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Mesa Verde

Kurz erklärt Mesa Verde ist ein Nationalpark auf einer Hochfläche im Südwesten Colorados. Ancestral Pueblo lebten dort etwa von 550 bis 1300 und bauten die meisten ihrer Felssiedlungen zwischen 1180 und 1280. Ihre Nachfahren sind die Pueblos und die Hopi; seit dem 29. Juni 1906 schützt der Nationalpark die Stätten, seit 1978 ist er Welterbe der UNESCO.

Mehrstöckige Steinhäuser mit runden und eckigen Türmen in einer tiefen Felsnische aus hellem Sandstein über einem bewaldeten Canyon im warmen Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Geschichte von Mesa Verde

Die ersten Menschen auf der Mesa

Die Geschichte der Menschen in Mesa Verde reicht nach Angaben des National Park Service (NPS) etwa 12.000 Jahre zurück, in eine Zeit, in der Jäger Mammuts, Riesenfaultiere und Riesenbisons mit Speeren jagten (zur Besiedlung des Kontinents siehe Die ersten Menschen in Nordamerika). Der älteste Fund im Park ist eine Steinspitze vom Typ Hell Gap, die wohl einen Jagdspeer bewehrte; sie ist 12.300 bis 10.900 Jahre alt.[1]

Die Ancestral Pueblo

Zwischen 500 und 1300 war die Region der Four Corners, wo heute Colorado, New Mexico, Arizona und Utah aneinanderstoßen, die Heimat von Zehntausenden Ancestral Pueblo. Mesa Verde war nur ein Teil dieses Gebiets.[1] Auf dem Land des heutigen Parks lebten sie nach einer anderen Seite des NPS etwa von 550 bis 1300; die UNESCO setzt die Kultur von etwa 450 bis 1300 an.[4, 10] Die ältesten Häuser waren Grubenhäuser für einzelne Familien, halb unter und halb über der Erde, gebaut um 550 auf der Hochfläche.[4]

Vom 6. bis zum 13. Jahrhundert stellten die Menschen ihr Leben immer mehr auf den Feldbau um, bis Mais, Bohnen und Kürbis 90 Prozent der Nahrung ausmachten. Dämme, Terrassen und Speicherbecken versorgten die Felder, und der größte Teil der Innenräume diente als Vorrat für den Winter. Typisch für Mesa Verde ist schwarz-weiße Keramik mit geometrischen Mustern. Eingeführte Waren wie Meeresmuscheln, Arafedern und Edelsteine schmückten gewebte Kleidung.[1]

Die Felsbauten von 1180 bis 1280

Die Häuser in den Felsnischen gehören zu den letzten Bauten der Ancestral Pueblo in Mesa Verde. Die meisten dieser Dörfer entstanden zwischen 1180 und 1280. Wasserquellen im Fels hatten die Nischen ausgewaschen, und das Wasser war in trockenen Jahren wichtig; das Gestein über den Bauten schützt sie bis heute.[4] Die meisten Häuser im Park liegen aber auf der Hochfläche, wo die Menschen länger lebten. Die Far View Sites auf der Chapin Mesa waren nach Angaben des NPS am dichtesten besiedelt. Sun Temple, ein D-förmiger Bau aus dem 13. Jahrhundert, war möglicherweise noch nicht fertig, als die Menschen fortzogen.[4]

Cliff Palace ist der größte bekannte Felsbau Nordamerikas. Er entstand zwischen 1190 und 1280 und war das Zuhause von mehr als 100 Menschen. Der zweitgrößte Felsbau im Park, Long House auf Wetherill Mesa, misst 298 Fuß (rund 91 Meter) von einem Ende zum anderen und hat mehr als 150 Räume.[6]

Getrocknete Maiskolben, Bohnen und ein Kürbis auf einer rauen Sandsteinplatte, dahinter unscharf eine Felswand im warmen Licht der späten Nachmittagssonne
Mais, Bohnen und Kürbis machten in Mesa Verde zuletzt 90 Prozent der Nahrung aus. Bild: KI-generiert

Abwanderung im 13. Jahrhundert

Umzüge waren in Mesa Verde laut NPS üblich: Menschen wechselten den Ort, um bei der Familie zu sein, bessere Möglichkeiten zu finden oder einer Dürre zu entgehen. Bis zur Mitte des 13. Jahrhunderts ging das Leben in der Gegend trotzdem weiter. Dann zogen die Menschen nach Süden, und innerhalb mehrerer Jahrzehnte verließen die Ancestral Pueblo Mesa Verde ganz.[1] Der NPS nennt für das 13. Jahrhundert eine anhaltende Dürre, knappe Mittel und soziale Umbrüche. Die Gründe waren wohl von Mensch zu Mensch verschieden; für die Pueblos ist Wanderung ein wichtiger Teil ihrer Kultur.[1]

