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John Wayne

Kurz erklärt John Wayne war ein amerikanischer Schauspieler, geboren am 26. Mai 1907 in Winterset (Iowa) als Marion Morrison. Als Ringo Kid in John Fords Stagecoach wurde er 1939 zum Star, den Oscar bekam er 1970 für True Grit, deutsch Der Marshal. Er starb am 11. Juni 1979 in Los Angeles an Krebs.

Leere staubige Hauptstraße einer hölzernen Westernkulisse mit Vordächern, Anbindebalken und einem Wassertrog im goldenen Abendlicht
Bild: KI-generiert

Wer war John Wayne?

John Wayne war ein amerikanischer Filmschauspieler. Britannica schreibt, er habe das Bild des starken, wortkargen Cowboys oder Soldaten verkörpert und in vielem die idealisierten amerikanischen Werte seiner Zeit dargestellt.[1] Geboren wurde er am 26. Mai 1907 in Winterset in Iowa, gestorben ist er am 11. Juni 1979 in Los Angeles.[1, 2] Sein Geburtsname war nach Britannica und dem Nachruf der New York Times Marion Michael Morrison; das John Wayne Birthplace Museum in Winterset nennt Marion Robert Morrison.[1, 2, 4] Sein Leinwandbild prägten vor allem die Filme, die er mit den Regisseuren John Ford und Howard Hawks drehte.[1] Den Oscar als bester Hauptdarsteller bekam er 1970 für True Grit, in Deutschland "Der Marshal".[6, 31]

Kindheit in Iowa und Kalifornien

Britannica nennt ihn den Sohn eines Apothekers aus Iowa.[1] Sein Vater Clyde L. Morrison hatte eine Apotheke.[2] Als Marion sechs Jahre alt war, zog die Familie laut New York Times wegen der schlechten Gesundheit des Vaters nach Südkalifornien, zuerst auf eine Farm von 80 Acres (gut 32 Hektar), dann nach Glendale, wo der Vater wieder eine Apotheke eröffnete.[2] Der Laden lag im selben Gebäude wie ein Kino, und der Junge, der morgens um vier Zeitungen austrug und nachmittags Bestellungen auslieferte, sah dort vier- oder fünfmal in der Woche umsonst Filme.[2] Das Geburtshaus in Winterset hat vier Zimmer und ist nach Angaben des Museums wieder so eingerichtet wie 1907.[4]

1925 schrieb er sich an der University of Southern California in Los Angeles ein und spielte dort Football.[1] Nach der New York Times hatte er ein Footballstipendium, brach sich im zweiten Jahr den Knöchel und verließ die Universität.[2] In den Sommern arbeitete er als Requisiteur bei der Fox Film Corporation und freundete sich dort mit John Ford an.[1]

Wie wurde aus Marion Morrison John Wayne?

Ford gab ihm nach Britannica von 1928 an kleine Filmrollen.[1] Die New York Times erzählt, Ford habe den kräftigen Studenten zum vierten Requisitenassistenten gemacht. Als sich bei Aufnahmen für einen U-Boot-Film vor der Insel Catalina die Stuntmen wegen der rauen See weigerten, ins Wasser zu gehen, sprang Morrison sofort, und von da an gehörte er zu Fords Leuten.[2] In frühen Filmen stand er laut Nachruf als Michael Burn und als Duke Morrison im Vorspann.[2]

Seine erste Hauptrolle spielte er 1930 in The Big Trail von Raoul Walsh, deutsch "Der große Treck", und dort zum ersten Mal als John Wayne.[1, 15] Der Regisseur hielt den Vornamen Marion laut New York Times für einen Westernhelden zu weich.[2] Der Film erzählt von einem Siedlertreck nach Oregon, Wayne spielt Breck Coleman, und der Filmdienst zählt ihn zu den ersten Western mit Ton.[15] An der Kinokasse fiel er durch: Gedreht war er nach der New York Times als teurer Breitwandfilm, für den kaum ein Kino die Projektoren hatte.[2] Seit 2006 steht er im National Film Registry der Library of Congress.[14]

In den folgenden acht Jahren spielte Wayne nach Britannica in mehr als 60 billigen Filmen, meist als Cowboy, Soldat oder rauer Abenteurer.[1] Die New York Times zählt von 1933 bis 1939 mehr als 40 Western, alle Produktionen der Kategorie B oder C.[2] Der Autor Scott Allen Nollen nennt diese fast zehn Jahre bei kleinen Studios wie Mascot, Monogram und Republic eine Grundausbildung fürs Kino.[11] Wie Siedler in Wirklichkeit nach Oregon zogen, steht auf der Seite Der Oregon Trail.

