GlossarSachgruppe

Pflanzen von A bis Z

Kurz erklärt Die Sachgruppe Pflanzen erklärt 19 Pflanzen des amerikanischen Westens von der Agave bis zur Yucca: Kakteen wie Saguaro, Opuntie und Cholla, Sträucher wie Kreosotbusch und Mesquite, Bäume wie Cottonwood und Ponderosa-Kiefer und die Gräser der Prärie. Die Einträge nennen Merkmale, oft die Herkunft des Namens und, wo es belegt ist, die Nutzung durch Menschen.

Felsiger Wüstenhang mit hohen Saguaro-Kakteen, Ocotillo-Ruten mit roten Spitzen und Opuntien zwischen Felsblöcken, dahinter eine Bergkette im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Diese Sachgruppe erklärt 19 Pflanzen und Pflanzengruppen des amerikanischen Westens von A bis Z: die Gräser der Great Plains, die Cottonwoods an den Flüssen und die Kakteen, Yuccas und Sträucher in den Wüsten des Südwestens.[14, 16, 10, 11, 20] Wie Tiere und Pflanzen die Landschaften prägen, zeigt die Seite Tiere und Pflanzen des Wilden Westens; welche Pflanzen indigene Nationen heilig nennen, steht auf der Seite Heilige Pflanzen.

Agave

Agaven sind niedrige, immergrüne Pflanzen, deren fleischige Blätter eine Rosette bilden; jedes Blatt endet in einem harten Dorn. Eine Agave blüht nur einmal und stirbt danach, weil der schnell wachsende Blütenstiel alle Kräfte der Pflanze aufbraucht. Er erscheint nach 20 bis 50 Jahren, viel früher, als der englische Name century plant (Jahrhundertpflanze) vermuten lässt.[11] In Texas wachsen laut National Park Service elf Agavenarten, drei davon im Big-Bend-Nationalpark. Am häufigsten ist dort die Lechuguilla (Agave lecheguilla), die Leitpflanze der Chihuahua-Wüste, am größten die Agave havardiana, aus deren Fasern Seile, Matten und Sandalen entstanden.[11]

Die Mescalero Apache Tribe schreibt, die Frauen hätten aus dem Herz der Mescal-Pflanze ein Grundnahrungsmittel zubereitet; deshalb nannten die Spanier das Volk Mescalero, die Leute, die Mescal essen.[12] Mescal heißt nach Merriam-Webster heute vor allem ein mexikanischer Schnaps, der aus dem gerösteten Herzstück verschiedener Agaven gebrannt wird; das Wort kommt aus dem Nahuatl.[13]

Beifuß (Sagebrush)

Big Sagebrush (Artemisia tridentata) ist nach dem National Park Service die Hauptpflanze im größten Teil der Great-Basin-Wüste. Der silbrig graugrüne Strauch wird meist 4 bis 6 Fuß (rund 1,2 bis 1,8 Meter) hoch und riecht sehr ähnlich wie Salbei, ist mit ihm aber nicht verwandt.[29] Die Gattung Artemisia heißt auf Deutsch Beifuß.[43]

Büffelgras

Büffelgras (englisch buffalograss) ist ein niedriges, ausdauerndes Gras der Prärie. Das Pflanzenblatt des US-Landwirtschaftsministeriums (USDA) führt es als Bouteloua dactyloides, ältere Werke nennen es Buchloë dactyloides.[15] Zusammen mit dem Blue Grama (Bouteloua gracilis) beherrscht es nach der Encyclopedia of the Great Plains die Kurzgrasprärie im Westen der Plains am Fuß der Rocky Mountains. Das Gebiet gehört zu den trockensten der Plains, weil die Berge den Regen abhalten.[14]

Büffelgras wird nach dem USDA 4 bis 6 Zoll (rund 10 bis 15 Zentimeter) hoch und breitet sich mit Ausläufern aus. Seine zähen, drahtigen Wurzeln reichen 4 bis 6 Fuß (rund 1,2 bis 1,8 Meter) tief und bilden eine dichte Grasnarbe. Alle Arten von Vieh weiden es ab, und auch Weißwedelhirsche, Bisons und Präriehunde fressen es.[15]

