WesternPerson
Henry Fonda
Kurz erklärt Henry Fonda war ein amerikanischer Schauspieler, geboren am 16. Mai 1905 in Grand Island (Nebraska), gestorben am 12. August 1982 in Los Angeles an Herzversagen. Im Western spielte er Wyatt Earp in Faustrecht der Prärie, den Colonel in Bis zum letzten Mann und den Killer Frank in Spiel mir das Lied vom Tod. Den Oscar bekam er 1982 für Am goldenen See, keinen Western.

Wer war Henry Fonda?
Henry Fonda war ein amerikanischer Theater- und Filmschauspieler. Geboren wurde er am 16. Mai 1905 in Grand Island in Nebraska, gestorben ist er am 12. August 1982 in Los Angeles.[1, 2] Britannica zählt mehr als 90 Filme in sechs Jahrzehnten und schreibt, er habe typisch amerikanische Helden geschaffen, die für ihre Rechtschaffenheit bekannt waren.[1] Im Western spielte er Wyatt Earp, Frank James, einen hochmütigen Kavallerieoffizier nach dem Vorbild Custers und den Killer Frank in Spiel mir das Lied vom Tod.[1, 13, 17, 18, 25] Den Oscar als bester Hauptdarsteller bekam er erst 1982, für Am goldenen See.[4]
Jugend in Nebraska und Anfänge am Theater
Fonda wuchs nach Britannica in Omaha und Umgebung auf. Er studierte Journalismus an der University of Minnesota, ging aber im zweiten Studienjahr nach Hause zurück.[1] Zum Theater kam er am Omaha Community Playhouse, auf Wunsch von Dorothy Brando, der Mutter von Marlon Brando, die das Theater mitgegründet hatte.[1] Als er starb, bat die Familie laut UPI um Spenden für den Henry-Fonda-Flügel dieses Theaters, an dem seine fast 60 Jahre lange Laufbahn begonnen hatte.[3]
1928 zog Fonda an die Ostküste. Bei den University Players, einer kleinen Sommertheatertruppe in Falmouth in Massachusetts, lernte er unter anderem Joshua Logan und James Stewart kennen.[1] Die beiden blieben nach der New York Times ein Leben lang befreundet, obwohl Stewart konservativer Republikaner und Fonda überzeugter Demokrat war; sie hätten vor 50 Jahren vereinbart, nicht über Politik zu reden, sagte Stewart 1983.[6] 1929 stand Fonda zum ersten Mal am Broadway auf der Bühne, 1934 spielte er dort seine erste Hauptrolle in The Farmer Takes a Wife und im Jahr darauf dieselbe Rolle in seinem ersten Film.[1]
Frühe Western: Frank James und Ritt zum Ox-Bow
Zum Star machten ihn nach Britannica die Filme mit John Ford. Darin spielte er volksnahe amerikanische Figuren wie den jungen Abraham Lincoln in Young Mr. Lincoln (1939) und den Farmer Tom Joad in Früchte des Zorns (The Grapes of Wrath, 1940) nach dem Roman von John Steinbeck.[1, 30] Für Tom Joad war er zum ersten Mal für den Oscar nominiert.[1] Bei der 13. Oscarverleihung am 27. Februar 1941 ging der Preis an seinen Freund James Stewart.[5]
Schon 1939 spielte er in Jesse James, Mann ohne Gesetz von Henry King den Frank James, Bruder von Jesse James, den Tyrone Power spielt. Die Brüder rächen im Film den Tod ihrer Mutter, an dem Agenten der Eisenbahn schuld sind; der Filmdienst schreibt, der Film zeige "die heroische Legende, nicht die historische Wahrheit".[13] Ein Jahr später spielte er Frank James noch einmal in Rache für Jesse James, nach dem Filmdienst der erste Western von Fritz Lang.[14] Ebenfalls 1939 entstand Trommeln am Mohawk von Ford. Der Film spielt 1776 zur Zeit des Unabhängigkeitskriegs: Ein jung verheiratetes Paar zieht aus dem Staat New York ins Mohawk-Tal, Fonda ist der Ehemann Gilbert Martin.[15]
In Ritt zum Ox-Bow (The Ox-Bow Incident) von William A. Wellman spielt Fonda Gil Carter. Ein Trupp ohne rechtliche Grundlage hängt darin 1885 in Nevada drei Männer auf, die er ohne Grund für Viehdiebe und Mörder hält. Der Filmdienst nennt den Film einen klassischen Western, entstanden in Auseinandersetzung mit dem Faschismus.[16] Figuren wie Gil Carter sind nach Britannica die Stimme des Gewissens und der Vernunft.[1] 1998 nahm die Library of Congress den Film in das National Film Registry auf.[7] Was über Lynchmorde im Westen belegt ist, steht auf der Seite Lynchjustiz im Wilden Westen. Im Zweiten Weltkrieg diente Fonda in der US Navy.[1]
Wyatt Earp und Colonel Thursday: Fonda bei John Ford
Nach dem Krieg spielte Fonda in zwei Western von Ford, die Britannica Klassiker nennt.[1] In Faustrecht der Prärie (My Darling Clementine, 1946) ist er der Sheriff Wyatt Earp. Nach dem Filmdienst lässt sich Earp, dessen Bruder bei einer Schießerei ums Leben gekommen ist, in Tombstone als Sheriff anwerben und befreit die Stadt mit Hilfe des Spielers Doc Holliday von der Clanton-Sippe. Ford, der Earp noch persönlich kannte, verkläre die Ereignisse dabei zum poetischen Mythos.[17] Seit 1991 steht der Film im National Film Registry.[7] Was über die Schießerei belegt ist, steht auf der Seite Schießerei am O.K. Corral.