Die Pueblos und die Hopi sind nach dem NPS die direkten Nachfahren der Menschen von Mesa Verde. Sie gründeten neue Dörfer oder zogen in bestehende am Rio Grande, am Little Colorado und auf den Hopi-Mesas und nahmen Bauweisen, Motive, Feldbau, Glauben und mündliche Überlieferung mit.[1] Heute zählen dazu 21 Gemeinschaften mit sechs Sprachen in New Mexico, Arizona und Texas.[1] Die Hopi Tribe schreibt, die Hopi lebten seit unvordenklicher Zeit in ihrem Land Hopitutskwa.[18]

Was das Wort Anasazi bedeutet

Lange hießen die Erbauer von Mesa Verde Anasazi. Das Wort kommt aus dem Navajo und bedeutet nach dem Indian Pueblo Cultural Center in Albuquerque "alter Feind"; der NPS übersetzt es mit "alte Feinde" oder "feindliche Vorfahren".[11, 12] Als Fachbegriff legte es 1927 die Pecos-Klassifikation fest, ein Ordnungssystem der Archäologie. Nach der Archäologin Linda Cordell, die das Zentrum zitiert, benutzte es Richard Wetherill als Erster für die Ruinen von Mesa Verde; er kannte Navajo, arbeitete mit ihnen und wusste, was das Wort bedeutete.[11] Die Pueblos lehnen es für ihre Vorfahren ab. Das Zentrum und der NPS sprechen von Ancestral Pueblo oder Ancestral Puebloans.[11, 12]

Ute, Navajo und Apachen

Der NPS nennt 27 Pueblos und Nationen, für die der Ort besonders und heilig ist; die UNESCO schreibt von 26, mit denen sich die Parkverwaltung regelmäßig berät.[1, 10] Für die Ute war Mesa Verde eines ihrer Jagd- und Sammelgebiete. Ein großer Teil der Gegend gehört bis heute zum Land der Ute Mountain Ute Tribe.[1] Die Nation beschreibt sich selbst als die Weenuche-Gruppe der Ute und nennt etwas mehr als 2.000 Mitglieder; ihr Rat hat sieben Mitglieder.[16]

Für die Navajo liegt Mesa Verde laut NPS gleich südwestlich ihres heiligen Bergs des Nordens, Dibe Ntsaa, und kommt in vielen Geschichten und Liedern der Diné vor. Diné aus Shiprock in New Mexico bauten viele Straßen und Gebäude des Parks und arbeiteten in der Mannschaft, die die Mauern sichert.[1] Zwei Apachen-Nationen, die Jicarilla Apache und die Mescalero Apache, nutzten Mesa Verde traditionell zum Jagen und Sammeln.[1]

Bekannte Ereignisse und Personen

Erste Berichte von außen

Juan María de Rivera, in der Colorado Encyclopedia Juan Antonio María de Rivera, führte 1765 im Auftrag des Gouverneurs von New Mexico die nach dem NPS möglicherweise erste Expedition von Weißen nach Nordwesten.[3, 19] Seine Männer sahen alte Bauten, erwähnten Mesa Verde in ihren Tagebüchern aber nicht erkennbar.[3] Als erster bekannter Europäer stieg nach dem NPS 1859 der Geologe John S. Newberry auf die Mesa; seine Expedition benutzte als erste amtlich den Namen Mesa Verde, der damals offenbar schon gebräuchlich war.[3] Im September 1874 fotografierte William Henry Jackson im Mancos Canyon das Two Story House, die ersten Fotos eines Felsbaus der Gegend.[3]

Die Wetherills und Cliff Palace 1888

Am 18. Dezember 1888 ritten der Rancher Richard Wetherill und sein Schwager Charles Mason mit ihrem Ute-Führer Acowitz los, um verlorenes Vieh zu suchen. Dabei sahen sie Cliff Palace. Sein Bruder Al hatte Cliff Palace schon ein Jahr früher gesehen, war aber nicht hineingegangen; den Ruhm der "Entdeckung" bekamen deshalb Richard Wetherill und Mason.[3] Von 1888 bis 1892 trugen die Brüder Wetherill in Mesa Verde mindestens acht Sammlungen von Fundstücken zusammen und verkauften mehrere davon, die erste an die Colorado Historical Society. Ihr Vater Benjamin Wetherill bat die Smithsonian Institution 1889 und 1890 in Briefen, die Gegend als Nationalpark zu schützen.[3]

