GeschichteEreignis
Die spanischen Expeditionen am Old Spanish Trail
Kurz erklärt Zwischen 1765 und 1829 brachen von New Mexico aus mehrere Expeditionen nach Nordwesten und Westen auf. Juan Rivera erkundete 1765 das Land der Ute bis zum Gunnison River, Domínguez und Escalante suchten 1776 vergeblich einen Weg nach Monterey und kamen bis zum Utah Lake, Anza zog 1779 gegen die Comanche. Erst Antonio Armijo brachte 1829/30 eine Handelskarawane nach Kalifornien.

Wie kamen die Spanier nach New Mexico?
Am 23. Februar 1540 brach Francisco Vázquez de Coronado mit einem großen Heer von Compostela an der Westküste Mexikos nach Norden auf, um die sagenhaften goldenen Städte von Cíbola zu suchen. Gold fand er nicht, im Frühjahr 1542 kehrte er nach Mexiko-Stadt zurück.[13] Laut Britannica zählte die Expedition etwa 300 Soldaten, einige Missionare und rund 1.000 indigene Arbeiter; gegen den Widerstand der Pueblos am Rio Grande ging sie mit Gewalt vor.[15]
Die dauerhafte spanische Besiedlung begann 1598 mit Juan de Oñate.[15] Im Dezember 1598 töteten Bewohner von Acoma Hauptmann Juan de Zaldívar, einen Offizier Oñates, und vierzehn seiner Männer. Zwei Monate später kam Zaldívars Bruder mit etwa siebzig Soldaten, und große Teile des Pueblo wurden geplündert und verbrannt. Die Zahl der Toten gibt der National Park Service (NPS) mit etwa 1.500 an, Britannica schätzt etwa 800 bei rund 6.000 Einwohnern.[14, 15]
Das Interesse der Spanier am Handel mit den Ute begann laut der Studie des NPS von 2001 im 17. Jahrhundert. Im 18. Jahrhundert verboten die Behörden diesen Handel aus Furcht vor neuen Kämpfen, doch Händler aus New Mexico zogen weiter ins Land der Ute, und die Erfahrenen unter ihnen dienten später offiziellen Expeditionen als Führer.[1] Ab 1769 gründete Spanien Siedlungen in Kalifornien. Weil die Versorgung über das Meer schwierig war, suchte die Krone einen Landweg; Juan Bautista de Anza führte 1774 und 1775/76 Gruppen von Sonora nach Kalifornien.[1, 2] Eine direkte Verbindung zwischen New Mexico und Kalifornien gab es erst ab 1829, als der Old Spanish Trail als Handelsweg entstand.[1, 2]
Welche Expeditionen gab es?
| Jahr | Leitung | Zweck | Wie weit |
|---|---|---|---|
| 1765 | Juan Antonio María de Rivera | Silbersuche, dann Weg zum Colorado und Nachrichten über Teguayo | bis zum Gunnison River (Baker), nach Alexander auch zum Colorado bei Moab[4, 5] |
| 1775 | Pedro Mora, Gregorio Sandoval, Andrés Muñiz | private Reise zu den Ute | bis zur Mündung des Uncompahgre in den Gunnison[2] |
| 1776/77 | Francisco Atanasio Domínguez, Francisco Silvestre Vélez de Escalante | Landweg nach Monterey, Erkundung für Missionen | Utah Lake und Sevier River, Rückweg über Hopi und Zuni[1, 2] |
| 1779 | Juan Bautista de Anza | Feldzug gegen die Comanche unter Cuerno Verde | San Luis Valley, Arkansas River, Greenhorn Mountain[2, 11] |
| 1813 | Mauricio Arze, Lagos García | Handel mit den Ute | Utah Lake, Sevier River[2] |
| 1829/30 | Antonio Armijo | erste Handelskarawane nach Kalifornien | Mission San Gabriel bei Los Angeles[1, 3] |
Juan Rivera 1765: zwei Reisen ins Land der Ute
Gouverneur Tomás Vélez Cachupín hatte mit den Ute im Westen des heutigen Colorado Frieden geschlossen und von ihnen die Erlaubnis bekommen, in ihrem Land nach Silber zu suchen.[4] Nach Thomas G. Alexander hatte 1765 ein Ute einem Schmied in Abiquiú einen Barren Silber verkauft, und das brachte die Reisen in Gang.[5] Der Gouverneur wählte Juan Antonio María de Rivera, laut Steven G. Baker vermutlich 1738 in Chihuahua getauft und 1765 also 27 Jahre alt. Einen Beleg, dass er Berufssoldat war, gibt es nach Baker nicht.[4]