In Bis zum letzten Mann (Fort Apache, 1948) spielt er Owen Thursday, im Filmdienst Colonel, bei Britannica Lieutenant Colonel. Nach Britannica ist es eine starre Figur nach dem Vorbild von George Armstrong Custer.[1, 18] Der Hochmut des verbitterten Offiziers führt seine Einheit nach dem Filmdienst in den Untergang gegen die Apachen, und nach seinem Tod wird er doch zum patriotischen Helden gemacht. John Wayne spielt Captain Kirby York.[18] Die deutsche Fassung war laut Filmdienst um rund 45 Minuten gekürzt; 1997 zeigte das ZDF eine synchronisierte Fassung des 123 Minuten langen Originals.[18]
Mythos und Wahrheit
Mythos
In Bis zum letzten Mann spielt Henry Fonda Custer in der Schlacht am Little Bighorn.
Was belegt ist
Fonda spielt den Colonel Owen Thursday, dessen Einheit im Film gegen die Apachen kämpft. Der Filmdienst nennt den Film eine Paraphrase auf die Western-Legende von Custers letzter Schlacht, Britannica beschreibt die Figur als Charakter nach Custers Vorbild. Am Little Bighorn kämpften laut National Park Service am 25. und 26. Juni 1876 Krieger der Lakota, Northern Cheyenne und Arapaho gegen die 7. Kavallerie.[1, 12, 18]
Was über die Schlacht belegt ist, steht auf der Seite Schlacht am Little Bighorn.
Danach kehrte Fonda an den Broadway zurück und spielte von 1948 bis 1951 die Titelrolle in Mister Roberts, für die er einen Tony Award bekam. Bei der Verfilmung von 1955 führte zuerst Ford Regie, wurde aber durch Mervyn LeRoy ersetzt, nach Britannica auch wegen Streits mit Fonda über die Handlung.[1]

Western der 1950er und 1960er Jahre
In Stern des Gesetzes (The Tin Star, 1957) von Anthony Mann ist Fonda Morgan Hickman, ein früherer Sheriff, der Kopfgeldjäger geworden ist und 1870 einem jungen, überforderten Sheriff, gespielt von Anthony Perkins, das Handwerk beibringt.[11, 19] Der Filmdienst hält ihn für den filmsprachlich vielleicht lehrreichsten Western überhaupt; lange sei er als Abklatsch von Zwölf Uhr mittags verkannt worden.[19] Zu Kopfgeldjägern im echten Westen gibt es die Seite Kopfgeldjäger im Wilden Westen. In Warlock (1959) von Edward Dmytryk spielt er Clay Blaisdell. Banditen terrorisieren darin eine Stadt an der Grenze zu Utah, und die Bürger holen einen schießfreudigen Sheriff zu Hilfe; der Filmdienst sieht in der Anlage Anklänge an Zwölf Uhr mittags.[20]
In Das war der Wilde Westen (How the West Was Won), der in Episoden die Erschließung des Westens von 1840 bis 1890 erzählt, spielt Fonda Jethro Stuart.[21] Der Filmdienst führt ihn mit dem Produktionsjahr 1961, das National Film Registry mit dem Jahr 1962.[7, 21] Mitte der 1960er Jahre folgten zwei weitere Western. In der Komödie Höchster Einsatz in Laredo (1965) von Fielder Cook gerät ein Farmer 1896 in eine Pokerrunde mit höchsten Einsätzen, Fonda spielt Meredith.[22] Mordbrenner von Arkansas (Welcome to Hard Times, 1966) von Burt Kennedy, in dem ein Bandit eine Siedlung niederbrennt, nennt der Filmdienst einen Durchschnittswestern.[23]