Nordenskiöld 1891 und die Rückgabe 2020

1891 grub der Schwede Gustaf Nordenskiöld in Mesa Verde. Er arbeitete nach den Maßstäben seiner Zeit sorgfältig und veröffentlichte das Buch "The Cliff Dwellers of the Mesa Verde". Rund 600 Fundstücke schickte er nach Schweden; heute liegen sie im Nationalmuseum in Helsinki.[3] Darunter waren auch Gebeine von Menschen und Grabbeigaben.[15] Die Hopi Tribe, das Pueblo of Acoma, das Pueblo of Zia und das Pueblo of Zuni schreiben, Nordenskiöld sei bei der Ausfuhr zunächst festgenommen, aber wieder freigelassen worden, weil damals kein Gesetz der USA sie verbot. Er verkaufte die Sammlung an einen finnischen Arzt, der sie dem finnischen Staat vermachte.[13]

Nach Kontakten mit dem Hopi Cultural Preservation Office im Jahr 2016 prüfte das finnische Nationalmuseum die Sammlung von 614 Stücken neu. Im März 2018 stand fest, dass sie die Gebeine von 20 Menschen und 28 Grabbeigaben enthielt.[13] Die finnische Regierung stimmte der Rückgabe am 13. August 2020 zu, am 28. August schlossen Museum und Nationen ihre Vereinbarung.[14, 13] Am 12. September 2020 nahmen Vertreter der vier Nationen die Vorfahren in Durango in Colorado entgegen, am nächsten Morgen bestatteten sie sie in Mesa Verde. Nach Angaben des finnischen Museums war es das erste Mal, dass Ahnen aus der Gegend von Mesa Verde aus dem Ausland zu ihren Nachfahren zurückkehrten. Die übrigen Stücke der Sammlung bleiben in Finnland.[13, 14]

Die Rückkehr nach Hause hat in der Hopi-Kultur eine besondere Bedeutung.

Clark W. Tenakhongva, Vizevorsitzender der Hopi Tribe, gemeinsame Mitteilung der vier Nationen vom September 2020 Übersetzung der Redaktion[13]

Die US-Regierung unterstützte die Bitte der Nationen seit 2016. Das Bundesgesetz NAGPRA gilt nicht im Ausland; nach dem Innenministerium berufen sich die USA bei solcher Hilfe aber auf die Grundsätze dieses Gesetzes.[15]

Der Weg zum Nationalpark 1906

Schon am 12. Dezember 1886 forderte ein Leitartikel in der Zeitung "Denver Tribune Republican" den Schutz der Stätten durch den Bund oder den Staat, weil "vandals of modern civilization", Vandalen der modernen Zivilisation, sie zerstörten. 1900 gründeten Virginia McClurg und Lucy Peabody die Colorado Cliff Dwellings Association, die mit Briefen, Spenden und Pressereisen für einen Nationalpark warb. Der erste Gesetzentwurf im Februar 1901 scheiterte im Kongress, ebenso mindestens vier weitere.[3] Am 8. Juni 1906 trat der Antiquities Act in Kraft, der es zur Straftat machte, auf Bundesland alte Gegenstände oder Bauten zu sammeln oder zu zerstören. Am 29. Juni 1906 unterzeichnete Präsident Theodore Roosevelt das Gesetz über den Mesa Verde National Park.[3, 2] Nach der Mitteilung der vier Nationen half der Fall Nordenskiöld, die öffentliche Meinung für beide Gesetze zu gewinnen.[13]

Laut NPS war Mesa Verde der erste Nationalpark, der zum Schutz von Kulturerbe entstand; die UNESCO nennt ihn das erste archäologische Gebiet der Welt, das auf diese Weise geschützt wurde.[2, 10] Ab 1908 legte Jesse Walter Fewkes von der Smithsonian Institution die großen Stätten frei und besserte sie aus. Von 1958 bis 1965 untersuchte das Wetherill Mesa Archeological Project elf Stätten, darunter Long House; 1972 öffnete Wetherill Mesa für Besucher.[3] 1978 nahm die UNESCO den Park in die Liste des Welterbes auf.[10, 3]

