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John Ford

Kurz erklärt John Ford war ein amerikanischer Filmregisseur, geboren am 1. Februar 1894 in Cape Elizabeth (Maine), gestorben am 31. August 1973 in Palm Desert (Kalifornien). Bekannt ist er heute vor allem für Western wie Stagecoach, Der schwarze Falke und Der Mann, der Liberty Valance erschoss; sieben seiner Western drehte er im Monument Valley. Seine vier Oscars für die beste Regie bekam er für Filme, die keine Western sind.

Hohe Tafelberge und Felstürme aus rotem Sandstein über einer flachen Wüstenebene mit Beifußsträuchern, darüber große weiße Wolken im Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Wer war John Ford?

John Ford war ein amerikanischer Filmregisseur. Britannica schreibt, er sei heute vor allem für seine Western bekannt, obwohl keiner der Filme, für die er den Oscar für die beste Regie gewann, ein Western ist: The Informer (1935), The Grapes of Wrath (1940), How Green Was My Valley (1941) und The Quiet Man (1952).[1] Geboren wurde er nach Britannica und filmportal.de am 1. Februar 1894 in Cape Elizabeth in Maine; der Filmdienst nennt 1895.[1, 2, 3] Er starb am 31. August 1973 in Palm Desert in Kalifornien.[1, 2]

Als Geburtsnamen nennt filmportal.de John Martin Feeney, Britannica schreibt John Martin Feeny. Ford habe oft behauptet, Sean Aloysius O'Feeney oder O'Fearna zu heißen; filmportal.de führt Sean Aloysius O'Fearna als weiteren Namen.[1, 2] Er war nach Britannica ein irischstämmiger Amerikaner aus Neuengland, ein Sohn von Einwanderern.[1] Seine Filme zeigen laut Britannica ein Ideal amerikanischer Männlichkeit aus der Zeit um 1900: treu, bescheiden und doch tüchtig, verlässlich in einer Rauferei und an die Pflicht gebunden. Sie hätten stark geprägt, wie die Amerikaner ihre eigene Geschichte und ihre Werte sehen.[1]

Ford in der Stummfilmzeit

Beim Film fing Ford in der Stummfilmzeit an, als Gehilfe für alles bei den Filmen seines Bruders Francis, der Schauspieler und Regisseur war. Bis zum Ende der Stummfilmzeit hatte er nach Britannica mehr als 60 Filme gedreht, darunter Dutzende Western, oft mit Harry Carey als "Cheyenne Harry", einem trinkfesten Outlaw, der gern den Schwachen hilft.[1] Nach Einführung des Tonfilms folgten mehr als 60 weitere Spielfilme.[1]

Mit The Iron Horse (1924), deutsch "Das eiserne Pferd", über den Bau der transkontinentalen Eisenbahn in den 1860er Jahren riskierte Ford nach Britannica seinen Ruf, weil er Budget und Zeitplan weit überzog. Der Film wurde ein großer Erfolg bei Publikum und Kritik und stellte ihn neben D. W. Griffith und Cecil B. DeMille.[1] Der Filmdienst schreibt, er sei ganz an Originalschauplätzen gedreht worden, für die damalige Zeit sehr ungewöhnlich.[21] Seit 2011 steht er im National Film Registry der Library of Congress.[20] Drei rauhe Gesellen (Three Bad Men, 1926) nennt der Filmdienst Fords letzten Stummfilmwestern; er spielt unter Siedlern, die 1876 in das neu freigegebene Dakota ziehen.[22]

Stagecoach und das Monument Valley

Nach Nollen hatte Ford mehr als zehn Jahre keinen Western gedreht, als 1938 Höllenfahrt nach Santa Fé entstand, im Original Stagecoach.[1, 16] Den Drehort fand er über den Händler Harry Goulding: Laut HistoryNet hörte Goulding 1938, dass eine Filmfirma in Flagstaff nach Drehorten suchte, und fuhr mit Fotos des deutschen Fotografen Josef Muench nach Los Angeles.[17] Der Journalist Glenn Frankel schreibt, Goulding und seine Frau seien mit ihren letzten 80 Dollar nach Hollywood gefahren; Ford habe sich in die Bilder verliebt und United Artists Goulding einen Scheck über 5.000 Dollar ausstellen lassen, damit er Essen, Wasser und Zelte für das Filmteam besorgte.[18]