Cholla

Cholla heißen nach Merriam-Webster zahlreiche strauchige Opuntien, vor allem im Südwesten der USA und in Mexiko. Sie haben zylindrische Glieder und nadelfeine Stacheln, die zum Teil in einer papierdünnen Hülle stecken. Das Wort kam aus dem mexikanischen Spanisch, wo es Kopf bedeutet, und ist im Englischen seit 1846 belegt.[18]

Chollas heißen oft jumping cactus, und ihre Stacheln helfen bei der Vermehrung: Streift ein Tier die Pflanze, bleiben die Stacheln in der Haut stecken, und das locker sitzende Glied bricht ab. Später fällt es zu Boden und kann dort Wurzeln schlagen.[10] Im Saguaro-Nationalpark ist laut National Park Service eine der sieben Cholla-Sorten der Kaktus, dem Besucher am häufigsten begegnen.[10] Die Knospen der Cholla gehörten nach Angaben der Tohono O'odham Nation zu den wilden Pflanzen, die ihr Volk sammelte.[7]

Cottonwood

Cottonwood heißen in Nordamerika Pappeln wie die Plains Cottonwood (Populus deltoides) aus der Familie der Weidengewächse. Am Bighorn River wird sie nach dem National Park Service 60 bis 90 Fuß (rund 18 bis 27 Meter) hoch. Im Frühjahr tragen die weiblichen Bäume Samen mit seidigen Haaren, die als "cotton" im Wind treiben.[16] Im Westen keimen Cottonwoods nach Hochwassern, die andere Pflanzen wegräumen und frischen Schlamm zurücklassen. Deshalb stehen die Bäume an den Flussläufen, wo sie Schutz, Bauholz, Brennholz und Futter lieferten.[16]

In strengen Wintern bekamen Pferde und Rinder nach dem National Park Service Cottonwood zu fressen. Am Big Sandy Creek, dem Ort des Sand-Creek-Massakers von 1864, keimten die ältesten heutigen Bäume etwa 1865 bis 1885.[17]

Fasskaktus

Fasskakteen (englisch barrel cactus) gehören zur Gattung Ferocactus. Im Saguaro-Nationalpark wachsen laut National Park Service zwei Arten: der Fishhook Barrel (Ferocactus wislizeni), der dort häufig ist und gelbe Früchte trägt, und der California Barrel (Ferocactus cylindraceus), auch Fire Barrel genannt. Wie beim Saguaro dehnen sich die Falten ihrer Außenhaut wie ein Akkordeon, wenn die Pflanze nach Regen Wasser aufnimmt, und ziehen sich wieder zusammen, wenn sie davon zehrt.[10]

Das Große Siegel der Tohono O'odham Nation zeigt neben einem Saguaro und einer Opuntie auch einen Fasskaktus. Von allen dreien pflücken die O'odham nach Angaben der Nation Früchte und nutzen die Pflanzen zum Kochen und als Baumaterial.[6]

Joshua Tree

Der Joshua Tree (Yucca brevifolia) ist die Leitpflanze der Mojave-Wüste und gab dem Joshua-Tree-Nationalpark den Namen. Früher galt er als baumgroße Lilie, nach DNA-Untersuchungen gehört er zur Familie der Agaven.[19] Die meisten Joshua Trees werden höchstens etwa 40 Fuß (rund 12 Meter) hoch, seltene Riesen 50 Fuß. Im Schnitt werden sie wohl 150 Jahre alt, manche über 300; im Nationalpark stehen nach Schätzungen etwa 870.000.[19] Bestäubt wird der Joshua Tree nur von der Yuccamotte. Sie sammelt Pollen, während sie ihre Eier in die Blüte legt, und ihre Larven fressen später einen Teil der Samen.[19]

Weite Hochwüste mit vereinzelten Joshua Trees und runden grünen Kreosotbüschen auf hellem Sandboden, dahinter Granitblöcke und niedrige Berge im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Joshua Trees und Kreosotbüsche in der Mojave-Wüste Bild: KI-generiert

Den Namen gaben ihm nach dem National Park Service Mormonen Mitte des 19. Jahrhunderts: Die ausgestreckten Äste hätten sie an den biblischen Josua erinnert, der ihnen den Weg nach Westen weist. Für diese Geschichte gibt es nach derselben Seite aber kaum Belege.[19]