Von 1996 bis 2003 verbrannten fünf große Waldbrände mehr als die Hälfte der Parkfläche. Bei den Erkundungen danach fanden Archäologen bis dahin unbekannte Stätten, nach der Seite zur Denkmalpflege 682 neue.[3, 5] Im Frühjahr 2006 wurden alle menschlichen Überreste und Grabbeigaben, die im Park gefunden worden waren, nach zwölf Jahren Beratung mit den verbundenen Nationen an einem geheim gehaltenen Ort im Park wieder bestattet, von Mitarbeitern des Parks und der Hopi Tribe.[3]

Zeitleiste

Zeitleiste: Mesa Verde
  1. 1180Ab etwa 1180 bauen die Ancestral Pueblo die meisten ihrer Dörfer in den Felsnischen, bis etwa 1280.[4]
  2. 1250Um die Mitte des 13. Jahrhunderts ziehen die Menschen über mehrere Jahrzehnte nach Süden.[1]
  3. 1859John S. Newberry steigt als erster bekannter Europäer auf die Mesa; seine Expedition nennt sie amtlich Mesa Verde.[3]
  4. September 1874William Henry Jackson fotografiert im Mancos Canyon den ersten Felsbau der Gegend.[3]
  5. 18.12.1888Richard Wetherill und Charles Mason sehen mit ihrem Ute-Führer Acowitz Cliff Palace.[3]
  6. 1891Gustaf Nordenskiöld gräbt in Mesa Verde und bringt rund 600 Fundstücke nach Europa.[3]
  7. 08.06.1906Der Antiquities Act stellt das Sammeln und Zerstören alter Gegenstände auf Bundesland unter Strafe.[3]
  8. 29.06.1906Präsident Theodore Roosevelt unterzeichnet das Gesetz über den Mesa Verde National Park.[2, 3]
  9. 1972Wetherill Mesa öffnet für Besucher.[3]
  10. 1978Die UNESCO nimmt Mesa Verde in die Liste des Welterbes auf.[3, 10]
  11. 2006Im Frühjahr werden alle im Park gefundenen menschlichen Überreste und Grabbeigaben an einem geheim gehaltenen Ort im Park wieder bestattet.[3]
  12. 2015Spruce Tree House wird wegen Steinschlaggefahr für Besucher gesperrt.[8]
  13. 13.09.2020Hopi, Acoma, Zia und Zuni bestatten in Mesa Verde 20 Vorfahren und 28 Grabbeigaben, die das Nationalmuseum von Finnland zurückgegeben hat.[13, 14]

Was ist heute in Mesa Verde zu sehen?

Der Park umfasst nach dem NPS mehr als 52.000 Acres, über 81 Quadratmeilen (210 Quadratkilometer) Mesas, Canyons, Hügel und Täler.[4] Die Zahl der Stätten geben die Seiten verschieden an: fast 5.000 auf der Seite zur Geschichte, mehr als 5.000 mit 600 Felsnischenbauten auf der Seite zu den Orten, mehr als 4.700 auf der Seite zur Denkmalpflege. Die UNESCO zählt rund 600 Felsbauten und weitere 4.300 Fundstätten.[2, 4, 5, 10] Der Park liegt auf 7.000 bis 8.500 Fuß Höhe, rund 2.134 bis 2.590 Meter; im Winter ist Schnee immer möglich.[7]

Mesa Verde ist laut NPS täglich und ganzjährig geöffnet, eine Reservierung für die Einfahrt braucht es nicht. Vom Besucherzentrum an der Highway 160 sind es 20 bis 21 Meilen (rund 32 bis 34 Kilometer), etwa 45 Minuten, bis zu den Stätten auf der Mesa, dem Museum und der Parkverwaltung. Besucherzentrum und Museum schließen nur an Thanksgiving, am ersten Weihnachtstag und an Neujahr, Wetherill Mesa ist im Winter zu (Stand: Oktober 2026).[9, 7] In die Felsbauten führen nur Führungen mit Rangern, für die man reservieren muss; ohne Führung ist nur Step House offen. Die Saison 2026 dauerte vom 4. Mai bis 21. Oktober.[6]

Zeiten und Bedingungen nennt die Seite des National Park Service; Führungen bucht man laut Park nur online oder per Telefon.[6]