In Die fünf Vogelfreien (Firecreek) von Vincent McEveety standen Fonda und James Stewart gemeinsam vor der Kamera, Stewart als Johnny Cobb, Fonda als Larkin. Desperados terrorisieren darin eine kleine Stadt, bis sich der nebenamtliche Sheriff zur Wehr setzt.[24]
Spiel mir das Lied vom Tod: Henry Fonda als Frank
In Sergio Leones Spiel mir das Lied vom Tod (1968) ist Fonda der Killer Frank. Er arbeitet nach Britannica für den Eisenbahnunternehmer Morton, der das Land will, das die Witwe Jill geerbt hat, und hat ihren Mann und dessen Kinder ermordet. Der Mann mit der Mundharmonika, gespielt von Charles Bronson, ist auf Rache an Frank aus.[8] Britannica hebt hervor, dass Fonda hier gegen sein Rollenbild einen mörderischen Schurken spielt, was selten vorkam, und zählt Frank zu seinen besten Leistungen.[1, 8]
Zuerst lehnte Fonda die Rolle ab. Nach dem AFI Catalog, der sich auf das Branchenblatt Daily Variety vom 29. Oktober 1968 stützt, hatte er ein schlecht aus dem Italienischen übersetztes Drehbuch gelesen. Dann sprach er mit Eli Wallach, der schon mit Sergio Leone gedreht hatte, und Wallach überredete ihn, die Gelegenheit zu nutzen.[9] Ende Juli 1968 meldete Daily Variety, Fonda sei aus Spanien zurück, bevor die Dreharbeiten im Monument Valley weitergingen.[9] Der Filmdienst nennt den Film Höhepunkt und Apotheose des Italowesterns; in Deutschland lief er ab dem 14. August 1969.[25] 2009 kam er in das National Film Registry.[7]

Mein Name ist Nobody und die letzten Western
Danach spielte Fonda in Zwei dreckige Halunken (There Was a Crooked Man) von Joseph L. Mankiewicz den Sheriff Lopeman, in einem Film über einen Geldräuber, der 1883 in Arizona aus dem Gefängnis ausbrechen will.[26] In Geschossen wird ab Mitternacht (The Cheyenne Social Club, 1970) von Gene Kelly geraten zwei alternde Cowboys in Schwierigkeiten, als sie ein geerbtes Bordell schließen wollen; Stewart spielt John O'Hanlan, Fonda Harley Sullivan.[27]
Mit Mein Name ist Nobody (1973) von Tonino Valerii, nach einer Idee von Sergio Leone, verabschiedete sich Fonda nach Christopher Frayling vom Western.[10, 28] Fonda spielt Jack Beauregard, einen berühmten Revolvermann, der sich 1898 in New Mexico zur Ruhe setzen und nach Europa auswandern will. Der junge Nobody, gespielt von Terence Hill, bewundert ihn, und Beauregard nutzt dessen Schießkünste, um seinen Abgang zu inszenieren.[28] Frayling beschreibt Fondas Auftritt als würdevoll und die Figur als verblassendes "Nationaldenkmal" (im Original "national monument").[10] Der Filmdienst ist skeptischer und nennt den Film einen weitgehend künstlichen Versuch, aus Hollywood-, Italo- und Klamaukwestern eine neue Spielart zu machen.[28]
Welche Western drehte Henry Fonda?