Die erste Reise begann im Juni 1765 in Abiquiú und führte zur Piedra Parada, dem heutigen Chimney Rock bei Pagosa Springs. Riveras Leute benannten mehrere Flüsse im Südwesten Colorados, darunter Animas und Dolores, und suchten mit einem Ute als Führer vergeblich nach Silber in den La Plata Mountains.[4] Im Herbst brach Rivera ein zweites Mal auf. Er sollte den Colorado überqueren und Gerüchten über bärtige Menschen in Teguayo nachgehen, einem sagenhaften Land jenseits des Flusses.[4, 5] Dabei ritzte er seinen Namen in eine Felswand im Roubideau Canyon südwestlich des heutigen Delta, eine der ältesten Inschriften im Westen der USA.[4]
Wie weit er kam, stellen die Quellen verschieden dar. Nach Baker, der sich auf Riveras Tagebücher stützt, erreichte Rivera den Gunnison River, aber nie den Colorado, weil Ute ihm den Weg als zu gefährlich beschrieben; im November war er zurück.[4] Alexander dagegen lässt ihn am 6. Oktober 1765 wahrscheinlich nach Utah kommen und bei Moab eine gute Furt über den Colorado finden.[5] Die NPS-Studie von 2001 spricht allgemein vom Südwesten Colorados und Südosten Utahs.[1] Joseph J. Hill hielt Riveras Tagebuch 1930 noch für verloren; Baker nennt eine Ausgabe der Originaltagebücher mit englischer Übersetzung von 2016.[2, 4]

Händler ohne Erlaubnis: Mora, Sandoval und Muñiz 1775
Nach Rivera ist mehr als ein Jahrzehnt lang keine offizielle Expedition in die Gegend bekannt. Private Händler zogen trotzdem hin, darunter Männer aus Riveras Gruppe. Weil der Handel mit den Ute beschränkt war, hinterließen sie kaum Spuren.[2] Bekannt ist eine Reise von Pedro Mora, Gregorio Sandoval und Andrés Muñiz, die 1775 bis zum Gunnison kamen. Dort, an der Mündung des Uncompahgre, sahen sie noch die junge Pappel, in die Rivera ein Kreuz, seine Initialen und die Jahreszahl geschnitten hatte. Das weiß man aus dem Tagebuch von Escalante.[2]
Domínguez und Escalante 1776/77
Am 29. Juli 1776 verließen die Franziskaner Francisco Atanasio Domínguez und Francisco Silvestre Vélez de Escalante Santa Fe. Sie suchten einen Weg nach Monterey in Kalifornien und wollten die Völker im Norden für spätere Missionen kennenlernen.[1, 2] Zur Gruppe von zehn Männern gehörten Juan Pedro Cisneros, Alcalde mayor von Zuni, der Hauptmann a. D. Bernardo Miera y Pacheco und Joaquín Laín aus Santa Fe, Lorenzo de Olivares aus El Paso del Norte, der Dolmetscher Andrés Muñiz, sein Bruder Antonio Lucrecio Muñiz, Juan de Aguilar und Simón Luzero, ein Diener von Cisneros.[2] Miera zeichnete die erste erhaltene genaue Karte des späteren Colorado.[12] Händlerwaren durfte keiner mitnehmen; das Tagebuch hält fest, dass sich die Brüder Muñiz nicht daran hielten.[6]
Die Gruppe folgte Riveras Route über Abiquiú, den San Juan und den Dolores zum Uncompahgre-Plateau. Mitte August fand sie keinen Weg nach Westen und folgte einer Spur zu den Ute, um einen Führer zu bekommen.[1, 2] Bei den Sabuagana-Ute am North Fork des Gunnison trafen die Patres Timpanogos, auch Lagunas genannt. Zwei von ihnen, ein Mann namens Silvestre und ein Junge, den die Patres Joaquín nannten, führten sie in ihr Land.[6] Ab hier betrat die Gruppe nach Hill Land, das offenbar noch kein Europäer erkundet hatte.[2] Am 13. September erreichten sie den Green River, am 23. September die Dörfer der Timpanogos am Ostufer des Utah Lake.[2] Die Patres versprachen, im folgenden Jahr wiederzukommen und eine Mission zu gründen; dazu kam es nie.[2]