Wie wurde John Wayne mit Stagecoach zum Star?

Zum echten Star wurde Wayne nach Britannica, als Ford ihn 1939 als Ringo Kid in Höllenfahrt nach Santa Fé besetzte, im Original Stagecoach, in Deutschland auch "Ringo".[1, 16] Laut AFI-Katalog lieh die Produktion ihn vom Studio Republic aus; die New York Times schrieb damals, er sei der erste Star, den Republic an ein großes Studio verliehen habe.[12] Gedreht wurde von Anfang November 1938 bis zum 7. Januar 1939, und es war der erste Film, für den Ford ins Monument Valley ging.[12] Der Filmdienst nennt den Ringo Kid nach zahlreichen B-Filmen Waynes erste große Rolle, die seinen Ruhm begründete.[16] Wayne sah in Ford nach Nollen einen Mentor, Ratgeber und Vater, obwohl Ford ihn oft hart anfuhr.[11]

Im Zweiten Weltkrieg diente Wayne nicht als Soldat. Britannica erwähnt Vermutungen, er habe sich gedrückt, schreibt aber, nach den Belegen sei er bei der Navy wegen seines Alters, einer alten Footballverletzung und einer Anweisung der Regierung abgelehnt worden, Schauspieler zu schonen, die für die Moral gebraucht wurden. Er besuchte Truppen in Übersee und spielte in Kriegsfilmen wie The Fighting Seabees (1944) und They Were Expendable (1945).[1]

Eine alte hölzerne Postkutsche ohne Pferde steht allein auf einer weiten roten Wüstenebene vor Tafelbergen aus Sandstein im späten Nachmittagslicht
Eine Postkutsche in der Wüste vor Tafelbergen aus Sandstein Bild: KI-generiert

John Wayne in den Western von John Ford und Howard Hawks

Wie das Publikum ihn auf der Leinwand sah, legten nach Britannica die vielen Filme mit Ford und Hawks fest, die in den Jahren nach dem Krieg bis in die frühen 1960er Jahre entstanden.[1] Für Ford spielte er in der sogenannten Kavallerie-Trilogie: Fort Apache (1948, deutsch "Bis zum letzten Mann"), She Wore a Yellow Ribbon (1949, "Der Teufelshauptmann") und Rio Grande (1950). Britannica nennt die drei Filme elegisch, Wayne spielt darin standhafte Offiziere der Kavallerie.[1, 18, 20, 21] In Bis zum letzten Mann ist er Captain Kirby York an der Seite von Henry Fonda als Colonel Owen Thursday; der Filmdienst sieht in dem Film eine Abwandlung der Legende von Custers letzter Schlacht.[18] Was über diese Schlacht belegt ist, steht auf der Seite Schlacht am Little Bighorn.

Waynes Figuren bei Ford sind nach Britannica unerschütterliche Patrioten, die zugleich von der Heuchelei in Amerika enttäuscht sind; die Filme Fords mit Wayne ehrten den Mythos des alten Westens und untergruben ihn zugleich.[1] Am deutlichsten sei das in Der schwarze Falke (1956), den manche für den besten Western überhaupt halten. Ethan Edwards will dort seine Nichte aus der Hand eines abtrünnigen Anführers der Comanche befreien, doch seine Besessenheit und seine offene Intoleranz zeigen ihn nach Britannica als ebenso wahnsinnig wie heldenhaft.[1, 23] Fords Blick auf die dunklen Seiten der Legenden gipfelte nach Britannica in Der Mann, der Liberty Valance erschoss (1962), in dem Wayne den Rancher Tom Doniphon spielt.[1, 27]

Bei Hawks spielte er 1948 in Red River den selbstherrlichen Viehzüchter Tom Dunson, der sich mit seinem Pflegesohn überwirft, gespielt von Montgomery Clift in seiner ersten Filmrolle; auch diesen Film zählt Britannica zu den Anwärtern auf den Titel des besten Western.[1, 17] Die Geschichte spielt nach dem Filmdienst vor dem Hintergrund des Viehtriebs auf dem Chisholm Trail von Texas nach Abilene.[17] Rio Bravo (1959) entstand nach Britannica, weil Hawks und Wayne sich über den Erfolg von Zwölf Uhr mittags (1952) ärgerten, in dem die Bürger ihren Sheriff im Stich lassen.[1] Den Oscar für die Hauptrolle in Zwölf Uhr mittags hatte Wayne 1953 laut Academy für Gary Cooper entgegengenommen.[9] Dieselbe Geschichte drehten Hawks und Wayne noch zweimal in abgewandelter Form, in El Dorado und in Rio Lobo (1970), dem letzten Film von Hawks.[1, 30, 33]

Welche Western drehte John Wayne?

