado vom Rio Grande nach Osten auf, zog den Pecos hinab und überquerte ihn auf einer Brücke, wahrscheinlich zwischen den heutigen Orten Anton Chico und Santa Rosa. Danach erreichte er weite, ebene Flächen, die das Handbook of Texas als Llano Estacado im Osten New Mexicos und im Texas Panhandle bestimmt. An Schluchten "wie die von Colima", nach dem Handbook dem heutigen Palo Duro Canyon und dem Tule Canyon, beschloss er mit seinen Hauptleuten, das Heer zurückzuschicken; er selbst zog mit 30 Reitern und sechs Mann zu Fuß weiter nach Norden, um Quivira zu suchen.[5]
In einem Brief an den König von Spanien vom 20. Oktober 1541 beschrieb Coronado Ebenen, deren Ende er nirgends fand, obwohl er mehr als 300 Leguas über sie gezogen sei.[1]
... mit nicht mehr Landmarken, als hätte uns das Meer verschluckt ... kein Stein, keine Erhebung, kein Baum, kein Strauch, nichts, woran man sich halten konnte.
Die Gegend war damals nach dem Handbook von Gruppen der Apachen bewohnt, die noch keine Pferde hatten und vom Bison lebten.[6] Den Namen Palo Duro, spanisch für Hartholz, gaben dem Canyon nach Texas Parks and Wildlife wahrscheinlich frühe spanische Entdecker.[7] 1852 führte Captain Randolph B. Marcy eine Expedition der US-Armee zu den Quellen von Canadian und Red River. Er beschrieb die Hochebene als hoch, sehr glatt und eben, ohne Baum oder Strauch; weil Wasser fast völlig fehle, meide sie jedes Tier.[1]
Comanche und Kiowa auf dem Llano
Die Comanche nennen sich in ihrer Sprache Nʉmʉnʉʉ (Numunuu), "die Menschen". Nach der Darstellung der Comanche Nation gehörten sie einst zu den Shoshone, zogen im späten 17. und frühen 18. Jahrhundert auf die nördlichen Plains und dann nach Süden und leben heute im Südwesten Oklahomas.[8] Von den fünf großen Gruppen der Comanche, die das Handbook of Texas beschreibt, zogen die Quahadi ("Antilopen") über das Hochland des Llano Estacado.[9]
Im 18. Jahrhundert, als die Völker der Plains Pferde hatten, wurde der Palo Duro Canyon nach dem Handbook ein großer Lagerplatz der Comanche und der Kiowa. Holz, Wasser, Wild, essbare Pflanzen und Schutz vor den Winterstürmen machten ihn zu einem bevorzugten Ort für Lager. Händler aus New Mexico, die Comancheros, kamen oft dorthin, um mit ihnen zu tauschen.[6]
Die Quahadi weigerten sich, 1867 zu den Verhandlungen über den Vertrag von Medicine Lodge zu kommen und in ein Reservat zu ziehen. Danach lebten sie nach dem Handbook auf den Staked Plains außerhalb der Reichweite der Armee, jagten weiter Bisons und überfielen Siedlungen.[10, 9] Unter ihnen wurde Quanah Parker zu einem Anführer. Am 9. Oktober 1871 erbeuteten er und seine Leute im Blanco Canyon Pferde aus dem Lager der 4. Kavallerie unter Colonel Ranald S. Mackenzie; Mitte 1872 gab Mackenzie die Suche auf.[10]
Der Red-River-Krieg und der Palo Duro Canyon 1874
