GlossarSachgruppe

Landschaft von A bis Z

Kurz erklärt Die Sachgruppe Landschaft erklärt 16 Begriffe zu den Landschaften des amerikanischen Westens von Arroyo bis Wasserloch: Felsformen wie Canyon, Mesa, Butte, Felsnadel und Hoodoo, das Grasland der Prärie, abflusslose Becken mit Playas und Salzebenen und die kontinentale Wasserscheide. Die Einträge nennen die Bedeutung, oft auch die Herkunft des Wortes, und geben Beispiele aus Nationalparks und von den Trails.

Kuppelförmiger Berg aus rotem Sandstein über einem weiten Wüstental mit Beifuß und Wacholder, trockenes Gras im Vordergrund im Licht der späten Nachmittagssonne
Bild: KI-generiert

Diese Sachgruppe erklärt 16 Begriffe zu den Landschaften des amerikanischen Westens von A bis Z: Formen, die Wasser und Frost aus dem Gestein geschnitten haben, wie Canyon, Mesa und Hoodoo, das Grasland der Prärie und die trockenen Becken mit Playas und Salzebenen. Viele dieser Wörter kamen aus dem Spanischen ins amerikanische Englisch, etwa Mesa, Canyon, Arroyo und Playa, andere wie Butte und Prärie aus dem Französischen.[1, 3, 4, 7, 2, 21] Ausführlich beschreiben die großen Landschaften die Seiten Great Plains und Prärie, Grand Canyon, Monument Valley und Death Valley.

Arroyo

Ein Arroyo ist nach Merriam-Webster ein Wasserlauf in trockenem Land, etwa ein Bach, oder eine Rinne, die das Wasser ausgewaschen hat. Das Wort kam aus dem Spanischen ins Englische und ist dort seit 1777 belegt. Seine Wurzel liegt nach dem Wörterbuch wahrscheinlich in einer Sprache, die auf der Iberischen Halbinsel vor dem Latein gesprochen wurde. Verglichen wird es traditionell mit dem lateinischen arrugia, so nannte Plinius die Stollen, die man dort zum Goldabbau in die Berghänge trieb.[4]

Im Big-Bend-Nationalpark in Texas weist der National Park Service an einer sandigen Rinne, einem wash, auf die Gefahr hin: Sie sieht harmlos aus, doch schon oft schoss Hochwasser hindurch. Sturzfluten (flash floods) sind in dem trockenen, felsigen Land häufig, vor allem im Sommermonsun, und die Brücken im Park sind entsprechend hoch und lang gebaut.[30] Im Arches-Nationalpark in Utah trägt der Regen den Schutt durch solche washes und Canyons bis zum Colorado River.[25]

Badlands

Badlands heißt nach Merriam-Webster ein karges Gebiet östlich der Black Hills im Südwesten von South Dakota, mit steilen Hügeln, tiefen Rinnen und anderen Formen, die Geologen interessieren; ein Teil davon ist als Badlands-Nationalpark geschützt.[5] Den Namen führt der National Park Service auf die Lakota zurück: Sie nennen das Land seit Jahrhunderten mako sica, wörtlich "schlechtes Land". Französische Pelzhändler sprachen von les mauvaises terres à traverser, schlechtem Land zum Durchqueren; weil sie Zeit bei den Lakota verbrachten, stammt ihr Name wahrscheinlich vom Lakota-Wort ab. Bei Regen wird der nasse Ton glitschig und klebrig, Canyons und Buttes erschweren den Weg, und die wenigen Wasserstellen sind meist schlammig. Als der Park 1922 zum ersten Mal vorgeschlagen wurde, sollte er Wonderland National Park heißen.[9]