Die Tabelle zeigt 22 Western aus der Filmliste, die Britannica zu Wayne führt. Deutscher Titel, Jahr und Rolle stehen so im Lexikon des internationalen Films, das als Jahr das Produktionsjahr nennt.[1, 5]

Western mit John Wayne (Auswahl)
FilmOriginaltitelProduktionsjahrRolleRegie
Der große TreckThe Big Trail1930Breck ColemanRaoul Walsh[15]
Höllenfahrt nach Santa Fé (Ringo)Stagecoach1939Henry, genannt "Ringo Kid"John Ford[16]
Red RiverRed River1948Tom DunsonHoward Hawks[17]
Bis zum letzten MannFort Apache1948Captain Kirby YorkJohn Ford[18]
Spuren im SandThree Godfathers1948Robert MarmadukeJohn Ford[19]
Der TeufelshauptmannShe Wore a Yellow Ribbon1949Nathan BrittlesJohn Ford[20]
Rio GrandeRio Grande1950Lt. Col. Kirby YorkeJohn Ford[21]
Man nennt mich HondoHondo1953Hondo LaneJohn Farrow[22]
Der schwarze FalkeThe Searchers1956Ethan EdwardsJohn Ford[23]
Rio BravoRio Bravo1959John T. ChanceHoward Hawks[24]
Der letzte BefehlThe Horse Soldiers1959Oberst MarloweJohn Ford[25]
AlamoThe Alamo1960Col. David CrockettJohn Wayne[26]
Der Mann, der Liberty Valance erschossThe Man Who Shot Liberty Valance1961Tom DoniphonJohn Ford[27]
Das war der Wilde WestenHow the West Was Won1961General ShermanHenry Hathaway, John Ford, George Marshall, Richard Thorpe[28]
MacLintockMcLintock!1963George Washington McLintockAndrew V. McLaglen[29]
El DoradoEl Dorado1966Cole ThorntonHoward Hawks[30]
Der MarshalTrue Grit1968Reuben J. "Rooster" CogburnHenry Hathaway[31]
ChisumChisum1970John ChisumAndrew V. McLaglen[32]
Rio LoboRio Lobo1970Cord McNallyHoward Hawks[33]
Die CowboysThe Cowboys1971Wil Andersen laut AFI Catalog, Will Anderson im Filmdienst[34, 37]Mark Rydell[34]
Mit Dynamit und frommen SprüchenRooster Cogburn1975Rooster CogburnStuart Millar[35]
Der ShootistThe Shootist1976J. B. BooksDon Siegel[36]

Einige Filme kamen später ins Kino, als das Produktionsjahr vermuten lässt: Britannica datiert Der Mann, der Liberty Valance erschoss und Das war der Wilde Westen auf 1962, El Dorado auf 1967, True Grit auf 1969 und Die Cowboys auf 1972.[1] MacLintock führt der Filmdienst als Komödie, Britannica nennt ihn eine Westernfarce mit Slapstick und Waynes einzige erfolgreiche Komödie.[1, 29] Hondo ist nach Britannica vielleicht der einzige klassische Western, der in 3-D gedreht wurde.[1]

In der Liste der zehn besten Western, die das American Film Institute 2008 veröffentlichte, steht Wayne dreimal: Der schwarze Falke auf Platz 1, Red River auf Platz 5 und Stagecoach auf Platz 9.[13] In das National Film Registry der Library of Congress kamen unter anderem The Big Trail (2006), Stagecoach (1995), Red River (1990), The Searchers (1989), Rio Bravo (2014), The Man Who Shot Liberty Valance (2007) und How the West Was Won (1997).[14] Weitere Filme stellt die Seite Die besten Western aller Zeiten vor.