Die Tabelle zeigt die Western mit Fonda aus der Filmliste des Lexikons des internationalen Films. Deutscher Titel, Jahr und Rolle stehen so im Filmdienst, der als Jahr das Produktionsjahr nennt.[2]
| Film | Originaltitel | Jahr | Rolle | Regie |
|---|---|---|---|---|
| Kampf in den Bergen | The Trail of the Lonesome Pine | 1936 | Dave Tolliver | Henry Hathaway[31] |
| Jesse James, Mann ohne Gesetz | Jesse James | 1939 | Frank James | Henry King[13] |
| Trommeln am Mohawk | Drums Along the Mohawk | 1939 | Gilbert Martin | John Ford[15] |
| Rache für Jesse James | The Return of Frank James | 1940 | Frank James | Fritz Lang[14] |
| Ritt zum Ox-Bow | The Ox-Bow Incident | 1942 | Gil Carter | William A. Wellman[16] |
| Faustrecht der Prärie | My Darling Clementine | 1946 | Wyatt Earp | John Ford[17] |
| Bis zum letzten Mann | Fort Apache | 1948 | Colonel Owen Thursday | John Ford[18] |
| Stern des Gesetzes | The Tin Star | 1957 | Morgan Hickman | Anthony Mann[19] |
| Warlock | Warlock | 1959 | Clay Blaisdell | Edward Dmytryk[20] |
| Das war der Wilde Westen | How the West Was Won | 1961 | Jethro Stuart | Henry Hathaway, John Ford, George Marshall, Richard Thorpe[21] |
| Höchster Einsatz in Laredo | A Big Hand for the Little Lady | 1965 | Meredith | Fielder Cook[22] |
| Mordbrenner von Arkansas | Welcome to Hard Times | 1966 | Willi Blue | Burt Kennedy[23] |
| Ein Fremder auf der Flucht | Stranger on the Run | 1967 | Ben Chamberlain | Don Siegel[32] |
| Die fünf Vogelfreien | Firecreek | 1967 | Larkin | Vincent McEveety[24] |
| Spiel mir das Lied vom Tod | C'era una volta il West | 1968 | Frank | Sergio Leone[25] |
| Zwei dreckige Halunken | There Was a Crooked Man | 1969 | Sheriff Lopeman | Joseph L. Mankiewicz[26] |
| Geschossen wird ab Mitternacht | The Cheyenne Social Club | 1970 | Harley Sullivan | Gene Kelly[27] |
| Mein Name ist Nobody | Il mio nome è Nessuno | 1973 | Jack Beauregard | Tonino Valerii[28] |
| Wanda Nevada | Wanda Nevada | 1978 | Alter Goldgräber | Peter Fonda[33] |
Höchster Einsatz in Laredo und Mein Name ist Nobody führt der Filmdienst als Komödien.[22, 28] Ein Fremder auf der Flucht nennt er einen fürs Fernsehen gedrehten Film, in Wanda Nevada hat Fonda nach dem Filmdienst einen Kurzauftritt.[32, 33] Ritt zum Ox-Bow kam nach dem National Film Registry 1943 ins Kino, Das war der Wilde Westen 1962.[7] Britannica führt Höchster Einsatz in Laredo mit 1966, Mordbrenner von Arkansas mit 1967 und Wanda Nevada mit 1979.[1] In das Register aufgenommen sind von Fondas Western Faustrecht der Prärie (1991), Das war der Wilde Westen (1997), Ritt zum Ox-Bow (1998) und Spiel mir das Lied vom Tod (2009).[7] Weitere Filme stellt die Seite Die besten Western aller Zeiten vor.
Wofür bekam Henry Fonda den Oscar?
Bei der 54. Oscarverleihung am 29. März 1982 wurde Fonda als bester Hauptdarsteller für Am goldenen See (On Golden Pond) ausgezeichnet, einen Film, der kein Western ist. Mitbewerber waren Warren Beatty, Burt Lancaster, Dudley Moore und Paul Newman.[4] Der Filmdienst führt den Film als Komödie über ein altes Ehepaar, das den Sommer an einem See verbringt, wo zum 80. Geburtstag des Mannes auch die Tochter eintrifft; Fonda spielt Norman Thayer.[29] Es war nach Britannica sein letzter Kinofilm, an der Seite von Katharine Hepburn und seiner Tochter Jane Fonda.[1]
Schon 1981 hatte er einen Ehrenoscar für seine Leistungen und seinen bleibenden Beitrag zur Filmkunst bekommen, 1978 den Preis des American Film Institute für sein Lebenswerk.[1] Für den Oscar nominiert war er davor zweimal: 1941 für Früchte des Zorns und 1958 als Produzent von Die zwölf Geschworenen (1957), der als bester Film nominiert war.[1, 5, 34]
Woran starb Henry Fonda?
Henry Fonda starb am Morgen des 12. August 1982 in Los Angeles an Herzversagen, er war 77 Jahre alt. Ein Sprecher des Cedars-Sinai Medical Center nannte laut UPI 8.15 Uhr als Todeszeit; in den 18 Monaten davor war Fonda fünfmal ins Krankenhaus gekommen.[3] Er wurde, wie er es gewünscht hatte, ohne Trauerfeier eingeäschert. Präsident Ronald Reagan und James Stewart würdigten ihn.[3]
Die Welt hat ein großes Talent verloren, und ich habe einen sehr lieben Freund verloren.