Entstanden sind die Badlands laut NPS durch Ablagerung und Abtragung. Die Schichten lagerten sich vor etwa 75 bis 28 Millionen Jahren ab, vom Pierre-Schiefer aus einem flachen Binnenmeer bis zur Sharps-Formation. Vor etwa 500.000 Jahren begannen Cheyenne River und White River, sich einzuschneiden. Geschätzt trägt die Erosion die Badlands um etwa einen Zoll (2,5 Zentimeter) im Jahr ab, den Granit der Black Hills nur um einen Zoll in 10.000 Jahren. In weiteren 500.000 Jahren werden die Badlands nach dieser Schätzung ganz verschwunden sein.[10] Klein geschrieben ist badlands auch ein Fachwort für ähnliche Landschaften aus weichem, leicht abtragbarem Sedimentgestein, etwa im Theodore-Roosevelt-Nationalpark in North Dakota.[10] Der Badlands-Nationalpark umfasst 244.000 Acres (rund 990 Quadratkilometer) mit Mischgrasprärie, in der Bisons, Dickhornschafe, Präriehunde und Schwarzfußiltisse leben.[11]

Zerfurchte Hügel aus grauem und blassgelb gebändertem Ton mit scharfen Graten und tiefen Rinnen, darüber eine flache Grasfläche mit vereinzelten Yuccas im Licht der späten Nachmittagssonne
Schichten aus weichem Ton und Asche: So sehen die Badlands in South Dakota aus Bild: KI-generiert

Butte

Eine Butte ist nach Merriam-Webster ein frei stehender Hügel oder Berg mit steilen oder senkrechten Wänden, der meist eine kleinere Gipfelfläche hat als eine Mesa; das Wort kommt aus dem Französischen und ist im Englischen seit 1805 belegt.[2] Der National Park Service beschreibt Buttes als kleinere Mesas, die früher Teil einer größeren Mesa waren und meist von einer harten Deckschicht geschützt werden.[8]

Canyon

Ein Canyon ist nach Merriam-Webster ein tiefes, enges Tal mit steilen Wänden, durch das oft ein Bach oder Fluss fließt. Das Wort kommt aus dem amerikanischen Spanisch (cañón), wahrscheinlich eine Abwandlung des veralteten spanischen callón, einer Vergrößerungsform von calle (Straße), das auf lateinisch callis (Fußpfad) zurückgeht. Im Englischen ist es seit 1834 belegt, seltener auch in der Schreibweise cañon.[3] Das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS) führt es unter Cañon mit der Nebenform Canyon und erklärt es als steilwandiges, tief eingeschnittenes Tal, besonders im westlichen Nordamerika.[23] Der National Park Service nennt einen Canyon eine schmale Schlucht mit steilen Wänden, die fließendes Wasser geschaffen hat.[8]

Im Nationalpark Grand Canyon fließt der Colorado River laut National Park Service 278 Meilen (447 Kilometer) weit durch die Schlucht, die im Mittel eine Meile (1,6 Kilometer) tief und von Rand zu Rand durchschnittlich 10 Meilen (16 Kilometer) breit ist.[24] Verbreitern sich Canyons, trennen sie Stücke eines Plateaus ab; so entstehen Mesas.[8]

Felsbogen

Ein Felsbogen (englisch arch) entsteht, wenn Wasser und Frost ein Loch durch eine schmale Felswand brechen. Im Arches-Nationalpark in Utah stehen nach dem National Park Service die natürlichen Steinbögen so dicht wie nirgends sonst auf der Welt. Über 2.000 sind verzeichnet, von haarfeinen Spalten bis zu Spannweiten von mehr als 300 Fuß (97 Meter). Als Bogen zählt dort jede Öffnung, die in einer Richtung mindestens drei Fuß (rund ein Meter) misst. Eine natürliche Brücke (natural bridge) überspannt dagegen einen Wasserlauf oder eine Stelle, an der früher Wasser floss.[25]

Tief unter dem Arches-Nationalpark liegt laut NPS eine dicke Salzschicht. Sie wölbte die Gesteine darüber zu langen Rücken auf, die dabei in fast parallele Spalten zerbrachen. Regenwasser sickert in den porösen Entrada-Sandstein und löst den Calcit, der die Sandkörner verkittet; im Winter gefriert es in den Spalten und drückt sie auseinander. So werden aus Felswänden schmale Rippen (fins) und aus den Rippen Bögen. Dieselben Kräfte weiten die Bögen, bis sie einstürzen, wie 2008 der Wall Arch.[25]