Kreosotbusch

Der Kreosotbusch (Larrea tridentata, englisch creosote bush) gehört nach der Pflanzendatenbank PLANTS des USDA zur Familie Zygophyllaceae und ist in den 48 zusammenhängenden Staaten heimisch.[21] In den Wüsten im Südwesten Nordamerikas ist er häufig und oft die vorherrschende Pflanze. Nach Sommerregen verströmt er einen erdigen Duft, der nach dem National Park Service für viele der Geruch der Wüste ist.[20] In die Gegend des Joshua-Tree-Nationalparks kam er erst nach dem Ende der letzten Eiszeit, vor etwa 11.000 bis 12.000 Jahren, aus der Sonora-Wüste.[20]

Nach 30 bis 90 Jahren sterben die alten Äste ab, die Krone teilt sich, und aus der Pflanze wird ein Ring von Klonen, die alle aus einem einzigen Samen stammen. Der King Clone bei Lucerne Valley misst 45 Fuß (rund 14 Meter) im Durchmesser und ist nach Radiokarbondaten und bekannten Wachstumsraten etwa 11.700 Jahre alt.[20]

Mesquite

Mesquite (Gattung Prosopis) heißen nach Merriam-Webster dornige Bäume und Sträucher aus der Familie der Hülsenfrüchtler, vor allem im Südwesten der USA. Sie bilden oft dichte Dickichte, und ihre süßen Schoten frisst das Vieh. Das Wort kam über das amerikanische Spanisch aus dem Nahuatl mizquitl und ist im Englischen seit 1759 belegt.[23] Die Tohono O'odham sammelten nach Angaben der Nation Mesquiteschoten.[7] Im Saguaro-Nationalpark fand man Wurzeln der Velvet Mesquite (Prosopis velutina) in 190 bis 200 Fuß (rund 58 bis 61 Meter) Tiefe; tiefer wurzelt laut National Park Service keine andere Pflanze der Gegend.[24]

In Texas kommen nach dem Handbook of Texas vier Arten vor. Ursprünglich wuchs Mesquite dort nur an Bächen und Flüssen und in lichten Hainen; 1995 bedeckte er etwa 50 bis 60 Millionen Acres (rund 20 bis 24 Millionen Hektar) Weideland. Als Gründe nennt das Handbook das Ende der Präriebrände, Überweidung, die Wagenzüge, die Viehtriebe und Dürre.[22] Mesquite spendet dem Vieh Schatten, und aus seinem Holz entstanden Zaunpfähle und Pferche. Dichte Bestände verbrauchen aber viel Wasser, nehmen dem Vieh Futter weg und behindern die Arbeit mit den Herden.[22]

Ocotillo

Der Ocotillo (Fouquieria splendens) sieht aus wie ein Kaktus, gehört aber zu einer eigenen Familie, den Fouquieriaceae.[25, 27] Er besteht aus hohen, stacheligen Ruten, die einen großen Teil des Jahres kahl und grau aussehen.[25] Nach ausreichendem Regen treibt er innerhalb von 24 bis 48 Stunden Blätter und wirft sie ab, sobald der Boden wieder trocken ist.[11] Im Frühjahr, im Joshua-Tree-Nationalpark vor allem von März bis Mai, trägt er an den Spitzen leuchtend rotorange Blüten, deren Nektar Kolibris anlockt.[25]

Das Wort ist nach Merriam-Webster eine mexikanisch-spanische Verkleinerungsform von ocote, dem Namen einer harzreichen Kiefer, und geht auf das Nahuatl ocotl zurück, Kiefer oder Kienfackel. Im Englischen ist es seit 1856 belegt.[26]

Opuntie

Opuntien (Gattung Opuntia, englisch prickly pear) sind Kakteen mit flachen, fleischigen Gliedern und langen, nadelfeinen Stacheln.[28, 29] Sie stammen aus der westlichen Hemisphäre; die Gattung umfasst laut National Park Service über 200 Arten. Die Mitglieder der Lewis-und-Clark-Expedition schrieben oft über ihre schmerzhaften Begegnungen mit der Pflanze. Trotz der Stacheln fressen viele Tiere davon, darunter Eselhasen, Präriehunde, Pekaris und Kojoten.[28] Das deutsche Wort Opuntie kommt nach dem DWDS aus dem Griechischen; das Wörterbuch beschreibt die Pflanze als Kaktus mit verzweigten Sprossen, dicken, fleischigen Gliedern und kräftigen Dornen.[44]

