Indigene Völker NordamerikasVolk
Hopi
Kurz erklärt Die Hopi sind eine indigene Nation im Nordosten Arizonas und die westlichste Gruppe der Pueblo-Völker. Ihr Reservat umfasst mehr als 1,5 Millionen Acres mit zwölf Dörfern auf drei Mesas, Sitz der Regierung ist Kykotsmovi. Die Nation zählte im April 2023 laut ihrer Entwicklungsstrategie etwa 14.498 eingetragene Mitglieder; im Reservat leben nach der Census-Schätzung für 2018 bis 2022 7.895 Menschen.

Die Hopi sind eine indigene Nation im Nordosten Arizonas. Ihr Reservat liegt in den Counties Coconino und Navajo, umfasst mehr als 1,5 Millionen Acres (über 6.000 Quadratkilometer) und besteht aus zwölf Dörfern auf drei Mesas.[1] Britannica zählt die Hopi zu den Pueblo-Völkern, als deren westlichste Gruppe am Rand der Painted Desert.[7]
Im Deutschen werden die Hopi oft "Hopi-Indianer" genannt; zum Wort selbst steht mehr auf der Seite Darf man "Indianer" sagen?.
Wie nennen sich die Hopi, und wo liegt ihr Land?
Die Nation nennt sich selbst Hopi, ihr Heimatland Hopitutskwa. Auf ihrer Website schreibt die Hopi Tribe, die Hopi lebten seit undenklichen Zeiten in Hopitutskwa.[1] In amtlichen Texten der USA hießen die Hopi im 19. Jahrhundert Moqui: So nennt sie die Verfügung von Präsident Chester A. Arthur, die 1882 ihr Reservat schuf.[13] Ihr offizieller Name in der Liste des Bureau of Indian Affairs vom 30. Januar 2026 lautet "Hopi Tribe of Arizona".[6]
Die Dörfer liegen laut Inter Tribal Council of Arizona am Fuß und auf der Höhe von drei Mesas, die wie Finger einer Hand nach Süden aus der großen Black Mesa ragen. Jedes Dorf hat eine eigene Regierung, die Gesetze für die ganze Nation macht der Hopi Tribal Council.[9] Zur Nation gehören auch die Tewa auf der First Mesa: Wer eingetragenes Mitglied werden will, braucht laut Satzung mindestens ein Viertel Abstammung von Hopi, Tewa oder beiden zusammen.[4, 9]
| Lage | Dörfer | bekannt für (laut ITCA) |
|---|---|---|
| First Mesa | Walpi, Sichomovi und Tewa auf der Mesa, Polacca am Fuß[9] | Keramik[9] |
| Second Mesa | Shungopavi, Sipaulovi, Mishongnovi[9] | gewendelte Korbflechterei[9] |
| Third Mesa | Kykotsmovi, Old Oraibi, Bacavi, Hotevilla[9] | geflochtene Körbe, Weberei, Schnitzen von Katsina-Figuren, Silberschmiedekunst[9] |
| weiter westlich | Upper Moenkopi und Lower Moenkopi[2, 9] | einst Felddorf von Old Oraibi[9] |
Woher kommen die Hopi?
Nach eigener Überlieferung haben die Hopi seit undenklichen Zeiten einen heiligen Bund mit Maasaw, dem Hüter der Erde, und leben danach als friedliche, bescheidene Bauern, die das Land achten.[1] Britannica gibt eine Ursprungsüberlieferung wieder, nach der die Vorfahren durch unterirdische Räume nach oben stiegen und an vielen Orten lebten, bevor sie in dieser, der Vierten Welt, ihre heutigen Dörfer erreichten. Nach einer weiteren Überlieferung, die das Inter Tribal Council of Arizona nennt, wanderten die Hopi aus dem Süden nach Norden ins heutige Arizona.[7, 9]
Die Forschung hält die Hopi wie die anderen Pueblo-Völker für Nachfahren der Ancestral Pueblo (früher Anasazi genannt), die die Hopi Hisatsinom nennen, "die alten Leute". Archäologen haben laut Britannica gezeigt, dass verlassene Pueblos wie Sikyatki und Awatovi einst von Hopi bewohnt waren.[7] Old Oraibi auf der Third Mesa besteht nach Angaben der University of Arizona seit etwa 1150 und gilt dort als ältestes durchgehend bewohntes Dorf der USA; der Inter Tribal Council of Arizona nennt es das älteste Nordamerikas.[8, 9] Für Awatovi nennt der National Park Service zwei Alter: Bei der Ankunft der Spanier 1540 sei das Dorf mehr als 300 Jahre alt gewesen (Seite von 2021) oder etwa 450 Jahre (Survey of Historic Sites).[10, 11]
Mythos und Wahrheit
Mythos
Die Hopi hätten auf ihren Mesas abseits der Konflikte des Wilden Westens gelebt.