Laut AFI-Katalog war Stagecoach Fords erster Film im Monument Valley, gedreht von Anfang November 1938 bis zum 7. Januar 1939, dazu an Orten in Kalifornien und bei Kayenta und Mesa in Arizona.[15] Ford schlief nach HistoryNet im Handelsposten der Gouldings, die meisten anderen in Zelten.[17] John Wayne spielt den Ringo Kid, Claire Trevor die Dallas.[23] Bei der Oscarverleihung 1940 hatte der Film sieben Nominierungen, darunter Ford für die Regie, und gewann zwei: Thomas Mitchell als bester Nebendarsteller und die Filmmusik. Den Regiepreis bekam Victor Fleming für Gone with the Wind.[5]

Zweistöckiges Haus aus rotbraunem Sandstein mit Holzveranda am Fuß einer hohen Felswand, davor ein Feldweg und Wacholderbüsche im warmen Abendlicht
Ein Steinhaus am Fuß einer Felswand in der Wüste des Colorado-Plateaus Bild: KI-generiert

John Ford, das Monument Valley und die Navajo

Nach HistoryNet drehte Ford im Tal sieben Western. Für My Darling Clementine (1946, deutsch "Faustrecht der Prärie") baute 20th Century Fox dort für 250.000 Dollar eine Stadtkulisse von Tombstone mit 40 Gebäuden. Es folgten Fort Apache (1948), She Wore a Yellow Ribbon (1949), The Searchers (1956), Sergeant Rutledge (1960) und Cheyenne Autumn (1964).[17] Ein Felsvorsprung mit Blick über den nördlichen Teil des Tals heißt John Ford's Point und soll nach Frankel Fords Lieblingsplatz gewesen sein.[17, 18]

Das Tal liegt im Reservat der Navajo Nation.[17, 18] Die Navajo nennen sich selbst Diné; die Navajo Nation führt das Wort in den Namen ihrer Ämter, und die University of Arizona übersetzt es mit "das Volk".[39, 40] Nach Werbeangaben, die der AFI-Katalog zitiert, entstand Stagecoach mit Unterstützung der Behörden für die Navajo und Apachen und des US-Innenministeriums.[15] Die Armut im Reservat bewog Ford nach Nollen, Hunderte Navajo für 3 Dollar am Tag einzustellen, als Helfer des Teams, für kleine Rollen und als Statisten in den Actionszenen.[16] Für die Filme nach dem Krieg zahlte er nach Frankel zunächst 5 Dollar am Tag in bar. Die Statisten spielten Apachen, Comanche oder Cheyenne, je nachdem, was Ford gerade brauchte. Als schwere Stürme im Winter 1948 die Gegend trafen, ließ Ford über das Militär Lebensmittel und Heu einfliegen.[18]

Für The Searchers kam Ford im Sommer 1955 zurück. Goulding baute nach Frankel eine Zeltstadt für 300 Mitglieder des Filmteams, und Ford stellte zusätzlich 300 Navajo ein. Am 4. Juli nahmen die Navajo ihn als Mitglied auf und schenkten ihm ein Hirschleder mit dem Namen Natani Nez, auf Englisch "Tall Leader". Ford nannte diese Ehrung später bedeutender als seine Oscars.[18] Mehr über die Nation steht auf der Seite Navajo (Diné), über die Western im Tal auf Western-Drehorte im Überblick.

Wie viele Oscars gewann John Ford?

Als besten Regisseur zeichnete die Academy Ford am 5. März 1936 für The Informer aus, deutsch "Der Verräter", am 27. Februar 1941 für The Grapes of Wrath ("Früchte des Zorns"), am 26. Februar 1942 für How Green Was My Valley ("Schlagende Wetter"), der auch bester Film wurde, und am 19. März 1953 für The Quiet Man ("Der Sieger").[3, 4, 6, 7, 11] Für Stagecoach war er 1940 nominiert.[5]

Dazu kommen zwei Oscars für Dokumentarfilme, die Ford im Zweiten Weltkrieg für die Fotoabteilung der Navy drehte: The Battle of Midway (1942) und December 7th (1943), ausgezeichnet bei den Verleihungen 1943 und 1944.[1, 8, 9] Als Preisträger nennt die Academy in beiden Fällen die United States Navy.[8, 9] Den Oscar für die Kamera in Farbe bekam 1950 Winton Hoch für Fords She Wore a Yellow Ribbon.[10]