Im Teil des Bighorn Canyon, der zur Great-Basin-Wüste gehört, wächst die Plains Pricklypear (Opuntia polyacantha), 4 bis 12 Zoll (rund 10 bis 30 Zentimeter) hoch; eine Pflanze wird selten älter als 20 Jahre.[29] Das Große Siegel der Tohono O'odham Nation zeigt eine Opuntie neben Saguaro und Fasskaktus.[6]

Palo Verde

Palo Verde heißen Bäume der Gattung Parkinsonia, früher Cercidium; im Saguaro-Nationalpark in der Sonora-Wüste nennt der National Park Service zwei häufige Arten. Ihre Äste und Stämme sind grün, weil die Rinde Chlorophyll enthält; so betreiben sie auch dann Photosynthese, wenn sie in der Trockenheit ihre winzigen Blätter abwerfen.[24] Im Saguaro-Nationalpark ist der Foothill Paloverde der häufigste Baum im westlichen Teil und kann über 200 Jahre alt werden. Der Blue Paloverde wächst in sandigen Trockentälern, wird größer und lebt höchstens 40 bis 50 Jahre. Beide zusammen sind nach dem National Park Service der Staatsbaum von Arizona; das Gesetz Arizonas nennt dafür die Palo Verde der Gattung Cercidium.[24, 30]

Junge Saguaros wachsen oft im Schatten eines Ammenbaums wie Palo Verde, Eisenholz oder Mesquite, der sie vor Sommersonne und Winterfrost schützt. Wird der Saguaro älter, stirbt der Ammenbaum manchmal ab.[1]

Pinyon-Kiefer

Pinyon, auch piñon geschrieben, heißen nach Merriam-Webster mehrere kleine Kiefern im Westen Nordamerikas mit essbaren Samen, darunter Pinus edulis und Pinus monophylla; das Wort meint auch den Samen selbst.[31] Beide Arten wachsen im Grand Canyon-Parashant National Monument: die Two-needle Pinyon mit meist zwei Nadeln je Scheide und die Single-leaf Pinyon mit nur einer. Die Nüsse reifen erst im Jahr nach der Befruchtung und wurden roh, geröstet oder zu Mehl gemahlen gegessen.[32] Pinyon-Nüsse sind auch ein Thema auf der Seite Paiute.

Mit dem Wacholder bildet die Pinyon-Kiefer die Pinyon-Wacholder-Wälder. Sie bedecken in Arizona, Colorado, Nevada, New Mexico und Utah bis zu 15 Prozent der Fläche und liefern Pinyon-Nüsse und Brennholz.[33]

Ponderosa-Kiefer

Die Ponderosa-Kiefer (Pinus ponderosa, auch Western Yellow Pine) ist in vielen Teilen ihres Gebiets einer der höchsten Bäume des Südwestens und dort der wichtigste Holzlieferant. Benannt ist sie nach ihrem schweren Holz, englisch ponderous. Meist wird sie 60 bis 130 Fuß (rund 18 bis 39 Meter) hoch, manche über 200 Fuß, und sie wächst in den Bergen zwischen 3.000 und 9.000 Fuß (rund 900 bis 2.700 Meter). Ihre rostorange, in Platten aufgesprungene Rinde riecht nach Vanille oder Butterscotch, und große Bäume werden 500 Jahre und älter.[34]

Waldbrände halten schattenverträgliche Bäume fern, die dicke Rinde schützt große Ponderosa-Kiefern dabei selbst dann, wenn alle Nadeln verbrennen. An ihren Jahresringen lesen Forscher frühere Klimaschwankungen ab; aus den Dachbalken alter Felsbehausungen ließ sich so genau bestimmen, wann sie gebaut wurden.[34]