Im Red-River-Krieg kämpfte Mackenzie am 26. September 1874 im Tule Canyon. Zwei Tage später stellte er Kiowa unter Maman-ti, Comanche unter O-ha-ma-tai und Cheyenne unter Iron Shirt mit ihren Familien im oberen Palo Duro Canyon.[11] Maman-ti hatte ihnen nach dem Handbook dort Sicherheit versprochen.[12] Bei Sonnenaufgang griffen die Soldaten an. Die Familien flohen und ließen fast alles zurück, die Soldaten verbrannten die Tipis und die Wintervorräte.[7]
Die Zahl der Toten und der Pferde geben die Quellen verschieden an. Der Artikel des Handbook über den Krieg nennt zwei oder drei Getötete und mehr als tausend getötete Ponys, der Artikel über die Schlacht drei tote Krieger und einen toten Weißen sowie mehr als 1.400 erbeutete Ponys. Davon bekam der Tonkawa Johnson, der die Truppe geführt hatte, 40 und die übrigen Scouts 300, den Rest erschossen die Soldaten.[11, 12] Texas Parks and Wildlife spricht von 1.400 erbeuteten Ponys, von denen die Truppe die meisten erschoss.[7] Am 2. Juni 1875 ergaben sich die Quahadi unter Quanah Parker als letzte Gruppe in Fort Sill im Indianer-Territorium.[11]
Zur selben Zeit töteten Häutejäger die Bisons der südlichen Plains. Von 1874 bis 1878 dezimierten sie nach Texas Parks and Wildlife die südliche Herde, und 1888 schätzte man, dass in ganz Nordamerika weniger als 1.000 Bisons übrig waren.[14]
Ranches, Bisons und Baumwolle
Erschlossen wurde der Llano erst ab den 1870er Jahren; 1880 lebten dort nach dem Handbook nur 1.081 Menschen. Bis Ende 1886 weideten auf dem Llano und in seiner Nähe mindestens dreißig große Ranches ihr Vieh auf freiem, meist noch nicht vergebenem öffentlichem Land, darunter JA, LX, Turkey Track und Matador. Die meisten großen Ranches waren bis 1920 aufgeteilt.[1]
Die JA Ranch ist nach dem Handbook der älteste private Rinderbetrieb im Panhandle. Im Sommer und Herbst 1876 trieb Charles Goodnight 1.600 Longhorns von Pueblo in Colorado in den Palo Duro Canyon, danach traf er in Denver den englischen Adligen John G. Adair.[13] 1877 gründeten die beiden die JA Ranch. Auf ihrem Höhepunkt 1885 weideten 100.000 Rinder auf 1.325.000 Acres im Panhandle, und bis 1890 gehörte der größte Teil des Canyons zur Ranch.[7] Schon im Frühjahr 1866 hatte Goodnight für einen Viehtrieb nach Fort Sumner den ersten Chuckwagon zusammengestellt. 1882 kaufte er die Quitaque Ranch und baute nach dem Handbook angeblich als erster Rancher im Panhandle Zäune aus Stacheldraht.[21]
Mary Ann Goodnight drängte ihren Mann 1878, verwaiste Bisonkälber aus der südlichen Herde zu fangen. Auf der JA Ranch wuchs daraus die Goodnight-Herde mit bald mehr als 200 Tieren. Ihre Nachkommen bilden heute die Texas State Bison Herd; die JA Ranch schenkte die Herde dem Staat, der sie 1997 in den Caprock Canyons State Park brachte.[14]