John Ford im Zweiten Weltkrieg

Nach seiner eigenen Erzählung, die das Naval History and Heritage Command veröffentlicht, holten ihn um 1932 Admiral Frank Scofield und Captain Herbert Jones zurück in die Reserve der Navy, damit er eine Abteilung für Filmaufnahmen aufbaute. Im August 1941 wurde er in den aktiven Dienst gerufen. Er leitete als Commander die Field Photographic Branch des Office of Strategic Services (OSS); die meisten seiner Leute kamen aus Hollywood.[12] Im Juni 1942 filmte er auf Midway den japanischen Luftangriff vom Dach eines Kraftwerks aus. Als eine Bombe einen Hangar traf, wurde er bewusstlos, die Aufnahme bekam er trotzdem; sie ist nach seinen Worten in The Battle of Midway zu sehen.[12] Seine Auszeichnung galt nach eigener Aussage eher seiner Verwundung auf einem ungeschützten Posten.[12]

Für das OSS war er nach Britannica am D-Day am Omaha Beach dabei. Er verließ den aktiven Dienst als Captain und wurde später Ehren-Konteradmiral; auf seinem Grabstein steht "Admiral John Ford".[1] Seinen einzigen richtigen Film über den Zweiten Weltkrieg, They Were Expendable (1945) mit John Wayne, nennt Britannica einen außergewöhnlichen Film, obwohl Ford ihn manchmal schlechtredete.[1]

Eine alte Filmkamera aus Metall auf einem Holzstativ am Sandstrand einer flachen Koralleninsel, dahinter Palmen und das tiefblaue Meer unter Haufenwolken
Eine alte Filmkamera am Strand einer Pazifikinsel Bild: KI-generiert

Die Kavallerie-Trilogie

Nach dem Krieg drehte Ford drei Western über die US-Kavallerie, alle mit John Wayne: Fort Apache (1948), She Wore a Yellow Ribbon (1949) und Rio Grande (1950).[26, 28, 29] Der Filmdienst spricht von John Fords Kavallerie-Trilogie, Nollen von einer losen Trilogie.[16, 29] In Fort Apache, deutsch "Bis zum letzten Mann", führt der Hochmut eines verbitterten Kavallerieoffiziers seine Einheit in den Untergang gegen die Apachen, und nach seinem Tod wird er doch zum Helden gemacht. Der Filmdienst sieht darin eine Abwandlung der Legende von Custers letzter Schlacht.[26] Den Offizier spielt Henry Fonda, Wayne den Captain Kirby York.[26] Der mexikanische Schauspieler Miguel Inclán spielt nach HistoryNet den Apachenführer Cochise.[17] Was über Custer belegt ist, steht auf den Seiten George Armstrong Custer und Schlacht am Little Bighorn.

In She Wore a Yellow Ribbon, deutsch "Der Teufelshauptmann", soll ein Captain der Kavallerie 1876 in den Ruhestand gehen, führt aber noch eine gefährliche Patrouille, um Blutvergießen zu verhindern. Die Bilder sind nach dem Filmdienst dem Westernmaler Frederic Remington nachempfunden.[28] In Rio Grande lebt ein Offizier 1879 von seiner Frau getrennt in einem Fort in Texas, bis erst sein Sohn als Rekrut und dann die Frau dort auftauchen; der Filmdienst findet ihn weniger geschlossen als die beiden anderen Teile.[29]

Drei abgenutzte Militärsättel mit blauen Wolldecken und ein Signalhorn aus Messing hängen über einem verwitterten Holzgeländer vor einer Lehmziegelmauer im Abendlicht
Sättel und ein Signalhorn vor einer Mauer aus Lehmziegeln Bild: KI-generiert

Welche Western drehte John Ford?