Präriegräser

Gräser sind nach der Encyclopedia of the Great Plains das bestimmende Merkmal der Landschaft auf den Plains. Je nach Regen unterscheidet die Enzyklopädie drei Grasländer: im trockenen Westen die Kurzgrasprärie mit Blue Grama und Büffelgras, im feuchteren Osten die Hochgrasprärie mit Big Bluestem, Switchgrass und Indiangrass und dazwischen die Mischgrasprärie mit Little Bluestem und Western Wheatgrass.[14] Weil die Gräser ein dichtes Wurzelgeflecht bilden, konnten frühe Siedler auf den Plains Blöcke aus dem Boden schneiden und daraus Sodenhäuser bauen (mehr dazu auf der Seite Alltag der Siedler).[14]

Big Bluestem (Andropogon gerardii) ist nach dem USDA das vorherrschende Gras der Hochgrasprärie im Mittleren Westen. Es wird bis 3 Meter hoch, seine Wurzeln reichen bis 10 Fuß (rund 3 Meter) tief, und seine dreiteiligen, purpurnen Blütenstände sehen aus wie ein Truthahnfuß; ein englischer Name ist turkeyfoot.[36] Die Hochgrasprärie bedeckte laut National Park Service einst mehr als 170 Millionen Acres (rund 69 Millionen Hektar) von Indiana bis Kansas und von Kanada bis Texas. Fast alles wurde umgepflügt oder überbaut; einen Rest von 10.894 Acres in den Flint Hills schützt seit dem 12. November 1996 das Tallgrass Prairie National Preserve.[35]

Sanfte Hügel einer Hochgrasprärie im Frühherbst mit hohem Big-Bluestem-Gras und rötlich bronzenen Blütenständen im Wind, darüber ein weiter Himmel mit einzelnen Wolken im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Hochgrasprärie mit Big Bluestem im Herbst Bild: KI-generiert

Saguaro

Der Saguaro (Carnegiea gigantea), englisch auch giant cactus, ist ein hoher, meist wenig verzweigter Säulenkaktus.[3] Er wächst nur in der Sonora-Wüste und auch dort nicht überall: meist vom mittleren Arizona bis nach Sonora in Mexiko, von Meereshöhe bis etwa 4.500 Fuß (rund 1.370 Meter), denn Frost begrenzt sein Gebiet. Im Saguaro-Nationalpark bei Tucson stehen über 2 Millionen Saguaros.[1] Die Pflanzendatenbank des USDA führt ihn als ausdauernde Art, die in den 48 zusammenhängenden Staaten heimisch ist.[4] Seine reinweiße, wachsartige Blüte ist nach den Arizona Revised Statutes die Staatsblume von Arizona.[5]

Der Saguaro wächst sehr langsam. In den ersten zehn Jahren wird er nur wenige Zoll groß, meist im Schutz eines Ammenbaums. Mit 35 bis 70 Jahren ist er 6 bis 8 Fuß (rund 1,8 bis 2,4 Meter) hoch und blüht zum ersten Mal; Arme bekommt er im Nationalpark meist mit 60 bis 75 Jahren, in trockeneren Gegenden erst mit bis zu 100 Jahren.[1, 2] Ausgewachsen ist er mit etwa 125 Jahren, dann kann er 2 US-Tonnen (rund 1,8 Tonnen) oder mehr wiegen und 50 Fuß (rund 15 Meter) hoch sein. Im Schnitt lebt er wahrscheinlich 150 bis 175 Jahre, manche nach Ansicht von Biologen über 200 Jahre.[1] Der höchste je gemessene Saguaro war nach dem National Park Service 78 Fuß (rund 24 Meter) hoch und hatte keinen einzigen Arm.[2]

Von Ende April bis Anfang Juni öffnen sich an den Spitzen von Stamm und Armen große, cremeweiße Blüten; jede öffnet sich nachts und schließt sich am folgenden Nachmittag. Bestäubt werden sie von Fledermäusen, Vögeln und Insekten; jede Frucht enthält etwa 2.000 bis 3.500 kleine schwarze Samen.[1] Die Tohono O'odham sammelten nach Angaben der Nation Saguarofrüchte, und das Große Siegel der Nation zeigt einen Saguaro.[6, 7] Gefährdet ist der Saguaro nicht; im Becken von Tucson verliert er laut National Park Service aber Lebensraum an neue Siedlungen, fremde Pflanzen und die Brände, die sie begünstigen.[1] Wer sieht, wie jemand Kakteen ausgräbt, soll es nach der Bitte des National Park Service melden; der Park nennt diese Wilderei cactus rustling (zum Wort siehe Rustling).[10]