Was bedeutet Henry Fonda für den Western?
Die typische Fonda-Figur bewegt sich nach Britannica oft in einer Welt von Männern, im amerikanischen Westen, in der Armee oder bei der Marine, und ist ein Mann des stillen Nachdenkens. Ihr Heldentum beruht auf Rechtschaffenheit und Anstand.[1] Am Theater geschult, habe er seine Rollen vor der Kamera zurückgenommen gespielt, was ihm eine still eindringliche Wirkung gab.[1] UPI schrieb in der Todesmeldung, er habe meist Amerikaner aus dem Herzen des Landes gespielt, und zählte Ritt zum Ox-Bow zu seinen bekanntesten Filmen.[3]
In Spiel mir das Lied vom Tod spielte er gegen dieses Rollenbild.[8] Mein Name ist Nobody ist nach Frayling zugleich ein Kommentar zu den damals sehr erfolgreichen Trinity-Komödien mit Terence Hill und ein Abschied vom Italowestern.[10] Seine Kinder Jane und Peter Fonda wurden ebenfalls Schauspieler; in Wanda Nevada (1979), bei dem Peter Fonda Regie führte und die Hauptrolle spielte, hatte er einen kleinen Auftritt.[1]
Zeitleiste
- 16.05.1905Henry Fonda kommt in Grand Island in Nebraska zur Welt.[1, 2]
- 1928Er geht an die Ostküste und schließt sich den University Players in Falmouth an, wo er unter anderem James Stewart kennenlernt.[1] James Stewart
- 1939In Jesse James, Mann ohne Gesetz von Henry King spielt er Frank James.[13]
- 27.02.1941Oscar-Nominierung für Früchte des Zorns; den Preis bekommt sein Freund James Stewart.[5] James Stewart
- 1946In John Fords Faustrecht der Prärie spielt er Wyatt Earp.[1, 17] John Ford
- 1948In John Fords Bis zum letzten Mann spielt er Colonel Owen Thursday, eine Figur nach dem Vorbild Custers.[1, 18] John Ford
- 1957Stern des Gesetzes von Anthony Mann, mit Fonda als Kopfgeldjäger Morgan Hickman.[11, 19]
- 1968In Sergio Leones Spiel mir das Lied vom Tod spielt er den Killer Frank.[8, 25] Spiel mir das Lied vom Tod
- 1973Mein Name ist Nobody, mit Fonda als Revolvermann Jack Beauregard; Christopher Frayling nennt den Film seinen Abschied vom Western.[10, 28] Mein Name ist Nobody
- 1981Ehrenoscar für seine Leistungen und seinen Beitrag zur Filmkunst; Am goldenen See wird sein letzter Kinofilm.[1]
- 29.03.1982Oscar als bester Hauptdarsteller für Am goldenen See.[4]
- 12.08.1982Henry Fonda stirbt in Los Angeles an Herzversagen.[3]
Häufige Fragen
Woran starb Henry Fonda?
An Herzversagen. Er starb am Morgen des 12. August 1982 in Los Angeles, er war 77 Jahre alt. Nach der Meldung der Nachrichtenagentur UPI war er in den 18 Monaten davor fünfmal ins Krankenhaus gekommen.
Wen spielt Henry Fonda in Spiel mir das Lied vom Tod?
Den Killer Frank, der für den Eisenbahnunternehmer Morton arbeitet und den Mann und die Kinder der Witwe Jill ermordet hat. Britannica hebt hervor, dass Fonda hier gegen sein Rollenbild einen Schurken spielt, und zählt Frank zu seinen besten Leistungen. Mehr zum Film auf der Seite Spiel mir das Lied vom Tod.
In welchen Western spielte Henry Fonda?
Unter anderem in Jesse James, Mann ohne Gesetz (1939) als Frank James, in Faustrecht der Prärie (1946) als Wyatt Earp, in Bis zum letzten Mann (1948), Stern des Gesetzes (1957), Warlock (1959), Das war der Wilde Westen, Spiel mir das Lied vom Tod und Mein Name ist Nobody. Einen Kurzauftritt hatte er noch in Wanda Nevada (1979).
Wofür bekam Henry Fonda den Oscar?