Die Tabelle nennt die 17 Western, die das Lexikon des internationalen Films unter Fords Regie verzeichnet, mit dem Produktionsjahr und den ersten Darstellern laut Filmdienst. Von den Dutzenden Stummfilmwestern, die Britannica erwähnt, stehen dort nur zwei.[1, 3]

Western von John Ford im Lexikon des internationalen Films
FilmOriginaltitelJahrHauptrollen
Das eiserne PferdThe Iron Horse1924George O'Brien, Madge Bellamy[21]
Drei rauhe GesellenThree Bad Men1926George O'Brien, Olive Borden[22]
Höllenfahrt nach Santa Fé (Ringo)Stagecoach1939John Wayne, Claire Trevor[23]
Trommeln am MohawkDrums Along the Mohawk1939Claudette Colbert, Henry Fonda[24]
Faustrecht der PrärieMy Darling Clementine1946Henry Fonda, Linda Darnell, Victor Mature[25]
Bis zum letzten MannFort Apache1948John Wayne, Henry Fonda[26]
Spuren im SandThree Godfathers1948John Wayne, Pedro Armendáriz[27]
Der TeufelshauptmannShe Wore a Yellow Ribbon1949John Wayne, Joanne Dru[28]
Rio GrandeRio Grande1950John Wayne, Maureen O'Hara[29]
Westlich St. LouisWagonmaster1950Ward Bond, Ben Johnson[30]
Der schwarze FalkeThe Searchers1956John Wayne, Jeffrey Hunter[31]
Der letzte BefehlThe Horse Soldiers1959John Wayne, William Holden[32]
Mit einem Fuß in der HölleSergeant Rutledge1960Jeffrey Hunter, Woody Strode[33]
Zwei ritten zusammenTwo Rode Together1960James Stewart, Richard Widmark[34]
Der Mann, der Liberty Valance erschossThe Man Who Shot Liberty Valance1961James Stewart, John Wayne[35]
Das war der Wilde Westen (mit Henry Hathaway, George Marshall, Richard Thorpe)How the West Was Won1961Carroll Baker, Henry Fonda, James Stewart[36]
CheyenneCheyenne Autumn1963Richard Widmark, Carroll Baker[37]

Britannica datiert Der Mann, der Liberty Valance erschoss auf 1962 und Cheyenne Autumn auf 1964; die Library of Congress führt Liberty Valance und Das war der Wilde Westen unter 1962.[1, 20] In der Liste der zehn besten Western, die das American Film Institute 2008 veröffentlichte, steht The Searchers auf Platz 1 und Stagecoach auf Platz 9.[19] In das National Film Registry der Library of Congress kamen unter anderem The Iron Horse (2011), Stagecoach (1995), My Darling Clementine (1991), The Searchers (1989), The Man Who Shot Liberty Valance (2007) und How the West Was Won (1997).[20]

Faustrecht der Prärie erzählt nach dem Filmdienst von Wyatt Earp, der sich in Tombstone als Sheriff anwerben lässt; Ford habe Earp noch persönlich gekannt und verkläre die Ereignisse zum poetischen Mythos.[25] Was über die Schießerei belegt ist, steht auf der Seite Schießerei am O.K. Corral. Westlich St. Louis begleitet einen Treck von Mormonen nach Westen, den der Filmdienst eine von Fords schönsten Arbeiten im Genre nennt.[30] Bei Britannica steht, dass die Helden zwei einfache Cowboys sind, gespielt von den Nebendarstellern Ben Johnson und Harry Carey Jr.[1]

Die späten Western: Liberty Valance und Cheyenne Autumn

Nach dem Krieg holte Ford laut Britannica einiges nach, was in seinen Filmen gefehlt hatte.[1] Der schwarze Falke (1956) erzählt nach dem Filmdienst von der fünf Jahre langen Suche eines einsamen Mannes nach seiner Nichte, die Comanche entführt haben.[31] In Sergeant Rutledge (1960) geht es um die Buffalo Soldiers, die afroamerikanischen Soldaten im Westen.[1] Der Filmdienst beschreibt den Prozess gegen einen schwarzen Sergeant, der 1881 in Arizona des Mordes angeklagt und am Ende freigesprochen wird, gespielt von Woody Strode.[33] Zwei ritten zusammen (1960) wirkt auf den Filmdienst wie eine schwächere Abwandlung von Der schwarze Falke.[34]