Alamo: John Wayne als Regisseur

Bei Alamo (1960) führte Wayne selbst Regie und spielte Davy Crockett.[1, 26] Er war auch der Produzent: Die Academy führt ihn als Produzenten des Films, der 1961 als bester Film nominiert war. Von sieben Nominierungen gewann Alamo einen Oscar, für den Ton.[8] Die Kosten stiegen nach dem Handbook of Texas von geplanten 7,5 auf 12 Millionen Dollar, einen großen Teil davon brachte Wayne selbst auf.[39] Der Nachruf der New York Times nennt dagegen 1,2 Millionen Dollar, die Wayne in den Film investiert habe, und schreibt, er sei bitter enttäuscht gewesen, als der Film scheiterte.[2] Der Filmdienst sieht eine fragwürdige Heldenverehrung, lobt aber Aufwand und Tempo der Produktion.[26]

Wir wollten einen Moment der Geschichte wiedererstehen lassen, der dieser Generation von Amerikanern zeigt, wofür ihr Land noch immer steht.

John Wayne über Alamo, zitiert im Nachruf der New York Times, The New York Times, 12. Juni 1979, Nachruf von Richard F. Shepard Übersetzung der Redaktion[2]

Was über die Belagerung belegt ist, steht auf den Seiten Das Alamo, Die Texanische Revolution und Davy Crockett; wie nah der Film den Ereignissen kommt, auf der Seite des Films.

Weiß gekalkte Kalksteinmauern einer alten spanischen Mission mit gewölbtem Eingang zwischen Mesquite-Büschen unter tiefblauem Himmel am späten Nachmittag
Kalksteinmauern einer alten Mission im Buschland von Texas Bild: KI-generiert

Wofür bekam John Wayne den Oscar?

Für den trinkenden, einäugigen U.S. Marshal Rooster Cogburn in True Grit von Henry Hathaway, nach dem Roman von Charles Portis.[1, 2, 31] Bei der 42. Oscarverleihung am 7. April 1970 setzte er sich gegen Richard Burton, Dustin Hoffman, Peter O'Toole und Jon Voight durch.[6] Britannica schreibt, die Ehrung sei nach einer Laufbahn von mehr als 40 Jahren vor der Kamera gekommen.[1] Als Hauptdarsteller war er schon einmal nominiert gewesen: 1950 für Sands of Iwo Jima, einen Kriegsfilm, in dem er einen harten Sergeant der Marines spielt.[1, 7]

1975 spielte er Rooster Cogburn noch einmal, an der Seite von Katharine Hepburn in Rooster Cogburn, deutsch "Mit Dynamit und frommen Sprüchen".[1, 35] Wie der Roman 2010 neu verfilmt wurde, steht auf der Seite True Grit (2010).

Späte Western und The Shootist

In Chisum spielt Wayne einen Rancher, der 1878 in New Mexico gegen Lawrence Murphy kämpft, gespielt von Forrest Tucker; die historischen Hintergründe stehen auf der Seite Lincoln-County-Krieg.[32] In Die Cowboys ist er ein Rancher, der seine Cowboys verloren hat und für den Viehtrieb Schuljungen anheuert.[34] Vincent Canby, Kritiker der New York Times, mochte den Film nicht besonders, schrieb aber, Wayne sei unverwüstlich und fast die perfekte Vaterfigur geworden.[2]

Sein letzter Film war The Shootist (1976) von Don Siegel, deutsch "Der Shootist" oder "Der Scharfschütze".[1, 36] Wayne spielt darin den alternden Revolvermann J. B. Books, der unheilbar an Krebs erkrankt ist; im Vorspann zeigt der Film Ausschnitte aus bekannten Western mit Wayne, und James Stewart spielt in seinem letzten Western mit.[36] Viele lobten den Film nach Britannica als Waynes besten Western seit Rio Bravo. Drei Jahre später starb Wayne selbst an Krebs.[1]

Woran starb John Wayne?