Was belegt ist
Der Staat griff tief ein: Im Dezember 1890 holten Soldaten laut National Park Service 104 Kinder aus Orayvi in die Schule von Keams Canyon, im November 1894 nahmen Truppen 19 Männer aus Orayvi fest, die im September 1895 nach fast einem Jahr Haft auf Alcatraz heimkehrten.[12]
Gesellschaft und Familie
Die Gesellschaft der Hopi ist nach Clans geordnet, die Abstammung zählt über die Mutter.[7, 8] Ein Dorf hatte laut Britannica traditionell zwei Dutzend oder mehr dieser Clans, die zu größeren Gruppen zusammengeschlossen waren. Ein Ehemann zog traditionell in den Haushalt seiner Schwiegermutter.[7] In den älteren Dörfern stehen die Clans nach der Reihenfolge, in der sie ankamen, in einer festen Ordnung; Dörfer und Clanführer leiten daraus ihre Rechte am Land ab. Der Bärenclan gilt laut University of Arizona in mehreren Dörfern als erster und ranghöchster Clan, sein männliches Oberhaupt ist als Kikmongwi der Dorfvorsteher.[8]
Die Dörfer bestimmen ihre Abgeordneten im Tribal Council unterschiedlich: Bei einigen ernennt der Kikmongwi sie, andere wählen sie.[2] Traditionelle Häuser waren nach der Beschreibung der University of Arizona aus Lehm und Stein gebaut, mit flachen Dächern und mehreren Ebenen, die über Leitern erreichbar waren.[8]

Wirtschaft und Ernährung
Die Hopi leben in einem hoch gelegenen, trockenen Land und haben dafür eine eigene Form des Trockenfeldbaus entwickelt. Statt die Felder zu pflügen, setzen traditionelle Bauern laut Inter Tribal Council of Arizona in Abständen Windschutze, die Boden, Schnee und Feuchtigkeit halten; so wachsen Mais, Bohnen, Kürbisse und Melonen.[9] Mais war laut Britannica die wichtigste Frucht. Nach der spanischen Kolonisierung kam die Schafhaltung hinzu.[7]

Die Spanier brachten laut National Park Service auch Werkzeuge aus Eisen, Schafe, Pfirsiche und Weizen nach Awatovi; die Hopi nahmen die neuen Pflanzen in ihre Ernährung auf.[10] Die Arbeit war traditionell geteilt: Männer bestellten die Felder, hüteten die Herden, bauten die Häuser und webten Kleidung und Decken, Frauen machten Körbe und Keramik, versorgten Kinder und Alte und brachten Wasser und Maismehl ins Haus.[7]
Bekannt sind die Hopi laut University of Arizona für Keramik, Malerei, Weberei und Schnitzarbeiten; mehr zum Thema steht auf der Seite Kunsthandwerk.[8]
Glaube
Kultur, Sprache und Religion haben die Hopi nach Angaben ihrer Nation trotz aller Einflüsse von außen bewahrt.[1] Laut Britannica gehört die Katsina-Religion (oft Kachina geschrieben) zum Glauben der Hopi; Mädchen und Jungen werden mit etwa sechs Jahren in sie aufgenommen. Den Kern des Zeremonienlebens bilden nach Britannica die Maiszeremonien im Sommer und fortlaufende Gebete um Regen. Britannica nennt außerdem den Schlangentanz Ende August, von dem Außenstehende nur einen kurzen Teil sehen, weil der größte Teil in den Kivas stattfindet, und die Wintersonnwendfeier Soyal.[7] Laut Inter Tribal Council of Arizona werden Tänze, darunter Katsina-Tänze, bis heute aufgeführt.[9] Auf der Startseite der Hopi Tribe steht eine öffentliche Bekanntmachung zum Schlangentanz 2026.[1]