Am 5. Oktober verließ ihr Führer aus der Gegend des Utah Lake, der Laguna José María, die Gruppe ohne Abschied. Nach dem Tagebuch war er bedrückt, weil es immer weiter von seinem Land wegging, und ein Streit zwischen Cisneros und seinem Diener Simón Luzero in der Nacht davor hatte ihn erschreckt. Am 6. und 7. Oktober hielt Schnee die Gruppe fest.[2, 6] Am 8. Oktober beschlossen die Patres, Monterey aufzugeben (den Eintrag zitiert die Seite zum Old Spanish Trail), weil sie fürchteten, die Pässe würden lange vor ihrer Ankunft zugeschneit sein.[2, 6] Miera, Laín und Muñiz wollten weiter nach Monterey. Am 11. Oktober ließen die Patres deshalb das Los entscheiden, ein Los für Monterey, eines für den Rückweg über das Land der Cosnina.[6]
Danach warfen wir die Lose, und es kam das von Cosnina heraus. Diesen Weg nahmen nun alle an, Gott sei Dank einig und zufrieden.
Einen Monat lang suchte die Gruppe in den Cañons eine Furt über den Colorado. Am 7. November 1776 fand sie eine Stelle etwa 30 Meilen unterhalb der Mündung des San Juan, die später Crossing of the Fathers hieß.[2, 6] Armijos Männer bauten 1829 die Stufen aus, die Domínguez und Escalante in die Felswand geschlagen hatten. Seit dem Bau des Glen-Canyon-Damms, begonnen 1956, liegt die Furt unter dem Lake Powell.[1]
Am 16. November erreichten die Patres Oraibi, das erste der Dörfer der Hopi, die die Spanier Moqui nannten. Die Hopi gaben ihnen Lebensmittel und halfen ihnen weiter, wollten aber über nichts anderes verhandeln: Sie wollten Freunde der Spanier sein, aber keine Christen.[2, 6] Nach zwei bis drei Wochen in Zuni ging es über Acoma, Laguna, Isleta, Albuquerque, Sandía und Santo Domingo zurück; am 2. Januar 1777 war die Gruppe wieder in Santa Fe und legte am Tag darauf ihr Tagebuch vor.[2, 6] Einen Weg nach Kalifornien hatte die Expedition nicht gefunden. Hill hält ihr zugute, dass sie einen großen Teil des Inneren zum ersten Mal für Europäer erkundete und die Völker am Utah Lake und am Sevier zu Freunden der Spanier machte.[2]
Von Westen her hatte der Franziskaner Francisco Garcés ab 1774 Teile des späteren Trails erkundet. Er zog von den Yuma-Dörfern am Gila zu den Mojave am Colorado, die ihm vier Führer mitgaben, und gelangte auf indigenen Pfaden durch die Mojave-Wüste zur Mission San Gabriel.[1] Im Oktober 1776 gab den Patres unterwegs ein Einheimischer zu verstehen, er habe von der Reise von Garcés gehört.[6]

Anza 1779: der Feldzug gegen Cuerno Verde
Juan Bautista de Anza war kurz zuvor zum Gouverneur von New Mexico ernannt worden.[2] Die Comanche unter Cuerno Verde (Grünes Horn) hatten die spanische Provinz immer wieder angegriffen; nach Anzas Tagebuch hasste Cuerno Verde die Spanier, seit sein Vater im Kampf gegen sie gefallen war.[2, 8] Anza wählte eine andere Route als alle früheren Feldzüge, um nicht zu früh entdeckt zu werden, und zog durch das San Luis Valley, das vor ihm nach Hill kein Europäer durchquert hatte.[2]
Am 15. August 1779 verließ er Santa Fe. Die Zahl seiner Leute geben die Quellen verschieden an: Das Tagebuch nennt 600 Mann aus Soldaten, Milizen und indigenen Hilfstruppen, Hill und History Colorado 645, die Einführung von Web de Anza 800 Männer und fast 2.500 Pferde, ihre Tagesübersicht dagegen 600 Mann.[2, 7, 10, 12] Am 20. August stießen am Río de los Conejos 200 Ute und Apachen dazu.[2, 10] Am 23. August lagerte Anza am Río del Norte, dem heutigen Rio Grande, und notierte, was ihm Ute und drei Zivilisten über dessen Quelle erzählten.[2, 9]
Dieser Fluss mündet bekanntlich in das Nordmeer und in die Bucht von Espíritu Santo. Seine Quelle liegt fünfzehn Leguas oder etwas mehr von diesem Lagerplatz entfernt in der Sierra de la Grulla, an deren Fuß wir seit dem 17. entlangziehen ...