Felsnadel

Eine Felsnadel (englisch pinnacle oder pillar) bleibt nach dem National Park Service übrig, wenn die Erosion eine Butte so weit abträgt, dass nur noch eine schmale Säule auf breiterem Sockel steht. Ein klassisches Beispiel ist der Chimney Rock in Nebraska, 23 Meilen östlich von Scotts Bluff. Keine Landmarke am Oregon Trail erwähnten die Auswanderer in ihren Tagebüchern so oft. Seine Spitze war aus 30 Meilen (rund 48 Kilometer) Entfernung zu sehen und kündigte einen guten Lagerplatz mit Wasser an, außerdem das Ende der flachen Ebenen, durch die die Trecks zwei Monate gezogen waren. Heute ragt die Säule noch fast 500 Fuß (rund 150 Meter) über den North Platte River.[8]

Frontier

Als Frontier galt beim Census Bureau das kaum besiedelte Land, ein Gebiet mit weniger als 2 Menschen je Quadratmeile, wobei Indigene, die keine Steuern zahlten ("Indians not taxed"), nicht mitgezählt wurden.[31] Nach der Volkszählung von 1890 erklärte der Leiter der Behörde, Robert P. Porter, eine Frontier-Linie lasse sich nicht mehr auf einer Karte ziehen.[31]

Great Basin

Great Basin, das Große Becken, heißt nach dem National Park Service meist ein Gebiet von 200.000 Quadratmeilen (rund 518.000 Quadratkilometer), aus dem kein Wasser ins Meer abfließt. Regen und Schnee verdunsten, versickern oder sammeln sich in meist salzigen Seen, und kein Bach und kein Fluss erreicht den Golf von Mexiko oder den Pazifik. Im Osten begrenzen die Wasatch Mountains das Gebiet, im Westen die Sierra Nevada und im Norden die Snake River Plain; der Südrand ist unscharf. Dazu gehören der größte Teil Nevadas, die Hälfte Utahs und Teile von Idaho, Wyoming, Oregon und Kalifornien.[26]

Genau genommen besteht das Große Becken aus vielen kleinen Becken. Zu seinen Endpunkten gehören der Große Salzsee, der Pyramid Lake und der Humboldt Sink. Geologisch zählt es zur Basin and Range, wo Hunderte Bergketten von Norden nach Süden zwischen flachen Tälern verlaufen. Die Great-Basin-Wüste liegt im Regenschatten von Sierra Nevada und Kaskadenkette, mit heißen, trockenen Sommern und schneereichen Wintern; in den Tälern wachsen vor allem Sagebrush und Shadscale.[26] Welche Nationen dort leben, beschreibt die Seite Great Basin und Plateau.

Hoodoo

Ein Hoodoo ist nach Merriam-Webster eine natürliche Felssäule im Westen Nordamerikas, oft von bizarrer Form. Dasselbe Wort bezeichnet eine Form von Magie, die vor allem unter Afroamerikanern im Süden der USA Tradition hat, und etwas, das Unglück bringt. Als frühesten Beleg nennt das Wörterbuch das Jahr 1849 für die Bedeutung Magie. Vielleicht ist das Wort eine Abwandlung von voodoo.[6]

Für den Bryce-Canyon-Nationalpark in Utah beschreibt der National Park Service drei Schritte. Vor rund 50 Millionen Jahren lagerten Bäche in einem See- und Auengebiet nahe dem Meeresspiegel Kalk-, Dolomit-, Ton-, Schluff- und Sandstein ab. Die Hebung des Colorado-Plateaus brachte die Schichten hoch hinauf; der Park reicht heute bis 9.115 Fuß (2.778 Meter). Dort steigt und fällt die Temperatur in über 170 Nächten im Jahr über und unter den Gefrierpunkt. Wasser in den Felsspalten gefriert, dehnt sich um 9 Prozent aus und sprengt das Gestein. So zerfällt ein Plateau erst in Wände, dann in Fenster und schließlich in einzelne Hoodoos, und leicht saurer Regen löst den Kalk, der das Gestein zusammenhält.[12]