Viele Zeremonien sind nicht für Außenstehende bestimmt. Das Hopi Cultural Preservation Office beklagt, dass Fremde Erzählungen ohne Erlaubnis veröffentlicht, Musik von Zeremonien aufgenommen und verkauft, die Kleidung von Zeremonientänzern ohne Zustimmung fotografiert und verkauft und Katsina-Figuren nachgemacht haben. Die Hopi glauben laut Amt, dass Zeremonien allen Menschen dienen, aber nur, wenn sie richtig ausgeführt und geschützt werden.[3] Besucher dürfen nach Angaben des Inter Tribal Council of Arizona viele öffentliche Tänze sehen, Fotografieren, Aufnehmen und Zeichnen von Dörfern und Zeremonien ist aber streng verboten; welche Zeremonie offen ist, sagt jedes Dorf selbst.[9]
Eine römisch-katholische Kirche gibt es auf Hopi-Land laut National Park Service seit der Zerstörung von Awatovi nicht mehr; dort hatten Franziskaner 1629 eine Missionskirche gegründet.[10]
Spanier, Missionen und der Pueblo-Aufstand
Im Jahr 1540 zog die Expedition von Francisco Vázquez de Coronado nach Norden, laut National Park Service mit mehr als 300 Spaniern, 1.300 Menschen aus Mexiko sowie indigenen und afrikanischen Sklaven. Eine Woche nach der Einnahme der Zuni-Stadt Hawikuh schickte Coronado Pedro de Tovar mit 17 Reitern und einigen Fußsoldaten zu den Hopi-Dörfern. In Awatovi kam es zu einem kurzen Gefecht, dann boten die Bewohner Geschenke an: Stoffe, Felle, Türkis und Mais.[10, 11] Danach kamen Spanier nur selten, darunter Antonio de Espejo 1583 und Juan de Oñate 1598 und 1605.[11]
Wie Coronado zuvor bei den Zuni vorging, steht auf der Seite Zuni.
Erst 1629 begann die Mission. In Awatovi lebten 1664 laut National Park Service rund 900 christliche Hopi, andere Dörfer lehnten die Missionare ab. Beim Pueblo-Aufstand von 1680 töteten die Hopi die Patres und rissen die Kirche von Awatovi nieder.[10] Als die Spanier 1692 zurückkehrten, schworen die Hopi dem spanischen König erneut Treue.[11] Laut der NPS-Seite von 2021 luden die Hopi die Spanier ein, die Mission neu zu gründen; nach dem Survey of Historic Sites baten 1699 Christen unter den Hopi, wahrscheinlich aus Awatovi, in Santa Fe um Missionare.[10, 11] Daraufhin zerstörten andere Hopi das Dorf, laut Survey of Historic Sites gegen Ende 1700, laut der neueren NPS-Seite 1701; die Männer wurden getötet, Frauen und Kinder auf die anderen Dörfer verteilt. Die Felder um Awatovi bestellen laut NPS heute Nachfahren der Überlebenden.[10, 11] Spanische Versuche, die Hopi danach zurückzugewinnen, scheiterten.[10]
Die Hopi im 19. Jahrhundert
Am 16. Dezember 1882 entzog Präsident Chester A. Arthur ein Rechteck zwischen dem 110. und 111. westlichen Längengrad und dem 35. Grad 30 Minuten und 36. Grad 30 Minuten nördlicher Breite der Besiedlung. Das Land war nach dem Wortlaut des Erlasses, hier von der Redaktion übersetzt, zur Nutzung und Bewohnung durch "die Moqui und solche anderen Indianer" bestimmt, die der Innenminister dort ansiedeln würde; die Liste bei Kappler gibt die Fläche mit 3.863 Quadratmeilen an.[13]
Im selben Jahrzehnt begann der Druck auf die Kinder. 1887 eröffnete die Regierung die erste Schule in Keams Canyon; viele Eltern weigerten sich, ihre Kinder in die weit entfernte, überfüllte Einrichtung zu schicken. Im Dezember 1890 holten Soldaten mit Zwang 104 Kinder aus Orayvi (Oraibi) für die Schule.[12] Im Januar 1894 ließ der Agent die Ausgabe der jährlichen Güter an die Dörfer der Second Mesa stoppen, um die Eltern unter Druck zu setzen, bei zwei Fuß Schnee und 17 Grad Fahrenheit unter null.[12]
Mehr zu dieser Politik steht auf der Seite Internatsschulen.