In Der Mann, der Liberty Valance erschoss stellte Ford nach Britannica sein eigenes Vermächtnis offen in Frage. Aus dem lachenden Ringo Kid von Stagecoach, der sich den Brüdern Plummer in einem fairen Kampf stellt, ist bei Wayne der Rancher Tom Doniphon geworden, der den Banditen aus dem Hinterhalt erschießt und den Ruhm einem anderen überlässt.[1] Der Filmdienst nennt den Film einen Western über den Mythos des Western, der die Legende erzählt und sie zugleich kritisch befragt.[35] Bei Das war der Wilde Westen inszenierte Ford den Teil über den Bürgerkrieg; nach dem Filmdienst nutzt gerade diese Episode die Möglichkeiten des Breitwandverfahrens Cinerama klug.[36]

Cheyenne Autumn (1964), deutsch "Cheyenne", erkennt nach Britannica das brutale Unrecht an, das indigene Nationen nach Fords Überzeugung durch Weiße erlitten hatten.[1] Der Film folgt nach dem Filmdienst dem Weg der Cheyenne, die 1878 aus dem Reservat, in das man sie gezwungen hatte, in ihre Heimat zurückwollten, und erzählt dabei ungewöhnlich aus ihrer Sicht.[37] Nollen sieht in ihm Fords Versuch, sich im Film bei den Native Americans zu entschuldigen, die er in Stagecoach als stereotype "Wilde" ("stereotypical savages") gezeigt hatte.[16] Was über den Zug der Cheyenne nach Norden belegt ist, steht auf der Seite der Nation.

John Ford und John Wayne

Nollen schreibt, Ford habe gewusst, wer den Ringo Kid spielen sollte, seit er am Drehbuch saß: einen jungen Mann, der fast zehn Jahre bei kleinen Studios wie Mascot, Monogram und Republic gelernt hatte, John Wayne. Ford habe Wayne oft beschimpft, ihn aber gemocht, und Wayne habe in ihm einen Mentor, Ratgeber und Vater gesehen.[16] Britannica beschreibt, wie sich die Figur, die Wayne in seinen vielen Filmen für Ford entwickelte, über die Jahre verhärtete, vom Ringo Kid bis zu Tom Doniphon.[1] Wayne spielt in neun der 17 Western der Tabelle mit.[23, 26, 27, 28, 29, 31, 32, 35, 36] Kennengelernt hatten sie sich nach Britannica, als Wayne in den Sommern als Requisiteur bei Fox arbeitete; Ford gab ihm von 1928 an kleine Filmrollen.[38] Die Geschichte ihrer Zusammenarbeit von der anderen Seite steht auf der Seite John Wayne.

Ehrungen und Bedeutung für den Western

Im Februar 1973 beschlossen die Treuhänder des American Film Institute einen jährlichen Preis für ein Lebenswerk im Film und vergaben ihn einstimmig zuerst an John Ford.[14] Am 31. März 1973 überreichte ihm Präsident Richard Nixon beim ersten Preisabend des AFI im Beverly Hilton in Beverly Hills die Presidential Medal of Freedom, die er die höchste zivile Auszeichnung des Landes nannte.[13]

Als Deuter des Erbes der Nation hat er dem Bewusstsein ganzer Generationen, hier und im Ausland, seinen persönlichen Stempel unauslöschlich aufgeprägt.

Urkunde zur Presidential Medal of Freedom für John Ford, verlesen von Richard Nixon, Remarks on Presenting the Presidential Medal of Freedom to John Ford, 31. März 1973, The American Presidency Project Übersetzung der Redaktion[13]

Ford entwickelte sich nach Britannica politisch von einem Demokraten im Sinne Franklin D. Roosevelts zu einem Republikaner im Sinne Richard Nixons, doch seine Filme seien weder reaktionär noch im Kern konservativ gewesen. Mehr als Politik habe ihn der Charakter des Einzelnen interessiert.[1] Weitere Regisseure des Genres stellt die Seite Die wichtigsten Western-Regisseure vor.