John Wayne starb am 11. Juni 1979 in Los Angeles an Krebs, er war 72 Jahre alt. History.com schreibt, er habe mehr als ein Jahrzehnt gegen die Krankheit gekämpft.[1, 3] 1964 entfernten Ärzte nach der New York Times einen bösartigen Tumor aus seiner Brust und dem linken Lungenflügel, und wenige Monate später stand er wieder vor der Kamera.[2] Im Januar 1979 wurde laut History.com Magenkrebs festgestellt, an dem er im Juni starb.[3]

Zum letzten Mal öffentlich trat er nach der New York Times im April 1979 bei der Oscarverleihung auf, überreichte den Preis für den besten Film und wurde stehend gefeiert.[2] Am 26. Mai 1979, seinem 72. Geburtstag, wurde das Gesetz Public Law 96-15 gebilligt. Es ermächtigte den Präsidenten, Wayne im Namen des Kongresses eine Goldmedaille zu überreichen, in Anerkennung seiner Laufbahn als Schauspieler und seiner Dienste für die Nation; auf der Medaille sollte unter anderem "John Wayne, American" stehen.[1, 10] Wann die Goldmedaille übergeben wurde, nennt das Gesetz nicht.[10] Nach Britannica wurden ihm die Goldmedaille des Kongresses und die Presidential Medal of Freedom nach seinem Tod zuerkannt; die Ankündigung der Preisträger von 1980 führt ihn für die Presidential Medal of Freedom als "The Late John Wayne".[1, 38] Der Nachruf der New York Times vom 12. Juni 1979 schreibt dagegen, ihm sei kürzlich eine besondere Medaille des Kongresses überreicht worden.[2]

Rote Sandsteinfelsen ragen aus einer weiten Wüstenebene mit Beifuß, lange Schatten im Abendlicht
Rote Sandsteinfelsen über einer Wüstenebene im Abendlicht Bild: KI-generiert

Ehen und Kinder

Wayne war dreimal verheiratet. Britannica nennt Josephine Alicia Saenz (1933 bis 1945), Esperanza Baur (1946 bis 1954) und Pilar Wayne, mit der er seit 1954 verheiratet war.[1] Die ersten beiden Ehen endeten laut New York Times mit der Scheidung. Aus den drei Ehen hatte er sieben Kinder und bei seinem Tod mehr als 15 Enkel.[2, 3] In MacLintock spielte nach dem Filmdienst sein Sohn Patrick Wayne mit, und sein Sohn Michael Wayne arbeitete als Regieassistent.[29]

Was bedeutet John Wayne für den Western?

Der Nachruf der New York Times nannte ihn die größte Gestalt des Western, einer der großen ureigenen Kunstformen Amerikas, und zählte mehr als 200 Filme in 50 Jahren.[2] History.com nennt mehr als 250 Filme.[3] Bis Anfang der 1960er Jahre hatten 161 seiner Filme nach der New York Times 350 Millionen Dollar eingespielt.[2] Sein Auftreten beschrieb Wayne selbst als gewollt: Den gedehnten Tonfall, den zusammengekniffenen Blick und den Gang eines Mannes, der keinen Streit sucht, aber jederzeit zuschlagen kann, habe er sich ausgedacht und vor dem Spiegel geübt.[2]

Kritiker bezweifelten laut Britannica sein ganzes Berufsleben lang, dass er wandlungsfähig sei. Übersehen worden sei dabei oft, wie zart und vielschichtig er spielen konnte, etwa in Red River und Der schwarze Falke.[1] Umstritten war auch seine Politik: Seine offen rechten Ansichten bewunderten nach Britannica die Konservativen, Liberale fanden sie naiv hurrapatriotisch.[1] Die New York Times schrieb, er habe Politiker wie Richard Nixon, Barry Goldwater und Ronald Reagan unterstützt, später aber auch Präsident Jimmy Carter bei den Verträgen über den Panamakanal und dafür Hassbriefe von rechts bekommen.[2] Britannica nennt ihn eine überragende Gestalt des Kinos und für manche den größten Hollywoodstar überhaupt.[1]