Kontinentale Wasserscheide

Die kontinentale Wasserscheide (Continental Divide) trennt nach dem National Park Service in Nordamerika die Einzugsgebiete von Atlantik und Pazifik. Sie reicht von der Beringstraße in Alaska bis an die Südspitze Südamerikas und zieht sich durch den Rocky-Mountain-Nationalpark in Colorado, den Yellowstone-Nationalpark in Wyoming und den Glacier-Nationalpark an der Grenze zu Kanada. Vom Triple Divide Peak im Glacier-Nationalpark, 8.020 Fuß (2.446 Meter) hoch, fließt das Wasser sogar in drei Richtungen: zum Atlantik, zum Pazifik und zur Hudson Bay.[13]

Für die Wagenzüge waren die Rocky Mountains ein schweres Hindernis. Die Wasserscheide ist laut National Park Service ein Gewirr aus sich überlappenden Bergketten und baumloser Beifußsteppe, Hunderte Meilen breit. Die Lewis-und-Clark-Expedition kam 1805 beim Übergang am Lemhi Pass fast ums Leben. Einen viel leichteren Weg rund 400 Meilen weiter südlich kannten die Crow (Absaroka) und die Shoshone; 1812 fanden ihn Robert Stuart und seine Männer von der Pacific Fur Company: den South Pass im heutigen Wyoming. 1832 legte Captain Benjamin Bonneville mit 20 Wagen die erste Wagenspur über den Pass. Danach zogen Auswanderer, Postkutschen, Reiter des Pony Express und die Telegrafenlinie durch den 20 Meilen (rund 32 Kilometer) breiten Durchlass.[14]

Mesa

Eine Mesa ist nach Merriam-Webster eine frei stehende, ziemlich flache Erhebung, meist ausgedehnter als eine Butte und kleiner als ein Plateau. Das Wort ist spanisch, heißt wörtlich Tisch und kommt vom lateinischen mensa; im Englischen ist es seit 1840 belegt.[1] Im Deutschen entspricht ihr am ehesten der Tafelberg, nach dem DWDS ein Berg, dessen oberer Teil abgeplattet ist und eine Hochfläche bildet; Mesa nennt das Wörterbuch als bedeutungsverwandt.[32] Der National Park Service beschreibt Mesas als frei stehende Hochflächen mit flachem Gipfel und steilen Flanken, die entstehen, wenn sich Canyons verbreitern und Stücke eines Plateaus abtrennen. Häufiger sind sie in den trockenen Staaten des Südwestens, in Colorado, New Mexico, Utah und Arizona; ein Beispiel ist Island in the Sky im Canyonlands-Nationalpark.[8]

Im Monument Valley im Land der Navajo Nation ragen nach der Parkverwaltung Felsen aus Sandstein 400 bis 1.000 Fuß (rund 120 bis 300 Meter) auf, und um die zerbrechlichen Felsspitzen liegen über Meilen Mesas und Buttes.[29] Die Dörfer der Hopi stehen laut Inter Tribal Council of Arizona am Fuß und auf der Höhe von drei Mesas, die wie Finger einer Hand nach Süden aus der großen Black Mesa ragen. Sie heißen First, Second und Third Mesa; auf der Third Mesa liegt Old Oraibi, das laut dem Inter Tribal Council als ältestes durchgehend bewohntes Dorf Nordamerikas gilt.[28] Siehe auch die Seite Mesa Verde.

Plateau

Ein Plateau ist nach dem National Park Service eine ausgedehnte, erhöhte und flache Fläche, die sich mit geringen Höhenunterschieden über viele Meilen erstreckt. Weil Plateaus hoch und flach liegen, sind sie der Abtragung meist stärker ausgesetzt als andere Landformen, und Canyons zerlegen sie in Mesas. Das Colorado-Plateau in der Four-Corners-Region im Südwesten der USA umfasst rund 390.000 Quadratkilometer (150.580 Quadratmeilen).[8] Aus seinen gehobenen Schichten sind die Hoodoos im Bryce Canyon entstanden.[12]