Zeitleiste

Zeitleiste: John Ford
  1. 01.02.1894John Ford kommt in Cape Elizabeth in Maine zur Welt; der Filmdienst nennt 1895.[1, 2, 3]
  2. 1924The Iron Horse über den Bau der transkontinentalen Eisenbahn wird ein großer Erfolg.[1] Die erste transkontinentale Eisenbahn
  3. 05.03.1936Erster Oscar für die beste Regie, für The Informer.[4]
  4. November 1938Für Stagecoach dreht Ford zum ersten Mal im Monument Valley.[15] Höllenfahrt nach Santa Fé
  5. 27.02.1941Oscar für die beste Regie für The Grapes of Wrath.[6]
  6. 26.02.1942Oscar für die beste Regie für How Green Was My Valley.[7]
  7. Juni 1942Ford filmt den japanischen Angriff auf Midway und wird dabei bewusstlos.[12]
  8. 1946Für My Darling Clementine entsteht im Monument Valley eine Stadtkulisse von Tombstone.[17] Monument Valley
  9. 1948Fort Apache, der erste Film der Kavallerie-Trilogie mit John Wayne.[26, 29] John Wayne
  10. 19.03.1953Vierter Oscar für die beste Regie, für The Quiet Man.[11]
  11. 1955Beim Dreh von The Searchers nehmen die Navajo Ford am 4. Juli als Mitglied auf.[18] Der schwarze Falke
  12. 1962Mit Der Mann, der Liberty Valance erschoss stellt Ford nach Britannica sein eigenes Vermächtnis offen in Frage.[1] Der Mann, der Liberty Valance erschoss
  13. 1964Cheyenne Autumn erzählt vom Weg der Cheyenne im Jahr 1878.[1, 37] Cheyenne
  14. 31.03.1973Als Erster erhält Ford den Preis des American Film Institute für sein Lebenswerk; Präsident Nixon überreicht ihm die Presidential Medal of Freedom.[13, 14]
  15. 31.08.1973John Ford stirbt in Palm Desert in Kalifornien.[1, 2]

Häufige Fragen

Wie viele Oscars gewann John Ford?

Vier als Regisseur: für Der Verräter (The Informer), Früchte des Zorns, Schlagende Wetter (How Green Was My Valley) und Der Sieger (The Quiet Man). Dazu gewannen zwei Dokumentarfilme seiner Einheit bei der Navy, The Battle of Midway und December 7th, den Oscar; die Academy führt als Preisträger die United States Navy.

Welche Western drehte John Ford?

Unter anderem Das eiserne Pferd (1924), Höllenfahrt nach Santa Fé (1939), Faustrecht der Prärie (1946), die Kavallerie-Trilogie mit Bis zum letzten Mann, Der Teufelshauptmann und Rio Grande, Der schwarze Falke (1956), Der Mann, der Liberty Valance erschoss und Cheyenne (Cheyenne Autumn).

Was ist die Kavallerie-Trilogie von John Ford?

So heißen drei Western mit John Wayne über die US-Kavallerie: Fort Apache (1948, deutsch Bis zum letzten Mann), She Wore a Yellow Ribbon (1949, Der Teufelshauptmann) und Rio Grande (1950). Den Namen verwenden Britannica im Artikel über John Wayne, der Filmdienst und das Essay der Library of Congress zu Stagecoach.

Warum drehte John Ford im Monument Valley?

Der Händler Harry Goulding brachte 1938 Fotos des Tals nach Los Angeles, und Ford wählte es als Drehort für Stagecoach. Danach drehte er dort nach HistoryNet sechs weitere Western, darunter Der schwarze Falke.

Wie hieß John Ford eigentlich?

Filmportal.de nennt als Geburtsnamen John Martin Feeney, Britannica schreibt John Martin Feeny. Britannica fügt hinzu, Ford habe oft behauptet, Sean Aloysius O'Feeney oder O'Fearna zu heißen.

Wann starb John Ford?

Am 31. August 1973 in Palm Desert in Kalifornien. Am 31. März 1973 hatte ihm Präsident Richard Nixon die Presidential Medal of Freedom überreicht, beim Abend, an dem Ford als Erster den Preis des American Film Institute für sein Lebenswerk bekam.

Hat John Ford John Wayne entdeckt?

Nach Britannica (Artikel John Wayne) lernte Ford Wayne kennen, als dieser in den Sommern als Requisiteur bei Fox arbeitete, und gab ihm von 1928 an kleine Rollen. Zum Star wurde Wayne 1939 mit dem Ringo Kid in Stagecoach; der Filmdienst nennt es seine erste große Rolle. Mehr dazu steht auf der Seite John Wayne.