Ob der Saguaro der größte Kaktus der Welt ist, hängt von der Quelle ab. Guinness World Records und das Arboretum der University of Arizona nennen den Cardón (Pachycereus pringlei) aus dem Nordwesten Mexikos die höchste Kaktusart; ein im April 1995 in Baja California entdecktes Exemplar maß 19,2 Meter.[8, 9] Den Saguaro führt Guinness als größten in den USA wachsenden Kaktus; ein außergewöhnliches Exemplar aus den Maricopa Mountains bei Gila Bend, entdeckt am 17. Januar 1988, maß 17,67 Meter.[8] Der National Park Service gibt für den höchsten je gemessenen Saguaro dagegen die schon genannten 78 Fuß an.[2]

Das Wort saguaro kam nach Merriam-Webster über das mexikanische Spanisch ins Englische und stammt wahrscheinlich aus dem Ópata, einer uto-aztekischen Sprache in Sonora; belegt ist es seit 1856.[3] Ausgesprochen wird es laut National Park Service etwa "suh-waa-row".[1]

Tumbleweed

Tumbleweed nennt man vor allem die Russischen Disteln, deren reife Pflanzen bei Sturm wie Bälle über Felder und Straßen rollen.[38] Nach dem Bericht von Lyster Hoxie Dewey für das US-Landwirtschaftsministerium kam die Pflanze erst 1873 oder 1874 mit Flachssaat aus Russland in die USA, ausgesät bei Scotland im Bon Homme County in South Dakota.[37] Um 1900 war sie nach dem National Park Service im Westen auf Feldern und an Straßengräben weit verbreitet.[38]

Wacholder

Wacholder (Gattung Juniperus, englisch juniper) bildet mit den Pinyon-Kiefern die Pinyon-Wacholder-Wälder des Südwestens. Sie wachsen meist zwischen 4.500 und 7.500 Fuß (1.370 bis 2.290 Meter); weiter unten ist der Wacholder meist häufiger, weiter oben herrscht die Pinyon-Kiefer vor.[33] In der letzten Eiszeit wuchsen sie auch in den heutigen Tiefländern der Chihuahua-, Mojave- und Sonora-Wüste.[33]

Im Saguaro-Nationalpark wächst in den Rincon Mountains der Alligator Juniper (Juniperus deppeana), 30 bis 50 Fuß (rund 9 bis 15 Meter) hoch; seinen Namen hat er von der aschgrauen Rinde, die an Alligatorhaut erinnert.[24] Zeder und Wacholder in indigenen Traditionen behandelt die Seite Heilige Pflanzen.

Yucca

Yuccas sind nach Merriam-Webster Pflanzen, die vor allem in warmen Gegenden im Westen Nordamerikas wachsen, mit langen, steifen, schwertförmigen Blättern und einer großen Rispe weißer Blüten. Das Wort kam über das Neulateinische aus dem spanischen yuca, dessen Herkunft unbekannt ist; im Englischen ist es seit 1664 belegt.[39] Die Familie wird verschieden angegeben: Merriam-Webster nennt die Spargelgewächse, die Pflanzendatenbank des USDA und der Secretary of State von New Mexico die Agavengewächse (Agavaceae).[39, 40, 41] Bestäubt werden die Blüten vor allem von der Yuccamotte.[11]

Die Soaptree Yucca (Yucca elata) ist eine der am weitesten verbreiteten Arten in New Mexico. Sie wird bis 30 Fuß (rund 9 Meter) hoch, selten 35, und ihre Wurzeln reichen auf der Suche nach Wasser 100 Fuß und weiter. In Dürrezeiten fraß das Vieh die Blüten, Siedler zerstießen Wurzeln und Stämme als Seifenersatz, und aus den Blattfasern entstanden Seile und Schnüre. Nach einer Umfrage unter Schülern machte das Parlament von New Mexico die Yucca am 14. März 1927 zur Staatsblume.[40]

Aus der Wurzel der Yucca gewannen die Ute nach Angaben der Southern Ute Indian Tribe Seife und machten aus der Pflanze Seile, Körbe, Schuhe und Schlafmatten.[42] Die Mescalero Apache Tribe schreibt, die Apachen hätten die süßen Früchte der breitblättrigen Yucca gesammelt und ihre Wurzeln in Wasser zu Schaum für die Haarwäsche gestampft.[12]

Häufige Fragen

Was ist der größte Kaktus der Welt?