Playa

Eine Playa ist nach Merriam-Webster der flache Boden eines abflusslosen Wüstenbeckens, der zeitweise zu einem seichten See wird. Das Wort ist spanisch, heißt wörtlich Strand und ist im Englischen seit 1854 belegt.[7] In den südlichen Great Plains heißen solche Senken playa lakes. Nach der Encyclopedia of the Great Plains liegen allein auf dem Llano Estacado in Texas und New Mexico etwa 21.000: kleine Feuchtgebiete auf Tonboden mit geschlossenem Einzugsgebiet, die auf Gewitter im späten Frühjahr und Sommer angewiesen sind, um Wasser zu sammeln, und deshalb mal trocken liegen, mal gefüllt sind.[27]

Die Playas sammeln laut David A. Haukos von der Texas Tech University fast 90 Prozent des abfließenden Regenwassers im Süden der High Plains und liefern etwa 80 Prozent der jährlichen Grundwasserneubildung im südlichen Ogallala-Aquifer, von dem Ackerbau und Viehzucht dort abhängen. In nassen Jahren überwintern dort geschätzt fast zwei Millionen Enten, 600.000 Gänse und 500.000 Kanadakraniche.[27]

Prärie

Die Prärie ist nach dem DWDS die baumlose Grassteppe im mittleren Nordamerika. Im Deutschen ist das Wort seit 1826 belegt, bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts in der Schreibweise Prairie. Es kam aus dem amerikanischen Englisch, das es aus dem Französischen hat: Dort heißt prairie Wiesenland, abgeleitet von pré (Wiese) aus dem lateinischen prātum. Französische Siedler übertrugen das Wort auf die Grassteppe Nordamerikas.[21]

Gräser prägen die Landschaft der Great Plains mehr als alles andere, schreibt Mary Ann Vinton in der Encyclopedia of the Great Plains. Im Westen am Fuß der Rocky Mountains wächst Kurzgrasprärie mit Blue Grama und Büffelgras, weil die Berge dort den Regen abhalten. Im feuchteren Osten liegt die Hochgrasprärie mit Big Bluestem, Switchgrass und Indiangrass, dazwischen die Mischgrasprärie. Die dichten Wurzelmatten der Gräser erlaubten es den Siedlern, Blöcke aus dem Boden zu schneiden und daraus Sodenhäuser zu bauen. Große Teile der Prärie, besonders östlich des 98. Längengrads, sind heute Felder mit Mais, Weizen und Sorghum.[22] Mehr zu den Gräsern steht im Eintrag Präriegräser.

Salzebene

Eine Salzebene (englisch salt flat) braucht nach dem National Park Service dreierlei: eine Quelle für Salze, meist ein großes Einzugsgebiet, ein Becken ohne Abfluss zum Meer, das die Salze nicht fortspült, und ein trockenes Klima, in dem mehr Wasser verdunstet als Regen fällt. Im Badwater Basin im Death Valley stammen die Salze aus einem Einzugsgebiet von 9.000 Quadratmeilen (rund 23.300 Quadratkilometer). Fluten aus den Bergen sammeln sich am tiefsten Punkt zu flachen Seen, die verdunsten. Zurück bleibt eine Kruste, die fast 200 Quadratmeilen (rund 518 Quadratkilometer) bedeckt und vor allem aus Kochsalz besteht, dazu aus Calcit, Gips und Borax.[15]

Die Bonneville Salt Flats in Utah, 120 Meilen westlich von Salt Lake City, sind laut Bureau of Land Management rund 12 Meilen lang und 5 Meilen breit (etwa 19 mal 8 Kilometer), 30.000 Acres groß und bestehen zu etwa 90 Prozent aus Kochsalz. Wie der Große Salzsee sind sie ein Rest des Lake Bonneville, der vor 32.000 bis 10.000 Jahren mehr als ein Drittel Utahs bedeckte. Seit 1914 dienen sie als Rennstrecke für Geschwindigkeitsrekorde.[16] Am 30. August 1846 zog die Donner Party auf dem Hastings Cutoff in die Great Salt Lake Desert. Statt der angekündigten zwei Tage brauchte sie laut Britannica fünf, laut Utah History Encyclopedia sechs Tage, verlor Dutzende Rinder und musste mehrere Wagen zurücklassen.[17, 18]

Weite weiße Salzebene mit vieleckigen Salzkrusten, am Rand ein dünner Wasserfilm, in dem sich der Himmel spiegelt, dahinter kahle braune Berge im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Eine Salzebene entsteht, wo Wasser in einem Becken ohne Abfluss verdunstet Bild: KI-generiert