Das einzige verlässliche Grundwasser liegt im Ogallala-Aquifer, dessen Teil unter dem Llano vom Wasser der Rocky Mountains abgeschnitten ist; das Handbook nennt das Grundwasser deshalb einen begrenzten Vorrat, der schnell aufgebraucht wird. Mit Brunnen und Tier-, Wind- und Motorpumpen entstanden große Bewässerungsprogramme.[1] Nach dem USGS sickern in den Southern High Plains von Texas schätzungsweise nur 0,024 Zoll (rund 0,6 Millimeter) Wasser im Jahr nach.[3] Heute wachsen auf dem Llano Baumwolle, Mais, Weizen, Hirse, Melonen und Gemüse; Erdgas wurde 1917 im Potter County gefunden, Erdöl 1921 im Carson County.[1] Nach dem Texas Water Development Board gehen etwa 95 Prozent des Grundwassers, das in Texas aus dem Ogallala gepumpt wird, in die Bewässerung. In mehreren Gegenden fielen die Spiegel in 50 bis 60 Jahren um mehr als 300 Fuß (rund 90 Meter); inzwischen sinken sie langsamer, an einigen Orten steigen sie wieder.[15]
Der Llano Estacado bei Karl May
Karl May (1842 bis 1912), nach der Encyclopedia of the Great Plains einer der beliebtesten deutschen Schriftsteller aller Zeiten, ließ sechs seiner Geschichten auf dem Llano spielen. In der Erzählung, die die Encyclopedia als "The Spirit of the Llano Estacado" von 1887 und 1888 führt, reiten die erfundenen Figuren Winnetou und Old Shatterhand durch gefährliches, trockenes Land mit heftigen Wetterwechseln. In den USA war May nie gewesen, als er seine bekannten Geschichten schrieb. Woher er sein Wissen hatte, ist nach der Encyclopedia bis heute eine wichtige Frage; genannt werden Autoren, die selbst in Amerika waren, darunter Friedrich Gerstäcker, Balduin Möllhausen und Mayne Reid, der Zeit auf dem Llano Estacado verbrachte.[18]
2027 kommt der Stoff auf die Bühne der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg: "Unter Geiern" mit dem Untertitel "Der Geist des Llano Estacado", vom 26. Juni bis 5. September 2027. Laut Veranstalter versetzt in der Handlung eine Bande die Pfähle, die Reisenden den Weg durch die gefährliche Wüste weisen, und ein geheimnisvoller Geisterreiter wacht über den Llano (Stand: 23. Oktober 2026).[19]
Zeitleiste
- 23.04.1541Coronado zieht vom Rio Grande nach Osten und erreicht die Ebenen des Llano Estacado.[5] Spanische Expeditionen am Old Spanish Trail
- 20.10.1541Coronado beschreibt die weiten Ebenen in einem Brief an den König von Spanien.[1]
- 1852Randolph B. Marcy erkundet die Quellen von Canadian und Red River und beschreibt die Hochebene.[1]
- 09.10.1871Quanah Parker und seine Leute erbeuten im Blanco Canyon Pferde der 4. Kavallerie.[10] Quanah Parker
- 28.09.1874Ranald S. Mackenzie überfällt die Lager von Kiowa, Comanche und Cheyenne im Palo Duro Canyon.[11, 12] Red-River-Krieg
- 02.06.1875Die Quahadi unter Quanah Parker ergeben sich als letzte Gruppe in Fort Sill.[11] Quanah Parker
- 1876Charles Goodnight treibt 1.600 Longhorns in den Palo Duro Canyon.[13]
- 1877Goodnight und John G. Adair gründen die JA Ranch.[7]
- 1878Mary Ann Goodnight drängt ihren Mann Charles, verwaiste Bisonkälber zu fangen, den Grundstock der Goodnight-Herde.[14]
- 1887Karl Mays Erzählung über den Geist des Llano Estacado erscheint (1887 und 1888).[18] Karl May
- 1917Im Potter County wird Erdgas gefunden.[1]
- 1921Im Carson County wird Erdöl gefunden.[1]
- 1934Der Palo Duro Canyon State Park öffnet.[7]
- 1997Die Texas State Bison Herd kommt in den Caprock Canyons State Park.[14]
Was ist heute auf dem Llano Estacado zu sehen?