Zeitleiste

Zeitleiste: John Wayne
  1. 26.05.1907Marion Morrison kommt in Winterset in Iowa zur Welt.[1, 4]
  2. 1925Er schreibt sich an der University of Southern California ein und spielt Football; im Sommer arbeitet er als Requisiteur bei Fox.[1]
  3. 1928John Ford gibt ihm erste kleine Filmrollen.[1] John Ford
  4. 1930Erste Hauptrolle und erster Auftritt als John Wayne in The Big Trail von Raoul Walsh.[1, 15]
  5. 1939Als Ringo Kid in John Fords Stagecoach wird er zum Star.[1, 16] Höllenfahrt nach Santa Fé
  6. 1948Fort Apache von John Ford und Red River von Howard Hawks kommen in die Kinos.[1] John Ford
  7. 23.03.1950Oscar-Nominierung als bester Hauptdarsteller für Sands of Iwo Jima.[7]
  8. 1956In John Fords Der schwarze Falke spielt er Ethan Edwards.[1, 23] Der schwarze Falke
  9. 1959Rio Bravo von Howard Hawks, mit Wayne als Sheriff John T. Chance.[1, 24] Rio Bravo
  10. 1960Alamo, sein erster Film als Regisseur; er spielt Davy Crockett.[1, 26] Alamo
  11. 17.04.1961Alamo ist als bester Film nominiert, mit Wayne als Produzent, und gewinnt den Oscar für den Ton.[8] Alamo
  12. 1962Der Mann, der Liberty Valance erschoss von John Ford, mit Wayne als Tom Doniphon.[1, 27] Der Mann, der Liberty Valance erschoss
  13. 1964Ärzte entfernen einen bösartigen Tumor aus Brust und linkem Lungenflügel.[2]
  14. 07.04.1970Oscar als bester Hauptdarsteller für True Grit.[6]
  15. 1976The Shootist von Don Siegel ist sein letzter Film.[1, 36]
  16. 26.05.1979Das Gesetz Public Law 96-15 erlaubt die Verleihung einer Goldmedaille des Kongresses an ihn.[10]
  17. 11.06.1979John Wayne stirbt in Los Angeles an Krebs.[1, 3]

Häufige Fragen

Wie hieß John Wayne richtig?

Er kam als Marion Morrison zur Welt. Britannica und die New York Times nennen den vollen Namen Marion Michael Morrison, das John Wayne Birthplace Museum in seinem Geburtsort Winterset Marion Robert Morrison. Den Namen John Wayne trug er zum ersten Mal 1930 in The Big Trail.

Woran starb John Wayne?

An Krebs. 1964 entfernten Ärzte einen bösartigen Tumor aus seiner Brust und dem linken Lungenflügel. Im Januar 1979 wurde laut History.com Magenkrebs festgestellt, und am 11. Juni 1979 starb er in Los Angeles.

Wie alt wurde John Wayne?

72 Jahre. Geboren wurde er am 26. Mai 1907 in Winterset in Iowa, gestorben ist er am 11. Juni 1979 in Los Angeles.

Welche Western von John Wayne gelten als die besten?

In der Western-Liste des American Film Institute von 2008 stehen drei Filme mit ihm: Der schwarze Falke auf Platz 1, Red River auf Platz 5 und Höllenfahrt nach Santa Fé (Stagecoach) auf Platz 9. Britannica nennt Der schwarze Falke und Red River Anwärter auf den Titel des besten Western und Rio Bravo heute einen Klassiker.

Wofür bekam John Wayne den Oscar?

Für die Rolle des U.S. Marshal Rooster Cogburn in True Grit, in Deutschland Der Marshal. Die Academy zeichnete ihn am 7. April 1970 als besten Hauptdarsteller aus. Als Hauptdarsteller war er vorher schon für Sands of Iwo Jima nominiert.

In wie vielen Filmen spielte John Wayne?

Die Angaben gehen auseinander. Die New York Times schrieb in ihrem Nachruf von mehr als 200 Filmen in 50 Jahren, History.com nennt mehr als 250. Allein von 1933 bis 1939 drehte er nach der New York Times mehr als 40 kleine Western.

Hatte John Wayne Kinder?

Ja, sieben, aus drei Ehen. In MacLintock spielte nach dem Filmdienst sein Sohn Patrick Wayne mit, sein Sohn Michael Wayne war dort Regieassistent.

Warum wurde John Wayne Duke genannt?

Den Spitznamen hatte er schon als Junge. Er selbst erzählte laut New York Times, der Name komme von seinem Airedale-Terrier. Pressetexte, die ihn mit vornehmer Herkunft erklärten, wies er zurück.

