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Monument Valley

Kurz erklärt Das Monument Valley liegt an der Grenze von Utah und Arizona im Land der Navajo Nation; auf Navajo heißt es Tse'Bii'Ndzisgaii. Der Monument Valley Navajo Tribal Park umfasst 91.696 Acres und wird von Navajo Nation Parks and Recreation verwaltet. Bekannt wurde das Tal durch John Ford, der dort Stagecoach (1939) drehte, und durch Western wie Spiel mir das Lied vom Tod, für den laut AFI-Katalog im Sommer 1968 vier Wochen Außenaufnahmen dort vorgesehen waren.

Zwei rote Sandsteinbuttes mit schmalen Felsfingern über einer weiten Wüstenebene mit Sand und Büschen im warmen Licht der tief stehenden Sonne
Bild: KI-generiert

Was ist das Monument Valley?

Das Monument Valley liegt an der Grenze zwischen dem Südosten von Utah und dem Norden von Arizona, im Land der Navajo Nation. Seine frei stehenden Blöcke aus Sandstein gehören laut Utah History Encyclopedia zu den eindrucksvollsten Felsformationen des Colorado-Plateaus.[2] Den Kern des Tals schützt der Monument Valley Navajo Tribal Park. Er ist 91.696 Acres (rund 371 Quadratkilometer) groß, reicht über Utah und Arizona und wird von der Behörde Navajo Nation Parks and Recreation verwaltet. Auf Navajo heißt das Tal Tse'Bii'Ndzisgaii.[1]

Die Navajo nennen sich selbst Diné und ihr Land Diné Bikéyah; es reicht über Utah, Arizona und New Mexico und umfasst mehr als 27.000 Quadratmeilen.[9] Im Tal lebten laut einem HistoryNet-Beitrag, der im Juni 2009 im Magazin Wild West erschien, weniger als 1.000 Diné das ganze Jahr über, viele ohne fließendes Wasser oder Strom. Viele wohnten in Hogans, den traditionellen sechs- oder achteckigen Häusern mit gewölbtem Dach.[5] Die Felsen ragen laut Parkverwaltung 400 bis 1.000 Fuß (rund 120 bis 300 Meter) hoch; als Höhe über dem Meeresspiegel nennt sie 5.564 Fuß (rund 1.696 Meter).[1]

Wie sind die Felsen im Monument Valley entstanden?

Die Gesteine im Monument Valley sind Sedimente aus Perm, Trias und Jura, zusammen über 3.000 Fuß (rund 900 Meter) dick, vor allem roter Schieferton, Siltstein und feiner Sandstein. Im Tertiär und Quartär wurden sie tief abgetragen. Die Buttes, Mesas und Felsnadeln sind Reste dieser Schichten, so ein Bericht des US Geological Survey (USGS) von 1959.[3] Nach der Utah Geological Survey entfernten Verwitterung und Erosion Hunderte Fuß Gestein vom Talboden, zurück blieben einzelne Blöcke aus Schieferton, Sandstein und Konglomerat, die heutigen "Monuments".[4] Die Parkverwaltung der Navajo Nation spricht von 50 Millionen Jahren, in denen Wind und Wasser das Plateau abtrugen.[1]

Von unten nach oben folgen nach dem USGS-Bericht diese Schichten: Der Organ Rock aus rotem sandigem Siltstein und Schieferton ist bis zu 696 Fuß (rund 212 Meter) dick. Darüber liegt der massige, meist rote De-Chelly-Sandstein, bis zu 450 Fuß (rund 137 Meter) stark; zusammen mit dem darüberliegenden Hoskinnini bildet er die Steilwände. Es folgt der Moenkopi, der einen steilen Hang bildet, und obenauf der harte Shinarump, der die meisten Mesas abdeckt.[3] Die rote Farbe von Sand und Fels kommt laut Utah History Encyclopedia vom Eisenoxid, die schwarzen Streifen an den Wänden, der Wüstenlack, vom Manganoxid. El Capitan im Tal ist ein Rest vulkanischer Tätigkeit.[2]

Hohe rote Felswand aus Sandstein mit dunklen Streifen von oben nach unten, davor ein Hang aus Geröll und vereinzelte Wacholderbüsche
Steile Sandsteinwände mit Wüstenlack, wie sie die Buttes im Monument Valley zeigen Bild: KI-generiert