Eine spanische Legua rechnet Herbert S. Auerbach in seiner Ausgabe von Escalantes Tagebuch mit 2,63 Meilen, rund 4,2 Kilometern.[19] Am 24. August lagerte die Truppe an einem Sumpf, den Anza zu Ehren des Tagesheiligen des 25. August San Luis nannte; daher hat das San Luis Valley seinen Namen.[10] Über den Poncha Pass ging es zum Arkansas River und durch den South Park an den Rand der Great Plains.[10, 12] Am 3. September stellte Anza Cuerno Verde. Nach seinem Tagebuch starben Cuerno Verde, sein ältester Sohn, vier weitere Anführer, ein Mann, der nach dem Tagebuch behauptet hatte, Cuerno Verde könne nicht sterben, und zehn weitere Männer.[8] Der Ort liegt nach der Colorado Encyclopedia am Fuß des Greenhorn Mountain südlich von Pueblo, Colorado.[11] Über Taos kehrte Anza am 10. September 1779 nach Santa Fe zurück.[8, 10] 1787 schloss er mit den Comanche einen dauerhaften Frieden.[11]
Arze und García 1813: Handel und versklavte Menschen
Nach Anza ist bis zum Ende der spanischen Herrschaft keine offizielle Expedition nach Nordwesten bekannt.[2] Händler zogen weiter zu den Ute. 1805 schrieb Gouverneur Joaquín del Real Alencaster über Manuel Mestas, er sei 70 Jahre alt und diene seit etwa fünfzig Jahren als Dolmetscher bei den Ute.[2]
Am 16. März 1813 brachen sieben Männer unter Mauricio Arze und Lagos García in Abiquiú zu einer Handelsreise auf, am 12. Juli waren sie zurück. Bekannt ist die Reise aus einem Dokument im Archiv der spanischen Provinz New Mexico: Der Gouverneur ließ die Männer vorladen, und vom 6. bis 10. September 1813 machten fünf von ihnen vor Manuel García, dem Alcalde von Santa Cruz de la Cañada, beeidete Aussagen.[2] Nach diesen Aussagen boten die Timpanogos am Utah Lake nur versklavte Menschen zum Kauf an, wie sie es schon bei anderen Gelegenheiten getan hätten; Hill schränkt ein, das gelte nur, wenn man den Aussagen der Spanier glauben könne. Als die Händler ablehnten, töteten einige Timpanogos acht Pferde und ein Maultier.[2] Bei den "bärtigen Yutas" westlich des Sevier River wurden die Händler mit Waffen empfangen. Sie belauschten einen Plan, sie zu töten, und flohen.[2] An der Rancheria des Guasache am Colorado kauften sie schließlich zwölf Menschen, die ihnen als Sklaven angeboten wurden, um nicht noch einmal einen Schaden wie den ersten zu erleiden; dazu kamen 109 Felle.[2] In einer Felswand am Colorado Wash bei Moore in Utah sollen nach der NPS-Studie Namen eingeritzt sein, darunter "M. Arze 1812", die Jahreszahl mit Fragezeichen; als Beleg nennt die Studie die Crampton Collection.[1]

Armijo 1829/30: vom Erkunden zum Handel
1821 wurde Mexiko unabhängig, und die spanischen Handelsbeschränkungen fielen weg.[1] Im November 1829 brach Antonio Armijo mit 60 Männern in Abiquiú auf, nach der NPS-Studie am 6., nach Hill am 7. November.[1, 3] Er überquerte den Colorado an der Crossing of the Fathers, folgte etwa der heutigen Grenze zwischen Arizona und Utah bis zum Virgin River und erreichte Ende Januar 1830 die Mission San Gabriel bei Los Angeles.[1] Hill hielt 1921 Armijos "Rio Severo" noch für den Sevier River; nach der NPS-Studie zog Armijo aber am Virgin River entlang.[1, 3] Am 25. April 1830 war er zurück in New Mexico. Seine Reise eröffnete den Handel auf dem Old Spanish Trail.[1, 3]