1980 lebten auf dem Llano nach dem Handbook mehr als 900.000 Menschen, gut drei Viertel davon in Städten; 1990 gab es auf der Hochebene vier Ballungsräume, Amarillo, Lubbock, Midland und Odessa.[1] Besuchen lassen sich vor allem die State Parks an den Canyons des Ostrands (Stand: Oktober 2026).[7, 16, 17]
- Der Palo Duro Canyon ist nach dem Handbook fast 120 Meilen (rund 190 Kilometer) lang, bis zu 800 Fuß (rund 240 Meter) tief und das zweitgrößte Canyonsystem der USA. Seine farbigen Gesteinsschichten stammen aus vier geologischen Perioden und mehr als 240 Millionen Jahren.[6] Bewohnt ist der Canyon nach Texas Parks and Wildlife seit etwa 12.000 Jahren.[7]
- Den oberen Teil des Canyons kaufte Texas 1933 von Fred S. Emory. Junge Männer des Civilian Conservation Corps bauten in fünf Jahren Straße, Hütten und Wege; 1934 öffnete der Palo Duro Canyon State Park, noch unfertig. Mit etwa 28.000 Acres ist er heute der zweitgrößte Park im System der texanischen State Parks.[7] Er hat mehr als 30 Meilen Wege für Wanderer, Radfahrer und Reiter, darunter den Weg zum Felsturm Lighthouse.[16] Der untere Teil des Canyons ist Privatland.[6]
- Im Caprock Canyons State Park lebt die Texas State Bison Herd, die offizielle Bisonherde des Staates; der Park hat fast 90 Meilen Wege.[17, 14]
Öffnungszeiten und Regeln für Besuche nennt die Seite von Texas Parks and Wildlife.

Karte
Der Punkt folgt dem Ortsnamenverzeichnis des USGS und liegt an der Grenze von Texas und New Mexico.[20]
- 1Llano Estacado (Llano Estacado, Punkt des USGS-Ortsnamenverzeichnisses an der Grenze von Texas und New Mexico) 33,00° N, 103,00° W[20]
- 2Red-River-Krieg (Canyon, Texas; Postanschrift des Palo Duro Canyon State Park) 34,99° N, 101,92° W[26]
- 3Comanche (Lawton, Oklahoma, Stadtmitte; der Hauptsitz der Comanche Nation liegt laut eigener Website neun Meilen nördlich der Stadt) 34,60° N, 98,40° W[8]
- 4Kiowa (Carnegie, Sitz des Kiowa Tribe) 35,10° N, 98,60° W[27]
- 5Quanah Parker (Cache, Oklahoma) 34,63° N, 98,63° W[28]
Der Llano Estacado im Film
Im Film
Häufige Fragen
Wo liegt der Llano Estacado?
Im Nordwesten von Texas und im Nordosten von New Mexico, südlich des Canadian River. Im Osten begrenzt ihn der Caprock, eine steile Abbruchkante, im Westen das Mescalero Escarpment am Pecos; im Süden geht er ohne klare Grenze in das Edwards Plateau über. Auf dem Llano liegen die Städte Amarillo, Lubbock, Midland und Odessa.
Was heißt Llano Estacado auf Deutsch?
Llano heißt Ebene. Für "estacado" gibt es mehrere Deutungen: Die englische Übersetzung Staked Plains denkt an Pfähle, das Handbook of Texas und die Encyclopedia of the Great Plains halten "wie mit Palisaden umgeben" für wahrscheinlicher, nach den steilen Rändern der Hochebene. Allgemein anerkannt ist keine Erklärung.
Wie groß ist der Llano Estacado?
Das Handbook of Texas nennt etwa 32.000 Quadratmeilen, rund 83.000 Quadratkilometer, die Encyclopedia of the Great Plains mehr als 30.000 Quadratmeilen. Die Hochebene umfasst ganz oder teilweise 33 Countys in Texas und vier in New Mexico.
Welche Nationen lebten auf dem Llano Estacado?
Zur Zeit von Coronado 1541 lebten dort Gruppen der Apachen, die noch keine Pferde hatten. Im 18. Jahrhundert wurde der Palo Duro Canyon ein großer Lagerplatz der Comanche und Kiowa. Die Quahadi, eine Gruppe der Comanche, lebten bis 1875 auf dem Llano.
Was geschah 1874 im Palo Duro Canyon?
Am 28. September 1874 überfiel Colonel Ranald S. Mackenzie mit der 4. Kavallerie Lager der Kiowa, Comanche und Cheyenne. Nach dem Handbook of Texas starben zwei oder drei Menschen, nach einem anderen Artikel drei Krieger und ein Weißer. Die Soldaten verbrannten die Lager und töteten den größten Teil der erbeuteten Pferde: mehr als 1.000 nach dem einen Artikel, von mehr als 1.400 erbeuteten Ponys nach dem anderen.