Geschichte des Monument Valley

Frühe Bewohner, Paiute und Diné

Der Historiker Robert S. McPherson nennt in der Utah History Encyclopedia als früheste Bewohner Jäger der Eiszeit (12.000 bis 6.000 vor Christus), Jäger und Sammler der archaischen Zeit und Ackerbauern, die er Anasazi nennt (1 bis 1300 nach Christus; zu diesem Wort siehe Mesa Verde). Deren Keramik gehört zur Kayenta-Gruppe.[2] Schon ab dem 14. Jahrhundert kamen San Juan Paiute als Jäger und Sammler in die Gegend. Sie nannten sie laut McPherson "Tal oder baumlose Gegend zwischen den Felsen" und verbanden die Landschaft mit Geschichten über übernatürliche Kräfte.[2] Zu den Paiute zählt heute die San Juan Southern Paiute Tribe, die der National Park Service unter den Nationen mit traditioneller Verbindung zum Grand Canyon führt.[10]

Die Diné lebten laut HistoryNet nach den Menschen, die der Beitrag Anasazi nennt, im Tal, hielten Schafe, Ziegen und Pferde und bauten Mais, Bohnen und Kürbis an.[5] Anfang der 1860er Jahre schickte Kit Carson laut McPherson Ute in die Gegend, um Navajo gefangen zu nehmen; viele flohen in abgelegene Gebiete wie den Navajo Mountain. Die meisten kehrten 1868 aus der Gefangenschaft zurück (mehr auf der Seite Der Lange Marsch der Navajo).[2]

Silbersucher, Reservat und Handelsposten

Nach der Rückkehr kamen Bergleute, die nach Silber suchten. Zwei von ihnen, Ernest Mitchell und James Merrick, wurden laut McPherson von Ute oder Paiute getötet, bei Felsen, die heute ihre Namen tragen.[2] 1884 fügte Präsident Chester A. Arthur die Gegend durch eine Verfügung (Executive Order) dem Reservat der Navajo hinzu.[2, 5] 1906 eröffneten John Wetherill und Clyde Colville in Oljeto einen Handelsposten, der vier Jahre bestand. Harry Goulding gründete seinen Posten nach McPherson 1924.[2] HistoryNet schreibt, Goulding sei im Sommer 1921 zum ersten Mal ins Tal gekommen, habe ab 1923 mit seiner Frau Leone, genannt Mike, dort in einem Zelt gelebt und dann auf der Utah-Seite ein zweistöckiges Haus mit Handelsposten gebaut.[5]

Im Shinarump liegen Lagerstätten von Uran und Vanadium. Im Sommer 1952 untersuchte der USGS im Auftrag der Atomenergiekommission der USA die Schichten im Utah-Teil des Tals mit Geigerzählern und fand dabei eine bedeutende Lagerstätte, die die Kommission danach anbohrte.[3] In den 1950er Jahren förderte Goulding laut McPherson die Arbeit von Navajo im Uranbergbau und als Darsteller in Filmen.[2]

Der Tribal Park

Nach Unterlagen des Navajo Parks and Recreation Department, die Indian Country Today 2008 wiedergab, wurde die Resolution zur Einrichtung des Monument Valley Navajo Tribal Park am 11. Juli 1958 genehmigt, nachdem das Tal dem Beratungsausschuss des Navajo Tribal Council vorgestellt worden war.[11] HistoryNet schreibt, 1958 sei etwa ein Drittel des 92.000 Acres großen Tals zum Tribal Park geworden; die Parkverwaltung nennt heute 91.696 Acres für den Park.[5, 1] Andere Teile des Tals sind den Diné nach HistoryNet heilig und für Außenstehende meist gesperrt.[5] Mit dem Park machte die Navajo Nation die Felsen nach McPherson für Tausende Besucher im Jahr zugänglich.[2]

Monument Valley im Western

1938 hörte Harry Goulding laut HistoryNet, dass eine Filmfirma in Flagstaff nach Drehorten suchte. Er fuhr mit Fotos des Tals, die der deutsche Fotograf Josef Muench gemacht hatte, nach Los Angeles. John Ford sah die Bilder und drehte im Tal Stagecoach mit John Wayne; Diné spielten darin feindliche Apachen.[5] Deutsch heißt der Film "Höllenfahrt nach Santa Fé" oder "Ringo".[7] Laut dem Katalog des American Film Institute (AFI) war es Fords erster Film im Monument Valley; gedreht wurde auch in Kalifornien und bei Kayenta und Mesa in Arizona.[6] Die Bundeszentrale für politische Bildung schreibt, Ford habe mit Stagecoach das Monument Valley als Kulisse des klassischen Western etabliert.[7]

Für My Darling Clementine baute 20th Century Fox 1946 im Tal eine Stadtkulisse von Tombstone mit 40 Gebäuden. Es folgten nach HistoryNet Fort Apache (1948), She Wore a Yellow Ribbon (1949), The Searchers (1956), Sergeant Rutledge (1960) und Cheyenne Autumn (1964), zusammen sieben Western.[5] Auch die Utah Geological Survey nennt Stagecoach als Fords ersten Film dort und zählt My Darling Clementine, Fort Apache und The Searchers zu den Filmen, die das Tal zeigen.[4]