Quellen

  1. Nachschlagewerk John Ford, Artikel von John Sayles. Encyclopaedia Britannica. Stand 27.08.2026. abgerufen am 27.10.2026
  2. Filmdatenbank John Ford (Personenseite). filmportal.de, DFF Deutsches Filminstitut und Filmmuseum. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  3. Filmdatenbank Filme mit John Ford (Personenseite). filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  4. The 8th Academy Awards, 1936. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  5. The 12th Academy Awards, 1940. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  6. The 13th Academy Awards, 1941. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  7. The 14th Academy Awards, 1942. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  8. The 15th Academy Awards, 1943. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  9. The 16th Academy Awards, 1944. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  10. The 22nd Academy Awards, 1950. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  11. The 25th Academy Awards, 1953. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  12. Archiv John Ford remembers filming Battle of Midway (Recollections of Commander John Ford, USNR, aus den World War II Interviews). Naval History and Heritage Command. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  13. Primärquelle Richard Nixon: Remarks on Presenting the Presidential Medal of Freedom to John Ford. The American Presidency Project, University of California, Santa Barbara (Gerhard Peters, John T. Woolley). Stand 31.03.1973. abgerufen am 27.10.2026
  14. John Ford, 1st AFI Life Achievement Award Honoree (Angaben des AFI über seinen Preis). American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  15. Filmdatenbank Stagecoach (1939), AFI Catalog of Feature Films. American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  16. Fachaufsatz Stagecoach, Essay von Scott Allen Nollen zum National Film Registry. Library of Congress, National Film Preservation Board. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  17. Presse Amy Chan: Monumental Vision. HistoryNet. Stand 27.03.2018. abgerufen am 27.10.2026
  18. Presse Glenn Frankel: John Ford's Monument (Reportage aus dem Monument Valley). Glenn Frankel, Website des Autors. Stand September 2008. abgerufen am 27.10.2026
  19. Filmdatenbank AFI's 10 Top 10, Kategorie Western. American Film Institute. Stand 2008. abgerufen am 27.10.2026
  20. Amtliche Stelle Complete National Film Registry Listing. Library of Congress, National Film Preservation Board. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  21. Filmdatenbank Das eiserne Pferd, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  22. Filmdatenbank Drei rauhe Gesellen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  23. Filmdatenbank Ringo (Höllenfahrt nach Santa Fé), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 11.05.2022. abgerufen am 27.10.2026
  24. Filmdatenbank Trommeln am Mohawk, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 18.02.2019. abgerufen am 27.10.2026
  25. Filmdatenbank Faustrecht der Prärie, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  26. Filmdatenbank Bis zum letzten Mann, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  27. Filmdatenbank Spuren im Sand (1948), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 29.04.1996. abgerufen am 27.10.2026
  28. Filmdatenbank Der Teufelshauptmann, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 18.03.2019. abgerufen am 27.10.2026
  29. Filmdatenbank Rio Grande, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 23.09.2020. abgerufen am 27.10.2026
  30. Filmdatenbank Westlich St. Louis, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  31. Filmdatenbank Der schwarze Falke, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 16.07.2026. abgerufen am 27.10.2026
  32. Filmdatenbank Der letzte Befehl (1959), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 08.09.2023. abgerufen am 27.10.2026
  33. Filmdatenbank Mit einem Fuß in der Hölle, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  34. Filmdatenbank Zwei ritten zusammen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  35. Filmdatenbank Der Mann, der Liberty Valance erschoß, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 29.01.2023. abgerufen am 27.10.2026
  36. Filmdatenbank Das war der Wilde Westen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  37. Filmdatenbank Cheyenne, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  38. Nachschlagewerk John Wayne (Britannica Editors). Encyclopaedia Britannica. Stand 21.08.2026. abgerufen am 27.10.2026
  39. Tribal Nation History. Navajo Nation. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  40. Navajo Nation, Arizona, New Mexico and Utah. University of Arizona, Native American Advancement, Initiatives, and Research (NAAIR). Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026

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Passt dazu

  • WesternJohn Wayne

    John Wayne hieß eigentlich Marion Morrison und spielte von 1930 bis 1976 in Western wie Stagecoach und Rio Bravo.

  • Orte und NaturMonument Valley

    Das Monument Valley ist ein Tribal Park der Navajo Nation an der Grenze von Utah und Arizona.

  • WesternHöllenfahrt nach Santa Fé (1939)

    John Fords Western Stagecoach von 1939 mit John Wayne, deutsch auch Ringo.

  • WesternDer schwarze Falke (1956)

    John Fords Western The Searchers von 1956 mit John Wayne.