Um den 1. Januar 1830 fehlte ein Kundschafter, Rafael Rivera; mehrere Tage lang suchte die Gruppe nach ihm. Am 7. Januar kam er ins Lager und berichtete, er habe die Furt untersucht, an der er im Jahr zuvor auf dem Weg nach Sonora den Fluss überquert habe.[3]
Was folgte für die Völker entlang der Wege?
Die Expeditionen zogen durch das Land der Ute, der Paiute, der Navajo, der Hopi und der Mojave.[1, 2] Immer wieder waren sie auf indigene Führer angewiesen: Rivera folgte einem Ute zu den Silberadern, Domínguez und Escalante zwei Timpanogos, Garcés vier Mojave.[1, 2, 4] Nach 1776 zogen Händler aus New Mexico weiter bis zum Utah Lake.[2] Zum Handel gehörten auch Menschen. Die Gruppe um Arze kaufte 1813 zwölf versklavte Menschen, und 1851 wurden in Utah Händler aus New Mexico um Pedro León Luján festgenommen; ein Bundesgericht verurteilte sie wegen Handels ohne Lizenz und befreite eine Frau der Paiute und Kinder.[2, 16]
Tagebücher und Ausgaben
Das Tagebuch von Domínguez und Escalante unterschrieben beide, geschrieben hat es nach Hill wohl Escalante.[2] Eine englische Übersetzung von W. R. Harris aus dem Jahr 1909 hielt Hill für praktisch wertlos.[2] Auerbach übersetzte das Tagebuch 1943 neu, das Early Americas Digital Archive bietet den spanischen Text mit der Übersetzung von Herbert E. Bolton aus dem Jahr 1950. Eine vollständige neue Übersetzung aus den Handschriften legte Ted Warner 1976 vor.[6, 19] Anzas Tagebuch liegt im Archivo General de México; Web de Anza veröffentlicht die spanische Fassung und die Übersetzung von Edgar Bledsoe.[2, 10] Armijos Reisebeschreibung erschien 1830 im amtlichen Blatt der mexikanischen Regierung und 1835 in Paris.[3]
Karte
Santa Fe und Abiquiú waren die Ausgangsorte der Expeditionen. Provo steht für die Dörfer der Timpanogos am Ostufer des Utah Lake, wo Domínguez und Escalante im September 1776 ankamen. Die Koordinaten stammen vom U.S. Census Bureau.[2, 17, 18]
- 1Santa Fe 35,66° N, 105,98° W[17]
- 2Abiquiú 36,20° N, 106,32° W[17]
- 3Provo am Ostufer des Utah Lake 40,25° N, 111,65° W[18]
Zeitleiste
- 1765Juan Antonio María de Rivera reist zweimal ins Land der Ute, im Herbst bis zum Gunnison River.[4, 5]
- 1775Pedro Mora, Gregorio Sandoval und Andrés Muñiz ziehen zum Handel bis zum Gunnison River.[2]
- 29.07.1776Domínguez und Escalante verlassen mit acht Begleitern Santa Fe.[2]
- 23.09.1776Die Gruppe erreicht die Timpanogos am Utah Lake.[2]
- 11.10.1776Ein Los entscheidet für den Rückweg über das Land der Cosnina statt für Monterey.[6]
- 07.11.1776Domínguez und Escalante überqueren den Colorado an der späteren Crossing of the Fathers.[2, 6]
- 02.01.1777Domínguez und Escalante sind zurück in Santa Fe.[2, 6]
- 15.08.1779Gouverneur Juan Bautista de Anza zieht von Santa Fe gegen die Comanche.[2, 10]
- 03.09.1779Anzas Truppen töten den Comanche-Anführer Cuerno Verde.[8, 10] Comanche
- 1787Anza schließt einen dauerhaften Frieden mit den Comanche.[11] Comanche
- 16.03.1813Mauricio Arze und Lagos García brechen in Abiquiú zum Handel mit den Ute auf.[2]
- November 1829Antonio Armijo bricht mit 60 Männern zur ersten Handelskarawane nach Kalifornien auf.[1, 3] Old Spanish Trail
Mythos und Wahrheit
Mythos und Wahrheit
Mythos
Spanische Entdecker legten den Old Spanish Trail nach Kalifornien an.