Als höchste Kaktusart nennen Guinness World Records und das Arboretum der University of Arizona den Cardón (Pachycereus pringlei) aus dem Nordwesten Mexikos; ein im April 1995 in Baja California entdecktes Exemplar maß 19,2 Meter. Für den höchsten je gemessenen Saguaro nennt der National Park Service aber 78 Fuß, rund 24 Meter. Guinness führt den Saguaro als größten in den USA wachsenden Kaktus.

Wie alt wird ein Saguaro?

Nach dem National Park Service wahrscheinlich 150 bis 175 Jahre, manche nach Ansicht von Biologen über 200 Jahre. Mit 35 bis 70 Jahren blüht er zum ersten Mal, Arme bekommt er im Saguaro-Nationalpark meist mit 60 bis 75 Jahren.

Was bedeutet das Wort Saguaro?

Saguaro ist der Name des Riesenkaktus Carnegiea gigantea. Das Wort kam nach Merriam-Webster über das mexikanische Spanisch ins Englische und stammt wahrscheinlich aus dem Ópata, einer uto-aztekischen Sprache in Sonora. Im Englischen ist es seit 1856 belegt.

Kann man in der Wüste Wasser aus einem Kaktus trinken?

Nein. Der National Park Service nennt die Filmszene, in der jemand einen Fasskaktus aufschneidet und klares Wasser schöpft, Hollywood-Fantasie: Der Saft der Kakteen enthält so viele organische Säuren, dass er nicht trinkbar ist. Der Park rät, immer eigenes Wasser mitzunehmen.

Wofür nutzten Siedler die Yucca?

Nach dem Secretary of State von New Mexico zerstießen Siedler Wurzeln und Stämme der Yucca als Seifenersatz, aus den Blattfasern machte man Seile und Schnüre. Am 14. März 1927 wurde die Yucca Staatsblume von New Mexico.