Die Beamten teilten die Bewohner von Orayvi in "Friendlies" und "Hostiles" ein. Die Historikerin Wendy Holliday vom Hopi Cultural Preservation Office hält diese Einteilung für falsch: Fast alle Hopi lehnten die Versuche ab, ihre Kultur auszulöschen, auch die "Friendlies" wehrten sich gegen die Aufteilung des Landes, und viele schickten ihre Kinder nur aus Not zur Schule.[12] Im Herbst 1894 bestellten Männer der "Hostiles" bei Moenkopi Felder, die einst ihren Clans gehört hatten. Am 25. November 1894 kamen Truppen nach Orayvi und nahmen 19 Männer fest, darunter Lomahongewma, Heevi'ima und Yukiwma.[12]
Die Männer kamen über Fort Defiance nach Alcatraz in der Bucht von San Francisco. Der San Francisco Call meldete am 4. Januar 1895 unter der Überschrift "A Batch of Apaches" ihre Ankunft und hielt sie für Apachen. Im September 1895 kehrten sie nach fast einem Jahr Haft zurück.[12]
Der Streit in Orayvi endete 1906 mit der Spaltung des Dorfes: "Traditionelle" Hopi verließen Orayvi und gründeten Hotevilla, einige kehrten zurück und zogen später nach Bacavi. Der Anthropologe Peter M. Whiteley deutet die Spaltung anhand von Aussagen Hopi-Befragter als geplanten Umsturz, an dem Anführer beider Lager beteiligt waren.[14]
- 1540Pedro de Tovar erreicht mit einem Trupp der Coronado-Expedition das Hopi-Dorf Awatovi.[10, 11]
- 1629Franziskaner gründen in Awatovi eine Missionskirche.[10]
- 1680Beim Pueblo-Aufstand töten die Hopi die Missionare und reißen die Kirche von Awatovi nieder.[10] Pueblo-Völker
- 1700Andere Hopi zerstören Awatovi, das wieder Missionare aufgenommen hatte (gegen Ende 1700 oder 1701, je nach NPS-Seite).[10, 11]
- 16.12.1882Präsident Chester A. Arthur schafft per Verfügung das Reservat der Moqui (Hopi).[13]
- 1887In Keams Canyon eröffnet die erste Regierungsschule für Hopi-Kinder.[12]
- Dezember 1890Soldaten holen 104 Kinder aus Orayvi in die Schule von Keams Canyon.[12]
- 25.11.1894Truppen nehmen in Orayvi 19 Männer fest, die im September 1895 nach fast einem Jahr Haft auf Alcatraz heimkehren.[12]
- 1906Die Spaltung von Orayvi führt zur Gründung von Hotevilla, später entsteht Bacavi.[14]
- 19.12.1936Die Hopi geben sich eine Verfassung und gründen den Hopi Tribal Council.[2]
- 1974Der Navajo-Hopi Settlement Act teilt umstrittenes Land; bis 2017 werden 3.660 Navajo-Familien und 27 Hopi-Familien umgesiedelt.[8, 15] Navajo
- 21.10.2026Die Hopi Tribe ruft wegen Sturzfluten den Notstand für das Reservat aus.[5]
Reservat und Landstreit mit den Navajo
Grundlage des Reservats ist die Verfügung von 1882, eine Anordnung des Präsidenten, die das Land auch für "andere Indianer" (Übersetzung der Redaktion) öffnete, die der Innenminister dort ansiedeln würde.[13] Als wichtigste Folge der spanischen und später amerikanischen Kolonisierung nennt Britannica den Landstreit mit den benachbarten Navajo.[7] Die University of Arizona spricht von einer langen Geschichte von Konflikten um Land zwischen den beiden Nationen.[8]
Der Navajo-Hopi Settlement Act von 1974 teilte das umstrittene Land zwischen den beiden Nationen auf. Wer auf der falschen Seite der Trennlinie lebte, musste umziehen.[8] Der Kongress rechnete laut Government Accountability Office mit 1.000 Familien in weniger als fünf Jahren. Bis Dezember 2017 hatten das Office of Navajo and Hopi Indian Relocation und sein Vorgänger 3.660 Navajo-Familien und 27 Hopi-Familien umgesiedelt; ursprünglich sollte die Umsiedlung 1986 abgeschlossen sein.[15] Heute umfasst das Reservat laut Inter Tribal Council of Arizona 1.542.306 Acres.[9]
Die Hopi heute