Was belegt ist
Die spanischen Expeditionen von 1765 bis 1779 führten ins Land der Ute, ins Große Becken und gegen die Comanche, einen Weg nach Kalifornien fanden sie nicht. Die erste Handelskarawane zog erst 1829/30 unter Antonio Armijo, als New Mexico zu Mexiko gehörte. Hill nannte 1930 nur den Weg zu den Ute den eigentlichen Old Spanish Trail.[1, 2]
Mythos und Wahrheit
Häufige Fragen
Wer leitete die erste offizielle Expedition ins Land der Ute?
Juan Antonio María de Rivera im Jahr 1765. Im Auftrag von Gouverneur Tomás Vélez Cachupín reiste er zweimal in den Westen des heutigen Colorado, zuerst auf der Suche nach Silber, dann in Richtung Colorado River.
Was war das Ziel von Domínguez und Escalante?
Die beiden Franziskaner suchten 1776 einen Landweg von Santa Fe nach Monterey in Kalifornien und wollten die Völker im Norden für spätere Missionen kennenlernen. Sie kamen bis zum Utah Lake und zum Sevier River, kehrten dann über die Dörfer der Hopi und Zuni zurück und waren am 2. Januar 1777 wieder in Santa Fe.
Warum kehrten Domínguez und Escalante um?
Anfang Oktober 1776 hatte sie ihr Führer verlassen, Schnee hielt sie fest, und die Vorräte gingen zur Neige. Am 8. Oktober gaben die Patres Monterey auf, am 11. Oktober bestätigte ein Los den Rückweg über das Land der Cosnina.
Was ist die Crossing of the Fathers?
Eine Furt über den Colorado etwa 30 Meilen unterhalb der Mündung des San Juan. Domínguez und Escalante überquerten den Fluss dort am 7. November 1776, Armijo 1829. Seit dem Bau des Glen-Canyon-Damms liegt die Furt unter dem Lake Powell.
Wer war Cuerno Verde?
Ein Anführer der Comanche, der die spanische Provinz New Mexico immer wieder angriff. Truppen von Gouverneur Juan Bautista de Anza töteten ihn am 3. September 1779 am Fuß des Greenhorn Mountain im heutigen Colorado; 1787 schloss Anza mit den Comanche Frieden.
Sind die Tagebücher der Expeditionen erhalten?
Ja. Das Tagebuch von Domínguez und Escalante liegt in mehreren Ausgaben vor, Anzas Tagebuch veröffentlicht Web de Anza. Riveras Tagebücher galten 1930 noch als verloren; inzwischen gibt es eine Ausgabe mit englischer Übersetzung von 2016.