Quellen

  1. Amtliche Stelle Saguaro. National Park Service, Saguaro National Park. Stand 10.06.2025. abgerufen am 27.10.2026
  2. Amtliche Stelle Saguaro Growth. National Park Service, Saguaro National Park. Stand 19.12.2024. abgerufen am 27.10.2026
  3. Nachschlagewerk saguaro (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  4. Amtliche Stelle Plant Profile: Carnegiea gigantea (Engelm.) Britton und Rose, saguaro (PLANTS Database, Symbol CAGI10). U.S. Department of Agriculture, Natural Resources Conservation Service. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  5. Gesetz und Vertrag Arizona Revised Statutes § 41-855: State flower. Arizona State Legislature. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  6. Tribal Nation About Tohono O'odham Nation. Tohono O'odham Nation. Stand 04.06.2026. abgerufen am 27.10.2026
  7. Tribal Nation History and Culture. Tohono O'odham Nation. Stand 18.05.2026. abgerufen am 27.10.2026
  8. Tallest cactus species. Guinness World Records. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  9. Pachycereus pringlei, cardon (Pflanzenblatt). University of Arizona, Campus Arboretum. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  10. Amtliche Stelle Cacti and Desert Succulents. National Park Service, Saguaro National Park. Stand 06.05.2025. abgerufen am 27.10.2026
  11. Amtliche Stelle Desert Succulents. National Park Service, Big Bend National Park. Stand 04.04.2022. abgerufen am 27.10.2026
  12. Tribal Nation Our Culture. Mescalero Apache Tribe. Stand 01.03.2023. abgerufen am 27.10.2026
  13. Nachschlagewerk mescal (Wörterbucheintrag mit Etymologie). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  14. Nachschlagewerk Grasses (von Mary Ann Vinton), Encyclopedia of the Great Plains, hg. von David J. Wishart. University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 27.10.2026
  15. Amtliche Stelle Melinda Brakie: Plant Guide for Buffalograss, Bouteloua dactyloides (Nutt.) J.T. Columbus. USDA, Natural Resources Conservation Service, East Texas Plant Materials Center. Stand September 2013. abgerufen am 27.10.2026
  16. Amtliche Stelle Cottonwood Trees. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 27.10.2026
  17. Amtliche Stelle Cottonwoods. National Park Service, Sand Creek Massacre National Historic Site. Stand 24.04.2025. abgerufen am 27.10.2026
  18. Nachschlagewerk cholla (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  19. Amtliche Stelle Joshua Trees. National Park Service, Joshua Tree National Park. Stand 27.08.2025. abgerufen am 27.10.2026
  20. Amtliche Stelle Creosote Bush. National Park Service, Joshua Tree National Park. Stand 07.04.2025. abgerufen am 27.10.2026
  21. Amtliche Stelle Plant Profile: Larrea tridentata (DC.) Coville, creosote bush (PLANTS Database, Symbol LATR2). U.S. Department of Agriculture, Natural Resources Conservation Service. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  22. Nachschlagewerk Mesquite (von Ronald E. Sosebee), Handbook of Texas Online. Texas State Historical Association. Stand 01.04.1995. abgerufen am 27.10.2026
  23. Nachschlagewerk mesquite (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  24. Amtliche Stelle Trees and Shrubs. National Park Service, Saguaro National Park. Stand 05.05.2025. abgerufen am 27.10.2026
  25. Amtliche Stelle Ocotillo. National Park Service, Joshua Tree National Park. Stand 03.06.2025. abgerufen am 27.10.2026
  26. Nachschlagewerk ocotillo (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  27. Amtliche Stelle Plant Profile: Fouquieria splendens Engelm., ocotillo (PLANTS Database, Symbol FOSP2). U.S. Department of Agriculture, Natural Resources Conservation Service. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  28. Amtliche Stelle Prickly Pear Cactus. National Park Service, Lewis and Clark National Historic Trail. Stand 03.03.2022. abgerufen am 27.10.2026
  29. Amtliche Stelle Great Basin Desert. National Park Service, Bighorn Canyon National Recreation Area. Stand 24.02.2015. abgerufen am 27.10.2026
  30. Gesetz und Vertrag Arizona Revised Statutes § 41-856: State tree. Arizona State Legislature. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  31. Nachschlagewerk pinyon (Wörterbucheintrag). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  32. Amtliche Stelle Pinyon Pine. National Park Service, Grand Canyon-Parashant National Monument. Stand 15.01.2020. abgerufen am 27.10.2026
  33. Amtliche Stelle Pinyon-Juniper Woodlands: Introduction and Distribution. National Park Service. Stand 03.02.2015. abgerufen am 27.10.2026
  34. Amtliche Stelle Ponderosa Pine. National Park Service, Bryce Canyon National Park. Stand 24.02.2015. abgerufen am 27.10.2026
  35. Amtliche Stelle Nature and Science. National Park Service, Tallgrass Prairie National Preserve. Stand 06.03.2022. abgerufen am 27.10.2026
  36. Amtliche Stelle J. Anderson: Plant Guide for Big Bluestem, Andropogon gerardii Vitman. USDA, Natural Resources Conservation Service, National Plant Data Center. Stand 2002, bearbeitet bis 24.05.2006. abgerufen am 27.10.2026
  37. Primärquelle Lyster Hoxie Dewey: The Russian Thistle. Its History as a Weed in the United States, with an Account of the Means Available for Its Eradication (Division of Botany, Bulletin No. 15). U.S. Department of Agriculture, Government Printing Office, Washington. Stand 1894. abgerufen am 27.10.2026
  38. Amtliche Stelle Russian Thistle. National Park Service, White Sands National Park. Stand 30.01.2020. abgerufen am 27.10.2026
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  40. Amtliche Stelle State Flower. New Mexico Secretary of State. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  41. Amtliche Stelle Plant Profile: Yucca glauca Nutt., soapweed yucca (PLANTS Database, Symbol YUGL). U.S. Department of Agriculture, Natural Resources Conservation Service. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  42. Tribal Nation History. Southern Ute Indian Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  43. Amtliche Stelle Artemisia vulgaris L. (Gewöhnlicher Beifuß), Pflanzensteckbrief (Taxonomie: Gattung Beifuß). FloraWeb, Bundesamt für Naturschutz (BfN). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  44. Nachschlagewerk Opuntie (Bedeutung nach eWDG 1974). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand 1974. abgerufen am 27.10.2026

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