Weitere Drehorte stellt die Seite Western-Drehorte im Überblick vor. Für Spiel mir das Lied vom Tod von Sergio Leone meldete die Zeitung Daily Variety am 31. Juli 1968, Henry Fonda sei aus Spanien zurück; als Nächstes standen vier Wochen Außenaufnahmen im Monument Valley an.[8]

Gerade, staubige Schotterpiste zieht sich durch eine flache Wüste auf eine Reihe roter Tafelberge zu, Wolkenschatten auf dem Boden
Nachempfundene Szene: Piste durch das Tal auf die Tafelberge zu Bild: KI-generiert

Zeitleiste

Zeitleiste: Monument Valley
  1. 1868Die meisten Diné kehren aus der Gefangenschaft zurück.[2] Der Lange Marsch der Navajo
  2. 1884Präsident Chester A. Arthur fügt die Gegend durch Executive Order dem Navajo-Reservat hinzu.[2, 5]
  3. 1906John Wetherill und Clyde Colville eröffnen in Oljeto einen Handelsposten.[2]
  4. 1924Harry Goulding gründet seinen Handelsposten (McPherson); laut HistoryNet lebt er dort schon ab 1923.[2, 5]
  5. 1938Goulding bringt Fotos des Tals nach Los Angeles; John Ford wählt es als Drehort für Stagecoach.[5] John Ford
  6. 1939Stagecoach kommt in die Kinos, Fords erster Film im Monument Valley.[6, 7] Höllenfahrt nach Santa Fé
  7. 1946Für My Darling Clementine entsteht im Tal eine Stadtkulisse von Tombstone mit 40 Gebäuden.[5]
  8. 1952Der US Geological Survey untersucht im Utah-Teil des Tals die uranhaltigen Schichten des Shinarump.[3]
  9. 1958Laut Navajo Parks and Recreation Department wird die Resolution zur Einrichtung des Monument Valley Navajo Tribal Park genehmigt (11. Juli 1958); HistoryNet nennt etwa ein Drittel des Tals.[11, 5]
  10. Juli 1968Daily Variety meldet für Spiel mir das Lied vom Tod vier Wochen geplante Außenaufnahmen im Monument Valley.[8] Spiel mir das Lied vom Tod

Was ist heute im Monument Valley zu sehen?

Den Tribal Park betreibt Navajo Nation Parks and Recreation. Vom Besucherzentrum blickt man auf die beiden Mitten Buttes und den Merrick Butte; es hat ein Museum und im Sommer ein Restaurant mit Gerichten der Navajo-Küche. Eine 17 Meilen (rund 27 Kilometer) lange Rundstraße führt durch das Tal, Motorräder sind dort wegen unebenen Geländes und tiefer Sanddünen nicht zugelassen. Orte wie Ear of the Wind sind nur mit geführten Touren von Navajo-Anbietern erreichbar. Zu Fuß führt der Wildcat Trail 1,5 Meilen (rund 2,4 Kilometer) weit, dafür trägt man sich im Besucherzentrum ein (Stand: Oktober 2026).[1]

Für Fotografie und Filmaufnahmen, Hochzeiten und Malerei verlangt die Parkverwaltung eine Sondergenehmigung. An großen Feiertagen der Navajo Nation, etwa Thanksgiving, dem ersten Weihnachtstag und Neujahr, ist der Park geschlossen; ab dem 17. Oktober gelten kürzere Winterzeiten (Stand: Oktober 2026).[1] Öffnungszeiten nennt die Seite von Navajo Nation Parks and Recreation. Gouldings alter Handelsposten nahe dem Tal ist laut einem HistoryNet-Beitrag von 2009 ein Museum.[5]

Karte

Als GPS-Koordinate nennt die Parkverwaltung 37,00414 Grad Nord und 110,09889 Grad West.[1] Kayenta in Arizona liegt nach dem USGS-Bericht etwa 25 Meilen (40 Kilometer) südlich des Utah-Teils, Monticello in Utah 115 Meilen (rund 185 Kilometer) Straße nordöstlich.[3]

Karte: Monument Valley und Nachbarlandschaften im Südwesten118° W116° W114° W112° W110° W108° W106° W104° W102° W30° N32° N34° N36° N38° N40° N1Monument Valley2Grand Canyon3Mesa Verde
Karte: Monument Valley und Nachbarlandschaften im Südwesten
  1. 1Monument Valley (Monument Valley Navajo Tribal Park (GPS-Koordinate laut Parkverwaltung)) 37,00° N, 110,10° W[1]
  2. 2Grand Canyon (Grand Canyon Village am Südrand) 36,05° N, 112,14° W[12]
  3. 3Mesa Verde (Mesa Verde National Park) 37,26° N, 108,49° W[13]
Umrisse: Natural Earth (gemeinfrei). Eigene Darstellung ohne Kartendienst.