Wasserloch

Ein Wasserloch ist nach dem DWDS ein Loch, in dem sich Wasser angesammelt hat.[20] Am Dry Sandy Creek in Wyoming, nach zehn trockenen Meilen der ersten Wasserstelle westlich von Pacific Springs, führte der Bach laut National Park Service nur im Frühjahr Wasser und trocknete meist bis Mitte Juni aus. Wer im Hochsommer kam, grub etwa einen Fuß (rund 30 Zentimeter) tief in den Sand; einige dieser Löcher sind noch zu sehen. Das alkalische Wasser konnte Vieh töten, das zu viel davon trank. Die Donner-Reed-Gruppe verlor dort Mitte Juli 1846 sechs Ochsen, und Andrew McClure riet anderen Auswanderern am 8. Juli 1853 in seinem Tagebuch, die Stelle zu meiden.[19] Wie Viehzüchter und Siedler später um Weideland stritten, beschreibt die Seite Die Weidekriege.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Mesa, Butte und Felsnadel?

Der National Park Service ordnet die drei Formen nach dem Fortschritt der Abtragung. Eine Mesa ist eine frei stehende Hochfläche mit flachem Gipfel und steilen Flanken, die Canyons von einem Plateau abgetrennt haben. Eine Butte ist eine kleinere, allein stehende Mesa. Geht die Erosion weiter, bleibt eine schmale Felsnadel auf breitem Sockel wie der Chimney Rock in Nebraska.

Was heißt Mesa auf Deutsch?

Mesa ist spanisch und heißt wörtlich Tisch, nach dem lateinischen mensa. Im Deutschen entspricht ihr am ehesten der Tafelberg: Das DWDS erklärt ihn als Berg, dessen oberer Teil abgeplattet ist und eine Hochfläche bildet, und nennt Mesa als bedeutungsverwandt.

Warum heißen die Badlands schlechtes Land?

Die Lakota nennen das Gebiet in South Dakota seit Jahrhunderten mako sica, wörtlich schlechtes Land, und französische Pelzhändler übernahmen den Namen wahrscheinlich von ihnen. Nach dem National Park Service ist das Land schwer zu durchqueren: Nasser Ton wird glitschig, Canyons und Buttes versperren den Weg, und die wenigen Wasserstellen sind meist schlammig.

Wie entstehen Hoodoos?

Im Bryce-Canyon-Nationalpark geht die Temperatur nach dem National Park Service in über 170 Nächten im Jahr über und unter den Gefrierpunkt. Wasser in den Felsspalten gefriert, dehnt sich um 9 Prozent aus und sprengt das Gestein. So zerfällt ein Plateau in Wände, Fenster und schließlich einzelne Felssäulen, die leicht saurer Regen weiter formt.

Wie entsteht eine Salzebene?

Nach dem National Park Service braucht es eine Quelle für Salze, ein Becken ohne Abfluss zum Meer und ein Klima, in dem mehr Wasser verdunstet als Regen fällt. Fluten sammeln sich am tiefsten Punkt, das Wasser verdunstet, und die Salze bleiben als Kruste zurück. Im Badwater Basin im Death Valley bedeckt sie fast 200 Quadratmeilen.

Was ist ein Arroyo?

Ein Wasserlauf in trockenem Land oder eine Rinne, die das Wasser ausgewaschen hat. Das Wort kam aus dem Spanischen ins Englische und ist dort seit 1777 belegt. Auch wenn solche Rinnen harmlos aussehen, sind Sturzfluten in trockenem Land häufig, im Big-Bend-Nationalpark in Texas nach dem National Park Service vor allem im Sommermonsun.