Für die Rolle des alten Norman Thayer in Am goldenen See (On Golden Pond), einer Komödie, kein Western. Die Academy zeichnete ihn am 29. März 1982 als besten Hauptdarsteller aus. Ein Jahr zuvor hatte er schon einen Ehrenoscar für seine Leistungen im Film bekommen.
Spielte Henry Fonda Wyatt Earp?
Ja, in John Fords Faustrecht der Prärie (My Darling Clementine) von 1946. Der Filmdienst schreibt, Ford habe Earp noch persönlich gekannt und die Ereignisse zum poetischen Mythos verklärt. Was über Earp belegt ist, steht auf der Seite Wyatt Earp.
Waren Henry Fonda und James Stewart befreundet?
Ja, ein Leben lang. Sie lernten sich bei der Theatertruppe University Players in Falmouth (Massachusetts) kennen. Über Politik sprachen sie nach Stewarts Worten nicht, Stewart war Republikaner, Fonda Demokrat. Zusammen spielten sie unter anderem in Die fünf Vogelfreien und Geschossen wird ab Mitternacht.
Sind Jane und Peter Fonda seine Kinder?
Ja, beide wurden nach Britannica bekannte Schauspieler. In Am goldenen See, seinem letzten Kinofilm, spielte Jane Fonda an seiner Seite. In Wanda Nevada (1979), bei dem Peter Fonda Regie führte und die Hauptrolle spielte, hatte er einen kleinen Auftritt.
Quellen
- Nachschlagewerk Henry Fonda (The Editors of Encyclopaedia Britannica). Encyclopaedia Britannica. Stand 08.08.2026. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Filme mit Henry Fonda (Personenseite). filmdienst.de, Lexikon des internationalen Films. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Presse Joan Goulding: Oscar-winning actor Henry Fonda, who personified the American spirit (Meldung zum Tod). UPI Archives, United Press International. Stand 12.08.1982. abgerufen am 27.10.2026
- The 54th Academy Awards, 1982. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- The 13th Academy Awards, 1941. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Presse James Stewart, the Hesitant Hero, Dies at 89 (Nachruf). The New York Times. Stand 03.07.1997. abgerufen am 27.10.2026
- Amtliche Stelle Complete National Film Registry Listing. Library of Congress, National Film Preservation Board. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Once upon a Time in the West, Artikel von Lee Pfeiffer. Encyclopaedia Britannica. Stand 2013. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Once Upon a Time in the West (1969), AFI Catalog of Feature Films. American Film Institute. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Archiv Il mio nome è Nessuno, Filmnotiz (Auszug aus Christopher Frayling, Once Upon a Time in Italy, Harry N. Abrams 2005). Il Cinema Ritrovato, Cineteca di Bologna. Stand 2020. abgerufen am 27.10.2026
- Nachschlagewerk Anthony Mann: The 1950s: westerns (Michael Barson). Encyclopaedia Britannica. Stand zuerst 10.01.2014. abgerufen am 27.10.2026
- Amtliche Stelle Story of the Battle. National Park Service, Little Bighorn Battlefield National Monument. Stand 23.04.2025. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Jesse James, Mann ohne Gesetz, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 18.09.2020. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Rache für Jesse James, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 26.10.2017. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Trommeln am Mohawk, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 18.02.2019. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Ritt zum Ox-Bow, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Faustrecht der Prärie, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Bis zum letzten Mann, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Stern des Gesetzes, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Warlock, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 09.11.2023. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Das war der Wilde Westen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Höchster Einsatz in Laredo, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 26.08.1996. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Mordbrenner von Arkansas, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 22.10.1996. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Die fünf Vogelfreien, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Spiel mir das Lied vom Tod, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 04.06.2020. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Zwei dreckige Halunken, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Geschossen wird ab Mitternacht, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Mein Name ist Nobody, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 28.04.2026. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Am goldenen See, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Früchte des Zorns, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Kampf in den Bergen, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Ein Fremder auf der Flucht, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
- Filmdatenbank Wanda Nevada, Lexikon des internationalen Films. filmdienst.de. Stand Aktualisiert am 12.01.2004. abgerufen am 27.10.2026
- The 30th Academy Awards, 1958. Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Stand ohne Datum. abgerufen am 27.10.2026
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Alexander Müller Gründer und Herausgeber von Wilder-Westen.org
Alexander Müller hat Wilder-Westen.org gegründet und gibt es heraus. Er lebt in Bertingen in Sachsen-Anhalt, führt dort SEO NW und verantwortet Redaktion, Technik und Gestaltung.
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