Am 19. Dezember 1936 gaben sich die Hopi eine Verfassung und gründeten damit den Hopi Tribal Council, der die Nation gegenüber Bund, Staat und anderen Nationen vertritt.[2] Die Hopi Tribe beschreibt ihre Regierung als Einkammersystem, in dem alle Macht beim Rat liegt, während Chairman, Vice Chairman und Gerichte nur begrenzte Befugnisse haben.[2]
Der Rat hat 22 Abgeordnete aus Upper Moenkopi, Bacavi, Kykotsmovi, Sipaulovi, den First Mesa Consolidated Villages (Walpi, Sichomovi und Tewa) und Mishongnovi; Shungopavi, Oraibi, Hotevilla und Lower Moenkopi haben derzeit keinen Vertreter. Die Amtszeit beträgt zwei Jahre.[2] Sitz der Regierung ist Kykotsmovi unterhalb der Third Mesa.[8] Chairman ist Lamar B. Keevama, Vice Chairman Mikah H. Kewanimptewa Sr.[5]
Wer eingetragenes Mitglied der Hopi Tribe wird, regelt Artikel II der Verfassung: Grundlage ist die Mitgliederliste vom 31. Dezember 1937, dazu kommen mindestens ein Viertel Abstammung von Hopi oder Tewa und das Verbot, zugleich Mitglied einer anderen Nation zu sein.[4] Die Entwicklungsstrategie der Hopi Tribe nennt für April 2023 etwa 14.498 eingetragene Mitglieder, die im Reservat und außerhalb leben; die Zahl umfasst auch Mitglieder, die nicht im Reservat wohnen.[17] Für das Reservat mit den zugehörigen Treuhandflächen schätzt der American Community Survey des Census Bureau für 2018 bis 2022 eine Bevölkerung von 7.895, so die University of Arizona.[8]

Die Sprache Hopi gehört laut Britannica zur nördlichen Gruppe der uto-aztekischen Sprachen.[7] Sie ist nach dem Hopilavayi-Projekt die Quelle des zeremoniellen Lebens und trägt Verwandtschaft, Clanbeziehungen und Geschichte. Viele Hopi fürchteten, die Jüngeren könnten sie verlieren; 1997 erhob das Hopi Cultural Preservation Office deshalb zum ersten Mal, wie viele Menschen Hopi fließend sprechen, und entwickelte daraus einen Plan für Unterricht in Familien, Dörfern und Schulen.[16]
Am 21. Oktober 2026 riefen Chairman und Vice Chairman wegen Sturzfluten nach tagelangem Monsunregen den Notstand für das Reservat aus. Brücken, Straßen, Häuser und Leitungen wurden beschädigt, betroffen waren unter anderem Upper Moenkopi, Hotevilla, Bacavi, Old Oraibi, Kykotsmovi, Shungopavi, Walpi und Keams Canyon.[5] Forschungsvorhaben, Veröffentlichungen und Aufnahmen auf Hopi-Land brauchen laut University of Arizona die Zustimmung des Hopi Cultural Preservation Office und des Tribal Council.[8]
Offizielle Website: The Hopi Tribe.
Bekannte Persönlichkeiten
- Loololma war 1894 Kikmongwi von Orayvi. Er schickte die Kinder seiner Anhänger zur Schule und bat den Agenten am 6. November 1894 um Soldaten.[12]
- Lomahongewma (Spider Clan) und Heevi'ima (Fire Clan) waren laut NPS Rivalen Loololmas; sie lehnten Schule und "Washingtoner Weg" ab und gehörten 1894 zu den 19 Gefangenen von Alcatraz, ebenso Yukiwma.[12]
- Lamar B. Keevama ist Chairman der Hopi Tribe; im Oktober 2026 rief er mit Vice Chairman Mikah H. Kewanimptewa Sr. den Notstand wegen der Fluten aus.[5]
Weitere Lebensläufe stehen in der Liste Bekannte indigene Persönlichkeiten.
Häufige Fragen
Wie nennen sich die Hopi selbst?
Hopi. Ihr Heimatland nennen sie Hopitutskwa. In amtlichen Texten der USA hießen sie im 19. Jahrhundert Moqui, so auch in der Verfügung, die 1882 ihr Reservat schuf.
Wo leben die Hopi heute?
Im Hopi-Reservat im Nordosten Arizonas, in den Counties Coconino und Navajo. Es hat laut Hopi Tribe zwölf Dörfer; zehn liegen an den drei Mesas, dazu kommen Upper und Lower Moenkopi weiter westlich. Sitz der Regierung ist Kykotsmovi unterhalb der Third Mesa.
Wie viele Hopi gibt es?