Monument Valley im Film

Im Film

Häufige Fragen

Wo liegt das Monument Valley?

An der Grenze zwischen dem Südosten von Utah und dem Norden von Arizona, im Land der Navajo Nation. Der Tribal Park erstreckt sich über beide Bundesstaaten, die Parkverwaltung nennt 5.564 Fuß (rund 1.696 Meter) Höhe über dem Meeresspiegel. Kayenta in Arizona liegt etwa 25 Meilen (40 Kilometer) südlich des Utah-Teils.

Ist das Monument Valley ein Nationalpark?

Nein. Es ist ein Tribal Park der Navajo Nation, den Navajo Nation Parks and Recreation verwaltet. Für Foto- und Filmaufnahmen, Hochzeiten und Malerei verlangt die Parkverwaltung eine Sondergenehmigung.

Wie sind die Felsen im Monument Valley entstanden?

Die Buttes und Mesas sind Reste von Sedimentschichten aus Perm, Trias und Jura, zusammen über 3.000 Fuß (rund 900 Meter) dick. Wind und Wasser trugen das Gestein ringsum ab, harte Deckschichten schützen die stehen gebliebenen Felsen. Die Parkverwaltung der Navajo Nation spricht von 50 Millionen Jahren Erosion.

Welche Western wurden im Monument Valley gedreht?

John Ford drehte dort Stagecoach (1939), seinen ersten Film im Tal, und danach unter anderem My Darling Clementine, Fort Apache, She Wore a Yellow Ribbon, The Searchers und Cheyenne Autumn. Für Spiel mir das Lied vom Tod von Sergio Leone standen im Sommer 1968 vier Wochen Außenaufnahmen im Tal an.

Wie heißt das Monument Valley auf Navajo?

Navajo Nation Parks and Recreation schreibt den Namen Tse'Bii'Ndzisgaii. Die Diné leben bis heute im Tal; nach einem HistoryNet-Beitrag von 2009 wohnten weniger als 1.000 Menschen das ganze Jahr dort.

Kann man das Monument Valley besuchen?

Ja. Der Tribal Park hat ein Besucherzentrum mit Museum und eine 17 Meilen (rund 27 Kilometer) lange Rundstraße; manche Orte sind nur mit geführten Touren von Navajo-Anbietern erreichbar (Stand: Oktober 2026). An großen Feiertagen der Navajo Nation ist der Park geschlossen.

Quellen

  1. Tribal Nation Monument Valley Navajo Tribal Park. Navajo Nation Parks and Recreation. Stand 2026. abgerufen am 26.10.2026
  2. Nachschlagewerk Robert S. McPherson: Monument Valley (Utah History Encyclopedia, hrsg. von Allen Kent Powell). University of Utah Press; Website Utah Education Network. Stand 1994. abgerufen am 26.10.2026
  3. Amtliche Stelle Mackenzie Cope: Glad You Asked: What Movies Feature Utah Geology? (Survey Notes 54, Nr. 1). Utah Geological Survey. Stand Januar 2022. abgerufen am 26.10.2026
  4. Presse Amy Chan: Monumental Vision. HistoryNet. Stand 27.03.2018. abgerufen am 26.10.2026
  5. Filmdatenbank Stagecoach (1939), AFI Catalog of Feature Films. American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  6. Amtliche Stelle Ringo/Höllenfahrt nach Santa Fé/Stagecoach (Der Filmkanon). Bundeszentrale für politische Bildung. Stand 23.10.2014. abgerufen am 26.10.2026
  7. Filmdatenbank Once Upon a Time in the West (1969), AFI Catalog of Feature Films. American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  8. Tribal Nation History. Navajo Nation. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026
  9. Amtliche Stelle Associated Tribes. National Park Service, Grand Canyon National Park. Stand 10.03.2026. abgerufen am 26.10.2026
  10. Presse ICT Staff: Celebrate Monument Valley Navajo Tribal Park's 50th anniversary in 2008. Indian Country Today (ICT). Stand 09.04.2008. abgerufen am 26.10.2026
  11. Amtliche Stelle Mesa Verde National Park (Eintrag 27 der Welterbeliste). UNESCO World Heritage Centre. Stand ohne Datum. abgerufen am 26.10.2026

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