Quellen

  1. Nachschlagewerk John Wayne (Britannica Editors). Encyclopaedia Britannica. Stand 21.08.2026. abgerufen am 27.10.2026
  2. Presse Richard F. Shepard: 'Duke,' an American Hero (Nachruf). The New York Times. Stand 12.06.1979. abgerufen am 27.10.2026
  3. Presse John Wayne dies (This Day in History, 11. Juni 1979). HISTORY.com Editors, A&E Television Networks. Stand 24.11.2009, aktualisiert 27.05.2025. abgerufen am 27.10.2026
  4. John Wayne Birthplace and Museum, Startseite (Angaben des Museums über sich selbst). John Wayne Birthplace and Museum, Winterset, Iowa. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  5. Filmdatenbank Filme mit John Wayne (Personenseite). filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  6. The 42nd Academy Awards, 1970. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  7. The 22nd Academy Awards, 1950. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  8. The 33rd Academy Awards, 1961. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  9. The 25th Academy Awards, 1953. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  10. Gesetz und Vertrag Public Law 96-15 vom 26. Mai 1979 (93 Stat. 32): Goldmedaille für John Wayne. U.S. Government Publishing Office, govinfo (United States Statutes at Large). Stand 1979. abgerufen am 27.10.2026
  11. Fachaufsatz Stagecoach, Essay von Scott Allen Nollen zum National Film Registry. Library of Congress, National Film Preservation Board. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  12. Filmdatenbank Stagecoach (1939), AFI Catalog of Feature Films. American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  13. Filmdatenbank AFI's 10 Top 10, Kategorie Western. American Film Institute. Stand 2008. abgerufen am 27.10.2026
  14. Amtliche Stelle Complete National Film Registry Listing. Library of Congress, National Film Preservation Board. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  15. Filmdatenbank Der große Treck, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  16. Filmdatenbank Ringo (Höllenfahrt nach Santa Fé), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 11.05.2022. abgerufen am 27.10.2026
  17. Filmdatenbank Red River (1948), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 31.01.2024. abgerufen am 27.10.2026
  18. Filmdatenbank Bis zum letzten Mann, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  19. Filmdatenbank Spuren im Sand (1948), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 29.04.1996. abgerufen am 27.10.2026
  20. Filmdatenbank Der Teufelshauptmann, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 18.03.2019. abgerufen am 27.10.2026
  21. Filmdatenbank Rio Grande, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 23.09.2020. abgerufen am 27.10.2026
  22. Filmdatenbank Man nennt mich Hondo, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  23. Filmdatenbank Der schwarze Falke, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 16.07.2026. abgerufen am 27.10.2026
  24. Filmdatenbank Rio Bravo, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 27.08.2026. abgerufen am 27.10.2026
  25. Filmdatenbank Der letzte Befehl (1959), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 08.09.2023. abgerufen am 27.10.2026
  26. Filmdatenbank Alamo, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  27. Filmdatenbank Der Mann, der Liberty Valance erschoß, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 29.01.2023. abgerufen am 27.10.2026
  28. Filmdatenbank Das war der Wilde Westen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  29. Filmdatenbank MacLintock, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  30. Filmdatenbank El Dorado (1966), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  31. Filmdatenbank Der Marshal, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  32. Filmdatenbank Chisum, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  33. Filmdatenbank Rio Lobo, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 13.02.2021. abgerufen am 27.10.2026
  34. Filmdatenbank Die Cowboys, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  35. Filmdatenbank Mit Dynamit und frommen Sprüchen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 05.06.2022. abgerufen am 27.10.2026
  36. Filmdatenbank Der Shootist (Der Scharfschütze), Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  37. Filmdatenbank The Cowboys (1972), AFI Catalog of Feature Films. American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
  38. Primärquelle Presidential Medal of Freedom Announcement of the Recipients of the Award for 1980. The American Presidency Project, University of California, Santa Barbara (Gerhard Peters, John T. Woolley). Stand 21.04.1980. abgerufen am 27.10.2026
  39. Nachschlagewerk Frank Jackson: The Alamo (1960). Handbook of Texas Online. Texas State Historical Association. Stand 14.08.2025. abgerufen am 27.10.2026

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Passt dazu

  • WesternJohn Ford

    John Ford drehte Western wie Stagecoach und Der schwarze Falke, sieben davon im Monument Valley.

  • WesternHöllenfahrt nach Santa Fé (1939)

    John Fords Western Stagecoach von 1939 mit John Wayne, deutsch auch Ringo.

  • WesternDer schwarze Falke (1956)

    John Fords Western The Searchers von 1956 mit John Wayne.

  • WesternRio Bravo (1959)

    Rio Bravo ist ein Western von Howard Hawks aus dem Jahr 1959 mit John Wayne, Dean Martin und Ricky Nelson.