Felsbauten und Stätten in Mesa Verde (Angaben des NPS, Stand: Oktober 2026)
StätteWas es istZugang laut NPS
Cliff Palacegrößter bekannter Felsbau Nordamerikas, gebaut 1190 bis 1280, Zuhause von mehr als 100 MenschenFührung, 45 Minuten, vier Leitern[6]
Balcony HouseFelsbau, den man über hohe Leitern und durch einen engen Tunnel erreichtFührung, eine Stunde[6]
Long Housezweitgrößter Felsbau im Park, mehr als 150 Räume, mit einer QuelleFührung, 90 Minuten, auf Wetherill Mesa[6]
Step HouseFelsbau von etwa 1200 und ältere Grubenhäuser von etwa 600 in derselben Nischeohne Führung, Ranger vor Ort[6]
Square Tower Housemit dem höchsten erhaltenen Bau im Park und originalem PutzFührung ins Hinterland, höchstens 10 Personen[6]
Spruce Tree HouseFelsbau beim Museumseit 2015 wegen Steinschlaggefahr gesperrt, nur von Aussichtspunkten zu sehen[8]
Far View Sitesam dichtesten besiedelte Dörfer auf der Hochfläche der Chapin MesaZufahrt wegen Bauarbeiten zeitweise gesperrt (Stand: 17. September 2026)[4, 8]

Neben dem Nationalpark liegt der Ute Mountain Ute Tribal Park, den die Ute Mountain Ute Tribe betreibt; sein Besucherzentrum steht an der Kreuzung der Highways 160 und 491. Auf das Land der Nation darf nur, wer mit einem Ute-Führer kommt; Touren auf eigene Faust erlaubt der Park nicht. Eine Tagestour führt mit vier Leitern und viereinhalb Meilen Weg zum Felsbau Morris 3. Die Tour zu den Felsbauten Casa Colorado und Casa Blanca hat der Park wegen Straßenbauarbeiten abgesagt (Stand: Oktober 2026).[17]

Hochfläche mit Wacholder und Pinyon-Kiefern am Rand eines tiefen Canyons, in der Ferne Tafelberge unter einem weiten Himmel am späten Nachmittag
Nachempfundene Szene: Hochfläche und Canyon im Gebiet von Mesa Verde Bild: KI-generiert

Karte

Die UNESCO verortet das Welterbe bei 37 Grad 15 Minuten nördlicher Breite und 108 Grad 29 Minuten westlicher Länge und gibt seine Fläche mit 21.043 Hektar an.[10]

Karte: Mesa Verde und Orte im Südwesten118° W116° W114° W112° W110° W108° W106° W104° W102° W30° N32° N34° N36° N38° N40° N1Mesa Verde2Monument Valley3Grand Canyon4Taos5Santa Fe
Karte: Mesa Verde und Orte im Südwesten
  1. 1Mesa Verde (Mesa Verde National Park) 37,26° N, 108,49° W[10]
  2. 2Monument Valley (Monument Valley Navajo Tribal Park (GPS-Koordinate laut Parkverwaltung)) 37,00° N, 110,10° W[20]
  3. 3Grand Canyon (Grand Canyon Village am Südrand) 36,05° N, 112,14° W[21]
  4. 4Taos (Taos, New Mexico) 36,39° N, 105,58° W[22]
  5. 5Santa Fe (Santa Fe, New Mexico) 35,66° N, 105,98° W[22]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Häufige Fragen

Wo liegt Mesa Verde?

Mesa Verde liegt im Südwesten von Colorado, in der Region der Four Corners, wo Colorado, New Mexico, Arizona und Utah aneinanderstoßen. Der Park liegt auf 7.000 bis 8.500 Fuß Höhe, also rund 2.130 bis 2.590 Metern. Das Besucherzentrum steht an der Highway 160, die Felsbauten liegen 20 bis 21 Meilen weiter südlich.

Wer lebte in Mesa Verde?

Die Felsbauten errichteten Ancestral Pueblo, also die Vorfahren der heutigen Pueblos und der Hopi. Menschen kamen nach Angaben des National Park Service schon vor etwa 12.000 Jahren in die Gegend. Die Ute sowie die Jicarilla Apache und die Mescalero Apache nutzten Mesa Verde als Jagd- und Sammelgebiet; für die Navajo kommt der Ort in vielen Geschichten und Liedern vor.

Warum verließen die Menschen Mesa Verde?

Ab der Mitte des 13. Jahrhunderts zogen die Bewohner über mehrere Jahrzehnte nach Süden. Der National Park Service nennt eine lange Dürre, knappe Mittel und soziale Umbrüche. Für die Pueblos gehört Wanderung zur eigenen Kultur; sie gründeten neue Dörfer am Rio Grande, am Little Colorado und auf den Hopi-Mesas.