Quellen
- Amtliche Stelle Old Spanish Trail: National Historic Trail Feasibility Study and Environmental Assessment, mit Appendix B Expedition Chronology. National Park Service, U.S. Department of the Interior (Volltext bei archive.org). Stand Juli 2001. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Joseph J. Hill: Spanish and Mexican Exploration and Trade Northwest from New Mexico into the Great Basin, 1765 bis 1853, Utah Historical Quarterly 3, Nr. 1, S. 3 bis 23. Utah State Historical Society (Digitalisat bei archive.org). Stand Januar 1930. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Joseph J. Hill: The Old Spanish Trail. A Study of Spanish and Mexican Trade and Exploration Northwest from New Mexico to the Great Basin and California, Hispanic American Historical Review 4, Nr. 3, S. 444 bis 473. Hispanic American Historical Review (Sonderdruck der Bancroft Library bei archive.org). Stand August 1921. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Steven G. Baker: Juan Antonio María de Rivera. Colorado Encyclopedia. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Thomas G. Alexander: The Rivera Expedition (aus Utah, The Right Place). Utah Department of Cultural and Community Engagement, History to Go. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Itinerary and diary of Francisco Atanasio Domínguez and Francisco Silvestre Vélez de Escalante (spanischer Text und englische Übersetzung nach Bolton 1950). Early Americas Digital Archive, University of Maryland; Edition Jarom McDonald. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Diary of Juan de Anza 1779, Introduction (Einträge vom 15. bis 31. August, Übersetzung Edgar Bledsoe, hg. Ronald E. Kessler und Donald T. Garate). Web de Anza, Center for Advanced Technology in Education, University of Oregon. Stand 1998 bis 2022. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Diary of Juan de Anza 1779, September (Übersetzung Edgar Bledsoe, hg. Ronald E. Kessler und Donald T. Garate). Web de Anza, Center for Advanced Technology in Education, University of Oregon. Stand 1998 bis 2022. abgerufen am 25.10.2026
- Primärquelle Diario of Anza 1779 Spanish (spanische Transkription, Einträge im August). Web de Anza, Center for Advanced Technology in Education, University of Oregon. Stand 1998 bis 2022. abgerufen am 25.10.2026
- 1779 Comanche Campaign: Diary of Governor Juan Bautista de Anza, Einführung und Tagesübersicht. Web de Anza, Center for Advanced Technology in Education, University of Oregon. Stand 1998 bis 2022. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Richard Carrillo: Spanish Exploration in Southeastern Colorado, 1590 bis 1790. Colorado Encyclopedia. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Museum Colorado Hispanic / Latino Historical Overview. History Colorado. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Francisco Vazquez de Coronado. National Park Service, Coronado National Memorial. Stand 02.08.2025. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle Acoma Pueblo: Ancient City in the Sky. National Park Service. Stand 21.06.2023. abgerufen am 25.10.2026
- Nachschlagewerk Indigenous peoples of the American Southwest: Cultural continuity and change. Encyclopaedia Britannica, Laura Thompson und Britannica Editors. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Archiv The Trial of Don Pedro León Luján (Ausstellung This Abominable Slavery). J. Willard Marriott Library, University of Utah. Stand ohne Datum. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2023 Gazetteer Files: Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2023. abgerufen am 25.10.2026
- Amtliche Stelle 2023 Gazetteer Files: Places, Utah. U.S. Census Bureau. Stand 2023. abgerufen am 25.10.2026
- Fachaufsatz Herbert S. Auerbach: Father Escalante's Journal with Related Documents and Maps, Utah Historical Quarterly 11. Utah State Historical Society (Digitalisat bei archive.org). Stand 1943. abgerufen am 25.10.2026
Fehler entdeckt? Hinweis an die Redaktion. Jeder Hinweis wird an der Quelle geprüft.
Markus Roth Autor und Redakteur
Markus Roth lebt in Berlin und schreibt seit 2018 für Wikipedia. Seine Schwerpunkte sind Geschichte und Wissenschaft; für Wilder-Westen.org schreibt er über Verkehr, Wirtschaft und das Leben im Südwesten.
Passt dazu

GeschichteTrails des Wilden WestensAuf den Trails des Wilden Westens zogen Siedler, Händler, Postreiter und Rinderherden.

Cowboys und AlltagCowboys und AlltagWie Cowboys, Siedler und Stadtleute im Wilden Westen arbeiteten, wohnten und aßen.