Quellen

  1. Nachschlagewerk mesa (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand 26.08.2026. abgerufen am 27.10.2026
  2. Nachschlagewerk butte (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand 08.07.2026. abgerufen am 27.10.2026
  3. Nachschlagewerk canyon (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand 01.10.2026. abgerufen am 27.10.2026
  4. Nachschlagewerk arroyo (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand 27.07.2026. abgerufen am 27.10.2026
  5. Nachschlagewerk Badlands (geografischer Name). Merriam-Webster. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  6. Nachschlagewerk hoodoo (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand 02.09.2026. abgerufen am 27.10.2026
  7. Nachschlagewerk playa (Wörterbucheintrag mit Etymologie und First Known Use). Merriam-Webster. Stand 06.08.2026. abgerufen am 27.10.2026
  8. Amtliche Stelle Geologic Landforms. National Park Service, Scotts Bluff National Monument. Stand 17.08.2026. abgerufen am 27.10.2026
  9. Amtliche Stelle Mako Sica: Naming the Badlands. National Park Service, Badlands National Park. Stand 09.03.2021. abgerufen am 27.10.2026
  10. Amtliche Stelle Geologic Formations: How Badlands Buttes Came to Be. National Park Service, Badlands National Park. Stand 10.11.2020. abgerufen am 27.10.2026
  11. Amtliche Stelle Badlands National Park (Startseite des Parks). National Park Service. Stand 08.12.2020. abgerufen am 27.10.2026
  12. Amtliche Stelle Hoodoos. National Park Service, Bryce Canyon National Park. Stand 04.09.2021. abgerufen am 27.10.2026
  13. Amtliche Stelle Continental Divide. National Park Service, Glacier National Park. Stand 18.02.2025. abgerufen am 27.10.2026
  14. Amtliche Stelle Gateway to the West: National Historic Trails Across the Continental Divide. National Park Service, National Trails. Stand 11.12.2020. abgerufen am 27.10.2026
  15. Amtliche Stelle Salt Flats. National Park Service, Death Valley National Park. Stand 23.01.2024. abgerufen am 27.10.2026
  16. Amtliche Stelle Bonneville Salt Flats Special Recreation Management Area (SRMA), Utah. Bureau of Land Management. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  17. Nachschlagewerk Dale Beecher: The Donner Party. Utah History Encyclopedia. Utah Historical Society, Utah History to Go. Stand 1994. abgerufen am 27.10.2026
  18. Nachschlagewerk Donner party. Encyclopaedia Britannica. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  19. Amtliche Stelle Dry Sandy Crossing. National Park Service, National Trails. Stand 17.10.2026. abgerufen am 27.10.2026
  20. Nachschlagewerk Wasserloch (Bedeutung nach eWDG 1977). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  21. Nachschlagewerk Prärie (Bedeutung nach eWDG 1974, Etymologie nach Wolfgang Pfeifer). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  22. Nachschlagewerk Mary Ann Vinton: Grasses, Encyclopedia of the Great Plains (hg. von David J. Wishart). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 27.10.2026
  23. Nachschlagewerk Cañon, Nebenform Canyon (Bedeutung nach eWDG 1967). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  24. Amtliche Stelle Park Statistics. National Park Service, Grand Canyon National Park. Stand 28.07.2026. abgerufen am 27.10.2026
  25. Amtliche Stelle Geologic Formations. National Park Service, Arches National Park. Stand 18.04.2025. abgerufen am 27.10.2026
  26. Amtliche Stelle The Great Basin. National Park Service, Great Basin National Park. Stand 22.04.2021. abgerufen am 27.10.2026
  27. Nachschlagewerk David A. Haukos: Playa Lakes, Encyclopedia of the Great Plains (hg. von David J. Wishart). University of Nebraska-Lincoln. Stand 2011. abgerufen am 27.10.2026
  28. Hopi Tribe (Member Tribes). Inter Tribal Council of Arizona. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  29. Tribal Nation Monument Valley Navajo Tribal Park. Navajo Nation Parks and Recreation. Stand 2026. abgerufen am 27.10.2026
  30. Amtliche Stelle Flash Flood Exhibit. National Park Service, Big Bend National Park. Stand 02.04.2021. abgerufen am 27.10.2026
  31. Amtliche Stelle January 2021: 1890 Census Fire (History, Stories). U.S. Census Bureau. Stand Page Last Revised 25.02.2026. abgerufen am 27.10.2026
  32. Nachschlagewerk Tafelberg (Bedeutung nach eWDG 1976, bedeutungsverwandte Ausdrücke nach OpenThesaurus). Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache (DWDS). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026

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