Was bedeutet Anasazi?

Anasazi ist ein Wort aus dem Navajo. Das Indian Pueblo Cultural Center übersetzt es mit "alter Feind", der National Park Service mit "alte Feinde" oder "feindliche Vorfahren". Die Pueblos lehnen es für ihre Vorfahren ab; üblich ist heute Ancestral Pueblo.

Kann man die Felsbauten von Mesa Verde besuchen?

Ja, aber in die Felsbauten führen nur Führungen mit Rangern und Reservierung; ohne Führung ist nur Step House auf Wetherill Mesa offen. Die Führungen liefen 2026 vom 4. Mai bis 21. Oktober. Der Park selbst ist laut National Park Service ganzjährig geöffnet (Stand: Oktober 2026).

Seit wann ist Mesa Verde Nationalpark?

Seit dem 29. Juni 1906, als Präsident Theodore Roosevelt das Gesetz unterzeichnete. Laut National Park Service war es der erste Nationalpark, der zum Schutz von Kulturerbe entstand. 1978 nahm die UNESCO Mesa Verde in die Liste des Welterbes auf.

Was geschah mit den Funden von Nordenskiöld?

Gustaf Nordenskiöld brachte 1891 rund 600 Stücke aus Mesa Verde nach Europa, die später ins Nationalmuseum von Finnland kamen. Darunter waren die Gebeine von 20 Menschen und 28 Grabbeigaben. Finnland gab diese Gebeine und Grabbeigaben 2020 zurück; Hopi, Acoma, Zia und Zuni bestatteten sie am 13. September 2020 in Mesa Verde. Die übrigen Stücke der Sammlung blieben in Finnland.

Quellen

  1. Amtliche Stelle People. National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 02.04.2026. abgerufen am 26.10.2026
  2. Amtliche Stelle History and Culture. National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 31.12.2025. abgerufen am 26.10.2026
  3. Amtliche Stelle Histories of Mesa Verde (Zeitleiste). National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 31.12.2025. abgerufen am 26.10.2026
  4. Amtliche Stelle Places. National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 27.04.2026. abgerufen am 26.10.2026
  5. Amtliche Stelle Preservation of Archeological Sites. National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 21.04.2025. abgerufen am 26.10.2026
  6. Amtliche Stelle Cliff Dwelling Tours. National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 06.07.2026. abgerufen am 26.10.2026
  7. Amtliche Stelle Operating Hours and Seasons. National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 13.05.2026. abgerufen am 26.10.2026
  8. Amtliche Stelle Conditions and Alerts. National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 17.09.2026. abgerufen am 26.10.2026
  9. Amtliche Stelle Basic Information. National Park Service, Mesa Verde National Park. Stand 25.07.2025. abgerufen am 26.10.2026
  10. Amtliche Stelle Mesa Verde National Park (Eintrag 27 der Welterbeliste). UNESCO World Heritage Centre. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  11. Museum What Does Anasazi Mean, and Why Is It Controversial?. Indian Pueblo Cultural Center, Albuquerque. Stand 14.08.2018, geändert 08.01.2026. abgerufen am 26.10.2026
  12. Amtliche Stelle Visiting New Mexico Pueblos. National Park Service, Petroglyph National Monument. Stand 05.09.2025. abgerufen am 26.10.2026
  13. Amtliche Stelle Trump Administration Finalizes the Return of American Indian Ancestral Remains and Funerary Objects from Finland (Pressemitteilung). U.S. Department of the Interior. Stand 17.09.2020. abgerufen am 26.10.2026
  14. Tribal Nation Ute Mountain Ute Tribe, Startseite und Tribal Council. Ute Mountain Ute Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  15. Tribal Nation Ute Mountain Ute Tribal Park (Startseite). Ute Mountain Ute Tribe, Tribal Park. Stand ohne Datum (Termine 2026). abgerufen am 26.10.2026
  16. Tribal Nation Welcome to the Hopi Tribe (Startseite). The Hopi Tribe. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  17. Nachschlagewerk Steven G. Baker: Juan Antonio María de Rivera. Colorado Encyclopedia. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  18. Tribal Nation Monument Valley Navajo Tribal Park. Navajo Nation Parks and Recreation. Stand 2026. abgerufen am 26.10.2026
  19. Amtliche Stelle 2024 Gazetteer Files, Places, New Mexico. U.S. Census Bureau. Stand 2024. abgerufen am 25.10.2026

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