Gibt es den Llano Estacado aus Karl May wirklich?
Ja, die Hochebene gibt es, aber Karl May kannte sie nicht aus eigener Anschauung. Nach der Encyclopedia of the Great Plains spielen sechs seiner Geschichten auf dem Llano Estacado, und er war nie in den USA gewesen, als er seine bekannten Geschichten schrieb.
Kann man den Llano Estacado besuchen?
Ja. Am Ostrand liegen der Palo Duro Canyon State Park und der Caprock Canyons State Park von Texas Parks and Wildlife; in Caprock Canyons lebt die offizielle Bisonherde von Texas. Öffnungszeiten nennt die Seite der Parkbehörde.
Quellen
- Nachschlagewerk Art Leatherwood: Llano Estacado (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 18.06.2020. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Otis W. Templer: Llano Estacado, Encyclopedia of the Great Plains. University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Paul D. Ryder: Ground Water Atlas of the United States, Segment 4 Oklahoma und Texas, HA 730-E, Abschnitt High Plains aquifer. U.S. Geological Survey. Stand 1996. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk estacado, Diccionario de la lengua española, 23. Auflage. Real Academia Española und ASALE. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk David Donoghue: Coronado Expedition (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 01.12.1994. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk William Conroy: Palo Duro Canyon (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 27.05.2026. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Palo Duro Canyon State Park History. Texas Parks and Wildlife Department. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Carol A. Lipscomb: Comanche Indians (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 09.10.2020. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Brian C. Hosmer: Parker, Quanah (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 07.01.2021. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk James L. Haley: Red River War. Texas State Historical Association, Handbook of Texas Online. Stand 1952, überarbeitet 27.01.2021. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Thomas F. Schilz: Palo Duro Canyon, Battle of (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1995, überarbeitet 04.08.2020. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Hugh Allen Anderson: JA Ranch (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 27.05.2026. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Texas State Bison Herd: The Story of the Bison. Texas Parks and Wildlife Department, Caprock Canyons State Park and Trailway. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Ogallala Aquifer. Texas Water Development Board. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Palo Duro Canyon State Park. Texas Parks and Wildlife Department. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Caprock Canyons State Park and Trailway. Texas Parks and Wildlife Department. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Meredith McClain: May, Karl (1842 bis 1912), Encyclopedia of the Great Plains. University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 26.10.2026
- Vorverkaufsstart für 2027 (Pressemeldung des Veranstalters). Kalkberg GmbH Bad Segeberg, Karl-May-Spiele. Stand 23.10.2026. abgerufen am 26.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 1377740: Llano Estacado, Plain, Abfrage im Kartendienst geonames der National Map. U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Hugh Allen Anderson: Goodnight, Charles (Handbook of Texas Online). Texas State Historical Association. Stand 1952, überarbeitet 06.10.2026. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk llano, Diccionario de la lengua española, 23. Auflage. Real Academia Española und ASALE. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk estacar, Diccionario de la lengua española, 23. Auflage. Real Academia Española und ASALE. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk Michael D. Blum: Physiography, Encyclopedia of the Great Plains. University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 26.10.2026
- Nachschlagewerk David A. Haukos: Playa Lakes, Encyclopedia of the Great Plains (hg. von David J. Wishart). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 27.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Texas. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, Oklahoma. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Geographic Names Information System, Eintrag 1090785: Cache, Populated Place, Comanche County, Oklahoma (Abfrage im Kartendienst geonames der National Map). U.S. Geological Survey. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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Indigene Völker NordamerikasComancheDie Comanche, oft Komantschen oder Comanche-Indianer genannt, prägten die südlichen Plains.
GeschichteRed-River-Krieg 1874 bis 1875Von Juni 1874 bis Frühjahr 1875 zwang die US-Armee Comanche, Kiowa, Cheyenne und Arapaho in die Reservate.
PersonenQuanah ParkerQuanah Parker war Anführer der Quahadi-Comanche, ergab sich 1875 und wurde im Reservat Chief, Richter und Rancher.