Die Entwicklungsstrategie der Hopi Tribe nennt für April 2023 etwa 14.498 eingetragene Mitglieder, die im Reservat und außerhalb leben. Im Reservat selbst leben nach dem American Community Survey für 2018 bis 2022 geschätzt 7.895 Menschen.
Sind die Hopi ein Pueblo-Volk?
Ja. Britannica zählt sie als westlichste Gruppe zu den Pueblo-Völkern. Ihre Sprache gehört zur nördlichen Gruppe der uto-aztekischen Sprachen. Mehr zu den anderen Pueblos steht auf der Seite Pueblo-Völker.
Was bedeutet Kachina bei den Hopi?
Die Katsina-Religion, oft Kachina geschrieben, gehört laut Britannica zum Glauben der Hopi; Kinder werden mit etwa sechs Jahren aufgenommen. Viele Zeremonien sind nicht für Außenstehende bestimmt. Den Begriff erklärt das Glossar.
Darf man bei den Hopi fotografieren?
In den Dörfern und bei Zeremonien ist Fotografieren, Aufnehmen und Zeichnen laut Inter Tribal Council of Arizona streng verboten. Welche Zeremonien Besuchern offen stehen, sagt jedes Dorf selbst.
Warum stritten Hopi und Navajo um Land?
Die University of Arizona spricht von einer langen Geschichte von Konflikten um Land zwischen beiden Nationen, Britannica nennt den Landstreit mit den Navajo als wichtigste Folge der Kolonisierung. Der Settlement Act von 1974 teilte das Land auf; bis Dezember 2017 wurden laut GAO 3.660 Navajo-Familien und 27 Hopi-Familien umgesiedelt.
Gibt es die Hopi heute noch?
Ja. Die Hopi Tribe ist eine vom Bund anerkannte Nation mit einer Verfassung von 1936, einem Tribal Council mit 22 Abgeordneten und einem Chairman.
Quellen
- Tribal Nation Welcome to the Hopi Tribe (Startseite). The Hopi Tribe. Stand 23.10.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Hopi Cultural Preservation Office. The Hopi Tribe, Department of Natural Resources. Stand 06.03.2023. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Executive Order #02-2026: Declaration of State of Emergency Due to Flooding Across the Hopi Reservation. The Hopi Tribe, Chairman und Vice Chairman. Stand 21.10.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Indian Entities Recognized by and Eligible To Receive Services From the United States Bureau of Indian Affairs, 91 FR 4102. Bureau of Indian Affairs, U.S. Department of the Interior (Federal Register). Stand 30.01.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Nachschlagewerk Hopi. Encyclopaedia Britannica, The Editors of Encyclopaedia Britannica. Stand 09.07.2026. abgerufen am 24.10.2026
- Hopi Tribe of Arizona. University of Arizona, Native American Advancement, Initiatives, and Research. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Hopi Tribe (Member Tribes). Inter Tribal Council of Arizona. Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Awatovi Ruins (Arizona). National Park Service. Stand 25.07.2021. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Explorers and Settlers: Awatovi, Survey of Historic Sites and Buildings. National Park Service. Stand 22.03.2005. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Hopi Prisoners on the Rock (Wendy Holliday, Hopi Cultural Preservation Office). National Park Service. Stand 18.01.2024. abgerufen am 24.10.2026
- Primärquelle Executive Order: Establishment of Moqui (Hopi) Reserve, 16. Dezember 1882, nach Kappler, Indian Affairs: Laws and Treaties, 1904, S. 805. The American Presidency Project, University of California, Santa Barbara. Stand 16.12.1882. abgerufen am 24.10.2026
- Fachbuch Peter M. Whiteley: Deliberate Acts: Changing Hopi Culture Through the Oraibi Split (ISBN 9780816510375). University of Arizona Press, frei zugänglich in der OAPEN Library. Stand 1988. abgerufen am 24.10.2026
- Amtliche Stelle Office of Navajo and Hopi Indian Relocation: Executive Branch and Legislative Action Needed for Closure and Transfer of Activities (GAO-18-266). U.S. Government Accountability Office. Stand 24.04.2018. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Hopilavayi Project. Hopi Cultural Preservation Office (Seite bei der Northern Arizona University). Stand ohne Datum. abgerufen am 24.10.2026
- Tribal Nation Hopi Tribe Comprehensive Economic Development Strategy (CEDS) Plan, 2023 Update. The Hopi Tribe. Stand 2023. abgerufen am 24.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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